Kathleen O'Neal Gear

 3,8 Sterne bei 301 Bewertungen
Autor von Der Schatten Gottes, Lucifers Erbe und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Kathleen O'Neal Gear

Cover des Buches Der Schatten Gottes (ISBN: 9783404772742)

Der Schatten Gottes

 (62)
Erschienen am 15.07.2008
Cover des Buches Lucifers Erbe (ISBN: 9783404267415)

Lucifers Erbe

 (57)
Erschienen am 11.09.2007
Cover des Buches Das Ende aller Tage (ISBN: 9783732581924)

Das Ende aller Tage

 (28)
Erschienen am 30.09.2019
Cover des Buches Im Zeichen des Wolfes (ISBN: 9783453138117)

Im Zeichen des Wolfes

 (24)
Erschienen am 01.04.1999
Cover des Buches Das Volk des Feuers (ISBN: 9783453096370)

Das Volk des Feuers

 (17)
Erschienen am 01.10.1996
Cover des Buches Das letzte Gebet (ISBN: 9783404157488)

Das letzte Gebet

 (13)
Erschienen am 11.09.2007
Cover des Buches Das Volk der Erde (ISBN: 9783453096387)

Das Volk der Erde

 (10)
Erschienen am 01.10.1996

Neue Rezensionen zu Kathleen O'Neal Gear

Cover des Buches Wie ein Sandkorn im Wind (ISBN: 9783404135219)S

Rezension zu "Wie ein Sandkorn im Wind" von Kathleen O'Neal Gear

Wenn eine weiße Frau einen indianischen Traum träumt
SiColliervor einem Jahr

Das ganze Leben war anscheinend nicht mehr, als dem Tod in die Augen zu schauen. (Seite 154)


Zum Inhalt (eigene Angabe)

Colleen Merrill ist in einer unglücklichen Ehe mit einem brutalen Mann gefangen, beide sind 1865 mit einem Treck auf dem Weg in den Westen. Im Traum sieht sie immer wieder und zusehends realer einen Cheyenne Krieger. Dieser hat ebenfalls Visionen von ihr und weiß, daß er sie treffen muß.
Im Verlauf der Reise wird sie näher mit Matthew Douglas bekannt, der sie vor den Angriffen ihres Mannes rettet. Als Halbcheyenne vermag er ihr auch bei der Deutung der seltsamen Träume zu helfen. Aber nichts und niemand kann das unvermeidliche Schicksal aufhalten.

 

Meine Meinung

Auf dem Cover findet sich ein Hinweis auf „Der mit dem Wolf tanzt“, was vermutlich dem Erscheinungsjahr 1994 und damit der zeitlichen Nähe dazu geschuldet ist, denn dieses Buch ist in jeder Hinsicht anders.

Das fängt schon beim Erzählstil an; Blake schrieb in meist kürzeren Sätzen sehr handlungsbezogen, während hier ausführlicher erzählt wird, kurze sich mit langen Sätzen abwechseln und Beschreibungen der realen wie der Geisterwelt vorkommen. Es ist beim Lesen daher von Vorteil, wenn man sich mit der indianischen Denkweise und Spiritualität etwas auskennt oder sich vorher in Grundzügen damit vertraut macht. Denn sonst könnte man auf den Gedanken kommen, das Buch enthielte Fantasyelemente - dem unbedarften Leser mag es so erscheinen, auch wenn es von der Autorin gewißlich nicht so gemeint ist.

Im Nachwort gibt die Autorin eine Einordnung der im Buch beschriebenen Geschehnisse. Zwar sind die Hauptfiguren Colleen Merrill, Wounded Bear und Matthew Douglas fiktiv, doch die Expedition und den Treck des Buches gaben es wirklich, desgleichen die Anführer Sawyer (zivil) und Williford (militärisch) sowie deren ständige Konflikte und Reibereien. Auch wenn es Colleen nicht gab: hätte es sie gegeben, die Treckmitglieder hätten vermutlich genau so reagiert, wie im Roman beschrieben - nicht unbedingt ein Ruhmesblatt. Die Straße, die im Verlauf der Expedition gebaut werden sollte, wurde später nie mehr benutzt, zumindest das hatten Cheyenne und Sioux, durch deren letzte Jagdgründe die Route führte, erreicht.

Träume, Visionen, Tiere, die Botschaften übermitteln - das gehörte für die Indianer zu ihrer Religion und Vorstellungswelt, war realer Bestandteil ihres Daseins; so findet man es in vielen Büchern (nicht nur Romanen). Ungewohnt, daß hier ein Weiße in diese Vorstellungswelt mit einbezogen wird. Sie selbst wie auch der Leser fragen sich nach dem Grund, und beide müssen sich bis ans Ende des Buches gedulden, wenn die Autorin im obligatorischen Showdown die bis dahin aufgelaufenen Rätsel entwirrt und die offenen Fragen so weit beantwortet, daß ein „weißer“ Verstand beruhigt wird, während ein letztes „Rotes“ von mystischem Nebel umwoben bleibt.

