Wing Jones

von Katherine Webber 
3,5 Sterne bei2 Bewertungen
Wing Jones
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Ein unglaublich wichtiges Buch voller Diversität und einer gewaltigen Themenvielfalt.

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Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9781406369090
Sprache:Englisch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:Walker Books
Erscheinungsdatum:05.01.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Isabella_s avatar
    Isabella_vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein unglaublich wichtiges Buch voller Diversität und einer gewaltigen Themenvielfalt.
    Ein tolles Debüt!

    Können wir zuallererst bitte darüber reden, was für ein absoluter Hingucker das Buch ist? Dieser Farbverlauf ist ein Traum! Ich bin immer noch ganz verliebt, hach. (Aber allein schon die Schrift auf dem Cover als Schnürsenkel ist super cool!)
    Primär soll es aber um den Inhalt des Buches gehen. ;) Wie oben schon angedeutet, ist Diversität in  Wing Jones unglaublich präsent - eigentlich ist es seit  Crooked Kingdom das erste "ordentlich" diverse Buch, das ich gelesen habe. Wing hat ghanaische und chinesische Wurzeln, aber auch Marcus' bester Freund Aaron ist schwarz; es ist die Rede von einer jüdischen Kindheitsfreundin Wings, und im Laufe des Buches lernen wir auch ein lesbisches Paar kennen. Gleichzeitig hat Webber die 1990er als Schauplatz gewählt: Wings (schwarzer) Vater fiel Rassismus zum Opfer, auch in der Schule kriegt Wing immer wieder blöde Kommentare zu hören, wegen ihres Aussehens, wegen ihres Gewichts... Webber porträtiert eine traurige Realität (die auch heute noch präsent ist) - und sie macht es verdammt gut.
    Wing selbst ist mit fünfzehn Jahren eine noch relativ junge Protagonistin. Umso schockierender ist es, zu lesen, was sie bereits alles erleben musste - und jetzt in diesem Moment erlebt. Sie versucht immer, sich klein zu machen, kann aber dem großen Drama doch nicht ergehen, als ihre Familie von einem Schicksalsschlag getroffen wird. Mit einem Mal wächst die Vielfalt an Themen im Buch noch weiter: Familie, Schuld, Moral, Liebe, Freundschaft, Laufen - all das und noch so viel mehr wird thematisiert. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, und das ist etwas, was mir an dem Buch sehr gefiel. 
    Leider wird im offiziellen Klappentext der Fokus auf Wings' Laufen gelegt, was meine persönliche Leseerfahrung etwas trübte. Ich erwartete einfach mehr, was ich letztendlich erhielt, traf schlichtweg nicht darauf zu. Es dauert einen gesunden Teil des Buches, bis Wing das Laufen für sich entdeckt, und auch dann ist es nur kurze Zeit sehr positiv dargestellt. Irgendwann wird es mehr zum Mittel, um ein bestimmtes Ziel (das ich nicht spoilern möchte) zu erreichen - und das ist sehr schade; fast so erschreckend wird es, als Wings' Training krankhafte Ausmaße annimmt. Ich vermisste die euphorische Darstellung, die Wing am Anfang verspürte.
    Grundsätzlich gab es ein paar Aspekte im Buch, die mich gestört haben. Zum Beispiel Wings Löwin und ihr Drachen - ja, ihr habt richtig gehört. Bereits im ersten Kapitel werden zwei imaginäre Wesen eingeführt, die Wing immer wieder in ihrem Leben begleiten, die sie hinaus in die Nacht locken und seltsame Dinge tun lassen. "Seltsam" ist für mich wirklich das passende Wort hier - ich habe bis zum Ende nicht verstanden, was das sollte, fand es schlichtweg schräg.
    Auch die Liebesgeschichte im Buch konnte mich nicht überzeugen. Die Beschreibungen sind einfach viel zu schwülstig gewesen, gerade für eine Fünfzehnjährige - seitenlang ging es darum, wie schnell ihr Herz schlug, dass sie an nichts anderes außer an ihn denken konnte und so weiter und so fort. Themenvielfalt okay - aber das war für mich einfach too much. Letztendlich war das so überwältigend, dass die vom Unfall betroffene Person, die Wings Entwicklung überhaupt erst ausgelöst hat, komplett in den Hintergrund rückte und ich nur noch genervt war.
    Mein letzter Kritikpunkt ist das Ende - nach Längen innerhalb des Buches hatte ich als Leser das Gefühl, abrupt abgespeist zu werden. Viel zu viele Fragen waren für mich noch offen, und ich war einfach unbefriedigt.
    Ich hatte allerdings wirklich zahlreiche gute Momente mit  Wing Jones - wie bereits erwähnt, die Diversität ist ein großer Pluspunkt, und auch der Schreibstil transportierte die Geschichte sehr gut. Besonders mochte ich, dass die Familie nicht außen vor gelassen wurde, sondern wirklich in die Geschichte integriert war, und dass auch das Thema Freundschaft im Laufe des Buches immer wichtiger wurde.
    Was ich bisher so von  Wing Jones mitgekriegt habe, war durchweg positiv - meine Meinung fällt also etwas aus dem Raster. Vielleicht kann es euch ja mehr überzeugen als mich; es ist auf jeden Fall ein Buch, das sehr, sehr viele wichtige Dinge anspricht.

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    teetaesschens avatar
    teetaesschenvor einem Jahr

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