Die gelben Augen der Krokodile

von Katherine Pancol 
3,7 Sterne bei82 Bewertungen
Die gelben Augen der Krokodile
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Positiv (48):
C

Unglaublich tolles, schnelles Buch! Ich habe direkt hintereinander alle drei Bände gelesen... und war traurig als sie rum waren...

Kritisch (11):
Buecherwurm1973s avatar

Ich bin in der Mitte des Buches. Einerseits möchte ich abbrechen, aber anderseits möchte ich auch wissen wie es weitergeht. Viel zu viele Ge...

Alle 82 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die gelben Augen der Krokodile"

Die fabelhafte Welt der Joséphine

Joséphine, Ehefrau, Mutter und Historikerin mit Fachgebiet Mittelalter, glaubt, sie stünde auf der sicheren Seite des Lebens. Doch dann zerbricht alles: Ihr Mann betrügt sie, ihre Tochter rebelliert, und die Bank macht Druck. Da kommt ihr das ungewöhnliche Angebot ihrer schönen Schwester Iris gar nicht mal so ungelegen. Diese hatte einen Verleger angeschwindelt, an einem schwülstigen historischen Roman zu arbeiten. Jetzt soll Joséphine dieses Buch schreiben, die das Geld auch gut gebrauchen kann, weil sie das mit der Scheidung, den beiden Töchtern und dem Alleinsein schaffen muss. Womit keiner rechnen konnte: Der Roman wird zu einem absoluten Bestseller, und das Leben der beiden Schwestern steht plötzlich Kopf.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442744985
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:624 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:12.11.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 14.09.2011 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Lesebegeistertevor einem Jahr
    ...Schwestern...

    In diesem Roman wird die Geschichte von zwei Schwestern erzählt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Iris ist eher die „Business-Frau“ und Josephine das komplette Gegenteil. Bei ihr läuft es momentan gar nicht gut…. Ich fand dieses Buch sehr schön erzählt und war eigentlich schnell fertig damit. Gut dass es eine Fortsetzung gibt. Empfehlenswerte Schwesterngeschichte.

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    L
    Lesebegeistertevor einem Jahr
    ...Schwestern...

    In diesem Roman wird die Geschichte von zwei Schwestern erzählt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Iris ist eher die „Business-Frau“ und Josephine das komplette Gegenteil. Bei ihr läuft es momentan gar nicht gut…. Ich fand dieses Buch sehr schön erzählt und war eigentlich schnell fertig damit. Gut dass es eine Fortsetzung gibt. Empfehlenswerte Schwesterngeschichte.

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    ChristineJaeggis avatar
    ChristineJaeggivor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Schön geschrieben, aber teilweise etwas langweilige Passagen. Viel zu langgezogen
    Schön geschrieben, aber teilweise etwas langweilige Passagen. Viel zu langgezogen

    Inhalt:
    Im Mittelpunkt dieses Romans stehen zwei unterschiedliche Schwestern: Da ist die kluge, aber unscheinbare Josephine, die sich nach der Trennung von ihrem Mann mit Geldsorgen und den pubertierenden Töchtern rumschlagen muss. Und da ist die schöne Iris, verheiratet mit einem reichen Anwalt und stets bewundert von allen.
    Iris langweilt sich in ihrem perfekten Leben und sehnt sich nach Anerkennung. Um sich interessanter zu machen, behauptet sie, ein Buch zu schreiben. Die unüberlegte Aussage stößt auf großes Interesse bei ihren Freunden und Bekannten, und schon bald interessieren sich alle für Iris' Buchprojekt. Doch Iris hat keine Ahnung, wie man ein Buch schreibt und bittet Josephine um Hilfe: Sie soll den Roman schreiben, und Iris gibt sich als Autorin aus, kümmert sich um die Vermarktung. Dafür erhält Josephine das Honorar.
    Was beide nicht ahnen können: Das Buch wird zu einem Bestseller, und fortan gerät das Leben der beiden Schwestern noch mehr aus den Fugen. Besonders Josephine bereitet es zunehmend Probleme, ihre Arbeit verleugnen zu müssen ...

