Katherine Webb Das fremde Mädchen

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Inhaltsangabe zu „Das fremde Mädchen“ von Katherine Webb

Dunkle Schatten hinter herrschaftlichen Mauern Die prächtigen Häuser von Landsdown Crescent thronen über der englischen Stadt Bath – hier stellt sich Rachel als Gesellschafterin vor und begegnet dem zurückgezogenen Jonathan zum ersten Mal. Obwohl ihn dunkle Erinnerungen zu quälen scheinen, zieht er sie in seinen Bann. Einst verlor er seine große Liebe Alice unter mysteriösen Umständen. Welches Geheimnis verbindet Rachel mit jener jungen Frau, die so plötzlich verschwand und der sie aufs Haar gleicht? Immer tiefer gerät sie in eine Spurensuche, die ihr Schicksal bestimmen wird …

Unterhaltsamer Roman. Leider streckenweise etwas langatmig.

— sariii

Spannend aufgebaute Story mit viel Atmosphäre. Leider erweist sich so manches als irrelevant, von dem ich mir mehr versprochen hatte.

— HannaJulian

Im Großen und Ganzen tolle Geschichte, der aber 100 Seiten weniger auch gut getan hätte

— Wolfhound

Eine super tolle Geschichte über drei Frauen und deren Geschichte .... Ihre Verluste , Ängste und Hoffnungen. Und über die Liebe ....

— charleen_pohle

Ein großartiges Buch mit tollen Charakteren und einem spannenden Plot. Für mich das bislang beste Buch von Katherine Webb.

— FelicityWhitmore

Ein richtiger Schmöcker (650 Seiten) für kalte Winterabende. Spannend bis zum Schluss

— figino

langatmig und wenig überzeugend, oder einfach nicht mein Genre

— Burgkelfe

Am Anfang eher schleppend, doch zum Ende hin wunderbar spannend und schwer aus der Hand zu legen.

— Moehrilein

Am Anfang etwas verwirrend, aber dann ein sehr spannendes Buch welches ich nicht mehr aus der Hand legen konnte

— eli199

Ein tolles Buch mit einem tollen Schreibstil. Kann ich nur weiterempfehlen.

— Kikis_Bücherkiste

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  • Unterhaltsam aber langatmig

    Das fremde Mädchen

    sariii

    21. August 2017 um 11:28

    1809 verschwindet die junge Alice spurlos. Zurück bleiben ihre große Liebe Jonathan Alleyn und ihre Ziehschwester Starling, die beide ganz unterschiedlich mit diesem Verlust umgehen.1821 heiratet Rachel den charmanten Weinhändler Mr. Weeks und trifft in Bath auf die Familie Alleyn und deren Küchenmädchen Starling. Diese sind schockiert, denn Rachel sieht aus wie Alice.Katherine Webb weiß, wie man gute historische Romane schreibt. Man findet sich schnell ein in der Welt Anfang des 19. Jahrhunderts in der die Rolle der Frau eher untergeordnet war. Leider zieht sich die Entwicklung der Geschichte streckenweise sehr in die Länge. Zum Ende hin überschlagen sich dann dafür die Ereignisse und ehe man sich versieht fährt die Kutsche aus Bath ab.Einige der begonnenen Handlungsstränge werden nie zuende geführt. Woher kommt Starling? Was ist mit Abi passiert? Von mir gibt es dafür nur 3 Sterne, denn für viele wird es schwer sein das Buch bis zum Ende durchzuhalten.

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  • Das fremde Mädchen - Katherine Webb

    Das fremde Mädchen

    SophieNdm

    28. April 2017 um 14:26

    Inhalt:Dunkle Schatten hinter herrschaftlichen Mauern:Die prächtigen Häuser von Landsdown Crescent thronen über der englischen Stadt Bath – hier stellt sich Rachel als Gesellschafterin vor und begegnet dem zurückgezogenen Jonathan zum ersten Mal. Obwohl ihn dunkle Erinnerungen zu quälen scheinen, zieht er sie in seinen Bann. Einst verlor er seine große Liebe Alice unter mysteriösen Umständen. Welches Geheimnis verbindet Rachel mit jener jungen Frau, die so plötzlich verschwand und der sie aufs Haar gleicht? Immer tiefer gerät sie in eine Spurensuche, die ihr Schicksal bestimmen wird..Meine Meinung:Zu Beginn des 19. Jahrhunderts hatte man es als Frau nicht leicht, das wird in diesem Roman deutlich spürbar.Die Handlung spielt auf mehreren Zeitebenen. Zuerst 1803 als Starling aus dem Nichts bei Alice auftaucht und von Ihr wie eine Schwester aufgenommen wird.Später dann 1807 bzw. 1808 als Alice unter zunächst ungeklärten Umständen verschwindet und schließlich ca. 1821 als Rachel beginnt sich öfter im Haus der Alleyns aufzuhalten.Dieser Wechsel macht das Lesen spannend und abwechslungsreich, ist aber dennoch zumindest am Anfang etwas verwirrend.Es hätte für meinen Geschmack ruhig eine längere Eingewöhnungsphase für die vielen Charaktere geben können.Starling war mein Lieblingscharakter. Sie war einfach absolut echt, undurchschaubar, mysteriös und frech. Das hat ein bisschen mehr Schwung in die Geschichte gebracht.Die Beschreibungen der Autorin sind zwar sehr bildhaft und authentisch aber auch stellenweise etwas langatmig.Es wird schnell klar, das bei Alice plötzlichem Verschwinden etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen sein muss.Daher schließen sich Rachel und Starling zusammen um die Wahrheit über das ganze Drama ans Licht zu bringen.Bis zum Schluss fragt man sich, was es denn nun mit dem "fremden Mädchen" auf sich hat.Die Auflösung war ganz gut, hat mich aber nicht so richtig überrascht. Da habe ich schon besseres gelesen.Fazit:Ganz guter historischer Roman mit viel Drama, Liebe und Ungerechtigkeit.Leider etwas langatmig und das Ende hätte auch spektakulärer sein können, aber alles in allem eine schöne Geschichte

