Kathrin Schachtschabel Elf Meter

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Inhaltsangabe zu „Elf Meter“ von Kathrin Schachtschabel

Die Lüriger Frauen sind sauer: Eigentlich wollten sie mit ihren Männern zum Bezirksmusikfest, doch die lassen sie sitzen für ein Fußballspiel. Unterwegs verunglückt der Bus - fast alle Insassen sterben. Plötzlich ist das kleine Dorf nahezu männerlos. Alles steht Kopf, was zu reichlich Intrigen, aber auch zu allerlei schrägen Situationen führt. Außerdem wäre eine der Frauen ihren Mann zu gerne losgeworden, doch er saß nicht mit im Bus. Also muss frau selbst aktiv werden …

Mir fehlt ein roter Faden - zu wenig Handlung, dafür um so mehr Protagonisten

— Gela_HK

Unübersichtlich viele Frauen nehmen ihr Leben selbst in die Hand. Die vielen Charaktere lassen die Handlung leider in den Hintergrund treten

— LeseMaus

Ein paar Szenen aus dem Dorfleben fand ich gut gezeichnet - insgesamt hatte ich mir aber mehr versprochen....

— Corsicana

Tolle Idee, großartiger Einstieg ... bleibt insgesamt aber leider hinter seinen Möglichkeiten zurück.

— AliceDreamchild

Nicht so meines

— Antek

Viele zuviele Personen, deren Schicksale mich nicht berührten, auch nicht witzig!

— Leserin71

Zu viele Personen, zu viel Handlung, zu hohes Tempo...bin enttäuscht!

— Igela

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  • Leserunde zu "Elf Meter" von Kathrin Schachtschabel

    Elf Meter

    KathrinSch

    Ich lade euch herzlich zu einer Leserunde ein. Der Gmeiner Verlag stellt dazu 20 E-Books für lesebegeisterte LovelybookerInnen bereit (Elf Meter ist ein Frauenroman), die nach dem 13. Juli 2014 unter den Bewerbern verlost werden. Bewerben kann sich jeder, der sich in den nächsten sechs Wochen aktiv an dieser Leserunde beteiligen kann und möchte. Wer sich nicht sicher ist, ob das Buch seinen Vorstellungen entspricht, der kann hier gern in die Leseprobe hineinschauen: http://www.amazon.de/Elf-Meter-Frauenroman-Frauenromane-GMEINER-Verlag-ebook/dp/B00JXFDLU4/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1404141584&sr=8-1&keywords=elf+meter Eure Kommentare und Rezensionen zu Elf Meter bei LovelyBooks, auf euren Blogs, einem offiziellen Buchportal oder einer Verkaufsplattform erwarte ich mit Spannung. Eure Kathrin Schachtschabel Achtung! Elf Meter ist ausschließlich als E-Book erschienen. Die Gewinner erhalten ein epub-Format, auf Wunsch aber auch mobi.

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  • Dorf ohne Männer und wenig Handlung

    Elf Meter

    Gela_HK

    03. September 2014 um 23:24

    Plötzlich stehen die Lüriger Frauen ohne Männer da, denn eine Busfahrt zu einem Fußballspiel endet für die meisten tödlich. Das kleine Dorf muss sich neu organisieren und so entstehen plötzlich Gemeinschaften, die es vorher nicht gegeben hätte. Kathrin Schachtschabel hat mit "Elf Meter" einen flüssigen gut lesbaren Frauenroman geschrieben. Der Titel und das Cover wirken vielversprechend. Auch die Rahmenhandlung - ein Dorf, plötzlich ohne Männer - läßt auf viele ungewöhnliche Szenen hoffen. Doch leider wird man am Anfang gleich von einer Flut von verschiedenen Charakteren überfallen. Da hilft auch das aufgeführte Personenregister nicht weiter. Man kann keinem Protagonisten so richtig folgen, da viel zu schnell von einer Handlung zu nächsten gesprungen wird. Dabei bleiben die Handlungen dann doch sehr an der Oberfläche. Besonders verwirrend fand ich es, dass in der heutigen Zeit fast alle Frauen im Dorf noch keinen Führerschein hatten und der Erwerb als besonderes Ereignis gefeiert wurde? Das Ende war für mich nicht schlüssig. Zu schnell und unglaubwürdig wird vom Dorf- ins Stadtleben gewechselt.

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  • Unübersichtlich viele Frauen nehmen ihr Leben selbst in die Hand

    Elf Meter

    LeseMaus

    01. September 2014 um 22:42

    Der erste Satz: "Mit einem Schlag hatte der Gesangsverein in Lürig 18 Mitglieder weniger." Das Äußere: Das E-Book hat ein verheißungsvolles Cover: Es zeigt nur den Teil einer energisch wirkenden Frau im Kittel mit einem Rechen in der Hand. Schade, dass man ihr Gesicht nicht sehen kann, wahrscheinlich würde ihr die Tatkraft schon aus den Augen strahlen. So aber kann man nur erahnen, was die Dame mit dem Rechen noch so Gefährliches vor hat... Das Innere: Das kleine Eifeldorf Lürig wird von einem schlimmen Schicksalsschlag erschüttert: Auf der Fahrt zu einem Fußballspiel des 1. FC Köln kommt nahezu die gesamte männliche Bevölkerung des Dorfes bei einem Busunfall ums Leben. Schlagartig müssen die hinterbliebenen Frauen ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Nur Heidrun muss sich weiterhin mit ihrem Mann Peter herumärgern, weil der gar nicht mitgefahren ist - ob ihr dazu nicht etwas einfallen wird? Das Wesentliche: Im Prolog erzählt der junge Hein Badony, einziger Überlebender des schweren Busunglücks, in der Retrospektive von den Geschehnissen vor und während der Busfahrt. Von hier aus hätte die Geschichte nun schnell Fahrt aufnehmen sollen - doch bevor es überhaupt losgeht, werden sage und schreibe 15 Haupt-, 41 (!) Nebenfiguren und 5 Randfiguren in einem umfassenden Personenverzeichnis vorgestellt. Da habe ich direkt ein wenig Angst bekommen, zumal das Hin- und Herblättern in einem E-Book nicht ganz so schnell geht, wenn man doch mal nachsehen muss, welche Person gerade die Handlung anführt. Aufgrund der hohen Personenzahl war es dann auch gar nicht so einfach, im Roman Fuß zu fassen. Immer wenn ich gerade eine Art von Beziehung zu einer der Personen aufbauen wollte, ging die Handlung mit einer anderen Person schon weiter. Dabei mochte ich zum Beispiel Karin Brücker, Frau des Dorfarztes und ebenfalls Medizinerin, recht gern. Sie hat versucht, ihre Trauer durch Aktivität in den Griff zu bekommen - die Frauen des Dorfes brauchten ja schließlich auch nach dem Tod von Dr. Peter Bauer weiterhin einen Arzt. Die Schicksale der übrigen Hauptpersonen gingen leider im Gemengelage ziemlich unter. Wieso Heidrun Bauer denn nun so unbedingt ihren Mann Peter loswerden wollte, ist mir die ganze Zeit über nicht so recht klar geworden. Wenn Heidrun nun aber wenigstens etwas energischer versucht hätte, ihren Mann los zu werden, hätte sich hier die eine oder andere Quelle für humoristischere Handlungen ergeben können. Eigentlich habe ich mich sehr auf das Buch gefreut. Ich war fest davon überzeugt, dass ich hier einen unterhaltsamen Frauenroman mit einer guten Portion schwarzen Humors finden würde. Leider gab es aber für meinen Geschmack viel zu viele Charaktere, die auf zu viele verschiedene Arten mit dem Tod ihrer Männer fertig zu werden versuchten. Dass die Frauen überhaupt getrauert haben, ist in meinen Augen zu sehr im Hintergrund geblieben. Selbst bei einem Fokus auf schwarzem Humor muss für mich ein Ansatz für Glaubwürdigkeit erkennbar sein, damit ich in den Roman gut einsteigen kann. Karin Schachtschabels Schreibstil hingegen hat mir gut gefallen. Sehr flüssig geschrieben, kommen einige der Damen ländlich-ruppig rüber und wirken somit doch recht authentisch. Ich kann mir gut vorstellen, es noch einmal mit einem anderen Roman der Autorin zu versuchen. Das Fazit: Für mich persönlich waren es ein paar zu viele Charaktere, was dazu geführt hat, dass die Handlung aufgrund der vielen Szenen- und Protagonistenwechsel sehr in den Hintergrund trat. Das Buch hat mich daher leider nicht überzeugen können, obwohl der Schreibstil viel Potenzial hat. Die Bewertung: Zwei von fünf Sternen

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  • Elf Meter....oder wie ein Fußballspiel ein ganzes Dorf verändert

    Elf Meter

    Nele75

    Die Männer des Dorfes Lürig sind voller Vorfreude auf ein bevorstehendes Fußballspiel...alles ist organisiert - der Bus, die Eintrittskarten, die richtige Menge an Mitfahrern. Doch dann ändert ein Unfall alles und plötzlich müssen die Frauen des Dorfes ihr bisheriges Leben komplett umorganisieren. Einzig der junge Hein hat überlebt, da er sich zum Zeitpunkt des Unfalls zufällig auf der Bustoilette aufgehalten hat und nun schwerverletzt im Krankenhaus liegt. Als ich das erste Mal den Inhalt von "Elf Meter" gelesen habe, hatte ich mir sofort eine unterhaltsame, vielleicht etwas andere Geschichte vorgestellt. Ich wusste zwar nicht genau, was mich beim Lesen erwartet, aber ich habe mir die Geschichte vor allem sehr lustig vorgestellt. Nach dem Lesen des Prologs, welcher aus der Sicht des einzigen Unfallüberlebenden Heins erzählt wird, waren mir zu viele Personen in die Geschichte verwickelt. Die Sprünge von einer zur nächsten Dorfbewohnerin gingen mir viel zu schnell, ich kam noch lange mit den Namen der Mitwirkenden durcheinander. Dadurch war es leider auch so, dass ich keinen richtigen "Aufhänger" in der Geschichte hatte, keine Person, welche die Chance hatte, während des Lesens zu einem Sympathieträger zu werden. Die Schreibweise der Autorin Kathrin Schachtschabel wiederum fand ich  sehr schön zu lesen. Auch das Cover macht neugierig auf die Geschichte und hätte mich in der Buchhandlung sicherlich auch direkt angesprochen. Von mir leider nur drei wirklich sehr gutgemeinte Sterne, die Geschichte konnte mich zwar nicht ganz überzeugen durch die meiner Meinung nach zu vielen Personen, aber die Schreibweise war gut zu lesen und hat mir gefallen.

