Kathleen Winter

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Alle Bücher von Kathleen Winter

Kathleen WinterEisgesang
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Eisgesang
Eisgesang
 (6)
Erschienen am 14.11.2016
Kathleen WinterAufklärungspflichten beim Aufhebungsvertrag
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Aufklärungspflichten beim Aufhebungsvertrag
Kathleen WinterAnnabel
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Annabel
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Erschienen am 01.07.2010
Kathleen WinterThe Freedom in American Songs: Stories
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The Freedom in American Songs: Stories
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Erschienen am 21.10.2014
Kathleen WinterBoundless: Tracing Land and Dream in a New Northwest Passage
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Boundless: Tracing Land and Dream in a New Northwest Passage

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Rezension zu "Eisgesang" von Kathleen Winter

Selbstfindung in urtümlicher, rauer Natur
michael_lehmann-papevor 2 Jahren

Selbstfindung in urtümlicher, rauer Natur


Durch das Polareis auf der „Nordwestpassage“ führt Kathleen Winter ihre Reise. Von Kanada nach Grönland. Auch heutzutage immer noch kein Zuckerschlecken, ein Eisbrecher sollte, muss es schon sein, dem man sich für diese Passage anvertraut.

Die Autorin Kathleen Winter bekam diese Chance durch eine Einladung geboten und besann sich nicht lange, bevor sie zusagte. Was für den Leser ein Glück ist, denn Winter versteht es zum einen sprachlich, den Leser zu fesseln und mit ihrem großen, differenzierten Sprachschatz viele Details der rauen Natur, des Eises, der unwegsamen Landmassen, der Begegnungen auf See vielfache Atmosphäre und Farben zu verleihen.

Wie sie andererseits auch die „Innenseite“ dieser Reise hervorragend in Worte zu fassen versteht. Denn nicht nur, dass diese urwüchsige Natur, die Vielfalt der Einöde, auf jeden Menschen Wirkung ausübt, gerade Kathleen Winter vollzog die Reise in einer Phase der inneren Suche und Findung und vermag so, die Korrespondenz zwischen äußerem Erleben und innerer Bewegung sehr griffig und emotional dicht zu schildern.

„Höhlen, Säulen, monumental und blau erleuchtet, mit einer Dunkelheit in den tiefen Spalten – so rätselhaft und imposant, dass ich stundenlang sprachlos blieb“.
Was hilft, denn nur, wer nicht redet, ist überhaupt in der Lage, nach innen zu hören. Was Winter unprätentiös und ebenfalls nicht zu ausufernd, sondern genau in der richtigen Art und Weise im Buch vollzieht. Ohne den Blick von den äußeren Erlebnissen zu wenden samt dem Unglück, dass die Reisegruppe ebenfalls zu bestehen haben wird.

„Am nächsten Tag versuchte der Kapitän noch einmal, das Schiff vom Felsen weg zu drücken“.

Aufgelaufen. Mitten in unwirtlicher Umgebung. Zum Stillstand gekommen, ohne das gewollt zu haben Wieder aber auch eine Chance, nach vielen Begegnungen mit Einheimischen in den paar kleinen Ortschaften entlang der Route, noch einmal innezuhalten und, kurz or Ende der Reise, sich und die Erlebnisse zu sammeln.

„Meine Zeit im Norden hat mir einen neuen Sinn geschenkt, einen Sinn wie das Sehen und Tasten…nur war das wahrnehmende Organ mein ganzes Ich, ein Ich, dass sich nun nicht mehr vom Land getrennt fühlt.

Ein sensibles Buch mit sehr persönlichen Momenten, das aber dennoch und zudem auch wie ein Art „Reiseführer“ von der Geschichte der Nordwestpassage erzählt und ebenso viel von der Gegenwart der Flora und Fauna und des menschlichen Lebens dort zu berichten weiß. In einer wunderbar zu lesenden, sehr geraden und präzisen Sprache.

Eine berührend zu lesende innere und äußere Reise.

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YukBooks avatar

Rezension zu "Eisgesang" von Kathleen Winter

Eisiges Naturschauspiel
YukBookvor 2 Jahren

„Ich habe gelernt, jederzeit eine Einladung annehmen zu können, wenn das für mich heißt, dass ich reisen kann.“ Diese Abenteuerbereitschaft ihrer Freundin gefiel der amerikanischen Schriftstellerin Kathleen Winter, so dass sie ebenfalls für alle Fälle einen kleinen Koffer packte und in ihren Wandschrank verstaute. Damals ahnte sie noch nicht, dass dieser Fall schon in Kürze eintreten sollte: Sie wird eingeladen, auf einem russischen Eisbrecher eine Reise durch die Nordwestpassage zu unternehmen, die sie in diesem Buch schildert. 

Schon der Einstieg der Geschichte ist sehr gelungen: Kathleen, Ende 40, trifft ihre Jugendfreundinnen wieder. Sie liegen auf einem Steg und erinnern sich an die Zeit zurück, als die Zukunft verheißungsvoll und die Welt für sie noch voller Möglichkeiten war. Nun, 30 Jahre später, hat Kathleen eine unglückliche Ehe und ein Familienleben hinter sich, das sie als eher „uninspiriert“ erlebte. Unverändert geblieben ist ihre Sehnsucht nach dem Unvorhergesehenen. Daher zögert sie nicht lange und nimmt das Angebot ihres Berufskollegen, an seiner Stelle zu reisen, an. 