Nach und nach werden Zusammenhänge offenbar, die erst gegen Ende ein vollständiges Bild ergeben und deutlich wird, wie geschickt die Autorin die verschiedenen Handlungsläufe miteinander verwoben hat, so daß ein sinnvoller und folgerichtiger Ablauf entstanden ist.

Der Roman war von Anfang an ganz anders, als ich ihn erwartet hatte; dadurch brauchte ich eine Weile, bis ich mit ihm „warm“ geworden war. Jedoch entwickelte er auch zu der Zeit, in der ich mich noch etwas schwer tat, einen Lesesog, daß ich unbedingt dauernd weiter lesen und wissen wollte, was als nächstes geschieht. Nachdem ich mich jedoch auf das Buch eingelassen hatte, war alles „fremdeln“ vorbei, und ich konnte das Buch genießen, bis hin zum Ende, das ich zwei Mal las, weil ich das Gefühl hatte, etwas überlesen zu haben. 

Wenn schließlich der letzte Schuß gefallen und die Geschichte auserzählt ist, wird man das Buch vielleicht zufrieden, aber möglicherweise in leicht melancholischer Stimmung zuklappen. Denn wie im richtigen Leben mag ein Kapitel zu Ende sein, aber ein neues, von dem man nicht weiß, was es bringen wird, ist aufgeschlagen. Aber dies ist nicht mehr Teil dieser Geschichte und bleibt vorerst in den Nebeln einer unbekannten Zukunft verborgen.

 

Mein Fazit

Um ein historisches Ereignis hat die Autorin eine spannende Geschichte gewoben, die geschickt die „weiße“ mit der „roten“ Welt in Beziehung setzt und Lösbarkeit wie Unlösbarkeit so manchen Konflikts aufzeigt.

 

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Cover des Buches Lucifers Erbe (ISBN: 9783404154586)L

Rezension zu "Lucifers Erbe" von Kathleen O'Neal Gear

Lucifers Erbe
Lennyvor 3 Jahren

Ich war am Anfang total mitgerissen und habe mir große Sorgen um den liebenswerten schlauen Affen gemacht. Auch das Thema Genforschung finde ich spannend. Doch dann hatte ich das Gefühl ständig Wiederholungen zu lesen. Durch die Gespräche, die oft sehr ähnlich abliefen wurde immer wieder die Spannung rausgenommen. Für mich leider keine Leseempfehlung, wurde nach 100 Seiten lahm und hab mich noch durch die weiteren Seiten gelesen, ohne mich gut unterhalten zu fühlen. SCHADE, nicht meins.....

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Cover des Buches Im Zeichen des Wolfes (ISBN: 9783453064379)J

Rezension zu "Im Zeichen des Wolfes" von W. Michael Gear

Schöne aber teilweise langatmigeEiszeitgeschichte
jala68vor 5 Jahren

Es ist Winter am Ende der Eiszeit in Nordamerika.
Das Volk ist grundsätzlich sehr friedlich und weicht eher aus als zu kämpfen. Dadurch wird es von seinen Feinden immer weiter aus seinen fruchtbaren Jagdgründen vertrieben.
Sie sind kurz vor dem verhungern, als 'Der im Licht läuft' einen Traum hat indem der, kurz zuvor von ihm getötete, Wolf ihm einen Durchgang durchs große Eis zeigt. Zu Anfang glauben nur wenige aus dem Volk an den Wolfstraum und an 'Der im Licht läuft', der ab sofort 'Wolfsträumer' genannt wird.
'Wolfsträumer' und sein Zwillingsbruder 'Rabenjäger' sind wie die zwei Seiten einer Medaille. 'Wolfsträumer' ist friedlich, nachdenklich und oft viel zu zögerlich. 'Rabenjäger' dagegen ist aggressiv, impulsiv und handelt meist ohne wirklich nachzudenken.
Das Volk spaltet sich. Die eine Hälfte folgt 'Wolfsträumer' und versucht den Weg auf die andere Seite des großen Eises zu finden. Die andere Hälfte setzt sich, unter 'Rabenjägers' Führung, endlich gegen die Feinde zur Wehr und gerät in einen regelrechten Blutrausch….
Alle Ereignisse werden aus den jeweiligen Perspektiven der handelnden Personen erzählt. Auch die junge 'tanzende Füchsin', die alte 'Reiher' oder 'Eisfeuer' der Häuptling der Anderen, kommen ausführlich zu Wort.  Jeder hat einleuchtende Begründungen für sein Handeln.  Den auch der Feind handelt um das Überleben seiner Clans zu sichern.

Mir hat die Geschichte grundsätzlich sehr gut gefallen. Die beiden Autoren sind Ethno- und Archäologen und das merkt man durchgehend in Buch. Alle Ereignisse sind sehr gut recherchiert. Dadurch wird es aber auch sehr langatmig. Leider hatte ich zeitweise das Gefühl, dass die Geschichte nicht richtig vorwärts kommt, sich teilweise im Kreis dreht und die Handlung sich ständig wiederholt.

Das Buch hat etwas über 600 Seiten und für mein Gefühl hätten es 450 bis 500 Seiten auch getan.
Deshalb gebe ich dem Buch leider nur 3 von 5 Sternen.

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