Nach seinem Triumph beim Berglauf in den Pfunderer Bergen bricht Valentin Nothdurfter während der Siegesfeier tot zusammen, vergiftet mit seinem Smoothie. Die Fotografin Amalia Engl, die das Ganze hautnah erleben musste, fühlt sich genötigt, selbst auf Tätersuche zu gehen. Allein schon um ihre Freundin Nanne, die ins Visier der Carabinieri als Tatverdächtige geraten war, zu entlasten. Aber was heißt hier eigentlich gezwungen, wird Amalia ob ihrer Leidenschaft für Kriminalfälle auch als Miss Marple von Pfrunders bezeichnet. Motive sind schnell gefunden, hatte Valentin doch Konkurrenten um einen lukrativen Sponsorenvertrag, auch sein spezielles Liebesleben könnte ein Grund sein. Eine Spur führt sogar zurück ins Jahr 1809, der Zeit heftiger Kämpfe zwischen Bayern und Tirol. Brachte sie etwa dem Restaurator Valentin den Tod?
Der Roman des Autorenduos Christiane Omasreiter und Kathrin Scheck erzählt einerseits einen verzwickten Mordfall, andererseits auch die Geschichte der jungen Tirolerin Sophia, die im Volksaufstand von 1809 mit ihren Gefühlen zwischen die Fronten gerät. Bei der Beschreibung von Amalia merkt man die Verbundenheit und die Liebe der Autorinnen zu den Bergen und natürlich speziell die von Christiane Omasreiter zu ihrem Wohnort Pfrunders. Beim Lesen konnte ich die Schönheit der Natur in den Bergen förmlich spüren. Auch die Herzlichkeit der Menschen in diesem Tal und ihr Vertrauen zueinander ist für mich greifbar. Sehr authentisch fand ich auch, dass die Protagonisten auch spezielle Ausdrücke des lokalen Dialektes verwenden. Aber keine Angst, wer sie nicht kennt, kann am Ende im Glossar ihre Bedeutung nachlesen.
Mein Fazit: Kein Krimi der brutalen Art aber trotzdem spannend zu genießen!









