Katherine Webb Das geheime Vermächtnis

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Inhaltsangabe zu „Das geheime Vermächtnis“ von Katherine Webb

Zwei Schwestern, ein brennendes Geheimnis und eine düstere Vergangenheit …Nach dem Tod ihrer Großmutter erben die Schwestern Erica und Beth das Gut Storton Manor im englischen Wiltshire. Jahre sind vergangen, seit sie den herrschaftlichen Landsitz zuletzt betraten, zu schmerzhaft sind die Erinnerungen an ihre Kindheit, als ihr Cousin Henry mit zwölf Jahren spurlos verschwand. Doch die Vergangenheit lässt Erica nicht los. Sie liest alte Briefe ihrer Großmutter und gerät immer tiefer in den Bann eines Familiengeheimnisses, das offenbar seit Generationen auf Storton Manor gehütet wird …

Ein sehr schöner Roman

— Miii
Miii

Schöner Roman über tragische Familiengeheimnisse.

— ANATAL
ANATAL

Ein gutes Buch mit kleinen Schwächen

— Seite101
Seite101

Lesenswert

— Annaela16
Annaela16

Sommer-Sonne-Urlaubs-Lektüre, bei der man gerne am Geheimnis miträtseln mag und die angenehm unterhält.

— Devona
Devona

Anfangs etwas schwer reinzukommen, aber im Verlauf ein gutes Buch um mehrere Familiengeheimnisse.

— Hortensia13
Hortensia13

anfangs ein bisschen langatmig, dann wird's gut.

— Schokolatina
Schokolatina

Eine langwierige Geschichte, die sich sehr schleppend durch die vielen Seiten zog...

— MamaSandra
MamaSandra

Gute Geschichte und auch gutes Ende!

— vicky_1990
vicky_1990

Interessanter Knappentext aber für mich schlechte Umsetzung

— rose7474
rose7474

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  • Buchverlosung zu "Das Versprechen der Wüste" von Katherine Webb

    Das Versprechen der Wüste
    Diana_Verlag

    Diana_Verlag

    Liebe Fans von Katherine Webb, Liebe LB-Leserinnen und LB-Leser, die historische Spannung lieben, heute haben wir etwas ganz Besonderes für Euch: Die beliebte britische Bestsellerautorin Katherine Webb hat exklusiv für Euch 5 Exemplare ihres neuesten Romans, "Das Versprechen der Wüste", signiert! Möchtest Du eines der signierten Bücher gewinnen? Dann beantworte uns doch bitte eine (oder beide) der oben gestellten Fragen und bewerbe Dich in den nächsten Tagen hier. Wir drücken Dir die Daumen! Auf Deine Leseeindrücke freuen wir uns! Wenn Dir der Roman noch nichts sagen sollte? Hier gibt es Informationen und eine Leseprobe. Herzliche Grüße, Dein Team des Diana Verlags.

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  • Das geheime Vermächtnis

    Das geheime Vermächtnis
    Miii

    Miii

    25. December 2016 um 16:54

    Wer rätselhafte Romane mag, wird diesen hier definitiv lieben. Gepaart mit einem großen Geheimnis und einer Familiengeschichte hatte ich an diesem Buch sehr große Lesefreude. Hier wurden Spannung, Rätsel aber auch Humor geschickt miteinander verknüpft. Die Charaktere wurden meiner Meinung nach ein wenig oberflächlich und blass gehalten. Ich hab mich nicht wirklich in sie hineinversetzen können, stattdessen habe ich das Gefühl, sie von außen heraus einfach nur betrachtet zu haben. Grade was Caroline angeht, wusste ich nie genau, was genau ich jetzt von ihr halten soll. Einerseits war sie mir schrecklich unsympathisch, andererseits wurde sie öfter mal so dargestellt, dass man immer mal wieder Mitleid mit ihr hat. Der Schreibstil an sich war ein wenig zäh manchmal, ansonsten meist flüssig. Wobei ich sagen muss, das vor allem am Ende nochmal richtig angezogen wurde.Was die Handlung angeht, war sie der eigentlich Grund, weshalb ich mich von diesem Buch nicht losreißen wollte. Es ist über drei Zeitstränge gehalten. Jeder Zeitpunkt hat seine eigenen Probleme, Überraschungen und Wendungen, die geschickt miteinander verknüpft werden. Zudem üben die verschiedenen Zeitebenen nochmal generell einen besonderes Reiz aus. Sehr schön!

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  • Rezension "Das geheime Vermächtnis"

    Das geheime Vermächtnis
    Seite101

    Seite101

    27. November 2016 um 10:27

    Handlung Die Schwestern Beth und Erica haben von ihrer Großmutter das Herrenhaus „Storton Manor“ geerbt. Der letzte Wille der Verstorbenen ist, dass die beiden dort  zusammen Leben. Viele Erinnerungen hängen jedoch an diesem Haus. Das schrecklichste, was sich dort ereignet hat, war das Verschwinden von Cousin Henry, als sie noch Kinder waren. So fällt es vor allem Beth nicht leicht, sich in diesem Haus aufzuhalten. Aber egal was mit diesem Haus passiert, der Nachlass der Großmutter muss sortiert werden, und so ziehen die beiden kurz vor Weihnachten in das Haus. Sie müssen sich ihrer Vergangenheit stellen und Erica stößt auf ein weiteres, dunkles Familiengeheimnis. Layout Das Cover ist sehr klassisch gehalten und passt zum Inhalt. Das untere Drittel ist schwarz und man sieht den Autorennamen und den Titel des Buches. Der Rest wird dominiert von einem eisernen Tor, durch welches man im Hintergrund „Storton Manor“ sieht. Mir gefällt das Layout richtig gut, denn bisher habe ich jedes Buch mit Haus auf dem Cover geliebt. Fazit Die Geschichte wird auf zwei Ebenen erzählt. In der Gegenwart schildert Erica selber die Ereignisse. Dann gibt es immer mal wieder Rückblenden, die in der dritten Form geschrieben sind. Dort erfährt man die Geschichte von Ericas Urgroßmutter. Erst tat ich mir schwer, dass Gegenwart und Vergangenheit sich auch im Schreibstil wiederfanden. Diese Sprünge im Geschriebenen ließen mich auf den ersten 100 Seiten immer wieder Inne halten. Ich wusste zwar, wo und wie ich gerade war, aber das Hin- und Hergespringe nahm mir ein wenig den Lesefluss. Das wurde jedoch von der Spannung aufgehoben.  Die beiden Handlungsstränge werden geschickt miteinander verwoben, so dass es natürlich am Ende ein rundes Bild gibt und man Ericas Familie kennt. Ein wenig hat es mich an die Bücher von Lucinda Riley erinnert. Aber da ich Lucinda Riley ja vergöttere, muss ich Katherine Webb einfach lieben!

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  • Buchverlosung zu "Das Versprechen der Wüste" von Katherine Webb

    Das Versprechen der Wüste
    Diana_Verlag

    Diana_Verlag

    Katherine Webb – Vom Dienstmädchen zur Nr.1-Bestsellerautorin!Liebe LB-Leserinnen und LB-Leser (!), Fans von Katherine Webb und alle, die gerne Kate Morton und Lucinda Riley lesen und es lieben, bei der Lüftung eines Geheimnisses dabei zu sein, das verborgen in der Vergangenheit liegt: Kennt Ihr schon Katherine Webb? Denn Katherine (geboren 1977) ist etwas ganz Besonderes! Nach ihrem Schulabschluss hat die Britin zehn (!) Jahre lang u.a. als Bedienstete auf mehreren herrschaftlichen Anwesen in England gearbeitet – nur, um nebenher noch genügend Zeit zum Schreiben zu finden und sich ihren Traum zu erfüllen: Dass sie Leser für ihre Romane findet! Und dann gelang ihr 2011 mit Das geheime Vermächtnis der große, internationale Durchbruch! Gefolgt von Das Haus der vergessenen Träume (Nr.1 der SPIEGEL Bestsellerliste/TB Belletristik) und drei weiteren Romanen, die alle internationale Erfolge wurden und auch in Deutschland die Top Ten eroberten. Katherines Romane werden mittlerweile weltweit in 24 Sprachen veröffentlicht.Und jetzt erscheint ihr neues Buch! Die britische Nr.1-Bestsellerautorin Katherine Webb führt diesmal in den Oman: Eine junge Engländerin blickt hinter die Fassade des bröckelnden ‚British Empire‘ in den 50er Jahren und entdeckt die Geheimnisse der WüsteDer ferne Orient, die Weite der Wüste – ein Traum, der einer jungen Archäologin zum Verhängnis wirdOman 1958: Von den Gute-Nacht-Geschichten ihres Vaters inspiriert, träumt die britische Archäologin Joan Seabrook seit ihrer Kindheit von den Märchen aus 1001 Nacht und den Abenteuern, die sie in dieser unbekannten Welt erwarten würden. Als sich Joan die Gelegenheit bietet, ihren Verlobten tatsächlich in den Oman zu begleiten, kann sie ihr Glück kaum fassen. Sie hofft, das noch unerforschte Fort Jabrim zu besuchen und in Muscat die große, betagte Entdeckerin Maude Vickery zu treffen, die als erste Europäerin das ‚Empty Quarter‘ der Wüste durchquerte. Doch das Land befindet sich im Krieg, und die lang ersehnten Erkundungen der Wüste scheinen unmöglich. Maude Vickery ist es schließlich, die Joan unabsichtlich in die Kämpfe der Aufständischen gegen die britische Armee involviert, so dass sich die junge Archäologin plötzlich auf dem Plateau des Jebel Akhbar befindet. Auf sich gestellt, wagt sie sich in die Wüste, um im Auftrag Vickerys ein Versprechen einzulösen. Bestsellerautorin Katherine Webb führt ihre Leser diesmal nicht ins England des 18./19. Jh.s, sondern lässt in ihren sechsten Roman ihre ausführliche Recherchezeit in Muscat sowie in der Wüste des Omans einfließen, um erneut eine Geschichte zu erzählen, die einen Blick hinter die damaligen Konventionen und Fassaden des ‚British Empire‘ gewährt. Und es geht natürlich um ein großes Geheimnis!Hier geht’s zur Leseprobe.Wenn Ihr diesen druckfrischen Roman gewinnen möchtet, dann bewerbt Euch hier bis einschließlich den 24.11.2016 für eines der zwanzig Buchexemplare. Euer begeistertes Diana Verlags-Team. PS Für alle neugierigen Fragesteller/innen unter Euch: Katherine Webb wird am 25.11. am LB-Fragefreitag teilnehmen!

