Sonnenhang von Kathrin Weßling ist mir in den letzten Monaten immer wieder auf Social Media begegnet und wurde oft empfohlen, mit spannenden Zitaten und einem Klappentext, der mein Interesse sofort geweckt hat. Die Thematik rund um das „Erwachsenwerden“ in den Dreißigern, das Hinterfragen des eigenen Lebens und die Suche nach Sinn und Zufriedenheit sprach mich sehr an. Also habe ich mir das Buch in unserer Stadtbücherei ausgeliehen.
Leider konnte mich die Geschichte am Ende nicht so überzeugen, wie ich es mir erhofft hatte. Der Schreibstil war mir insgesamt zu verschachtelt und mit vielen Floskeln versehen, was stellenweise recht klischeehaft wirkte. Durch die langen, oft umständlichen Sätze habe ich beim Lesen häufig den Faden verloren und manchmal sogar Absätze übersprungen. Hätte das Buch nicht nur rund 220 Seiten, hätte ich es vermutlich abgebrochen.
Inhaltlich finde ich die Grundidee und die Botschaft durchaus wichtig und relevant – gerade für Frauen in ihren Dreißigern, die sich in einer ähnlichen Lebensphase befinden. Dennoch hatte ich oft das Gefühl, dass die Protagonistin (Katharina) sich etwas zu sehr im Selbstmitleid verliert, was es mir schwer machte, wirklich mit ihr mitzufühlen.
Alles in allem war Sonnenhang für mich ein Buch mit einer starken Thematik, das aber leider nicht meinen Geschmack in Sprache und Erzählweise getroffen hat. Kein schlechtes Buch, aber eben auch keines, das mir länger im Gedächtnis bleiben wird.
