    Meine Meinung:
    Leider beginnt die eigentliche Geschichte über den Pakt der Schwestern erst so ab der Mitte des Buches, zuvor muss man sich durch so manch langweilige Passage kämpfen. Die Nebenstorys über Nachbarn, Familienmitglieder und Freunde waren gerade am Anfang etwas verwirrend und trugen auch nicht zu der Geschichte bei. Dass dem Ex-Mann von Josephine so viele Seiten gewidmet wurden, konnte ich nicht verstehen. In meinen Augen war er ein feiges "Weich-Ei", und seine Erlebnisse im Krokodilpark empfand ich trotz der gefährlichen Tiere überhaupt nicht spannend.
    Sehr gut gefallen hat mir aber die Hauptstory über den Deal der Schwestern. Je mehr man Iris mit der Zeit verabscheut, umso größer wird das Mitgefühl für Josephine. Durch das Schreiben ihres Romans verändert sie sich im Laufe der Geschichte, wird mutiger und selbstbewusster. Ihre Gefühlswelt rund um ihre Beziehungsprobleme, den Clinch mit der älteren Tochter und die Vergangenheitsbewältigung wurde von der Autorin perfekt beschrieben.
    Fazit: Ein schön geschriebenes Buch, leider wird man viel zu oft aus der spannenden Hauptgeschichte herausgerissen und der "rote Faden" geht dabei oftmals verloren. 3.5 Sterne.

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    Nadys avatar
    Nadyvor 4 Jahren
    Zwei unterschiedliche Schwester und ihr Geheimnis

    Gelesen: 22. März 2014 bis 03.April 2014 Klappentext: Die fabelhafte Welt der Joséphine
    Joséphine, Ehefrau, Mutter und Historikerin mit Fachgebiet Mittelalter, glaubt, sie stünde auf der sicheren Seite des Lebens. Doch dann zerbricht alles: Ihr Mann betrügt sie, ihre Tochter rebelliert, und die Bank macht Druck. Da kommt ihr das ungewöhnliche Angebot ihrer schönen Schwester Iris gar nicht mal so ungelegen. Diese hatte einen Verleger angeschwindelt, an einem schwülstigen historischen Roman zu arbeiten. Jetzt soll Joséphine dieses Buch schreiben, die das Geld auch gut gebrauchen kann, weil sie das mit der Scheidung, den beiden Töchtern und dem Alleinsein schaffen muss. Womit keiner rechnen konnte: Der Roman wird zu einem absoluten Bestseller, und das Leben der beiden Schwestern steht plötzlich Kopf. Rezension: Josephine sieht sich selber als „Mauerblümchen“ und ist eigentlich mit dem was sie erreicht hat ganz zufrieden. Sie ist verheiratet, wenn auch nicht mehr so stürmisch wie am Anfang, und hat 2 nette Töchter. Doch dann erfährt sie, dass ihr Mann sie betrügt und kurzer Hand wirft sie ihn raus. Jetzt steht sie da mit 2 heranwachsenden Kindern und ganz allein. Sie muss irgendwie Geld verdienen, aber wer würde sie schon einstellen.  Sie bewirbt sich als Übersetzerin und bekommt prompt den Job. Dann tritt ihre Schwester Iris mit einer Bitte an sie heran. Iris hat es in ihrem Leben leichter gehabt. Sie war die beliebtere Schwester bei ihrer Mutter und heiratete reich. Ihr ist nichts wichtiger, als im Rampenlicht zu stehen. Doch da ihr Image etwas gebröckelt hat, erfindet sie eine Story. Sie wäre dabei, einen Roman zu schreiben. Da sie jedoch überhaupt keine Ahnung hat, wie sie das anstellen könnte, bittet sie ihre Schwester Josephine den Roman mit dem Thema des 12. Jahrhunderts, zu schreiben.  Josephine hat sich schon immer für dieses Jahrhundert interessiert. Iris macht ihr das Angebot sehr schmackhaft. Josephine würde den Erlös für das Buch erhalten und Iris würde es mit ihrem Aussehen vermarkten. Da Josephine dringend Geld benötigt, willigt sie ein. Und dann passiert das Unfassbare. Der Roman wird ein großer Erfolg und für Josephine wird es schwierig zu verschweigen, dass sie das Buch geschrieben hat. Iris steht wieder im Rampenlicht. Doch dann werden beide auf eine harte Probe gestellt… Meine Meinung: Die Idee des Buches hat mir sehr gut gefallen. Das Buch ist jedoch sehr in die Länge gezogen. Die Autorin versucht, alle Charaktere, die in diesem Buch vorkommen, genauestens zu beschreiben. Dadurch geht die eigentliche Geschichte etwas unter. Man hat das Gefühl, kein Roman, sondern ein Drehbuch zu lesen. Die Geschichten der einzelnen Charakter sind manchmal soweit hergeholt und unglaubwürdig. Man hat das Gefühl, dass das Buch schrecklich in die Länge gezogen wurde, um die 600 Seitengrenze zu erreichen.  Habe noch den 2. und 3. Teil vom Verlag bekommen und werde sie auch lesen. Aber im Moment habe ich erst einmal genug von dem Drama zweier grundverschiedener Schwerstern. Dies ist einfach ein Buch, über das man sich selber ein Urteil bilden muss.

