Kathrin Lange Madonna

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Inhaltsangabe zu „Madonna“ von Kathrin Lange

Du sollst nicht begehren Nürnberg im Jahr 1493. Die Engelmorde und der große Wahnsinn sind kaum zwei Jahre her, und wieder treibt ein gnadenloser Schlächter in der Stadt sein Unwesen. Kurz nacheinander werden mehrere Menschen mit aufgeschnittener Kehle aufgefunden. Zuerst glaubt die Witwe und Heilerin Katharina Jacob noch an ein grausames Spiel Gottes. Ohnehin hat sie andere Sorgen, denn in ihrem Heim für kranke Frauen stehen die Dinge nicht zum Besten. Und der junge Scholar Tobias, den man ihrer Obhut anvertraut hat, scheint im Spital Heiliggeist Furchtbares erlebt zu haben - Dinge, so schrecklich, dass man mit Worten nicht an sie rühren kann. Doch dann erwacht der Patrizier Richard Sterner, der Mann ihrer Träume, blutverschmiert neben einer der Leichen, und Katharina gerät selbst in Verdacht, eine Mörderin zu sein. Nürnbergs Bürgermeister ist versessen, sie ins Lochgefängnis zu stecken, und bald stehen ihr nur noch ihr treuer Gehilfe Donatus und der Nachtrabe Arnulf zur Seite. Als schließlich ein ruchloser Inquisitor in der Stadt auftaucht, der eine Rechnung mit ihr begleichen will, beginnt sie zu ahnen, wer hinter den dunklen Machenschaften steckt. Aber vorher muss sie noch einen langen und schmerzlichen Weg in die eigene Vergangenheit zurücklegen. "Wenn sie vor Gier brennen, will ich ihnen ein Mahl zurichten und will sie trunken machen, dass sie matt werden und zum ewigen Schlaf einschlafen, von dem sie nimmermehr aufwachen sollen, spricht der HERR. Ich will sie hinabführen wie Lämmer zur Schlachtbank."

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  • Wanderbuch "Madonna" von Kathrin Lange

    bidi66

    bidi66

    07. August 2013 um 15:10

    Hallo zusammen ... :) ich hatte das Glück, an der Leserunde zu historischen Roman "Madonna" von Kathrin Lange teilnehmen zu dürfen. Mir hat es gut gefallen. Wie eine Wanderbuchrunde funktioniert, ist glaube ich allgemein klar.. Hier noch ein paar Regeln: Behandelt das Buch bitte ordentlich, keine Flecken und vermeidet bitte Knicke. Jeder hat ca. 2-3 Wochen Zeit, das Buch zu lesen. Mitmachen kann jeder, der in Deutschland wohnt. Das Porto wird sonst zu hoch. Nach dem letzten Leser kommt das Buch zu mir zurück. Wenn ihr das Buch ausgelesen habt, erfragt die Adresse bitte direkt beim nächsten auf der Liste und hinterlasst in diesem Thema eine kurze Benachrichtigung, damit ich weiß, bei wem es momentan ist. Das Buch geht an, sagen wir, 10 Leser. Wenn ihr wollt, kann ich euch auf einen bestimmten Platz setzen. Also los geht´s - wer hat Lust zum Mitlesen? 1.     chatty68 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. Zu mir zurück.

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  • Leserunde zu "Madonna" von Kathrin Lange

    Madonna
    KathrinLange

    KathrinLange

    Soeben ist mein neuer historischer Roman erschienen: "Madonna"  - Katharina Jacobs dritter Fall Gern würde ich Euch in einer Leserunde ins 15. Jahrhundert entführen und mit Euch über den Roman, die Arbeit daran und das Schreiben allgemein plaudern. Wer also Lust auf einen spannendenThriller mit historischem Hintergrund hat, kann sich bis zum 21. November in der Rubrik "Bewerbung" anmelden.Der Aufbau-Verlag stellt 25 Exemplare zur Verfügung, die unter allen Interessenten verlost werden. Wer das Buch bereits besitzt, kann natürlich ebenfalls mitmachen. "Madonna" ist bereits mein vierzehnter Roman, aber dies ist meine erste Leserunde hier bei Lovelybooks. Ich bin darum sehr gespannt auf den Austausch und freue mich darauf, ab dem 21. November mit Euch in gefährliche vergangene Zeiten einzutauchen! Man liest sich!Herzlich, Eure Kathrin Lange Der Inhalt des Romans: Du sollst nicht begehren! Nürnberg im Jahr 1493. In den Gassen der Stadt werden Menschen mit aufgeschnittener Kehle gefunden. Zuerst glaubt die Heilerin Katharina Jacob noch an ein grausames Spiel Gottes. Doch dann erwacht der Patrizier Richard Sterner, der Mann ihrer Träume, blutverschmiert neben einer der Leichen, und Katharina gerät selbst in Verdacht, eine Mörderin zu sein. Um ihre Unschuld zu beweisen, muss sie einen langen und schmerzlichen Weg in die eigene Vergangenheit antreten … "Wenn sie vor Gier brennen, will ich ihnen ein Mahl zurichten und will sie trunken machen, dass sie matt werden und zum ewigen Schlaf einschlafen, von dem sie nimmermehr aufwachen sollen, spricht der HERR. Ich will sie hinabführen wie Lämmer zur Schlachtbank."

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  • Rezension zu "Madonna" von Kathrin Lange

    Madonna
    elisabethjulianefriederica

    elisabethjulianefriederica

    07. January 2013 um 14:45

    Der historische Kriminalroman spielt 1493 in Nürnberg. Die Heilerin Katharina Jakob betreibt in der Stadt ein Haus, in dem sie kranke, auch depressive Frauen behandelt. Die sehr selbständige Frau hat in der Stadt einige Neider bzw. Gegenspieler. Zu Beginn wird sie von einem Unbekannten verfolgt, der ermordet wird. Es geschehen weitere Morde, bei denen die Spuren zu ihr führen.Bei einem ist ihr Freund Richard zugegen, der sich unter Mordverdacht bringt. Auch Katharina wird schließlich verdächtigt. Zudem nimmt Heinrich Kramer, der Begründer des Hexenhammers, in Nürnberg seine Hexenverfolgung auf .Das Ziel ist Katharina. Sie wird in das berüchtigte Nürnberger Lochgefängnis geworfen. Der Roman ist äußerst spannend geschrieben, ich war von Anfang an von der Handlung gefesselt, man kann sich sehr gut in das mittelalterliche Nürnberg versetzen. Das Buch hat 2 Vorgängerbände, Seraphim und Cherubim, die aber nicht vorausgesetzt werden. Aber nachdem ich am Ende der Geschichte angekommen war, wollte ich auf jeden Fall mehr von Katharina lesen und habe mir die ersten beiden Bände dazugekauft. Klare Leseempfehlung für alle, die sich gerne ins Mittelalter begeben wollen und spannende Romane lieben.

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  • Rezension zu "Madonna" von Kathrin Lange

    Madonna
    jackdeck

    jackdeck

    06. January 2013 um 09:18

    Wir schreiben das Jahr 1493 die junge Heilerin Katharina betriebt in Nürnberg ein Haus in dem sie psychisch kranke Frauen betreut die an Melancholia leiden. Sie selbst ist auch sehr oft schwermütig, auch sie hat in ihren jungen Jahren schon viel Schlimmes erlebt. Leider der Lebensstil den die junge, selbständige Heilerin führt einigen Männern nicht recht. Einige hätten die Witwe selbst gern zur Frau, andere sehen in das Inbild einer keuschen Jungfrau. Doch ihr Herz gehört nur Richard dessen wird sie sich im Laufe des Buches immer mehr bewusst. Dieser hat sie vor einem Jahr verlassen ist nun zurück auf den Weg zu ihr. Doch noch ein Mann hat ein Auge auf sie geworfen, ein kaltblütiger Mörder, meuchelt nachts durch die Straßen der Patrizierstadt. Und irgendwie haben die Ermordeten alle etwas mit Katharina zu tun, will der Mörder Katharina gar beschützen? Desweitern treibt jemand ein fürchterliches Spiel mit den jungen Scholaren vom Spital Heilig Geist. Beim Lesen wurde mir in vielen Szenen bewusste wie mit dem Glauben bzw. Aberglauben der Menschen n dieser Zeit gespielt wurde. Selbst auf dem Totenbett wurde die Angst vor dem Fegefeuer geschürt. Mein Fazit: Sehr spannender Einstieg in die Geschichte auch wenn man wie ich die beiden Vorgängerbände noch nicht kennt. Ich fand gleich in die Handlung hinein und konnte durch kurz angerissene Rückblicke auch die Vorgeschichte nachvollziehen. Die verschieden Charaktere wurden sehr gut beschrieben besonders gefallen hat mir die Darstellung des Nachtraben und des jungen Domenicus. Ebenfalls gut fand ich das historische Personen wie Hildegard v. Bingen und Heinrich Kramer dem Verfasser des Hexenhammers. Ich kann dieses Buch wirklich guten Gewissens weiterempfehlen es hat mir sehr gut gefallen. Ich werde die beiden Vorgängerwerke von Katharina Lange auf jeden Fall auch lesen.

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  • Rezension zu "Madonna" von Kathrin Lange

    Madonna
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. January 2013 um 14:43

    Dieser Roman ist bereits der dritte Band über die Heilerin Katharina Jacob. Man kann das Buch ohne Probleme lesen, auch wenn man die vorherigen Bände nicht kennt. Ich habe die Vorgänger auch nicht gelesen und konnte der Geschichte jederzeit folgen. Einige Details der vorherigen Fälle werden erwähnt, aber man hat trotzdem noch Lust die Vorgänger zu lesen. Die Hauptfigur ist die Heilerin Katharina Jacob. Sie unterhält in Nürnberg im Jahr 1493 ein Haus, in dem sie kranke, von der Gesellschaft ausgestossene oder geächtete Frauen behandelt. Für eine verwitwete Frau, die sich nicht neu verheiraten will, ist sie äußerst autark und lässt sich nichts vorschreiben. Das ruft Neid und MIßgunst hervor. Als in Nürnberg mehrere Tote mit durchgeschnittener Kehle aufgefunden werden, gerät Katharina in den Strudel des Verbrechens. Ihr ehemaliger Geliebter Richard Sterner ist aus dem Süden zurückgekehrt und wird eines Tages neben einer übel zugerichteten Leiche aufgefunden. Es kommt so weit, dass schließlich Katharina selbst unter Mordverdacht steht. Zusätzlich ist der Verfasser des Hexenhammers höchstpersönlich nach Nürnberg gekommen und hat nur ein Ziel: Katharina vernichten. Der Roman ist spannend und mitreißend geschrieben. Die Hauptfiguren sind extrem sympathisch und ausführlich dargestellt, ihre Widersacher dementsprechend fies und böse. Dabei wird jedoch nicht übertrieben, die Handelnden reagieren alle nachvollziehbar. Nürnberg und die Verhältnisse zur damaligen Zeit werden gut beschrieben und man bekommt Lust, mehr von Katharina oder ihren Verbündeten zu lesen.

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  • Rezension zu "Madonna" von Kathrin Lange

    Madonna
    Blaustern

    Blaustern

    01. January 2013 um 16:16

    „Madonna“ ist der dritte Teil der Trilogie mit Katharina Jakob und beginnt um 1493 in Nürnberg. Mit durchgeschnittenen Kehlen werden an nacheinander folgenden Tagen Menschen tot aufgefunden. Katharina nimmt die Morde erst richtig wahr, als Richard Sterner, der Mann, den sie liebt und von dem sie träumt, aus der Toskana zurückkehrt, und mit in den Mord hineingezogen wird. Sie ist Witwe und hat sich nach dem Tod ihres Mannes eine neue Existenz aufgebaut. Sie bietet hilfsbedürftigen psychisch kranken Frauen ein Obdach, was von bestimmten Personen mehr als abgelehnt wird und ihr viele Feinde einbringt. Alle Opfer stehen auch zu Katharina in irgendeiner Verbindung. Wer steckt dahinter? Gleichzeitig trifft Heinrich, der Autor des Hexenspiegels, in Nürnberg ein und hat es auch noch auf Katharina abgesehen. Katharina ist eine Heilerin und war für mich ein sehr interessanter und sympathischer Charakter. Auch viele Dinge über die Heilkunst zu erfahren, fand ich sehr interessant. Das Buch ist von Anfang bis Ende spannend und flüssig geschrieben und sehr gut recherchiert, sodass man sich die damalige Zeit sehr gut detailgenau vorstellen konnte. Ohne die ersten beiden Bände gelesen zu haben, kam ich gut ins Geschehen rein.

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  • Rezension zu "Madonna" von Kathrin Lange

    Madonna
    PMelittaM

    PMelittaM

    28. December 2012 um 14:41

    Nürnberg 1493: Ein Mörder geht um, der seinen Opfern die Kehle durchschneidet. Bei seiner Opferwahl ist zunächst kein Muster festzustellen. Die Witwe Katharina Jakob, die ein Haus für psychisch kranke Frauen führt (was einigen ihrer Mitbürger ein Dorn im Auge ist), bekommt zunächst nur am Rande davon mit. Als aber der Mann, den sie liebt, nach Nürnberg zurückkehrt und in einen der Morde involviert zu sein scheint, ändert sich das. Zur gleichen Zeit ist der Heinrich Institoris, der Autor des Hexenhammers, in Nürnberg angekommen – und er scheint es auf Katharina abgesehen zu haben. Es handelt sich hier um den dritten Band einer Trilogie. Doch auch wer – wie ich – die beiden vorherigen Bände nicht gelesen hat, kommt gut in das Buch hinein und wird es problemlos verstehen können. Dennoch ist das Lesevergnügen wahrscheinlich höher, wenn man die Vorgängerromane kennt. Katharina ist ein interessanter Charakter, sie hat es nicht einfach und erfährt im Laufe des Romans einiges über sich, was ihr das Leben nicht unbedingt einfacher macht, ihr aber hilft, mit sich ins Reine zu kommen. Auch die anderen Charaktere gefallen mir sehr gut, besonders ins Herz geschlossen habe ich Donatus, der genau wie Katharina mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen hat. Eine große Rolle in diesem Roman spielen die gesellschaftlichen Erwartungen zu jener Zeit, die größtenteils von der Kirche geprägt sind. So hat eine Witwe fortan ein keusches Leben zu führen. Und ein Haus, in dem lauter alleinstehende Frauen leben (und seien sie auch noch so alt), wird als Hurenhaus betrachtet. Mir machen so einige dieser Anschauungen Magenschmerzen. Auch ein Mann wie Heinrich Institoris, vom Hass auf Frauen zerfressen, tut ein Übriges dazu. Meine Befürchtung, das Buch könnte in einen Roman über Hexenverfolgung abdriften, erfüllt sich zu meiner Freude jedoch nicht. Dieses Thema wird zwar angeschnitten, hat aber keine herausragende Rolle in der Geschichte. Das Buch scheint mir gut recherchiert zu sein. Da Katharina eine Heilerin ist, die sich an Hildegard von Bingen orientiert, erfährt man z. B. einiges über die damalige Heilkunst. Im Nachwort erfährt man dann noch ein bisschen mehr über einige Hintergründe. Mir hat der Roman sehr gut gefallen, er lässt sich flüssig lesen, ist spannend, die Charaktere bieten Identifikationsmöglichkeiten und kommen einem sehr nahe. Für jeden, der historische Romane mag, ist das Buch absolut empfehlenswert.

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  • Rezension zu "Madonna" von Kathrin Lange

    Madonna
    Mone80

    Mone80

    23. December 2012 um 12:25

    Nürnberg, 1493- In den dunklen Gassen lauert die Gefahr. Innerhalb kurzer Zeit werden drei Menschen mit durchgeschnittener Kehle aufgefunden. Eine Verbindung zwischen den Opfern scheint es erstmal nicht zu geben. Katharina, eine Heilerin, hat nach dem Tod ihres Mannes in ihrem Haus ein Zufluchtsort für Frauen geschaffen, die alle an melancholia leiden. Auch sie hat diese Krankheit und schubweise überfällt sie eine große Schwermütigkeit. In ihrer Umgebung wird sie und ihr "Fischerhaus" verspottet. Vor einem Jahr ist der Mann, den sie über alles liebt, in die Toskana gegangen. Sie hat seinen Heiratsantrag trotz ihrer Liebe abgewiesen. Doch Richard kehrt zurück nach Nürnberg und mit ihm Heinrich Kramer, der Verfasser des Hexenhammers. Heinrich nutzt die Morde um sich an Katharina zu rächen. Gelingt sein Plan oder können Richard und Arnulf, ein Nachtrabe, den wahren Täter stellen? Meine Meinung Kathrin Lange hat es geschafft, auf den ersten Seiten eine Spannung aufzubauen und zu halten, die einen regelrecht an das Buch ketten. Es ist zwar der 3. Band rund um Katharina, aber auch ohne die ersten Bände zu kennen, hat man keine Schwierigkeiten in die Geschichte einzutauchen. Geschickt lässt sie wichtige Ereignisse aus den ersten Bänden in die neue Geschichte einfließen und es fehlt einem Nichts, um der Geschichte zu folgen. Das soll aber nicht heißen, dass man die ersten Bände nicht lesen sollte. Ich werde sie auch noch lesen. Der Roman spielt im 15. Jahrhundert. Eindrucksvoll schildert sie das Leben in Nürnberg, die Atmosphäre und Stimmungen sind ganz toll eingefangen und festgehalten. Aber es ist kein historischer Roman, wie man ihn kennt. Nein, der Hauptaugenmerkt liegt definitiv beim Thriller. Und der kommt nicht zu kurz. Wunderbar ist er in diesen historischen Roman eingebettet. Die Beschreibung der düsteren Gassen, das Spiel mit Licht und Schatten, in denen sich der Mörder, bewegt, heben die Spannung ungemein. Falsche Spuren werden gelegt und man verfolgt mit Richard und Arnulf, der sich in den dunklen Gassen zu Hause fühlt und als Nachtrabe eine recht zwielichtige Gestalt abgibt, die Spur zum Mörder. Auch, wenn Arnulf in krumme Geschäfte verwickelt ist, hat er das Herz am rechten Fleck. Die Hexenverfolgung wird durch das Auftauchen des Heinrich Kramers zwar kurz angerissen, aber nur um zu verdeutlichen, mit was für einem Menschen man es zu tun hat. Heinrich Kramer verfolgt seine rein persönlichen Motive... Die Personen sind allesamt so toll ausgearbeitet. Jeder Protagonist hat seinen ganz eigenen Charakter, der klar dargestellt wird. Sie bleiben nicht auf der Stelle stehen, sondern entwickeln sich in der Geschichte weiter. Kathrin Lange hat ihnen Leben eingehaucht. Der Schreibstil ist sehr angenehm und entgegen der historischen Romane, die ich sonst so lese, doch recht "neumodisch". Aber das fand ich jetzt überhaupt nicht störend. Es passte zu dieser Geschichte. Das Ende überbietet die anfänglich aufgebaute Spannung nochmals um Längen. In vollem Tempo gelangt man zur Auflösung, es passiert soviel und wirkt doch nicht überladen. Da hatte man kaum noch Zeit zum Luft holen. Alle Fragen und Geheimnisse werden logisch aufgeklärt und das Buch findet nach der ganzen Spannung zu einem ruhigen und schönen Ausklang. Ganz toll fand ich das Nachwort zu lesen, in dem die Autorin nochmals einige Infos zum Buch und seiner Entstehung gibt und warum sich ausgerechnet Heinrich Kramer dann doch noch in die Geschichte eingeschlichen hat. Fazit Ein temporeicher Thriller eingebettet in einem historischen Roman. Spannung pur!

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  • Rezension zu "Madonna" von Kathrin Lange

    Madonna
    Goch9

    Goch9

    20. December 2012 um 18:49

    Nürnberg 1493. Mehrere Menschen mit durchschnittenen Kehlen werden innerhalb weniger Tage aufgefunden. Alle Opfer stehen in irgendeiner Verbindung zu der Heilerin Katharina Jacob. Sie baute sich nach dem Tod ihres Ehemanns eine neue Existenz auf und gewährt alleinstehenden Frauen ein Obdach, was vielen Menschen ein Dorn im Auge ist. Vielen Anfeindungen zum Trotz geht sie ihren Weg. Heimlich bedauert sie den Weggang von Richard Sterner und ersehnt seine Rückkehr. Als er tatsächlich aus der Toskana zurückkehrt, gerät er unversehens in die Mordserie. Mit Hilfe seines Freundes Arnulf, eines Nachtraben, beginnt ein Kampf ums Überleben, um die Wahrheit und um Geheimnisse der Vergangenheit. Kathrin Lange zeigt mit diesem Roman, dass historische Romane wahre Thriller sein können. Sie hat vom Anfang bis Ende die Spannung gehalten. Sie verzichtet auch auf lange Beschreibungen der Zustände und Lebensbedingungen im 15. Jahrhundert, sondern schildert mehr die Gedanken, das Verhalten und die Erwartungen der Menschen, was nicht immer den pauschalen Vorstellungen der Leser entspricht. Durch penible Recherche will sie das wahre Bild dieser Zeit zeigen, was ihr auch gelungen ist. Liebevoll zeichnet sie vielschichtige Protagonisten, deren Kampf ums Überleben vom Leser fasziniert begleitet wird und scheut auch nicht die verlogene Doppelzüngigkeit des Klerus aufzuzeigen. Für mich ist dieser Roman ein rundum gelungenes Buch und ich freue mich auf weitere historische Romane von Kathrin Lange.

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  • Rezension zu "Madonna" von Kathrin Lange

    Madonna
    mabuerele

    mabuerele

    16. December 2012 um 18:01

    Der Roman beginnt im Nürnbeg des Jahres 1493. Ein Unbekannter folgt Katharina. Kurz bevor er sie erreicht, wird er ermordet. Wenige Wochen später gibt es den nächsten Toten. Der Spitalmeister plante gegen Katharina Jakob vorzugehen, da Gelder, die er für sein Spital erwartet hatte, an Katharina fließen sollten. Auch ihn findet man mit durchgeschnittener Kehle. Katharina ist Witwe. Sie hat das Haus ihres Mannes für Frauen geöffnet, die, wie man heute sagen würde, an Depression litten. Doch das wird von ihrer Umgebung nicht immer positiv gesehen. Als Bader hat sie Donatus eingestellt. Er war wegen Homosexualität aus dem Spital entlassen wurden. Nach einem Leben auf der Straße bekam er bei Katharina eine neue Chance. Dr. Spindler, Katharinas Beichtvater, versucht, sie zu einem keuschen Leben zu bewegen. Dazu hat er eigenhändig Kapitel aus dem Witwenspiegel für sie abgeschrieben. Doch Katharina kann Richard nicht vergessen. Er hatte nach dem Tode ihres Mannes Nürnberg verlassen. Richard aber kehrt in die Stadt zurück. Unterwegs trifft er Heinrich Kramer, den Verfasser des Hexenspiegels. Er hat mit Katharina noch eine Rechnung offen. Bei dem Roman handelt es sich um die dritte Geschichte über Katharina Jakob. Auch ohne Kenntnis der ersten Bände lässt sie sich problemlos lesen. Wichtige Fakten der Vergangenheit sind geschickt im Text integriert. Der Roman zeichnet sich durch eine exakte Recherche und sehr genaue Beschreibung der Zeitverhältnisse und Örtlichkeiten aus. Das mittelalterliche Nürnberg entstand beim Lesen mit seinen Straßen und Gassen vor meinen Augen. Katharina ist medizinisch gebildet. Auch hier sind die Beschreibungen über Medikamente, Heilmittel und Krankheiten stimmig. Durch die Handlung des Romans ziehen sich Katharinas Albträume. Die nach außen hin starke und selbstbewusste Frau trägt Verletzungen aus der Vergangenheit, über deren Wurzeln sie sich nicht klar ist. Der kundige Leser, der die Anzeichen deuten kann, wird seine Vermutung am Ende bestätigt bekommen. Doch auch im Spital ist nicht alles, wie es sein sollte. Die jungen Scholaren sind einer Gefahr ausgesetzt, an der schon einer zerbrochen ist. Die Protagonisten wurden gut charakterisiert. Nicht nur ihre Stärken und Schwächen, auch ihre Wünsche und Träume werden für mich als Leser deutlich. Neben den schon genannten Personen spielt Arnulf, der Mann in Schwarz, eine besondere Rolle. Als Freund von Richard steht er Katharina zur Seite, bewahrt aber auch Richard vor unangebrachten und gefährlichen Reaktionen. Gut finde ich den Bezug auf die Vergangenheit. Nürnberg wehrt sich gegen die aufkommende Hexenhysterie. Noch ist gegenwärtig, dass Hexenglaube bisher als Aberglaube galt. Doch Heinrich Kramer zeigt, wie schnell und gründlich es möglich ist, Menschenmassen zu manipulieren. Der Roman ist spannend geschrieben und lässt sich zügig lesen. Der Handlungsablauf ist stimmig, das Ende nachvollziehbar. Das Buch hat mir sehr gut gefallen und mein Interesse an den anderen Bänden geweckt.

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  • Rezension zu "Madonna" von Kathrin Lange

    Madonna
    ForeverAngel

    ForeverAngel

    16. December 2012 um 17:34

    Nürnberg, 1493: Katharina Lange pflegt in einem geerbten Haus hilfsbedürftige Frauen und evrsüßt sich ihren Alltag durch Träume von Richard. Doch als ebendieser nach Nürnberg zurückkehrt, beginnt eine grausame Mordserie. Haben die beiden etwas damit zu tun? Madonna ist ein spannender historischer Krimi, der genau die richtige Mischung aus beiden Genre bietet. Die Figuren sind gut ausgearbeitet. Es hätte mir bestimmt noch besser gefallen, hätte ich beiden Vorgängerbände gekannt. Aber auch ohne das Vorwissen kommt man gut in dem Buch zurecht. Spannend, romantisch, historisch. Einfach alles da, was man sich bei diesem Genre wünschen kann und so geschrieben, dass man es schnell lesen kann.

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  • Rezension zu "Madonna" von Kathrin Lange

    Madonna
    tigerbea

    tigerbea

    15. December 2012 um 14:40

    Nürnberg, 1493. Katharina Jacob ist durch den Stadtrat ihre Arbeit als Heilerin verboten worden. Sie kümmert sich um Frauen, die an Depressionen leiden. Als in Nürnbergs Gassen Menschen mit durchtrennten Kehlen gefunden werden, steht sie schnell unter Verdacht, denn die Spuren führen stets zu ihr. Zur gleichen Zeit besucht Heinrich Kramer, der Begründer des "Hexenhammers" Nürnberg zu dem Zweck, den Rat von dieser Schrift zu überzeugen. Zu allem Unglück wird Katharinas große Liebe Richard bei einer Ermordeten aufgefunden. Katharina muß die Unschuld von sich selbst und Richard beweisen. Ihr wird klar, daß sie dazu in ihrer eigenen Kindheit nach Geheimnissen suchen muß. Madonna ist ein sehr spannender historischer Roman, der gespickt ist mit wundervollen Beschreibungen des Lebens zur damaligen Zeit. Die Charaktere sind liebevoll beschrieben, man schließt Katharina und Richard förmlich in sein Herz. Schön auch, daß man diesen Roman gut lesen kann, wenn man die beiden ersten Bände der Serie nicht gelesen hat. Dies tut der Spannung und dem Verständnis keinen Abbruch!

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  • Rezension zu "Madonna" von Kathrin Lange

    Madonna
    tweedledee

    tweedledee

    14. December 2012 um 11:52

    Im Jahre 1493 hält eine Mordserie Nürnberg in Atem, mehrere Leichen werden mit durchschnittener Kehle in den Gassen aufgefunden. Neben einer ermordeten Magd liegt Richard Sterner, schwer verwundet. Der Mann, den Katharina Jacob seit über einem Jahr nicht gesehen hat und den sie begehrt, der nachts in ihren Träumen erscheint. Irgendwie scheint jeder der Morde eine Verbindung zu der Heilerin Katharina zu haben, zuletzt gerät sie selbst noch unter Verdacht. "Madonna" ist ein historischer Krimi, der mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Heilerin Katharina Jacob, die im Fischerhaus, welches sie von ihrem verstorbenen Mann geerbt hat, gemütskranken Frauen ein Heim bietet und sie medizinisch behandelt. Doch auch sie selbst leidet unter der Melancholia, welche Gründe dazu führten erfährt man zum Schluss. Katharina ist für ihre Zeit eine starke Frau, die Autorin beschreibt sowohl Katharina als auch ihre anderen Protagonisten und Nebendarsteller sehr genau, so dass man sich ein gutes Bild über sie machen kann. Aber nicht nur die Personen, auch die Schauplätze sind so detailliert und bildhaft beschrieben, dass ich mich ins Jahr 1493 zurückversetzt fühlte und die Gassen Nürnbergs vor meinem inneren Auge entstanden. Die dunklen düsteren Gassen, in die kaum ein Lichtstrahl dringt, die Gerüche nach Unrat. Nebenbei erfährt man viele geschichtliche Details und wie das Leben damals ablief, wie gottesfürchtig und abergläubig die Menschen waren. Die Mordserie, ihre Verwicklungen, die Spurensuche und die Aufklärung ist absolut spannend beschrieben, ab einem gewissen Punkt wird die Spannung fast unerträglich. Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen, ist wunderbar bildhaft. Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, so dass es immer abwechslungsreich bleibt. Bei "Madonna" handelt es sich um den dritten Teil einer Trilogie um Katharina, ich selbst habe die beiden Vorgänger noch nicht gelesen. Das Buch läßt sich sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen, alles Wichtige über Katharina erfährt man im Verlauf. Allerdings hat mir "Madonna" so gut gefallen, dass ich mir die beiden anderen Teile auch noch kaufen werde. Es ist ein historischer Krimi den ich absolut weiterempfehlen kann.

