Katherine Dunn

 4.4 Sterne bei 52 Bewertungen

Lebenslauf von Katherine Dunn

Katherine Dunn wurde 1945 in Kansas City geboren, schreibt für verschiedene renommierte Zeitungen und Magazine und veröffentlicht Romane. Darüber hinaus arbeitet sie als Radiomoderatorin und ist eine der bekanntesten Box-Reporterinnen der USA. Heute steigt sie selber nicht mehr in den Ring, trainiert aber weiterhin am Sandsack. An ihrem ersten veröffentlichten deutschen Roman „Binewskis“ hat sie 17 Jahre geschrieben. Seit 24 Jahren arbeitet sie bereits an ihrer nächsten Buchveröffentlichung.

Alle Bücher von Katherine Dunn

Geek Love

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Erschienen am 28.05.2014

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sursulapitschis avatar

Rezension zu "Binewskis - Verfall einer radioaktiven Familie" von Katherine Dunn

Bizarre Geschichte mit tiefschwarzem Humor
sursulapitschivor einem Jahr

„Binewskis, Verfall einer radioaktiven Familie“ ist ein Titel, der vielleicht so verrückt wie dieses Buch ist. Der englische Titel „Geek love“ passt allerdings viel besser. Radioaktiv ist hier gar nichts, unglaublich schräg bis zur Geschmacksgrenze eigentlich alles.

Es um Geeks und um die Binewsiks, eine Zirkusfamilie mit Tradition, die stolz darauf ist, anders zu sein. Tatsächlich haben Al und Lil Binewski, unter gezieltem Einsatz von Drogen, Kinder mit speziellen Fähigkeiten gezüchtet. Arty hat Flossen statt Armen und Beinen, die Zwillinge Iphy und Ellie sind siamesische Zwillinge und Olympia ist ein zwergwüchsiger Albino mit Buckel.
Olympia erzählt die Geschichte ihrer Familie, die Andersartigkeit für ein Privileg hält, „Normale“ bedauert und es sogar geschafft hat, eine Art religiösen Kult zu gründen, der beinhaltet, dass sich die Anhänger freudig Körperteile amputieren lassen, um auch anders zu sein.

Die Idee ist höchst spannend. Wie würde eine Welt aussehen, in der eine Behinderung als Maßstab für gesellschaftliches Ansehen gilt? Je exotischer, desto besser. Die Konsequenz, mit der diese Idee hier durchgespielt wird, hat allerdings einen hohen Ekelfaktor. Die Autorin lässt nichts aus und legt immer noch eine Schippe drauf, in exquisitem Erzählstil, der bisweilen auch bizarr philosophische Züge hat:
„Sind Elefantenfürze etwas Großes? Etwas Großes im Hinblick auf die Qualen des Elefanten? Oder im Hinblick auf die Erleichterung, die es dem Elefanten beim Entweichen verschafft? Oder ist es vielleicht nur etwas Großes, wenn es im selben Moment entzündet wird und die daraus resultierende Explosion zum Antrieb einer Turbine genutzt wird? Ist ein Elefantenfurz an und für sich etwas Großes? Oder nur in seiner Wirkung?“

Dieses Buch ist anders. Lange fragt man sich, was liest man hier eigentlich? Das Geschehen ist bizarr. Zarte Gemüter können es auch geschmacklos finden. Trotzdem übt es eine seltsame Faszination aus, wenn man sich darauf einlässt. Hier wird man an die Grenzen gebracht.
Was ist Schönheit? Ist Schönheit erstrebenswert oder vielleicht eher hinderlich? Auf jeden Fall liegt sie im Auge des Betrachters.

Es ist kein Buch, was ich jedem dringend ans Herz legen würde, aber wenn man gerade Lust auf Absonderlichstes hat, ist man hier bestens bedient. Eine irre Geschichte, schrägste Gestalten und allerschwärzester Humor.