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    • 195
    Bibliomarie

    Bibliomarie

    23. November 2016 um 19:33
  • Unterhaltsame Urlaubslektüre

    Das geheime Vermächtnis
    Devona

    Devona

    31. July 2016 um 12:33

    Katherine Webb hat mich mit “Das geheime Vermächtnis” angenehm überrascht. Ich habe mich bisher mit der Kategorie “Familiengeheimnis-Roman” doch recht schwer getan. Oftmals wirken die Geschichten, besonders wenn es dem Ende zugeht, dermaßen konstruiert, dass mir die Lust am Lesen komplett vergeht. Im schlimmsten Falle kommt dann auch noch ein platter Schreibstil auf Groschenheft-Niveau dazu. Beides ist hier nicht der Fall, der Schreibstil ist einfach, aber flüssig und gut lesbar, die Handlung weit verzweigt und vielschichtig. Die anfänglichen Zeitsprünge, beginnend mit einem kurzen Prolog aus dem Jahr 1905, über die Gegenwart zurück nach 1902 wirkten ganz kurz etwas verwirrend, das gab sich aber recht schnell, denn Katherine Webb  treibt die Geschichte nicht hektisch voran. Sie lässt dem Leser  zunächst in der Gegenwart Zeit, die Schwestern Erica und Beth kennenzulernen. Diese Kapitel werden in der Ich-Form von Erica erzählt, die Kapitel über die Vergangenheit  ihrer Ur-Großmutter Caroline in personaler Erzählform. Erica und Beth haben von ihrer Großmutter Meredith, einer harten und kalten Frau, das Gut Storton Manor geerbt und schon die Erbfolge gibt Rätsel auf. Ihre Mutter und auch ihr Onkel wurden übergangen, Erica und Beth dürfen das Erbe außerdem nur antreten, wenn sie das Gut gemeinsam bewohnen. Während die jüngere und agilere der beiden Schwestern -Erica- sich mit dem Gedanken durchaus anfreunden kann, lernen wir Beth als müde, teilweise lethargische Person kennen, die mit Depressionen sowie einer kürzlich über die Bühne gebrachten Scheidung zu kämpfen hat. Und obwohl die beiden Frauen als Kinder gemeinsam mit ihrem Cousin Henry wunderschöne Sommer auf dem Familiengut verbracht haben, will Beth eigentlich nur schnellstmöglich wieder weg. Die Zeitebene wechselnd verfolgt der Leser parallel dazu immer wieder Caroline im Jahr 1902. Nach einer Blitzhochzeit im Rausch der ersten Verliebtheit folgt sie ihrem Ehemann quer durch Amerika, das große Farmhaus, das durch ihre Träume geisterte, entpuppt sich allerdings als Siedlerhütte, die Farm ist noch im Aufbau. Wiewohl Caroline an ihrer großen Liebe festhält, findet sie sich in einer Welt wieder, in der sie -aufgewachsen in New York- völlig überfordert ist. Die gewohnten Annehmlichkeiten und Selbstverständlichkeiten der Zivilisation gehören der Vergangenheit an, ein einfaches Bad ist ein unvorstellbarer Luxus geworden. Klima und Kargheit der Landschaft, sengende Hitze und dauernde Sandstürme laugen Caroline körperlich und seelisch aus. Die anfängliche Bereitschaft, sich mit diesem Leben zu arrangieren, weicht schnell einem nagenden Pessimismus und lähmender Lethargie bis hin zur völligen Verzweiflung. Viele Fragen werden aufgeworfen im Laufe der Geschichte und Erica ist entschlossen, Licht ins Dunkel zu bringen. Was geschah in dem Sommer, als Cousin Henry spurlos verschwand? Erica -damals 8 Jahre alt- kann sich nicht erinnern und ihre Schwester -damals 12- weigert sich hartnäckig, mit ihr darüber zu reden, obwohl Erica sie drängt, da sie vermutet, dass auch Beth Depressionen damit zu tun haben. Kann Dinny helfen? Der Kinderfreund der beiden Mädchen, der zum “fahrenden Volk” gehörte und alljährlich die Sommerzeit mit ihnen verbrachte, obwohl der Umgang mit ihm den Mädchen durch ihre kaltherzige Großmutter verboten war. Wer ist das Baby auf dem Schoß von Urgroßmutter Caroline auf einem Foto, das eindeutig VOR der Hochzeit mit dem Urgroßvater datiert und mit welchem sie doch nur Tochter Meredith hatte? An wen sind die Briefe gerichtet, die Caroline 1902 geschrieben hat und die Erica auf dem Dachboden findet? Der Autorin gelingt ein schlüssiges Ende: alle Handlungs-Fäden werden entwirrt und zusammengeführt, ohne dass der Roman durch ein kitschiges happy-end ruiniert wird, wie ich es u.a. bei Kate Mortons “Das Seehaus” (von mir nicht rezensiert) empfunden habe. Die Charaktere sind akzeptabel ausgestaltet, anders als andere Rezensenten konnte ich mich ganz gut mit Erica und Beth anfreunden. Die “Mutation” von Caroline von der lebenslustigen, jungen New Yorker Großstadtpflanze zur desillusionierten Farmersfrau war zwar manchmal etwas nervig, aber durchaus auch nachvollziehbar. Ebenso die letztendlich daraus resultierende Tragik von Meredith. Zurück bleibt nach dem Lesen eine leicht melancholische Stimmung, ich habe mich gut unterhalten gefühlt und auch nicht mehr erwartet. Fazit: Sommer-Sonne-Urlaubs-Lektüre, bei der man gerne am Geheimnis miträtseln mag und die angenehm unterhält. Fans von Familiengeheimnis-Romanen zu empfehlen, wenn sie ein paar kleine Längen am Anfang verkraften können.  

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  • weitreichende Familiengeschichte

    Das geheime Vermächtnis
    Hortensia13

    Hortensia13

    05. June 2016 um 07:44

    Erica und ihre Schwester Beth erben das Haus ihrer Grossmutter Meredith unter der Bedingung, dass sie selbst darin wohnen müssen. Doch dieses Anwesen holt wieder schlechte Erinnerungen aus der Kindheit hoch, als ihr Cousin verschwand. Erica macht sich auf die Suche nach Wahrheit, was passiert ist, und trifft zusätzlich auf die Geschichte ihrer Urgrossmutter und einem unbekannten Baby. Das Buch ist in zwei Erzählstränge geteilt, die Geschichte um Erica und um Carolina (ihre Urgrossmutter). Anfangs war es für mich etwas schwer die beide Geschichte einzutauchen, was sich aber im Verlauf des Buches legte. Obwohl der Roman hauptsächlich um Erica spielt, geht es aber mehr um Carolina und was sie erlebt hatte. Trotzdem finde ich das Buch gut. Für jemanden, der gerne Familiengeheimnissen auf die Spur kommt.

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  • Etwas enttäuscht von der Umsetzung

    Das geheime Vermächtnis
    MamaSandra

    MamaSandra

    16. February 2016 um 10:32

    Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil ich Fan von dieser Art Erzählungen bin und auch das andere Buch von Katherine Webb las (Das Haus der vergessenen Träume). Dieses Buch allerdings fand ich recht enttäuschend. Es hat lange gedauert, ehe ich einen Sinn in der Geschichte fand. Die Rollen der beiden Schwestern waren nicht genug ausgereift und keine von beiden konnte mein Leserherz erobern. Auch die schlussendliche Liebesnacht, welche Erica mit dem alten Freund verbringt, fand ich unrealistisch. Man erkannte keinerlei wirkliche Gefühle darin. Ich erwartete eine spannende Geschichte um den verloren gegangenen Cousin. Stattdessen ereilten mich seitenlange Geschichten über Caroline in der hintersten Prärie. Diese Abschnitte waren derart langwierig, dass ich am liebsten Seiten übersprungen hätte. Ich las dann einfach weiter um erst einmal den Zusammenhang zwischen Caroline und den Gegenwartspersonen zu erfassen. Zuerst wusste ich gar nicht, was diese Geschichte nun eigentlich mit den beiden Schwestern zu tun hat. Danach fragte ich mich allerdings was Caroline und ihre Geschichte mit dem verschwundenen Henry zu tun hat. Das waren zwei völlig unterschiedliche Szenarien, die nicht miteinander kombinierbar waren. Zum Schluss hat man das allerdings versucht gut ein zu binden, indem man aus der Vergangenheit von Caroline den Zwist der Familie mit dem fahrenden Volk verbindet. Das erschien mir dann eher so, als versuchte man verzweifelt die Story zu einem Ende zu bringen. Es war eine ganz nette Geschichte und ich habe auch bis zum Schluss durch gehalten es zu lesen, aber empfehlen kann ich es nicht, wenn man auf spannende Vergangenheit-Gegenwart-Geheimnisse aus ist. Es war eine langwierige Geschichte, die sich sehr schleppend durch die vielen Seiten zog...

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  • Historische Familiengeschichte

    Das geheime Vermächtnis
    Sonnenwind

    Sonnenwind

    18. October 2015 um 18:30

    Die beiden Schwestern Beth und Erica erben gemeinsam das Haus ihrer Großmutter - unter der Auflage, dort einzuziehen und wohnen zu bleiben. Sie hatten kein gutes Verhältnis zu ihrer Großmutter und auch keine Beziehung zu dem Haus, obwohl es ein altes Herrschaftshaus ist, sie in ihrer Kindheit oft dort waren und einiges erlebt haben. Sie versuchen also, sich mit den Umständen zu arrangieren, aber es klappt nicht wie erhofft. Beim Durchsehen der Hinterlassenschaft erinnern sie sich an vieles, und diese Geschehnisse haben die beiden und ihre Freunde aus der Kindheit mehr beeinflußt als sie glauben. Darum geht es dann im Buch: Die Persönlichkeit wird offenbar, alte Wunden kommen zutage und einiges aus der Familiengeschichte kommt ans Tageslicht. Das geheime Vermächtnis ist ein Frauenbuch, unbrutal und wenig aufregend. Man kann es gut lesen, aber es hat für mich nicht das geboten, was ich erwartet hatte. Mir haben die Teile, die in den USA spielen, besser gefallen als die in England spielenden, allerdings konnte ich manches nicht nachvollziehen.

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  • Langweilig....und für mich ein anstrengender Schreibstil

    Das geheime Vermächtnis
    rose7474

    rose7474

    16. October 2015 um 11:38

    Der Knappentext hörte sich für mich interessant an. Denn ich lese gerne Bücher, die in der Vergangenheit und Gegenwart spielen und ein Familiengeheimnis entlarvt wird. Das Buch habe ich abgebrochen, da es für mich sehr langweilig geschrieben ist. Der Schreibstil nervte mich und finde ihn übertrieben und schwülstig. Dies ist mein 2. Buch  der Autorin und gefiel mir gar nicht. Werde definitiv von der Autorin nichts mehr lesen. In dieser Genre gibt es wirklich bessere Autoren mit angenehmeren Schreibstil.

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  • Schweres Erbe

    Das geheime Vermächtnis
    MademoiselleMeow

    MademoiselleMeow

    15. September 2015 um 20:41

    „Das geheime Vermächtnis“ ist eines der Bücher, nach denen ich nicht als erstes greife, wenn ich nach neuer Lektüre suche. Und jedes mal, wenn ich es dann doch getan habe, bin ich froh darüber, denn die Story ist so spannend, das man fast gar nicht aufhören kann es zu lesen und das trifft sowohl den Part in der Gegenwart, als auch den in der Vergangenheit. Manchmal ist es ja so, das man eine Zeit weniger spannend findet, aber hier sind einfach beide Erzählstränge sehr stark und fesselnd. Der Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts ist für mich immer eine Zeit, von der ich gern lese oder mir Filme anschaue. Für Frauen eine strenge und spießige Zeit, aber rein optisch so süß und fein und voller Spitze. Ich lasse mich gerne in diese Zeit zurück versetzen und mit Caroline war es besonders einfach. Obwohl sie aus einer völlig anderen, lange zurückliegenden Zeit stammt, konnte ich ihre Gefühle sehr gut nachvollziehen. Die guten, wie die schlechten. Ein sehr sensibler, ängstlicher, aber stets bemühter Charakter. Caroline macht während der ganzen Geschichte eine Wandlung durch, die, wenn man zurück auf die Caroline von 1902 blickt, erschreckend ist. Aber immer, wenn ich schockiert von ihrem Verhalten war, habe ich an all die Dinge gedacht, die ihr zugestoßen sind und hatte ein wenig mehr Verständnis, auch wenn es dennoch schrecklich von ihr war. In der Gegenwart bekommt man es mit zwei sehr unterschiedlichen Schwestern zu tun. Die eine fröhlich und energiegeladen, die andere in sich gekehrt und depressiv. Ich konnte mich mit beiden nicht wirklich identifizieren, trotzdem mochte ich sie. Auch wenn den beiden Attribute zugeteilt wurden, viel es mir schwer, mir ein genaues Bild zum Äußeren zu machen. Das hätte man vielleicht ein kleines bisschen mehr ausschmücken können. Was die Ausschmückung betrifft, hat man sich aber bei der Umgebung allergrößte Mühe gegeben. Egal ob wir nur im wilden Amerika oder im launischen England waren, ist habe mich immer so gut dorthin versetzen können, das es mir beinahe vorkam, als würde ich tatsächlich über winterlich matschige Wiesen laufen oder den Sand aus dem hölzernen Haus kehren. Das war wirklich verrückt. Viele Bücher schaffen es, einen in eine andere Welt zu ziehen, aber hier ist es der Autorin wirklich extrem gut gelungen. Sogar so sehr, das ich mir den kalten, kargen Winter ohne Schnee herbei sehne. Ja, ich bin kein Sommermensch… In dem Roman gibt es zwei große Geheimnisse zu lüften. Das Geheimnis in der Vergangenheit, ist gleichzeitig mit der Gegenwart verbunden, während das Geheimnis der Gegenwart, also Henry, für sich steht. Beide Geheimnisse werden gelüftet und das auch sehr zufriedenstellend. Während das Geheimnis um Caroline und das Baby lässt sich im späteren Verlauf schon erahnen und kommt dann nicht mehr ganz so überraschend und die fragen aufwerfenden Lücken werden ebenfalls gefüllt. Die Auflösung um das Geheimnis um Henry wiederum, lässt auf sich warten und ist ziemlich ziemlich gut gelungen. Selten war ich bei einer Auflösung so baff wie hier. Würde mich schon sehr wundern, wenn irgendwer vorher drauf gekommen ist. Natürlich darf auch die Romantik nicht zu kurz kommen und die ist, wie man es von Katherine Webb gewohnt ist, nie zu kitschig oder übertrieben. Die Geschichte um Caroline ist sehr von der Liebe zu Corin geprägt und leidenschaftlicher, als man es von Leuten aus dieser Zeit gewohnt ist. Aber auch die Gegenwart bekommt zum Schluss einen Schuss Liebe, der, ganz ehrlich, nicht unbedingt hätte sein müssen und etwas gezwungen wirkt, aber der Story auch nicht geschadet hat. Nach „Das verborgene Lied“ ist „Das geheime Vermächtnis“ mein zweitliebster Roman von Katherine Webb. Er ist spannend, einfühlsam und überraschend. Nur die Beschreibungen hätten an einigen Stellen ausschmückender sein können, aber es war ja auch ihr erster Roman und daher will ich da mal nicht so arg kritisch sein. Deswegen bekommt „Das geheime Vermächtnis“ 5 von 5 Sternen von mir. Ein Buch das man immer wieder lesen kann und das ich auch bestimmt nicht zum letzten mal gelesen habe :).