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    • 2
  • Rezension zu "Elf Meter"

    Elf Meter

    LimaKatze

    Zum Inhalt: Handlungsort dieses Frauenromans ist ein kleines fiktives Dorf in der Eifel. Eigentlich wollten die Frauen aus Lürig gemeinsam mit ihren Männern auf ein Bezirksmusikfest, doch die männlichen Fußballfans hatten andere Pläne. Sie wollten unbedingt zum Saisonauftaktspiel des 1. FC Köln. Auf dem Weg dorthin gerät der eigens für diesen Anlass organisierte Bus in einen Stau, und die kleine Fangemeinde kann den Beginn des Fußballspiels nur im Radio verfolgen. Es ist quasi Ironie des Schicksals, dass der tragische Unfall ausgerechnet bei einem Elfmeter passiert. Alle Männer im Bus sterben. Nur der junge Hein Badony, dessen Vater ebenfalls im Fahrzeug saß, überlebt schwerverletzt dieses Unglück. An diesem Punkt beginnt die eigentliche Geschichte in diesem Roman. Nach dem Unfall müssen sich die Frauen nicht nur um die Beerdigung der Männer kümmern, sondern sie sind auch gezwungen, sich mit ihrer neuen Lebenssituation auseinanderzusetzen und sich entsprechend neu zu organisieren. Jede entwickelt dabei ihre eigene Methode, und diese stößt nicht immer auf Verständnis bei den anderen Damen im Dorf. Und wie das in so einer kleinen Dorfgemeinde meist üblich ist, kann der linke Nachbar kaum etwas tun, was der rechte Nachbar nicht mitbekommt, und somit sind Tratsch und Klatsch unter den Frauen an der Tagesordnung. Peter Bauer gehört zu den wenigen Männern aus dem Dorf, die gar nicht erst im Bus waren. Man sollte eigentlich meinen, welch ein Glück! Doch Ehefrau Heidrun ist darüber alles andere als begeistert, und sie würde ihrem persönlichen Glück nur allzu gerne auf die Sprünge helfen. .... *** Mein Fazit: Cover und Buchbeschreibung versprachen Humor, und gemeinsam mit dem Prolog, der als Leseprobe zur Verfügung stand, war ich sehr gespannt auf die Geschichte im Buch. Besonders der Prolog, der aus der Sicht des Jugendlichen Hein Badony in ernsteren Tönen geschrieben wurde, hatte mich neugierig auf den Roman gemacht. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Mitunter wusste ich gar nicht, in welche Richtung mich das Buch eigentlich führen sollte. Ernsthafter Frauenroman, oder Komödie mit schwarzem Humor??? Für einen ernsthaften Frauenroman blieb mir allerdings vieles zu oberflächlich, und für eine Komödie gab es für mich zu wenig Humor. Vielleicht ist aber auch der Tod von achtzehn Männern aufgrund eines schweren Verkehrsunfalls ein schwieriger Hintergrund für gut gesetzten Humor. Es war für mich als Leser sehr schwer, eine Beziehung zu den Protagonisten aufzubauen, weil einfach zu viele Figuren in diesen relativ kurzen Roman eingearbeitet wurden. Aufgrund der vielen Charaktere kam es zu häufigen Szenenwechseln und Handlungssprüngen. Und Hein Badony, auf dem eigentlich von Anfang an mein Hauptaugenmerk gelegen hatte, tritt erst am Ende der Geschichte wieder in Erscheinung. Themen wie Trauer und Trauerverarbeitung kamen zu kurz, dafür gab es jede Menge Dorfklatsch im Buch. Der umgekehrte Fall, gemeinsam mit den Komponenten Freundschaft und Zusammenhalt, hätte der Geschichte mehr Tiefe geben können. Außerdem fehlten in meinen Augen ein paar Bestandteile in der Handlung, die mir wichtig gewesen wären. Letztendlich habe ich den Eindruck, dass die Zutaten für einen guten Roman zwar alle vorhanden waren, allerdings sind es einfach zu viele, und die Dosierungen beim Handlungsaufbau nicht ganz stimmig. Das finde ich sehr schade, denn die Idee zum Buch hatte mir gut gefallen. Die typische Dorfatmosphäre, wie man sie sich vorstellt, wurde gut eingefangen. Und besonders bei den kurzen Passagen mit Hein zeigten sich das Einfühlungsvermögen und die Möglichkeiten der Autorin. So leid es mir tut, insgesamt gesehen kann ich für dieses Buch nur zwei Sterne vergeben.

