Kathryn Erskine Schwarzweiß hat viele Farben

(39)

Lovelybooks Bewertung

  • 37 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 0 Leser
  • 17 Rezensionen
(27)
(7)
(4)
(0)
(1)

Inhaltsangabe zu „Schwarzweiß hat viele Farben“ von Kathryn Erskine

DAS LEBEN IST BUNT UND CHAOTISCH UND WUNDERSCHÖN Die zehnjährige Caitlin erlebt die Welt in einfachen Gegensätzen wie Schwarz und Weiß. Gefühle zu zeigen und Gesichtsausdrücke zu deuten, fällt ihr schwer, da sie an einer Krankheit, dem Asperger-Syndrom, leidet. Ihr Bruder Devon, der ihr geholfen hat, sich zurechtzufinden, ist bei einem Anschlag ums Leben gekommen. Caitlin beschließt, eine Lösung für ihre Trauer zu finden und das Geschehene zu verarbeiten. Das gelingt ihr besser als allen anderen Angehörigen, und sie lernt, wozu sie trotz ihres Andersseins fähig ist. Sie erlebt Mitgefühl und begreift, dass die Welt für uns alle die herrlichsten Farben bereithält.

Eine wunderbare und bewegende Geschichte, mit einer Protagonistin, die man von der ersten Seite an in sein Herz schließt.

— AmiLee
AmiLee

Wunderschönes, gefühlvolles Buch mit einer bildlichen Sprache, die uns Einblicke in ein Leben mit dem Asperger Syndrom gibt.

— shadow_dragon81
shadow_dragon81

Asperger Syndrom, wie lebt man damit? Dieses Buch zeigt gefühlvoll und hilft, besser zu verstehen, sehr gut!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Stöbern in Jugendbücher

AMANI - Verräterin des Throns

Wahnsinnig spannend, fesselnd, atemraubend. Eine rasante Geschichte in 1001 Nacht, die mich komplett begeistern kann.

hauntedcupcake

Glücksspuren im Sand

Sehr schönes Jugendbuch für den Strand, aber nicht, was man noch nicht gelesen hat.

amy-xo21

Fangirl

Rainbow Rowell mit einer soliden, feinen und ganz niedlichen Lovestory

Callso

Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis

In wirklich jeder Hinsicht genial!

SillyT

Morgen lieb ich dich für immer

Ganz gutes Jugendbuch der Bestsellerautorin, aber, ich weiß, sie kann packendere Geschichten erzählen! Solides Jugendbuch!

divergent

Beautiful Liars - Verbotene Gefühle

Eine klare Empfehlung für alle Gossip Girl Fans, die sich an den Lügen und Intrigen der High Society im Setting des Zukunfts NYC erfreuen.

hannah-bookmark

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ich liebe es!

    Schwarzweiß hat viele Farben
    AmiLee

    AmiLee

    05. March 2016 um 16:03

    Ich glaube nicht, dass ich vernünftige Worte dafür finden werde, wie mir dieses Buch gefallen hat, denn ICH LIEBE ES einfach! Die Protagonistin Catlin, die an "Asperger" leidet, ist ein zuckersüßer kleiner Mensch, den ich von der ersten Seite an in mein Herz geschlossen habe. Ich würde sie am liebsten ganz fest in den Arm nehmen, sie knuddeln und erstmal eine zeitlang nicht mehr loslassen. Da das nicht geht, mache ich das einfach mit dem Buch. Der Schreibstil ist wunder, wunderschön und hat eine ganz eigene Tiefe, in die ich mühelos abtauchen konnte. Caitlins Krankheit wird gut und verständlich vermittelt, auch wenn es im wahren Leben wesentlich schwerwiegendere Fälle gibt, bei denen es weitaus weniger harmlos zugeht, als in Caitlins Fall. Da es sich hierbei aber um ein Kinder-/Jugendbuch handelt, ist es verständlich, dass die Autorin einen eher spielerischen Weg gewählt hat um dem Leser Caitlins Krankheit näher zu bringen. Selbst in ihren schlimmen Phasen hat sie etwas Sanftes, Warmes, Liebenswertes und nichts Bedrohliches an sich. Es fiel mir sehr leicht mich auf sie einzulassen, sie zu verstehen und mit ihr mitzufühlen. Die Schlichtheit ihrer Gedanken hat einen ganz eigenen Zauber, dem man sich nicht entziehen kann und am Ende fragt man sich, ob die Welt nicht ein viel besserer Ort wäre, wenn es mehr Menschen gäbe, die so sind wie Caitlin. - http://kopfvordemherzen.blogspot.de/ -

    Mehr
  • Rezension zu "Schwarzweiß hat viele Farben"

