Kathrin Aehnlich

 4.1 Sterne bei 134 Bewertungen

Lebenslauf von Kathrin Aehnlich

Kathrin Aehnlich wurde 1957 in Leipzig geboren. Nach dem Ingenieursstudium für Bauwesen und dreijähriger Anstellung in einem Baubetrieb, studierte sie am Literaturinstitut in Leipzig. Im Anschluss daran veröffentlichte sie Hörspiele, Erzählungen und ein Kinderbuch. Nach dem Mauerfall begann sie als Journalistin zu arbeiten und verfasste Reportagen und Beiträge für den Rundfunk. 1998 wurde ihr ein Stipendium für hochbegabte Nachwuchsschriftsteller verliehen. Mit „Alle sterben, auch die Löffelstöre“ erschein 2007 ihr erster Roman. Nach einem längeren New York Aufenthalt und dem internationalen Writer Residency-Stipendium legt sie mit „Wenn die Wale an Land gehen“ einen neuen Roman vor.

Neue Bücher

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Neu erschienen am 24.09.2018 als Hardcover bei Edition Zeitblende.

Alle Bücher von Kathrin Aehnlich

Kathrin AehnlichAlle sterben, auch die Löffelstöre
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Alle sterben, auch die Löffelstöre
Alle sterben, auch die Löffelstöre
 (106)
Erschienen am 21.09.2009
Kathrin AehnlichWenn die Wale an Land gehen
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Wenn die Wale an Land gehen
Wenn die Wale an Land gehen
 (21)
Erschienen am 19.06.2015
Kathrin AehnlichWenn ich groß bin, flieg ich zu den Sternen
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Wenn ich groß bin, flieg ich zu den Sternen
Kathrin AehnlichGrenzgänge
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Grenzgänge
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Erschienen am 24.09.2018
Kathrin AehnlichQuasi Amore
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Quasi Amore
Kathrin AehnlichRom - New York - Markkleeberg
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Rom - New York - Markkleeberg
Rom - New York - Markkleeberg
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Erschienen am 28.02.2011
Kathrin AehnlichDas Geheimnis der Weihnachtsstolle
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Das Geheimnis der Weihnachtsstolle
Das Geheimnis der Weihnachtsstolle
 (0)
Erschienen am 01.09.2007

Neue Rezensionen zu Kathrin Aehnlich

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Daphne1962s avatar

Rezension zu "Alle sterben, auch die Löffelstöre" von Kathrin Aehnlich

Ohne Freundschaft ist das Leben nur halb so viel wert
Daphne1962vor einem Jahr


"Wahre Freundschaft ist eine langsam wachsende Pflanze" - George Washington

Es ist manchmal erstaunlich, wann einem Bücher in die Finger geraten, die gerade zu der Stimmung passen, in der man sich befindet. Das Buch endet mit einer Beerdigung.

Genau wie die Protagonistin Skarlet zu einer Beerdigung gehen muss, werde auch ich diese Woche noch einer Trauerfeier beiwohnen. Auch meine Verstorbene verstarb viel zu jung an einer Krebserkrankung.

Skarlet trägt ihren besten Freund Paul zu Grabe. Ihm ist es nicht vergönnt seinen kleinen Sohn aufwachsen zu sehen. Wer jetzt aber denkt, was für eine traurige Geschichte, das will ich nicht lesen, dem kann ich nur empfehlen, es ist nicht so wie man es erwartet.

Kathrin Aehnlich schafft es in ihrem Buch den Leser in eine Kindheitsgeschichte der ehemaligen DDR mitzunehmen. Mit lockerem und auch mit humorvollen Geschichten, die die beiden
seit ihrer Kindheit erlebt haben, macht es dennoch Spaß diese mitzuerleben. Sie beschreibt das Leben, wie so manch ein Kind und späterer Jugendlicher es erlebt hat. Die strenge und verhasste Kindergärtnerin Tante Edeltraut. Das Elternhaus, wo sich jeder etwas anderes gewünscht hätte. Aber ganz wichtig ist die innige Freundschaft, die Skarlet und Paul verband. Obwohl sie unterschiedlicher nicht sein konnten. Ausgerechnet der Hypochonder Paul muss so schwer krank werden. Skarlet weiß nicht, wie sie den Verlust verarbeiten wird.  

Nun wollte er auch noch, das Skarlet eine Grabrede hält. Beim Rückblick wird Skarlet klar, in was für einer Spießbürgerlichen Welt sie aufgewachsen ist und wie sie immer dagegen rebelliert hat. Den knauserigen Vater, der alles protokolliert hat. Sie wollte alles anders machen. Da findet man sich als Leserin wieder. Klasse, wie die Autorin dieses ernste Thema mit Humor erzählt hat. Man bekommt auch mal wieder ein Gefühl dafür, das wir alle einmal diese Welt verlassen müssen. Der eine früher, der andere später.

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KlaraBelliss avatar

Rezension zu "Wenn die Wale an Land gehen" von Kathrin Aehnlich

Spannende Suche nach einer Liebe in der Vergangenheit und Gegenwart
KlaraBellisvor 2 Jahren

Roswitha, 50 Jahre alt und frisch geschieden, reist nach New York, um ihre Jugendliebe zu finden. Dabei begibt sie sich auch auf eine Suche nach ihrer eigenen Vergangenheit und versinkt in Erinnerungen an ihre Studienzeit und ihre ersten Ehejahre in der DDR. 

In manchmal urkomischen und nicht selten auch bedrückenden Bildern erzählt die Autorin vom Alltag in der Arbeiter- und Bauern-Diktatur. Die Lebenswirklichkeit der Menschen zwischen Anpassung bis zur Unsichtbarkeit und dem Zerbrechen an den starren Strukturen wird auf sehr lebendige Weise gezeigt. Und immer wieder taucht die Autorin aus dem Meer der Vergangenheit auf und wirft einen Blick auf das heutige New York und einiger seiner Bewohner, die sich ihren eigenen Mikrokosmos geschaffen haben, ganz ähnlich mancher DDR-Bürger, die sich ihre privaten Nischen einrichteten, um der Langeweile, den Propagandalügen und nicht zuletzt auch der Stasi wenigstens zeitweise aus dem Weg zu gehen.

Wer gern unterhaltsame Gegenwartsliteratur in bildhafter Sprache liest, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Ehemalige DDR-Bewohner erkennen vielleicht das eine oder andere aus ihrer eigenen Vergangenheit wieder. Alle anderen bekommen einen meiner Meinung nach recht realistischen Einblick ins Leben und Arbeiten im real existierenden Sozialismus, verpackt in eine unterhaltsame und bis zum Schluss spannende Geschichte über die Suche nach einer vergangenen Liebe.

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D

Rezension zu "Alle sterben, auch die Löffelstöre" von Kathrin Aehnlich

Ein Buch über den Verlust des besten Freundes. Könnte man meinen.
drfummelvor 3 Jahren

Scarlett verliert ihren Freund aus Kindertagen an Krebs. Im Laufe der Geschichte nähert man sich als Leser dieser Beziehung, dieser tiefen, ganz besonderen Freundschaft. Doch welchen Wert hat das eigene Leben in der Retrospektive? Das Aufwachsen in der DDR schenkt den Protagonisten viele absurd - lustige Momente und der gemeinsame Opportunismus gibt der Jugend einen ganz besonderen Geschmack. Leider nimmt eine solche Jugend auch viele Möglichkeiten. Und wenn das Land der Kindheit mit all seiner Absurdität zerbricht, steht man plötzlich da, in einer Welt voll Massenarbeitslosigkeit und Rückbau. Und die große Freiheit kommt zu spät. Nicht nur für die, die Gestorben sind, bevor alles richtig losging, denn in diesem post-industriellen Ostdeutschland scheint der Blick nach vorn mit Mitte dreißig auch kaum lohnenswert.

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