Kathryn Harrison

 2.8 Sterne bei 41 Bewertungen

Lebenslauf von Kathryn Harrison

Kathryn Harrison: Stanford University und University of Iowa; 1989 Erhalt eines James-Michener-Stipendium. Sie lebt mit Ihrem Ehemann, dem Autor und Herausgeber Colin Harrison (* 1960, New York City) - und ihren drei Kindern in New York, USA.

Alle Bücher von Kathryn Harrison

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Die gebundenen Füße

Die gebundenen Füße

 (32)
Erschienen am 12.06.2008
Obsessiv

Obsessiv

 (3)
Erschienen am 15.07.2008
The Binding Chair

The Binding Chair

 (1)
Erschienen am 01.07.2001
Unter tausend Orangenbäumen

Unter tausend Orangenbäumen

 (1)
Erschienen am 01.10.1997
The Seal Wife

The Seal Wife

 (1)
Erschienen am 01.05.2003
Exposure

Exposure

 (0)
Erschienen am 11.07.2006
Thicker Than Water

Thicker Than Water

 (0)
Erschienen am 09.06.2009

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Rezension zu "Die gebundenen Füße" von Kathryn Harrison

Die gebundenen Füße von Kathryn Harrison
Krimifee86vor einem Monat

Im Alter von etwa fünf Jahren wurden der kleinen May die Füße gebunden. Ein Brauch im China des späten 19. Jahrhunderts, denn chinesische Männer stehen auf kleine, zierliche Füße und so hofft Mays Familie, ihr so einen reichen, guten Bräutigam bescheren zu können. Doch stattdessen wird May die vierte Frau eines brutalen Mannes und flieht schließlich nach Shanghai, wo sie als Prostituierte arbeitet und später einen Australier heiratet.

Doch zum Zeitpunkt des Buches ist dies alles schon eine Ewigkeit her. May ist mittlerweile über 50 Jahre alt und wohnt mit ihrem Schwager und ihren Nichten in Nizza. Und das ist enttäuschend. Denn ja, Mays Leben wird in Rückblenden erzählt, aber hauptsächlich geht es um May im Jetzt und um ihre Beziehung zu ihrer Nichte Alice. Ohnehin geht es in dem Buch zu etwa 50% um die wilde Alice und deren Leben. Das fand ich sehr schade, denn ich habe das Buch einfach unter völlig anderen Vorstellungen begonnen. Ich wollte etwas über den Brauch des Füße bindens lernen, über das Leben im alten China, über Mays junges Leben und wie sie sich so durchs Leben kämpft. Stattdessen habe ich eine Familiengeschichte bekommen in der die Beziehungen verschiedener Personen untereinander aufgedröselt wurden und all die Tragik in ihrem Leben und wie unfair doch alles ist und so weiter und so fort. Das war gelinde gesagt echt langweilig.

 

Auch muss ich sagen, dass ich leider mit den Charakteren überhaupt nicht warm geworden bin. May ist mir im Laufe ihrer Entwicklung immer unsympathischer geworden. Alice war mir nie sympathisch und wurde immer noch schlimmer. Die anderen Charaktere waren ja ohnehin unbedeutend, trotzdem auch hier ein paar Eindrücke: Suzanne konnte ich überhaupt nicht leiden, da sie mir zu weinerlich war. Eleanor mochte ich echt gerne, auch wenn sie für die Geschichte nicht nötig gewesen wäre. Arthur war vermutlich mein Liebling, wenn auch unglaublich naiv.

 

Leider hat mir auch der Schreibstil wenig gefallen. Ich fand diesen extrem verwirrend. Ständig wurde zwischen den Charakteren, den Zeiten und den Orten hin und her gesprungen, sodass es immer etwas gebraucht hat, bis ich verstanden habe, wo in der Geschichte ich gerade bin. Die Sprache war mir an vielen Stellen zu schwülstig und geschwollen, zu übertrieben förmlich. Es war als würde man ein billiges Theater des frühen 20. Jahrhunderts sehen, aber es war zu viel, um sich wirklich dort anwesend zu fühlen.

 

Insgesamt bin ich von der Geschichte sehr enttäuscht. Ich vergebe zwei Sterne, weil ich die wenigen Rückblenden zu Mays Vergangenheit gut fand. Das Buch hat aber ansonsten nicht meinen Erwartungen entsprochen.

 

Kurzmeinung: Leider habe ich mich schwer getan, Sympathien mit den Charakteren zu entwickeln und das macht es schwer, das Buch zu mögen.

 

Mehr von mir zu den Themen Bücher, Essen, Reisen, Fotos, Geocachen, Disney, Harry Potter und noch vieles mehr gibt es unter: https://www.facebook.com/TaesschenTee/


 


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Rezension zu "Die gebundenen Füße" von Kathryn Harrison

Die gebundenen Füße
GrisusGirlvor 6 Jahren

Kathryn Harrison erzählt die Geschichte der kleinen May, wie ihr im Alter von zwei Jahren die Zehen gebrochen und die Füße gebunden werden, damit ein sogenannter Lotusfuß entsteht. Diese kleinen verkrüppelten Füße entsprachen zur damaligen Zeit noch einem verqueren Schönheitsideal. Wenige Jahre später wird May mit einem reichen, chinesischen Seidenhändler verheiratet, der sie aber nicht gut behandelt. Also flieht sie auf dem Rücken eines Gärtners, da sie nicht mehr laufen kann, und ihre Flucht endet in Shanghai, wo sie gezwungen wird ihren Körper zu verkaufen. Sie tut das unter der Bedingung keine chinesischen Kunden bedienen zu müssen. Irgendwann lernt sie den jüdischen Briten Arthur kennen und verliebt sich in ihn. Gegen den Willen von Arthurs Familie heiraten die beiden. May lässt sich jedoch ihre Eigenständigkeit nicht nehmen und gibt ihren rebellischen Geist an die kleine Alice weiter. Die Freundschaft der beiden Frauen, sowie Mays Stolz werden auf eine harte Probe gestellt, als May Alice mit der Transsibirischen Eisenbahn nach London folgt. Aber eines Tages beginnt May das Wesen der Freiheit zu begreifen, dass für Alice eine solch große Rolle spielt.
Das Buch ist stellenweise von harten Wahrheiten über eine längst vergangene Zeit geprägt, aber ich finde es ist mehr als nur lesenswert. Mich beeindruckt der Hauptcharakter May, die trotz aller Widrigkeiten ihren Weg geht und versucht ihr Glück und ihre Freiheit zu finden in einer Zeit und einer Gesellschaft, wo Frauen zu gehorchen hatten und ihre Meinung kaum einen Pfifferling wert war. May nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand anstatt wie viele andere einfach zu gehorchen. May ist eine starke Frau, die aber auch ihre Schwächen hat, wie jeder von uns. Also ich kann das Buch nur Wärmstens weiterempfehlen.

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Rezension zu "Die gebundenen Füsse" von Kathryn Harrison

Rezension zu "Die gebundenen Füsse" von Kathryn Harrison
vormivor 7 Jahren

Eigentlich wusste ich vorher, daß dies nicht mein Thema ist, aber ich hatte noch "die Geisha" im Hinterkopf, und deshalb wohl drauf gehofft, wieder so ein Schmuckstück in Händen zu haben.
Obwohl es teilweise um wirklich schaurige Bräuche und Sitten ging, meistens nur zur Freude und Luststeigerung der Männer, die als Kulturinformation gesehen sehr interessant war.
Leider war das Buch mir aber zu langatmig und deshalb kann ich nur 3 Sterne vergeben.
Das mir der Inhalt nicht so gefallen wird, das wusste ich vorher. Aber bei manchen Praktiken kann einem echt anders werden.

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Kathryn Harrison wurde am 20. März 1961 in Los Angeles (Kalifornien) (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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