Kathrin Hanke

 4.3 Sterne bei 64 Bewertungen
Autorin von Eisheide, Die Giftmörderin Grete Beier und weiteren Büchern.
Kathrin Hanke

Lebenslauf von Kathrin Hanke

Kathrin Hanke wurde in Hamburg geboren. Bereits während ihres Studiums der Kulturwissenschaften in Lüneburg mit den Schwerpunkten Sprache und Kommunikation sowie Musik hatte sie das Glück, aus Schreibleidenschaft ihren Beruf machen zu können. Sie jobbte beim Radio als Redakteurin, schrieb Artikel für Zeitungen, arbeitete als Ghostwriterin und entschied sich schließlich für die Werbetexterei, um ihre Brötchen zu verdienen. Aber sie liebt auch die dunklen Seiten des Lebens und liest genauso gern Kriminelles wie sie es schreibt. Seit 2014 widmet sie sich deswegen nahezu ausschließlich dem Buchschreiben als freie Autorin. Kathrin Hanke lebt nach Stationen in anderen Städten mit ihrer Familie, ihrem Hund und zwei Katzen in ihrer Heimatstadt Hamburg und ist Mitglied im Syndikat, der Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur sowie der Vereinigung der Mörderischen Schwestern e.V., einem gemeinnütziger Verein mit dem Ziel Kultur und von Frauen verfasste deutschsprachige Kriminalliteratur zu fördern.

Neue Bücher

Die Engelmacherin von St. Pauli

 (4)
Neu erschienen am 05.09.2018 als Taschenbuch bei Gmeiner-Verlag.

Alle Bücher von Kathrin Hanke

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Die Giftmörderin Grete Beier

Die Giftmörderin Grete Beier

 (10)
Erschienen am 06.09.2017
Heideglut

Heideglut

 (10)
Erschienen am 03.02.2016
Heidegrab

Heidegrab

 (9)
Erschienen am 02.07.2014
Eisheide

Eisheide

 (11)
Erschienen am 07.10.2015
Blutheide

Blutheide

 (7)
Erschienen am 01.07.2013
Die Engelmacherin von St. Pauli

Die Engelmacherin von St. Pauli

 (4)
Erschienen am 05.09.2018
Mordheide

Mordheide

 (4)
Erschienen am 07.02.2018
Heidezorn

Heidezorn

 (3)
Erschienen am 08.03.2017

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Kathrin Hanke

Neu
hasirasi2s avatar

Rezension zu "Die Engelmacherin von St. Pauli" von Kathrin Hanke

Die Hexe
hasirasi2vor 19 Tagen

Bilshausen im Harz, irgendwann zwischen 1882 und 1888: Elisabeth ist Mitte 20 und Hebamme. Allerdings nicht aus Berufung, sondern weil sie viel Geld verdienen und ein besseres Leben will. Ihr ist es egal, wenn mal ein Kind oder die Mutter unter der Geburt sterben. „Ihr Motto war einfach: Nie etwas zugeben, immer alles abstreiten und möglichst einen anderen Schuldigen nennen. Wenn alles nichts half auch ruhig Gott.“ (S. 10)

Leider durchkreuzt ihre eigene Schwangerschaft ihre Pläne, die Abtreibung hat nicht funktioniert, sie bekommt eine uneheliche Tochter. Aber wer weiß, für was die später mal gut ist, denkt sie sich.

 

Um 1900 lebt Elisabeth in St. Pauli, ist mit dem Kesselflicker Heinrich Wiese verheiratet und zwingt ihre Tochter Paula zur Prostitution. Doch Paula kann fliehen und Elisabeth muss sich nach einer neuen Verdienstmöglichkeit umsehen. Sie vermittelt Kinder lediger Frauen an Pflegefamilien oder neue Eltern. Als einige der Mütter ihre Kinder wiederhaben wollen, sind diese verschwunden. Gerüchte kommen auf und Elisabeth verstrickt sich in Widersprüche – hat sie die Kinder wirklich im umgebauten Küchenofen verbrannt?

 

„Die Engelmacherin von St. Pauli“ von Kathrin Hanke ist aus der „True Crime“ Reihe des Gmeiner Verlages und der zweite historische Kriminalfall, den die Autorin umfassend recherchiert hat. Zwar wurden viele Akten im 2. WK zerstört, doch trotzdem schafft sie es auf der Basis des noch existierenden Materials, „die Hexe“ und ihre Verbrechen für den Lesers wieder aufleben zu lassen.

Elisabeth wird aus der Sicht verschiedener Beteiligter geschildert. Sie alle erleben sie als kaltherzig, jähzornig, herrisch, brutal und geldgierig. Eine Frau, die ihrem Umfeld Angst macht. Selbst ihr eigener Mann traut ihr nicht, vermutet, dass sie ihn vergiften will um an sein Sparbuch zu kommen.

 

Ich hatte beim Lesen immer wieder Gänsehaut. Es war erschreckend, was Elisabeth ihrer Tochter und den anderen Frauen angetan hat. Noch während des Gerichtsverfahrens versucht sie, die Schuld auf andere abzuwälzen – zum Glück erfolglos. Und obwohl es ein reiner Indizienprozess war, wird Elisabeth Wiese am Ende zum Tod durch das Fallbeil verurteilt. Die Beweismittel und vor allem die Widersprüche, in die sie sich immer mehr verstrickt, waren erdrückend.

 

Kathrin Hanke hat es wieder geschafft mich mit einem Buch zu fesseln, dessen Ausgang vorher bekannt ist. Neben den Protagonisten und ihren zum Teil sehr unwirtlichen Lebensumständen, schildert sie auch Hamburg zur damaligen Zeit sehr anschaulich. Die zwischen den einzelnen Kapiteln angedruckten Prozessaussagen von Zeugen, Reportern etc. machen das Buch besonders eindringlich. 

Kommentare: 5
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Lennys avatar

Rezension zu "Eisheide" von Kathrin Hanke

Eisheide
Lennyvor einem Monat

Der Klappentext liest sich sooo mega spannend, aber wie lange es im Buch dauert, bis endlich die Nachrichten auftauchen, da habe ich den Satz, Ben ist verschwunden millionenfach gelesen, gefühlt......


Mich konnte dieser Lüneburg Krimi nicht begeistern. Spannung hat sich echt nicht aufgebaut, oder so langsam, dass ich echt schon verzweifelt bin. Kann hier nur gut gemeinte 2 Sterne vergeben. Schade, ich liebe Lüneburg und dachte wirklich, dass mich die Autorin schon deshalb packen kann! 

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Seehase1977s avatar

Rezension zu "Die Engelmacherin von St. Pauli" von Kathrin Hanke

Ein Kriminalfall aus der Rubrik „Wahre Verbrechen“, gut recherchiert, spannend zu lesen
Seehase1977vor einem Monat

Im frühen 20. Jahrhundert erschüttert ein erschreckender Kriminalfall die Stadt Hamburg. Elisabeth Wiese geht als die „Engelmacherin von St. Pauli“ in die Kriminalgeschichte ein. Die Frau, die als Hebamme tätig war und ihr Geld zusätzlich mit sogenannten „Kostkindern“ verdient haben soll, wurde vor dem Schwurgericht schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt. Mindestens fünf Babys soll Wiese getötet haben, es ist aber nicht auszuschließen, dass noch mehr Kinder durch die Hand der Engelmacherin gestorben sind. Hat Elisabeth Wiese die ihr anvertrauten Babys tatsächlich in der Elbe ertränkt oder in ihrem Küchenofen verbrannt?

Meine Meinung:

„Die Engelmacherin von St. Pauli“ ist der zweite Kriminalroman aus der Rubrik „Wahre Verbrechen“, den die Autorin Kathrin Hanke aufgearbeitet hat. Bereits ihr biografischer Krimi „Die Giftmörderin Grete Beier“ konnte mich überzeugen. Der Fall der Elisabeth Wiese bietet ebenfalls spannende Lektüre, miteinander vergleichen kann man die beiden Kriminalfälle und die dazugehörigen Täterinnen allerdings nicht.

Erzählt wird der erschütternde Kriminalfall in Romanform und aus wechselnden Perspektiven. Mutmaßungen und Fiktion verschmelzen beinahe fließend mit den aufwändig recherchierten Fakten und lassen Elisabeth Wiese, ihr Leben und ihre grausamen Taten nochmals lebendig werden.

Und so entsteht das Bild einer kaltherzigen, von Habgier getriebenen Frau und Lügnerin, die ihre eigene Tochter zur Prostitution zwingt und sich der ihr anvertrauten Babys, allein um des Geldes Willen, auf erschütternde Weise entledigt. Elisabeth Wiese sieht nicht nur wie die böse Hexe aus , sie erfüllt auch alle Klischees dieser Angst einflößenden Märchenfigur.

Auch wenn das verfügbare Recherchematerial nicht alle offenen Fragen klären kann und Elisabeth Wiese gewiss kein leichtes Leben gehabt haben mag, bin ich mir sicher, dass sie für ihre grausamen und durch nichts zu rechtfertigende Taten zu Recht verurteilt wurde.

Mein Fazit:

„Die Engelmacherin von St. Pauli“ von Kathrin Hanke ist ein weiterer gelungener Roman aus der Rubrik „True Crime“ des Gmeiner Verlags. Auch wenn aufgrund der begrenzten Recherchemöglichkeiten Fragen offenbleiben, so hat die Autorin dennoch einen stimmigen und spannenden, teils auf Fakten, teils auf Fiktion beruhenden Kriminalroman geschrieben. Eine erschütternde, grausame aber wirklich lesenswerte Geschichte.

Kommentare: 2
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Gespräche aus der Community

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KathrinHHs avatar

Wie steht ihr zu biografischen Romanen? Lest ihr dieses Genre gern oder bevorzugt ihr die sachlich gehaltenen Biografien zu einer Person?

Warum ich das frage?

Also: Es ist zwar noch ein paar Monate hin, genauer gesagt noch bis zum 6. September 2017, aber dann erscheint mein neues Buch "Die Giftmörderin Grete Beier" – ein biografischer Kriminalroman! Bisher habe ich nur fiktive Krimis geschrieben und jetzt bin ich schon total gespannt, wie euch „meine Grete Beier“, die 1908 als letzte Frau im Königreich Sachsen für den wirklich fiesen Mord an ihrem Bräutigam gehängt wurde, gefallen wird, da nicht allein der Inhalt, sondern bereits das Schreiben für dieses Buch so anders war. Um jetzt die aufregende Zeit zu überbrücken, aber vor allem, weil ich am liebsten gleich einen weiteres wahres Verbrechen bearbeiten möchte, meine oben gestellte Frage J. 

Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Kathrin Hanke wurde am 09. November 1969 in Hamburg (Deutschland) geboren.

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