ZwischenLand

von Kathrin Wildenberger 
4,5 Sterne bei11 Bewertungen
ZwischenLand
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Corsicanas avatar

Die Zeit zwischen der Wende und der Wiedervereinigung aus der Sicht junger Frauen

Vampir989s avatar

sehr lesenswertes Buch über die Zeit nach dem Mauerfall

Alle 11 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "ZwischenLand"

Als Montagsdemonstrantin der ersten Stunde fällt es der 19jährigen Ania schwer, ihren Traum von einer anderen DDR aufzugeben. In einer Wohngemeinschaft in Leipzig-Connewitz lebt sie mit Sascha, dem russischen Maler, und Alex, dem Westberliner Journalisten, ihren Traum von einer offenen Beziehung. Doch sie kann ihre große Liebe Bernd nicht vergessen.

Auch Anias Schwester Brit und ihre Freundin Suse finden in dem verfallenen und besetzten Haus im Leipziger Montmartre ein neues Zuhause. Aber ihre Gemeinschaft ist fragiler, als sie glauben: Überfälle von Neonazis und das Doppelleben eines Mitbewohners bedrohen das friedliche Zusammenleben.

Ankommen? Wenn ja, wo? Gehen? Wenn ja, wohin? Alles ist offen. So vieles scheint möglich. Verheißung, Chaos, Last: Was ist Freiheit eigentlich?

Kathrin Wildenberger setzt nach „Montagsnächte“ in ihrem zweiten Roman die Geschichte um Ania, Brit und Suse fort, die nun im „ZwischenLand“ des Sommers 1990 ihr Leben träumen und ihre Träume leben.

So erzählt eine nur, wenn sie mit Haut und Haar und Sommersprossen in ihrer Heldin steckt […] Ein Gänsehautbuch!
Ralf Julke, Leipziger IZ (über „Montagsnächte“ von Kathrin Wildenberger)

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783946086284
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Verlag duotincta GbR
Erscheinungsdatum:05.03.2018

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,5 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne5
  • 4 Sterne6
  • 3 Sterne0
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Corsicanas avatar
    Corsicanavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Die Zeit zwischen der Wende und der Wiedervereinigung aus der Sicht junger Frauen
    Zwischen Wende und Wiedervereinigung im "Zwischenland"

    In "Montagsnächte" hatte Kathrin Wildenberger von der Zeit der Montagsdemonstrationen in Leipzig erzählt.


    Den Protagonisten aus Montagsnächte begegnet man in "Zwischenland" wieder.
    Da ist Ania, die am Anfang dieses Buches eine schwierige Trennung von ihrer großen Liebe verkraften muss - und sich auch sonst neu zurechtfinden muss. Denn Ania wollte eine neue DDR - und keinen Anschluss an die Bundesrepublik.

    Ihre Freundin Suse dagegen ist schon vor der Wende in den Westen ausgereist. Eigentlich ist sie zufrieden im Westen - aber eigentlich ist ihr auch vieles zu spießig. Sie träumt von einem eigenen Laden - ihr Freund von Hausbau und Kindern.

    Und Brit, die jüngere Schwester von Ania, trifft die Wende besonders. Denn sie ist in der Pubertät - hat also sowieso viele neue Dinge zu verkraften. Und ihre Eltern sind mit der neuen Situation sowieso überfordert bzw. gefordert. Sie müssen alte Denkmuster überdenken, engagieren sich und entfernen sich -  und Brit verliert ein wenig den Halt.

    Dieser Roman lässt die Zeit zwischen Wende und Wiedervereinigung lebendig werden. In ganz alltäglichen, privaten Dingen.
    Erzählt wird abwechselnd über die drei Frauen - dies macht die Lektüre abwechslungsreich. Und der Autorin gelingt es, die Atmosphäre damals sehr gut einzufangen.

    Für mich - im äußersten Westen der Bundesrepublik aufgewachsen - war dies sehr interessant zu lesen. Denn ich hatte wenig Einblick in das Leben in der DDR. Und daher hatte ich auch wenig Einblick, wie sich eine Systemänderung auf das tägliche Leben auswirkt.


    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Booky-72s avatar
    Booky-72vor 3 Monaten
    Zwischenland

    „Montagsnächte“ ist die Vorgeschichte, die nun hier fortgesetzt wird. Wieder die Hauptpersonen Ania, Brit und Suse und ihre Entwicklung in der Wendezeit. Der Titel ist sehr gut gewählt, ein so genanntes Zwischenland, die Entwicklungszeit von zwei verschiedenen Ländern zu einem Ganzen.

    Hier erfährt man die Gedanken und Gefühle der Mädchen, erste Liebe oder berufliche Entwicklung, außerdem ihre Meinung zu Freiheit bzw. familiären Bindungen. Genaue Wiedergabe der Ereignisse, besonders interessant für solche wie mich, war ich doch im gleichen Alter zu dieser Zeit.


    Kommentieren0
    5
    Teilen
    P
    Pixibuchvor 4 Monaten
    Zwischenland

    Hier handelt es sich um die Fortsetzung von Montagsnächte. Da mich bereits dieses Buch gefesselt hat, habe ich natürlich auch den Nachfolgeband gelesen und war mehr als begeistert. Wir lesen wieder von Ania, deren Schwester Brit und der Freundin Suse. Man schreibt das Jahr 1990. Ania hat große Verlustängste. Eben ist Berns verschwunden. Die Einheit macht ihr zu schaffen. Sie wohnt nun als Hausbestzerin in einem Haus, ihre Nachbarn Sascha und Alex. Sie hat mit beiden ein Verhältnis. In ihrem Beruf gibt sie den alten Leuten alles. Ihre Schwester Brit ist mitten in der Pubertät und schließ sich einem schwer depressiven jungen Mann an Die Mutter kandidiert als Bürgermeisterin und der Vater kommt mit der neuen Weltanschauung nicht klar. Alles dies schildert uns die Autorin derart authentisch und detailgetreu, man leidet und fühlt mit den Protagonisten, empfindet mit, wie deren alte Strukturen zusammenbrechen, sie sich aber mit der neuen Welt noch nicht zurechtfinden. Hier wird uns kapitelweise von den drei Frauen berichtet, was dem Buch unheimlich viel Esprit und gutes Feeling gibt. Ich war oft tief berührt, in welcher Einfachheit die Leute leben und mit wie wenig Materielles sie sich zufriedengeben und dennoch ihren Mut nicht verlieren. Mich hat das Buch, wie auch schon der Band vorher, richtig aufgerüttelt und wirklich sehr zum Nachdenken gebracht. Gerne würde ich noch erfahren, wie es den Leuten dann viele Jahre nach der Wende gegangen ist. Ein Buch, das Politik, Liebe und Leben in einem vereint. Ich müßte, wenn es gäbe, dem Buch 10 Sterne geben und ich werde es immer wieder einmal lesen. Auch das Cover ist sehr beeindrucken. Es ist in sehr dunkler Farbe gehalten und es zeigt uns ein kaputtes Fenster in einem alten heruntergekommenen Haus. Dies soll uns der Zustand kurz nach der Wende anzeigen.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Vampir989s avatar
    Vampir989vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: sehr lesenswertes Buch über die Zeit nach dem Mauerfall
    sehr lesenswertes Buch über die Zeit nach dem Mauerfall

    Dies ist die Fortsetzung zu dem Buch "Montagsnächte".Ich empfehle den Vorgänger bereits gelesen zu haben,da es sonst zu einigen Unverständlichkeiten kommen kann.


    Ich kannte "Montagsnächte" schon und so hatte ich natürlich große Erwartungen.Aber ich wurde nicht enttäuscht.Kathrin Wildenberger hat mich wieder in den Bann gezogen.
    Der Schreibstil ist leicht,flüssig und locker.Ich bin mit dem Lesen sehr gut voran gekommen.Die Seiten flogen nur so dahin.Einmal angefangen mit Lesen wollte ich das Buch kaum noch aus den Händen legen.