Das Schiff folgt der Route Roald Amundsens bei seiner ersten Überquerung der Nordwestpassage von Kanada nach Grönland mit dem Endziel Kugluktuk. Unter der Crew befinden sich Forscher, Geologen, Touristen und jene, die persönliche Tragödien verarbeiten wollen. Kathleen sucht zunächst eher Abstand von der Gruppe. Statt sich in Lehrvorträgen Fakten und Zahlen über die Fjorde anzuhören, möchte sie die Landschaft und die Begegnung mit den Ureinwohnern  live erleben und auf sich wirken lassen. 

Das Naturerlebnis, das ich mir überwältigend vorstelle, beschreibt Kathleen fesselnd und bildgewaltig. Sie macht das Land im wahrsten Sinne des Wortes lebendig, indem sie es mit einem Reisegefährten vergleicht, der über einen Körper und eine Sprache verfügt. In der sich ständig verändernden Eislandschaft erkennt sie ihre eigene Veränderung während der Reise wieder. Je tiefer sie in die „Existenz einer arktischen Majestät“ eindringt, desto mehr wird ihre bisherige Wahrnehmung und ihr Denken außer Kraft gesetzt. Dazu gehört auch, dass sich ihre ursprüngliche Vorfreude und Neugier zunehmend in das unbehagliche Gefühl verwandeln, unbefugt in ein fremdes Territorium einzudringen. Auch der krasse Gegensatz zwischen dem Komfort auf dem Schiff und der Unerbittlichkeit des Meeres macht ihr bewusst, dass die Geborgenheit reine Illusion ist. Ich kann jedem nur empfehlen, Kathleen Winter auf dieser einzigartigen Reise sowohl in die Arktis als auch in ihre Seelenlandschaft  zu begleiten.

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Blacksallys avatar

Rezension zu "Eisgesang" von Kathleen Winter

Unglaublich schön
Blacksallyvor 2 Jahren

Mich hat das Buch vor allem wegen dem Cover sehr angesprochen, gerade jetzt im Winter ist es genau das richtige und ich wollte schon länger gerne wieder eine wahre Geschichte lesen.
Die Protagonistin des Buches ist die Autorin selbst. Sie kommt als eine aufgeschlossene, etwas verrückte und doch liebenswerte Person rüber, die gerne mal ein Abenteuer erleben möchte. Und genau das tut sie, als sie einem Kollegen die Reise abnimmt, da dieser nicht kann. 
Es ist eine wunderschöne Reise über Grönland und Kanada die wir hier zu lesen bekommen. Das ganze ist so wunderschön und poetisch Beschrieben, das ich völlig in diesem Buch versunken bin. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Die Autorin findet in der Geschichte auch ein wenig zu sich selbst, sie interviewt andere Menschen, die sich ebenfalls auf dem Schiff befinden und so kommen wir als Leser auch in den Genuss noch mehr Informationen oder sogar Erinnerungen von diesen zu erhalten.Für mich war das eine völlig neue Perspektive, die mir sehr gut gefallen hat. Man lernt somit sehr viele Menschen kennen, die an sich zwar keine große Rolle spielen, dem Buch aber das gewisse etwas geben und es mit Leben füllen.
In diesem Buch sieht man wie klein doch die eigenen Probleme sind und wie unbedeutend der ganze Stress ist, den wir uns tagtäglich machen. Auch habe ich mir aus diesem Buch sehr viele Zitate heraus geschrieben, da es viele Sätze gibt, die mich so nicht mehr los gelassen hätten.
Es hat mich fast traurig gemacht, von dieser Abgeschiedenheit und der beruhigenden Atmosphäre des Buches abschied nehmen zu müssen, als die Reise zu Ende ging. Aber ich bin sicher ich habe dieses Buch nicht das letzte mal gelesen und freue mich schon darauf, irgendwann wieder auf dieser tollen und inspirierenden Reise dabei sein zu dürfen.
Die Autorin:Kathleen Winter ist Journalistin, Romanautorin, verfasst Kurzgeschichten und schreibt Drehbücher für das kanadische Fernsehen. Ihr Debütroman »Annabel« war ein Bestseller in Kanada und ein internationaler Erfolg. Er stand auf der Shortlist der wichtigsten kanadischen Literaturpreise (Giller Prize, Governor General's Award, CBC Canada Reads) und war nominiert für den Orange Prize for Fiction. Ihr Memoire »Boundless« war Finalist für den Hilary Weston Writers Trust Prize for Nonefiction und den RBC Taylor Prize. Kathleen Winter hat lange in St John's auf Neufundland gelebt. Heute lebt sie in Montreal.


Mein Fazit:Eine unbeschreiblich schöne Reise auf die der Leser hier mitgenommen wird. Ein Buch das jeder gelesen haben sollte!

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