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  • LeseMaus liest

    Das fremde Mädchen

    Zickemausi

    12. April 2017 um 20:27

    🐁🐁Katherine WebbDas fremde Mädchen640 SeitenNachdem ich mich durch die ersten 100 Recht lahmen Seiten gekämpft habe, und die Geschichte dann doch etwas Schwung bekam, war ich doch sehr neugierig wie es weitergeht.Leider verliert sie sich in an den Haaren herbeigezogenen und ziemlich übertriebenen Wendungen. Wie auch "Das geheime Vermächtnis", welches ich abgebrochen habe, kann mich die Autorin nicht überzeugen und einen weiteren Versuch wird es nicht geben.

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  • 2 Frauen auf der Suche nach der Wahrheit

    Das fremde Mädchen

    figino

    06. December 2016 um 12:25

    Das Buch handelt von 3 Frauen, die durch das Schicksal verstrickt sind. Rachel, sie ist eine Dame und für damalige Verhältnisse schon alt mit 29 Jahren als sie heiratet. Dann haben wir Alice, ein engelsähnliches Geschöpf, dass nett, lieb und fürsorglich ist und als letzte das Findelkind Starling, dass Alice vergöttert und nach Gerechtigkeit sucht. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts war das Leben als Frau nicht einfach und das spürt man durch das Buch hindurch. Immer wieder diese Gewalt gegen Frauen, die lauert in allen Gassen. Die Geschichte der 3 Frauen ist sehr schön beschrieben und das Buch ist spannend. Es ist schnell klar, dass Alice nicht einfach verschwunden ist...... aber wo ist sie und warum? Rachel und Starling tun sich zusammen und gehen dem Drama, man kann es nicht anders nennen, auf den Grund. Das Buch liest sich flüssig und die Charaktere werden sehr gut beschrieben. Auch hält die Autorin die Spannung hoch und man kann wirklich erst am Schluss (wenn sich die Geschehnisse überschlagen) erkennen, wer nun die Verantwortung trägt. 

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  • langatmig und wenig überzeugend, oder einfach nicht mein Genre

    Das fremde Mädchen

    Burgkelfe

    20. November 2016 um 15:41

    Der Roman "Das fremde Mädchen" von Katherine Webb spielt in England auf zwei Zeitebenen, welche gerade einmal achtzehn Jahre auseinander liegen. Im Jahr 1803 kommt ein kleines Mädchen, frierend, hungrig und total verwahrlost aus dem Moor zu einem abgeschiedenen Bauernhof und wird dort, von Alice, dem Mündel von Lord Faukes aufgenommen. Alice nennt das Mädchen Starling und setzt sich bei ihrem Vormund, Lord Faukes durch, dass es als Dienstmädchen bleiben darf. Die beiden entwickeln eine Schwesternliebe. Später verschwindet Alice aus unerklärlichen Gründen und für Starling bricht eine Welt zusammen.1821 agiert hauptsächlich die 29-jährige Rachel, welche zunächst als Gouvernante in einem wohlhabenden Haushalt arbeitet und dort ihren zukünftigen Ehemann Richard Weeks begegnet. Nach der Hochzeit ziehen sie an denselben Ort, in dem auch Alice und Starling lebten. Rachel nimmt eine Stellung als Gesellschafterin in dem Hause an, wo auch Starling, nach dem Verschwinden von Alice, als Küchenmädchen angestellt ist. Dort begegnet sie auch Jonathan, dem heimlichen Geliebten von Alice.Von der Geschichte war ich einfach nur enttäuscht, denn sie hat mich weder gefesselt noch berührt. Ich konnte zu keiner der Figuren eine Beziehung aufbauen, Alice war mir zu engelhaft, Starling zu schwatzhaft und zu aufmüpfig und Rachel viel zu gutherzig. Für mich alles unglaubwürdig und übertrieben. Den Schreibstil empfand ich als schwatzhaft und viel zu ausschweifend. Außerdem war das Buch viel zu lang, 250 Seiten weniger hätten der Geschichte genüge getan.Die vielen positiven Rezensionen verstehe ich nicht, oder ist es einfach nicht mein Genre. Ich war froh als ich das Buch endlich aus der Hand legen konnte, schade um die vertane Lesezeit. Mein Flop des Jahres!

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  • Rezi eines neuen Fans!

