Kathleen Weise Im Land des Voodoo-Mondes

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Inhaltsangabe zu „Im Land des Voodoo-Mondes“ von Kathleen Weise

Ein Buch was auch nach mehrfachen Lesen mich immer noch begeistert.

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  • Eine Geschichte in einer exotischen Welt

    Im Land des Voodoo-Mondes
    hel123

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    29. January 2015 um 17:13

    Im Land des Voodoo-Mondes ist ein historischer Jugendroman von Kathleen Weise der 2011 im Planet Girl Verlag erschienen ist. Saint Domingue 1789. Französische Plantagenbesitzer beherrschen die traumhafte Insel mitten in der Karibik und verdienen mit dem Anbau von Zuckerrohr ein Vermögen. Ein Vermögen, das sich auf dem Schweiß und der Arbeitskraft von Sklaven begründet. Die Sklaven rebellieren gegen ihre Unterdrückung. Die weißen Aristokraten greifen mit harter Hand durch und schüren den Hass zwischen den Fronten noch mehr. In dieser Stimmung erreichet die Französin Éloise de Bouillé und ihr Vater, der Marquis de Bouillé, die Karibikinsel. Nach dem Tod seiner Frau will der Marquis ein neues Leben auf der Plantage seines Bruders beginnen und nimmt seine junge Tochter mit. Doch das Leben auf der Insel ist so ganz anders. Die Hitze ist nahezu unerträglich. Die Wildnis erstreckt sich überall. Das Leben in der Kolonie unterscheidet sich stark von dem Leben, das Éloise aus Frankreich kannte, und die Karibikinsel birgt neben der wundervollen Flora und Fauna auch etliche Gefahren, sowohl von den aufständischen Sklaven als auch von den Geistern der Insel, den Loa. Éloise wird Nacht für Nacht von merkwürdigen Alpträumen geplagt, mehr als einmal schwebt sie in Lebensgefahr und auch ihrem Vater geht es immer schlechter. Éloise muss sich schließlich eingestehen, dass es in dem verfluchten Paradies nicht mit rechten Dingen zugeht und lässt sich von dem gut aussehenden Gabriel, dem unehelichen Sohn eines benachbarten Plantagenbesitzers mit einer seiner Sklavinnen, zu einer Voodoo-Priesterin führen … Das Buch ist leicht verständlich und ganz gut beschrieben, so das ich mir das meiste einfach Vorstellen konnte. Die Geschichte beginnt mit einer Art Einführung in die Momentanen Geschehnisse vom Jahr 1697 bis zum Jahr 1789, wo die Autorin schreibt: "[...] im Frühjahr 1789 gleicht Saint-Domingue einem Pulverfass, das jeden Moment zu explodieren droht."                              Es wird kurz erklärt wie es dazu kommen konnte, wodurch der Einstieg ins Buch einfacher und später auch den Verlauf der Geschichte besser nachvollziehbar wird.                                                                                                   Sehr kompliziert und schwer zu merken sind die bestimmte Namen zu Dingen der Voodoo Kultur und man fragt sich oft was nochmal ein Asson war. Doch solche Fragen können schnell behoben werden, da Weise am Ende des Buches ein Sachregister verfasst hat, in dem ich erfahre das ein Asson eine Rassel ist die einen Voodoo-Priester oder Priesterin kennzeichnet. Das Buch ist eins meiner Lieblings Bücher und ich würde eine Kauf empfehlen, es ist zwar kein spannungsgeladenes Buch, aber es fesselt einen durch den interessanten Einblick in die Macht des Voodoos sowie das Leben auf Saint-Domingue um 1789. Das Buch ist nicht nur für Jugendliche sondern auf für Erwachsene geeignet, wie auch für Männer und Frauen da hier die mit keiner verbotenen, großen Liebesgeschichte zu rechnen ist.

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  • Rezension zu "Im Land des Voodoo-Mondes" von Kathleen Weise

    Im Land des Voodoo-Mondes
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. October 2011 um 22:39

