Kathrin Weßling Morgen ist es vorbei

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Inhaltsangabe zu „Morgen ist es vorbei“ von Kathrin Weßling

Liebeskummer ist ein Bumerang aus Stacheldraht. Mit ihrem literarischen Debüt »Drüberleben« hat Kathrin Weßling 2012 Furore gemacht. »Da hat sich jemand die Seele aus dem Leib geschrieben «, urteilte WDR West ART, und Arte Yourope befand: »Mit ihrem Erstlingswerk hat sie einen Nerv der Zeit getroffen. « Das Buch wurde 2013 in Freiburg unter der Regie von Daniel Wahl auch als Theaterstück uraufgeführt, und eine Hörspielfassung ist in Vorbereitung.

Kathrin Weßlings neues Buch ist eine Sammlung von Stories über die unerträgliche Fragilität der Liebe und des Liebens. »Morgen ist es vorbei«, das sind 14 Geschichten über die Liebe. Über die Sehnsucht, sich im anderen zu verlieren. Und über den Schmerz, verlassen zu werden. Kathrin Weßling erzählt mit großer psychologischer Klarsicht und zugleich mit hoher emotionaler und sprachlicher Kraft von gebrochenen Herzen und von solchen, die andere brechen, von Tränen und vom Kämpfen, vom Hoffen und vom Warten, von Erleichterung und Glück, vom Wahnsinn wilder Herzen eben. Die Protagonisten ihrer Stories wissen: Liebeskummer ist ein Bumerang aus Stacheldraht. Der kommt zurück, egal, wie sehr du schreist und rennst und bebst und kämpfst. Und manchmal ist da diese winzige Ahnung, die dich nicht schlafen lässt: Morgen ist es vielleicht vorbei. Und manchmal ist der einzige Gedanke, der dich durch die langen Nächte in der Stadt rettet: Morgen ist es besser, morgen wird ein besseres Morgen sein, morgen ist es endlich vorbei.

Kathrin Weßling versteht es wie kaum eine zweite, Gefühle zu erzählen. »Morgen ist es vorbei« ist ein Buch, das unter die Haut geht. Ein Buch für gebrochene Herzen in der Großstadt, für traurige Männer und Frauen. Und über die eine Sache, die fast jeder kennt: Liebeskummer, schlaflose Nächte, Angst und das Gefühl, dass das nie wieder vergeht.

Wenn du an Herzschmerz leidest ohne Liebeskummer zu haben. Genau wie Adele-Songs!

— thebooklettes

Wortgewaltig, ehrlich und ergreifend. Jeder wird sich in diesen Geschichten wiedererkennen.

— Schassi

Tief berührend und mit einer unglaublichen Wahrheit geschmückt. Achterbahnfahrt der Emotionen.

— Zeilenromantik

Das Buch steckt voller unheimlich guter und weiser Zitate. Ich fand es toll, obwohl ich eigentlich kein großer Kurzgeschichten-Fan bin.

— hannipalanni

An sich gefallen mir die Texte schon, aber Kurzgeschichten sind leider nicht mein Ding :/

— katha_strophe

Kathrin Weßling bricht einem das Herz und man guckt freudig dabei zu. ♥

— Marina_Nordbreze

Intensiv, klar und poetisch. Eine große Vielfalt. :)

— TheLastUnicorn_

Menschen mit aktuellem Liebeskummer werden sich bis in die letzte Herzfaser verstanden fühlen.

— Claddy

Intensiv beschriebene Gefühle, aber die einzelnen Geschichten und Protagonisten waren leider nicht greifbar für mich

— mermeoth

Wundervolles Buch über Liebe, Kummer und darüber wie man nicht am Schmerz scheitert.

— fraumitkatze

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  • Herzschmerz ohne Liebeskummer!

    Morgen ist es vorbei

    thebooklettes

    28. July 2017 um 12:34

    Das Buch ist wirklich verrückt. Es löste in mir mit den unterschiedlichen Geschichten, Herzschmerz aus. Jedoch ohne, dass ich selbst an Liebeskummer oder Beziehungsdrama leide. Es regt zum Nachdenken an und trifft mitten ins Herz! Wo Sorgen, Ängste, Liebe und Leidenschaft vereint sind. Zumindest ging es mir so beim Lesen. Ich weiß nicht recht, ob ich es jemanden empfehlen würde der gerade eine Trennung durchlebt. Ob es genau dann richtig oder gerade eben falsch ist, dieses Buch zu lesen. Ich fand es jedenfalls eine tolle Erfahrung, so unterschiedliche Liebesgeschichten zu lesen und automatisch mitzufühlen! Es schenkt einerseits Mut, dass wir alle den Mist Mal durchmachen. Aber auch wieder aus dem "Tief" raus schaffen.   Die Idee hinter dem Buch hat mir gut gefallen und als ich es in der Hand hatte, mit dem modernen Cover, war ich positiv angetan. Es ist schmal und passt perfekt in die Tasche. So kann man es auspacken, wann immer es gerade passt. Also eher ein Buch, was ich ab und an gelesen habe und nicht am Stück wie ich es sonst mache. Daher auch nur 4 von 5 Sterne, weil es eben einen nicht komplett in den Bann zieht um es in einem Weg zu lesen.

