Katherine Shonk Happy Now?

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Inhaltsangabe zu „Happy Now?“ von Katherine Shonk

Was lässt ein Mensch zurück, der sich das Leben nimmt? Katherine Shonk erzählt eine Liebesgeschichte von ihrem Ende her: ein leichter, eleganter Roman über Trauer und die Fremdheit der Menschen, denen man am nächsten ist. Claires Ehemann Jay ist gesprungen. Aus dem 23. Stock. Am Valentinstag. Und Claire ist plötzlich Witwe, mit 37 Jahren. Jay hat detaillierte Anweisungen hinterlassen, einen Abschiedsbrief, eine leicht neurotische Katze. Was noch? Trauer, Schuldgefühle und ... Wut. Gab es so wenig in ihrem gemeinsamen Leben, das ihm lebenswert erschien? Hätte Claire etwas tun können? Und vor allem: Wie soll es jetzt weitergehen? »Happy Now?« ist die Geschichte einer Beziehung zu einem geliebten Menschen, der ein unbekanntes Wesen blieb. Claire erinnert sich, wie sie Jay begegnete, an das Glück, das sie teilten, und daran, wie ihr Mann immer wieder in einer Welt verschwand, die ihr versperrt war. Glaubwürdig und mit...

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  • Rezension zu "Happy Now?" von Katherine Shonk

    Happy Now?
    Eisnelke

    Eisnelke

    21. July 2011 um 20:28

    Jay stürzt sich am Valentinstag vom Balkon. Seine Frau Claire, in diesem Moment nebenan auf einer Feier. Ein Ereignis welches man nicht in Worte fassen kann, so tragisch und schockierend. Beide jung und erfolgreich im Beruf: Sie Künstlerin und er Doktor für Verhaltensforschung an einer Universität. Eine Hochzeit und ein kleines Haus machen das Leben von Claire und Jay fast perfekt. Aber nur fast, denn Jay leidet an Depressionen. Mehrmals im Jahr quälen ihn diese Phasen, aus denen es scheinbar keinen Ausweg gibt. Doch er fängt sich immer wieder aufs Neue und mit Hilfe seiner Frau und einer Therapeutin gelingt es ihm wieder am Leben teilzunehmen. Jay hinterlässt keinen Abschiedsbrief. Claire erhält einen ganzen Ordner in dem detaillierte Angaben über das Haus, die Katze Fang sowie über Versicherungen etc. gemacht wurde. “Happy Now?” ist der Bericht einer jungen Frau die mit dem plötzlichen Verlust ihres Partners zurecht kommen muss. Mit Hilfe ihrer Familie versucht sie in den Alltag zurück zu finden. Geplagt von Schuldgefühlen und der immer wiederkehrenden Frage “Warum?” muss Claire lernen weiterzuleben und zu verzeihen.

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  • Rezension zu "Happy Now?" von Katherine Shonk

    Happy Now?
    AennA

    AennA

    21. April 2011 um 15:42

    Für Claire, 37 Jahre alt, Künstlerin und eigentlich glücklich und zufrieden, ändert sich das Leben schlagartig. Denn ihr Ehemann Jay springt aus dem 23. Stock in die Tiefe. Und wie sich herausstellt, hat er seinen Tod sorgfältig geplant, denn er hinterlässt Claire sowohl einen Abschiedsbrief als auch einen Ordner mit genauen Ausführungen, was Haus, Versicherungen und den Umgang mit seiner Katze betrifft. Claire steht vor dem Scherbenhaufen ihres Lebens, den sie nun mühsam wieder zusammenfügen muss, ...ohne Jay... Katherine Shonk behandelt in ihrem Erstling das aktuelle Thema "Depression", dennoch ist "Happy Now?" kein düsteres Buch. Auch, wenn die Autorin es schafft, Claires Trauer, ihren Rückzug und ihre Selbstzweifel, die Sehnsucht nach ihrem toten Mann und letztendlich auch die Wut auf ihn hervorragend zu beschreiben, blitzt doch immer wieder ein Funken Humor zwischen den Zeilen hervor und locken dem Leser ein Lächeln auf sein Gesicht. So fällt es leicht, Claire auf ihrem Weg zurück ins Leben zu begleiten, gemeinsam mit ihren leicht skurilen Eltern und ihrer schwangeren Schwester, die sie in ihrem Leid auffangen. In Rückblicken erfahren wir, wie sich Claire und Jay kennenlernen, ihre Hochzeit planen und sich auch mit den Schwächen des anderen auseinandersetzen. Denn schon damals wird Claire mit Zeichen von Jays Depressionen konfrontiert... Das Buch "Happy Now" ist so gut geschrieben, dass der Film "Happy Now?" von Beginn an vor meinem geistigen Auge ablief. Claire war mir dadurch, dass ihre komplette Gefühlswelt gnadenlos preisgegeben wird, sehr nah, und sie hatte meine ganze Sympathie. Ihre momentane Geschichte, geschickt eingebettet in Lebenserinnerungen, lässt zu keiner Zeit Langeweile aufkommen. Die Autorin Katherine Shonk werde ich garantiert im Auge behalten, damit mir ihr nächster Roman auf keinen Fall entgeht!

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  • Rezension zu "Happy Now?" von Katherine Shonk

    Happy Now?
    VanaVanille

    VanaVanille

    23. February 2011 um 12:02

    Meine Meinung: "Was würdest du lieber tun? Von der Klippe fallen oder allein bleiben? Er lächelte und zuckte die Schultern. "Von der Klippe fallen. Und du?" (S. 182 / Eichborn/ 1. Auflage 2011 Frankfurt am Main) Um es gleich vorweg zu nehmen: Der Roman "Happy now?" hat all meine Erwartungen übertroffen. Es handelt sich nicht nur um ein Buch, welches sich mit Depressionen und ihren Folgen beschäftigt, sondern auch mit denjenigen, die mit depressiven Menschen zusammenleben und sie versuchen zu verstehen. Kein Gefühl, wie extrem es einem auch erscheinen mag, wird dabei ausgelassen, doch Katherine Shonk hat es speziell deshalb geschafft den Charakter der Protagonistin so zu präsentieren, dass ihre Trauer, aber auch Wut, Schuldgefühle und Hoffnung glaubwürdig an den Leser weitergereicht werden, sodass er zusammen mit ihr leidet und sich wünscht, es wäre anders gekommen. All die Fragen, die sich Claire im Laufe der Erzählung entgegen stellen, beschäftigen gleichzeitig auch den Leser, der gemeinsam mit ihr herausfinden will, wie man damit umgehen soll, wenn sich eine geliebte Person umgebracht hat, warum man selbst als Partner nicht helfen konnte und weshalb es überhaupt geschehen musste. Schnell wird klar, dass sich die Protagonistin nicht "nur" mit dem Tod ihres Ehemanns beschäftigen muss, sondern auch mit ihrer eigenen Vergangenheit und den Erinnerungen, die ihr von der Ehe geblieben sind. Somit unterbrechen des Öfteren Rückblicke den gegenwärtigen Handlungsstrang und bringen dem Leser die Beziehung zwischen Claire und Jay näher. Je mehr man von den beiden liest, desto schmerzhafter wir die grausame Wahrheit, die in der Gegenwart nur auf einen lauert. Selbst als Außenstehender, der objektiv auf das Vergangene blicken kann, fällt es schwer die Entscheidung des Mannes nachzuvollziehen. Dadurch wird der Leser mit der Tatsache konfrontiert, dass man Menschen - egal wie lange man sie bereits liebt - nie voll und ganz kennen und verstehen wird. Dieser lange Faden von Traurigkeit, der sich durch den ganzen Roman zieht, brachte mich an vielen Stellen dazu selbst über die Thematik nachzudenken und einige Tränen zu vergießen. Es war fast unmöglich nicht mit Claire mit zu fühlen, die einem durch die vielen Beschreibungen ihrer Ängste und Gedanken nah gebracht wurde. Auch Katherine Shonks Schreibstil ließ mich von der ersten Seite an in einem angenehm zügigen Lesefluss versinken. Der Text wurde oft mit schönen Beschreibungen, Metaphern und Vergleichen bestückt, die hin und wieder ausführlicher wurden um die Persönlichkeiten noch besser zu erklären, aber niemals zur Langeweile führten, da sie sich auf wichtige Szenen beschränkten. Auch wenn die Geschichte an sich sehr traurig, ja fast schon deprimierend war, fand sie an den richtigen Stellen den Platz für gelungene Selbstironie und den beißenden Sarkasmus der Protagonistin, der allerdings nie übertrieben oder gar unglaubwürdig wirkte. Damit lockerte sie die sonst eher angespannte Stimmung ein wenig auf und sorgte dafür, dass man auch nach sehr bedrückenden Stellen noch weiter lesen wollte. Leider muss ich an dieser Stelle sagen, dass die Autorin dies zwar manchmal bei mir bewirken konnte, es allerdings weiterhin viele Passagen gab, an denen ich das Buch erst einmal zur Seite legen musst um nachzudenken. Mein Urteil: "Happy now?" ist eines der traurigsten und bedrückendsten Bücher, die ich seit Langem gelesen habe. Die Auseinandersetzung mit dem Selbstmord und den daraus folgenden Schuldgefühlen der Zurückgebliebenen sorgt für viele Momente des Grübelns. Claire, die Protagonistin des Romans, wird authentisch dargestellt und lässt Einblicke in ihre Gefühlswelt, Gedanken und Ängste zu, die es dem Leser erlauben noch mehr von ihrem Mann und ihr selbst zu erfahren. Gemeinsam mit ihr wird man vielen Fragen ausgesetzt und muss für sich selbst entscheiden, wie weit man diese deprimierenden Tatsachen an sich heran lässt. Klar ist nur eins: dieses Buch reißt mit und beschäftigt sich ausgesprochen gut mit der Thematik "Depression und Selbstmord". Diese Rezension findet ihr auch auf unserem Blog: http://collectionofbookmarks.blogspot.com

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