Kathrin Brückner

 4.9 Sterne bei 25 Bewertungen

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Im Schatten der Gene

Im Schatten der Gene

 (25)
Erschienen am 30.12.2010

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Rezension zu "Im Schatten der Gene" von Kathrin Brückner

Rezension zu "Im Schatten der Gene" von Kathrin Brückner
antongrvor 8 Jahren

Ist nach meiner Recherche bei libreka und amazon das erste Werk der Autoren. Ich habe die Nacht durchgelesen. Normalerweise lebt man so vor sich hin. Nach diesem Roman nicht mehr! Heimlich, still und leise fragt man sich im Verlauf der Handlung, warum und wodurch man auf der Welt ist und diese wahrnimmt. Außerdem kommt Sommerhausen vor, ich wohne in der Gegend. Die Zeit, die man zum Lesen braucht, ist gut angelegt.

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Rezension zu "Im Schatten der Gene" von Kathrin Brückner

Rezension zu "Im Schatten der Gene" von Kathrin Brückner
conniwurmvor 8 Jahren

Bei der Abendeinladung gemeinsamer Freunde treffen Paul, ein ehemaliger Gynäkologe, der sich nach dem plötzlichen Unfalltod seiner Frau vor einigen Jahren fast vollständig aus dem beruflichen und sozialen Leben zurückgezogen hat und seither ganz der Malerei widmet, sowie Jeanne, eine junge, ambitionierte Wissenschaftlerin, die nach erfolgreicher Forschungsarbeit zur Entwicklung einer neuen, gentechnisch optimierten Nutzpflanze in den USA überraschend entlassen wurde und nun nach Deutschland zurückgekehrt ist, aufeinander.
Beim Abschied bietet sich Paul spontan an, die junge Frau nach Hause zu bringen. Mit Entsetzen muss Jeanne feststellen, dass in ihrer Abwesenheit Einbrecher ihr abgelegenes Häuschen heimgesucht und völlig auf den Kopf gestellt haben. Glücklicherweise blieben die Kopien der Speicherkarten, die sie heimlich bei ihrem einstigen Arbeitgeber herausschmuggelt hatte, unentdeckt. Den darauf gespeicherten, beunruhigenden Daten nämlich beabsichtigt sie in ihrer neuen Arbeitsstelle, einem staatlichen Institut, das sich mit der Zulassung genveränderter Pflanzen befasst, auf den Grund zu gehen.
Gleichzeitig findet ein Bauer, der zu Forschungszwecken genmanipulierten Mais anbaut, die Pflanzen verdorrt auf dem feuchten Ackerboden. Zunehmend sterben Nutzpflanzen ohne erkennbare Gründe ab. Das Phänomen breitet sich auf allen Kontinenten aus, immer häufiger, in immer größerem Umfang. Wissenschaftler suchen fieberhaft nach den Ursachen. Die Preise für Lebensmittel beginnen zu steigen und die Versorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln ist zunehmend gefährdet.
Scheinbar unabhängig davon treten gehäuft Komplikationen bei Schwangeren auf. Aufgrund ihrer umfassenden Kenntnisse und Erfahrung wird Jeanne von ihrem neuen Arbeitgeber mit einer eigenen Forschungsgruppe betraut. Diese Aufgabe lenkt sie von ihren privaten Problemen ab: Nur in letzter Sekunde entgeht sie, dank Pauls beherztem Eingreifen, einem schweren Autounfall, als die Bremsen ihres Wagens an einem abschüssigen Berg versagen. Auch einem durch Sabotage verursachten Brand in ihrem Labor, der nahezu die kompletten, viel versprechenden Untersuchungsergebnisse vernichtet, entkommt sie nur knapp.
Bei einem internationalen Kongress in Paris, der zur Klärung des geheimnisvollen Pflanzensterbens stattfindet, begegnet sie unerwartet Paul, dessen Interesse an Jeannes Arbeit geweckt wird.
Jeanne vermutet, dass das Pflanzensterben auf einem plötzlichen Zelltod der Pflanzen basiert. Die reguläre Zellteilung der DNA, Voraussetzung für das Wachstum jeder Zelle, wird in einer ganz speziellen Phase unterbunden. Paul gelingt es erstmals, Verbindungen zwischen dem Pflanzensterben und der zunehmenden Anzahl toter Föten herzustellen. Er lädt Jeanne zu einem romantischen Abendessen ein. Kaum sitzen sie sich bei Kerzenschein im Restaurant gegenüber, durchschlägt eine Handgranate die Glasscheibe und landet neben ihrem Tisch. Geistesgegenwärtig schleudert Jeanne, gerade noch rechtzeitig, die tödliche Waffe durch das geborstene Fenster nach draußen zurück, ehe die Explosion erfolgt.
Auf der Abschlusssitzung des Kongresses überzeugt Jeanne die anwesenden Kollegen von ihrer Theorie. Man fasst den Beschluss, sich gemeinsam mit allen Mitteln auf die Erforschung der mysteriösen Stagnation der Zellteilung in der DNA zu fokussieren.
Am gleichen Abend besucht sie Pauls glanzvolle Vernissage, die ihr einen tiefen Einblick in seine Arbeit vermittelt. Ein panischer Anruf von Jeannes schwangerer Schwester, die aufgrund der rasanten Zunahme der Fehlgeburten um ihr ungeborenes Kind fürchtet, führt dazu, dass Jeanne und Paul noch in der gleichen Nacht zu ihr nach München aufbrechen.
Auf der Fahrt kommen sich die beiden näher.
Die Zeit drängt. Die bisherigen Untersuchungen lassen einen Zusammenhang zwischen der ökologischen Krise und dem Anstieg der Aborte vermuten. Paul entwickelt eine unorthodoxe Ernährungsstrategie zum Schutz der Schwangeren. Sein Ansatz scheint Erfolg versprechend. Die Methode wird allgemein übernommen, die Gefahr für die Schwangeren ist vorerst gebannt.
Paul, der sich intensiv mit den Vorkommnissen befasst, erkennt allerdings, dass die Bedrohung voranschreitet und die gesamte Menschheit, jeden einzelnen, erfassen wird.
Das Institut in dem Jeanne arbeitet, übernimmt aufgrund ihrer Erfolge eine Vorreiterrolle. Paul wird als freier Mitarbeiter gewonnen, der mit seinen ungewöhnlichen Denkansätzen und Lösungsstrategien die etablierten Wissenschaftler unterstützt. Seine Erfahrungen im Bereich der Meditation und Bewusstseinsfindung führen zu überraschenden Erkenntnissen.
Mit Entsetzen stellen Jeanne und ihre Kollegen fest, dass Pauls Prognosen einzutreten beginnen. Auch bei Jeanne zeigen sich erste Symptome. Eine Untersuchung ihrer DNA weist nach, dass sie ernstlich erkrankt ist.
Für langwierige und akribische Versuche bleibt keine Zeit mehr.
Eine Botschaft führt Paul und Jeanne über Hamburg nach Kalifornien zu einem Spezialisten auf dem Gebiet der Genetik. Es gelingt ihnen, eine Nachricht zu entschlüsseln, die zu einer überraschenden und umwälzenden Erkenntnis führt.

Dem geschilderten Handlungsablauf steht auf der emotionalen Ebene die Beziehung zwischen Jeanne und Paul gegenüber. Paul, der sich der Kunst und der Ergründung seines Bewusstseins verschrieben hat, wird von der kompromisslosen, rationalen Jeanne und ihrer Hingabe an ihre Arbeit aus seinem Eremitendasein ins Leben zurückgeholt. Jeanne wiederum erkennt durch die humorvollen, philosophischen Gespräche tiefer liegende Ebenen ihrer Existenz.
So wird die bedrohliche Zuspitzung der Ereignisse durch die Dialoge der Protagonisten ausbalanciert.

Ich habe das Buch zweimal gelesen (sehr untypisch für mich) und viele weiterführende Feinheiten und Anspielungen entdeckt. Wenn man begonnen hat, kommt man nicht mehr los von diesem Roman!

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B

Rezension zu "Im Schatten der Gene" von Kathrin Brückner

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buchli2vor 8 Jahren

Ein ungewöhnlicher Thriller. Die spannende Handlung bringt einen auf tiefgründige Gedanken über das eigene Leben. Ab und zu sind Gedichte eingestreut (aus dem 16.-20. Jahrhundert), die super zum Geschehen passen. Ich liebe Gedichte! Schon allein deswegen sehr zu empfehlen.

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