Kathrin Hettler , Jürgen Held 6000 Rupien

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Inhaltsangabe zu „6000 Rupien“ von Kathrin Hettler

Ist es der archaische Wunsch, der jeder Liebe innewohnt? Einmal mit dem Menschen zu tauschen, dessen Blick sich weitet, wenn Du vor ihm stehst, dessen Körper Dir antwortet, wenn Du ihn berührst und dessen Gedankenwelt das Land ist, das Du bereisen willst? Jannis und Kara haben in Varanasi die Gelegenheit, sich auf ein wahnwitziges Experiment einzulassen, und tatsächlich ein paar Wochen im Körper des anderen zu erleben. Ihre Reise, die in Delhi beginnt, endet in einer abenteuerlichen Verfolgungsjagd durch Indien und bringt die Lebensgeschichte des Backpackerpärchens und der Menschen, die ihnen begegnen, gründlich durcheinander. Der Preis, den sie dafür zahlen, ist weitaus höher als 6.000 Rupien … (Quelle:'E-Buch Text/09.09.2013')

Spannend, hochinteressant, aber ganz sicher keine "leichte Kost"

— ViolaKreilaus
ViolaKreilaus

Im Hinblick auf die zahlreichen Meldungen über Vergewaltigungen in Indien, ist dieses Buch aktueller denn je.

— andrea_elgato
andrea_elgato

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  • Buchverlosung zu "6000 Rupien" von Kathrin Hettler

    6000 Rupien
    Haveny

    Haveny

    12. September 2014 um 23:56

    Hey :D

    Anlässlich meines zweiten Bloggeburtstags, möchte ich euch die Chance geben dieses Buch oder eines von neun anderen zu gewinnen.
    Ihr seid neugierig geworden?
    Dann schaut doch einmal hier vorbei:
    http://buecherhimmel.blogspot.de/2014/09/2-jahre-buecherhimmel-gewinnspiel.html#more

    Liebe Grüße
    LaLeLu26

  • Buchverlosung zu "6000 Rupien" von Kathrin Hettler

    6000 Rupien
    Irve

    Irve

    Liebe Lesefreunde,
    pünktlich zu meinem gestrigen Interview mit Kathrin Hettler und Jürgen Held starte ich heute die Verlosung einen signierten Ausgabe von "6000 Rupien".

    Alles, was ihr dazu wissen müsst, erfahrt ihr hier:
    http://irveliest.wordpress.com/2014/06/19/irve-verlost-6000-rupien/

    Viel Spaß beim Mitmachen!

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    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. July 2014 um 22:46
  • Leserunde zu "6000 Rupien" von Kathrin Hettler

    6000 Rupien
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Das Verlagshaus el Gato lädt zu einer neuen Leserunde zu dem Roman "6000 Rupien! von Kathrin Hettler & Jürgen Held ein. Wie bei unseren anderen Leserunden, werden euch die Autoren begleiten, eure Fragen beantworten und euch Rede und Antwort stehen. Wir möchten 15 LeserInnen die Möglichkeit geben das Buch zu lesen. Wir stellen euch 10 Prints und 5 E-Books zur Verfügung. Die Bewerbungsfrist für die Leserunde endet am Sonntag den 3. November 2013. Wenn du Testleser werden möchtest, dann beantworte die Frage, was du als erstes tun würdest, wenn du in den Körper deines geliebten Partners schlüpfen dürftest? Hier könnt ihr euch den Trailer ansehen. Weiter Informationen zu „6000 Rupien“ findest du auf der Verlagshomepage und auf Facebook. Zum Buch Ist es der archaische Wunsch, der jeder Liebe innewohnt? Einmal mit dem Menschen zu tauschen, dessen Blick sich weitet, wenn Du vor ihm stehst, dessen Körper Dir antwortet, wenn Du ihn berührst und dessen Gedankenwelt das Land ist, das Du bereisen willst? Jannis und Kara haben in Varanasi die Gelegenheit, sich auf ein wahnwitziges Experiment einzulassen, und tatsächlich ein paar Wochen im Körper des anderen zu erleben. Ihre Reise, die in Delhi beginnt, endet in einer abenteuerlichen Verfolgungsjagd durch Indien und bringt die Lebensgeschichte des Backpackerpärchens und der Menschen, die ihnen begegnen, gründlich durcheinander. Der Preis, den sie dafür zahlen, ist weitaus höher als 6.000 Rupien … Leseprobe Kara: Ich habe wohl Texte markiert, zusammengefasst, verstanden und nicht verstanden, gerechnet, gemessen und gezeichnet. In meiner Kneipe, unzählige Male »Darf´s noch was sein?«, gelächelt und mich an den Sonntagen von meiner exaltierten Mutter mit Sushi und Ratschlägen füttern lassen – aber in Wahrheit gab es nichts Zutreffenderes über diese vergangenen Monate zu sagen, als dass sie sich um Jannis gedreht hatten!  Mit Machos tat ich mich schwer. In deren Leben gab es ja schon jemanden: sie selbst. Mir fehlte der Ehrgeiz, in Konkurrenz zu gehen. Zurückhaltende Typen konnten mich leider ebenfalls nicht kennenlernen, weil ich sie einschüchterte. Ich wirke immer etwas überheblich. Dagegen kämpfte ich nur selten an. Also war meine Liebesbiografie vor Jannis reich an Affären mit Sonderlingen.  Ich lernte ihn bei der Arbeit kennen. Der Graben war klein, vielleicht 30 Plätze und etwa doppelt so viele Stehplätze, die eigentlich nur bei wirklich guten Konzerten benötigt wurden. Dann waren wir zu dritt, was ich nicht leiden konnte. Achim, der Geschäftsführer des Graben machte sich bei den zartbesaiteten Studentinnen durch seine holzige Art und seinen Geiz derart unbeliebt, dass sie alle Monate wechselten. Damit verhinderte er zielsicher, dass sich effektive Arbeitsabläufe einspielen konnten. Also übernahm ich mit Bedacht die Schichten, bei denen ich, die winzige Kneipe im 60er-Jahre Retrostyle allein bewirtschaften konnte.  Bereits bevor ich dort anfing zu arbeiten, hatten mir die Jam-Sessions gut gefallen. Aus dieser Zeit kannte ich Leon, einen gut aussehenden Blender, der leidlich Saxofon spielte und dank seines guten Verhältnisses zu seiner Oma, Gelegenheitsjobs und Dauerimmatrikulation, die Grundlage dafür geschaffen hatte, sein Leben wirklich genießen zu können. Man konnte eine Menge Spaß mit ihm haben, solange man sich nicht in ihn verliebte. Meine Kommilitonin Verena, eine Frau, die von der ihr zugedachten Lebensplanung bis dahin nicht einen einzigen Millimeter abgewichen war, tat es leider. Keine Ahnung, ob es genau das war, was Leon an ihr faszinierte, jedenfalls kamen die beiden zusammen, wohnten in Verenas Eigentumswohnung und bildeten über ein Jahr lang ein sehr unterschiedliches Paar. An diesem Mittwochabend vor zehn Monaten saß Leon bei mir an der Bar und ließ sich mit Kalkül volllaufen.  Es waren nur noch zwei andere Tische mit kleinen Grüppchen belegt. Ich polierte Gläser und hörte mir das Drama seines Rauswurfs an. Es langweilte schon nach kurzer Zeit, weil die Fakten simpel und schnell berichtet waren und er folglich einfach immer wieder von vorne anfing. Verena hatte ihn mit einer anderen im gemeinsamen Bett erwischt und war seiner Verteidigungsstrategie, der emotionalen Vernachlässigung durch Verena zum einen und der absoluten Bedeutungslosigkeit des Ereignisses zum anderen, diesmal nicht gefolgt. Ich nickte, polierte aus Langeweile noch die verspiegelten Regalwände. In der Reflexion des Spiegels begegnete ich zum ersten Mal Jannis braunem Blick. Er stand schräg hinter mir auf der anderen Seite der Bar, stellte herausfordernd lächelnd ein paar leere Gläser ab und polterte, mit einem Seitenblick auf Leon, dass ich wohl zu vertieft sei, um ihnen noch die Chance auf ein weiteres Bier einzuräumen.  Eine glatte Unverschämtheit, denn ich war wenige Minuten zuvor an seinem Tisch vorbeigestreift und hatte ihnen somit diskret Gelegenheit gegeben, zu bestellen. Um mich ein bisschen zu rächen, ließ ich mir Zeit, zapfte detailverliebt, feinblasige Krönchen auf die Pils, derweil Leon ungeachtet des neuen Zuhörers die nächste Vorstellung seiner Tragödie gab.  Es war nicht schwer, eine gute Barfrau abzugeben. Es ging eigentlich nur ums Zuhören. Man legte den Kopf ein wenig schräg und richtete den Blick am Ohr des Trinkers vorbei in den Hintergrund. Ein kleines Nicken zwischendurch und die variantenreiche Intonation des Buchstaben M, machten eigentlich schon die ganze Kunst. Jannis beobachtete mich dabei und ich wusste, dass er mich durchschaute. Aus irgendeinem Grund fühlte sich das gut an. Anstatt ihm, schenkte ich mein Lächeln der Gläsergruppe auf dem Tablett. Bedeutete ihm mit einer Kopfbewegung, sich zu setzen, weil ich die Bestellung ordnungsgemäß selbst an den Tisch bringen würde. Er lächelte seinerseits ins Tablett, bevor er sich umdrehte, um wieder Platz zu nehmen. Es konnte nur ein paar Minuten gedauert haben. Doch als ich zurückkam, war Leon bereits weg. Ein kalter Luftzug, das letzte Glas nur halb geleert und 25 Euro geprellt. Ich rannte zur Tür: »Leon!« Einen Moment kämpfte ich mit den Tränen, Achims gnadenloses: »Kasse muss stimmen«, mit dem er jede Mitverantwortung für solche Gäste einfach abstreifte, hallte in meinem Kopf. »Mach halt Zwischenkasse«, war alles, was er dazu sagen würde und damit ging Leons Besäufnis auf meine Rechnung. Ich drückte den Ärger weg. Leon war ein armes Schwein, verlassen, vor die Tür gesetzt und mit düsteren Zukunftsaussichten. Scheiße! Als es endlich ein Uhr war, legte ich Marlene Dietrich als Rausschmeißer auf und schickte mich an, die Tische abzukassieren. Der Freche fehlte. Überflüssige Schrecksekunde, denn einer seiner Kumpels zahlte für ihn mit. Ich schloss hinter dem Letzten ab und begann aufzustuhlen, als es klopfte. Jannis! Kalt zerzaust und mit einem 50-Euro-Schein wedelnd. Ich winkte ab: »Dein Kumpel hat schon gezahlt.« »Das ist deins, Kühlschrank!«, gab er zurück. »Jedenfalls ein Teil davon, zwanzig hat er nämlich noch mir geschuldet!« In dieser Nacht lieferten Jannis und ich uns verbale Gefechte, während wir die kompletten fünfzig Euro in Gin Tonics investierten. Wir stritten, ob es typisch männlich sei, seinen gerechten Forderungen Nachdruck zu verleihen. Ob es typisch weiblich sei, zuzuhören, obwohl man gar nicht wollte. Ob Nachsicht, Vorsicht, Mitgefühl, Hedonismus, Direktheit, Feingefühl, ob dies und das und jenes weiblich oder männlich wäre und wir glühten dabei. Deckten uns gegenseitig unsere Widersprüche auf und konstruierten komplizierte Gedankengebäude. Triumphierten, wenn wir die Zielargumentation des anderen schon im Voraus erkannten, und freuten uns diebisch, sie mit ein paar plump dahingeworfenen Aphorismen zerstören zu können. Und während wir dieses Spiel spielten, sprachen unsere Körper ebenfalls miteinander. Erst zart und vorsichtig, aus gebührender Distanz, dann mit wachsendem Interesse und Gefallen. Berührten sich ein bisschen, begannen Konturen und Atmosphäre des anderen zu erfühlen. Als wir uns vor dem Haus, in dem ich wohnte, verabschiedeten, hatten wir uns noch nicht einmal geküsst aber wir hatten einander erkannt.  * * *  Jannis: »Ausgerechnet Kara!« Alex schüttelte den Kopf, nachdem ich ihm mitgeteilt hatte, dass ich sie gefragt hatte, ob sie mit mir nach Indien reisen wollte. Ich war genervt, Alex hatte offenbar noch nicht gecheckt, dass ich mit Kara fest zusammen war, und eigentlich kannte er sie kaum. Er verdrehte die Augen. »Ihr seid gerade mal ein paar Monate zusammen und es ist kein Geheimnis, dass deine Kara eine Zicke ist, die die wenigen Kerle, die es mit ihr versucht haben, durch den Fleischwolf gedreht hat.«  »Was redest du nur für einen Blödsinn. Du bist völlig breit. Du solltest deutlich weniger … 

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  • 6000 Rupien

    6000 Rupien
    Blaustern

    Blaustern

    07. January 2014 um 14:26

    Jannis und Kara sind seit einem Jahr zusammen. Um herauszufinden, ob Kara die Frau seines Lebens ist, nimmt er sie mit auf die Reise nach Indien, in das Land, welches er sehr liebt und welches er ihr deshalb zeigen möchte. Dort beginnt für sie aber eine ganz andere Reise, nämlich die im Körper des geliebten Partners. Eine alte Frau bietet ihnen an, ihre Körper für die Dauer eines knappen Monats zu tauschen. Nach kurzem Zögern entschließen sie sich dafür, und was damit auf sie zukommt, hätten sie nie für möglich gehalten und endet in einer gefährlichen Verfolgungsjagd durch Indien. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Zum einen erzählt Jannis und zum anderen Kara, wie sie sich in dem jeweiligen Körper fühlen, ihre Gedanken und auch ihre Erlebnisse, wie sie in bestimmten Situationen in dem fremden Körper reagieren. Das ist genau richtig gewählt, denn man möchte ja von beiden etwas erfahren. Andererseits kommt man damit auch ein wenig durcheinander, und man fragt sich oft, von wem man gerade liest. Durch den Körpertausch ist das größte Thema natürlich Sex, worum es hier hauptsächlich geht. Aber ein Körpertausch beinhaltet ja weitaus mehr, so hätte ich mir auch noch andere verschiedene Wesensmerkmale gewünscht. Zwischendurch kam immer mal wieder etwas Spannung auf, das Ende dann lässt uns mit einigen offenen Fragen zurück. Sehr schön ist die authentische Darstellung des Lebens der Menschen in Indien. So konnte man sich alles wunderbar vorstellen und fühlte sich manchmal sogar vor Ort versetzt. 

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  • 6000 Rupien

    6000 Rupien
    Haveny

    Haveny

    22. December 2013 um 23:27

    Inhalt: Jannis denkt, dass Kara endlich die richtige Frau für ihn sein könnte und möchte ihr deshalb "sein" heiß geliebtes Indien zeigen. Sie unternehmen eine Reise in dieses Land und bekommen dort die Möglichkeit für einige Zeit die Körper zu tauschen. Sie entschließen sich nach einigem Zögern zum Tausch und bereuen diese Entscheidung schon fast wieder, als sie den Ort erblicken, an dem der Tausch vollzogen werden soll. Dennoch lassen sie sich nicht von ihrem Entschluss abbringen und tatsächlich funktioniert es und sie wachen im Körper ihres Partners auf. Sie entdecken den Körper des anderen, doch dann machen sie eine schreckliche Entdeckung und es beginnt eine nervenaufreibende Verfolgungsjagd... Meine Meinung: Der Klappentext hat mich wirklich neugierig auf dieses Buch gemacht, besonders da ich die Idee echt interessant fand. Denn wer würde manchmal nicht gerne wissen, wie sein Partner bestimmte Dinge sieht oder wie er etwas empfindet?! Ich finde diese Thematik wirklich sehr ansprechend, weshalb ich mit ziemlich hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen bin. Im Nachhinein kann ich nun sagen, dass das Buch wirklich nicht schlecht war, es jedoch schon einige kleinere Makel hatte. Die Story wird abwechselnd aus Karas und Jannis Perspektive erzählt. Das fand ich wirklich sehr gut ausgewählt, da man so mitbekommt was für Erfahrungen beide mit dem Körper des jeweils anderen machen und wie sie mit der ungewohnten Situation umgehen. Allerdings verwirrt diese Erzählung aus zwei Sichten später auch etwas und man muss sich teils wirklich konzentrieren, um daran zu denken, dass Jannis ja Karas Körper hat und sie seinen. Da schwirrt einem schon manchmal der Kopf... Was mich zudem etwas gestört hat, ist, dass dieses Buch schon recht sexlastig ist. Gut, ich kann schon verstehen wieso, denn bei einem Tausch in einen Körper des anderen Geschlechts sind ja die größten Unterschiede die Geschlechtsmerkmale. Aber muss sich in dem Buch deshalb so viel um Sex drehen? Es ist für mich zwar verständlich, aber ich finde, dass man noch mehr auf andere Unterschiede hätte eingehen können. Es war schon etwas erschreckend, was man durch dieses Buch über Indien erfahren hat und manchmal war ich wirklich geschockt. Andererseits wird Indien zugleich in den schillerndsten Farben beschrieben. Man lernt ziemlich viel über das Land und seine Menschen und da ich vorher so gut wie gar nichts über Indien wusste, habe ich auch viel dazugelernt. Anfangs war die Geschichte rasant und packend zum Ende hin, änderte sich das jedoch leider. Vor allem die Verfolgungsjagd wird lang und breit erzählt und ich finde, dass man da schon so manche Stellen hätte kürzer fassen können. Zudem war ich mit dem Ende nicht so ganz zufrieden. Es war mir in diesem Fall etwas "zu" offen. Es hingen einfach nach dem Lesen zu viele Fragen unbeantwortet in der Luft und das hat mich schon etwas gestört. Mein Fazit: Die Idee hat sich wirklich interessant angehört, jedoch hat das Buch meine Erwartungen nicht völlig erfüllt. Es hat einige kleinere Makel und ein Ende mit dem ich mich nicht so ganz anfreunden konnte. Ansonsten aber ein schönes Buch für zwischendurch, weshalb es drei Sterne von mir bekommt ;)

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  • Körpertausch in Indien

    6000 Rupien
    irismaria

    irismaria

    03. December 2013 um 10:01

    „6000 Rupien“ von Kathrin Hettler und Jürgen Held handelt von Jannis und Kara, die auf einer Reise durch Indien von einer geheimnisvollen alten Frau das Angebot bekommen, für einen Monat ihre Körper zu tauschen. Das Experiment gelingt und die beiden erkunden ihre neuen Körper und zuerst miteinander, dann getrennt, das Land. Mit hat am besten gefallen, wie Kara und Jannis erleben, wie unterschiedlich Männer und Frauen in Indien wahrgenommen werden und die Beschreibungen des Landes. Später konnte mich die Geschichte nicht mehr begeistern.

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  • "Einmal den Geschlechtertausch, bitte"

    6000 Rupien
    insomnia

    insomnia

    16. November 2013 um 15:15

    Das Buch: "6000 Rupien" von Kathrin Hettler und Juergen Held aus dem Verlagshaus el gato, erschienen: 2013  Zum Inhalt: Jannis und Kara, ein frisches und junges Paar, wollen die gemeinsame Reise nach Indien antreten. Obwohl Jannis es vorzieht, lieber alleine nach Indien zu gehen um sich dort mit sich selbst zu beschaeftigen, laedt er Kara auf seine Reise ein. Er nutzt sie als Gelegenheit rauszufinden, ob er und Kara eine gemeinsame Zukunft haben. Aber dort angekommen finden sich schnell die ersten Probleme. Kara darf als Frau nicht alles besichtigen, sie muss sich zurueckhaltend verhalten und sollte versuchen, nicht durch den europaeischen Kleidungsstil aufzufallen. Dadurch wird dann auch schnell klar, dass beide ein wenig in ihrer Besichtigungstour eingeschraenkt sind, was die Reise aber nicht weniger interessant macht. Entgegen jeder Warnung von Jannis, macht sich Kara kaum die Muehe, die ganzen Hygieneregeln einzuhalten. Der dreckige Rucksack, den sie auf der Strasse abgestellt hat, wird einfach aufs Bett geworfen, waehrend Jannis seinen auf die Erde stellt. Karas Anziehsachen fliegen quer durch die Zimmer und auch sonst sieht es mit streng eingehaltenen Hygienemassnahmen ihrerseits etwas Mau aus. Sowas raecht sich natuerlich sehr schnell. Nachdem Kara tagelang nur zwischen Toilette und Bett pendeln konnte, da ihre mitgebrachten Medikamente die Heilung nicht eintreten lassen wollten, besorgte Jannis etwas aus einer Apotheke vor Ort. Durch diese erholte sie sich ziemlich schnell, was dann auch schnell die Begegnung mit Anjana nach sich zieht. Zufaellig auf der Strasse getroffen, fixiert diese Frau sie immer und immer wieder. Wie zufaellig scheint sie immer dort zu sein, wo sich auch Kara und Jannis befinden, was Jannis erst nur als Zufall sieht, wird ihm dann doch zu auffaellig und er stellt sie zur Rede. Das Angebot von Anjana zum Koerpertausch zwischen Jannis und Kara kam fuer beide ueberraschend, wenn sie es auch nicht unbedingt ernst nahmen. Doch je laenger sie in ihren Gedanken der Sache nachhingen und je mehr sie das ganze in Gedanken ausschmueckten, desto faszinierender war die Idee. Dass das ganze Folgen haben musste, haette beiden klar sein muessen doch die tatsaechlich eintretenden Folgen konnte keiner der beiden vorhersagen, auch nicht Anjana. Einen Monat haben beide im Koerper des anderen Zeit. Doch was am Anfang lustig ist und wie eine Runde "Wilde Maus" immer wieder ein auf und ab ergibt, wird durch einen Schnelltest boese beendet und die Verfolgungsjagd kann beginnen... Von mir:Als erstes muss ich gestehen, ich habe mich nicht an die Rezension getraut.Zum einen mag das am Thema liegen. Von Indien habe ich nicht viel Ahnung und auch ueber Koerpertausch habe ich bisher nicht wirklich intensiv nachgedacht. Natuerlich stellt man sich, wenn man weiss um was es in dem Buch geht, die ein oder andere Frage, aber das reicht noch lang nicht aus.Zum anderen liegt meine Zurueckhaltung an meiner Meinung ueber das Buch. Waehrend ich mit meiner Rezension noch etwas zurueck haenge, gibt es ja schon die ein oder andere zu finden. Dass sich meine Meinung extrem von der anderer unterscheidet gab mir ein wenig zu denken, dadurch bin ich scheu geworden und habe mir geschworen: Nie wieder liest du eine Rezension ueber ein Buch, dass du selbst noch rezensierst! Denn natuerlich unterscheidet sich meine Meinung von anderen, so wie sich Meinungen immer unterscheiden. Und das ist auch gut so! Das Aeussere: Kommen wir aber zurueck zum Buch und da muss ich noch etwas gestehen: Als ich es aus der Verpackung holte und in der Hand hielt musste ich lachen. Mir ist sofort aufgefallen, dass es kleiner ist, als andere Buecher die ich in der letzten Zeit in der Hand hielt. Der Unterschied ist nicht gross aber er faellt auf und (auch wenn ich diese Art der Beschreibung nicht nutzen sollte, kann ich nicht anders:) ich fands so suess!Das Cover ist von den Farben her in verschiedenen Rot- und Brauntoenen gehalten, in dessen oberer haelfte sich eine Spirale befindet, darunter direkt der Buchtitel. In der linken unteren Ecke sieht man eine halbe Statue. Alles in allem relativ Schlicht aber es sagt trotzdem eine Menge aus, zumindest habe ich, nachdem ich das Buch gelesen habe das Gefuehl, ich verstehe warum dieses Cover so aussieht, wie es nunmal aussieht. Schreibstil und Sprache: Am Anfang sei erwaehnt, ich bin des oefteren ueber das ein oder andere Fehlende Satzzeichen gestolpert, das stoert mich aber nicht im geringsten. Wenn ich im Lesefluss bin, achte ich auf wichtigere dinge, wie zum Beispiel die Art wie alles beschrieben ist.Ich konnte mir gut die Orte vorstellen, an denen sie gelandet sind, Ich liebe es, wenn Orte und Umgebungen so detailreich beschrieben sind, dass man das Gefuehl hat, man steht mittendrin. Gleichzeitig wird aber noch soviel Luft gelassen, dass man sich klitzekleinste Details selbst "hinein-vorstellen" kann und sich somit seine individuelle kleine Kulisse bauen kann. Hauptsaechlich wird waehrend des Lesens zwischen Kara und Jannis immer wieder hin- und hergewechselt. Man liest im Wechsel mal aus Karas Sicht und mal aus der Sicht von Jannis und immer in der Form des "Ich-Erzaehlers". Was sich erstmal in der Theorie sehr nett anhoert und auch neu anhoert, da ich so einen Schreibstil bisher nicht gesehen habe, wird in der Praxis ganz schoen herausfordernd. So musste ich doch am Anfang und auch auf den ersten Seiten nach dem Koerpertausch immer mal wieder nachschauen, aus wessen Sicht ich nun eigentlich einen Einblick bekomme. Man kommt aber sehr schnell in den Bereich des fluessigen lesens und gewoehnt sich auch sehr schnell an den fliegenden Wechsel zwischen beiden Protagonisten. Mein Fazit: Reisefieber hat mich nicht gepackt, aber dafuer liebe ich das Buch!Ich bin kein Mensch, der schnell fernweh bekommt, oder sich sonst in eine Art Reisefieber versetzen laesst, wenn man von anderen Laendern liest, daher soll das nichts ueber das Buch selbst sagen. Ich mag den kleinen aber feinen Einblick, den das Buch ueber Indien hinterlaesst und stellenweise hat man das Gefuehl man ist dort. Mir persoenlich reicht das vollkommen. Aber ich bin mir sicher, dass andere Menschen das Reisefieber packen wird, wenn man ueber einige Stellen im Buch stolpert. Die Geschichte ueber einen Koerpertausch und den damit verbundenen Folgen finde ich sehr interessant. Man denkt ueber sowas nicht unbedingt jeden Tag nach, macht sich darueber eventuell auch nicht die grossen Gedanken und doch bleibt man bei dem Buch auch nach dem Lesen eine weile haengen und denkt sich:"Was haette ich getan?" Meiner Meinung nach ist kein Bereich zu viel oder zuwenig ausgebreitet worden. Momentan vermisse ich nach dem Koerpertausch nichts, was ich persoenlich direkt haette ausprobieren wollen. Sowohl Begegnungen mit dem Cousin von Jannis als auch Sex- und Drogen werden im anderen Koerper beschrieben. Alles in allem aber in einem normalen Rahmen, keineswegs uebertrieben oder in irgendeine Richtung zu lastig. Sind wir ehrlich, dann ist das erste, was vielen bei dem Thema "Koerpertausch" in den Sinn kommt der Sex im Koerper des anderen Geschlechts.  Die Geschichtsentwicklung waehrend des Lesens hat mich etwas geschockt. Werden doch immer wieder die Folgen des Koerpertauschs angeschnitten, gibt es natuerlich im Bereich wo die Verfolgungsjagden losgehen nicht mehr viel, was man grossartig austesten kann. Nachdem eines Tages der HIV-Test ergab, dass der Koerper von Kara HIV-Positiv ist fasst sie eine Kurzschlussreaktion. Danach passiert das, was man so macht, wenn man sowieso der Meinung ist, man koenne nicht mehr viel verlieren. Sie begibt sich im Koerper von Jannis auf "Frauenfang", experimentiert auch Gleichgeschlechtlich herum, waehrend Jannis in Karas Koerper eigentlich nur noch Kara finden will. Wenn man dann gute 3 Wochen in einem fremden Land festsitzt (und ich nehme an es waren gut 3 Wochen, da sie ja dem Tag des Ruecktauschs immer naeher kamen) und auch in einem anderen Koerper hat man, soweit ich es mir vorstellen kann, schon gut alles ausgetestet, was im zeitlich begrenzen Rahmen moeglich war. Deswegen bin ich mit den "Erkundungen nach dem Koerpertausch" vollends zufrieden, auch wenn man gern noch das ein oder andere erfahren haette. Zum Beispiel: Warum haut Kara ab? Ist es die Flucht vor dem moeglichen? Ich kann mir vorstellen, dass so ein Test auch nicht unbedingt fehlerfrei ist... Oder ist es die Angst Jannis mit der Wahrheit zu konfrontieren?Andererseits - ganz ehrlich - haette Kara Jannis direkt gesagt, dass der Test positiv war und Jannis haette ihr aufmunternde zugesprochen, ihr zugesichert, sie wuerden das gemeinsam schaffen etc etc etc... Nunja, dann waere das Buch nicht das was es ist. Ueberrascht hat mich dann das Ende, obwohl man damit haette rechnen koennen... Wie heisst es doch so schoen? Karma trifft immer. Sehr erfreut haben mich auch die Mails, die Kara am Ende geschrieben hat. Waehrend mir das ein oder andere mal auch an diesen Stellen die Gaensehaut nicht fern blieb, musste ich bei der Email an Bengt frecherweise laut lachen. Genauso wie die "Vorblenden" (sind ja keine "Rueckblenden") ueber die verschiedenen Charaktere des Buchs. Ich mag es, wenn man zumindest ein kleines bisschen das Gefuehl hat, man weiss wie es mit den anderen weiter geht und kann sie wieder in ihre fiktive Welt entlassen. Besonders geruehrt hat mich allerdings der letzte Abschnitt. Warum? Das sollte man selbst lesen, wenn man das Buch gelesen hat. Im uebrigen moechte ich mich jetzt hier am Ende dafuer entschuldigen, dass diese Rezension so lang geworden ist. Glaubt mir, ich habe mich noch zurueck gehalten ! Schlusssatz: Oft sitzt man da und wuenscht sich in den Koerper eines anderen und dieses Buch zeigt, wie interessant so ein wechsel sein kann aber es zeigt auch, wie vorsichtig wir mit unseren Wuenschen sein sollten...

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  • Körpertausch mit Folgen

    6000 Rupien
    Yuina

    Yuina

    Als Jannis und Kara gemeinsam nach Indien reisen, bekommen sie ein schier unglaubliches Angebot: Für die Dauer von vier Wochen können die beiden für eine Anzahlung von 6000 Rupien ihren Körper mit dem jeweils anderen tauschen. Als das tatsächlich funktioniert, können die beiden ihr Glück kaum fassen und lassen ihrer Experimentierfreude freien Lauf, doch dann findet Kara etwas Schreckliches über ihren Frauenkörper heraus und beschließt, sich in Jannis Körper davonzumachen, um ein neues Leben als Mann zu führen. Als Jannis davon erfährt, beginnt eine wilde Verfolgungsjagd durch ganz Indien und ihm bleibt nur Zeit bis zum nächsten Vollmond, seinen Körper wiederzufinden und Kara zur Rückwandlung zu überreden. Wären da bloß nicht die furchtbaren Nebenwirkungen, die ein Körpertausch mit sich bringt, denn eine Seele sollte nie ihren rechtmäßigen Körper verlassen… Der erste Teil des Buches strotzt nur so vor farbenfrohen Beschreibungen und Sinneseindrücken Indiens, die eine lebendige Atmosphäre schaffen. Kapiteleinteilungen gibt es leider nicht, dafür aber nach Schauplätzen unterteilte Abschnitte, die noch einmal in die Perspektiven von Jannis und Kara unterteilt sind. Dieser Perspektivwechsel ist vor allen Dingen in der Zeit nach dem Körpertausch sehr vorteilhaft, weil so die intimsten Gedanken und Gefühle der Protagonisten zur Geltung kommen und sie so häufig auf amüsante Weise ausdrücken können, was sie gerade über das andere Geschlecht herausgefunden haben (es scheint z.B. eine gewisse Übung und Koordination zu erfordern, im Stehen zu pinkeln etc.). Nach dem großen Bruch in der Handlung, der so unerwartet kam, wie ein Schlag ins Gesicht (der es auch für Kara gewesen sein muss), unterstützt diese Perspektive auch die zunehmende Abneigung, die man als Leser gegen Kara entwickelt, da deutlich wird, dass sie tatsächlich unglaublich egoistisch denkt und sich kaum Gedanken darüber macht, was nun aus demjenigen wird, den sie angeblich so liebt. Natürlich ist verständlich, dass sie wie jeder normale Mensch Angst vor dem Tod hat, aber ein deratiges Verhalten hätte man ihr nicht zugetraut, vor allem, da sie selbst mitverantwortlich für ihre Lage ist. Generell sorgt ihr Charakter für wahre Hass-Attacken während des Lesens, sodass das Mitfiebern mit Jannis, auf dessen Seite man sich schnell schlägt, besonders intensiv wird, da man ihm schließlich Gerechtigkeit wünscht. Irritiert haben mich nur einige wenige Sachen, z.B., dass Jannis nach mehreren Indienreisen nicht früher auf die Idee kommt, dass die mitgebrachte Medizin gegen Karas Magen-Darm-Infektion zu Anfang vielleicht wirkungslos ist und dass die beiden (und auch andere Personen) ohne mit der Wimper zu zucken andauernd irgendwelche Drogen einwerfen. Auch haben mir anfangs Beschreibungen des Äußeren der Protagonisten gefehlt und die Sprache war mir ein wenig zu umgangssprachlich/zu sehr auf Jugendsprache getrimmt, was sich im weiteren Verlauf aber gibt, da die beiden durch die Entwicklung der Dinge reifen, bis sie schließlich nichts mehr auf die leichte Schulter nehmen. Leider bin ich im Laufe des Lesens über eine überdurchschnittliche Menge an Rechtschreib- und Komma-Fehlern gestolpert und einige Dinge bleiben am Ende offen, aber dadurch, dass Kara versucht, ein paar Dinge in der Welt in Ordnung zu bringen und ihren ursprünglichen Plan aufgibt, gewinnt sie einen Teil Sympathie zurück, was das Ende insofern befriedigend gestaltet. Alles in allem ein interessantes Buch, das zuweilen etwas sex- und drogenlastig ist, dessen starke, runde Charaktere jedoch magnetisch wirken und das einen Mix der verschiedensten Facetten Indiens liefert! Auf jeden Fall lesenwert und eine Anregung, die Themen Körpertausch und Beziehung, aber auch die gesellschaftlichen Ungleichheiten in Indien einmal neu zu reflektieren, auch wenn der Sprachstil zu Anfang meiner Meinung nach etwas gewöhnungsbedürftig ist, im Gegenzug dafür aber manchmal mit besonders schönen Bildern und Landschaftsbeschreibungen auftrumpft.

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    angi_stumpf

    angi_stumpf

    Geschichten über Körpertausch sind nicht wirklich neu, aber diese hier hat mich trotzdem total in ihren Bann gezogen und auch ehrlich überrascht. Zur Story: Jannis und seine neue Freundin Kara begeben sich auf einen abenteuerlichen Trip nach Indien. Während Jannis schon oft dieses bunte, atemlose Land besucht hat, ist Kara erst einmal etwas hilflos. Mit den veränderten Lebensbedingungen kommt sie nicht so gut klar und ignoriert aber auch leider oft beharrlich die guten Tipps von Jannis. Die Folgen sind eindrucksvoll und stellenweise mit so herrlichem schwarzen Humor geschildert, dass man manchmal einfach lachen muss beim Lesen. Als sich Kara wieder etwas erholt hat, erkunden sie gemeinsam dieses abenteuerliche Land und treffen bald auf eine seltsame alte Frau. Als diese ihnen den Vorschlag unterbreitet, dass sie für einen Monat ihre Körper tauschen könnten, sagen sie nach einigen Bedenken zu. Was unglaublich klingt, funktioniert wirklich und Jannis und Kara finden sich im Körper des anderen wieder. Zunächst sind sie noch sehr neugierig und die Schwierigkeiten,  mit denen sie im Alltag zu kämpfen haben, werden auch so geschildert, dass man kaum auf die Idee kommt, es könnte nicht real sein. Doch dann passiert etwas Unvorhersehbares und Karas Welt bricht zusammen. Sie trifft eine folgenschwere Entscheidung und flieht in einer Nacht-und-Nebel-Aktion. Jannis nimmt die Verfolgung auf und versucht, sich seinen eigenen Körper wieder zurück zu holen. Und die Zeit läuft... bis zum nächsten Vollmond. Die Geschichte ist fesselnd, aufrührend, emotional und stellenweise auch wirklich lustig. Sie regt zum Nachdenken an über gängige Moralvorstellungen, aber auch über das "was wäre, wenn...". Wie würden wir uns verhalten, wenn uns jemand so ein Angebot machen würde? Würden wir uns auf den Tausch einlassen? Nach der überraschenden Wende des Buches war ich irgendwie erst mal schockiert, aber auch sehr neugierig, was am Ende werden wird. Die Story wird aus zwei Perspektiven erzählt: abwechselnd kommen Jannis und Kara "zu Wort" und schildern die Ereignisse aus ihrer Sicht. Anfangs mag das noch etwas verwirrend sein, aber man gewöhnt sich schnell daran. Der Schreibstil gefiel mir sehr gut... locker, schnell, auch bei Sexszenen nicht obszön, wie es oft der Fall ist in anderen Büchern. Die gewisse Prise Humor fand ich super, es gibt wirklich einige Stellen, bei denen ich laut lachen musste. Die Beschreibungen der Personen und Schauplätze war so lebendig, dass man sich alles sehr gut vorstellen konnte. Indien muss wirklich ein unbeschreiblicher Ort sein, aber mein Mut wird niemals reichen, diesen persönlich in der Realität zu erkunden. :) Fazit: Ein spannendes, unterhaltsames Buch, über das man noch länger nachdenken kann!

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  • *+*+* Wie wird das nur enden...*+*+*

    6000 Rupien
    Irve

    Irve

    12. November 2013 um 20:19

    Zusammenfassung: Ist es der archaische Wunsch, der jeder Liebe innewohnt? Einmal mit dem Menschen zu tauschen, dessen Blick sich weitet, wenn Du vor ihm stehst, dessen Körper Dir antwortet, wenn Du ihn berührst und dessen Gedankenwelt das Land ist, das Du bereisen willst? Jannis und Kara haben in Varanasi die Gelegenheit, sich auf ein wahnwitziges Experiment einzulassen, und tatsächlich ein paar Wochen im Körper des anderen zu erleben. Ihre Reise, die in Delhi beginnt, endet in einer abenteuerlichen Verfolgungsjagd durch Indien und bringt die Lebensgeschichte des Backpackerpärchens und der Menschen, die ihnen begegnen, gründlich durcheinander. Der Preis, den sie dafür zahlen, ist weitaus höher als 6.000 Rupien … (Quelle:'E-Buch Text/09.09.2013') Das Cover: Es ist im Farbenbereich Rot-Rosa-Braun gestaltet. Am linken unteren Rand ist die linke Hälfte einer sitzenden Statue zu erkennen. Den Hauptteil des Covers nimmt eine von links kommende Spirale ein, unter der der Titel dieses Romans steht. Irgendwie wirkt die Gestaltung exotisch auf mich. Meine Zusammenfassung und Meinung: „6000 Rupien“ ist ein Buch, das aus der großen Masse heraussticht. Schon allein das Thema, das hier behandelt wird, birgt jede Menge Sprengstoff. Ich bin mir sicher, dass schon viele Menschen darüber nachgedacht haben, wie es sein könnte, einen Körpertausch vorzunehmen und zu erleben, wie anders als der eigene ein anderer Körper fühlt und empfindet. Die beiden Autoren Kathrin Hettler und Jürgen Held haben dieses Exemplar gewagt - allerdings nur fiktiv – und ihre Gedanken und Überlegungen dazu in die Geschichte von Kara und Jannis einfließen lassen. Die beiden sind seit einem knappen Jahr zusammen als sie nach Indien fahren. Jannis kennt das Land aus einigen vergangenen Urlauben und möchte Kara sein ganz persönliches Indien zeigen. Recht schnell bekommen die Reisenden die einmalige Chance, für eine vorher festgelegte Frist ihre Körper zu tauschen. Sie willigen ein und ein neues Leben beginnt. Ich hatte mir natürlich vor der Lektüre des Buches meine Gedanken gemacht, welche Unterschiede ich bei einem Körpertausch wohl feststellen könnte. Vom Geschmack der Speisen über die Reaktion des fremden Körpers auf emotionale Stress-Situationen bis hin zu Sex hatte ich da vieles auf dem Schirm. Diese Vielfältigkeit wurde hier nicht wirklich aufgegriffen. Mit dem Thema des Körpertausches wurde ziemlich sexlastig umgegangen. Natürlich ist es interessant zu sehen, wie der andere Körper reagiert, funktioniert und empfindet. Aber andere Themen wurden kurz angeschnitten bzw. einmal beschrieben, beim Thema Sex war dies anders. Immer mal wieder werden die entsprechenden Lust-Reaktionen der Körpertauscher zu Papier gebracht. Ebenso habe ich es mit der Kombination Wut und Körperkraft empfunden. Die leisen Töne der Andersartigkeiten gingen ziemlich unter. Schade, denn mich hätte auch das Kennenlernen der „Nebensächlichkeiten“ der getauschten Körper sehr interessiert. Schon nach kurzer Zeit kommt es zu einem Streit zwischen Jannis und Kara, woraufhin die junge Frau (im männlichen Körper) Reißaus nimmt und auf eigene Faust weiterreist. Jannis (im Frauenkörper) sucht sie verzweifelt. So wird dieser Roman sogar ein wenig spannend. Denn nur wenn Kara und Jannis beide zum vereinbarten Zeitpunkt wieder am vereinbarten Ort sind, kann der Rücktausch vollzogen werden. Bis zuletzt fragte ich mich, ob dieser wohl gelingen würde oder nicht. Eine schreckliche Vorstellung, für immer in einem fremden Körper gefangen zu sein, finde ich, daher war ich schon gespannt, wie das Experiment enden würde. Was mich zunächst beim Lesen gewundert hat, war der Umgang mit dem Thema Drogen in diesem Roman. Als ich dann aber erfahren hatte, wie lässig in Indien damit umgegangen wird – und das, obwohl der Besitz dieser Rauschmittel verboten ist und hart bestraft wird - war mir der Zusammenhang klar. Gut gefallen haben mir die Schilderung des Landes und auch der Menschen und deren Mentalität. Es kam alles ziemlich authentisch vor. Nicht so wie in einem Vorzeige- Reiseführer, sondern so wie mitten aus dem indischen Leben gegriffen. Auch Informationen zur Kultur und Religion des Landes wurden immer mal wieder eingeflochten. Ein bisschen schade fand ich, dass im Anhang kein Glossar integriert war. Ich konnte den Ausführungen der Autoren, was die Informationen über Indien betraf, zwar gut folgen, hätte aber eine anschließende Übersicht der Fachbegriffe und Bezeichnungen sehr begrüßt. Mein Fazit: Auch wenn die Umsetzung des Themas „Körpertausch“ für mich anders als erwartet war, haben mich die eingeflochtenen Passagen zu Land, Leuten und Kultur doch gerne weiterlesen lassen. Alles in allem vergebe ich 3 von 5 Sternen. Infos zum Buch: „6000 Rupien“ von Kathrin Hettler und Jürgen Held ist am 01.08.2013 unter der ISBN-Nr. 9783943596397 im Verlagshaus el Gato erschienen. Es umfasst 311 Seiten und ist auch als eBook verfügbar.

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