Katherine Hannigan True (... Sort Of)

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „True (... Sort Of)“ von Katherine Hannigan

Beautifully written, heartwarming story about friendship and how to be strong enough, when someone else isn't.

— Wortwelten
Wortwelten
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Über einen Sommer, ungewöhnliche Freundschaften und den Mut, stark zu sein

    True (... Sort Of)
    Wortwelten

    Wortwelten

    14. May 2014 um 13:34

    Gute Bücher, egal ob für Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, enthalten, meiner Meinung nach, folgende Komponenten: + eine schöne Sprache + authentisch ausgearbeitete Figuren, bevorzugt mit Entwicklungspotential + eine nachvollziehbar umgesetzte Story, je nach Buch mit mehr oder weniger Handlung, die sich die Zeit nimmt, die sie benötigt, und sowohl Spaß macht zu lesen, als auch in tiefere Ebenen reicht + Atmosphäre True (...sort of) besitzt all das und noch viel mehr. Obwohl es eigentlich ein Kinderbuch ist, birgt es auch für Erwachsene wundervollen Lesestoff, wie er nur selten zu finden ist. Doch beginnen wir von vorn. Delly's trouble wasn't mean. It always started with her thinking something would be fun and good. It always ended with somebody yelling, “Delaware Pattinson, to your room!” or, “Welcome to detention, Ms. Pattinson. Again.” And there Delly'd be, wondering how something that had seemed so right could go so, so wrong. (p. 1) Delly macht immer Ärger. Gerade einmal elf Jahre alt, kennt sie das Innere des Polizeiwagens genauso gut wie ihr eigenes Zimmer und hatte schon häufiger Hausarrest als Küchendienst. Dabei will sie das gar nicht, immer Ärger machen. Doch wenn die Nachbarin Muffins backt und sie zum Abkühlen nach draußen stellt, wie soll Delly da nicht glauben, das Naschwerk wäre für die? Und wenn ihr nach einem Bootsausflug ist, wieso sollte sie stattdessen in die Schule gehen? In Dellys Lebenswelt funktionieren die Dinge so, nur kollidieren sie immer wieder mit den Vorstellungen der Erwachsenen, und irgendwann gibt Delly auf. Sie glaubt, dass alles, was sie anfängt, egal, wie gut die Absichten sind, die dahinter stecken, immer in Ärger endet, dass sie selbst letztlich nichts anderes als Ärger bedeutet, so sehr, dass selbst ihre liebevollen Eltern nur noch von ihr enttäuscht sind. Sie verliert das Schönste, was sie besitzt: ihr Lächeln. Dann kommt Ferris Boyd in die Stadt, und damit verändert sich alles. Denn Ferris spricht nicht, sie lässt sich nicht anfassen, doch wenn sie in der Pause allein unter einem Baum auf dem Schulhof sitzt und liest, umflattern sie die Vögel, als spräche sie mit ihnen. Langsam nähert Delly sich dem fremden Mädchen an, und langsam beginnt eine ungewöhnliche Freundschaft. Eine Freundschaft, die Delly dabei hilft, erst nachzudenken, bevor sie etwas tut, die ihr dabei hilft zu wachsen. Ferris Boyd looked up from her book. Then the girl and the bird stared at each other, as if they were having a conversation. Without making a sound. (p. 80) Delly und Ferris sind nicht die einzigen, übrigens wundervoll vielschichtig und warmherzig gezeichneten, Figuren. Dazu kommen noch Dellys jüngerer Bruder RB, der seine Schwester über alles liebt und die weiseste Figur in dem ganzen Buch ist, obwohl die jüngste von allen. Dann noch Brud, der stottert und deshalb fast genauso schweigsam ist wie Ferris und dieselbe Liebe zu Basketball hegt. Clarice, Dellys Mutter, die neben Arbeit, Haushalt und den zahlreichen Kindern zwar manchmal nicht gleich bemerkt, wenn etwas schiefläuft, die aber immer ein offenes Ohr für die Sorgen und ein offenes Herz für die Bedürfnisse ihrer Kinder hat. Danny Novello, der nicht nur Delly zur Weißglut bringt und in vielen anderen Büchern wahrscheinlich einfach nur ein blöder Typ wäre, hier aber auch seine schönen Seiten hat. His mouth pinched and puckered as love and meanness fought for his soul. Finally, he muttered, “Nobody.” Love had won. (p. 314) Die Geschichte um einen ganz besonderen Sommer und um Dellys Erwachsenwerden ist so zartfühlend und authentisch erzählt, dass man nicht anders kann, als darin zu versinken. Sie ist fröhlich und melancholisch, manchmal auch sehr traurig, sie ist weise und intelligent und so nah an ihren Figuren, dass man sie in all ihren Facetten spüren kann, und all das auf eine wundervoll atmosphärische, stellenweise poetische Weise erzählt, dass man manche Sätze immer wieder lesen will. Sie ist detailreich, zum Beispiel mit Dellys Vorliebe zur Erfindung eigener Wörter, und fantasievoll umgesetzt, wirkt aber immer wie eine Geschichte, die auch im wahren Leben genauso so geschehen könnte. Then Delly was quiet, because there weren't words for what she was feeling. She'd just got a whole new world, because Ferris Boyd had shared it. (p. 150) Ich würde diesen Roman nicht missen wollen. Ein ganz besonderes Kinder-/Jugend-/Erwachsenenbuch.

    Mehr