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Kathrin_Wessling

vor 5 Jahren

Bewerbung als Testleser

Depressionen sind doch kein Grund, traurig zu sein!

Ida steht zum wiederholten Mal in ihrem Leben vor der Tür einer psychiatrischen Klinik, mit einem Zettel, auf dem ihr Name und der Grund für ihren Aufenthalt genannt sind. F 32.2. Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome. »Drüberleben« erzählt von den Tagen nach diesem Tag, von den Nächten, in denen die Monster im Kopf und unter dem Bett wüten, den Momenten, in denen jeder Gedanke ein neuer Einschlag im Krisengebiet ist. Es erzählt von Gruppen, die merkwürdige Namen tragen, von Kaffee in ungesund großen Mengen, von Rückschlägen und kleinen Fortschritten, von Mitpatienten und von Therapeuten. Es ist die Geschichte einer jungen Frau, die sich zehn Wochen in eine Klinik begibt und dort lernt zu kämpfen. Gegen die Angst und gegen das Tiefdruckgebiet im Kopf.


LESEPROBE


Die Autorin

Kathrin Weßling, 1985 in Ahaus geboren, lebt und atmet in Hamburg. Sie gewann bereits zahlreiche Poetry-Slams und war Protagonistin mehrerer Folgen der Sendung "Slam Tour mit Sarah Kuttner". Es folgten Publikationen in Magazinen wie uMag und jetzt.de. Derzeit arbeitet Kathrin Weßling als freie Texterin und Autorin.






INTERVIEW MIT DER AUTORIN

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(DRÜBERLEBEN) HIER


                                   

                             ***Die Leserunde***

Habt ihr Lust, zu den Ersten zu gehören, die dieses Debüt, das schon jetzt als "Spitzentitel" geführt wird, zu lesen? Dann bewerbt euch als Testleser! Unter allen Bewerbern wird die Autorin 25 Leser auswählen.

Beantwortet einfach folgende Frage:

Wie sehen eure Monster im Kopf aus und was unternehmt ihr gegen sie?


ENDE DER BEWERBUNGSFRIST IST DER 4.09.2012 / 20:00h!

Wer nicht auf einen möglichen Gewinn warten möchte, der kann das Buch ab spätestens 3.9. im Buchhandel erwerben.



DIE GEWINNER:


MelIE
Barbara-gleich
Natascha
moody
Ellen07
Gusaca
Lutra
Asmodeus
Sophia!
Alchemilla
Sarah-O
Struwwelliese
Marcuria
Mecedora
Annelchen
LILUU
Sarlascht
Buchfeemelanie
Misteringreen
Julia
Kiwikind
Conneling
hexe_2408
SkY
Vergissmeinnicht


(Schickt eure Adressen bitte direkt an @Daniliesing ! Dankeschön!)



Noch einmal DANKE (!) an alle, die mitgemacht haben. Ich war bisweilen unheimlich gerührt und habe mich wahnsinnig über euer Interesse an meinem Debüt gefreut! Es war ziemlich schwer für mich unter all den tollen Bewerbern nur 25 aussuchen zu können - am liebsten hätte ich alle ausgewählt.
DANKE EUCH ALLEN! ich hoffe sehr, wir lesen uns!


Autor: Kathrin Weßling
Buch: Drüberleben

MelE

vor 5 Jahren

Bewerbung als Testleser

Ich traue mich kaum zu sagen, das ich ganz oft mit Monstern kämpfen muss. Ich stehe auf und sehe den Berg Arbeit, der auf mich wartet und muss mir tatsächlich meinen Tagesablauf aufschreiben, damit ich ihn bewältigen kann. Ist ganz, ganz schlimm, aber anders würde mein Leben im Chaos versinken. Ich habe vor 4 Jahren mit Depressionen zu kämpfen gehabt und immer dann, wenn ich merke, das die Monster und Ängste zurückkommen, nehme ich mir ganz viel Auszeiten oder rufe z.B eine liebe Freundin an um mich abzulenken. In das tiefe Loch möchte ich niemals wieder fallen.

HoDa

vor 5 Jahren

Bewerbung als Testleser

Das Monster in meinem Kopf ist die Arbeit! Ich weiß,kurz vor dem Burns out zu stehen,aber ich kann nicht anders! Ich Hetze von Termin zu Termin,und ich kann keine Aufgaben abgeben,weil ich denke,sie besser und schneller zu erledigen,als meine Mitarbeiter! Ich weiß nicht,wie lange das noch gut geht!