    Schwarzweiß hat viele Farben
    JbooksJ

    JbooksJ

    04. January 2016 um 20:01

    Zum Cover: Mit dem gezeichneten Vogel auf der Kiste hat mich das Cover total angesprochen. Es hat etwas Kindliches, Schönes an sich. Das Beste daran finde ich jedoch, dass das Cover Bezug zur Geschichte nimmt, denn das Bild kommt in diesem Buch vor und wird von Caitlin sehr emotional erklärt. Meine Meinung: Der Schreibstil der Autorin machte es dem Leser leicht sich in die Lage von Caitlin zu versetzen und mitzufühlen, jedoch sind in dem Buch an manchen Stellen Wörter, sogar ganze Sätze großgeschrieben worden. Wahrscheinlich wurden sie um sie besser zum Ausdruck zu bringen und die Bedeutung der Wörter für Caitlin besser zu deuten großgeschrieben, das hat meinen Lesefluss jedoch ziemlich gestört. Desweiteren finde ich, dass das Asperger-Syndrom sehr gut erklärt wurde, man hat einen sehr guten Einblick in die Gefühlswelt von Caitlin bekommen, sie hat ihren Vater und einen Freund der ihr tatkräftig zur Seite steht und auch diese Charaktere finde ich super ausgearbeitet. Wie der Vater den Tod seines Sohnes verarbeiten musste und Caitlin es zunächst nicht verstanden hat und an ihren Angewohnheiten, wie jeden Donnerstag Pizza zu bestellen festhalten wollte und jedes Mal wieder ihren Bruder erwähnte hat dem Vater sehr wehgetan und mir gleich mit das Herz rausgerissen. Caitlin hat aber noch einen sehr wichtigen Menschen in ihrem Leben und das ist ihre Lehrerin, wie ich finde. Diese Frau setzt sich so unglaublich für Caitlin ein, hilft ihr Freunde zu finden, sie im Umgang mit ihrem Vater zu stärken und bringt ihr bei wie man sich Gefühlsmäßig zu verhalten hat. Man spürt die Veränderung in Caitlin regelrecht. Diese Menschen finde ich sind für Menschen mit Asperger-Syndrom nicht wegzudenken, wirklich sehr schön umgesetzt. Was ich jedoch noch zu bemängeln habe, war der Klappentext, ich habe gedacht die Geschichte wird ab dem Tag des Anschlags auf dem Bruder geschildert, sodass man den Anschlag des Bruders mit einbezogen bekommen hätte, jedoch wurde nur die Geschichte nach dem Anschlag erzählt und wie die Familie und die Schule damit umgeht. Schade, denn als ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich ein Buch das über Amoklauf und Asperger-Syndrom gleichzeitig handelt, wird bestimmt richtig gut. Es wurde auch richtig gut, wenn man jedoch mit diesen Erwartungen an das Buch rangeht, kann man es nicht verhindern ein klein wenig enttäuscht zu werden. Fazit: Ein gelungenes Buch, mit einen sehr guten Einblick über Asperger-Syndrom bei einem 11-Jährigen Mädchen. Bewertung: 4/5 Sternen für Schwarzweiß hat viele Farben:)!

    Mehr
  • Transportiert eine tiefe Weisheit

    Schwarzweiß hat viele Farben
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    26. May 2014 um 10:58

      Dieses mit dem National Book Award 2012 ausgezeichnete Jugendbuch ist anspruchsvolle und unter die Haut gehende Literatur, die man auch Erwachsenen empfehlen kann. Erzählt wird die dramatische Geschichte einer Familie, die nach etlichen schweren Schicksalsschlägen in einer tiefen Traurigkeit zu versinken droht. Ich-Erzählerin ist die 11 –jährige Caitlin, die am Asperger-Syndrom leidet, einer bestimmten Form des Autismus. In ihrer Welt nimmt sie alles wahr als entweder schwarz oder weiß. Zwischentöne sind ihr suspekt und sie hat große Probleme damit, Gefühle zu zeigen.   Nachdem Caitlins Mutter vor einigen Jahren an Krebs gestorben ist, sorgt der Vater für seine beiden Kinder Caitlin und deren Bruder Devon. Doch als der bei einem Amoklauf in einer Schule ums Leben kommt (Kathryn Erskine hat hier einen Amoklauf an der Virginia Tech Universität in Blacksburg, Virginia, am 16. April 2007, bei dem 33 Menschen ums Leben kamen, im Sinn), droht die Familie an diesem neuerlichen Leid zu zerbrechen. Der Vater versinkt in Traurigkeit und Caitlin vermisst ihren Bruder, der ihr immer die Welt erklärt hat. Auch ihr bester Freund Michael, dessen Mutter als Lehrerin bei dem Amoklauf ebenfalls ums Leben kam, braucht ihre Hilfe, das spürt sie deutlich.   Eine Schulpsychologin versucht ihr und dem Vater zu helfen, mit dieser Situation umzugehen, doch das Wesentliche schafft Caitlin alleine. Sie will eine Lösung finden und trotz enormer Probleme, die ihre Krankheit ihr macht, schafft sie es, zu entdecken, dass schwarzweiss viele Farben und Zwischentöne hat.   Ein sehr einfühlsamer und bewegender Roman, der nicht nur viele Einblicke gewährt in die Gefühl-und Erlebenswelt eines Kindes mit Asperger, sondern der eine tiefe Weisheit transportiert, die alle großen spirituellen Meister gelehrt haben: dass Leid und Unglück helfen können, sich selbst und andere und die Welt besser kennen zu lernen und zu verstehen.

    Mehr
  • Leserunde zu "Schwarzweiß hat viele Farben" von Kathryn Erskine

    Schwarzweiß hat viele Farben
    Knesebeck_Verlag

    Knesebeck_Verlag

    Liebe Bücherfreunde, habt Ihr Lust ein neues Buch zu entdecken? Wir laden euch herzlich zu einer Leserunde mit unserem neuen Titel "Schwarzweiß hat viele Farben" von Kathryn Erskine ein. Zum Inhalt: DAS LEBEN IST BUNT UND CHAOTISCH UND WUNDERSCHÖN Die zehnjährige Caitlin erlebt die Welt in einfachen Gegensätzen wie Schwarz und Weiß. Gefühle zu zeigen und Gesichtsausdrücke zu deuten, fällt ihr schwer, da sie an dem Asperger-Syndrom, leidet. Ihr Bruder Devon, der ihr geholfen hat, sich zurechtzufinden, ist bei einem Anschlag ums Leben gekommen. Caitlin beschließt, eine Lösung für ihre Trauer zu finden und das Geschehene zu verarbeiten. Das gelingt ihr besser als allen anderen Angehörigen, und sie lernt, wozu sie trotz ihres Andersseins fähig ist. Sie erlebt Mitgefühl und begreift, dass die Welt für uns alle die herrlichsten Farben bereithält. Wenn ihr Lust bekommen habt an der Leserunde teilzunehmen und eines der 15 Leseexemplare vor Erscheinen des Buches (20.Februar 2014) zu gewinnen, dann schreibt uns einfach kurz, warum ihr mehr über Caitlin und ihre Welt erfahren wollt. Mit der Leserunde beginnen würden wir gerne am 12.02.2014. Wir freuen uns auf eine spannende und diskussionsfreudige Leserunde und wünschen euch viel Glück! Euer Knesebeck-Team