    Nach dem Tod ihrer Mutter möchte sich Éloises Vater von ihrer Heimat distanzieren. Zusammen mit ihrem Diener Tanguy erreichen Éloise und ihr Vater die Zuckerrohrplantage ihres Onkels auf der Karibikinsel Saint-Dominigue. Noch weiß Éloise nicht, was sie dort erwartet. Neben warmen Sommernächten voller Blütenduft legt sich ein Schatten über Éloises Leben. Nachts findet sie keine Ruhe mehr und wird von wirren Träumen geplagt. Außerdem gerät sie immer wieder in gefährliche Situationen, die sie beinahe das Leben kosten. Auch die Stimmung ihrer Vater schlägt um. Er wird noch schweigsamer als zuvor und lässt sich kaum noch blicken. Außerdem scheint im das heiße Klima nicht gut zu bekommen. Er wird immer blasser und kranker. Zudem kann sich Éloise dem unerträglichen Leid der Sklaven, die immer und immer wieder für Nichtigkeiten bestraft werden, nicht entziehen. Nachts beschwören die Sklaven mit unheimlichem Trommeln die Geister und Éloise ahnt, dass es mit diesem Trommeln nichts Gutes auf sich haben kann. Als sie sich dann auch noch in Gabriel, den Sohn einer Schwarzen und eins weißen Plantagenbesitzers verliebt, gerät sie mitten in Rassenkonflikte. Die unheimlichen Träume werden immer schlimmer und die gefährlichen Vorkommnisse häufen sich. Zusammen mit ihrer Zofe Nadine und Gabriel sucht Éloise nach Antworten. * Ich möchte gleich vorweg sagen, dass mir der Roman nicht besonders zugesagt hat. Die Idee der Geschichte hat mich wahnsinnig fasziniert. Die Mischung aus Sklaverei, Liebe und Voodoo empfand ich als äußerst reizvoll, deshalb habe ich hohe Erwartungen an diesen Roman gehabt. Diese wurden leider überhaupt nicht erfüllt. * Zum Schreibstil möchte ich sagen, dass er einfach und daher sehr leicht zu lesen ist. Außerdem hat es mir gefallen, dass immer mal wieder französische Satzfragmente gefallen sind, die den Roman authentischer gestalltet haben. Schließlich ist Französisch Éloises Muttersprache und es wäre doch seltsam, wenn nicht wenigstens ab und zu ein französisches Wort fallen würde. Alle, die nie Französisch gelernt haben kann ich beruhigen, denn wann immer etwas Französisches gesagt wird, wird es auch gleich übersetzte! Am Schreibstil kann mal also nun wirklich nicht meckern! * Es liegt viel mehr an der Umsetzung des Idee des Romans, dass er meine Erwartungen nicht erfüllen konnte! Zum einen sind da die Charaktere. Éloise machte eine unglaubliche Wandlung durch. An und für sich hat mir das sehr gut gefallen, da sie sich von dem ängstlichen, arroganten und naiven Mädchen in eine mehr oder weniger reife, ihre Taten und Worte wählenden, Frau entwickelte. Dennoch konnte ich mit ihr nicht warm werden. Von Anfang an war sie mit ziemlich unsympathisch. Ich kann nicht mal wirklich sagen wieso, vielleicht lag es an der Tatsache, dass sie mir so oberflächlich erschien, vielleicht aber auch daran, dass man nie wirklich einen tieferen Einblick in ihre Gefühle bekommen hat. Klar hat man ihre Gedanken erfahren, allerdings waren diese nicht besonders tiefgründig. Ich hätte gerne mit über sie erfahren. Über ihre Beziehung zum Vater und zu der verstorbenen Mutter, über ihre Leben in Frankreich, über ihre Zukunftspläne.... Die anderen Charaktere waren auch ziemlich seicht. In keinen hat man einen wirklich tiefen Einblick in seine Vergangenheit erhalten. Keinen konnte man richtig fassen oder Sympathie zu ihm aufbauen, was ich wirklich sehr schade fand. Am besten hat mir da noch Tanguy gefallen. Von allen schien er der einzige zu sein, der wenigstens überhaupt einen eigenen Charakter hat, der ihn einzigartig werden lässt. * Dann war da noch die Liebesgeschichte zwischen Gabriel und Éloise. Die kam mir definitiv zu kurz! Eigentlich bin ich kein besonderer Fan von Schnulzen, aber wenn in der Inhaltsangabe schon eine Liebe angepriesen wird, dann sollte man von der schon auch was mitbekommen! Gegen Ende des Buches haben die romantischen Passagen ein wenig zugenommen. Letztendlich gab es aber nur eine wirklich richtig schöne Passage, die zeigte, was bei für einander empfanden. Éloises Liebe schien sich nur auf dem Äußeren Gabriels zu begründen. Mir erschien das alles viel zu oberflächlich. Bei einer Liebesgeschichte möchte ich gerne wissen, was die einzelnen Personen dazu bewegt hat, sich zu verlieben, was sie am anderen so anziehen finden. Da möchte ich nicht die ganze Zeit nur hören, dass er ja so schöne blaue Augen hat. Seine Gefühle für sie waren im ganzen Roman eher undurchsichtig. Sehr schade, da gerade diese "verbotene Liebe" dem Roman eine weitere düster Note verliehen hätte und ihn zudem viel schöner und anschaulicher gestaltet hätte. Die Romantik hat mir hier einfach gefehlt! * Jetzt kann man natürlich denken, dass die Autorin dafür ihren Fokus auf die Sache mit dem Voodoo gelegt hat.Nun ja, vielleicht hat sie das tatsächlich versucht, aber wirklich gelungen fand ich auch das nicht. Wer sich, wie ich, einen tiefen Einblick in die Voodookultur gewünscht hat, wird enttäuscht werden. Auch hier wird das Thema nur oberflächlich behandelt und man erfährt nichts wirklich Neues. Diesen Aspekt fand ich persönlich am enttäuschendsten. * Das Ende war dann natürlich viel zu gekünstelt. Für Éloise hat sich alles gefügt und zum Guten gewendet. Das geht soweit, dass es einfach nicht wer realistisch ist. Es gibt ein typisches "Happy End", das einfach zu harmonisch und perfekt ist, als dass man es gut finden könnte. * Alles in Allem finde ich den Roman leider nicht lesenswert. Ich hatte mir schon gedacht, dass es eher Unterhaltunsliteratur sein wird, schließlich ist es ein Jugendbuch, dennoch habe ich mir einen intensiveren Blick in die Voodookultur gewünscht. Zudem wurde ich nicht mal wirklich gut unterhalten! Auch die Liebesgeschichte hatte ich mich wirklich gefreut, aber leider kam sie eben einfach viel zu kurz. * Für diesen Roman vergebe ich 2 Sterne, da der Schreibstil der Autorin eben wirklich gut war und die Geschichte an sich gute Ansätze hatte. Leider haperte es in der Umsetzung...

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