Kathryn Harrison Die gebundenen Füße

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Inhaltsangabe zu „Die gebundenen Füße“ von Kathryn Harrison

Shanghai, 1878: Der kleinen May werden im Alter von zwei Jahren die Zehen gebrochen, denn die »Lotusfüße«  sollen nach altem Brauch ihren Heiratswert erhöhen. Aber May lässt sich ihre Eigenständigkeit nicht nehmen – auch nicht als sie ihren Körper verkaufen muss, um zu überleben … Der Beginn einer Reise vom Shanghai des ausgehenden 19. Jahrhunderts über London bis an die Riviera der 1920er Jahre.

Hat mich gefesselt und auch sehr erschrocken.

— QueenDebby

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  • Die gebundenen Füße

    Die gebundenen Füße

    GrisusGirl

    23. March 2013 um 13:21

    Kathryn Harrison erzählt die Geschichte der kleinen May, wie ihr im Alter von zwei Jahren die Zehen gebrochen und die Füße gebunden werden, damit ein sogenannter Lotusfuß entsteht. Diese kleinen verkrüppelten Füße entsprachen zur damaligen Zeit noch einem verqueren Schönheitsideal. Wenige Jahre später wird May mit einem reichen, chinesischen Seidenhändler verheiratet, der sie aber nicht gut behandelt. Also flieht sie auf dem Rücken eines Gärtners, da sie nicht mehr laufen kann, und ihre Flucht endet in Shanghai, wo sie gezwungen wird ihren Körper zu verkaufen. Sie tut das unter der Bedingung keine chinesischen Kunden bedienen zu müssen. Irgendwann lernt sie den jüdischen Briten Arthur kennen und verliebt sich in ihn. Gegen den Willen von Arthurs Familie heiraten die beiden. May lässt sich jedoch ihre Eigenständigkeit nicht nehmen und gibt ihren rebellischen Geist an die kleine Alice weiter. Die Freundschaft der beiden Frauen, sowie Mays Stolz werden auf eine harte Probe gestellt, als May Alice mit der Transsibirischen Eisenbahn nach London folgt. Aber eines Tages beginnt May das Wesen der Freiheit zu begreifen, dass für Alice eine solch große Rolle spielt. Das Buch ist stellenweise von harten Wahrheiten über eine längst vergangene Zeit geprägt, aber ich finde es ist mehr als nur lesenswert. Mich beeindruckt der Hauptcharakter May, die trotz aller Widrigkeiten ihren Weg geht und versucht ihr Glück und ihre Freiheit zu finden in einer Zeit und einer Gesellschaft, wo Frauen zu gehorchen hatten und ihre Meinung kaum einen Pfifferling wert war. May nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand anstatt wie viele andere einfach zu gehorchen. May ist eine starke Frau, die aber auch ihre Schwächen hat, wie jeder von uns. Also ich kann das Buch nur Wärmstens weiterempfehlen.

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  • Rezension zu "Die gebundenen Füsse" von Kathryn Harrison

    Die gebundenen Füße

    vormi

    13. October 2011 um 11:58

    Eigentlich wusste ich vorher, daß dies nicht mein Thema ist, aber ich hatte noch "die Geisha" im Hinterkopf, und deshalb wohl drauf gehofft, wieder so ein Schmuckstück in Händen zu haben. Obwohl es teilweise um wirklich schaurige Bräuche und Sitten ging, meistens nur zur Freude und Luststeigerung der Männer, die als Kulturinformation gesehen sehr interessant war. Leider war das Buch mir aber zu langatmig und deshalb kann ich nur 3 Sterne vergeben. Das mir der Inhalt nicht so gefallen wird, das wusste ich vorher. Aber bei manchen Praktiken kann einem echt anders werden.

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  • Rezension zu "Die gebundenen Füße" von Kathryn Harrison

    Die gebundenen Füße

    Huebner

    29. October 2010 um 20:12

    Von der Sensationslust, dem Unglauben und der Entrüstung lebt Kathrin Harrisons Roman "Die gebundenen Füße". Die Sitte, in China vergangener Jahrhunderte die Füße junger Mädchen einbinden zu lassen, um sie für ihren zukünftigen Ehemann attraktiver zu machen, birgt für das moderne westliche Verständnis so einige Hindernisse. May ist noch kein Schulkind, da werden ihr die Zehen bis zu den Ballen gebogen. Schmerzhafte Prozeduren, pingelige Reinlichkeit und Hygiene bestimmen das Leben des Mädchens von nun an. Was ihr bleibt sind die Erinnerungen an das ungezügelte Herumtollen mit dem Vater. Mit dem Einbinden der Füße endet die Kindheit, das Erwachsenwerden beginnt. Auch die Vorstellung, dass Männer verkrüppelte Füße anziehend finden, sie sogar Lust auslösen und die erotischen Phantasien bis ins Unermessliche steigen können, macht Mays Geschichte so unfassbar. Diesem Roman fehlt alles Beschönigende, selbst erotische Momente haben einen beklemmenden Beigeschmack. Sicherlich hat Harrison hier ein Tabu aufgespürt und es mit all seinen gemeinen und qualvollen Tatsachen an die Oberfläche gebracht. Traurig bleibt die Erkenntnis, dass May es nach der gescheiterten Ehe und mit ihrer künstlich zugeführten Behinderung auch als Greisin sehr schwer hat. Ein trauriges Leben, das im Leser die Frage nach dem "Warum" unbeantwortet lässt, da helfen all die Erklärungen zur chinesischen Kultur nichts. I.Hübner

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  • Rezension zu "Die gebundenen Füße" von Kathryn Harrison

    Die gebundenen Füße

    taguna

    20. September 2008 um 10:45

    nicht empfehlenswert - schwer zu verfolgende Zeitsrpünge; unnütze Nebengeschichte ; eine Hauptperson, deren Handlungen und Sichtweisen nicht nachvollziehbar sind

  • Rezension zu "Die gebundenen Füße" von Kathryn Harrison

    Die gebundenen Füße

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. January 2008 um 10:35

    Ich bin total enttäuscht. Der Anfang, wo das Leben in Mays Familie beschrieben wurde, das Einbinden ihrer Füße und die familiäre Hierarchie, war wahnsinnig interessant, jedoch bestehen die Beschreibungen von Alices Leben am Anfang aus einer endlosen und langweiligen Zugfahrt nach London, wo sie aufs Internat gehen soll, und Sex mit Michael. Ich gebe zu, ich bin erst auf Seite 146, aber ich weigere mich, weiterzulesen, weil mich jede weitere Seite wütender macht. Es wird mir einfach nicht ernst genug mit dem Thema des Füßeeinbindens umgegangen. Mir fehlen Mays Gedanken und Gefühle, ich will kein bloßer Beobachter sein, ich will ihn sie hineinhorchen. Ich will nichts von Arthurs perversen Gelüsten wissen (er trinkt sogar das Wasser, in dem May ihre Füße wäscht!), ich will wissen, wie sich ein kleines Mädchen fühlt, das nie wieder wird rennen können. Der Schreibstil an sich ist aber gut, niemals vulgär und flüssig zu lesen, jedoch manchmal etwas zu seicht, oberflächlich. Was ich aber besonders vermisse, ist ein Anhang zum Thema, also die Geschichte des Füßeeinbindens usw., aber auch dieser fehlt. Ich finde es immer wieder gut, wenn sie mit diesem Thema auseinandergesetzt wird, aber nur weil es sich hierbei um ein Buch für Erwachsene handelt, muss man nicht gleich so viele Sexszenen einbauen. Sie stören einfach, versauen die Stimmung. Wenn ich Sex will, lese ich lieber Groschenromane ;-) Mehr als zwei Sterne sind leider nicht drin. Schade, da hätte man mehr draus machen können, wer sich wirklich für das Thema interessiert, sollte sich lieber nach anderen Büchern umsehen.

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