    Das fremde Mädchen

    Kikis_Bücherkiste

    28. September 2016 um 08:54

    Zuerst einmal möchte ich mich beim Verlag recht herzlich bei dem Rezensionsexemplar bedanken. Klappentext:Dunkle Schatten hinter herrschaftlichen MauernDie prächtigen Häuser von Landsdown Crescent thronen über der englischen Stadt Bath – hier stellt sich Rachel als Gesellschafterin vor und begegnet dem zurückgezogenen Jonathan zum ersten Mal. Obwohl ihn dunkle Erinnerungen zu quälen scheinen, zieht er sie in seinen Bann. Einst verlor er seine große Liebe Alice unter mysteriösen Umständen. Welches Geheimnis verbindet Rachel mit jener jungen Frau, die so plötzlich verschwand und der sie aufs Haar gleicht? Immer tiefer gerät sie in eine Spurensuche, die ihr Schicksal bestimmen wird …Meine Meinung:Am Anfang hatte ich zwar ein paar Schwierigkeiten in das Buch reinzukommen, aber das legte sich dann ziemlich schnell. Katherine Webbs Schreibstil gefällt mir sehr gut. Man hat alles genau vor dem inneren Auge, als ob man immer mit dabei wäre und die Dinge wirklich miterleben würde und es lässt sich herrlich angenehm und flüssig lesen. Das Buch ist in zwei Zeitstränge eingeteilt, was dank des guten Aufbaus und der Zeitangaben überhaupt nicht verwirrend ist. Darüber hinaus wurden die Charaktere im Buch sehr gut beschrieben, so dass man sich diese gut vorstellen und in sie hineinversetzen konnte. Was mir an dem Buch auch sehr gut gefallen hat, ist, das es überhaupt nicht vorhersehbar ist. Dadurch wird es nicht langweilig. Für mich gibt es nämlich nichts schlimmeres, als ein Buch zu lesen, das vorhersehbar ist und man am Anfang schon weiß, wie es endet. Das ist hier überhaupt nicht der Fall. Die Spannung in dem Buch fällt nie ab und hält sich bis zum Schluss. Ich konnte es kaum aus der Hand legen, weil ich so versunken darin war und immer mehr wissen wollte, wie Rachels „Ermittlungen“ weiter gehen. Ich kann definitiv sagen, dass Katherine Webb nun einen Fan mehr hat und das dies nicht das letzte Buch war, das ich von ihr gelesen habe. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen. 

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  • Spannend und empfehlenswert

    Das fremde Mädchen

    lenasupi

    17. September 2016 um 01:02

    Ich habe das Buch endlich beendet, und muss gestehen dass es am Anfang mir echts chwer gefallen ist, es weiter zu lesen. Aber so ist das oft bei der Art von Romanen bei mir. Ich habe es natürlich beendet, und finde die Geschichte im Nachhinein echt spannend, vorallem zum Ende hin.Wer auf das England im 19.jahrhundert steht und mehr darüber erfahren möchte, sollte dieses Buch lesen. Ebenso diejenigen, die gerne annähernd historische Romane und ähnliche Storys wie von Jane Austen lieben!

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  • Spannend und empfehöenswer

    Das fremde Mädchen

    lenasupi

    17. September 2016 um 00:59

    Ich habe dieses Buch gelesen, und muss gestehen dass es mir wie bei vielen Romanen dieser Art am Anfang so gegangen ist, dass ich mich immer wieder überwinden musste, es weiter zu lesen. Doch im Laufe des Buches wurde es immer spannender, und am Ende konnte ich es gar nicht mehr weg legen.Das Ende kam für mich etwas unerwartet, aber gerade da sist das tolle an Büchern: Man kennt das Ende (meistens) nicht.Wer auf das England im 19.Jahrhundert steht, sollte sich dieses Buch unbedingt besorgen, weil man vieles über die Bräuche und Sitten erfährt, wie es damals im alten England zu ging.

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  • Dunkle Familiengeheimnisse und dramatische Schicksale.

    Das fremde Mädchen

    Moehrilein

    15. August 2016 um 22:19

    England 1821: Rachel ist als Gesellschafterin einer wohlhabenden Familie tätig, als sie dem jungen, gutaussehenden Weinhändler Richard Weeks begegnet. Dieser scheint sich vom ersten Augenblick an, in sie zu verlieben und beginnt ihr den Hof zu machen. Kurze Zeit darauf folgt der Heiratsantrag. Obwohl Rachel weiß, dass sie ihn nicht liebt, nimmt sie diesen Antrag an. Einige Tage nach ihrer Hochzeit mit Richard, stellt dieser ihr seine treueste Kundin Mrs. Alleyn vor. Diese scheint bei der ersten Begegnung mit Rachel schockiert zu sein. Zu Rachels Erstaunen, bittet sie Rachel als Gesellschafterin für ihren Sohn zu arbeiten, der sich vor langer Zeit von seiner gesamten Außenwelt isoliert hat und seither von starken Schmerzen geplagt wird. Denn Jonathan Alleyn trauert um eine große Liebe, um eine Frau namens Alice, die ihn für einen anderen Mann verlassen haben soll. Als er auf Rachel trifft, werden all seine Wunden wieder aufgerissen, denn sie gleicht der Frau, die ihm einst das Herz brach. Durch die Tätigkeit bei den Alleyn's lernt Rachel auch das Dienstmädchen Starling kennen. Starling wurde als kleines Mädchen von Alice aufgenommen und als ihre Schwester erzogen. Sie ist überzeugt davon, dass Alice ermordet wurde und will Rache an dem Mann nehmen, die sie für ihren Mörder hält. Gemeinsam mit Rachel stößt sie auf ein grausames Familiemgeheimnis, dass die Schicksale aller Beteiligten verändert. Meiner Meinung nach schafft die Autorin von Anfang an eine authentische Kulisse, eine Welt, in der es leicht ist einzutauchen. Leider fand ich die Handlung am Anfang eher schleppend und nicht unbedingt spannend, was auch ein wenig an dem Wechsel zwischen den verschiedenen Zeiten lag. Doch dies änderte sich so ab Mitte des Buches. Vom da an konnte ich das Ende kaum erwarten und fieberte bis zum Ende mit den Hauptfiguren mit. Ein Buch, dass ich definitiv weiterempfehlen kann.

