Als eine Person, die den ersten Band der Zwillingskrone-Reihe ganz gut fand, hatte ich hohe Erwartungen an die Fortsetzung. Leider konnte "Hexenkrone" diese nur teilweise erfüllen. Was bleibt, ist ein zwiespältiger Eindruck.
Positiv hervorzuheben ist definitiv das atmosphärische Worldbuilding. Die magische Welt von Eana wird um spannende neue Facetten erweitert, besonders durch die Einführung des geheimnisvollen Wüstenkönigreichs. Die politischen Intrigen und die komplexen magischen Systeme sind nach wie vor fesselnd und durchdacht gestaltet.
Allerdings zeigen sich deutliche Schwächen bei der Charakterentwicklung. Während Rose und Wren im ersten Band noch zu den Stärken der Geschichte gehörten, wirken ihre Entscheidungen und Handlungen nun oft oberflächlich und wenig nachvollziehbar. Die emotionale Tiefe, die ihre Geschichten zuvor so besonders machte, geht leider verloren.
Dies führt dazu, dass sich einige Passagen zäh lesen und die Spannung, die den ersten Band auszeichnete, nicht durchgehend aufrechterhalten wird. Besonders in den Momenten, in denen die charakterliche Entwicklung im Vordergrund steht, verliert die Geschichte an Fahrt.
Mit drei von fünf Sternen spiegelt meine Bewertung diese gemischten Gefühle wider. Das Buch ist keineswegs schlecht, kann aber nicht an die Qualität seines Vorgängers anknüpfen. Ob ich die Reihe fortsetzen werde, lasse ich zum jetzigen Zeitpunkt noch offen.