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  • Die Geheimnisse von Storton Manor

    Das geheime Vermächtnis
    Blackfairy71

    Blackfairy71

    Erica und ihre ältere Schwester Beth kehren nach über zwanzig Jahren in das Herrenhaus ihrer Großmutter zurück. Meredith Calcott hat ihren Enkelinnen Storton Manor vererbt, unter der Voraussetzung, dass die Schwestern selbst dort wohnen. Zunächst ziehen sie dort über Weihnachten ein, um die Sachen ihrer Großmutter zu sortieren und sich darüber klar zu werden, was sie tun sollen.    In Rückblenden erzählt Erica in der Ich-Form von ihren Sommern bei ihrer Großmutter Meredith und Ur-Großmutter Caroline, an die sie sich aber nicht mehr richtig erinnern kann. Sie weiß nur, dass sie immer Angst vor ihr hatte. Auch eine andere Sache ist nur noch verschwommen in ihrer Erinnerung: Als Erica acht Jahre alt war, verschwand ihr Cousin Henry spurlos von Storton Manor. Sie ist sich sicher, dass ihre Schwester weiß, was passiert ist und durch diese psychische Belastung krank wurde. Erica hofft durch diese Reise in die Vergangenheit, Beth helfen zu können. Dann trifft sie auf Nathan Dinsdale, genannt Dinny, der in ihrer Kindheit auf dem Grundstück von Storton Manor in einem Wagenlager lebte und die Sommer immer mit den Mädchen verbrachte, auch wenn Meredith den Umgang mit den "Zigeunern" verboten hatte.  Nach und nach erfährt man, wie die Kinder die Sommer verlebten und was damals wirklich passierte. Auf einer zweiten Erzählebene erfahren wir von Ericas Ur-Großmutter Caroline, ihrer Vergangenheit in Amerika, der Hochzeit mit ihrer großen Liebe Corin und wie es dazu kam, dass sie plötzlich mit einem Kind auf Storton Manor als Lady Calcott in England landete. Außerdem findet Erica Briefe von Meredith und Caroline und nach und nach wird klar, warum beide Frauen so kaltherzig und verbittert wurden. Man kann über Carolines Verhalten urteilen, aber man sollte auch nicht vergessen, dass damals ganz andere Zeiten waren, gerade für Frauen.  "Das geheime Vermächtnis" war mein erstes Buch von Katherine Webb und es hat mir gut gefallen. Ihr Schreibstil ist sehr bildhaft und anschaulich und besonders ihre Beschreibung der anscheinend endlosen Sommertage in der Kindheit der Schwestern, erinnerte mich an meine eigene Kindheit und Jugend. Ich konnte fast die Sonne auf der Haut spüren und wie der Sonnenbrand abends zuhause erst richtig schmerzte. ;-)  Auch die Charaktere sind sehr gut beschrieben, haben viel Tiefe und auch die Nebenfiguren bleiben nicht blass. Obwohl total unterschiedlich, mochte ich Erica und Beth von Anfang an.  Die Auflösung am Ende um Henrys Verschwinden finde ich gut und ist für mich auch nachzuvollziehen, wenn man die damaligen Umstände bedenkt. Auch das Ende gefällt mir und passt meiner Meinung nach für alle Beteiligten.  Endlich mal eine abgeschlossene Geschichte und keine Serie. Ein Pluspunkt mehr.

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    • 5
  • Familiengeheimnisse gehen immer!

    Das geheime Vermächtnis
    Jaelle

    Jaelle

    17. May 2015 um 11:04

    In diesem wundervollen Roman gibt es nicht nur eines, sondern gleich zwei davon. Erika und Beth erben das Familienanwesen Storton Manor von ihrer verstorbenen Großmutter Meredith nur unter der Voraussetzung, dass sie dort auch leben. Ansonsten wird es zugunsten wohltätiger Zwecke verkauft. Beth möchte von vornherein ablehnen, aber Erica überredet ihre ältere Schwester, zumindest hinzufahren und die Weihnachtszeit dort zu verbringen. Sie hofft, Beth damit auch ein wenig aus deren depressiven Phasen heraus holen zu können, in die sie seit Jahrzehnten immer wieder versinkt. Als Erica beginnt, die Sachen ihrer Großmutter zu sichten und sortieren, fällt ihr ein Foto ihrer Urgroßmutter Caroline mit einem männlichen Baby auf ihrem Schoß sowie ein edler Beißring aus Elfenbein in die Hände. Sie kann sich das nicht erklären, denn Caroline hatte keinen Sohn – zumindest soweit es in der Familie bekannt ist. Wer ist also dieses Baby? Außerdem sehen sich Erica und Beth mit ihrer Kindheit und Jugend konfrontiert, als sie ihre Sommerferien bei Meredith verbrachten. Ihre Großmutter war streng gegenüber den Mädchen und ließ ihrem Enkel Henry, dem Cousin der Schwestern, fast alles durchgehen. Henry wiederum nutzte diese deutliche Bevorzugung aus und petzte jeden Regelverstoß genießerisch. Meredith hasste die Zigeuner, die am Rand des Geländes Wohnrecht haben, aus tiefstem Herzen und verbot den Kindern jeglichen Kontakt. Umso größer war die Anziehungskraft, und so waren die Mädchen häufig mit Dinny und den Zigeunern zusammen. Auch heute begegnen sie ihnen wieder. Was weiß Dinny über das damalige plötzliche Verschwinden Henrys? Haben die Zigeuner ihn entführt oder gar ermordet? Eine Leiche wurde trotz intensiver Suche nie gefunden. Seitdem leidet Beth unter Depressionen, die später sogar ihre Ehe zerstört haben. Nur ihr Sohn vermag es, sie aufzumuntern. Erica vermutet, dass die Depressionen mit Henry zu tun haben, aber Beth weigert sich vehement, ihr Wissen preiszugeben. Besonders hervorzuheben ist Carolines Geschichte, die parallel erzählt wird. Der großen Liebe wegen zieht die junge, wohlerzogene Frau aus sehr gutem Hause in den wildesten Westen mitten im Nirgendwo. Ihre Ängste vor der Weite, der Hitze, der Einsamkeit und vor den Indianern entwickeln sich zu Phobien. Ihr Ehemann liebt sie sehr und versucht, ihr zu helfen, wo er nur kann, aber er scheitert. Als er stirbt, bricht Carolines Welt endgültig zusammen. In einer einfühlsamen Art schreibt Katherine Webb über die vier Generationen Frauen, die alle ihre unterschiedlichsten Erfahrungen machen und jede Frau anders damit umgeht. Ich bin beeindruckt von den Geschichten, die eindringlich gezeigt haben, dass wir nicht nur Produkte unserer Gene, sondern auch unserer Erziehung, Umwelt, Zeit und vor allem Erfahrungen sind. Fazit: ein stimmungsvoller Schmöker, der zum Nachdenken anregt!

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  • Das geheime Vermächtnis

    Das geheime Vermächtnis
    ilsemarie

    ilsemarie

    01. September 2014 um 18:33

    Eine Familiengeschichte die mit der Suche nach der Wahrheit eines schrecklichen Tages im Leben von Schwestern beginnt,ein altes Herrenhaus das ihnen von der Großmutter nur vermacht wird wenn sie deren Bedienungen erfüllen.Dabei versucht die jünger der Schwestern ihre eigenen Erinnerungen zu finden und auch die Vergangenheit ihrer Urgroßmutter zu entschlüsseln. Ein spannendes Buch von dwer ersten bis zur letzten Seite - kann man nur mit bestem Gewissen weiter empfehlen. Ich wünsche viel Spaß und Spannung beim lesen.

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  • Rezension zu "Das geheime Vermächtnis" von Katherine Webb

    Das geheime Vermächtnis
    FabAusten

    FabAusten

    Das geheime Vermächtnis Erica Calcott und ihre Schwester Beth kehren nach dem Tod ihrer Großmutter Meredith auf den alten Familienlandsitz zurück. Dort wollen sie sich entscheiden, ob sie das Erbe annehmen wollen, denn das Herrenhaus geht nur in ihren Besitz über wenn sie ihren Wohnsitz dorthin verlegen. Doch ein schwarzer Schatten liegt über dem Haus und der Vergangenheit ihrer Bewohner. Er verbindet die Familie Calcott mit der fahrenden Familie Dinsdale, die in der Nähe des Hauses ihr Lager aufgeschlagen hat. Und er entstand nicht erst an dem Tag als Henry, der Cousin der Schwestern, spurlos verschwunden ist. Erica beginnt die Geschichte ihrer Familie zu ergründen. Dieser Roman läßt sich kurz und knapp mit „Viel Lärm um Nichts“ charakterisieren. Er schwimmt im Fahrwasser von Kate Morton, hält dem Vergleich aber in keinem Moment seiner 541 Seiten stand. Die Geschichte ist recht dünn. Sie wird jedoch sehr gedehnt, indem die Geschehnisse überaus detailliert ausgeführt werden. Viele Nebensächlichkeiten werden einbezogen, die den Plot jedoch nicht weiterbringen. Es wirkt als wohne der Leser einer Sektion bei. Jede Situation, jede Figur wird in ihre Einzelteile zerlegt und analysiert. Nach einer Weile entsteht der Eindruck, dass es eine Masche der Autorin ist, die immer wieder mechanisch abgespult wird. Beschreibungen der Umgebung bis ins Detail, Beschreibungen der inneren Befindlichkeiten, kleinste Beobachtungen des Gegenübers etc. Es ist als betrachte man alles durch ein Vergrößerungsglas. Manchmal sind die Schilderungen geradezu unappetitlich genau. Darüber hinaus ist es eher ungewöhnlich, dass Erica sich in solchem Maß an Einzelheiten zurückerinnern kann. Einerseits tragen die detaillierten Situationsbeschreibungen zur Atmosphäre bei, aber andererseits ziehen sie auch alles unnötig in die Länge. Das Ergebnis ist, dass die Erzählung sehr weitschweifig ist. Dies führt wiederum dazu, dass der eigentliche Kern der Geschichte im Vergleich dazu umso schwächer dasteht. Berichtet wird das Geschehen aus zwei Perspektiven. Anfangs ist dieses Vorgehen sehr spannend, da man nicht genau erkennen kann, in welcher Beziehung die Personen zueinander stehen. Später ufert besonders der Erzählstrang, der Anfang des 20. Jahrhunderts angesiedelt ist, viel zu sehr aus. Die Cliffhanger am Ende der einzelnen Teile sind allzu offensichtlich. Sie wirken platt und sensationsheischend wie die Überschriften eines Boulevardblatts. Man fragt sich, ob es wirklich nötig ist, den Leser durch allzu vorhersehbare Cliffhanger zum Weiterlesen bewegen zu wollen. Stimmt der Plot und seine Ausführung sollten solche Tricks entbehrlich sein. Abgesehen davon, dass sich die Auflösung von Urgroßmutter Carolines und Henrys Schicksal irgendwann erahnen lässt, wird sie schlussendlich recht abrupt abgehandelt. Besonders das Geschehen um Ericas Cousin bestätigt am Ende abermals die These „Viel Lärm um Nichts“. Was Caroline betrifft, so hat der Leser einen Wissensvorsprung gegenüber Erica. Demzufolge ist es unglaubwürdig, dass sie die richtigen Schlüsse zieht obwohl ihr entscheidende Informationen fehlen. Es ist schwierig, eine Beziehung zu den Protagonisten Erica und ihrer Urgroßmutter Caroline aufzubauen. Sie haben keine einnehmenden Wesenszüge. Ihre Psyche und Beweggründe werden zwar ebenso wie die Ereignisse, die sie beeinflussen, genauestens beleuchtet, doch dies trägt nicht dazu bei, sie wirklich zu mögen. Man gewinnt eher den Eindruck, dass sie für ihre Umwelt recht anstrengend sein müssen. So ist es kaum nachvollziehbar, dass Carolines Ehemann sie so abgöttisch liebte. Sie bleibt eine überspannte, verwöhnte Frau. Im Laufe der Geschichte möchte man sie manchmal an den Schultern packen und zur Besinnung rufen. Ericas und Beths Geschichte soll in unserer Zeit spielen, doch der Ton wirkt nicht passend. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass dieser Erzählstrang und auch der Zeitraum auf den Erica zurückblickt, in einer viel früheren Epoche spielen. Hinzutritt, dass der Schreibstil doch sehr schwülstig ist. Mitunter kann man nur mit den Augen rollen, was für Formulierungen auftauchen. Daher war es recht erfrischend, dass Ericas Liebesleben nicht ausgiebiger behandelt wurde und auch das typische Happy End fehlte. Ansonsten wäre die Gefahr groß gewesen zu stark ins Kitschige abzudriften. Insgesamt stellt der Roman Das geheime Vermächtnis eher eine psychologische Studie über Frauen verschiedener Generationen als eine spannende Familiengeschichte dar. Der Schreibstil lässt sich trotz seiner Mängel gut lesen und der Plot schwebt lange genug im Ungewissen, um spannend zu bleiben. Das geheime Vermächtnis ist ein gelungener Schmöker für entspannte Lesestunden. Es lassen sich Parallelen zu den Werken Kate Mortons ziehen, die das Genre aber weitaus virtuoser umzusetzen weiß.

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  • Grandiose Familiensaga

    Das geheime Vermächtnis
    TraumTante

    TraumTante

    16. March 2014 um 13:31

    Erica und Beth leben nach dem Tod ihrer Großmutter auf dem herrschaftlichen Anwesen Storton Manor. Jahre liegen zurück, das sie den altem Landsitzt besucht haben. Zu schmerzhaft ist die Erinnerung an ihre Kindheit,als ihr Cousin Henry spurlos verschwand. Erica findet Briefe ihrer Großmutter. Sie will endlich herrausfinden was wirklich damals passiert ist. Dunkle Familiengheimnisse werdeb offenbar. Ein tolles Buch über Familie, Geheimnisse, Intrigen, einem alten Landsitzt. Das Buch spiel abwechselnd in unterschiedlichen Zeiten, was das Lesen noch interessanter macht. Ein schöner Schmöcker für schöne gemütliche Abende.

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