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    • 2

    Floh

    18. August 2014 um 12:03
  • Ein Dorf mit Frauen im Überschuss

    Elf Meter

    Donauland

    13. August 2014 um 15:22

    „Elf Meter“ und es geht nicht nur um Fußball, meine Neugier war geweckt, das Buchcover und der Klappentext haben mich begeistert. Die Leseprobe hat mich überzeugt, der Prolog liest sich wunderbar, dieser ist aus der Sicht von Hein, einem Jungen, geschrieben, der als einziger die Fahrt überlebt hat. Aber worum geht’s überhaupt? Die Lüriger Frauen sie entsetzt, statt dass ihre Männer mit ihnen auf das Blasmusikfest fahren, wollen sie gemeinsam zu einem Fußballspiel ihrer Lieblings-Mannschaft 1. FC Köln. Auf der Fahrt stecken sie im Stau, die Stimmung wird immer schlechter und per Radio folgen sie dem Spiel, beim Elfmeter stürzt der Bus eine Böschung hinab, sterben alle, nur Hein überlebt. Das Leben der Frauen im Dorf wird auf eine harte Probe gestellt, die Frauen müssen ihr Leben neu organisieren, denn viele von ihnen haben nicht Mal einen Führerschein. Eine der wenigen, die noch ihren Mann hat, kommt mit ihrer Situation nicht klar, denn sie würde gern neu durchstarten. Mir gefiel die Idee für den Roman, ich war begeistert und richtig neugierig auf den Roman, der Prolog liest sich wunderbar, doch der Rest der Erzählung war für mich nur schwer zu verstehen, zu viele Charaktere und die Handlung zu chaotisch. Als ich die Liste der Namen entdeckte, fühlte ich mich überfordert. Der Aufbau des Buches erfolgt chronologisch, das finde ich gut, doch leider verlor ich irgendwie den Überblick, da dieser nur aus einen Wochentagname bestand, vielleicht wäre ein Datum dabei vorteilhafter. Im Dorf wurde sofort geplant, umstrukturiert, obwohl die Männer nicht Mal noch beerdigt waren, klar Jobs müssen schnell gesucht werden, doch eine Partnervermittlung gleich zu kontaktieren, störte mich. Irgendwie fehlte mir der Realitätsbezug, das Tempo war mir zu schnell, wäre dazwischen mehr Zeit verstrichen, hätte ich mir die Situation viel leichter vorstellen können. Den Frauen gelingt es durch ihre Art Konflikte zu schaffen, die gar nicht notwendig wären, wie die Ärztin Karin, die zuviel Alkohol trinkt und Antidepressiva einnimmt, Heidrun, die mit Geister beschwört, Veronika die versucht, sich schnell wieder einen Mann zu angeln. Genau über diese Situation hätte ich gerne mehr gelesen. Auch die Protagonisten waren mir zu oberflächlich, ich konnte mich in keinem so richtig hineinversetzen, vielleicht weil es so viele unterschiedliche Personen waren. Nur Hein, der den Prolog erzählt und die Lage ein Jahr später beschreibt, finde ich gelungen. Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen, vielleicht hatte ich zu hohe Erwartungen vor dem Lesen, ich fühlte mich nach der Liste mit dem Personenverzeichnis über mehrere Seiten richtig erschlagen. Zurückblättern war im ebook doch nicht so einfach, aber mit Lesezeichen doch lösbar. Das Buch zu bewerten fällt mir richtig schwer, denn die Idee finde ich genial, nur die Umsetzung entsprach nicht meinen Erwartungen.

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  • Ein wahres Verwirrspiel

    Elf Meter

    mimimaus01

    12. August 2014 um 17:12

    Ein wahres Verwirrspiel Die Frauen aus Lürig sind sauer: Eigentlich wollten sie mit ihren Männern zum Bezirksmusikfest, doch die lassen sie sitzen für ein Fußballspiel. Unterwegs verunglückt der Bus - fast alle Insassen sterben. Plötzlich ist das kleine Dorf nahezu männerlos. Alles steht Kopf, was zu reichlichen Intrigen, aber auch zu allerlei schrägen Situationen führt. Außerdem wäre eine der Frauen ihren Mann zu gerne losgeworden, doch er saß nicht mit im Bus. Also muss Frau selbst aktiv werden … Der Dorftratsch blüht, der Run zur Partnervermittlung startet drei Tage nach der Beerdigung, die Ärztin versauert im Alkohol, eine Frau, deren Mann noch lebt, soll unter die Erde –also Geisterbeschwörung-, der Pfarrer taucht in der Mitte des Buches auf einmal auf usw. Sogar die Särge gibt es im Dutzend billiger, außer man nimmt so ein billiges Holzteil. In diesem Buch ist das einzig strukturierte die Kapiteleinteilung, welche Wochentägig ist. Ansonsten finden sechs verschiedene Personen in einem Kapitel Platz, und der Leser weiß gar nicht mehr, wer wer ist. Aus der Leseprobe hinaus versprach ich mir ein wahres Feuerwerk an Humor, welches leider untergegangen ist. Ironie und Sarkasmus werden hier eher großgeschrieben. Denn kaum eine Frau trauert um ihren Mann. Dafür wird am Beginn auf drei Seiten verzeichnet, wer zu wem gehört. Nein, leider kein Feuerwerk, eher mühsame Leserverwirrung.