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  • Weinendes Herz ...

    Morgen ist es vorbei

    Bommerlinda

    16. October 2016 um 18:48

    Jeder kennt dieses Gefühl, das einen ergreift, wenn die Liebe ins Wanken gerät und sich die Liebe auf einmal dem Ende neigt. Liebeskummer, die unerfüllte oder verlorengegangene Liebe! Eben noch himmelhochjauzend und jetzt zu Tode betrübt. Die Autorin Kathrin Wessling greift mit ihren dreizehn Kurzgeschichten ein ganz besonderes Thema auf, das jeder von uns schon mal am eigenen Leibe erfahren hat. Liebeskummer! Vorbei ist es mit dem Kribbeln im Bauch, jetzt folgt der Stich ins Herz. Dieser intensive Schmerz, der nicht genau zu lokalisieren ist und sich im ganzen Körper breit zu machen scheint. Dreizehn Geschichten, die das Buch zu etwas ganz Bedeutendem machen. Jede einzelne Erzählung eine Geschichte, wie sie das Leben schreibt. Wortgewaltig schafft es Kathrin Wessling die Intensität des Liebeskummers durch ihre jeweiligen Protagonisten wiederzugeben. Trauer, Wut, Enttäuschung - Liebeskummer ist nicht individuell. Jeder erlebt es auf die fast gleiche Art und Weise.  Wer gerade Liebeskummer verspürt, der wird sich in diesen Geschichten wiederfinden, wird sich verstanden fühlen und spüren, dass er nicht allein ist. Auch, wenn die wenigsten darüber reden, allein ist mit diesem Gefühl niemand von uns.  Mit explosiver Sprachgewalt untermauert die Autorin die Gefühle, die in jedem von uns aufkommen, wenn wir verlassen werden. Wir blicken auf eine Zeit zurück, die schmerzhaft und grausam war. Doch wird sie vorüberziehen, so dass wir wieder Vertrauen in einen anderen Menschen fassen können und uns wieder glücklich verlieben werden. Ein wortgewaltiges Feuerwerk! Jeder sollte es lesen, um sich verstanden zu fühlen. Denn wie gesagt - ein JEDER von uns, ob jung oder alt, kennt dieses schmerzhafte Gefühl.

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  • Wenn wilde Wesen leiden

    Morgen ist es vorbei

    Schassi

    22. September 2016 um 08:07

    Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes! Das habe ich schon beim Durchstöbern der Leseprobe erkannt. Jede einzelne Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen und durch ihre Intensität und Wortgewalt schlichtweg umgehauen. Kathrin Weßling schreibt sich hier das blutende Herz aus der Brust und bringt Geschichten zu Papier, die das Leben tagtäglich schreibt. Ich bin mir sicher, dass sich jeder Leser in mindestens einer Geschichte wiedererkennen wird.Kathrin Weßlings Sprache ist reich an Metaphern und einzigartig hart und schön. In diesem Buch stecken so viel Wahrheit und intelligente Sätze, das ich mir am liebsten endlos viele Zitate herausgeschrieben hätte. Alle Stories handeln von der Kehrseite der Liebe, von Einsamkeit, Schmerz, Leid, Sehnsucht oder Verlangen. Happy Ends sucht man hier vergeblich, aber genau das ist es, was den Reiz der Geschichten ausmacht: die schonungslose Ehrlichkeit, erzählt in fast schon beiläufig schlichten Worten, die den Leser dennoch mitten ins Herz treffen.Ich bin sofort in jede einzelne Story hineingetaucht und wurde von den Worten der Autorin eingesaugt und nicht mehr losgelassen. Damit ich mich auf jede Geschichte einlassen konnte, habe ich mir für das schmale Büchlein sehr viel Zeit genommen. Ich wurde mit einer einzigartigen, wundervollen und ausdrucksstarken Sprache belohnt, die mich sehr neugierig auf das Erstlingswerk von Kathrin Weßling (Drüberleben) gemacht hat. Ich bin mir sicher, dass auch dieses Buch bald bei mir einziehen wird. Lieblingszitate: Und noch immer: Schweigen. Ihr Schweigen, das sie dir wie Schmirgelpapier über’s Herz zieht. Ihr Schweigen, das dich zu dem müden Reh macht, das vor den Scheinwerfern ihrer Wortlosigkeit erstarrt ist. (S. 36, „Wilde Wesen“) Und irgendwann gibst du auf und läufst mit einem Stacheldraht im Herzen herum, macht ja nichts, macht ja überhaupt gar nichts, das geht vorbei. (S. 37, „Wilde Wesen“) Und wenn man schon seit Tagen, seit Wochen und Monaten hungrig ist, dann kommen einem die kleinen Bonbons, die Menschen wie Tom sind, beinahe ein bisschen vor wie Nahrung. Aber am Ende wird einem bloß schlecht und man ist noch immer hungrig, den Bauch voller Sehnsucht, den Kopf voller Schmerz, weil Zucker bloß gierig macht und nicht ruhig. (S. 124, „Schwimmen“) Für dieses rundum gelungene Buch, das ganz nach meinem Geschmack ist, vergebe ich fünf Sterne. Fazit: Wer melancholische, überraschende Texte mag und sich im Strudel der verschiedensten Emotionen verlieren möchte, die man beim Lesen  von „Morgen ist es vorbei“ unweigerlich durchlebt, der sollte dieser Kurzgeschichtensammlung unbedingt eine Chance geben. Für dieses dünne, aber wortgewaltige, ausdrucksstarke Buch solltet ihr viel Zeit einplanen – ihr werdet mit einer unglaublich intensiven Sprache belohnt. Absolute Leseempehlung!