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  • Geheimnis um zwei fremde Mädchen

    Das fremde Mädchen

    Lese-Bienchen

    09. August 2016 um 08:09

    Der Roman von Katherine Webb „Das fremde Mädchen“ hat mir, trotz einiger Längen,  schöne Lesestunden bereit. Wir erfahren Anfang des 18 Jahrhunderts von Alice und Ihrer Kindheit als Elternloses Kind auf dem Land vor Bath. Das Findelkind Starling wächst mit ihr auf und wird ihr zu einer Schwester. Ihre große Liebe findet sie in Jonathan, dem Enkel ihres Vormunds. Jedoch steht die Liebe der beiden unter keinem großen Stern. Zeitgleich bekommen wir die Geschichte von Rachel erzählt, um 1822, eine junge Frau die alles verloren hat und nun meint die große Liebe gefunden zu haben. Mit ihrem frisch angetrauten Mann Richard kehrt sie nach Bath zurück. Wie das Schicksal der beiden Frauen miteinander verbunden ist, soll jeder selbst lesen. Jedenfalls sind Starling und Jonathan die beiden Figuren, die in Rachels und Alice Leben eine große Rolle spielen. Leider nehmen viele Unwesentlichkeit in diesem Buch Platz ein. Gerade die Geschichte um Alice wird immer wieder zwischengeschoben und leider langweilte mich dieser Part gerade am Anfang durch viele Nebensächlichkeiten schon etwas. Die Geschichte um Rachel war flüssiger und ist eigentlich auch die Hauptgeschichte. Dann bekommen wir noch sehr lange Berichte von Jonathans Zeit im Krieg, aus der mit einer Amnesie zurück gekehrt ist und seit dem sehr zurück gezogen lebt. Rachel ist diejenige die es schafft Licht in seine dunkle Welt zu bringen. Er berichtet dementsprechend (zu) ausführlich von seinen Erlebnissen im Krieg. 100 Seiten weniger hätten dem doch sehr lesenwertem Buch meines Erachtens gut getan. Die Story ist einfach super, man leidet mit den Frauen mit und würde die Männer gerne manchmal verprügeln. Die Autorin hat es geschafft, eine interessante Geschichte zu verfassen die man nicht mehr weg legen möchte und bringt immer irgendwelche Wendungen ein, mit denen man als Leser nicht gerechnet hätte.

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  • Ein Buch, das ich jedem nur empfehlen kann!

    Das fremde Mädchen

    LaRyYh

    23. July 2016 um 17:13

    Cover: Ein toller Cover. Irgendwie sehr einfach, aber unglaublich passend. Um ehrlich zu sein, habe ich dieses Buch auch wegen dem Cover gewählt, was bei mir sonst nicht der Fall ist. Aber irgendwie hat es mich einfach verzaubert. Die Geschichte: Es ist seit sehr langer Zeit das erste Nicht-Fantasy Buch, das ich gelesen habe. Eigentlich lese ich ja wirklich nur Fantasy, und das spricht doch schon sehr für das Buch. Denn ich wollte es unbedingt lesen. Der Klappentext hat mir sofort zugesagt. Ich kann nicht genau sagen, wieso, aber er hat mich einfach interessiert. Für mich ist das Buch ein bisschen eine Mischung aus Liebesgeschichte, Krimi und Kriegstragödien. Und genau diese Mischung macht es so gut. Es hat von allem etwas. Für mich ist das wirklich gelungen. In dieser Geschichte gibt es zwei Zeitstränge, die gleichzeitig auch die Kapitel bilden. Der eine erzählt von Alice, Starling und Jonathan im Jahr 1803. Dazu will ich natürlich nicht zu viel verraten, aber dieser Zeitstrang konnte mich sehr überzeugen, denn er war einfach rührend. Da war (mehr oder weniger) noch alles gut. Dann kommt der zweite Zeitstrang, das Jahr 1821. Dort trifft die frisch verheiratete Rachel auf den zurückgezogenen Jonathan. Und auf jede Menge Geheimnisse. Sehr düstere Geheimnisse. Ich fand die Idee von diesen zwei Zeitsträngen sehr gut. So hatte man in alles Einblick, nicht nur ins Leben von Rachel. Und was die Geheimnisse angeht: Ich hätte mit keiner Auflösung gerechnet. Das Buch sorgt wirklich dafür, dass man am Ende überrascht wird. Ich hatte natürlich auch so meine Theorien, die sich während dem Lesen fast automatisch gebildet haben. Aber um ehrlich zu sein: Ich wäre ein schrecklicher Sherlock Holmes gewesen ^^. Denn ich habe überhaupt nichts erraten. Alles hat mich verblüfft, auf eine gute Art und Weise. Ich mochte es, dass ich keine Ahnung hatte. So blieb es die ganze Zeit über spannend. Es wurde nie langweilig, weil man einfach nicht wusste, was hinter Alices Verschwinden steckt. Denn irgendwie hat jeder der Betroffen so seine Geheimnisse. Eines düsterer als das andere. Trotzdem ist es kein deprimierendes Buch. Es ist ein Buch, das einem mit einem glücklichen Gefühl zurücklässt. Mit einem Gefühl, dass, auch wenn schreckliche Dinge passieren, es sich lohnt, das Beste aus seinem Leben zu machen. Denn es lohnt sich, für sein Glück zu kämpfen. Und das sollte man nicht vergessen. Die Charaktere: Rachel schliesst man schnell ins Herz, was nicht bei allen Charakteren in dem Buch so war. Aber Rachel ist so unschuldig. Sie ist eine bemerkenswerte Frau, die für ihr junges Alter bereits viel zu viele Tragödien über sich hat ergehen lassen müssen, auf die ich hier natürlich nicht weiter eingehen will. Sie ist jemand, den man mögen muss. Alice ist eine junge Frau, die man ebenfalls lieben muss, was man der Geschichte auch schnell anmerkt. Sie und Jonathan sind im Jahr 1803 ein so beneidenswertes Paar. Als sie verschwindet, stürzt Jonathan in ein tiefes Loch, aus dem er sehr lange Zeit nicht mehr herauskommt. Und dann gibt’s da noch Starling. Für mich der interessanteste Charakter in dem Buch, denn so ganz schlau wird man am Anfang nicht aus ihr. Ich wusste nicht, ob ich sie mögen oder hassen sollte. Ob ich sie verachten oder bemitleiden sollte. Die Charaktere sind alle perfekt herausgearbeitet. Jeder passt perfekt in diese Geschichte, jeder hat seinen Platz. Keiner ist überflüssig. Und dadurch, dass alle ihre eigenen Geheimnisse haben, befasst man sich auch gerne mit jedem einzelnen von ihnen. Die Schreibweise: Ich kann überhaupt nichts daran aussetzen. Das Buch ist unglaublich gut geschrieben. Es ist durchweg spannend und fesselnd. Es ist so gut geschrieben, dass ich mir sehr gut vorstellen kann, ein weiteres Buch von Katherine Webb zu lesen. Fazit: Ich habe recht lange an dem Buch gebraucht. Aber nicht, weil es schlecht oder langweilig war, sondern weil mir irgendwie für kurze Zeit die Lust am Lesen abhanden gekommen ist. Dafür habe ich aber heute mehr als die Häfte des Buches in einem Rutsch gelesen, was doch ein gutes Zeichen ist. Sobald ich wieder im Buch drin war, konnte ich gar nicht mehr aufhören, da es besonders ab der Hälfte spannend wird, wenn die Autorin damit beginnt, die verschiedenen Geheimnisse zu lüften. Ich kann nicht anders, als dem Buch 5 von 5 Sternchen zu geben! Ich habe überhaupt nichts daran auszusetzen! Dafür, dass mich sonst nur Fantasy interessiert, habe ich dieses Buch sehr schnell geliebt und kann es jedem nur empfehlen!

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  • Jede Familie hat ihre Geheimnisse

    Das fremde Mädchen

    NicoleP

    30. June 2016 um 11:16

    Alice, die Pflegetochter von Lord Faulkes, nimmt 1803 ein kleines Mädchen von unbekannter Herkunft auf, das eines Tages vor ihrer Tür steht. Lord Faulkes erlaubt, dass das Kind bleiben darf. Sie wird Starling genannt, da sie ihren eigentlichen Namen nicht nennen kann. Trotz der Standesunterschiede werden die beiden Mädchen unzertrennlich.Dann verliebt sich Alice in den Enkel des Lords, Jonathan Alleyn. Sie werden ein heimliches Liebespaar. Doch dann muss Jonathan in den Krieg ziehen. Während seiner Abwesenheit verschwindet Alice spurlos.1821 wird Rachel als Gesellschafterin für Jonathan angestellt. Sie gleicht Alice auf fast schon unheimliche Art und Weise. Jonathan, der nach seiner Rückkehr aus dem Krieg sehr zurückgezogen lebt, leidet unter Starlings Schikanen. Starling ist überzeugt, dass Jonathan Alice umgebracht hat.Der Roman „Das fremde Mädchen“ ist eine Geschichte voller Rätsel. Woher kam Starling? Was ist wirklich mit Alice geschehen? Was ist Jonathan alles widerfahren, dass er sich so verändert hat? Welche Rolle spielt die Ähnlichkeit von Alice und Rachel?Diesmal wird ein Familiengeheimnis nicht erst Generationen später gelöst, sondern von den betroffenen Personen selbst. Was mir sehr gut gefallen hat. Katherine Webb schildert die Erlebnisse von Jonathan im Krieg so plastisch, dass dieser Teil der Geschichte nichts für zart besaitete Leser sein dürfte. Dabei beschreibt sie das Grauen dieser Zeit nur so weit, wie es nötig ist, um Jonathan zu verstehen. Krieg ist schrecklich und traumatisiert die Menschen für den Rest ihres Lebens. Egal zu welcher Zeit.Rachel glaubt wie viele Frauen ihrer Zeit, dass sie ihren Ehemann mit der Zeit schon lieben lernen wird. Doch sie wird schon bald bitter enttäuscht. Durch ihre Ähnlichkeit mit Alice wird sie zu Jonathans Gesellschafterin – auch wenn es ihrem Mann nicht gefällt.Der Roman bietet Spannung, Drama, große Liebe, Verrat, Hass und unvorstellbares Leid. Lose Fäden, die am Ende doch ein Seil ergeben – die Geschichte spielt in einer Zeit, in der Stand und Moral so manche Geste – beispielsweise eine Umarmung – einfach nicht zulassen. Die Steifheit des 19. Jahrhunderts und das enge Korsett, in dem die Frauen damals steckten, ist immer zu spüren. Es beginnt bereits mit dem Zitat eines englischen Volksliedes „The Ladie’s Case“:Wie schwer ist doch das Schicksal aller WeiblichkeitIn engen Schranken steter UntergebenheitDer Eltern bis wir in die Ehe gehenDann Sklavin des Mannes das restliche LebenIch danke dem Bloggerportal und dem Diana Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplares.

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  • Was geschah wirklich mit Alice?

    Das fremde Mädchen

    SillyT

    27. June 2016 um 14:25

    England im Jahre 1803 - Alice Beckwith ist das Mündel von Lord Faukes und lebt gemeinsam mit ihrer Haushälterin auf einem einsam gelegenen Gutshof. Als eines Tages ein völlig verwahrlostes kleines Mädchen auf dem Hof auftaucht, nimmt Alice sich ihrer an und päppelt das Mädchen wieder auf. Die Kleine scheint schon einiges mitgemacht zu haben und weist zahlreiche Narben auf, doch sie weiß es zu schätzen, was Alice für sie in Kauf nimmt und verehrt die junge Frau grenzenlos. Auch Lord Faukes gibt sein Einverständnis, dass Starling, so tauft Alice die Kleine, bleiben darf und fortan sind die beiden Mädchen unzertrennlich und wie Schwestern füreinander. Doch Alice hat ein Geheimnis, sie und Lord Faukes Enkel, Jonathan Alleyn, lieben sich schon seit Kindheitstagen. Doch ihre Liebe muss geheim bleiben und so treffen sie sich heimlich an ihrem Liebesbaum, Alice immer wieder unter dem Vorwand, spazieren zu gehen. Als Jonathan in den Krieg ziehen muss, bleiben die Beiden durch Briefe miteinander verbunden, bis Alice eines Tages keine Antworten mehr von Jonathan bekommt. Als sie die Ungewissheiten nicht mehr aushält, geht sie zum Anwesen ihres Geliebten und was sie dort erfährt, läßt sie mehr als geschockt zurück. Sie trennt sich in einem Brief von Jonathan und verschwindet spurlos bei einem Spaziergang. Alle glauben, sie wäre mit einem anderen Mann durchgebrannt, alle, bis auf eine, denn Starling vermutet etwas ganz anderes, denn Alice hätte sie niemals im Stich gelassen.Als Jahre später Rachel Weekes im Leben der Familie Alleyn und dem Leben Starlings auftaucht, wirkt es wie ein Schock auf die Familie, denn Rachel ist Alice wie aus dem Gesicht geschnitten. Nach und nach erfährt Rachel von Alice und deren Verschwinden und sie beginnt, gemeinsam mit Starling, dieser Geschichte auf den Grund zu gehen. Ist Alice wirklich mit einem anderen Mann verschwunden? Oder wurde sie, wie Starling vermutet, getötet? Meine Meinung: Kate Morton hat einen sehr schönen und auch flüssigen Schreibstil, jedoch schweift sie zeitweise sehr weit aus, z. B. bei einzelnen Landschaftsbeschreibungen, wodurch es ein paar kleinere Längen gibt, bzw. es zeitweise etwas langatmig wirkte. Allerdings gelangt man durch die vielen kleinen Details mitten ins Geschehen und bekommt dadurch gleich einen Eindruck vom Leben in der damaligen Zeit, es wirkt einfach atmospärisch dicht und durchdacht. Auch gelingt es der Autorin, die Sprache der damaligen Zeit perfekt einzufangen. Auch mit ihren Beschreibungen der Landschaften und der Personen wird man umgehend in die frühen Jahre des 19. Jahrhunderts zurückversetzt. Man merkt der Autorin einfach an, dass sie sich in jeder Hinsicht in dieser Zeit wohl fühlt und sich auch mit den damaligen Umgangsformen sehr gut auskennt.Die Handlung des Buches ist durchweg spannend, man bekommt immer nur kleinere Antworten auf seine Fragen und man rätselt auch permanent mit um die Geheimnisse, die mit Alice verschwinden zusammenhängen. Dadurch, dass es hier auch zwei Zeitebenen gibt, lernt man auch Alice als Charakter kennen und nicht nur durch die Beschreibungen der Personen, die sie kannten. So entwickelt man auch seine Beziehung zu der jungen Frau und will einfach unbedingt wissen, was mit ihr wirklich geschehen ist.Die Spannung nimmt auch permanent zu, auch wenn ich mir ein paar der Geschehnisse, die mit Alice Verschwinden zusammenhingen, denken konnte, wollte ich einfach wissen, wie es weitergeht. Man hofft und fiebert mit, wenn man wieder neue Details erfährt.Erzählt wird hier in der dritten Person, so dass man von jedem Charakter seinen Eindruck erhält und selber Urteile fällen kann. Denn hier lohnt es sich schon, bei den Charakteren genauer hinzuschauen, es gibt unglaublich viele Geheimnisse und keiner ist unbedingt so, wie es auf den ersten Blick scheint. Alice und Rachel sind mir im Buch sehr ans Herz gewachsen und die beiden Frauen ähneln sich nicht nur äußerlich. Beide haben ein großes Herz und sind sehr mitfühlend, sie wirken glaubhaft und ihre Handlungen durchweg nachvollziehbar. Aber auch alle Nebencharaktere haben so viel Leben, dass man Mitgefühl für den einen oder Hass und Wut für einen anderen entwickelt. Viele sind nur äußerer Schein und Sein, andere haben mehr Tiefe als erwartet und so wirken alle glaubhaft und auch die Entwicklungen die sie nehmen sind nachvollziehbar. Mein Fazit: Mit das fremde Mädchen erhielt ich einen wirklich gut aufgebauten, atmosphärisch dichten und denkbaren historischen Roman. Auch wenn ich in diesem Genre nicht unbedingt zu Hause bin, fühlte ich mich dank des Sprachstils und der Beschreibungen in die Zeit zurück versetzt. Die Handlung war spannend und auch der Spannungsaufbau war durchweg da, man fieberte regelrecht mit und ging in Gedanken den Geheimnissen auf die Spur. Die Charaktere, vor allem die Protagonisten, wurden mir geschickt nahe gebracht und waren durchweg lebendig und glaubwürdig. Alles in allem ein wunderschöner Roman, der von mir lediglich einen Stern Abzug erhält, weil er, durch viele detaillierte Beschreibugen zeitweise langatmig wurde und mir das Ende zu sehr konstruiert erschien. Deshalb gibt es hier vier von fünf Sternen und eine Leseempfehlung!

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  • Ein historischer Roman, der begeistert

    Das fremde Mädchen

    MadameEve1210

    22. June 2016 um 11:56

    Zum Inhalt: Eines Tages wankt ein kleines Mädchen mit letzter Kraft auf einen Hof und bricht zusammen. Alice, ein Mündel von Lord Faukes, lebt dort mit ihrer Angestellten Bridget auf diesem Hof und findet die Kleine und nimmt sie auf, auch wenn es einigen Gegenstimmen gibt. Sie setzt sich durch und gibt dem kleinen, unbekannten Wesen ohne Vergangenheit den Namen Starling. Im Verlauf der nächsten Jahren wachsen die beiden Mädchen immer mehr zusammen. Wie Schwestern tut sie alles für die andere und als Alice sich in den Enkel des Lords verliebt und die beiden sich heimlich treffen und Briefe schreiben, unterstützt das die kleine Starling. Jonathan wird einberufen und Alice wartet sehnsüchtig auf ihren Liebsten. Doch eines Tages verschwindet Alice unerwartet und niemand scheint zu wissen, was passiert ist. In einer weiteren Geschichte, die sich Jahre später abspielt, lernt man Rachel kennen. Sie ist im Begriff zu Heiraten, obwohl sie den Auserwählten nicht liebt. Die beiden ziehen nach Bath und dort nimmt Rachel eine Stelle bei Jonathan an, der nach dem Krieg schwer traumatisiert vor sich hin vegetiert. Eine weitere Angestellte von Jonathan ist Starling, die nun erwachsen eine Stelle als Dienstmädchen innehat und dort lebt. Starling und Jonathan sind überrascht als sie Rachel sehen, woher kommt diese Ähnlichkeit mit Alice und was ist damals mit ihr passiert. Was weiter passiert, selber lesen. Fazit: Der Roman hat eine wunderbare Sprache, da es mein erster Roman von Katherine Webb ist, bin ich in dieser Hinsicht angenehm überrascht. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen und diese wechseln sich je nach Kapitel. Ebenfalls wird im Buch der Krieg, in dem Jonathan diente, eindrücklich beschrieben. Die Charaktere sind alle etwas undurchschaubar, nur nach und nach werden mehr Punkte offen gelegt.... Wird man raus finden, was mit Alice passiert ist? Was passiert mit Starling, Rachel und Jonathan? Schicksale, die sich nach und nach offenbaren... der Roman ist spannend und flüssig erzählt. Als erster Roman von Katherine Webb fand ich das fremde Mädchen überaus gelungen und möchte gerne weitere lesen. Dieses Buch ist für Menschen, die gerne historische Romane lesen und die englische Gesellschaft zu dieser Zeit lieben. 

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  • Familiendrama mit viel Liebe, Hass und Verzweiflung