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  • Konnte mich leider nicht überzeugen ...

    Elf Meter

    Die-wein

    Die Männer des Lüriger Gesangsvereines wollen gemeinsam zu einem Fußballspiel ihrer Lieblings-Mannschaft 1. FC Köln. Sie bleiben im Stau stecken und die Stimmung wird immer schlechter. Als der Bus dann eine Böschung herunterstürzt, sterben alle Männer, bis auf den jungen Hein. Hein liegt lange Zeit im Krankenhaus und bekommt von der ganzen Veränderung, die im Dorf stattfindet nichts mit. Die Frauen machen währenddessen den Führerschein, suchen sich einen neuen Partner und/oder Job und organisieren ihren Alltag komplett neu. Nur Frau Bauer kommt mit der ganzen Situation nicht klar, denn ihr Mann war nicht dabei bei der Busfahrt. Dabei möchte sie ihn doch unbedingt loswerden. Ich hatte mir unter dem Buch eigentlich etwas ganz anderes vorgestellt. Wahrscheinlich hatte ich mich da zu sehr vom Cover täuschen lassen, denn ich hatte eher ein humorvolles und witziges Buch erwartet. Es hat mich interessiert, wie das Leben weitergeht, in einem Dorf fast ohne Männer. Stellenweise hat sich das Buch auch gut lesen lassen, aber mir waren das einfach zu viele Charaktere und ich hatte große Probleme damit, die Personen einzuordnen. Mir hätte es da genügt, das Ganze aus der Sicht von 1-3 Frauen zu lesen und ich habe mich auch hauptsächlich auf die Abschnitte konzentriert, in denen es um  Karin Brücker, Heidrun Bauer und Veronika von Binsfeld ging. Alles andere war mir dann einfach zu viel und selbst aus der Übersicht am Anfang des Buches, konnte man nichts über die Personen erfahren und sie somit auch nicht einordnen. Die Handlung plätschert eher so dahin und macht dann wieder mittendrin einen Schnitt. Danach geht es mit einer anderen Frau weiter und man rätselt wieder: "Wer war jetzt das?". Bei mir kam da weder Spannung noch Romantik auf und das Ganze wirkte eher bedrückend und traurig, anstatt humorvoll.  Ich gebe dem Buch 2 von 5 Sternen.

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    • 3

    Die-wein

    06. August 2014 um 15:03
    Floh schreibt das Buch hat wohl doch zu viele Schwächen...

    Ja, ich hatte auch etwas anderes erwartet.

  • Eine Dorfgeschichte

    Elf Meter

    Corsicana

    Ausgangspunkt für diese Geschichte ist ein Busunglück, das auf dem Weg zu einem Spiel des 1. FC Köln passiert. Wegen Stau ist der Bus zu spät dran - und das Unglück passiert nach einem Elfmeter. Daher der Titel des Buches. Es gibt noch eine weitere Bedeutung von "Elf Meter", diese ergibt sich am Ende des Buches - und wird jetzt natürlich noch nicht verraten. Direkt nach dem Prolog weiß man als Leser, was passiert ist: Fast alle Männer des Dorfes Lürig sind tot - bis auf den Dorfdeppen und einen Mann, der von einer Leiter gefallen war und deshalb nicht mitfahren konnte. Die Frauen und Kinder stehen alleine da. Das hätte der Ausgangspunkt für eine sehr schöne und tiefgründige Geschichte darüber sein können, wie die Frauen ins Leben zurückfinden, neues Selbstbewusstsein finden, sich gegenseitig helfen - aber das ist es leider nur zum Teil geworden. Die hier beschriebenen Frauen laufen lieber direkt zur Partnervermittlung, tratschen und ratschen und heulen herum, dass sie jetzt wohl arbeiten müssten, weil kein Geld mehr da ist - oder freuen ist anderenfalls über die Witwenrente oder die Lebensversicherung. Und das einzige, was zunächst wirklich passiert, ist, dass die Frauen erst einmal den Führerschein machen - und seitenweise darüber geredet wird, wie man nun in den nächstgelegenen Ort kommt - ohne Auto. Das ist auf dem Land zwar wirklich ein Problem - allerdings ist es total überzeichnet, dass so viele Frauen keinen Führerschein haben sollen. Die Trauer wird nicht richtig fühlbar - und die Personen bleiben meistens blass. Insgesamt fragt man sich bei dem Buch, ob Frauen wirklich (noch?) so sind - oder ob es auf dem Land immer (noch?) so zu geht. Das Buch ist daher keine Geschichte von Tragödie und daraus erwachender Stärke - aber es ist auch keine richtige Komödie. Dafür ist die Ausgangslage für mein Verständnis zu tragisch - und so richtig schwarzer Humor ist es m.E. auch nicht. Allerdings gibt es durchaus einiges an Situationskomik, die die Autorin sehr gut beschreibt und sehr gut beobachtet hat. Hier liegen sicherlich die Stärken der Autorin - die in diesem Buch jedoch leider (noch) nicht voll zur Geltung kamen. Schade, ich hatte mir mehr von diesem Buch erhofft - habe aber an vielen Stellen und Kleinigkeiten an meine Kindheit auf dem Land gedacht und diese gut beschrieben gesehen - das hat mir gut gefallen.  

