Kathrin Hartmann Wir müssen leider draußen bleiben

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Inhaltsangabe zu „Wir müssen leider draußen bleiben“ von Kathrin Hartmann

Solidarität war gestern – Leben in einem gespaltenen Land
Immer mehr Bürger in Deutschland sind vom wirtschaftlichen Reichtum des Landes ausgeschlossen. Nicht nur Arbeitslose oder Rentner, auch viele Menschen, die sich in einer Endlosspirale von Billigjobs und Zeitarbeit befinden. Früher konnten sie sich nicht nur der sozialstaatlichen Unterstützung, sondern auch einer gewissen Solidarität sicher sein. Doch damit ist es nun vorbei. Wer nicht mehr mitkommt in unserer Wirtschaft, ist selber schuld. Reflexhaft werden ihm Bildung, soziale Kompetenz oder gar der Arbeitswille abgesprochen. Die Intellektuellen gewöhnen sich an, die Verlierer der entfesselten Konkurrenz nach ästhetischen Kriterien („Billigkonsum“ und „Unterschichten-TV“) abzuurteilen. Die abstiegsbedrohte Mittelschicht übernimmt diese Sicht. Dabei ist die Armut – die heute natürlich ein anderes Gesicht hat als früher – längst in dieser Mitte unserer Gesellschaft angekommen.
Kathrin Hartmann erkundet in Reportagen und in bestechend genauen Analysen unsere sich zunehmend spaltende Konsumgesellschaft: hier die Elite, die sich in gentrifizierten Stadtvierteln, neuerdings auch in Gated Communities und speziellen Clubs abschottet, dort die pauschal als „Unterschicht“ für nutzlos erklärten Menschen, die sich oft nur noch über die sogenannten Tafeln ernähren können. Kommt es wenigstens dort noch zu einer wirklichen Begegnung von Arm und Reich?

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  • Rezension zu "Wir müssen leider draußen bleiben" von Kathrin Hartmann

    Wir müssen leider draußen bleiben

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. January 2013 um 11:24

    Dieses Buch hat mich oft sehr betroffen zurück gelassen... es ist so traurig das es wie schon immer in der Menschheit um Geld, Macht und Einfluss geht und das der nächst untere gerne "getreten" wird. Sehr gut geeignet mal über das alles nach zu denken..und in den eigenen kleinen Möglichkeiten vielleicht etwas ändern zu können..

  • Rezension zu "Wir müssen leider draußen bleiben" von Kathrin Hartmann

    Wir müssen leider draußen bleiben

    OliverNagel

    20. November 2012 um 10:57

    Dieses Buch entwirft ein Bild von Armut, von dem man sich irgendwann fragt, warum man es nicht viel früher gesehen hat: Momentaufnahmen zunächst, sei es bei der Essensausgabe der "Tafeln" bei uns um die Ecke, sei es im bitterärmsten Bangladesh, verdichten sich in "Wir müssen leider draußen bleiben" zu einem Mosaik, das ziemlich schlüssig beschreibt, wie Armut funktioniert, welche Formen es gibt und warum es den einen nutzt, wenn die anderen nichts haben. Dieses Buch erklärt, warum Menschen hier unter ihrer Armut leiden, auch wenn sie Handys haben und in tadelloser Kleidung um Essensreste anstehen, und warum die Wahrnehmung dieser alltäglichen Armut in Deutschland so verzerrt ist (weil sich nämlich nicht nur im Journalismus, sondern auch in der Politik längst kein repräsentativer Querschnitt der Bevölkerung mehr findet, sondern nur ganz bestimmte Teile der Gesellschaft). Es erklärt, warum wir so gerne an die Heilkraft von Mikrokrediten glauben möchten, diese aber trotzdem nicht funktionieren. Und es belegt mit einer erschlagenden Menge an Zahlen und Fakten seine Argumentation - gibt aber dennoch einen Ausblick und ein Quantum Mut: Weil es genauso mit Wut und Leidenschaft geschrieben ist wie mit funkelndem Witz und dem Glauben daran, dass Veränderung möglich ist. Der große Unterschied zu vielen anderen Büchern über Armut und Ausschluss ist: Kathrin Hartmann redet nicht (nur) über die Armen, sondern mit ihnen. Mit der Ärztin, die trotz ihrer guten Ausbildung in Hartz-IV-Verhältnissen feststeckt. Mit den "Konsumenten" im Sozialkaufhaus. Mit den Mikrokreditnehmerinnen in Bangladesh. Und mit den Vertretern der Wirtschaft, die über "die da unten" gut bescheid zu wissen glauben, und der Elterninitiative, die nicht möchte, dass ihre Elitekinder und das sozial schwache Gesindel auf die gleiche Schule gehen. Ein gutes und ein wichtiges Buch.

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