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  • Rezension zu "Morgen ist es vorbei"

    Morgen ist es vorbei

    Flickercat

    09. February 2016 um 20:56

    Es handelt sich bei diesem Buch um eine Sammlung von Kurzgeschichten der Autorin, die das Thema Liebeskummer ins Zentrum stellen. Die Bewertung finde ich nicht ganz einfach. Auf der einen Seite steht die wunderschöne Sprache, mit der so unglaublich treffend dieses Gefühl beschrieben wird, das wohl jeder von uns kennt. Immer wieder schoss mir beim Lesen „Ja! Das trifft es, genau so fühlt Liebeskummer sich an!“ durch den Kopf, die Metaphern und Bilder, die vermittelten Gefühle und die Art, wie die Charaktere versuchen, mit ihrem Verlust umzugehen – das alles fand ich sehr, sehr gelungen. Auf der anderen Seite ähneln sich die meisten der „Geschichten“ stark. Bis auf wenige Ausnahmen bestehen sie eher aus Gedanken und ein paar Momentaufnahmen, nicht aus Geschichten im eigentlichen Sinne. Eine erkennbare Handlung gibt es selten. Auch die Charaktere begannen für mein Empfinden bald, irgendwie ineinander zu fließen, da der Schreibstil meist sehr ähnlich blieb. Dadurch wurde das, was mir in einer einzelnen Geschichte so gut gefallen hat, gestreckt über ein ganzes Buch irgendwann zunehmend eintönig und langweilig. Daher gebe ich dem Buch letztlich nur 3 Sterne (es gibt diverse Stellen darin, die für sich allein genommen deutlich mehr verdient hätten!), würde es aber definitiv weiterempfehlen.

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  • Leserunde zu "Morgen ist es vorbei" von Kathrin Weßling

    Morgen ist es vorbei

    Kathrin_Wessling

    Ihr Lieben, hiermit seid ihr herzlich eingeladen, an der Leserunde zu Morgen ist es vorbei teilzunehmen. Ein Buch über die Liebe, über den Kummer und über die Großstadt. 14 Geschichten, 14 ganz unterschiedliche Menschen erzählen, wie es sich anfühlt, jemanden zu verlassen oder selber zu gehen, wie die Wochen davor und danach sind und wie das so ist, wenn man plötzlich wieder alleine durch die Straßen zieht. Unten findet ihr alle Infos, den Trailer und wie ihr mitmachen könnt! Ich werde aktiv bei der Leserunde dabei sein und freue mich auf euch. Eine Leseprobe gibt es hier. ___________________ Liebeskummer ist ein Bumerang aus Stacheldraht Mit ihrem literarischen Debüt »Drüberleben« hat Kathrin Weßling 2012 Furore gemacht. »Da hat sich jemand die Seele aus dem Leib geschrieben «, urteilte WDR West ART, und Arte Yourope befand: »Mit ihrem Erstlingswerk hat sie einen Nerv der Zeit getroffen. « Das Buch wurde 2013 in Freiburg unter der Regie von Daniel Wahl auch als Theaterstück uraufgeführt, und eine Hörspielfassung ist in Vorbereitung. Kathrin Weßlings neues Buch ist eine Sammlung von Stories über die unerträgliche Fragilität der Liebe und des Liebens. »Morgen ist es vorbei«, das sind 13 Geschichten über die Liebe. Über die Sehnsucht, sich im anderen zu verlieren. Und über den Schmerz, verlassen zu werden. Kathrin Weßling erzählt mit großer psychologischer Klarsicht und zugleich mit hoher emotionaler und sprachlicher Kraft von gebrochenen Herzen und von solchen, die andere brechen, von Tränen und vom Kämpfen, vom Hoffen und vom Warten, von Erleichterung und Glück, vom Wahnsinn wilder Herzen eben. Die Protagonisten ihrer Stories wissen: Liebeskummer ist ein Bumerang aus Stacheldraht. Der kommt zurück, egal, wie sehr du schreist und rennst und bebst und kämpfst. Und manchmal ist da diese winzige Ahnung, die dich nicht schlafen lässt: Morgen ist es vielleicht vorbei. Und manchmal ist der einzige Gedanke, der dich durch die langen Nächte in der Stadt rettet: Morgen ist es besser, morgen wird ein besseres Morgen sein, morgen ist es endlich vorbei. Kathrin Weßling versteht es wie kaum eine zweite, Gefühle zu erzählen. »Morgen ist es vorbei« ist ein Buch, das unter die Haut geht. Ein Buch für gebrochene Herzen in der Großstadt, für traurige Männer und Frauen. Und über die eine Sache, die fast jeder kennt: Liebeskummer, schlaflose Nächte, Angst und das Gefühl, dass das nie wieder vergeht. Mehr Infos hier ___ Wenn ihr bei der Leserunde mitmachen wollt, dann beantwortet bitte bis zum 28.07.2015 um 16:00h folgende Frage: Was habt ihr durch euren schlimmsten Liebeskummer gelernt? Die Bücher werden am 3.8. verschickt!