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    dicketillas avatar
    dicketillavor 5 Jahren
    Das Karussel des Lebens

    Josephine hat genug von der Gleichgültigkeit ihres Mannes Antoine,
    der sich seitdem er seine Arbeit verlor , gehen ließ. und hinzu kommt noch, dass er ein Verhältnis mit einer Nachbarin hat, da schmeißt sie ihn raus. Er der immer Alles für die Familie geregelt hatte, und plötzlich stand sie ohne Sicherheit mit den beiden Töchtern Hortense und Zoe´ da.
    Ein Wechselbad der Gefühle , indem sie um ihre Zukunft und der der Kinder bangt. Ihr zur Seite steht ihr ihre Freundin Shirley, die selbst ein Geheimnis in sich trägt. Joséphin , zwar die klügere, stand immer im Schatten ihrer Schwester Iris, die von der Mutter bevorzugt wurde,
    hübsch und mit einem reichen Mann verheiratet. Doch schaut man hinter die Fassade, dann findet Iris wenig Anerkennung in ihren Kreisen.
    So behauptet sie einen Roman über das 12. Jahrhundert zu schreiben.
    Ist ihre Schwester doch mit diesem Jahrhundert in ihren Studien sehr vertraut . Und so schmieden sie einen Plan. Die eine braucht Geld, und die andere Anerkennung. Hinzu kommen noch die Schwierigkeiten mit der berechnenden Hortense, und der unter den Verlust des Vaters leidende Zoé. Antoine hat sich mit seiner Geliebten in Kenia an einer Krokodilfarm beteiligt, und verspricht sich einen hohen Gewinn, nur wieder auf Kosten seiner Frau. Hinzu kommen noch die unterschiedlichen Personen und ihre Schicksale . Und so träumt Joséphine davon, sich wieder zu verlieben.

    Es ist eine Familiengeschichte ,durch Joséphine und ihr Schicksal geprägt,
    ihrer Unsicherheit, und erst langsam heran reifendes Selbstbewusstsein,anfangs sich wenig gegenüber ihren Töchtern durchsetzen kann. Aber auch die Mutter berechnend geheiratet, bösartig, da sie selbst überall Böses vermutet, durch ihre Statur Zahnstocher genannt, deren Mann vergeblich von einem Sohn träumte,
    nun mit seiner Geliebten seine Träume auslebt. Wie auf einem Karussell, steigen immer wieder andere Personen in die Handlung ein,
    und man hat etwas Mühe sie zuzuordnen. Aber gerade diese Vielfältigkeit macht den besonderen Charme des Buches aus.

    Etwas wurde ich dabei an “ Zusammen ist man weniger allein “ von Anna Gavalda erinnert.

    Ein tolles Buch, um sich mal richtig durch die Gefühlswelten treiben zu lassen.
     

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Die gelben Augen der Krokodile

    Joséphine ist die Hauptfigur in Katherine Pancols Roman. Sie ist eine auf das 12. Jahrhundert spezialisierte Historikerin und Mutter der beiden heranwachsenden Töchter Hortense und Zoé. Ihr Ehemann Antoine hat sie wegen einer anderen Frau verlassen und ist mit dieser nach Afrika gegangen, um dort Krokodile zu züchten. Seit dem muss sie jeden Cent mehrfach umdrehen. Iris, Joséphines Schwester, langweilt sich dank der guten Stellung ihres Mannes durchs Leben, will immer im Mittelpunkt stehen und erzählt, um sich wichtig zu machen, sie würde an einem Roman über das 12. Jahrhundert arbeiten. Schreiben soll ihn natürlich Joséphine. Iris will ihr die Einnahmen überlassen, selbst die Öffentlichkeitsarbeit übernehmen und den Erfolg einheimsen. Verschiedener als Joséphine und Iris können Schwester, wohl nicht sein. Weil Joséphine mit den Einkünften aus dem Roman die drängendsten finanziellen Probleme lösen könnte, willigt sie schließlich ein und schreibt „Die demütige Königin“. Entgegen aller Erwartungen wird der Roman ein durchschlagender Erfolg.

    Katherine Pancol beginnt ihren Roman ruhig und unaufgeregt. Sukzessive werden die handelnden Personen eingeführt und das umfangreiche Beziehungsgeflecht um die Schwestern detailreich dargestellt. Sie offeriert ihren Lesern ein ganzes Füllhorn an verschiedensten Charakteren, die fast alle lebensecht beschrieben sind. Am Ende des Buches hatte ich das Gefühl gute Bekannte verlassen zu müssen. Einzig die Geschichte um die beste Freundin Joséphines empfand ich an den Haaren herbei gezogen und aus den dunkelsten Archiven der Yellow Press hervorgeholt.

    Sehr gut hat mir die Entwicklung von Joséphine gefallen. Die unscheinbare, verlassene Frau wurde im Laufe des Geschehens zusehend selbstbewusster und souveräner. In gleichem Maße wurde Iris unsicherer und litt zunehmend unter ihrer ins Wanken geratenen Welt.

    Nachdem sich der erste Teil des Romans gemächlich entwickelt, ist der der zweite Teil durchaus lebhafter. Längen in der Handlung gab es aus meiner Sicht nur wenige. Auch Klischees werden nicht über Gebühr strapaziert. Der Roman war flüssig geschrieben, durchweg unterhaltsam und kurzweilig. Dabei bringt die Autorin auch einige kuriose und überraschende Einfälle in ihrem Buch unter.

    „Die gelben Augen der Krokodile“ ist ein komplexer Roman mit einer Vielzahl von Handlungssträngen, die am Ende aber schlüssig zusammengefügt werden. Mit einer lebendigen Sprache erzählt die Katherine Pancol diesen facettenreichen Roman, der leicht zu lesen war und nicht ins Triviale abrutscht. Für mich ist er typisch französisch. Nachdem ich mit Freude mit diesem Buch den ersten Teil der Trilogie um Josephine Cortès gelesen habe, freue ich mich auf die beiden noch folgenden Teile, die bereits bereit liegen.

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    J
    jiijiivor 5 Jahren
    Schwarz-weißes Klischee pur.

    Die Figuren sind sehr klischeehaft und schwarz-weiß angelegt. Die einzelnen Stränge sind teils nicht glaubhaft, zu fern der Realität und überzeichnet sind die Figuren und deren Verhaltensmuster in weiten Teilen des Buches. Wer ein ernsthaftes Familienportrait erwartet, ist hier definitiv falsch bedient. Wer jedoch wie ich seine anfänglichen Erwartungen weit zurückschraubt, kann sich recht gut amüsieren über die (gewollt?) schrägen Einfälle der Autorin.

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    nr-verlags avatar
    nr-verlagvor 6 Jahren
    Rezension zu "Die gelben Augen der Krokodile" von Katherine Pancol

    Katherine Pancol hat die Grundidee aus Cyrano de Bergerac auf zwei ungleiche Schwestern im heutigen Frankreich übertragen. Die eine ist schön, oberflächlich und wohlhabend verheiratet, die anderer, Joséphine, hingegen eine ebenso gutmütige wie naive „graue Maus“, bei der die Schönheit eher innen liegt. Die Historikerin Josèphine lässt sich überreden, einen im 13. Jahrhundert spielenden Roman zu schreiben, den ihre Schwester dann unter dem eigenen Namen medienwirksam vermarktet. Pancols Plot hat das Potenzial zu einer amüsanten kleinen Geschichte. Doch leider hat sich die Autorin dazu hinreißen lassen, die Handlung auf mehr als 600 Seiten auszuwalzen und war zudem von dem Muster der gegensätzlichen Geschwister so angetan, dass sie es gleich noch zweimal im Buch untergebracht hat.

    Hauptursache für die ermüdenden Längen, durch die sich der Roman auszeichnet, sind die unsäglichen inneren Monologe aller Beteiligten, die durchweg so klingen, als hätte die Autorin sie direkt aus ihren anfänglichen Charakterskizzen entnommen. Nicht genug, dass keinem dieser Gedankengänge eine individuelle Klangfarbe verliehen wurde, nein, Jeder scheint sich selbst für leicht begriffsstutzig zu halten und wiederholt darum einen einmal formulierten Gedanken noch mindestens zweimal mit anderen Worten. Auf kluge, überraschende Wendungen hofft man dabei allerdings vergebens.

    Gern werden auch Abläufe detailliert beschrieben, so z.B. die einzelnen Schritte, die bei einem Getränkeautomaten zwischen dem Geldeinwurf und der Entnahme des gefüllten Kaffeebechers liegen. Sowas kann ein Stilmittel sein, aber nur, wenn es sich sinnhaft in den Handlungsverlauf fügt. Unmittelbar mitfühlen konnte ich daher, als es über eine der Figuren hieß: „Langeweile führte bei ihr zu Wutanfällen“.

    In solchen Fällen ist ein Hörbuch von Vorteil. Der Sprecherin ist es zu verdanken, dass ich überhaupt bis zum Ende durchgehalten habe. Gelegentlich weckten mich allerdings auch ihre sprachlichen Patzer, wenn sie etwa vom „vollkommen(d)en Einklang“ sprach, den Kindern „wollen(d)e“ Unterhemden andichtete oder wiederholt darauf bestand, dass das Wort „einzeln“ durch ein abschließendes „t“ nur an Deutlichkeit gewinnen kann. Auch die Wortpaare „hinein-herein“ und „hinaus-heraus“ wurden gern vertauscht.

    Bei anderen Fehlern ist ungewiss, ob sie der Übersetzung oder der Autorin selbst zuzuschreiben sind. So ist der Roman ein unerschöpflicher Quell schiefer Metaphern und Vergleiche: alte Menschen haben pergamentartige Hände (als würde das Klischee für die Haut nicht genügen), Konkurrenten werden auf der Ziellinie abgefangen (statt auf der Zielgeraden, wo es noch irgendwie sinnvoll wäre), jemand beschwert sich zu recht, am Ende wieder die Scherben flicken zu sollen, wo doch „kitten“ viel einfacher wäre, als diese Sache mit Nadel und Faden, die Zeit fliegt dahin wie eine Feder (was wohl bedeutet, dass sie sanft zu Boden schaukelte) und die Kinder waren nach dem Badeurlaub „goldbraun wie kleine Nektarinen“ – also eher orange, oder hatte Frau Pancol bei „kleinen Nektarinen“ eigentlich sowas wie Haselnüsse im Sinn?

    Sehr vergnüglich wird es dann zum Ende hin, wenn sich herausstellt, dass Joséphines pubertierende Tochter eine Affaire mit Mick Jagger hat und ihre Nachbarin in Wahrheit ein uneheliches Kind aus dem englischen Königshaus ist. Ähnlich glaubwürdig fällt auch die Schlussszene aus, in der Joséphine auf dem nächtlichen Balkon den Sternen ihren Kummer klagt, dabei von Ihrer völlig verzogenen Tochter Hortense belauscht wird und sich beide nach 623 Seiten endlich in die Arme sinken. An dieser Stelle ist der Leser/Hörer bereits so froh, endlich bis hierher gekommen zu sein, dass er beinahe alles zu glauben bereit ist, und sich höchstens sorgt, die ausufernde Fantasie der Autorin könnte auf den Genuss kleiner goldbrauner Nektarinen zurückzuführen sein.

    Kommentare: 2
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    Buecherwurm1973s avatar
    Buecherwurm1973vor 6 Jahren
    Kurzmeinung: Ich bin in der Mitte des Buches. Einerseits möchte ich abbrechen, aber anderseits möchte ich auch wissen wie es weitergeht. Viel zu viele Ge...
    Rezension zu "Die gelben Augen der Krokodile" von Katherine Pancol

    Die Geschichte beginnt mit Antoine. Er ist arbeitslos. Jeder Tag läuft gleich ab. Er ist mit Joséphine verarbeitet. Die Beiden haben zwei Töchter, Zoé und Hortense. Eines Tages wirft Joséphine ihren Mann raus. Ihre Nachbarin hat ihr gesagt, dass ihr Mann sie eine Affäre hat. Plötzlich ist Joséphine auf sich gestellt und muss den Unterhalt für sich und die Kinder bestreiten. Mit Übersetzungen und ihrer Arbeit, die schon länger hat, unterhält sie die Familie. Ihre Schwester Iris, deren Geschichte auch ziemlich detailliert erzählt wird, möchte ein Buch schreiben. Obwohl sie Drehbuchautorin ist, hat sie kein Plan, wie sie dies anstellen soll. Da einem befreundeten Verleger schon erzählt hat, dass es einen historischen Roman im 12. Jahrhundert werden soll. Dann kommt sie auf die Idee, dass Joséphine den Roman schreiben könnte, denn das 12. Jahrhundert ist ihr Spezialgebiet.

    Ungefähr da habe ich das Buch abgebrochen. Ich habe noch etwas weitergelesen. Es sind zu viele Nebengeschichten, die genauso detailliert erzählt werden. Ich liebe Frauenromane und französische Romane. Eigentlich die ideale Konstellation für mich. Aber dieses Buch wurde irgendeinmal einfach zuviel für mich und das Lesen wurde zur Qual. Dagegen gibt es nur ein Mittel: Das Buch abzubrechen!

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    daGhostvor 6 Jahren
    Rezension zu "Die gelben Augen der Krokodile" von Katherine Pancol

    Ich liebe dieses Buch, gerade auch für all diese eigentlich ziemlich unnötigen Abschweifungen., Aber diese Figuren ...einfach göttlich! Unbedingt empfehlenswert!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Sarlaschts avatar

    Hallo zusammen!
    Mal wieder habe ich das Buch selbst noch nicht gelesen, weil ich mir eindeutig immer zu viele Bücher aus der Bücherei mitnehme, aber darunter sollte nicht ihr leiden, deswegen starte ich jetzt das Wanderbuch.
    Ehrlich gesagt habe ich das Gefühl, dass es sich bei dem Buch eher um eine Sub-Leiche handeln wird, aber vielleicht könnt ihr meine Meinung ändern, indem ihr nach dem Lesen eine Rezension schreibt. Ist aber kein muss.

    Ein kleines Detail, was ich nicht verschweigen möchte. Ich komme aus Österreich, folglich muss die Person, die das Buch als Letzter liest, damit rechnen, ein etwas höheres Porto zu bezahlen, welches ich allerdings auch zahle, wenn ich das Buch nach Deutschland schicke.

    Wer mitlesen möchte, kann sich einfach hier melden. Verschickt wird es dann in der Reihenfolge der Anmeldungen. Und am Ende geht das Buch an mich zurück.

    Erfragt bei eurem Nachfolger die Adresse, wenn das Buch bei euch angekommen ist, dass hat sich bewährt und schreibt kurz eine Mitteilung in den Thread, wenn das Buch bei euch eingetroffen und weitergeschickt worden ist. Und bitte, bitte behandelt es gut.

    Mehr zum Inhalt:
    Der perfekte Frauenroman: lebensklug, liebenswert, authentisch und von verführerischer Leichtigkeit Katherine Pancol hat mit diesem Roman ganz Frankreich verzaubert, er hat sie zur beliebtesten Schriftstellerin des Landes gemacht. Im Mittelpunkt stehen zwei Schwestern, die eine hübsch, die andere klug. Jo schreibt einen Roman, die schöne Iris gibt sich als Autorin aus. Das Buch wird ein Riesenerfolg, und das Leben der beiden steht kopf. Und dann gibt es Geliebte, Verlassene, Suchende, Treibende. Und ein junges Mädchen, das die üblichen Probleme hat, erwachsen zu werden. Sie alle reisen mit auf dem Karussell des Lebens, fallen runter, steigen wieder auf, lachen, weinen, verlieren und finden sich. Und natürlich gibt es Krokodile. Katherine Pancol hat ein überaus kluges und humorvolles Buch geschrieben. Es geht um Liebe, Familie, Lüge, Verrat … kurz, um das Leben selbst.

    *** Wie das Wanderbuch funktioniert ***
    Ihr sagt einfach hier bescheid, wenn ihr gern mitlesen möchtet und ich trage euch in die Liste. Ich schicke es an den ersten los und jeder hat dann zwei Wochen Zeit (wobei das Buch relativ dick ist, dass man auch 3 Wochen machen könnte) um es zu lesen und weiterzuschicken. Geht es verloren, dann teilen sich der Absender und der Empfänger die Kosten für ein neues Exemplar. Na dann mal los und viel Spaß :)

    PS: Wenn ihr euch andere Wanderbücher wünscht, könnt ihr das hier sagen:
    http://www.lovelybooks.de/thema/Welche-Wanderb%C3%BCcher-w%C3%BCnscht-Ihr-Euch-Wunschliste-zum-Eintragen-753415628/

    Sarlascht verschickt:
    1. The iron butterfly
    2. schokoloko29
    3. Cambion
    4. melanie_reichert
    5. Queenelyza
    6. LaDragonia 
    7. rumble-bee 
    8. Linny 
    9. Clary (nicht gemeldet - übersprungen)
    10. Marakkaram
    11. rumble-bee 
    12. zitrosch (überspringen)
    13. kokokele  (----> Buch ist hier 09.01.2013) 

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