    Ich war gespannt zu erfahren wie es den mir schon bekannten Protoganisten nach dem Mauerfall ergangen ist.Ania,Brit und Suse mussten nun mit einer ganz neuen Gesellschaft klar kommen.
    Die Autorin erzählt uns wie schwer es ist diese Situation zu bewälitigen.Sie läßt uns einige Zeit am neuen Lebensweg der jungen Frauen teilnehmen.Neue Wege eröffnen sich.Es gibt aber nicht nur gute Seiten der Wende.Auch viele Probleme sind plötzlich da.Beruflich und privat muss man sich neu orientieren.Die Autorin bringt uns gekonnt Ängste,Sorgen,Gedanken und Gefühle nahe.Sehr emotional,bewegend und berührend beschreibt sie alles authentisch.
    Ich bin auch in der DDR aufgewachsen und habe die Zeit der Wende hautnah miterlebt.Geprägt durch meine eigenen Erinnerungen an diese Zeit,kamen sehr viele Emotionen in mir hoch.Durch die sehr ansprechende und fesselnde Erzählweise wurde ich wieder förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Auch wurden Themen angesprochen die mich zum Nachdenken angeregt haben.Das hat mir sehr gut gefallen.
    Bis zum Schluß blieb es sehr interessant und ich freue mich schon jetzt auf eine Fortsetzung.

    Mir hat das Lesen dieses Buches viel Freude bereitet.Bei mir sind Erinnerungen hoch gekommen und es hat mich sehr bewegt.Ich kann diese Lektüre nur sehr empfehlen.Ich vergebe glatte 5 Sterne.


    Kommentieren0
    4
    Teilen
    Diana182s avatar
    Diana182vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: atmosphärisch dichter Roman über die Zeit nach dem Mauerfall...
    Zwischenland- die Zeit direkt nach dem Mauerfall der DDR

    Das Cover ist recht dunkel gehalten. Es zeigt ein altes, verwittertes Fenster und verleiht dem Bild eine düstere Grundstimmung. Auf Anhieb mag man meinen, hier einen Thriller in Händen zu halten. Doch beim Lesen des Klappentextes wird deutlich, dass dieser erste Eindruck trügt.


    Bei diesem Buch handelt es sich bereits um die Fortsetzung einer Geschichte. Da ich das Buch „Montagsnächte“ bereits gelesen habe, war ich hier nun natürlich neugierig, wie das Leben der Protagonisten nach dem Fall der Mauer weiter gehen würde.


    Es dauert einen Moment, bis man die Geschehnisse aus dem ersten Buch wieder präsent vor Augen hat. Doch nach und nach erinnert man sich an einzelne Begebenheiten und ist nun gespannt, wie sich das Leben in der ehemaligen DDR mit dem Blick auf die baldige Einführung der D-Mark anfühlt.


    Vieles kenne ich leider nur aus Erzählungen und war hier umso neugieriger, wie der damalige „Neubeginn“ aufgenommen wurde. Atmosphärisch dicht und gut nachvollziehbar lässt die Autorin uns auch hier durch die Augen von verschiedenen Charakteren schauen und bringt uns die Gefühle und Gedanken der damaligen Aufbruchsstimmung näher.


    Der Glanz und Reiz des unbekannten Neuen ist spürbar und plötzlich ist die Welt so unfassbar groß. Man kann reisen wohin man möchte, aber es absehbar, dass sich die Zeiten ändern werden. Diese Gedankengänge und Gefühle wurden hier sehr gut transportiert und für mich nachvollziehbar dargestellt.


    Und natürlich spielt auch das bisherige Leben weiter und man muss beides nun in Einklang bringen. Pubertät, die erste große Liebe und Freunde, welche das gemeinsam erlebte an die Zeitung verkaufen sind nur einige Dinge, welche die Mädels hier erleben und durchstehen müssen.


