Kathrin Hanke

 4.3 Sterne bei 68 Bewertungen
Autorin von Eisheide, Die Giftmörderin Grete Beier und weiteren Büchern.
Kathrin Hanke

Lebenslauf von Kathrin Hanke

Kathrin Hanke wurde in Hamburg geboren. Bereits während ihres Studiums der Kulturwissenschaften in Lüneburg mit den Schwerpunkten Sprache und Kommunikation sowie Musik hatte sie das Glück, aus Schreibleidenschaft ihren Beruf machen zu können. Sie jobbte beim Radio als Redakteurin, schrieb Artikel für Zeitungen, arbeitete als Ghostwriterin und entschied sich schließlich für die Werbetexterei, um ihre Brötchen zu verdienen. Aber sie liebt auch die dunklen Seiten des Lebens und liest genauso gern Kriminelles wie sie es schreibt. Seit 2014 widmet sie sich deswegen nahezu ausschließlich dem Buchschreiben als freie Autorin. Kathrin Hanke lebt nach Stationen in anderen Städten mit ihrer Familie, ihrem Hund und zwei Katzen in ihrer Heimatstadt Hamburg und ist Mitglied im Syndikat, der Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur sowie der Vereinigung der Mörderischen Schwestern e.V., einem gemeinnütziger Verein mit dem Ziel Kultur und von Frauen verfasste deutschsprachige Kriminalliteratur zu fördern.

Neue Bücher

Heidefluch

 (1)
Neu erschienen am 13.02.2019 als Taschenbuch bei Gmeiner-Verlag.

Heidefluch

Neu erschienen am 15.02.2019 als Hörbuch bei steinbach sprechende bücher.

Alle Bücher von Kathrin Hanke

Sortieren:
Buchformat:
Die Giftmörderin Grete Beier

Die Giftmörderin Grete Beier

 (10)
Erschienen am 06.09.2017
Heideglut

Heideglut

 (10)
Erschienen am 03.02.2016
Heidegrab

Heidegrab

 (9)
Erschienen am 02.07.2014
Eisheide

Eisheide

 (11)
Erschienen am 07.10.2015
Die Engelmacherin von St. Pauli

Die Engelmacherin von St. Pauli

 (7)
Erschienen am 05.09.2018
Blutheide

Blutheide

 (7)
Erschienen am 01.07.2013
Mordheide

Mordheide

 (4)
Erschienen am 07.02.2018
Heidezorn

Heidezorn

 (3)
Erschienen am 08.03.2017

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Kathrin Hanke

Neu

Rezension zu "Heidefluch" von Kathrin Hanke

seine Jünger an sich binden
Taluzivor einem Monat

Die Kommissarin Katharina von Hagemann und ihr Chef Benjamin Rehder sind immer noch geschockt von dem schrecklichen Unfall ihres Kollegen Tobias.

Daher sind sie gar nicht erbaut, dass Kriminalrat Mausner den im Koma liegenden Tobias ersetzen will.

Vivien Rimkus soll das Team vorübergehend unterstützen.

Zur Zeit ist es ruhig im Kommissariat. In zwei Biomärkten gab es Verletzte durch ausgesetzte Giftfrösche, aber das ist eigentlich kein Fall für das Ermittlerteam. Den Tod eines Imkers, der von Bienen zu Tode gestochen wurde, sollen sie sich eigentlich nur als Freundschaftsdienst näher angucken. Als sie dann durch Zufall von einer Fliegenplage hören, ist der Jagdinstinkt von Katharina von Hagemann erwacht.

Wie hänge diese Anschläge wohl zusammen?


„Heidefluch“ von Kathrin Hanke und Claudia Kröger ist der 7. Band mit den Kommissaren Katharina von Hagemann und Ben Rehder. Alle Bände können unabhängig voneinander gelesen werden.

Das Autorenduo schafft es gekonnt den aktuellen Fall mit dem Privatleben der Charaktere zu verbinden.

Der Schreibstil lässt sich wieder flüssig und leicht lesen. Ruck zuck hat man das Buch durchgelesen. Die Spannung ist gleich bleibend hoch. Diesmal ist es kein brutaler oder gar blutiger Krimi, sondern die Spannung ist unterschwelliger.

Als Leser kann man sich freuen, dass man der Kommissarin Katharina von Hagemann schon einen Schritt voraus ist, was den Zusammenhang der Anschläge angeht, zumindest wenn man etwas bibelfest ist.

Gut gelungen ist die Zusammenführung von dem Ende von Band 6 „Mordheide“ mit den Geschehnissen in „Heidefluch“. So geschickt gemacht, dass auch diejenigen die „Mordheide“ nicht gelesen haben, den Zusammenhang verstehen. Das hat beim Lesen Gänsehaut beschert.

Wieder ein gelungenes Werk der Autorinnen Kathrin Hanke und Claudia Kröger.