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  • Rezension zu "Madonna" von Kathrin Lange

    Madonna
    surya

    surya

    10. December 2012 um 09:34

    Inhalt: „Madonna“ stellt den dritten und somit letzten Band der Engelmörder-Trilogie von Kathrin Lange dar, indem wiederum Katharina Jacob im Mittelpunkt steht. Wir befinden uns in Nürnberg, im Jahre 1493. Während sie in dem von ihrem Mann geerbten Fischerhaus kranke, alleinstehende Frauen pflegt, von intimen Begegnungen mit Richard Sterner träumt, beginnt unerwartet eine ominöse Mordserie. Als plötzlich auch noch Richard in Begleitung von Heinrich Kramer nach Nürnberg zurückkehrt, wird es in der Stadt zunehmend düsterer! Steckt Katharina Jacob hinter all den grausamen Morden? Eigene Meinung: Bereits auf den ersten Seiten hat mich die Handlung gepackt. Mein Vorurteil, historische Romane seien zäh und kompliziert, wurde hier keineswegs bestätigt. Originell und spannend hat Lange dieses Werk aufgebaut: sie arbeitet viel mit geheimnissvollen Hinweise ihrer Protagonisten. Man ahnt, dass sich in der Vergangenheit von Familie Jacob schlimmes zugetragen haben muss – doch diese verborgene Welt ist nicht bereits von Anfang an durchschaubar, sondern wird nur nach und nach offenbart. Dabei erwarten den Leser einige Überraschungen. Sehr informativ ist auch der Perspektivenwechsel – er trägt wesentlich dazu bei, dass das ganze spannend bleibt, sich der Leser in die verschiedensten Protagonisten hineinzuversetzen vermag und die Geschehnisse aus der Sicht der anderen Personen erlebt werden können. Vom Aufbau her hätte ich es allerdings besser gefunden, wenn diese Perspektivenwechsel deutlicher dargestellt worden wären – ist aber Geschmackssache. Die Figuren hat Lange unglaublich liebevoll dargestellt. Bereits zu Beginn entstand in mir eine große Bewunderung für Katharina. Sehr liebenswert habe ich auch die Figuren des Arnulfs und Richards gefunden. Alle drei kann man für ihre Selbstlosigkeit und Treue nur bewunden. Langes Schreibstil hat mir auch außerordentlich gut gefallen. Gleich auf den ersten Seiten fällt auf, welch schöne Adjektive die Autorin verwendet und wie bildreich und detailliert ihre Sprache ist. Die einzelnen Szenen werden sehr ausführlich beschrieben, so dass sich der Leser ein gutes Bild von den damaligen Verhältnissen und Bedingungen machen kann. Für mich keineswegs unnötig in die Länge gezogen, wodurch der Lesefluss gestört werden hätte können, sondern notwendig! Überdies hat die Autorin meines Erachtens für diese Trilogie hervorragend recherchiert und in einem Nachwort geht sie nochmals aus die wahrheitsgetreuen bzw erfundenen Elemente ein, was ich super fand. Fazit: „Madonna“ enthält viele interessante geschichtliche Informationen über das Leben im mittelalterlichen Nürnberg, ua über die Inquisition, sowie auch über den damaligen Stand der Medizin. Auch Romantiker sollten nicht zu kurz kommen. Eine absolute Leseempfehlung für jene, die ihre Liebe zu historische Romane entdecken wollen oder bereits entdeckt haben.

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