    Das Ende lässt die Geschichte recht offen, was ich aber nicht als schlimm empfand. Das Leben von jungen Leuten wird betrachtet und hier in Ausschnitten beschrieben. Gut möglich ist es hier, dass es weitere Fortsetzungen geben wird. Neugierig darauf wäre ich auf jeden Fall.


    Mein Fazit:
    Ein atmosphärisch dichter Roman über das Leben nach dem plötzlichen Mauerfall. Die Welt scheint nun riesengroß und von heute auf morgen wird man mit neuen, unbekannten Dingen konfrontiert. Doch leider wird sich nicht alles zum Bessern ändern. Dies konnte die Autorin sehr gut darstellen und dem Leser transportieren.


    Mir hat das Buch sehr gefallen und kann es daher gern empfehlen.

    Kommentare: 1
    3
    Teilen
    Lujomas avatar
    Lujomavor 4 Monaten
    sechs Monate zwischen Vergangenheit und Zukunft...

    „Du hast in drei Monaten erlebt, wofür manche ein halbes Leben brauchen….“ s.S. 324


    Leipzig 1990: Umbruchzeiten… Ania, eine der Montagsdemonstranten von Herbst‘ 89, ist verunsichert. Sie sieht ihre Zukunft nicht in einem „Westen überall“, ihre große Liebe Bernd verschwindet einfach ohne Abschied aus ihrem Leben und der scheinbare Zufluchtsort in einer WG im Leipziger Süden und ihre offene Dreierbeziehung mit Sascha und Alex birgt auch manches Konfliktpotenzial….


    Auch Ania‘s Schwester Brit und ihre Freundin Suse sind auf der Suche nach ihrem eigenen Weg in die Zukunft… Die drei jungen Frauen halten zusammen, müssen aber eigene Entscheidungen treffen… Wohin führt der Weg? Welche Träume lassen sich verwirklichen?


    * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * 


    Nach „Montagsnächte“ erzählt Kathrin Wildenberger nun in „Zwischenland“ die Geschichte von Ania, Suse und Britt weiter. Dabei kommt jede der drei jungen Frauen zu Wort. In einzelnen, teils sehr kurzen Kapitel schildern sie ihre Erlebnisse, Gedanken und Gefühle. So spürt der Leser ihre inneren Zerrissenheit und Unsicherheit: das, was man von klein auf gelernt hatte, gilt nicht mehr… Freiheit ist ungewohnt und überfordert fast… Was ist richtig und was falsch? Wohin führt der Weg?


    Nachdem ich „Montagsnächte“ mit Begeisterung gelesen hatte, freute ich mich sehr auf die Fortsetzung. Allerdings hatte ich anfangs leichte Probleme in die Geschichte zu finden. Ich konnte mich diesmal auch nicht so richtig mit Ania identifizieren (was mir im 1. Buch gut gelungen ist).

    Gut gefällt mir, dass Ania, Suse und Brit zu Wort kommen, man ihre Wege verfolgen kann. Da die einzelnen Kapitel oft recht kurz sind und die Erzählung zwischen den Protagonisten hin und her springt, ist es sehr hilfreich, dass jeweils Name und Datum in der Kapitelüberschrift stehen. Durch diese Art zu schreiben, gelingt es der Autorin allerdings deutlich die Unruhe der damaligen Wendezeit zu verdeutlichen.


    Das Cover des Buches finde ich sehr gut gelungen und es ähnelt dem von „Montagsnächte“, so dass es einen Wiedererkennungseffekt gibt. Auch der Titel ist gut gewählt… „Zwischenland“ - nicht mehr DDR, aber auch noch nicht BRD….


    Fazit:

    „Zwischenland“ ist ein interessantes Buch über drei junge Frauen auf der Suche vor dem geschichtlichen Hintergrund der Wendezeit. Gern vergebe ich 4 Sterne und eine Leseempfehlung.