Kommentieren0
4
Teilen

Rezension zu "Die Engelmacherin von St. Pauli" von Kathrin Hanke

Wahre Verbrechen sind die schlimmsten
Thomas_Lawallvor 3 Monaten

St. Pauli. Reeperbahn. Anfang 1903. Dirnen an jeder Ecke "präsentieren sich unschicklich". Fräulein Klotsche bewegt sich unsicher in den Gassen der schäbigen Gegend und weiß nicht so recht, wie ihr geschieht. Als Dienstmädchen steht sie mit ihrem "außerehelichen" Kind schlecht da. Ihren Wilhelm Karl brachte sie unter erbärmlichen Verhältnissen am 19.10.2002 auf die Welt.

Unterstützung vom Kindesvater ist nicht zu erwarten. Es war eine Bekanntschaft für eine Nacht. Nicht einmal der Name des dänischen Matrosen ist ihr bekannt, der inzwischen Hamburg wahrscheinlich längst wieder verlassen hat. Nun ist sie alleine mit dem Kind, muss aber arbeiten gehen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. 

Zum Glück wurde sie von ihrer "Herrschaft", wie allgemein üblich, nicht sofort auf die Straße gesetzt. Eine Bedingung gibt es trotzdem. Das Kind muss abgegeben werden. Deshalb befindet sich Fräulein Klotsche jetzt auf dem Weg zu Elisabeth Wiese, einer Hebamme, Pflegemutter und Vermittlerin für Pflegeeltern, nachdem sie im "General-Anzeiger für Hamburg-Altona" inserierte, "ein Kind zu eigen abgeben" zu wollen ... 

Paula (geb. 1882 oder 1886), Elisabeth Wieses uneheliche Tochter, ist zurück aus London, wohin sie einst vor ihrer Mutter flüchtete. Eine Kindheit im üblichen Sinne hatte sie nicht. Es war eher ein Leidensweg. Ende 1901 schaltete ihre Mutter regelmäßig Zeitungsanzeigen, welche sich an "edeldenkende Herren" richteten. Eine junge Dame würde um "eine Unterstützung von 30 Mark gegen dankbare Rückzahlung" bitten.

Nunmehr zeigt Paula Verständnis für die Aktivitäten ihrer Mutter, die sich insgesamt nur aus wirtschaftlicher Notwendigkeit ergeben hätten. Und schließlich habe sie in ihrer Eigenschaft als uneheliches Kind diese Not noch vergrößert. Da war es nur recht und billig, etwas zur finanziellen Situation beizutragen. Nun ist Paula selbst schwanger und irgendwie würde sich schon alles richten. Sie hätte auf ihre bösen Vorahnungen hören sollen ...

Elisabeth Wieses Schuld konnte in den fünf ihr zur Last gelegten Kindsmorden nicht eindeutig bewiesen werden. Jedoch verstrickte sie sich während der Verhandlung derart in Widersprüche, dass die Taten zumindest als sehr wahrscheinlich erscheinen. Nachzulesen in den Aufzeichnungen des deutschen Journalisten und Gerichtsreporters Hugo Friedländer (1847-1918). 

Die Dokumentation des Verfahrens gegen Elisabeth Wiese in "Interessante Kriminal-Prozesse von kulturhistorischer Bedeutung" dürfte eine wesentliche Quelle für die vorliegende Kriminalgeschichte sein. Um die diabolische Doppelmoral, welche die Aussagen der Angeklagten umgibt, hat Kathrin Hanke sehr geschickt eine Geschichte konstruiert, die in ihrer Gesamtheit Person und Leben der "Engelmacherin" ebenso eindrucksvoll wie glaubwürdig darstellt.

Die Geschichte zeichnet darüber hinaus auch eine Milieustudie der damaligen Unterschicht, insbesondere im Hinblick auf die Situation der Frauen, welche nicht selten unter heute (in unseren Breiten) unvorstellbaren Bedingungen ihre Kinder auf die Welt bringen mussten. Friedländer formulierte es auf den Punkt: "Das Fehlen von Findelhäusern in Deutschland hat schon so manchem kleinen Wesen das Leben gekostet."

Die Autorin belässt es nicht bei ihrer Geschichte, sondern belegt im Anhang ihre Quellen. In einem Personenverzeichnis ist nachzulesen, welche Personen und Umstände es tatsächlich gegeben hat. Auch ein Nachwort fehlt nicht. Hier schildert Kathrin Hanke weitere Stationen ihre Recherche. Eine Besonderheit dürfte ihr abschließender Aufruf sein, ihr eventuell noch vorhandene Dokumente jeder Art zukommen zu lassen, die es vielleicht ermöglichen könnten, der Wahrheit "noch ein Stückchen mehr gerecht zu werden".