    Mehr
    • 279
  • Wunderschön und Gefühlvoll

    Schwarzweiß hat viele Farben
    shadow_dragon81

    shadow_dragon81

    23. March 2014 um 20:22

    Die 11 Jährige Caitlin leidet an dem Asperger- Syndrom. Sie sieht die Welt mit ihren eigenen Augen und sie mag es gerne Schwarzweiss und mag das alles in geregelten Bahnen verläuft. Wo andere Kinder nähe suchen, hält sie Abstand. Außer bei ihrem Bruder Devon, da ist es anders. Devon hat ihr immer geholfen sich in der Welt zurecht zu finden. In der Welt die ihr so unlogisch und Chaotisch erscheint hat er sie geführt. Doch nun ist er einfach nicht mehr da. Er wurde bei einem Amoklauf an seiner Schule getötet. Jetzt lebt Caitlin allein mit ihren Vater, da ihre Mutter gestorben ist als sie noch sehr klein war. Doch ihr Vater ist in seiner Trauer auch keine große Stütze für sie und Cailtin mag es gar nicht wenn er so anders ist und traurig. Caitlin begibt sich nun auf eine erstaunliche Reise für ihren traurigen Vater und auch für sich selbst.... Dieses Jugendbuch hat mir sehr gut gefallen, seine wunderschöne bildliche Sprache hat mich gleich gefangen genommen und mich in die Welt von Caitlin hinein gezogen. Viele tolle Umschreibungen haben es einen einfacher gemacht sich in die, für uns schwierige, Welt von Caitlin zu versetzen. Es etwas begreiflicher gemacht, das sie Probleme mit Zwischenmenschlichen Kontakten hat und die Menschen nicht versteht. Und sie hat widerrum versucht unsere Welt zu verstehen und zu begreifen. Ich mag Bücher die einen eine neue Welt vor Augen führen und dieses hat es geschafft. Es hat mich unterhalten, informiert und berührt. Der Schreibstil ist wirklich toll und es lässt sich wunderbar einfach lesen. Ich habe auch ein tolles neues Wort von Caitlin gelernt: "verplüschen". So nennt Caitlin es, wenn es ihr wieder alles zu viel wird und sie die Umgebung einfach ausblendet und ihren Blick nach innen lenkt. Und es ist wirklich nicht einfach für sie, ihr Bruder ist Tod, ihr Vater ist in tiefer Trauer und ihre Therapeutin möchte das sie sich Freunde sucht. Ganz schön viel auf einmal auch wenn sie nicht das Asperger- Syndrom hätte. Aber Caitlin schafft es uns zu erstaunen und sie geht ihren Weg trotz all der Schwierigkeiten und sie lernt eine Menge  dazu, auch das Farben nicht immer schlecht sind. Ein wirklich wunderbares Jugendbuch was mich sehr berührt hat und welches ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich kann es nur empfehlen auch den älteren Lesern.

    Mehr
  • Schwarzweiß hat viele Farben

    Schwarzweiß hat viele Farben
    Sarlascht

    Sarlascht

    07. March 2014 um 01:23

    Inhalt: Für die zehnjährige Caitlin ist die Welt schwarz oder weiß, Zwischentöne gibt es bei ihr nicht. Gefühle zu deuten, ihre eigenen zu zeigen, Gesichtsausdrücke zu entschlüsseln, Freundschaften zu schließen, all diese Dinge fallen ihr schwer, was sich durch ihre Krankheit erklären lässt, sie leidet an dem Asperger Syndrom, einer Form von Autismus. Ihr Bruder Devon war ihr großer Halt, er hat ihr die Welt erklärt, wenn sie mit ihrem Latein am Ende war, doch Devon ist tot, bei einem Amoklauf ums Leben gekommen. Caitlin sucht eine Lösung, wie man „Abschließen kann“, es muss doch einen Weg geben, die Trauer zu überwinden. Ihr Anderssein hilft ihr bei dieser Lösungssuche, sie kommt besser zurecht als manch ein Angehöriger, doch sie lernt auch viel über sich selbst und darüber, dass es zwischen schwarz und weiß, eine wunderschöne Palette an Farben gibt. Meine Meinung: Ich mache keinen Hehl daraus, das Asperger Syndrom finde ich wahnsinnig interessant und man kann natürlich Fachbücher zu dieser Thematik lesen, doch ich finde, gerade die Jugendbücher bringen es so leichtfüßig auf den Punkt. Hier waren meine Erwartungen hoch, einen geliebte Menschen zu verlieren, es bedeutet immer Schmerz, doch wie geht ein Mensch damit um, der sich im Umgang mit Gefühlen so wahnsinnig schwer tut? Caitlin könnte man als nüchtern betrachten, für sie ist Devon tot, dazwischen gibt es nichts, trauern scheint für sie nicht nützlich, verändert es doch nichts. Hier ist aber noch ihr Vater, der früh die Ehefrau und jetzt auch den Sohn verloren hat, er ist das genaue Gegenbild, ihn zerrt der Schmerz auf und dieser Kontrast macht das Buch gerade so beeindruckend. Man sieht die „normale“ Reaktion und die, die das Asperger Syndrom hervorbringt. Die Geschichte wird von Caitlin erzählt, weshalb es umso leichter fällt, für ihr Verhalten Verständnis zu empfinden, wenn manche Handlung auch einfach fremd bleiben, für uns, die eben nicht die Welt auf diese eine Ebene wahrnehmen und manchmal, wenn das Mädchen die „normale“ Welt wieder einmal nur mit Unverständnis wahrnimmt, kam auch bei mir das Gefühl auf, so logisch ist unser Verhalten ja nun wirklich nicht, es zu durchschauen wirklich ein sonderlicher Kraftakt. Man merkt, dass diese andere Sicht der Dinge, eigentlich gar nicht so anders ist, sondern einfach aus einem anderen Blickwinkel wahrgenommen wird. Ich dachte, bevor ich nachgeschaut habe, das Buch wäre für ca. 14-jährige, deswegen war mir der Schreibstil im ersten Moment etwas zu leicht, zu locker, nachdem ich mich informiert habe und jetzt weiß, das Buch ist für 10-12 jährige, kann ich nur sagen – perfekt. Der Schreibstil leicht und locker, dazwischen aber immer wunderschön, dass es auch obschon der Einfachheit für Erwachsene ein wahres Lesevergnügen ist. Das Asperger Syndrom zeichnet sich dadurch aus, dass es diesen Menschen schwer fällt, Gefühle einzuordnen, aber es war kein Grund, warum das Buch selbst nicht vor Gefühlen übergeht. Man fühlt, was Caitlin nicht fühlen kann und diese Art ist erstaunlich, wie die Autorin es bewerkstelligt, kann ich auch nach dem Buch nicht wirklich sagen, aber sie schafft es Gefühle zu erzeugen, wo eigentlich keine sind. Großartig. Fazit: Ein Amoklauf verändert das Leben von vielen, nichts ist mehr, wie es zuvor einmal war und Caitlins Sicht die Dinge zu überwinden, es ist nur eine Sicht von vielen, doch sie ist außergewöhnlich und eine so herzerwärmende Geschichte, dass man am Ende traurig ist, dieses liebgewordene Mädchen ziehen zu lassen, wenn man auch weiß – sie wird dieses Leben mit Bravour meistern, manchmal stolpern, aber immer wieder auf den richtigen Weg zurückfinden.

    Mehr
  • Die etwas andere Welt der Gefühle

    Schwarzweiß hat viele Farben
    kerst2607

    kerst2607

    04. March 2014 um 12:54

    Zum Inhalt: Caitlin ist 11 Jahr alt und hat ihr ganzes Leben mit all seinen Erfahrungen noch vor sich … könnte man zumindest meinen … doch Caitlin ist kein „normales“ Mädchen, sie leidet am Asperger Syndrom und hat daher Probleme die Gefühlswelt anderer Menschen zu verstehen. Die „normale“ Welt scheint ihr zu kompliziert und es fällt ihr sehr schwer sich darin zurecht zu finden und wäre das nicht schon genug, kommt auch noch ihr Bruder bei einem schrecklichen Attentat ums Leben. Caitlin verliert dabei nicht nur ihren Bruder sondern auch ihren besten Freund, Vertrauten und Brücke in die Welt der Gesellschaft. Caitlins Leben wird von diesem Moment nur noch schwerer und doch ist sie bereit an sich zu arbeiten und den schweren Weg zu gehen. Dabei können sie auch viele Rückschläge nicht davon abbringen. Caitlins Welt ist schwarz weiß, klar und deutlich, ohne Abstufungen, ohne Kompromisse, sie ist eben wie sie ist, einfach und verständlich. Caitlins Vater ist anfangs nicht gerade eine große Stütze, denn er versinkt in der Trauer über den Tod seines Sohnes und vergisst dabei wie schwer seine Tochter doch eigentlich mit dem Leben zurecht kommt. Doch Caitlin gelingt es mit Hilfe von Mrs. Brooks, der Schulpsychologin, ihren eigenen Weg zu gehen und das weit über ihre Grenzen hinaus. Es gelingt ihr, Kontakt zu anderen zu knüpfen und die Welt um sich etwas besser zu verstehen und mit anderen Augen zu sehen. Meine Meinung zum Buch: Mit „Schwarzweiß hat viele Farben“ gelingt der Autorin Kathryn Erskine ein wirklich sehr berührender Roman, der zumindest bei mir hin und wieder ganz schön an die Substanz ging. Der Schreibstil wurde dabei sehr einfach gehalten, zum einen sicher dadurch, dass es sich eben um ein Jugendbuch handelt. Dies tut dam ganzen allerdings keinen Abbruch und es ist auch für Erwachsene ansprechend und schön zu lesen. Durch die Einfachheit kommt man schnell voran und kann in das Leben von Caitlin richtig eintauchen und sich in ihre Situationen hineinversetzen. Caitlin erzählt ihre Geschichte als Ich-Erzählerin, was es ermöglicht, in ihre Welt noch besser abzutauchen und manche Denkweisen besser zu verstehen, wie wenn es ein Außenstehender erklärt hätte. Ich konnte mich mit allen Charakteren anfreunden und ich finde man merkt, dass die Autorin viel Liebe in dieses Buch gesteckt hat. Doch nicht alles in diesem Roman ist von Problemen und traurigen Situationen gekennzeichnet. Hin und wieder musste ich schmunzeln und auch mal richtig los lachen, wenn es um manche sehr komische und fremd wirkende Gedankengänge von Caitlin geht. Dabei will ich deren Charakter allerdings sicher nicht abwerten. Es war einfach lustig und ich denke auch bei solchen Themen sind Lacher hin und wieder erlaubt, das Leben ist so schon ernst genug. Das Buch hat mich wirklich sehr gefesselt und begeistert und war für mich sehr interessant diese etwas andere Welt und deren Ansichten zu entdecken und ein bisschen daran teilhaben zu dürfen. Das einzige was mich etwas gestört hat, waren die vielen doch komplexen Themen wie Asperger, Autismus und noch zusätzlich ein Amoklauf … hätte es das wirklich gebraucht? Hätte man das Asperger Syndrom nicht auch einfacher darstellen können ohne gleich einen Amoklauf, der weitere Fragen aufwirft, inszenieren zu müssen? Ich finde für ein Jugendbuch sind dies schon sehr viele schwere Themen. Aber alles in allem ein wirklich sehr gelungenes Buch, das ich nur weiterempfehlen kann.