    Kommentieren0
    184
    Teilen
    F
    frenzelchen90vor 4 Monaten
    Zwischen Ost und West

    Meine Meinung: Mit diesem Buch setzt die Autorin nach „Montagsnächte“ die Geschichte um Ania, Brit und Suse fort. In jedem Kapitel kommt eine der Frauen zu Wort und beschreibt ihre Erlebnisse kurz nach der Wende. Damit der Leser nicht den Überblick verliert, ist jedes Kapitel mit dem Namen der aktuellen Erzählerin überschrieben. Der Titel des Buches passt wunderbar, denn so gesehen stehen alle in dieser Zeit zwischen zwei Ländern und müssen erst mal mit der neuen Situation und auch den neuen Möglichkeiten zurechtkommen. Dabei geht es um Träume, Zukunftsängste aber auch um neue Freiheiten, die ausgetestet werden müssen. Alles wird von der Autorin genau beschrieben, so dass man mit den jungen Frauen mitfühlen kann.


    Mein Fazit: Eine faszinierende Geschichte mit viel geschichtlichem Hintergrund. Menschen, die die Zeit hautnah miterlebt haben, werden sicherlich sehr viele Dinge aus dem eigenen Leben wiedererkennen.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    I
    Isabell47vor 4 Monaten
    Auf der Suche

    Deutschland ist wiedervereinigt, aber was bedeutet das für drei junge Frauen, die in der DDR sozialisiert worden sind? So oder ähnlich könnte die Frage lauten, unter der die Autorin Kathrin Wildenberger selbst in der DDR aufgewachen, anhand von drei jungen Frauen, auif den Grund geht.
    Das Besondere des Buches ist zunächst, neben dem passenden Titel, das aus den Perspektiven der drei Frauen Ania, Britt und Suse erzählt wird. Die Reihenfolge der Erzählerinnen  ist wild gemischt und die Ausschnitte, die sie erzählen,  sind oft sehr klein. Kenntlich gemacht wird jedoch jedes "Erzählstück"  mit Datum und Namen der "Verfasserin". Der Zeitrahmen, über den erzählt wird, erstreckt sich über ein gutes halbes Jahr.
    Diese Erzählweise unterstreicht einerseits optisch die Zerrissenheit der Frauen. Jede ist auf ihre Weise zerrissen, beruflich und privat. Keine weiss so genau, wohin die "Reise" gehen wird bzw. was sie wirklich wollen. Sie befinden sich alle in einer Selbstfindungphase, was sowieso für das Alter typisch ist, aber sie haben zusätzlich alle äußeren Strukturen, die mit der DDR gegeben waren, verloren.
    Ganz klar spielt die "Liebe" eine Rolle.....sie probieren sich aus... wagen Neues....
    Andererseits machte mir persönlich diese permanent,  teilweise nach zwei Seiten, wechselnden Erzählerinnen, Stress. Ich fand es schwieriger in die Geschichte hineinzukommen und habe das Buch schließlich zwei Mal gelesen, wobei ich dann immer nur einer Frau gefolgt bin.
    Ja, die Frauen sind alle noch in einer Art "Zwischenland" und ich bin neugierig, wo sie ankommen werden. Das Buch verlangt geradezu nach einer Fortsetzung...

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    Langeweiles avatar
    Langeweilevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Deutsch—deutsche Geschichte spannend erzählt
    Aufbruch in eine neue Zeit

    Die Geschichte schließt an das Buch “ Montagsnächte“an.
    Während es im ersten Teil um die Demonstrationen und den Fall der Berliner Mauer geht,wird nun das Leben nach der Wiedervereinigung in den Fokus gerückt.
    Wiederum stehen mit Ania ,Brit und Suse die gleichen Protagonisten im Mittelpunkt der Geschichte. Ihr Umgang mit der neugewonnenen Freiheit,aber auch das Festhalten an alten Mustern ,ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte.

    Meine Meinung:

    Obwohl ich das erste Buch gelesen hatte und mir die Protagonisten dadurch bekannt waren,habe ich etwas länger gebraucht,um in der Geschichte anzukommen.
    Das lag einerseits an dem (wie ich finde) etwas abgehackten Schreibstil,andererseits an keinerlei Erfahrung mit der ehemaligen DDR meinerseits.
    Nachdem ich einen Zugang gefunden hatte, habe ich mit wachsender Begeisterung weitergelesen.Nach und nach kam ich den drei Frauen und ihrem Umfeld näher und bin ihrem Leben ,mit Höhen und Tiefen,gefolgt.
    Auch ihre Wünsche und Träume konnte ich nachvollziehen.
    Man merkt es deutlich,dass die Autorin die Zeit zum Teil miterlebt hat und dadurch das nötige Einfühlungsvermögen mitbringt.

    Fazit: 

    Ein Buch was ich ,nach einigen Startschwierigkeiten, gerne gelesen habe.

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    Christina_Zechs avatar
    Christina_Zechvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Wow - eine packende Geschichte über die Zeit während der Wende. Jetzt stehen wirkliche Entscheidungen an - wie gehen die Menschen damit um?
    Endlich ein packender Roman über die wichtige Zeit nach der Wende!

    Kathrin Wildenbergers neuer Roman ist mitreissend von der ersten Zeile an. Endlich haben die Menschen in Ostdeutschland nach dem Fall der Mauer die Freiheit erlangt, nach der sich viele so lange sehnten. Wie geht jede einzelne mit dieser Freiheit um? Wie ist die Stimmung zwischen den Menschen? Manche trauern der alten Zeit nach, andere wünsche sich 2 eigenständige Deutschlands, andere wollen einfach nur weg. 
    Das sind Fragen, die auch zwischen Paaren stehen. Sie werden zur Bewährungsprobe. Es ist ganz grosses Kino: Wie ginge es jedem einzelnen von uns, wenn massgebliche geschichtliche Veränderungen um uns herumtosen.


    Kathrin Wildenberger beschreibt in ihrer feinen, auf Details achtenden Sprache die grosse politische Lage ebenso wie bewegende menschliche Empfindungen. "Zwischenland" macht die Zeit in Leipzig 1990 so greifbar, als wäre man selbst dabei gewesen. 


    Sehr lesenswert.

    Kommentieren0
    0
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    M
    Liebe Alle, 

    nun ist es soweit: „ZwischenLand“, mein zweiter Roman, ist im Verlag duotincta erschienen. Die Buchpremiere fand auf der Leipziger Buchmesse 2018 statt, und nun möchte ich Euch sehr herzlich zu einer Leserunde einladen.
    Mein Verlag hat großzügig 10 Leseexemplare zur Verfügung gestellt, die ich am 13. Mai 2018 unter allen, die Lust haben, mit zu lesen, auslosen werde. Vom Verlag aus werden die Bücher dann per Post an Euch verschickt.
    Ich bin wieder sehr gespannt auf den Austausch mit Euch, erinnere mich wirklich gern an die Leserunde zu „Montagsnächte“ vor einem Jahr und freue mich auf unsere gemeinsame Zeit. 