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    • 3
  • Tolle Idee, unterhaltsame Schreibe, leider sehr verwirrend

    Elf Meter

    AliceDreamchild

    Inhalt Die Männer aus dem kleinen Dorf Lürig freuen sich auf ihren Fußball-Ausflug. Endlich mal ein Männerwochenende ganz ohne Frauen. Doch dann geschieht das Unfassbare: ihr Bus verunglückt und alle sterben – bis auf den jugendlichen Hein, der gerade im richtigen Moment die Toilette aufgesucht hat. Zurück bleiben die trauernden, verwirrten oder komplett aufgeschmissenen Frauen, die ihr Leben ohne die Herren der Schöpfung neu organisieren müssen …  Kurzmeinung Eine gute Idee mit einem tollen Auftakt, die bei mir große Erwartungen geweckt hat. Leider wurden diese nicht erfüllt. Stellenweise wird aber deutlich, was für ein Potenzial eigentlich in dieser Geschichte und in der Autorin steckt.  Meine Erwartungen Wie würde die Welt ohne Männer aussehen? Meine Hoffnung nach dem lesen der Buchbeschreibung und des Prologs war, dass genau diese Frage hier auf humorige Weise im Mikrokosmos eines Dorfs beantwortet werden würde. Dies war leider nicht der Fall. Großes Potenzial, nicht ganz ausgenutzt Mich hätte interessiert, wie die Frauen zurechtkommen, nachdem sie ihre Männer verloren haben. Wie werden die Aufgaben neu verteilt? Wer entdeckt möglicherweise ein ganz neues Lebensgefühl? Wer zerbricht am Verlust? Wer wächst daran? Ansätze dessen sind zwar zu erkennen, doch die Fülle der Personen lässt keine Tiefe zu, es wird lediglich an der Oberfläche gekratzt. Im Prinzip wird nur 16-mal die Geschichte einer Frau erzählt, die ihren Mann verloren hat. Das ist sehr verwirrend und schöpft meiner Meinung nach das Potenzial dieser Idee bei weitem nicht aus. Mikrokosmos Dorf Der spannendere Ansatz in meinen Augen wäre gewesen: Was ändert sich auf gesellschaftlicher Ebene ohne Männer? Etwa in der Dorfpolitik? In der Wirtschaft? Im ganzen sozialen Gefüge? Ein kleines, vielleicht etwas abgeschiedenes und rückständiges Dorf eignet sich hervorragend als „Petrischale“ für derartige Gedankenspiele und der äußerst gelungene Prolog sowie das Ende beweisen, dass die Autorin dies auch schreiberisch mit einem leicht satirischen Augenzwinkern hätte meistern können. Frauen allein daheim Stattdessen erfahre ich, dass eigentlich alle Damen (außer Maria) alleine kaum lebensfähig sind. Die Trauer über den Verlust steht im Hintergrund, vielmehr scheint das Alleinsein an sich absolut unerträglich zu sein. Um sich damit nicht auseinandersetzen zu müssen, klammern sich die Frauen an jeden greifbaren Ersatz – neue Männer, die eigenen Kinder, die beste Freundin. Sind wir Frauen tatsächlich so hilflos? Wenigstens machen sie jetzt alle endlich mal den Führerschein. Oberflächliche Charaktere, viele Handlungsstränge Die Charaktere werden zum größten Teil nur sehr oberflächlich angekratzt. Ich konnte zu keiner Figur eine tiefere Bindung aufbauen, dadurch ließen mich ihre Schicksale eigentlich komplett kalt. Lediglich Hein, der im Prolog und am Schluss zu Wort kommt, hat bei mir Sympathien geweckt. Leider kam er im Rest des Buchs nicht vor. Letztendlich krankt das Buch an der Fülle an Figuren und den vielen Handlungssträngen, von denen keiner tiefergehend beschrieben wird. Es wird sehr viel erzählt, aber letztlich tut sich nur sehr wenig. Dadurch kam bei mir auch das Gefühl auf, dass ich als Leser nicht alle Informationen habe. Fazit Die Schreibe der Autorin ist locker und unterhaltsam. Bei Heidrun und Veronika kommt stellenweise ein sehr bissiger, skurriler und schon fast schwarzer Humor zutage, der ihr Potenzial deutlich macht. Das Lesen hat durchaus Spaß gemacht. Ich könnte mir vorstellen, dass Leserinnen, denen z.B. „Reeper Wahn“ von Steffi von Wolff (leider nicht mein Fall) gefallen hat, auch an diesem Buch ihre Freude haben.

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    • 3
  • Für mich war das nichts Halbes und nichts Ganzes

    Elf Meter

    schafswolke

    31. July 2014 um 22:13

    In "Elf Meter" machen sich die Männer aus dem Dörfchen Lürig auf nach Gelsenkirchen zu einen Fußballspiel, doch auf dem Weg dorthin verunglückt der Bus und bis auf den 15jährigen Hein kommen alle Insassen ums Leben. Nun ist das Dorf fast männerlos und die Frauen müssen ihr Leben neu organisieren. Doch eine Frau trauert auch, denn ihr Mann saß nicht mit im Bus und den wäre sie nur zu gerne losgeworden. Das Buch hatte ich schnell durch, aber es hat mich doch nicht angesprochen oder berührt. Woran das lieht? Fast alle Figuren bleiben blass und unscheinbar. Es gab nur eine die ich interessant fand und das war der junge Hein, der als Einziger den tragischen Busunfall überlebt hat. Leider ist seine Rolle viel zu klein. Die Figuren habe ich auch schon fast vergessen, nachdem ich das Buch durch hatte und das passiert mir selten. In dem Buch gibt es zu viele Personen, die aber dann doch keine richtige Rolle haben. Da kann man dann schnell durcheinander kommen. Zum Beispiel gehen die Frauen in dem Buch gehen gleich nach dem Tod ihrer Männer zur Tagesordnung über und ich kann ihr Verhalten kaum nachvollziehen, denn es scheint so als wären sie nie dagewesen. Ich habe einen Roman erwartet, der mit mehr schwarzem Humor daherkommt. Aber meine Erwartungen wurden leider kaum erfüllt, da gab es vielleicht zwei - drei Stellen, wo ich mal schmunzeln musste. Es gibt aber auch keine Wärme, Tragik oder ähnliches. Zuviele Ideen, die leider nicht umgesetzt wurden. Von allem etwas zuviel und dadurch wird die Geschichte nicht lebendig und die Personen können sich nicht entfalten. Ich habe mich mit dem Buch nicht leicht getan bzw. mit der Bewertung. Die Idee für das Buch fand ich super, aber die Umsetzung ist meiner Meinung nicht gelungen. Leider gibt es von mir nur 2 Sterne.

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  • Ein Dorf "fast" ohne Männer

    Elf Meter

    Simi159

    29. July 2014 um 18:23

    Inhalt: Zum Spiel des Jahres wollen die Männer des Lüriger Gesangsvereins. Dafür mieten sie sich nicht nur einen Reisebus, sondern lassen auch das Bezirksmusikfest sausen. Erst stehen sie im Stau und dann verunglückt der Bus. Alle bis auf Hein, der zum Zeitpunkt des Unglücks auf der Bustoilette war sterben. Das Dorf ist jetzt ohne Männer. Fast ohne Männer… Einen Mann gibt es noch, Peter Bauer, der wegen seinem Beinbruch nicht mit zum Spiel konnte. Doch seine Frau Heidrun würde vieles dafür geben, wenn er mit im Bus gesessen hätte. Wie werden die Frauen ihr neues Leben angehen? Und wie wird es weitergehen? Fazit: Das ist eine tolle Idee für einen Roman. Und ich war Feuer und Flamme und wollte dieses Buch unbedingt lesen. Leider wurde meine Neugier/Erwartung nur zum Teil erfüllt. Die Autorin, Kathrin Schachtschabel, beschreibt den Umschwung im Dorf humorvoll und teils trocken. So bekommen die Frauen Mengenrabatt bei der Beerdigung, es gibt fehlgeleitete SMS und nach sehr kurzer Zeit schon die ersten Aufträge für Partnervermittlung. Doch leider bleiben viele Beziehungen/Konflikte/Personen an der Oberfläche. In der Geschichte ist so viel Potential, dass meiner Meinung nach nicht voll genutzt wird. SCHADE. Dennoch ist es ein schönes Debut, denn die Autorin hat eine locker leichte Schreibe, die einen das Buch nicht aus der Hand legen lässt. Man bleibt halt nur mit der einen oder anderen Frage zurück. Deshalb bekommt „Elf Meter“ von mir 3 STERNE.

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  • Köln gegen Schalke ohne ..

    Elf Meter

    dieFlo

    Das ist doch das Spiel des Jahres: Köln gegen Schalke  und das wollen sich die Männer eines kleinen Dörfchens nicht entgehen lassen. Per Bus geht es zum Spiel, doch es sie kommen nur nis zu einem ewiglangem Stau. Gerade als ein Handelfmeter für Schalke verwandelt werden soll, verunglückt der Bus (warum -> ???) und die Männer werden es nie erfahren. Nur einer überlebt. Ein kleiner Junge und für die Witwen beginnt ein Kampf. Der Kampf um Mengenrabatt, denn schließlich sind ja 11 Beerdigungen zu finanzieren, der Kampf im Alltag, denn wer soll Einkaufen fahren und der Kampf gegen die Andere, die Fremde ....  Lürig, das kleine Dorf erlebt also einen Umschwung und diesen beschriebt die Autorin teils humorvoll, teils trocken. Das gibt es falsch gesendete SMS, den Auftrag an eine Partnervermittlung und viele, kleine andere Dinge. Manche Stellen hätte ich mir intensiver und mit mehr Detail gewünscht.  Fazit: ein Frauenroman, der sich schnell liest, der mit viele Personen aufwartet und ein Ende bringt, dass ich nicht so erwartet hatte. Es ist ein Debüt, an einigen  kann man noch feilen, außerdem soll es ja ironisch sein und deshalb 3,5 Sterne. 