Kommentieren0
0
Teilen

Rezension zu "Die Engelmacherin von St. Pauli" von Kathrin Hanke

Faszinierende und sehr gruselige Geschichte einer Serienmörderin
Igelmanu66vor 3 Monaten

»Wir haben keinen einzigen Beweis, nur Indizien und Aussagen von anderen, die gegen die Wiese sprechen. Hätten wir nur einen einzigen Hinweis, wäre mir wohler und wir würden die Frau schnell hinter Gitter bringen können… Schaffen Sie mir mehr heran Heuer, das sind wir den wahrscheinlich toten Kindern schuldig, denn ja, ich glaube ebenso wie Sie, dass die Wiese sie aus reiner Habgier ohne mit der Wimper zu zucken ermordet hat. Also sehen Sie zu. Irgendwie müssen wir sie drankriegen. Für was auch immer und wenn wir sie erst einmal in Untersuchungshaft haben, dann bekommen wir sie für ihre Taten aufs Schafott.«

 

Am 2. Februar 1905 endete das Leben von Elisabeth Wiese auf dem Schafott. Verurteilt wurde sie vom Hamburger Schwurgericht für den Mord an mindestens fünf Babys. Bis zuletzt leugnete sie, die Taten begangen zu haben. Kathrin Hanke hat sich auf Spurensuche gegeben und erzählt hier die Geschichte einer Frau, die für viele zum klassischen Bild der bösen Hexe aus dem Märchen passt.

 

Die Taten erschüttern, die Liste der Gräueltaten, die Elisabeth Wiese zugerechnet werden, ist ebenso lang wie schlicht unfassbar, die Abtreibungen werden geradewegs zu harmlosen Anfängen. Da wird die eigene Tochter misshandelt und zur Prostitution gezwungen, dem Ehemann trachtet sie (ohne Erfolg) nach dem Leben, sie ermordet den eigenen kleinen Enkel und diverse andere Babys und verbrennt die kleinen Leichen im heimischen Küchenherd.

Zumindest kam das Gericht nach Zeugenaussagen und Indizien zu diesem Urteil.

 

Das Buch las sich sehr flott und fesselte mich von der Handlung her enorm. Allerdings gefiel mir die zweite Hälfte deutlich besser, in der es um die Ermittlungen ging, um den Versuch, die verschwundenen Babys zu finden. Da wurden Indizien gesammelt, Zeugen befragt, immer wieder auch Elisabeth Wiese selbst. Dieser Teil wirkte sehr fundiert und nachvollziehbar, die ermittelnden Polizisten erschienen engagiert und bemüht, die Wahrheit herauszufinden und sich nicht einfach von dem Bild der „Hexe“ beeindrucken zu lassen.

 

Der erste Teil erzählte neben Elisabeths Anfängen umfangreich die Geschichte ihrer Tochter Paula. Diese Geschichte ist wichtig, was Paula widerfahren ist, ist von großer Bedeutung, denn schließlich war sie eine der Hauptbelastungszeuginnen im Gerichtsprozess. Allerdings wirkte dieser Teil häufig zu romanartig, speziell die vielen bösartigen Gedanken und Empfindungen, die Elisabeth hier zugesprochen werden, lassen sich in keiner Weise belegen. Selbst Paula konnte lediglich aussagen, was ihre Mutter sagte und tat, aber nicht, was sie dachte. Elisabeth selbst hat sich nie geäußert, hat ohnehin alles abgestritten und so etwas wie psychologische Gutachten (selbst in einfachster Form, der damaligen Zeit entsprechend) gab es wohl auch nicht. Wenn ich dann Seite um Seite lese, was Elisabeth angeblich alles Schlimmes dachte und fühlte, dann ist das für mich nicht „True Crime“.

Bitte nicht falsch verstehen, ich glaube, dass das damalige Gericht und die Polizei ihre Arbeit gut gemacht haben und ich glaube, dass Elisabeth Wiese schuldig war. Aber mich persönlich spricht – speziell bei einem wahren Kriminalfall – größere Objektivität mehr an.

 

Fazit: Faszinierende und sehr gruselige Geschichte einer Serienmörderin. Da es sich um eine wahre Geschichte handelt, hätte ich mir an einigen Stellen mehr Objektivität gewünscht.

Kommentare: 3
109
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Wie steht ihr zu biografischen Romanen? Lest ihr dieses Genre gern oder bevorzugt ihr die sachlich gehaltenen Biografien zu einer Person?

Warum ich das frage?

Also: Es ist zwar noch ein paar Monate hin, genauer gesagt noch bis zum 6. September 2017, aber dann erscheint mein neues Buch "Die Giftmörderin Grete Beier" – ein biografischer Kriminalroman! Bisher habe ich nur fiktive Krimis geschrieben und jetzt bin ich schon total gespannt, wie euch „meine Grete Beier“, die 1908 als letzte Frau im Königreich Sachsen für den wirklich fiesen Mord an ihrem Bräutigam gehängt wurde, gefallen wird, da nicht allein der Inhalt, sondern bereits das Schreiben für dieses Buch so anders war. Um jetzt die aufregende Zeit zu überbrücken, aber vor allem, weil ich am liebsten gleich einen weiteres wahres Verbrechen bearbeiten möchte, meine oben gestellte Frage J. 

Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Kathrin Hanke wurde am 09. November 1969 in Hamburg (Deutschland) geboren.

Kathrin Hanke im Netz:

Community-Statistik

in 67 Bibliotheken

auf 20 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

von 4 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks