Alle Zeit

von Kathrin Gerlof 
4,2 Sterne bei22 Bewertungen
Alle Zeit
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hannipalannis avatar

Schönes, unkitschiges Buch über die Frauen einer Familie und ihre Geschichten, das Jungsein und Altwerden, Erinnern und Vergessen. Lesen!

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Inhaltsangabe zu "Alle Zeit"

Eine wichtige Stimme der deutschen Gegenwartsliteratur.

Fünf Frauen, die einander sehr viel näherstehen, als sie glauben: Ein traurigschöner Roman über das Altwerden und Neugeborensein, das Erinnern und Vergessen.

Als Juli und Klara einander im winterlichen Park begegnen, ahnen sie nicht, wie ihrer beider Leben miteinander verwoben sind. Die eine ist blutjung, hochschwanger und mutterseelenallein. Die andere, alt und gebrechlich, verliert mehr und mehr den Bezug zur Welt und weiß: Für’s Erinnern bleibt nicht mehr viel Zeit. Warum nur fühlt Juli sich der alten Frau so nah? Spürt sie, was Klara und das Kind in ihrem Leib verbindet? Eine zu Herzen gehende Geschichte über das Altwerden, das Neugeborensein und eine Liebe am Ende des Lebens.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783746626796
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:Aufbau TB
Erscheinungsdatum:24.01.2011
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.10.2009 bei Jumbo erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Rezension zu "Alle Zeit" von Kathrin Gerlof

    Klappentext:
    „Es kann gut möglich sein, dass Klara lebt. Dann hätte ich wenigstens eine Großmutter.“
    Kathrin Gerlof erzählt die traurig-schöne Geschichte von fünf Frauen, die einander sehr viel näherstehen, als sie glauben: ein berührender Roman über das Altwerden und Neugeborensein, das Erinnern und Vergessen und eine Liebe am Ende des Lebens.

    Meine Meinung:
    Katrin Gerlof hat hier einen recht anspruchsvollen und interessanten Generationsroman geschrieben.
    Sie berichtet über 5 Frauen in 5 Generationen, die sich nur bedingt nahe stehen und voneinander wissen.
    Die Figuren, die hier jeweils eine Rolle spielen, sind sehr klar beschrieben, sodass man diese Personen recht schnell kennenlernen kann.
    Klara lebt in einem Pflegeheim und ist an Alzheimer erkrankt. Sie hat keinen Kontakt mehr zu ihren Familienangehörigen und schwelgt in ihren Erinnerungen an die Zeit im Krieg.
    Henriette und Elisa (Mutter und Tochter) versuchen wieder einander zu finden und alten Familiengeheimnissen auf den Grund zu gehen.
    Julie versucht mit ihrer neugeborenen Tochter, das Leben zu meistern, ist sie doch selbst noch ein Kind, einsam und verlassen und auf Hilfe angewiesen.
    Soviel zur Handlung und den Figuren. Alles Weitere sollte der Leser selbst herausfinden, denn es verstecken sich doch recht viele Überraschungen und Wendungen in diesem Roman.
    Ich hatte sehr große Schwierigkeiten beim Lesen durch den komplizierten Schreibstil. Die Autorin schreibt zum Beispiel, wie Klara denkt. Sie unterbricht Sätze, schreibt sie nicht aus, fängt neue an.
    Sie schreibt sehr klar und verschönt auch gewissen Situationen nicht, sondern beschreibt sie so hart, wie sie sind.
    Dies hindert ungemein am Lesefluss. Es fiel mir oft schwer mich zu konzentrieren und einige Fragen blieben dann doch am Ende, deren Antworten ich entweder überlesen habe, oder aber durch den hektisch wirkenden Schreibstil nicht verstanden hab. Ich hätte dieses Buch aufgrund dessen längst abgebrochen, wenn mich diese Geschichte nicht derart fasziniert und gefesselt hätte. Das gesamte Buch über fragt sich der Leser, ob die Figuren wohl aufeinandertreffen. Er bekommt Einblicke in die Problematik der Alzheimer, dass älter werden, die kleinen Wehwehchen, die das Alter mit sich bringen kann. Doch auch die Liebe kommt bei Kathrin Gerlof nicht zu kurz.
    Man wird hin und hergerissen zwischen Erinnerungen und Gedanken, Vermutungen und Überlegungen.
    Somit verbindet die Autorin gekonnt mehrere Handlungen, die letztendlich alle etwas gemeinsam haben.
    Die Autorin regt den Leser mit ihrer Geschichte zum Nachdenken an, und vielleicht wirkt einiges an dieser Geschichte unglaubwürdig und dennoch bleibt es eine schöne aber auch traurige Geschichte.
    Mit 229 Seiten hatte der Roman für mich eine ausreichende Länge. Schnell lesen konnte ich ihn, aber wie bereits oben erwähnt, durch den Schreibstil nicht.

    Fazit:
    Ein trauriger und interessanter Generationsroman über das älter werden aber auch erwachsen werden. Eine Familiengeschichte voller schrecklicher Geheimnisse, die mehrere Generationen getrennt hat.
    Kathrin Gerlof wurde 1962 geboren. 2008 debütierte sie mit „Teuermanns Schweigen“, im Herbst 2011 wird ihr neuer Roman im Aufbau Verlag erscheinen (Quelle: Buch „Alle Zeit“)

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    moni_angekommens avatar
    moni_angekommenvor 7 Jahren
    Rezension zu "Alle Zeit" von Kathrin Gerlof

    Ein wunderschönes, trauriges, intensives Buch, das nicht ganz einfach zu lesen ist- sich aber lohnt. Ein Sternchen extra für die sensible, nachempfindenswerte und aufwühlende Beschreibung der Altersdemenz einer der Protagonistinnen- die mich absolut betroffen gemacht hat.

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    M
    Milenavor 8 Jahren
    Rezension zu "Alle Zeit" von Kathrin Gerlof

    fünf Frauengestalten - fünf Generationen
    das Leben von Klara, Henriette, Elisa, Juli und Svenja wird in unterschiedlichen Erzählsträngen berichtet. Kriegs- und Nachkriegszeit, Schuld und Entfremdung, die Suche nach Wiederannäherung und Aussöhnung, Unglück und Tod, aber
    auch Liebe im Alter, die das Abgleiten in die Demenz kurz verzögern kann. Jede der vier erwachsenen Frauen ist auf der Suche nach Nähe und Zugehörigkeit. Was sie
    letztendlich finden, soll der Leserin, dem Leser nicht vorweggenommen werden.
    Ein durchaus lesenswertes Buch, bei dem mir persönlich die Darstellung der dementiell veränderten Menschen und der Umgang mit ihrer Situation am besten gefallen hat.

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    Kathchens avatar
    Kathchenvor 9 Jahren
    Rezension zu "Alle Zeit" von Kathrin Gerlof

    “Alle Zeit” ist der zweite Roman der Autorin Kathrin Gerlof. In diesem kurzem Roman schildert sie die Geschichte von etwa fünf verschiedenen Frauen. Da wären die an Alzheimer leidende Klara, die zusammen mit Aaron eine neue Liebe im Alter erfährt oder die junge Juli, die hochschwanger ist und Klara zwar an einem winterlichen Tag begegnet, aber nicht weiß, wer sie ist oder was sie eigentlich verbindet.

    Zuerst scheint die Geschichte ziemlich durcheinander und merkwürdig, doch je weiter man liest, desto mehr Geheimnisse erschließen sich dem Leser und man erfährt, was in der Vergangenheit der Frauen vorgefallen ist und warum sich die Familienmitglieder immer mehr voneinander entfernten.
    Allerdings muss ich aber auch sagen, dass ich ab und zu doch etwas durcheinander gekommen bin, mit den Frauen. Einzig Klara und auch Juli waren für mich klar abgrenzbare Figuren, die anderen jedoch nicht.

    Besonders Klara hat mich fasziniert. Sie lebt in einem Heim und leidet unter Alzheimer – was sie auch selbst weiß und auch täglich bemerkt.
    Durch die Erzählung der Vergangenheit der Frauen lässt die Autorin auch einen Teil der deutschen Geschichte miteinfließen. Einer Geschichte, die mir persönlich zwar bekannt ist, aber nicht so sehr, wie sie hier angerissen wird.

    Sehr auffallend ist auch wie Kathrin Gerlof die Sprache einsetzt. Es gibt wenige Satzzeichen und viele Sätze wirken eher abgehakt. Und vorallem, was vermutlich viele stören könnte, gibt es im ganzen Buch keine Kennzeichnung von wörtlicher Rede, sodass man sich auch vorallem deswegen etwas Zeit mit dem Buch nehmen muss um nicht hinterher etwas zu überlesen.
    Und vorallem wenn es um Klara ging, hatte sich der Schreibstil etwas verändert, was zwar zum Teil etwas merkwürdig klang, wenn es z.B. mitten im Satz nicht mehr weiter ging, aber dadurch die Krankheit von Klara sehr gut veranschaulichte.

    Das Cover ist eher normal gehalten. Gewiss kein “Eyecatcher” oder besonders schön anzusehen, aber dennoch passend zum Buch. Wie ich finde, fängt es gut, die Atmosphäre des Buches ein. Es ist ruhig, erzählt von jung und alt und wirkt dennoch sehr kraftvoll.

    “Alle Zeit” ist auf jeden Fall ein interessantes Buch, das zwar “nur” etwas mehr als 200 Seiten hat, aber dennoch keine leichte Kost ist, weder inhaltlich noch sprachlich. Doch wenn man sich die Zeit dafür nimmt, dann lohnt es sich auf alle Fälle.

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    hannipalannis avatar
    hannipalannivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Schönes, unkitschiges Buch über die Frauen einer Familie und ihre Geschichten, das Jungsein und Altwerden, Erinnern und Vergessen. Lesen!
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    Tsubames avatar
    Tsubamevor 3 Jahren
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    J
    JDoevor 5 Jahren
    MrsAmys avatar
    MrsAmyvor 6 Jahren
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

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