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  • So schreibt nur Kathrin Weßling

    Morgen ist es vorbei

    TheLastUnicorn_

    17. September 2015 um 09:23

    Bei diesem Buch lasse ich die Inhaltsangabe ausnahmsweise mal weg, mir fällt es immer schwer ein Buch inhaltlich zusammen zu fassen, das "nur" aus Kurzgeschichten besteht, der Klappentext sagt meiner Meinung nach schon ziemlich genau aus was einen hier erwartet. Generell bin ich jetzt kein großer Fan von Kurzgeschichten, obwohl ich sie zuweilen durchaus mal lesen kann und mag, aber ich bin seit Drüberleben ein großer Fan von Kathrin Weßling und so war für mich klar, dass ich "Morgen ist es vorbei" unbedingt lesen möchte - denn lange genug auf ein neues Buch hab ich ja gewartet. :D Auch die Thematik der Kurzgeschichten war für mich persönlich sehr interessant, letztendlich hatten die meisten Menschen wohl schon einmal richtigen Liebeskummer und ich fands schon immer faszinierend wie unterschiedlich die Menschen damit umgehen. Die einen überwinden es schnell, die anderen suhlen sich in ihrem Unglück und wissen nicht wie sie daraus kommen sollen und dieses Büchlein erzählt vor allem von den Menschen, die zu letzterem gehören. Warum ich Kathrin so gerne mag ist schnell erzählt und lässt sich auch in diesem Buch wieder finden; sie ist in dem was sie schreibt unglaublich direkt, wenn es sein muss benutzt sie auch einmal derbe Worte und trotzdem steckt hinter all dem eine gewisse Poesie und dann schafft sie es trotz allem auch zart und verletzlich zu wirken und die Worte die sie wählt sind schön. Sie ist in dem was sie schreibt sehr vielseitig und verknüpft das sehr geschickt miteinander, so dass es alles natürlich wirkt und nicht gezwungen. Zumindest empfinde ich es so - auf jeden Fall sind ihre Bücher allein deswegen schon das Lesen wert. :) Auch wenn die Geschichten alle eins gemeinsam haben, so sind sie doch sehr unterschiedlich. Nicht nur wegen den unterschiedlichen Erfahrungen, die ihre Protagonisten machen, auch deren Schmerz äußert sich immer anders. Bei Kurzgeschichten ist es natürlich so, dass es immer welche gibt die mehr gefallen, weil das alles subjektive Wahrnehmung ist. Denn auch wenn der Großteil mir gefallen hat, gab es doch mehrere die mich rein inhaltich nicht angesprochen haben. Dennoch haben sie alle die Kraft gehabt mich zu berühren, mich teils runterzuziehen und zurückzuwerfen, in den Schmerz der einmal war. Für mich war es also nicht immer leicht das Buch zu lesen und ich musste auch einmal eine längere Pause einwerfen, aber nur weil dieses Buch die Kraft besitzt seinen Leser mitzureißen, es ist also eher ein für das Buch und kein Kritikpunkt. Bei den Geschichten selbst, gerade bei den kurzen, gibt es immer viel zwischen den Zeilen zu entdecken und manchmal verbirgt sich da der ganze Sinn. Schön fand ich auch, dass Kathrin Weßling ziemlich Klischeefreie Protagonisten entworfen hat, hier und da mag das vielleicht nicht ganz zutreffen, aber im großen und ganzen ist dieses Buch nicht sexistisch oder ähnliches. Eine Sache die mir natürlich gut gefallen hat. :) Fazit: Das Buch ist unglaublich stark und vermittelt sehr gut, das was es vermitteln will. Es ist kraftvoll und doch spricht es zu Zeiten eher leise vor sich hin und der Schmerzensschrei wird zu einem flüstern, aber dieses flüstern hallt nacht. Mir hats gut gefallen und ich bin wieder vollkommen begeistert von Kathrin Weßling und das obwohl ich kein Fan von Kurzgeschichten bin.