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Code-between-liness avatar

Rezension zu "Binewskis: Verfall einer radioaktiven Familie" von Katherine Dunn

Faszinierend. Abgründig. Abstoßend. Wunderbar!
Code-between-linesvor 4 Jahren

Zum Inhalt: Der Roman „Binewskis: Verfall einer radioaktiven Familie“ erschien im Original bereits im Jahr 1989 in Amerika. Bis Monika Schmalz 2014 endlich mit dem Gerücht – das Werk sei nicht übersetzbar – aufräumte, und uns so Katherine Dunn’s Meisterwerk auch in der deutschen Übersetzung schenkte, erschienen 2014 im Berlin Verlag.

Worum geht es? Der Roman erzählt eine Familiengeschichte. Familienoberhaupt Aloysius „Al“ Binewski, nach eigener Auskunft „schönster Mann der Welt“, ist in einem Wanderzirkus aufgewachsen. Als das fahrende Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten gerät, überlegen sich Al und seine Frau, die wunderschöne Crystal Lil, eine „wässrig-kühle Bostoner Aristokratin“ mit „sternenfunkelnden Haaren“ eine besondere Lösung: sie experimentieren mit einem wechselnden Cocktail von radioaktiven Substanzen, rezeptpflichtigen Medikamenten, Drogen, Insektiziden und derlei mehr, um sich über die Jahre ihre eigene, genetisch mutierte Freak-Show heranzuzüchten. Als Ergebnis kommen dabei die „Traumkindchen“ der Binewskis heraus: als Erstgeborener Arturo, genannt „Arty“ oder Aqua Boy. Statt Gliedmaßen hat Arty Flossen und ist damit eine ziemliche Attraktion im Zirkus der Binewskis. Es folgen die siamesischen Zwillinge Iphigenia und  Electra, genannt „Iphy“ und „Elly“, der bucklige Albino-Zwerg Olympia, sowie Nesthäkchen Fortunato, der jedoch von allen nur „Chick“ gerufen wird. Chick ist das einzige der Kinder welches, v.a. in den Augen von Al und Lil, erschreckend normal aussieht. Kurz bevor sie ihn deswegen an der nächsten Tankstelle aussetzen, wendet sich das Blatt für Chick und seine Eltern erkennen, dass ihr jüngster Sohn aufgrund einer speziellen Gabe ihr Meisterstück sein könnte. Und nicht alle Experimente der Eltern Binewski glücken – davon zeugen diverse Totgeburten oder Kinder, die nur kurze Zeit gelebt haben und, eingelegt in Formaldehyd-gefüllten Gläsern, in einem separaten Caravan zur Schau gestellt werden.

Schon früh lernen die Binewski-Kinder, dass Abweichen von der Norm Trumpf ist – sichert es doch die Anerkennung der Eltern, das Klingeln der Zirkuskassen und eine eigene Fangemeinde im Publikum. So hadert auch Olympia, die außer ihrem Albino-Teint, der Zwergwüchsigkeit und ihrem Buckel nichts vorzuweisen hat, mir ihrem Äußeren: „Ich habe mir gewünscht, ich hätte zwei Köpfe. Oder dass ich unsichtbar wäre. Ich habe mir einen Fischschwanz gewünscht. Ich habe mir gewünscht, besonderer zu sein.“

Kein Wunder also, dass die Binewski-Kinder, allen voran Arty, untereinander um die Gunst der Eltern und des Publikums buhlen. Besonders Arty sichert sich auf höchst grausame und rücksichtslose Art seinen Platz als unangefochtene Nummer 1 unter den Geschwistern, sondern schart mit der Zeit sogar eine eigene Jüngerschaft – die Arturo-Sekte – um sich. Als seine Gefolgschaft immer größer wird, verfällt er dem Größenwahn und die ganze Familie steuert auf einen sich unaufhaltsam nähernden Abhang zu.

Erzählt wird die Geschichte auf zwei unterschiedlichen Ebenen von Olympia, dem dritten oder vierten Kind der Binewskis,“ je nachdem, ob man Köpfe oder Hinterteile zählt“. Während sie auf der ersten Erzählebene das Familienleben der Binewskis, das Verhältnis der Geschwister untereinander und ihre eigene, höchst merkwürdige Beziehung zu ihrem Bruder Arturo schildert, liegen die Jahre des Familienlebens im Wanderzirkus auf der zweiten Erzählebene („Jetztzeit-Notizen“) bereits über 20  Jahre zurück. In der Jetztzeit lebt Olympia mit ihrer Mutter Lil, sowie ihrer eigenen Tochter Miranda gemeinsam in einem Haus in Portland. Genauso wenig, wie Lil noch weiß, dass Olympia ihre Tochter ist, ist sich Miranda darüber bewusst, die Tochter von Olympia zu sein. Und Olympia selbst hat gute Gründe, daran nichts zu ändern.

Der vorliegende Roman ist der Brief Olympias an ihre Tochter Miranda, in welchem sie ihr schließlich von ihrer Abstammung und der Geschichte ihrer Familie erzählt.

Eigene Meinung: Lange war ich ratlos, wie ich die Rezension zu diesem höchst ungewöhnlichen Buch verfassen sollte. Es fällt mir schwer, all die unterschiedlichen Aspekte, die dieses Buch besonders und bemerkenswert machen, und die dabei so unglaublich stimmig zu einem großen Ganzen verwoben sind, hervorzuheben.

Das Buch ist Vieles – es ist ein Lesegenuss, es ist aufrüttelnd, es ist ironisch, unterhaltsam, gleichzeitig aber auch abgründig, verstörend, befremdlich, und oftmals auch abstoßend.

Alles scheint auf den Kopf gestellt, nicht nur das Schönheitsideal und nicht nur die Definition von Normal und Besonders. Sondern eigentlich alle bürgerlichen Werte, auch der Begriff von elterlicher Fürsorge und Verantwortung.

Die Autorin schrieb 17 Jahre an ihrem Werk, und dabei ist ihr eine auf den Punkt komponierte, scharfsinnige und faszinierende Gesellschafts-Kritik gelungen. Zwischen all dem Popcorn und Zirkusflitter geht es um den Wahnsinn, mit dem Menschen sich gegenseitig beurteilen, nach Dingen streben, die sie nicht sind, sich verbiegen, verrenken, im Streben nach Anerkennung und dem  schönen Schein.

Indem Katherine Dunn das „Unnormale“, das, was wir gewöhnlich als „krank“ oder hässlich bezeichnen, als das Erstrebenswerte darstellt, indem sie die Anhänger der Arturo-Sekte sich selbst verstümmeln lässt, um ihrem gliedmaßen-losen Idol so nahe wie möglich zu kommen, hält sie der oftmals grenzen- und kopflos nach Äußerlichkeiten und Ansehen strebenden Gesellschaft einen Spiegel vor.  Damit ist ihr Buch sowohl 1989, dem Jahr, in dem es in den USA erschien, als auch in unserer heutigen Gesellschaft, von großer Relevanz.

Die Geschichte selbst hat mich fasziniert, wie nur wenige zuvor. Ich habe das Buch in wenigen Tagen verschlungen, und so oft ich gedacht habe, dass es jetzt nicht mehr krasser kommen kann, so oft wurde ich eines besseren belehrt. Dabei betreibt die Autorin keine Effekthascherei , sondern zieht den Leser durch seine skurrilen und oftmals dennoch sehr nachvollziehbare Charaktere, die sich rücksichtslos, tabu-brechend und oftmals grotesk verhalten, immer tiefer in die Welt des Wanderzirkus Binewski. Katherine Dunn gibt ihren Lesern Zuckerbrot und Peitsche, indem sie zum einen sehr stimmungsvoll und teilweise auch melancholisch die wundersame Zirkuswelt beschreibt, in der die Familie Binewski immer zusammen und doch allein ist „Wir waren ein Wanderzirkus und lebten mit dem Gezeitenstrom der Gesichter, die auftauchten, anheuerten, ein paar tausend Meilen blieben und dann eines Tages verschwunden waren. Wir Binewskis blieben unter uns. Nur die Familie war immer gleich.“ Zum anderen stößt sie den Leser immer wieder durch die rücksichtslos geschilderten Szenen und Tabubrüche vor den Kopf, lässt die Lesermoral in nahezu jedem Kapitel tiefe Schrammen bekommen.

Dieses Buch bekommt von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung! Es ist intelligent und mitreißend geschrieben, es prangert an, erhebt dabei aber niemals den Zeigefinger, sondern schüttelt den Leser einmal gründlich durch und verändert den eigenen Blick auf  Andersartigkeit und Moral!

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Buchstabenliebhaberins avatar

Rezension zu "Binewskis: Verfall einer radioaktiven Familie" von Katherine Dunn

Schönheit, Intelligenz, Anderssein? Es gibt keinen Garant für Glück und Erfolg
Buchstabenliebhaberinvor 4 Jahren

 

Die Binewskis. Ich kann kaum glauben, dass ich diese völlig durchgeknallte Truppe in mein Herz geschlossen habe. Unbemerkt haben sie sich eingeschlichen. Die Binewskis und Miss Lick haben mein Weltbild erschüttert, auf den Kopf gestellt und wieder gerade gerückt. Der Mensch braucht andere Menschen, braucht Liebe, Empathie, Verständnis. Die schönsten Menschen können einsam und unglücklich sein, ebenso wie die Klugen, die sich mit ihrem Geld keine Freundschaft kaufen können. Und wer dem Beautywahn und Leistungsdenken abschwört und sich von „Normalos“ abgrenzt – bekommt dafür keinen Sonderbonus. Von Gott, dem Schicksal oder wem auch immer.

 

Ja, die Geschichte ist unglaublich, grotesk, grausam. Ein kreativer Zirkusdirektor lernt eine feine Lady kennen, die sofort seinem Charme und der Magie der Zirkuswelt erliegt. Zusammen kreieren sie mit jedem neuen Baby neue Geschöpfe. Wer kennt sie nicht, die Geschichten der missgebildeten Menschen und Tiere, die es in früheren Zeiten im Zirkus angeblich zu bestaunen gab? Die Show der Superlative, dickste Frau der Welt, über und über behaarte Menschen, Ziegen mit zwei Köpfen?

 

In diesem Buch geht es ums Leben und Überleben. Zwischen den Zirkussen herrscht ein harter Konkurrenzkampf, die Besucher wollen etwas geboten bekommen. Das wissen die Binewskis, diesen Voyeurismus wollen sie bedienen. Zuerst lernte ich die Erzählerin Olympia Binewski, die Bucklige, kennen. Sie ist schon alt und lebt ein unspektakuläres Leben, weit weg vom Zirkusalltag ihrer Kindheit. Dieser erste Teil war etwas zäh, und ich fragt mich schon, woher der Hype um das Buch kommt.

 

Doch dann, im zweiten Teil, tauchte ich ab in die skurrile Familienwelt der Binewskis, die Eltern Al und Crystal Lil, die siamesischen Zwillinge Elly und Iphy, Aquaboy Arty, die Erzählerin Oly. Ihr Leben ist nicht ungefährlich, beim Ausflug ins Einkaufszentrum werden sie angeschossen, aus dem Krankenhaus entschwinden sie, bevor die Ärzte auf die Idee kommen, unangenehme Fragen zu den Missbildungen aller Kinder zu stellen. Ein weiteres besonderes Kind, Chic, kommt auf die Welt. Ein Experiment mit einem Pferd stellt die Weichen für die Zukunft der Binewskis.

 

Im dritten Teil geht es richtig rund! Arty Aquaboy, der Star der Familie, das „Masterbrain“, reißt die Herrschaft an sich. Baut ein Imperium Verstümmelter um sich auf, sorgt dafür, dass seine Schwestern ihn abgöttisch lieben. Die Familie steuert ihrem Höhepunkt und ihrem absoluten Tiefpunkt entgegen.

 

Im letzten Teil schließt sich der Kreis, wir begleiten Oly, die Zwergin dabei, wie sie sich um ihre verwirrte Mutter kümmert und aus sicherem Abstand über ihre fast normale Tochter wacht. Wir lernen Miss Lick und ihre Welt besser kennen. Sie ist eine abstoßend hässliche Superreiche, die sich ihre Welt nach ihren Vorstellungen gestaltet. Eine unglaublich traurige Gestalt. Die beiden, Oly und Miss Lick, lernen sich kennen. Doch eine Freundschaft? Unvorstellbar.

 

Die Begegnung zwischen Miss Lick und Oly hat mich sehr berührt. Hier offenbarte sich für mich dann auch die Quintessenz der Geschichte. Zwei Menschen, die anders sind als der große Rest der Menschheit. Die beide nie eine echte Freundschaft erlebt hatten. Bis sie sich kennenlernen. Beide genießen die Gegenwart der anderen, die Fürsorge und Aufmerksamkeit. Aber beide können nicht aus ihrer Haut, ein Happy End gibt es für die beiden nicht. Das hätte ich mir so sehr gewünscht. Aber ich verstehe, warum das nicht sein sollte.

 

Mein Fazit:

Ich hatte leichte Startschwierigkeiten mit diesem Buch, doch dann ergriff es mich. Und wie. Dieses Buch macht etwas mit mir. Es bewegt mich, ich werde wohl noch eine Weile darüber nachdenken.


„Aber ich hasste mich für diese Häme. Die Freude entsetzte mich. Wenn ich nun wirklich ein Ungeheuer war? Wenn sie nun wirklich sturzunglücklich waren und ich nicht mein Bestes tat, um zu helfen? Was würde das über mich aussagen?“ (Oly, S. 376)


4 von 5 Sternen, weil der Einstieg zäh war, und die Geschichte nicht unbedingt etwas für zarte Gemüter ist. Wobei das Buch vom mir eine absolute Leseempfehlung bekommt!

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Gespräche aus der Community

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Berlin_Verlags avatar

»BINEWSKIS hat eine ganze Generation von verrückten Genies und Rebellen inspiriert… Katherine Dunn ist die Heldin des abgründigen Amerika.« 
Chuck Palahniuk, Autor von FIGHT CLUB



Wer hat Lust mit uns gemeinsam ein Buch zu lesen, das schon Kurt Cobain und viele andere begeisterte, als es vor 25 Jahren in den USA erschien? Katherine Dunns GEEK LOVE ist in den USA bis heute ein Kultbuch geblieben, und nun ist es endlich auf Deutsch erhältlich: 

BINEWSKIS: VERFALL EINER RADIOAKTIVEN FAMILIE

Arturo, der Fischjunge, ist der Star des Familienzirkus. Sein rhetorisches Talent begeistert die Zuschauer so sehr, dass sie ihn wie einen Gott verehren und alles geben würden, um zu werden wie er. Am meisten aber liebt ihn seine Schwester Olympia, sie steht auch dann noch zu ihm, als er die siamesischen Zwillinge gegeneinander aufbringt, als er skrupellos die magischen Fähigkeiten des Nesthäkchens Chick für seine Zwecke missbraucht.

Es ist Olympia, die buckelige Albino-Zwergin, die uns von ihrer Familie erzählt, von ihren Eltern, die sich durch unfassbare Experimente eine genetisch mutierte Freakshow heranzüchten. Sie berichtet von Geschwisterliebe und -konkurrenz, vom Kampf um Anerkennung in einer Welt des Über-Besonderen. Als Arturo in seinem Größenwahn kaum mehr zu halten ist, entwickelt sich ein dramatisches Spiel zwischen fanatischer Hingabe und mörderischer Abscheu.

Dutzende wunderlich-bezaubernde Figuren hinterfragen unsere Vorstellung von „Selbst“ und dem „Anderen“, normal und unnormal, Perfektion und Deformation. Was ist Schönheit? Und was ist die moderne Familie wert? 

Wie viele der großen Romane der Moderne erzählt auch dieses Buch die Geschichte einer Familie. Doch die Binewskis sind die absonderlichste Verwandtschaft, die man sich vorstellen kann. Ein Roman, der Grenzen sprengt, und unseren Blick auf uns und unsere Gesellschaft verändert.

 Überzeugt? Dann lest die LESEPROBE, kommentiert hier kurz und schon seid ihr im Lostopf. Viel Glück!
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Letzter Beitrag von  GOOMPIvor 4 Jahren
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