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Ellen07

vor 5 Jahren

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@Sophia!

Ich konnte zwar auch, wenn auch bedingt verstehen, dass Ida bei Johannes auf Distanz ging, (was nicht in Johannes begründet lag) aber die Art und Weise wie sie es gemacht hat, hätte mich genauso wie es auch Johannes erging, vor den Kopf gestoßen.

Ellen07

vor 5 Jahren

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Marcuria schreibt:
Idas Gedankengang des verletzten Kopfes, der einen riesigen Verband benötige, damit auch bloß jeder sehe, dass dort etwas nicht stimmt, ist also geradezu eine traurige Notwendigkeit, damit neben den physischen auch endlich die psychischen Krankheiten in der Gesellschaft als ernst zu nehmende, nicht selbst verschuldete, oft schwer heilbare Bürden erkannt werden, die sich auch zu schier unüberwindbaren Hürden entwickeln können.

Für einige Menschen ist so ein Verband einfach greifbarer oder besser zu verstehen, als wenn jemand sagt mit seiner Seele oder in seinem Kopf sei irgendetwas nicht in Ordnung. Deshalb kann ich diesen Gedankengang sehr gut nachvollziehen. Auch gibt es zum Teil eine gesellschaftliche "Scheu" vor psychischen Erkrankungen, dagegen ist eine physische Erkrankung nicht mit solchen Gefühlen wie "Unverständnis", "Scheu", "Ablehnung" usw. verbunden.
Meiner Meinung nach zeigt sich das sehr anschaulich am Beispiel von Idas Mutter, ihr Verhalten zeigt wie manche Leute mit Diagnosen wie Depressionen und Panikattacken umgehen.

Marcuria

vor 5 Jahren

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So ich bin nun auch durch – und muss zugeben, dass ich es nicht geschafft habe, nach dem Ende von „Steigen“ nicht sofort den Epilog zu lesen. Daher fasse ich Steigen & Epilog hier zusammen.

Ida erkennt in diesem letzten Abschnitt sehr viel. Sie vermutet, dass sie durch das Auffrischen und Ordnen ihrer Erinnerungen vielleicht erkennen könnte, warum sie so ist, wie sie ist, warum sie genau auf die Art und Weise denkt, fühlt, handelt, wie sie es macht und eben diese Überlegung führt sie zurück in ihre Heimat, zurück zu ihren Eltern, alten Freunden und weniger angenehmen Bekanntschaften. Sie erkennt den Käfig, den sie sich selbst „aus Scheitern, Angst und Bange“ gebaut hat, die Beeinflussung durch ihre Mitschüler, die sie zu diesem „ekligen Wesen“ gemacht haben. Doch anders als sonst erkennt und durchdenkt sie all dies nicht nur – sie konfrontiert und steht durch, was sowohl mit den alten Mitschülern als auch mit ihren Eltern zur Eskalation führt.

Ida stellt die Vermutung an, dass Erfahrungen den Menschen formen, was in ihrem Leben und in dem Leben vieler anderer zu einem ewigen Kreislauf führt: schlechte Erfahrungen führen zu Angst, was wiederum zu Rückzug, Resignation und damit zu Ausgrenzung, also zu noch mehr schlechten Erfahrungen führt, wodurch dann noch mehr Angst entsteht...
Die Sicht von außen (hier durch Sebastians Augen) lässt zwar vermuten, dass all dies nach Jahren verblassen würde, das alles vorbei sei (Stimmen und Geschichten, die nur noch im Kopf existieren) Personen, die einen nicht mehr umgeben, Situationen, die überstanden sind, doch im Erinnerungsschatz und damit verbunden im Gefühl, das alle neuen Erinnerungen beeinflusst, sind diese Erfahrungen noch fest verankert, die Verhaltensmuster eingeprägt, der Käfig fest verschlossen und ausbruchssicher. Ida beschreibt, dass sie sich selbst nicht schützen konnte und nie beschützt wurde. Sie konnte nur wegrennen, sich verkriechen, abschotten, negative Erfahrungen sammeln und den ewigen Kreislauf stets mit neuem Treibstoff füttern.
„Jeder Kopf trägt ein Ungeheuer in sich, aber manche Köpfe sind Festungen voller Monster, aus denen Worte wie Pfeile regnen, die mich treffen könnten, hätte ich nicht gelernt, mich zu ducken, mich zu verstecken, mich schneller zu bewegen, bis sie von mir abließ.“

Ida erkennt, dass ihr ängstliches, depressives, alkoholkrankes, hoffnungsloses, apathisches, zurückgezogenes Ich nicht selbstverständlich, nicht unabänderbar sein muss. Sie sieht ihr Ventil, ihre Schutzmembran, durch die nur kam, was sie zuließ und aus der kaum noch etwas hinaus gelangen konnte. Die Frage bleibt, wie sie hieran etwas ändern kann.

Das unmittelbare Ende des Buches fand ich sehr trostlos. Ein Happy End, in dem Ida plötzlich überglücklich und wie durch ein Wunder geheilt gewesen wäre, wäre natürlich schrecklich gewesen und ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was für ein Ende ich mir gewünscht hätte. Doch hier hatte ich das Gefühl, dass nach wie vor das meiste im Denken abläuft. Dass sie noch immer meist „nichts in der Praxis tut, sondern alles nur in der Theorie durchdenkt.“ Dass sie noch einen weiten Weg und einen langen Aufenthalt in Klinken vor sich hat, da sie nun weder Freunde noch Familie hat. Wahrscheinlich hätte ich mir einfach ein besseres Ende für Ida in diesem Buch gewünscht, vielleicht ist sie mir einfach zu sehr ans Herz gewachsen, vielleicht wünsche ich mir einen Nachfolger, in dem sie ihren Weg findet, vielleicht möchte ich zur Zeit einfach Positiveres lesen, weil mich die Lektüre wie bereits erwähnt runtergezogen hat. Mit Sicherheit habe ich hier aber ein unglaublich ehrliches, wichtiges Buch gelesen, das hoffentlich so einigen nicht betroffenen Menschen die Augen öffnen wird.

Sarlascht

vor 5 Jahren

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@Marcuria

Kann dich gut verstehen, wer kann schon nach "Steigen" durchatmen und den Epilog erst später lesen, viel zu aufgeladen war die Situation.

Wobei ich dir mit dem Ende recht gebe, nicht das es trostlos ist, obwohl doch auch, aber so ist eine Depression einfach oft und eine Spontanheilung gibt es einfach nicht, aber irgendwie, irgendwie hätte ich gerne noch 100 Seiten mehr gehabt, einfach Gedanken, wie es mit Ida nach der Autofahrt weitergeht, etwas greifbares, gar nicht übermäßig glückliches, sondern einfach "mehr".

Ellen07

vor 5 Jahren

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Dieser letzte Teil war geprägt von Ida's Reise in ihre Vergangenheit. Sie war zu Besuch bei ihren Eltern, traf auf ihre Brüder und ehemalige Schul- und Klassenkameraden. Danach war sie an Julias Grab. In diesem letzten Abschnitt wird noch deutlicher welche Gründe Julia für ihren Selbstmord gehabt haben könnte.

Ida kommt nach wie vor mit ihren Eltern nicht gut klar und als sie ihr ein Auto schenken kommt es zum Streit. Ihr Vater bittet Ida zu gehen und nicht mehr wieder zu kommen.

Ida macht sich auf den Rückweg.

Auch ich mußte wissen wie es weitergeht und habe bereits den Epilog gelesen;-).

Ellen07

vor 5 Jahren

Epilog
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Zum Glück hat sich Ida doch für das Leben entschieden, trotz aller Probleme. Ich glaube mir hätte es nicht gefallen, wenn sie sich für ihren Tod entschieden hätte.
So habe ich wenigstens Hoffnung, dass es Ida eines Tages besser gehen könnte, auch wenn es sich um einen mühsamen, beschwerlichen Weg handelt.

Ein Epilog, der zeigt wie ernst man diese Erkrankung nehmen sollte. Und der nicht mit einem "Happy-End" abschließt, somit für mich weiterhin seine Authentizität behält.

Marcuria

vor 5 Jahren

Fazit & Rezension

Mit der Bewertung habe ich mir etwas schwer getan. Eigentlich wollte ich 5 Sterne vergeben, konnte dies aber nicht aufgrund der bedrückenden Stimmung, die sich bei mir während des Lesens immer mehr eingestellt hat. Es hat mir natürlich trotzdem sehr gut gefallen, daher vielen Dank, dass ich dieses Buch lesen durfte! :)

http://www.lovelybooks.de/autor/Kathrin-We%C3%9Fling/Dr%C3%BCberleben-952333752-w/rezension-994276692/

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