    Das fremde Mädchen

    MamaSandra

    21. June 2016 um 14:42

    Zum Inhalt: 1803: Starling – geschätzt 7 Jahre jung, ihren Namen von Alice erhalten – taucht plötzlich völlig verwahrlost und ohne Erinnerungen am Anwesen von Alice – 17 Jahre alt – auf. Alice ist das Mündel von Lord Faukes, hat keine Eltern. Sie lebt in Bathhampton mit ihrer Angestellten und zugleich Betreuungsperson Bridget. Geschockt von Starlings Misshandlungen will sie sie nicht wieder fortschicken und bittet Lord Faukes darum, sie aufnehmen zu dürfen. Starling wird als schwesterliche Dienstmagd aufgenommen.  Der Sohn von Lord Faukes, Jonathan, besucht Alice oft heimlich. Die beiden haben sich ineinander verliebt, obwohl Alice nicht standesgemäß ist und Jonathan zudem schon mit einer anderen verlobt ist. Sie schreiben sich Briefe, werden oft von Starling bei ihren heimlichen Treffen begleitet. Auch als Jonathan in den Krieg ziehen muss, reißt die Liebe der beiden nicht ab. Doch eines Tages verschwindet Alice plötzlich. Starling glaubt, Jonathan hat Alice ermordet, weil sie seine Taten während des Krieges verurteilte. Andere behaupten, Alice sei mit einem anderen Mann durchgebrannt und hat sich nie wieder gemeldet.   1821: Rachel Crofton hat keine Familie mehr. Der Bruder in jungen Jahren an Fieber gestorben, die Mutter kurz darauf, der Vater in Trauer Bankrott gegangen und ebenfalls verstorben. Sie ist inzwischen 29 Jahre alt, arbeitet als Angestellte und Gesellschafterin der Kinder in einem vornehmen Haus. Als sie auf Richard Weekes trifft, ist es zwar nicht Liebe - außer vielleicht in seinen Augen – aber eine gute Chance. Bevor sie gar keine Möglichkeit mehr findet, eine eigene Familie zu gründen, gibt sie dem Werben Mr. Weekes nach und heiratet ihn. Als Weinhändler von Bath erhofft er sich, durch ihre früheren Kontakte mehr Kunden zu gewinnen. Doch Rachels Zeiten in Bath liegen lange zurück, sie war noch jung und der Name ist nun nichts mehr Wert. Eine große Gönnerin Richards ist Mrs. Alleyn – die Mutter von Jonathan. Nach einem Besuch bei ihr, wird Rachel darum gebeten, sich ihrem Sohn anzunehmen. Jonathan ist nach den Ereignissen im Krieg krank und nahezu wahnsinnig, er ist verschlossen und schottet sich von der Außenwelt ab. Auch Starling trägt ihren Teil dazu bei: sie treibt Jonathan mit Absicht in die Trunksucht, um ein Mordgeständnis aus ihm heraus zu bekommen. Starling ist inzwischen Angestellte für die Familie Alleyn. Warum ausgerechnet Rachel?  Sowohl Starling als auch Mrs. Alleyn und Jonathan sehen SIE in ihrem Gesicht: Alice. Rachel hat auf den 1. Blick die gleichen Gesichtszüge. Starling erhofft sich durch sie Jonathan zu einem Geständnis zu bringen. Er selbst empfängt das erste Mal seit Jahren einen anderen Menschen außer Ärtzen und Personal. Wird Rachel im aus dem tiefen Loch heraus helfen? Wird Starling ihr Geständnis bekommen? Wo ist Alice? Lebt sie vielleicht noch? Parallel erkennt Rachel noch, dass ihr Mann alles andere als liebenswert ist. Er verachtet seinen Vater wegen der Trinkerei und verfällt dieser selbst und wird sogar noch jähzornig und gewalttätig. Nach und nach eröffnet sich ein Bild von Richard, das Rachel so nicht erwartet hat. Und sie beginnt zu realisieren, dass sie lieber eine alte Jungfer geworden wäre als an diesen Mann auf ewig gebunden zu sein.  Weitere Charaktere: Duncan Weekes, der Vater von Richard. Er war Kutscher der Familie Alleyn, lebte sogar eine Weile mit seinem Sohn bei der Familie, verlor seine Frau durch tragische Umstände und gibt sich die Schuld daran. Richard bezeichnet seinen Vater sogar als Mörder seiner Mutter und hat komplett mit ihm gebrochen. Rachel hingehen wünscht sich die Versöhnung, doch scheitert leider dabei. Sie trifft den Schwiegervater heimlich.  Captain Sutton mit Frau Harriet werden Rachel bei einer Feierlichkeit vorgestellt. Mrs. Sutton wird sozusagen neben Starling die einzige Freundin von Rachel. Sie und ihr Mann kennen Jonathan ebenfalls, Captain Sutton diente mit ihm im Krieg. Sie helfen Rachel oftmals bei der Einschätzung von Jonathans Persönlichkeit und Mrs. Sutton ermutigt sie sogar, die Anstellung im Hause Alleyn als Gesellschafterin von Jonathan anzunehmen.     Zum Schreibstil: Das Buch ist unterteilt in 2 Zeitepochen. Die erste von 1803 (als Starling zu Alice kam) bis 1808, als Alice verschwand. Die zweite Epoche spielt nur in 1821 – der Zeit, in der Rachel Jonathan kennenlernt. Die Zeitabschnitte ergeben jeweils die Kapitel, die sich manchmal über mehr als 20 Seiten hinziehen. Da ich gerne auch nur kürzere Abschnitte lese, waren mir die Kapitel einfach viel zu lang, aber zum Glück durch Absätze auch mal etwas geteilt. Die Erzählperspektive ist neutral von allen Seiten gesehen. Zwischendrin werden die Gedanken der einzelnen Protagonisten kursiv hervorgehoben in der Ich-Perspektive. Wenn ein Charakter, z.B. Jonathan oder Starling, von einem bestimmtem Zeitpunkt der Vergangenheit berichtet, so schwingt der Erzähler direkt in diese Zeit um und man befindet sich im Geschehen, wird danach aber wieder ins Jetzt zurück befördert. Allgemein ließ sich alles recht gut lesen, nicht zu kompliziert, aber auch nicht langweilig.   Meine Einschätzung: Dieses Buch von Katherine Webb hat mir wesentlich besser gefallen als das ein oder andere Werk davor. Die Spannung wurde gut aufgebaut und auch gehalten. Immer wieder überlegt man, ob man die Lösung schon herausfindet, dann kommen doch wieder andere Aspekte hinzu, die eine ganz andere Richtung einschlagen. Man kann also gut mit rätseln und grübeln. Auch die Beschreibungen der einzelnen Charaktere sind sehr gut gelungen. Ich konnte mich selbst manchmal schwer entscheiden, ob ich Jonathan den Mord an Alice zutrauen würde oder nicht. Rätselhaft ist auch die Rolle von Rachel in Bezug auf die Suche nach Alice. Man kann erst gar nicht verstehen, was sie an dieser Sache so fasziniert und warum sie sich überhaupt da einmischt. Meine 1. Vermutung, um dies zu erklären, wurde mit einer Überraschung ins Nichts gerückt. Natürlich blieb es die ganze Zeit spannend, warum eine Verbindung zwischen Alice und Jonathan nicht zustande kommen darf. Vermutungen seitens der alten Bridget lassen den Leser auch nochmals aufhorchen. Duncan Weekes erzählt zudem auch teils rätselhaftes aus seiner Zeit als Angestellter. Er war für mich einer der sympathischsten Personen. Die ganze Geschichte, die dann aber zum Vorschein kommt, war mehr als tragisch und dramatisch. Mrs. Alleyn hätte ich am liebsten geohrfeigt zum Ende hin. Oftmals habe ich den Kopf geschüttelt, war schockiert oder traurig. Die Zustände, unter denen Frauen damals zu leiden hatten, sind wirklich erschreckend, aber leider Tatsache. Diese Thematik und auch wie wichtig der gesellschaftliche Stand war, werden mehr als deutlich in diesem Buch behandelt. Wie sehr es doch damals eine Schande war, unter Stand zu heiraten, obwohl man sich wirklich liebte. Ich werde das wohl nie begreifen können…  Inmitten des ganzen Familiendramas und all den Verstrickungen aller handelnden Personen erzählt Jonathan einiges von seiner Zeit im Krieg. Die detaillierten Beschreibungen der einzelnen Kämpfe und Märsche waren erschreckend und fesselnd zugleich. Das bedurfte sicherlich einer tiefgründigen Hintergrundrecherche, zu der leider keine Angaben gemacht wurden.   Abschließend kann ich sagen, dass ich das Buch sehr gut fand und es gern gelesen habe. Für mich das bisher beste Buch von Katherine Webb und absolut empfehlenswert.

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