    „ZwischenLand“ ist der zweite Teil meiner „Montagsnächte“-Trilogie und erzählt die Geschichte von Ania, Bernd, Brit, Suse und ihren Freunden weiter.
    Frühjahr 1990. Die 19jährige Ania zieht nach dem Ende ihrer Beziehung zu Bernd in ein besetztes Haus im Leipziger Süden und arbeitet als Krankenschwester in einem kirchlichen Krankenhaus. Als Montagsdemonstrantin der ersten Stunde fällt es Ania schwer, ihren Traum von einer anderen, neuen DDR aufzugeben. Die Patienten und ihre Lebensgeschichten geben ihr das verlorene Heimatgefühl zurück, in ihrer neuen Wohngemeinschaft fühlt sie sich zu Hause. Ania lebt mit Sascha, dem russischen Maler und Alex, dem Westberliner Journalisten ihren Traum von einer offeneren Beziehung. Doch sie kann ihre große Liebe Bernd nicht vergessen.
    Die 16jährige Brit, Anias Schwester, wünscht sich in einem kleinen Ort im Ostharz den Westen herbei, aber sie hat Angst davor, dass „nichts von uns übrig bleibt“. Sie fühlt sich allein gelassen von ihren Eltern, überwirft sich mit ihrem Vater. Ob sie jemals wieder in die Schule gehen will, weiß sie nicht. Brit liebt The Cure, und Jonny, der Robert Smith ähnelt, wärmt sie. Mit ihm kann sie gemeinsam traurig sein. Doch er zieht sich mehr und mehr in Schwermut zurück. Ist das Dasein auf der Jonny-Insel, in Langsamkeit, Dunkelheit und Melancholie das, was Brit sich wünscht?
    Suse (19), Anias Freundin versucht nach ihrer Flucht aus der DDR im Sommer 1989, in einem nordwestdeutschen Dorf anzukommen. Eigentlich ist alles so, wie sie es sich erträumt hat. Aber wie sie es auch dreht und wendet: „Suse im Westen“ fühlt sich nicht richtig an. Sie lässt ihren Freund Rüdiger und den Traum vom Zusammenleben im Eigenheim, der zum Albtraum geworden ist, hinter sich und wagt einen Neuanfang in Berlin.
    Im Laufe des Sommers 1990 wird das verfallene und besetzte Haus im „Leipziger Montmartre“ auch für Brit und Suse zum Zufluchtsort. Zusammen mit Sascha und Alex schaffen sich die drei jungen Frauen ihre eigene Welt. Doch ihre Gemeinschaft ist fragiler, als sie glauben.
 Überfälle von Neonazis und das Doppelleben eines Mitbewohners bedrohen das friedliche Zusammenleben.
    Ankommen? Wenn ja, wo? Gehen? Wenn ja, wohin? Alles ist offen. So vieles scheint möglich. Aber was ist Freiheit eigentlich?
 Verheißung? Erfüllung? Chaos? Oder Last?
    Die DDR, das Kindheitsland, löst sich auf. Ein neues Land gibt es noch nicht. Vieles scheint möglich. Alles kann sich ändern. Jederzeit.

    Zur Einstimmung ein kurzes Zitat :
    „Ein anderes Land? Solche Experimente sind doch sinnlos. Das hier, das funktioniert, das sehe ich jeden Tag. Auch wenn es Nachteile hat. Aber wenn ich dran denke, wie es vor einem Jahr war. Grau und dunkel und still. Nichts hat sich bewegt. Wie unter einer Käseglocke. Man konnte nur ausbrechen oder verschimmeln. Ich bin ausgebrochen. Ania auch. Auf ihre Weise eben. Jeder von uns ist auf seine Weise mit all dem umgegangen.“
    (Suse, Sonntag, 18. März 1990)


    und der Buchtrailer: 

    ###YOUTUBE-ID=NCd5rD7QxVc###

    Besonders freuen würde ich mich natürlich, wenn Ihr nach der Lektüre des Buches Eure Gedanken und Eindrücke in einer Rezension fest halten und diese im Internet verbreiten würdet, ob bei Lovelybooks, bei Online-Buchhändlern wie Thalia und amazon oder in Bücherblogs und Leserforen.
    Weitere Informationen zu mir und meinen Büchern findet Ihr auf meiner Homepage www.montagsnaechte.de, auf der Webseite meines Verlages www.duotincta.de und auf meiner Facebookseite „ZwischenLand“.

    Ich werde ganz oft hier vorbei schauen, gerne auf Eure Fragen und Eindrücke antworten und bin schon sehr gespannt!

    Mit lieben Grüßen und in Vorfreude
    Kathrin Wildenberger
    Zur Leserunde

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks