Kathrin Schröder , Christian Schröder Danke, Fremde/r, für mein Leben

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Inhaltsangabe zu „Danke, Fremde/r, für mein Leben“ von Kathrin Schröder

Eine Unpässlichkeit, die sich zur akuten Erkrankung ausweitet, aber dann der Schock: Die Leber macht nicht mehr mit! Mitten im Leben besteht für Kathrin Schröder mit einem Mal wirklich Lebensgefahr. Und mehr noch: Schlagartig nehmen die Symptome zu, die prognostizierte Lebensfrist schrumpft auf Tage, der Aufenthalt im Krankenhaus wird zur Achterbahnfahrt zwischen schmerzmittelinduzierten Wahnvorstellungen, Leiden und Versagen der Organe. Eine Lebertransplantation ist das einzige, was Kathrin noch retten kann. Aber sie hat Glück, denn ein Spenderorgan wird gefunden. Doch damit ist die Geschichte nicht beendet, denn erst jetzt zeigt sich, was diese Erkrankung bedeutet, wenn man wirklich weiterleben möchte … Der neue Alltag, die veränderten Präferenzen, das Leben mit Medikamenten und die eigenen körperlichen Begrenzungen sind Teil des neuen Ichs, das akzeptiert und bewältigt werden will. Ein bewegender, Mut machender Bericht über Krankheit in unserer technisierten Welt, über eine unterschätzte Erkrankung und die Wirklichkeit der Transplantationsmedizin. Das Besondere: Die Geschichte wird doppelt erzählt, unabhängig voneinander von der Betroffenen und von ihrem Ehemann.

Ein sehr ehrliches und offenes Buch, voller Gefühle. Mal deprimierend, mal aufheiternd. In jedem Fall aber Mut machend.

— StMoonlight
StMoonlight

Trotz ernstem Anlass ein wunderbar positives Buch.

— Janina84
Janina84

Für Interessierte nur zu empfehlen! Aus zweierlei Sicht heiter, unterhaltsam, weltoffen, lebensbejahend, ängstlich, hoffnungsvoll und trau

— Engelmel
Engelmel

Auch in Zeiten der Krankheit wachsen - die Autoren belegen es, ganz persönlich!

— mabuerele
mabuerele

Ein sehr positives Buch, es verleiht Zuversicht und Hoffnung.

— LaMensch
LaMensch

Krankheit Transplantation Schmerzen Hoffnungen Glaube

— Achtsamkeit
Achtsamkeit

Ein wichtiges Mutmacherbuch für Betroffene und Angehörige. Unbedingte Leseempfehlung! Die Lebenssicht ändert sich!

— lieberlesen21
lieberlesen21

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  • Sehr zu Herzen gehende Geschichte

    Danke, Fremde/r, für mein Leben
    Irmgard_Wessels

    Irmgard_Wessels

    08. May 2017 um 12:27

    Diese Buch lässt sich von 2 Seiten lesen. Aus Sicht der Erkrankten und ihres Ehemannes. Da ich auch am Budd-Chiarie-Syndrom leide, habe ich zuerst das Buch des Ehemannes "Buddy-kein Freund fürs Leben" gelesen. Es hat mich sehr berührt was ein Partner während einer Krankheit miterlebt. Hoffen und Bangen während der Transplantation, und Mut und Kraft in der Folgezeit. Die Geschichte von Kathrin war sehr ehrlich und mit viel Gefühl geschrieben. Ich war sehr erschrocken über die Behandlung in der Klinik. Aber Kathrin hat die Hoffnung nicht verloren und war stark mit Hilfe ihres Mannes. Mit diesem Buch wurde mir vor Augen gehalten, was mich ewentuell noch erwartet. Sehr lesenswert und hilfreich. 5 Sterne

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  • eindringlich und beklemmend

    Danke, Fremde/r, für mein Leben
    anja_bauer

    anja_bauer

    06. April 2017 um 18:15

    KathrinSchröder. Wer auf lovelybooks ist, kennt sie wahrscheinlich. Und wer sich für das Buch „Der magische Hauch" beworben hatte und an der Leserunde teilnehmen durfte, kennt sie besser. Und weiß, welches Schicksal hinter ihr liegt. Nun hat sie darüber ein Buch geschrieben – über Budd Chiari, also einen Verschluss der Lebervenen durch Thrombose. Und ihre Lebertransplantation. Das Buch beginnt eigentlich harmlos an. Aufgrund ihrer Rückenschmerzen geht Kathrin ins Krankenhaus und dann überschlagen sich die Ereignisse. Das Ende vom Lied ist eine Lebertransplantation und die damit einhergehende Genesung. Mit all den Höhen und Tiefen. Das Buch „DankeFremde/r für mein Leben" ist aus ihrer Sicht geschrieben. Schonungslos und tief blickend. Mit all den Höhen, tiefen, Erfolge und Niederschlägen. Man leidet mit Kathrin, weil sie nimmt kein Blatt vor dem Mund. Aber auch kritisch ist sie, wie manche Ärzte und Krankenschwestern mit den Patienten umgehen. Oft nur eine „Nummer“ sind. Der Clou am Buch ist das Wenden dessen. Denn wenn die Geschichte von Kathrin zu Ende ist, kommt ihr Mann zu Wort im Buch(teil) „Buddy – kein Freund fürs Leben“. Darin erzählt er von der Krankheit seiner Frau und seinen Gefühlen. Auch er erlebt Höhen und Tiefen und macht sich auch große Sorgen – nicht nur um die Arbeit, die jetzt anders gelegt werden muss, sondern auch um Kathrin. Trotzdem finde ich diese Seite des Buches nicht ganz so eindringlich. Aber das tut überhaupt keinen Abbruch. Auch hier leidet man mit und weiß, wie Christian sich fühlt. Mit Hilfe vieler Freunde, großer Unterstützung  - auch in Bezug bei ihrer Salzgrotte und Onlinegeschäft schaffen es beide, das es doch bald Bergauf geht. Auch wenn es ein steiniger Weg ist. Ich weiß ehrlich jetzt nicht, wem ich das Buch empfehlen kann. Weil ich kann jetzt nicht sagen, wer es lesen sollte. Auf jeden Fall alle betroffenen! Aber auch Leuten, die Personen kennen, die eine solche Krankheit haben. Vor allem Leser von dem Buch „Der magische Hauch“. Es ist wie gesagt, nicht einfach eine Empfehlung auszusprechend. Trotzdem sollte man das Buch lesen, jeder, der sich mit dem Thema auseinander setzen möchte. Ich habe das Buch deswegen gelesen, weil ich Kathrin und Christian Schröder durch Zufall auf der Leipziger Buchmesse getroffen habe. Und weil ich eine der Leserin bei der Lovelybooks lese runde dabei war. Bei dieser Leserunde haben wir von der Lektorin von Kathrin erfahren, dass sie von einen Tag auf den andere ins Krankenhaus musste wegen der Lebertransplantation. Ich war damals echt „geschockt“, weil die Autorin damals schon nur übers Netz sehr sympathisch rüber gekommen ist. Das war 2016. Jetzt dieses Jahr (2017) habe ich sie – wie gesagt – durch Zufall auf der Messe getroffen. Ich gestehe, mir ist sie durch das Buch „Der Magische Hauch“ aufgefallen. Und da stand sie! Mit einer Lebensfreude und so lebendig. Gerade deswegen wollte ich dieses Buch lesen, weil wenn man sie live erlebt, dann man fast gar nicht glauben kann, dass sie so was durchgemacht hat. Dieses Buch ist daher eindringlich für mich. Das Cover ist einfach gehalten. Blau – hauptsächlich blau. Titel ist weiß gehalten, aber was  das sehenswerte drauf ist, sind die vielen Lampen. Das heißt, auf Kathrins Seite ist eine einzigste leuchtende Glühbirne. Leuchtend für  das Leben ,das ihr geschenkt  geworden ist. Auf der Seite vom Christian sind mehrere beleuchtende Glühbirnen. Sie zeigen – meine Interpretation. die Verzweiflung und sorge über Kathrin.  Und man weiß, sie scheinen dann eines Tages.

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  • Eine wahre Geschichte die nahe geht.

    Danke, Fremde/r, für mein Leben
    Janina84

    Janina84

    30. March 2017 um 19:18

    Kathrin Schröder bekommt die Diagnose Budd Chiari gestellt und erzählt, gemeinsam mit ihrem Mann Christian, ihre Krankheitsgeschichte.Das Buch ist zweigeteilt aufgebaut. Einmal erzählt Kathrin aus ihrer Sicht von der Zeit als es ihr schlechter ging, über die Untersuchungen, bis hin zur Diagnose und letzen Endes auch bis zur Transplantation und der Zeit danach.Dieser Teil hat mich sehr berührt, da es als Außenstehender immer schwer ist, sich in solche Situationen zu versetzen. Ich finde es bemerkenswert mit welch einer positiven Einstellung Kathrin Schröder ihre Krankheit angenommen und dafür gekämpft hat, dass alles durchzustehen. Sie hat ihre Ziele, trotz manchem Rückschlag, nie aus den Augen verloren. Natürlich regt das Buch auch zum Nachdenken, über das Thema Organspende, an. Dreht man das Buch dann um, kommt man zu dem Teil, der aus Sicht ihres Mannes Christian geschrieben ist. Hier konnte ich wahnsinnig mitfühlen, da ich auch schon in einer ähnlichen Situation war. Man fühlt sich oft so hilflos, hat Angst um einen geliebten Menschen und versucht dennoch positiv zu denken, was einem nicht immer gelingt.Die vorkommenden Fachbegriffe wurden abschließend im Glossar noch gut erklärt, so dass man auch als Laie eine Vorstellung davon bekommt, um was es eigentlich genau geht. Im Ganzen war es für mich ein sehr gelungenes, emotionales Buch.

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  • Das Leben ist kostbar

    Danke, Fremde/r, für mein Leben
    StMoonlight

    StMoonlight

    29. March 2017 um 11:16

    Das Cover wird von Glühlampen geziert und wirkt ein wenig kühl. (Passt damit vielleicht ganz gut zur Thematik und der Gefühlskälte in den Krankenhäusern.) Mit gefällt es leider nicht ganz so gut. Dieses Buch ist an sich bereits eine Besonderheit, denn es lässt sich von beiden Seiten lesen. Von der einen Seite beginnt der Leser mit der Sicht der Betroffenen. Wird von der anderen Seite angefangen, liest man hier zuerst die Sicht des Ehemanns. Von welcher Seite begonnen wird ist egal, da sich beide „Geschichten“ unabhängig voneinander lesen lassen. Leider ist es nicht möglich die Sichtweisen immer abwechselnd zu lesen. Ich hätte es schön gefunden, erst die Sicht der Autorin und dann einen Kommentar vom Ehemann zu lesen. Kathrin Schröder beschreibt ihren Weg: Von den Anzeichen über die Diagnose bis hin zu einer Odyssee in Krankenhäusern.  Besonders deutlich wird hier auch die Lieblosigkeit und teilweise Überforderung der Mitarbeiter. Sehr schön ist das auch ihr Mann zu Wort kommt, musste er doch mit ansehen, wie sehr seine Frau litt – und war oft hilflos. Ein sehr ehrliches und offenes Buch, voller Gefühle. Mal deprimierend, mal aufheiternd. In jedem Fall aber Mut machend.

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  • Berührende Geschichte

    Danke, Fremde/r, für mein Leben
    Jolly_sun

    Jolly_sun

    27. March 2017 um 21:21

    Diese Buch ist ein Wendebuch, dass sich von zwei Seiten lesen lässt. Zum einen aus der Sicht von Kathrin, und zum anderen aus der Sicht ihres Ehemanns. Die Geschichte von Kathrin ist sehr ehrlich und persönlich beschrieben. Man steckt hier immer mitten in der Gefühlswelt von Kathrin. Außerdem bekommt man einen Einblick in die Behandlung vor und nach einer Organtransplantation. Die Autorin hat mich mit ihrer Geschichte sehr berührt. Sie hat nicht aufgegeben, nie die Hoffnung verloren und versucht immer stark zu bleiben. Allerdings bekommt man hier nicht grade ein positives Bild unseres Gesundheitssystems dargestellt. Für mich war es teilweise sehr erschreckend wie gehandelt wurde. Besonders gut gefallen hat mir das die Krankheit auch aus der Sicht von Kathrins Ehemann geschrieben wurde. Hier wird sehr deutlich, wie sehr er sie unterstütz, diese Sicht war für mich nochmal emotionaler. Mit diesem Buch wird wieder einmal deutlich wie kurz das Leben sein kann und dass man jeden Tag genießen sollte. Diese Geschichte hat mich sehr bewegt, da sie emotional geschrieben ist. Klare Leseempfehlung! 

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  • Lebensbejahende schonungslose Offenbahrung einer Lebertransplantierten

    Danke, Fremde/r, für mein Leben
    Engelmel

    Engelmel

    17. March 2017 um 10:24

    "...Ich habe das ganz große Glückslos gezogen, ein Fremder hat in seinem Tod mir ein unsagbar großes Geschenk gemacht. ..." (Zitat von Kathrin Schröder in diesem Buch)Man merkt im ganzen Buch, dass sich die Autorin, die aus eigener Sicht geschrieben hat, wirklich über ihr LebensGlück freut und sehr lebensbejahend schreibt. Obwohl sie dabei nicht vergisst, dass eine fremde Person ihr Leben lassen musste. Das Buch ist aus zweierlei Sicht zu lesen. Zum einen gibt es den Bereich, der von Kathrin Schröder selbst geschrieben wurde, kurz nachdem sie in einer akut kritischen Lebenslage eine Lebertransplantation durchmachen musste. Sie beschreibt den Weg von Beginn der Diagnostik über die Phase der akuten Verschlechterung, die schnell zu einer Entscheidung führen müsste, bishin zur Transplantation und der späteren Heilungsphase. Hierin beschreibt sie ehrlich, lebensbejahend, nicht schonend das, was sie auf dem Weg durch verschiedene Krankenhäuser erlebt, wie sie alles empfunden hat, wie sie einen Weg gefunden hat mit allem umzugehen, wie sie vor allem auch das soziale Leben verwaltet (Ehe, Beruf, Familie, Freunde ).Im zweiten Bereich - der gut gelungen auf deR Buchrückseite  beginnt - beschreibt ihr Ehemann Christian Schröder all dies aus seiner Sicht. Auch er nimmt kein Blatt vor den Mund um auf Missstände im Pflegebereich hinzuweisen, er offenbart schonungslos sein Leben/Hoffen/Bangen in der Zeit, in der es seiner Frau schlecht ging und lässt tief in das Seelenleben von Angehörigen blicken.Meiner Meinung nach sollt dies Buch an alle, die sich dafür interessieren oder selbst in ähnlicher Situation stecken , empfohlen werden. Es bietet auf vielfältige Weise einen Einblick in das Leben von Transplantierten (inkl. Erleben von Vorgeschichte und Reha)Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt! Vielen Dank an Autorin/Verlag!

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  • Leserunde zu "Danke, Fremde/r, für mein Leben" von Kathrin Schröder

    Danke, Fremde/r, für mein Leben
    Kathrin_Schroeder

    Kathrin_Schroeder

    Eine Hiobsbotschaft: Mitten im Alltagsleben versagt eines der wichtigsten Organe: die Leber. Und nur ein Spenderorgan kann überhaupt noch helfen; der Tod eines anderen soll das eigene Überleben sichern. Und wenn es gelingt? Kathrin und Christian Schröder berichten über ihre Erlebnisse als Patientin und Angehöriger: über eine heimtückische Krankheit, das Entsetzen ob der Krankheitssymptome und der mit einem Mal konkreten Lebensfristen, über den langen Weg zurück in den Alltag. Offen und ungeschönt, gerade dadurch ermutigend. Ein Krankenbericht, der hilft und Mut macht. Wendebuch - das Buch kann wahlweise aus meiner Sicht oder der Sicht meines Mannes gelesen werden Hardcover Leseprobe einer Vorablesung: https://www.youtube.com/watch?v=BMYH4jQDx6g Leseprobe online https://www.der-magische-hauch.de/blick-in-die-b%C3%BCcher/danke-fremde-r-f%C3%BCr-mein-leben/ Weitere Infos www.kathrin-schroeder.com Einige Leser kennen mich von vor 2 Jahren mit meiner Leserunde zu "Frau Kain regt sich auf"

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    • 150
  • Ein sehr persönliches Buch

    Danke, Fremde/r, für mein Leben
    mabuerele

    mabuerele

    16. March 2017 um 21:08

    „...Diese Dinge, die die Welt verändern, haben für eine Person, so glaube ich, immer zwei Möglichkeiten: entweder zu erstarken und weiterzumachen oder zu verzweifeln und an der Situation kaputtzugehen...“ Obiges Zitat stammt von Christian Schröder. Er ist einer der Autoren dieses Buches. Dazu sollte man wissen, dass das Buch eine sehr persönliche Geschichte auf zwei Arten erzählt. Zum einen schildert Kathrin Schröder die Vorgeschichte und die Folgen ihrer Lebertransplantation. Christian Schröder beschreibt die Zeit aus der Sicht des Ehemannes. Entstanden ist ein berührendes und bewegendes Buch. Ich habe bewusst zuerst den Teil der Betroffenen gelesen. Die Autorin schildert die plötzliche Diagnose ihrer genetisch bedingten Erkrankung Budd Chiari. Ihr Bericht ist erstaunlich sachlich. Anfangs versucht die Familie, mit geringfügigen Einschränkungen den normalen Tagesablauf beizubehalten. Doch sie gehört zu den Personenkreis, bei dem die Erkrankung relativ schnell zu einem Leberversagen mit notwendiger Lebertransplantation führte. Erschreckend fand ich die Vorgänge und die Lieblosigkeit in der Notaufnahme. Die Autorin berichtet detailliert, wie sie die Gespräche mit den Ärzten erlebte. Vom Augenblick der Krankenhauseinweisung bis zur Transplantation blieb kaum Zeit zum Nachdenken. Entscheidungen mussten schnell getroffen werden. Für einen Außenstehenden ist das Geschehen auf der Intensivstation nur schlecht nachzuvollziehen. Es wirft nicht gerade ein positives Bild auf unser Gesundheitswesen. Die Autorin lässt mich an den einzelnen Etappen ihrer Genesung teilnehmen. Nach und nach geht es aufwärts. Rückschläge bleiben nicht aus. Ganz persönliche Themen wie der Glaube werden ebenfalls angesprochen. Für mich als Leser wird ganz deutlich, dass die Freude über das Leben überwiegt, obwohl es ab sofort mit mancherlei Einschränkungen verbunden ist. Besonders die Dankbarkeit gegenüber dem Spender ist an vielen Stellen spürbar. Hier legt die Autorin ihre ganz persönliche Einstellung zum Thema Organspende dar. Für sie ist es ein Geschenk, ein Geschenk, auf das sie kein Anrecht hatte. Das sind fast ihre eigenen Worte. Sie mahnt, dass sich jeder für oder gegen eine Spende entscheiden kann. Sich aber vor einer Entscheidung zu drücken, ist die schlechteste aller Lösungen. Wie zu erwarten war, ist der Schreibstil des Ehemannes wesentlich emotionaler. Natürlich schwingt hier die unterschwellige Angst mit, einen geliebten Menschen zu verlieren. Für ihn da zu sein, mit zu tragen, zu beten und immer wieder mit zu hoffen, sind die Schwerpunkte seiner Darlegungen. Kathrin wurde durch Gebetsketten durch diese Zeit getragen. Das Leben und die Arbeit mussten neu organisiert werden, um Zeit für die Kranke zu haben, aber auch Erholungsphasen für die Angehörigen. Schön wird beschrieben, wie sich immer die nötigen Helfer fanden. Ein Glossar zu medizinischen Fachbegriffen und ein Aufruf zur Organspende ergänzen die Handlung. Das Buch ist nicht zuletzt ein Buch der Hoffnung. Es zeigt, wie die beiden Protagonisten eine schwierige Zeit gemeinsam durchgestanden haben und daran gewachsen sind.

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    • 5
  • Ein außergewöhnliches Buch

    Danke, Fremde/r, für mein Leben
    LaMensch

    LaMensch

    12. March 2017 um 09:48

    Alles beginnt mit Rückenschmerzen. Kathrin, Inhaberin, gemeinsam mit ihrem Mann Christian einer Salzgrotte beißt die Zähne zusammen. Sie arbeitet, bis ihr Mann eines Tages, als er sie im Geschäft antrifft unverzüglich zum Arzt schickt. Im Bauch hat innerhalb einiger Stunden den Umfang einer hochschwangeren Frau angenommen. Von ihrem Arzt wird sie sofort ins Krankenhaus weiterverwiesen. Dort beginnt eine Odyssee von Schmerzen und Leid. Doch der Glaube hilft ihr weiter, ihr und ihrem Mann. Auch diese Zeit ist einmal vorbei und am Ende steht immer ein Licht am Ende des Tunnels.Dieses Buch ist außergewöhnlich, nicht nur weil es vorwärts, sowie rückwärts gelesen werden kann, sondern auch weil es eine ganz besondere Geschichte enthält. Liest man das Buch von vorne bekommt man die Sicht von Kathrin zu lesen. Sie beschreibt mit einer bewundernswerten, reflektierten Art ihrem Weg durch die Krankheit. Wird das Buch von der anderen Seite gelesen bekommt man die Sicht ihres Ehemannes. Er beschreibt treffend und ebenso reflektiert wie es ihm in dieser Zeit ergangen ist. Wie er die ganze Firma personell umgestellt hat um Kathrin zu entlasten und wie er es geschafft hat sich Zeit frei zu schaufeln. Er schreibt über die Unklarheit während der Operation und, und, und.Für Menschen, die mit medizinischen Fachbegriffen nicht so bewandert sind befindet sich am Ende des Abschnittes des Ehemannes ein Glossar, in welchem man unbekannte Fachbegriffe nachschlagen kann.Wie man merkt, ich bin wirklich begeistert von diesem Buch. Es hat mich abgeholt. Ich kann somit 5 von 5 Sternen vergeben :-)

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  • Ein wichtiges Buch

    Danke, Fremde/r, für mein Leben
    Achtsamkeit

    Achtsamkeit

    11. March 2017 um 17:27

    Transplantation aus der Sicht einer Betroffenen, dies vermittelt das Buch auf eindrucksvolle und sehr persönliche Weise. Die Zeit vor und nach der Transplantation vermittelt dem Leser intensive Einblicke in die ärztlichen Behandlungsmethoden, als auch in das Innenleben der Autorin. Der Leser wird mitgerissen zwischen dem Auf und ab dieserKrankheitsgeschichte. Er erfährt wie wichtig wirkliche Freunde sind, wie wichtig es ist durch den Partner gestärkt und begleitet zu werden. Wie wichtig auch Diagnosen, Behandlungsmethoden zu hinterfragen und "selbst" aktiv zu werden. Das Buch erzählt die Geschichte einmal aus Sicht der Betroffenen, also der Autorin selbst und dann aus der Sicht ihres Mannes. Er beschreibt beeindruckend wie er den Krankheitsverlauf erlebt und durchlebt hat.Ein wirklich lesenswertes Buch und regt hoffentlich jeden an künftig einen Organspenderausweis mit sich zu tragen.

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  • Mutmacherbuch für Betroffene und Angehörige

    Danke, Fremde/r, für mein Leben
    lieberlesen21

    lieberlesen21

    10. March 2017 um 17:33

    „Danke Fremde/r für mein Leben“ und „Buddy - kein Freund fürs Leben“ ist ein Wenderoman geschrieben von Kathrin und Christian Schröder. Geschrieben aus der Sicht einer Betroffenen, die eine neue Leber bekam, und ihrem Ehemann, aus seiner Sicht des liebenden Angehörigen. ******************************************************************* Kathrin Schröder beschreibt in ihrem Teil, wie sie mit der lebensbedrohlichen Diagnose zurecht kommen musste, sie annahm, versuchte positiv zu denken, zu beten, um eine (Über)lebenschance zu haben. Sie moniert die oft lieblose Klinkroutine und Ärzte ohne Menschsein an, die sich schwer in die Karten blicken lassen und wenig verwend- und verstehbare Auskünfte und Informationen an die Patienten und die Angehörigen weitergeben. ***************************************************************** Ohne ihren Mann hätte Kathrin viel positive Energie vermissen müssen. Sein Verhalten zeigt, wie viel ein liebender Angehöriger erreichen kann und wie wichtig er ist. ******************************************************************* Beide haben sich durch ihren tiefen Glauben an Gott getragen gefühlt, nahmen die Diagnose an und versuchten positiv zu denken. Durch Kathrins schlimme Krankheit hat sich ihre Weltbild verändert und beide sind dankbar für jeden Tag und jede Kleinigkeit. ****************************************************************** Ein Schicksalsroman aus dem Leben gegriffen, den ich fast atemlos und in einem Rutsch las. Unbedingt Leseempfehlung!! Besonders dann, wenn man mal wieder denkt, dass einen alles Unheil trifft. Aber auch ein Mutmach- und Aufrichtbuch für Betroffene, zu lesen, wie Kathrin ihre Krankheit und ihr weiteres Leben meisterte und wieder neuen Lebensmut entwickelte, zu lesen wie Glauben positive wirken kann. Das Buch ändert die Sicht und das Verständnis von Leben, das man gerne vergisst, wenn der Alltag über einen schwappt.

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  • Ein Buch welches Hoffnung gibt.

    Danke, Fremde/r, für mein Leben
    lyydja

    lyydja

    10. March 2017 um 14:01

    Ich als Nierenkranke, die selbst leider nicht so erfolgreich transplantiert wurde, interessieren mich andere Organversagen und Transplantationen sehr, da ich was die Nieren angeht solangsam doch ganz fit bin, da kam die Leserunde für diese Lektüre gerade recht. Die Geschichte von Kathrin Schröders Erkrankung ist aus zwei Perspektiven erzählt, quasi zwei Bücher in einem. Einmal natürlich aus der Sicht von Kathrin und, was ich besonders interessant fand aus der Sicht ihres Ehemannes. Oftmals habe ich das ganze mit dem Verlauf meiner Krankheit verglichen und war überrascht wieviele Parallelen es da gibt (auch wenn ich manche nur aus Erzählungen von ebenfalls Nierenkranken Verwanden kenne) wie z.B. dass man die Trinkmenge reduzieren muss und auch viele Verhaltensvorgaben sind gleich, obwohl ich da dachte das die für die Leber vielleicht nochmal strenger sind.Die Geschichte hat mich wirklich berührt und war auch sehr gut geschrieben und wirklich interessant und aufgrund meiner Krankeit konnte ich das ganze vielleicht etwas nachvollziehen auch wenn es im Gegansatz zu ihr bei mir nie um Leben oder Tod ging, da es bei mir ja noch die Dialyse gibt, bei der Leber aber leider (noch) nichts derartiges. Insgesamt finde ich Kathrin Schröder wirklich bewundernswert und ich denke dieses Buch ist anderen mit ähnlichen oder der gleichen Krankheit eine große Hilfe. Und auch die Apelle an die Ärzte und Krankehhaus mitarbeiter waren sehr treffend

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