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    • 2
  • Elf Meter

    Elf Meter

    Antek

    Trotz Bezirksmusikfest wollen die Lüriger Männer zum Fußballspiel des 1. FC Köln. Klar dass die Frauen so richtig sauer sind, als der Bus mit ihren Männern abfährt. Ein Stau auf der Autobahn sorgt für Stress und Radau und schließlich verunglückt tatsächlich auch noch der Bus. Alle Männer auf einen Schlag tot, nur Hein, ein Sohn, hat auf der Bustoilette überlebt. Tragisch möchte man meinen, wenn im Dorf jetzt nur noch wenig Alte, ein paar Jungs und eben die ganzen Witwen leben. Halt einen Mann gibt es noch, Peter Bauer, der wegen seinem Beinbruch nicht mit zum Spiel konnte. Allerdings würde seine Frau Heidrun alles darum geben, wenn er mit im Bus gesessen hätte. Wie nehmen die Frauen die Todesnachricht auf, wie wird ein Massenbegräbnis organisiert und vor allem wie geht das männerlose Leben in Lürig weiter? Man darf gespannt sein. Karin Schachtschabel hat für ihr Debüt eine tolle Idee gehabt. Eine gänzlich irre Ausnahmesituation, und ein Dorf voller Witwen, von neidisch, über mannstoll bis hin zu fies, gemein ist alles dabei, das bietet natürlich viel Raum für Intrigen, Zickenkrieg und das Buhlen um das männliche Geschlecht. Idealer Stoff für einen lustig, leichten Frauenroman. Über so manches Missgeschick der einen oder anderen Dame musste ich auch lachen, besonders Veronika, die mit ihrem Wunsch nach einem Ersatzmann nicht lange fackelt und schnurstracks zur Partnervermittlung wackelt, hat für einige Schmunzler gesorgt.  Makaberer Szenen rund um die Organisation der Beerdigung kann man bestimmt auch lustig finden. Gut haben mir der Anfang und der Schluss des Romans gefallen. Da wird aus der Perspektive von Hein berichtet, ich denke da lag auch Gefühl im Erzählstil. Eben dieses Gefühl hat mir beim Rest ein wenig gefehlt. Vielleicht mag es auch ein wenig meinem schlechten Namensgedächtnis gezollt sein, aber stellenweise war ich mit dem rasanten Personen- und Szenenwechsel schlicht überfordert. Mir wären weniger Witwen samt Verwandten und diese dafür mit mehr Tiefe dargestellt lieber gewesen. So konnte ich mich in keinen der Akteure richtig hineinversetzten. Das Personenregister zu Beginn mag das Lesen vielleicht etwas erleichtern, beim ebook finde ich das mit dem Blättern jedoch etwas ungünstig.

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    • 3
  • Zu viel.....

    Elf Meter

    Igela

    Auf dem Weg zu einem Fussballspiel verunglücken die Männer eines Dorfes tödlich. Der einzige Ueberlebende ,der junge Hein wird schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert.  Die Frauen fahren per Bus ins Krankenhaus um ihre Männer zu indentifizieren. Sie organisieren die Beerdigung, Umtrunk und ihr Leben neu. Ein grosses Problem der Frauen ist, dass viele nicht Auto fahren können. Auch die vakante Stelle des ebenfalls verstorbenen Arztes muss neu besetzt werden. Nach einigen Wochen sind die Frauen des Dorfes organisiert, haben den Führerschein gemacht , suchen neue Partner und ihr Leben geht in geregelten Bahnen weiter.Nur  Frau Bauer, deren Mann als einziger beim Unfall nicht dabei war, hadert mit ihrem Schicksal. Auch sie möchte ihren Mann los werden. Der Prolog und der Schluss des Buches aus der Sicht von Hein erzählt, ist gelungen. Der Rest der Erzählung wurde so beschrieben, dass die verschiedenen Geschichten und Personen ineinander  fliessen, was meiner Meinung nach für den Leser sehr unüberschaubar und chaotisch daher kommt.  Die Protagonisten waren durchwegs eher kalt und emotionslos.Dies hatte zur Folge, dass ich,  ausser bei Hein mit keiner Figur wirklich mitfühlen konnte. Die so wichtige Verbindung  mit zumindest einer  mir sympathischen Figur fehlte mir hier. Erschwerend für mich beim Lesen war auch das Tempo.Zackig und nur ein paar Tage nach der Beerdigung wurde Umzug geplant, Job gesucht und eine Partnervermittlungsagentur kontaktiert. Genau der Punkt macht diese Geschichte leider nur zu einer netten Geschichte, weit ab von jeglicher Realität.  Elf Meter hat von allem ein bischen zu viel: zuviele Personen, zu viel Handlung, zu viele verschiedene Schicksale, zu hohes Tempo.  Straffen , ein paar Figuren weg lassen und das Tempo runterschrauben, hätten dem Buch gut getan. So wären eventuell Emotionen zu Tage gekommen, die es halt einfach braucht, damit ich mit dem Buch mitleben kann. Dieses Buch ist nicht meines...grosse Enttäuschung meinerseits. 

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    Floh

    25. July 2014 um 11:20
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