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  • Morgen ist es vorbei

    Morgen ist es vorbei

    Pixibuch

    13. September 2015 um 18:24

    Den Umschlag dieses Buches finde ich wunderschön. Auf weißem Stramin in mit rotem und schwarzem Garn eine weinende Frau zu sehen. Dann sind es 14 Geschichten, die uns über Liebeskummer einiges erzählen. Vielleicht kann ich mit diesem Thema nicht so richtig umgehen, denn mein Partner und ich sind schon ewig zusammen. Hier werden die verschiedensten Formen vom Verlassenwerden erzählt. Und die Verlassenen können es nicht verstehen, haben auch nicht die Vorzeichen gesehen, bzw. übersehen. DieTrauernden ertränken sich in Alkohol, schreiben Bücher, ziehen sich zurück, vernachlässigen ihre Arbeitsstellen und versuchen immer wieder Kontakt zu ihren ehemaligen Geliebten zu erhalten. Das geht aber immer wieder schief. In dem Buch sind so viele Emotionen zu verarbeiten. Man kann das Buch nicht in einem Stück lesen, das Gehirn kann diese vielen traurigen Passagen gar nicht richtig verarbeiten. Die Autorin muß schon selbst sehr großen Liebeskummer gehabt haben, den sonst könnte sie nicht so genau und so prägnant an die Sache herangehen. Ich muß gestehen, so machnes Mal konnte ich einige Verhaltensweisen überhaupt nicht verstehen. Das ist kein Buch, um es ins Regal zu stellen, sondern man kann solch eine Geschichte immer wieder lesen. Schön wäre es allerdings, einem Betroffenen dieses Buch in die Hand zu drücken, damit er sieht, dass es anderen Menschen auch nicht besser gehen: Wie sagt man so schön? Andere Mütter haben auch schöne Töchter/Söhne. Und dann nochmals ein Sprichtwort: Alles Schlechte hat sein Gutes. Und dann stimmt wirklich, in jeder Beziehung.

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  • erschütternder, quälender Liebesschmerz

    Morgen ist es vorbei

    Claddy

    12. September 2015 um 17:48

    „Ein Hurrikan, der durch das Leben zieht. Der kurz berührt und dann das hinterlässt, was nicht nichts ist.“ In den Geschichten von „Morgen ist es vorbei“ geht es genau darum: um das Nichts, das bleibt, wenn die Liebe zerbricht. Wenn einer geht und den anderen zurück lässt. Um das intensive, erschütternde, quälende Erlebnis Liebesschmerz. Auf Grund des Covers nahm ich an, dass aus weiblicher Sicht geschrieben wird. Entsprechend irritiert, dass tatsächlich die meisten der Geschichten die männliche Perspektive aufzeigen.  Gleich der Einstieg geht definitv unter die Haut. Wer denkt, dass Liebeskummer einmalig und individuell ist, muss sich hier belehren lassen: Jede und jeden betrifft es.  Was folgt, sind immer wieder die Kreise, die der Stein an der Wasseroberfläche hinterlässt: Wellen der Enttäuschung, der Wut, der Scham, der Trauer.  In stakkatoartigen Sätzen, die so rhythmisch aufgebaut sind, dass man versucht ist, sie laut zu lesen, weil man sie hören möchte, weil man sie fühlen möchte, wird hinausgeschleudert, was doch immer bleibt. Texte für einen Poetry-Slam. Worte werden genutzt, wiederholt, verdreht, bis sich ihr Sinn erneuert, verändert, verkehrt.  All das könnte vielleicht noch einen Tick näher rücken, wenn nicht das Trinken eine so übermäßig wichtige Rolle spielen würde. Mir steht der Alkohol im Weg: Mit dieser Form des Leidens kann und will ich nicht mitfühlen. Mehr noch: Machmal scheint gerade der Alkoholmissbrauch das beklagte Ende zu rechtfertigen. (Sie musste ihn verlassen, er trank. Er wird nie aufhören zu trinken.) Und die Liebe grät ganz weit nach hinten. Immerhin eine wunderbare Erkenntnis ist in „Oder wieder niemals“ zu lesen: „Trinken ist das Negativ von Weinen.“  Und weil noch viel mehr solch nachdenklicher Wahrheiten zu entdecken sind und eben der unglaublich starken Sprache wegen lohnt sich der Erwerb allemal. Wer sich gerade in akuter Liebeskummernot befindet, wird sich bis in die letzte Herzfaser verstanden fühlen, die anderen erinnern sich erleichtert: Irgendwann war es eben doch vorbei! 

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  • Eine eher persönliche "Abrechnung" mit Liebeskummer

    Morgen ist es vorbei

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Die Bloggerin Kathrin Wessling veröffentlicht hier 14 Texte zum Thema Liebeskummer. Sie beschreibt das Warten darauf, dass die Person zurückkommt, das verzweifelte Fragen nach einem Grund, das dumpfe Weiterleben bis eine neue Person ins Leben tritt und anfängt Spuren zu hinterlassen. "Morgen ist es vorbei", ein Kreislauf von Liebeskummer, der "Bumerang aus Stacheldraht", der immer wiederkehrt und neue Wunden mit sich bringt. Liebeskummer kann ein tiefes, verzehrendes Gefühl sein, doch Liebeskummer beinhaltet, dass man einmal geliebt hat. Der Gegenbegriff der Liebe ist für mich daher kein unwesentlicher, wenn es um Liebeskummer geht. Welche Vorstellung von Liebe haben die Figuren in der Beziehung, welche danach? Warum trennt man sich, wie sind die Umstände? Eine funktionierende und schöne Beziehung braucht für mich auch mehr als dieses wolkige Gefühl der Liebe, es geht auch ums reale Zusammenleben. Leider kommt mir persönlich der realistische und vielleicht erwachsenere Blick auf dieses Thema hier zu kurz. Das Bild von Liebe und Beziehungen scheint mir häufig ein verträumtes Ideal, ein kitschiger Abklatsch von Filmen zu sein unter dem die Figuren mehr leiden als unter dem eigentlichen Liebeskummer. Ich finde schade, dass sich die Texte, nicht nur die, in denen abstrakte Gedanken zur Sprache kommen, sondern auch die Kurzgeschichten, dann auch sehr ähneln, egal ob aus männlicher oder weiblicher Sicht geschrieben wird. Es gibt mehr oder weniger immer diesen "Liebe auf den ersten Blick"-Moment, dann kommt es schnell zur Sache und entweder sofort oder Jahre später zur Trennung, die in dem immer gleichen Strudel aus "ich hasse und liebe den anderen" , "ich texte ihn zu", "ich betrinke mich und habe schnellen, emotionslosen Sex" endet. Ich hätte mir auch andere Formen von Liebeskummer, z.B. die sozialere Form eines gemeinschaftlichen Überstehens der Trennung oder reflektierte Formen von eigenen Schuldeingeständnissen bis hin zu Verständnis gewünscht. So verschwimmt inhaltlich für mich leider der Liebeskummer hier zu einem oberflächlichen Selbstmitleidsritus gepaart mit Aggression. Daran kann auch leider die Sprache nicht viel ausbessern. Es gibt Geschichten, die ich sprachlich gelungen finde wie "Winter für immer", die eine ruhige Erzählweise und in ihrer Ruhe einen poetischen Anklang haben. Aber leider viel zu häufig wird in der "Du-Form" geschrieben, in der ich die Autorin notgedrungen immer mitlese, die mir hier dann eher ein Medium zum Abreagieren, "Auskotzen" nutzt als zum literarischen Schreiben. Dadurch verlieren für mich leider viele Texte an Objektivität und einer -ich nenn es mal- übergeordneten Botschaft. Soviel zu meinen Eindrücken zu dem Buch, die aber mit Sicherheit zum Teil auch durch mich selbst verschuldet sind. Ich hatte andere Erwartungen, ganz klar, z.B. einen weniger persönlichen Schreibstil, d.h. eher eine Sammlung von Kurzgeschichten, die verschiedene Einblicke in den Umgang mit Liebeskummer zeigen. Ich habe aber auch den Fehler gemacht, die Texte in einem kurzen Zeitraum direkt hintereinander zu lesen. Dadurch wurde mein Eindruck der Ähnlichkeit ja nur verstärkt. Ich kann mir vorstellen, dass ohne diese Vorbedingungen die Texte und die darin ausgedrückten Gefühle zugänglicher sind. Vielleicht besonders, wenn man gerade "frischen" Liebeskummer hat. Mein Fall war es leider nicht, ich habe aber auch grundsätzlich ein anderes Bild von Liebe und gehe anders mit Trennungen um als hier beschrieben, von daher ist dies nur mein persönlicher Blick.  

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    • 2
  • Diverese Kurzgeschichten über die Liebe

    Morgen ist es vorbei

    nicolina22

    26. August 2015 um 21:31

    Auch ich habe jetzt endlich das Buch fertig gelesen :) Ich muss leider sagen, mir hat es absolut gar nicht gefallen. War überhaupt nicht mein Fall, aber vielleicht spricht es euch ja mehr an! Das Buch beinhaltet mehrere Kurzgeschichten zum Thema Liebe bzw. Liebeskummer. Ich persönlich habe keine wirkliche Handlung in den einzelnen Geschichten entdecken können, das ist wahrscheinlich auch der Grund wieso mir das Buch nicht gefallen hat. Schon mit der ersten Kurzgeschichte wurde ir die Lust auf dieses Buch leider genommen. Es handelt sich dabei um eine Art Monolog, wo wirr Gedanken niedergeschrieben wurden. Zwar handelt es sich wirklich um sehr viele Emotionen und es ist an sich auch gut geschrieben - sehr detailliert und fantasieanregend - aber es gibt nicht mal wieder ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt, sondern erzählt von beiden Perspektiven. Wie gesagt mein Fall war es nicht... Das ganze zieht sich so durchs Buch, ich habe mich dazu gezwungen es fertig zu lesen, aber besser wurde es nicht wirklich. Der Schreibstil an sich ist wirklich hervorragend, aber die Story(s) fehlt(en). Wer aber gerne viel mit Emotionen liest und nichts gegen Kurzgeschichten hat, ist hier sicher gut aufgehoben :)

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  • Liebeskummer, schwieriges Thema, schwieriges Buch

    Morgen ist es vorbei

    kunter3unt

    21. August 2015 um 14:37

    MORGEN IST ES VORBEI ist eine Sammlung von 13 Geschichten, die sich alle um das Thema Liebeskummer drehen. Es geht um die Zeit nach einer Trennung, um den Schmerz, um das, was die Liebe mit uns macht und auch um dumme Entscheidungen, die wir manchmal treffen, wenn wir von unseren Gefühlen und unserem Herzschmerz getrieben werden. Es beschreibt auch, wie manche Menschen durch falsch verstandene Liebe zu Monstern werden können. Meine Rezension

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  • An alle gebrochenen Herzen da draußen

    Morgen ist es vorbei

    Susanni-and-the-books

    19. August 2015 um 21:13

    "Schreiben bedeutet niemandem und allen das zu sagen, was man einem Jemand nicht sagen kann." (Rebecca Solnit) Liebe ist dreckig und gemein und zerstörend und so intensiv, dass das Einzige, was sich damit messen kann der Liebeskummer ist. Und davon handeln die 14 Kurzgeschichten in dem Werk "Morgen ist es vorbei" von Kathrin Wessling, erschienen 2015. Es ist das zweite Buch der Autorin. Authentisch beschreibt Wessling den Schmerz, den Liebe hinterlassen kann, stellt Fragen, die jeder, der Liebeskummer hat(te), kennt und trifft damit genau den richtigen Nerv; unseren wunden Punkt.Nach dem ersten Kapitel war ich mir sicher, das wird ein 5-Sterne-Buch. Doch leider waren die folgenden Geschichten sehr ähnlich und schnell konnten meine Gedanken abschweifen. Tipp: Nicht versuchen schnell hintereinander wegzulesen! (Auch wenn die Geschichten dazu verleiten, da der Schreibstil realistisch ist und glauben lässt, dass jede Wort ernst gemeint und voller Schmerz steckt!!) Auch für das Cover gibt es von mir Pluspunkte. Durch die Schlichtheit wird dieses Rohe, diese Klarheit des Kummers deutlich, ohne sich aufzudrängen. Mein Fazit: Für alle gebrochenen Herzen, die sich nochmals eine Scherbe ins Herz rammen wollen, ABER: Zeit lassen beim Lesen!

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  • Morgen ist es vorbei

    Morgen ist es vorbei

    Tomatenkind

    13. August 2015 um 10:48

    Liebeskummer ist ein Bumerang aus Stacheldraht. Irgendwie gut beschrieben, finde ich. In diesem Buch stehen 14 Geschichten, einige Geschichten sind relativ abstrakt und eher Kunstwerke, die das Gefühl ''Liebeskummer'' sehr gut vermitteln. Diese Kapitel fand ich am Schönsten, weil man sich eben sehr gut darin wiederfinden konnte. Die Anderen sind richtige Geschichten, mit Handlung. Allerdings ähneln sie sich an einigen Stellen stark, gerade von der Wortwahl her. Das war für mich etwas störend. Auch die Charaktere waren für mich nicht unbedingt sehr unterschiedlich. Klar, bei Kurzgeschichten erfährt man auch eher nicht so viel, aber nach den abstrakteren Geschichten, war das andere für mich wie ein großer Brei. Der Schreibstil hingegen hat mir sehr gut gefallen, vorallem weil in diesem Punkt auch viel ausprobiert wurde. Das hat dann doch für Abwechslung gesorgt. Man kann sich von diesem Buch natürlich runterziehen lassen, aber vielleicht hilft es einem auch dieses Buch zu lesen, weil man sich vielleicht endlich mit seinem eigenen Liebeskummer auseinandersetzt, ihn verarbeitet und es schafft weiter zu machen, weil man merkt: Anderen geht es genauso! Und selbst wenn man gerade in einer glücklichen Beziehung ist, hat man ja sicherlich eine Vergangenheit, die vielleicht noch nicht ganz verarbeitet wurde. Dieses Buch, oder einzelne Geschichten davon, kann man denke ich immer mal wieder lesen.

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  • „Liebeskummer ist ein Bumerang. Aus Stacheldraht.“

    Morgen ist es vorbei

    annepei

    12. August 2015 um 21:28

    „Liebeskummer ist ein Bumerang. Aus Stacheldraht.“ Kurze Eckdaten: Die Kurzgeschichtensammlung „Morgen ist es vorbei“ enthält 14 Geschichten von Kathrin Wessling zum Thema Liebeskummer. Der Band erschien 2015 im Luchterhand Verlag und ist das zweite Buch der Autorin. Handlung in drei Sätzen mit Nennung des Titels: Die 14 Geschichten beleuchten das Ende einer Beziehung aus den unterschiedlichsten Perspektiven. Es geht um Männer, die leiden, Frauen die leiden, aber eigentlich geht es um das Gefühl des Liebeskummers selbst. Doch allen Geschichten ist gemeinsam, dass Am Ende nur noch die Hoffnung steht: Morgen ist es vorbei. Meine bescheidene Meinung: Ein wichtiger Hinweis zum Lesen dieses Buches: Man sollte es nicht in einem Rutsch lesen (wie ich)! Denn sonst führt das nur dazu, dass man den Rest des Tages deprimiert Löcher in die Luft starrt und sich vornimmt, nie wieder eine Beziehung einzugehen (wie ich). Es ist wirklich so, dass die meisten Geschichten ein wenig niederschmetternd sind. Aber Liebeskummer ist eben auch niederschmetternd und so erfüllt das Buch wohl seinen Anspruch, das Gefühl so gut wie möglich zu vermitteln. Dadurch dass hier ein Gefühl bzw. ein Zustand der eigentliche Protagonist jeder Geschichte ist und dieser auch am stark ausgearbeitet und geradezu allgegenwärtig ist, belieben aber irgendwie die verschiedenen wirklichen Protagonisten auf der Strecke. Sie sind meistens kaum beschrieben, was den Eindruck erweckt, dass sie nur aus ihrem Liebeskummer bestehen und er das einzige ist, was sie ausmacht. Kein Problem, wenn das einmal der Fall ist, aber dadurch, dass es eben bei jeder Geschichte so war, waren für mich alle Personen in allen Geschichten mehr oder weniger gleich. Ich konnte so mit ihnen auch meistens nicht warm werden, was schade ist, weil ich ihre Gefühle schon gut nachvollziehen konnte, aber ja, mehr war da nicht. Es gab kaum Beschreibungen des Charakters und die Vorgeschichten der Personen wurden auch kaum angesprochen. Meiner Meinung nach ist das aber schon wichtig, denn hier wird jedes Mal das Ende einer Beziehung beschrieben und der Anfang (oder wenigstens der Mittelteil, den Anfang von Liebesgeschichten liest man ja schon in anderen Büchern mehr als genug) gehört da für mich dazu. Ich will damit nicht sagen, dass alle Geschichten gleich sind, denn es wurden verschiedene Erzähl-Perspektiven und Erzählstile ausprobiert, was eben doch für Abwechslung sorgt. Die Geschichte die mir am meisten in Erinnerung geblieben ist und mich am meisten zum Nachdenken angeregt hat, war „Wilde Wesen“. Hier geht es um einen jungen Mann, der so starken Liebeskummer hat, dass er sogar ein Buch über betreffende Frau geschrieben hat und trotzdem meldet er sich nicht. Man leidet sehr mit ihm mit, wie er sich an ihr Kennenlernen erinnert und dann auf der letzten Seite kommt es zu einer Wendung, die mein Mitleid für ihn doch spontan umschwenken ließ. Diese Geschichte war wirklich stark und hier war es auch überhaupt nicht so, dass die Geschichte zu eintönig war oder den anderen glich. Ich hätte mir mehr von dieser Art Geschichte gewünscht, dann wäre das Buch noch besser geworden. Empfehlung: Lesen sollte dieses Buch jeder, der ein Teil eines dieser nervigen super-hyper-perfekten Paare ist und davon überzeugt ist, dass seine Liebe einzigartig und unendlich ist. Nicht lesen sollte dieses Buch jeder, der gerade in einer Depri-Phase ist oder selbst Probleme mit der Liebe hat. Zeit für Zahlen: 3 von 5 gebrochenen Herzen

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  • Morgen ist es vorbei. Hoffentlich.

    Morgen ist es vorbei

    Apfelkind

    12. August 2015 um 18:31

    "Morgen ist es vorbei". Ich habe mir Zeit genommen, es zu lesen. Jedes Wort aufgesogen, jedes Gefühl nachvollzogen. Ein Buch voller Emotionen. Schmerz und Verlangen überwiegen. Das eine ist wohl die Antwort auf das andere. Manchmal. Oft. Zu häufig. Sehnsucht. Nach einem bestimmten Menschen. Nach den Gefühlen, die er dir vermittelt hat. "Morgen ist es vorbei" beinhaltet 14 Geschichten, welche jede für sich ein ganzer Roman ist. Nach jeder dieser 14 Geschichten ist es Zeit, auszuatmen und innezuhalten. Darüber nachzudenken, was soeben gelesen wurde. Welche Gefühle dabei hochkamen. Welche Gedanken und Erinnerungen. Diese 14 Geschichten sind Erzählungen über die große Liebe, große Enttäuschungen, Geschwisterliebe und Freundschaften. Von Erzählung zu Erzählung wurden die Ereignisse meines Empfindens nach realistischer, wahrer, unschöner im Sinne von was den Menschen angetan worden ist. Kathrin Weßling schreibt aus den unterschiedlichsten Perspektiven und man hat die ganze Zeit das Gefühl, live dabei zu sein. In zwei der 14 Erzählungen habe ich mich besonders wiedergefunden. Vermutlich weil ich sehr ähnlich empfunden habe und das Geschriebene die richtige Stelle getroffen hat. "Morgen ist es vorbei" ist ein Buch, indem man immer mal wieder lesen kann. Es hilft dir, deinen eigenen Schmerz etwas zu vergessen und auch wenn es traurig ist, dass es so viele gebrochene Herzen und Seelen gibt, hilft es unheimlich, dass man weiß, mit diesen nicht allein zu sein. Und eines Tages kommt der Morgen, an dem du aufwachst und weißt: Jetzt, jetzt ist es vorbei. Hoffentlich.

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