    Mehr
  • Caitlin.... eine Autistin geht ihren Weg

    Schwarzweiß hat viele Farben
    Slaterin

    Slaterin

    02. March 2014 um 16:01

    Caitlin ist knapp 11 Jahre alt, als an der Schule ihres Bruders ein Amoklauf verübt wird und sie dabei ihren Bruder Devon verliert. Ihre Mutter verstarb als sie etwa 3 Jahre alt war. Nun lebt sie mit ihrem Vater allein. und muss den Tod ihres Bruders verarbeiten. Der VAter hat mit sich selbst zu tun, alles zu verstehen und Kraft zu bewahren, nicht am Geschehen zu zerbrechen.  Caitlin ist am Asperger- Kanner- Syndrom erkrankt.Dadurch hat sie Probleme mit Gefühlen umzugehen, Emotionen in den Gesichtern der anderen Personen zu erkennen und zu deuten. auch ihre eigene Gefühlswelt ist ihr oft fremd. Bemüht sich an Regeln zu halten, gelingt es ihr Situationen besser zu meistern.  Von ihrem Bruder Devon hat sie sehr viel gelernt, er war ihr immer eine Stütze. Sagte ihr wie sie sich verhalten soll und wie man am, für sie  besten mit Dingen und Situationen umgeht. Nun ist sie auf sich gestellt und muss sich der Herausforderung alleine stellen, ein Leben ohne Devon, nur mit ihrem Vater weiter zu leben. Der Titel für das Buch ist sehr gut gewählt. Caitlin hat Problemen mit den Farben, diese in ihrem Leben eine Bedeutung beizumessen. Schwarz-weiß hat für sie mehr Bestand und ist für Caitlin messbar und eindeutig.  Auch das Cover mit der Nachtigall passt sehr gut zum Inhalt des Buches. Sehr schön gestaltet. Die  Autorin Kathryn Erskine hat mit dem Thema Asperger-Syndrom ein wundervolles Buch geschrieben, dass sich auch hervorragend zum Lesen Jugendlicher eignet, die evtl. mit dem Thema in Berührung kommen. Es gibt ja immer wieder Kinder, Schüler mit diesem Syndrom und durch die Inklusion lernen sie auch in ganz normalen Schulen. Caitlins Persönlichkeits- Darstellung mit allen Facetten (Emotionen, Empfindungen, Tics /Ärmel lutschen, Wörterbuch, Beziehungen zu anderen Menschen, Schließen von Freundschaften, Denkweise) wurden von der Autorin sehr treffend geschildert. Das alles so zu "be"-schreiben gebührt meine Hochachtung.  Ich selbst habe mit autistischen Kindern gearbeitet und sie über Jahre in der Schule begleitet (Förderung, nicht psychologisch). Leider wurde eine Schülerin, die mir besonders nahe stand auf Wunsch der Eltern in der 4. Klasse in eine Förderschule umgeschult). Manchmal fiel es mir schwer ihre Handlungen zu verstehen. Manchmal war ich am "Selbst"- Zweifeln, ob ich das Richtige für die Kinder tue, ob ich sie richtig verstehe und umgekehrt sie mich auch. Eine meiner Schülerinnen hatte mit dem Lesen von Namen große Probleme. Diese wurden von ihr dann einfach weggelassen oder nur geflüstert. Heute ist diese Schülerin 16 Jahre alt, hat sich autoditaktisch Englisch beigebracht und ist ihren Weg gegangen. Auch sie hatte mit den Emotionen, Gefühlen und Gesichter deuten starke Probleme. Caitlin ist mir ebenso ans Herz gewachsen. Ich habe das Buch gerne gelesen, werde es nun an Kolleginnen weiterverborgen und später noch einmal lesen. Es gefiel mir sehr gut und ich kann es weiterempfehlen.

    Mehr
  • Erskine, Kathryn - Schwarzweiss hat viele Farben

    Schwarzweiß hat viele Farben
    Emili

    Emili

    25. February 2014 um 09:03

    Der Roman fängt mit einer Widmung an: "In der Hoffnung, dass wir uns irgendwann alle besser verstehen" und so ist diese Hoffnung kennzeichnend für die wunderbare Geschichte von zehnjährigen Caitlin. Die Hauptprotagonistin des Romans leidet an Asperger-Syndrom, und wie sich der Leser vorstellen kann, ist weder ihr eigenes Leben einfach, noch das ihrer Angehörigen und ihrer Umwelt. Der Roman "Schwarzweiss hat viele Farben" ist ein Entwicklungsroman, in dem nicht nur die Caitlin eine enorme persönliche Entwicklung durchlebt, sondern auch ihre Mitmenschen. Ich fand die Geschichte sehr gelungen: interessant, spannend, dramatisch, emotional, poetisch und hoffnungsvoll. Die Story hat alles. Es war ein großer Lesegenuss in das Leben von Caitlin einzutauchen und die Welt aus ihrer Sicht zu sehen. Gefühlvoll und sensibel geht die Autorin das schwierige Thema an. Und auch wenn die Geschichte dem einem oder anderem Leser zu unrealistisch erscheinen mag,  was ich mir gut vorstellen kann, so fand ich gerade diese hoffnungsvolle Note in dem Roman sehr sympathisch und überzeugend. Eine gelungene Geschichte, die noch lange nachwirkt.

    Mehr
  • Wunderbar einfühlsam, ehrlich und einfach nur schön!

    Schwarzweiß hat viele Farben
    kassandra1010

    kassandra1010

    24. February 2014 um 14:11

    Ein wunderbarer Roman über Freundschaft, das Anderssein und das Dazulernen.   Caitlin hat Asperger und ihr Bruder half ihr bisher durch das Leben. Doch dieser wird bei einem Attentat in seiner Schule erschossen und so bleibt nur noch der Vater übrig, welcher mit dem Tod seines Sohnes zu schwer beschäftigt ist um sich richtig um Caitlin zu kümmern.   Dank einer engagierten Lehrerin findet Caitlin dann doch noch heraus, was Freundschaft und Gefühle für ihre Umwelt bedeuten und hilft sogar ihrem Vater über die Trauer hinweg.   Wunderbar einfühlsam, ehrlich und einfach nur schön!    

    Mehr
  • Rezension: "Schwarzweiß hat viele Farben" (K. Erskine)

    Schwarzweiß hat viele Farben
    Anchesenamun

    Anchesenamun

    23. February 2014 um 19:07

    4,5 von 5 Sternen Zum Inhalt: Die 10jährige Caitlin leidet am Asperger-Syndrom. Die Gefühlswelt anderer Menschen ist für sie schwer verständlich, Empathie etwas, das sie erst mühsam erlernen muss. Am liebsten ist sie für sich, in ihrer eigenen Welt, in der alles Schwarz und Weiß, klar abgegrenzt ist. Zum Glück hat sie ihren älteren Bruder Devon, der ihr erklärt, wie sie sich zu verhalten hat, und der sie in Situationen, die sie überfordern, beruhigt. Doch Devon wird bei einem Amoklauf an seiner High School erschossen, und nun ist Caitlin plötzlich mit ihrem Vater alleine. Unterstützt von der liebevollen Schulpsychologin Mrs. Brook muss Caitlin nicht nur lernen, mit den Menschen um sich herum klarzukommen, sondern auch, den Verlust ihres Bruders zu begreifen. Während Caitlins Vater sich in seinem Schmerz vollkommen vergräbt, versucht das Mädchen, seinen eigenen Weg zu finden, die Trauer um Devon zu einem Abschluss zu bringen. Meine Meinung: Mit „Schwarzweiß hat viele Farben“ nimmt sich die Autorin Kathryn Erskine eines schwierigen Themas an. Das Hauptaugenmerk richtet sich hier natürlich auf den Autismus der Protagonistin, doch auch Inklusion, Amokläufe an Schulen sowie das Verarbeiten solcher Tragödien bei den Angehörigen der Opfer spielen hier eine Rolle. Der Schreibstil ist, für ein Jugendbuch sicherlich angemessen, einfach gehalten und liest sich sehr flüssig. Ich bin recht zügig durch das Buch gekommen, was nicht nur daran lag, dass mich die Story fesselte, sondern auch dem großzügigen Layout geschuldet ist. Das Einzige, was ich als negativ empfand, war die etwas komisch anmutende Schreibweise von Begriffen, z. B. „Sie schaut-den-Menschen-ins-Gesicht.“, „Mrs. Brook hat-es-nicht-verstanden.“ bzw.die Großschreibung einiger Buchstaben in einem einzigen Wort. Dies gibt wohl Caitlins eigenwillige Schreibweise von Wörtern und Begriffen wieder, aber es störte mich etwas im Lesefluss. Vielleicht ist das im englischen Original alles besser nachvollziehbar (Der Originaltite "Mockingbird - Mok'ing-Bûrd" ist ja schon ein Hinweis.), doch die deutsche Umsetzung fand ich etwas unglücklich. Die Geschichte wird aus Caitlins Sicht erzählt, und von Seite zu Seite taucht man immer tiefer in ihre Welt ein. Dies ist nicht nur furchtbar interessant, es ist teilweise auch anstrengend, denn Caitlin hat natürlich eine ganz andere Sichtweise auf die Dinge, v. a. auf alles, was mit Empathie und allgemein mit Emotionen zu tun hat. Ihre Gedanken sind verwirrend, dann wieder so einfach, erfrischend, kindlich, hochintelligent. Ich kann mir kaum vorstellen, wie es ist, wenn man eigentlich keine Gefühle einordnen und nach außen kommunizieren kann. Da Caitlin auch die Reaktionen ihrer Umwelt beschreibt, wird deutlich, wie schwierig es für sie ist, sich so zu verhalten, dass sie nicht auffällt, nicht anders ist als die Anderen. Nicht nur Caitlin ist sehr liebevoll gezeichnet, auch die Nebencharaktere waren mir sehr sympathisch. Der leider tote, aber dennoch stets in Caitlins Erinnerungen präsente Bruder Devon, der unglaublich liebevoll und geduldig mit seiner kleinen Schwester umgegangen ist und ihr viel beibrachte. Der von Trauer überwältigte Vater, der für viele „Kloß im Hals“-Momente sorgte. Mrs. Brook, die nicht nur ihre Arbeit macht, sondern für Caitlin ein Rettungsanker in den Irrungen und Wirrungen des Schulalltags ist. Der kleine Michael, der selbst einen großen Verlust erlitten hat und Caitlins erster richtiger Freund wird. Trotz der schweren Thematik gab es auch ein paar humorvolle Augenblicke, die natürlich in 1. Linie dadurch entstehen, dass Caitlin nicht so recht mit der Welt der Emotionen umzugehen weiß. So bringt sie den Leser mit ihren eigenen Definitionen und Ansichten zum Schmunzeln, oder wenn sie z. B. versucht, zu jemandem höflich zu sein, und dies in einer Beleidigung endet. Dadurch, dass die Geschichte aus Caitlins Perspektive erzählt wird, bleiben einige Sachen im Unklaren. Z. B. ob ihr Vater doch noch professionelle Hilfe in Anspruch genommen hat, die er wirklich dringend benötigt. Und v. a. hätte mich interessiert, ob Mrs. Brook auch in Dialog mit den Klassenkameraden getreten ist. Diese verhalten sich gegenüber Caitlin meist sehr abweisend und verständnislos, wo ich mich öfter gefragt habe, ob es nicht angebracht wäre, sie einmal richtig über Asperger und die Gründe für Caitlins Verhalten aufzuklären, zumal wenn man bedenkt, dass in der Klasse noch ein weiterer Autist war. Caitlin selbst leugnet, dass sie Autistin ist, was mich etwas überraschte, denn sie ist ja ansonsten auch ein sehr intelligentes und rational denkendes Mädchen. Man muss im Hinterkopf behalten, dass die Geschichte frei erfunden ist. Inwieweit die Autorin mit dem Thema Asperger vertraut ist, wird aus dem Nachwort leider nicht ersichtlich. Deshalb habe ich die Informationen darüber, die man aus Caitlins Verhalten ziehen kann, mit Vorsicht genossen. Sicherlich ist jeder Asperger-Patient anders in seinem Verhalten, jeder macht andere Fortschritte, hat andere Stärken. Caitlin entwickelt sich im Laufe der Geschichte enorm weiter, und ich kann nicht beurteilen, inwieweit dies der Realität nahe kommt. Ich habe es deshalb dabei belassen, mich über diese Entwicklung zu freuen als Ausdruck eines Neubeginns nach dem tragischen Verlust ihres Bruders und als ein Zeichen von Hoffnung, dass Integration, Verständnis und Freundschaft kleine Wunder bewirken können – gerade in Anbetracht dessen, dass das Buch bereits für junge Leser ab 10 Jahren gedacht ist. Ich denke, wer sich wirklich ernsthaft mit dem Thema Asperger und Autismus beschäftigen möchte, sollte lieber zu einer (Auto-)Biographie oder einem Fachbuch greifen. „Schwarzweiß hat viele Farben“ jedoch ist definitiv mehr fürs Herz! Ein schönes Buch mit vielen emotionalen Momenten, das junge (und natürlich auch erwachsene Menschen) einfühlsam für das Thema Autismus und Inklusion sensibilisiert und vielleicht auch als Lektüre für die Schule geeignet ist.

    Mehr
  • Schwarzweiß hat viele Farben

    Schwarzweiß hat viele Farben
    KerstinnI

    KerstinnI

    22. February 2014 um 23:44

    " >> Ich meine, soll ich ein Bild von dir zeichnen?<< >>Nein. Warum sollte ich ein Bild von mir haben wollen?<< >>Dein Dad will vielleicht eins.<< Ich schüttele den Kopf. >>Er sieht mich jeden Tag. Er braucht kein Bild.<< >>Aber dieses Bild ist anders. Es hält Persönlichkeit und Gefühle fest.<< Genau das Ist Caitlins Problem. Die Gefühle der anderen Menschen. Und auch ihre eigenen. Irgendwie. Caitlin hat das Asperger- Syndrom. Und ihr Bruder Devon wurde bei einem Amoklauf erschossen. Die ganze Stadt trauert. Caitlin such einen Weg, um einen Abschluss aus der Trauer zu finden. Dabei sieht sie zunächst nur Schwarz und Weiß, aber zum abschließen, muss sie auch andere Farben entdecken.   Dieses Buch ist sehr schön geschrieben. Die Autorin hat viele typische Asperger-Syndrom-Symptome in ihre Erzählung aufgenommen und es geschafft, mich als Leser auf Caitlins Reise und Gefühlswelt ein Stück weit mitzunehmen. Dennoch hatte ich große Probleme diese Asperger-Trauer-Erzählung mitzufühlen oder sie als Leserin zu begleiten. Es ist ein sehr schwieriges Thema, an welches sich die Autorin herangetraut hat. Allein über dieses Syndrom im Alltag können wirklich tolle, sensible Bücher geschrieben werden. Über das Thema Amoklauf ebenso. Über Trauer in der Familie. Über das Thema Inklusion auch. Die Autorin hat versucht, alles in 224 Seiten zu packen. Das war mir eindeutig zu viel und ist für mich auch nicht gut gelungen. Insbesondere mit dem Ende hadere ich sehr. Dazu möchte ich jedoch nichts verraten. Trotz meiner Kritik hat das Lesen sehr viel Spaß gemacht. Caitlin ist ein netter Charakter und es hat mich berührt, was sie in diesem Buch erlebte. Ich hätte mir von der Autorin gewünscht, dass sie in ihren Anmerkungen darauf eingeht, welchen Bezug sie zum Thema Autismus hat, welche Quellen sie genutzt hat, ob es ein Vorbild für ihre Protagonistin gab.   Fazit: In meinen Augen ein Buch mit Unterhaltungswert,. Zum Thema Autismus oder Amoklauf habe ich aber schon deutlich bessere Bücher gelesen.

    Mehr
  • Eine starke, bewegende, poetische Geschichte

    Schwarzweiß hat viele Farben
    Talitha

    Talitha

    22. February 2014 um 17:36

    Caitlin, ein 11-jähriges Mädchen mit Asperger und ihr Vater, müssen mit dem Verlust des Bruders Devon klar kommen, der bei einem Amoklauf an seiner Schule starb... Die Geschichte aus der Sicht von Caitlin erzählt nun auf eine einzigartige poetische und mitreißende Art und Weise, wie ein Mädchen mit Asperger (eine Form von Autismus, bei der die Wahrnehmung der Welt anders ist) versucht, in der Schule und zu Hause mit der Situation, der Trauer und dem Unverständnis und der Wut der Mitmenschen fertig zu werden. Dabei hilft ihr ihr außergewöhnliches Talent zum Zeichnen... In diesem Roman stimmt einfach alles: dadurch, dass die Geschichte aus der Sicht von Caitlin erzählt wird, bekommt der Leser einen guten Eindruck von ihrer Sichtweise, ihren Problemen bei der Deutung von Gefühlen ihrer Mitmenschen. Gleichzeitig wird auch ein Bild darauf geworfen, auf das, was man "normal" nennt, wie widersinnig das manchmal sein kann, so dass man anfängt nachzudenken, ob das, was man einfach so als Konvention hinnimmt, wirklich sinnvoll ist. Was bei dieser Art von Büchern ja immer etwas kniffelig ist, ist der Schluss: da ist die Gradwanderung zwischen kitschigem Happyend oder poetologisch sinnvollem dramatischen Schluss sehr schmal. Hier wurde ein Ende gefunden, dass perfekt zur Geschichte passt und mit dem auch etwas romantisch veranlagte Leserinnen wie ich (die z. B. dramatische Enden, an denen alle tot sind, hasst wie die Pest) gut leben kann. Insgesamt ein perfekter Roman, gefühlvoll, gut geschrieben, ein interessanter Einblick in die Wahrnehmung von Aspergern, dabei auch ein Buch zum Nachdenken, was ein Amoklauf für die Gemeinschaft bedeutet und wie es sie verändert. Ich kann dieses Buch daher jedem ans Herz legen. :-)

    Mehr
  • Rezension zu "Schwarzweiss hat viele Farben"

    Schwarzweiß hat viele Farben
    MrsAmy

    MrsAmy

    21. February 2014 um 08:49

    Ein Tag ändert alles im Leben der jungen Caitlin und ihrem Vater. Der Tag, an dem ein Attentäter in die Schule von Caitlins Bruder Devon eindringt und ihn sowie eine Lehrerin erschießt. Devon war für Caitlin, die am Asperger-Syndrom leidet, nicht nur einfach ein Bruder. Er hat ihr die Welt erklärt, ihr gesagt, wie sie auf andere reagieren sollte, war ihr Anker. Jetzt ist er nicht mehr da und Caitlin ist auf sich alleine gestellt. Ihr Vater versinkt völlig in seiner Trauer und nur Mrs. Brook, die Schulpsychologin, hilft ihr, den Alltag mit den anderen Kindern zu meistern. Am schwersten fällt es Caitlin, Gefühle anderer Menschen zu lesen und die Zwischentöne in der Kommunikation wahrzunehmen. Für sie gibt es nur die wörtliche Bedeutung, Ironie und Sarkasmus existieren nicht und so ist ihr Alltag nicht gerade einfach. Eines Tages hört sie, dass die Gemeinde versuchen möchte, mit den schrecklichen Ereignissen der Vergangenheit abzuschließen. Was ist das, dieses „Abschließen“? Kann es auch Caitlin und ihrem Vater helfen? Caitlin begibt sich auf die Suche und wird dabei nicht nur eine Lösung, sondern auch einen Freund finden. Der Roman „Schwarzweiss hat viele Farben“ von Kathryn Erskine ist ein berührendes und einfühlsames Buch, dass man von der ersten Seite an nicht mehr aus der Hand legen kann. Mit klaren Worten lässt sie uns teilhaben an Caitlins Welt. Sie ermöglicht es uns, durch ihre Augen zu sehen und zu erkennen, wie schwierig der Alltag wird, wenn man die leisen Zwischentöne und vor allem Gefühle der Menschen nicht wirklich wahrnehmen kann. Die Charaktere, die man stets aus Caitlins Perspektive wahrnimmt, sind gut ausgearbeitet. Im ersten Moment ist es jedoch ein wenig irritierend, dass Caitlins Vater fast überhaupt nicht auf sein Kind zugeht oder ihm hilft. Doch im Laufe der Handlung wird immer mehr deutlich, wie sehr er in seiner Trauer gefangen und gar nicht fähig ist, in gewohnter Weise mit seiner Umwelt zu agieren. Die wahre Heldin des Romans, natürlich neben Caitlin, ist die Schulpsychologin Mrs. Brook. Sie nimmt die Belange ihrer kleinen Patienten sehr ernst, versucht Caitlin zu helfen und reagiert äußerst empfindlich auf jegliche Ungerechtigkeiten, die dem Mädchen von anderen widerfahren. Sie ist es auch, die Caitlin dazu auffordert, sich um einen Freund zu bemühen, denn mit Freunden lässt sich das Leben leichter meistern. Kurzum: Ein unbedingt lesenswerter Roman, der sich auch hervorragend als Schullektüre eignen würde.

    Mehr
  • "Schwarzweiss hat viele Farben" von Kathryn Erskine

    Schwarzweiß hat viele Farben
    Sumsakras

    Sumsakras

    20. February 2014 um 21:44

    Zum Inhalt Caitlin ist zehn Jahre alt, sehr intelligent und sie hat das Asperger-Syndrom. Für sie ist es äußerst schwierig Gefühle zu verstehen und im Umgang mit anderen den richtigen Ton zu finden. Bisher half ihr ihr großer Bruder Devon dabei, sich in dieser für sie schwer verständlichen Welt, zurecht zu finden. Aber jetzt ist er tot. Erschossen bei einem Amoklauf an seiner Highschool. Nun versucht Caitlin für sich und die, die ihr wichtig sind, einen Weg zu finden mit diesem Ereignisse abzuschließen.   Meine Meinung: Ich habe dieses wundervolle Buch tatsächlich in einem Rutsch durchgelesen. Mit einem Umfang von knapp 220 Seiten ist dies auch gut möglich. Die Autorin hat einen, wie ich persönlich finde, sehr angenehmen Schreibstil, der sehr gut die Wahrnehmung Caitlins von dieser Welt und dem Umgang der Mensch miteinander wiedergibt. Obwohl es auf der einen Seite darum geht, wie es ist, wenn man nur schwer Gefühle zeigen kann und die anderer nur schwerlich deuten kann, birgt dieses Buch eine unheimliche tiefe an Gefühlen, die einen auch als Leser mitnehmen ohne dabei das Buch zu "verkitschen". Es regt dazu an, die Dinge auch mal wieder aus einer anderen Perspektive zu betrachten und vielleicht auch dazu, manchmal einfach mehr Verständnis für andere und ihre Sichtweisen zu haben.   (Erschienen am 20. Feb. 2014 im Knesebeck Verlag; Gebundene Ausgabe für 14,95€)

    Mehr
  • weitere