Kathryn Miller Haines

 4 Sterne bei 33 Bewertungen

Alle Bücher von Kathryn Miller Haines

Miss Winters Hang zum Risiko

Miss Winters Hang zum Risiko

 (19)
Erschienen am 18.05.2009
Ein Schlachtplan für Miss Winter

Ein Schlachtplan für Miss Winter

 (8)
Erschienen am 21.06.2010
Miss Winter lässt nicht locker

Miss Winter lässt nicht locker

 (6)
Erschienen am 21.08.2011
The Winter of Her Discontent

The Winter of Her Discontent

 (0)
Erschienen am 06.10.2009
Winter in June

Winter in June

 (0)
Erschienen am 19.05.2009
The War Against Miss Winter

The War Against Miss Winter

 (0)
Erschienen am 08.04.2009
When Winter Returns

When Winter Returns

 (0)
Erschienen am 11.05.2010

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Rezension zu "Miss Winters Hang zum Risiko" von Kathryn Miller Haines

Mord im Theatermilieu
Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren

Rosie Winter hat es als Schauspielerin und Tänzerin gerade schwer. Engagements sind kaum zu bekommen, mal ist sie zu groß, mal zu selbstbewusst. Über Wasser hält sie derzeit die Aktenbearbeitung bei dem Privatdetektiv Jim McCain. Ein neues Engagement wäre allerdings dringend nötig, denn wer im Shaw House für Schauspielerinnen wohnt, muss regelmäßig eines vorweisen können, sonst fliegt sie raus. Kurz nach Weihnachten guckt ihr aus dem Aktenschrank der Chef McCain entgegen, erdrosselt. Die Polizei macht es sich gemütlich und hat wenig Lust, mehr zu ermitteln als unbedingt nötig. Rosie allerdings macht sich Sorgen. Die Ehefrau juckt der Tod überhaupt nicht, ein fremder Mann scheint sie zu verfolgen und ein anderer hockt unangemeldet im Büro und lässt sich kaum wieder vertreiben. McCain war -so behauptet der Mann- auf der Suche nach einem Dokument, von dem Rosie aber nicht näheres erfährt. Da das Dokument aber mit McCains Tod zu tun haben könnte, will Rosie mehr herausfinden. So viel Aufklärung muss der Ex-Chef wert sein.

Es verdichten sich die Hinweise darauf, dass das verschwundene Dokument ein wichtiges Bühnenstück von Richard Fielding ist, einem eigenwilligen Autoren, der zum Theater ganz eigene Theorien hat. Rosie erhält überraschenderweise die Möglichkeit, Fieldings Arbeit näher kennen zu lernen. Als sie endlich wieder ein Engagement erhält, ist es just in einem seiner Stücke. Kann das Zufall sein?

Rosie Winter ist eine selbstbewusste Frau mit ziemlich lockeren Sprüchen und sehr schlagfertig, selbst unter Anspannung beim Vorsprechen. Kann sie singen? "Wie ein Vogel." Kann sie tanzen? "Besser als die Pawlowa." Das Mundwerk funktioniert sogar dann, wenn ein Revolver auf sie gerichtet ist. Dank so viel Mumm in den Knochen kann Rosie fast immer hervorragend improvisieren, wenn sie sich zum Beispiel in ein Chefzimmer geschwindelt hat, aber die Ideen fehlen, wie es danach mit den Ermittlungen weitergehen soll.

Ihr zur Seite steht die Zimmergenossin und beste Freundin Jayne, ein Gespann, das immer füreinander einstehen würde. Jayne hat mit ihren Engagements immer etwas mehr Glück, es sei denn, Schauspielkollegin Ruby Priest hat an den Besetzungslisten manipuliert. Ruby feiert ihre Erfolge weniger wegen ihres Könnens, sondern vielmehr wegen ihrer Kontakte und ihrer kleinen Intrigen. Ausgerechnet Ruby taucht im Fall McCain ungewöhnlich oft in Rosies Umgebung auf, darunter auch in dem Fielding-Stück, für das Rosie engagiert wurde. Nun muss obendrein noch die Frage geklärt werden, ob Ruby bloß da ist, um Rosie zu ärgern, oder ob sie mit dem verschwundenen Manuskript zu tun hat.

Einziges Manko an diesem Buch ist das Ende, das eine leicht krude Auflösung offenbart. Zwar sind Tat und Motiv clever miteinander verknüpft, was aber nichts daran ändert, dass es ein bisschen zu merkwürdig geraten ist. Das kann Miller Haines definitiv besser. Auf der Haben-Seite steht dafür ein stimmiges Setting, nicht nur in der Theaterszene, in der sich Rosie bewegt, sondern besonders mit dem New York im Kriegsjahr 1942. Mit Lebensmittelmarken, Propagandapostern und Verdunkelung. Mit einer Bevölkerung, die zwischen abendlicher Zerstreuung und morgendlichem Durchsehen der Gefallenenlisten hin und her schwankt. Wer mit dem Ende nicht recht glücklich ist, sollte der Reihe auf alle Fälle eine zweite Chance mit dem zweiten Band geben.

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WortGestalts avatar

Rezension zu "Miss Winters Hang zum Risiko" von Kathryn Miller Haines

Eine echte Überraschung!!
WortGestaltvor 5 Jahren

Hätte ich gewusst, dass sich in diesem Buch solch eine schöne Geschichte verbirgt, hätte ich es sicher nicht so lange im Bücherregal stehen lassen. Kathryn Miller Haines erweckt in ihrem ersten Roman der Rosie Winter-Reihe eine Protagonistin zum Leben, die schlagfertig und keck und dabei total sympathisch ist. Die Figur wirkt nicht gekünstelt, belästigt den Leser nicht mit einfältigen Dialogen und hält sich nicht missglückten Pointen auf. Wenn Rosie Winters den Mund aufmacht, dann hat sie auch meist etwas erfrischendes zu sagen.

Erfrischend ist auch die Zeit der Handlung. Der Krimi spielt in den Kriegsjahren 1942/1943 in New York und wirkt zumindest auf mich, als jemand, der damals nicht dabei war, sehr authentisch. Die Autorin geht auf viele Details ein, die das Leben damals geprägt und bestimmt haben und vermittelt so das Gefühl, als würde man in einem Schwarz-Weiß-Film in passender Garderobe durch das New York der 40-er Jahre streifen, die Dampfwolken über den Gullideckeln steigen auf, das Licht der Straßenlaternen bricht sich in den Pfützen der regennassen Straßen und man hört die Absätze der Schuhe auf dem Asphalt klackern. Kopfkino ist bei diesem Krimi garantiert und unterstützt so diese besondere Stimmung des Romans.

Rosie Winter ist eine junge und begabte Schauspielerin, die in den Kriegswirren der 40er Jahre versucht, am Broadway Fuß zu fassen. Bis der große Durchbruch kommt, hält sie sich mit kleineren Engagements und Nebenjobs über Wasser. Neben der Not, ihre Miete bezahlen zu können, ist ihre Vorliebe für kriminalistische Groschenromane nicht minder Schuld an ihrer Anstellung als Assistentin in einem kleinen Detektivbüro. Ihren Chef, Privatdetektiv Jim McCain lernt der Leser jedoch nicht mehr kennen. Am Silvesterabend des Jahres 1942 findet Rosie ihren Chef tot im Büro. Die Polizei glaubt an Selbstmord, Rosie jedoch kommen einige Umstände spanisch vor. Als kurze Zeit später auch noch ein angeblicher Klient auftaucht und nach einem verschollenen Theaterstück fragt, dem Jim McCain angeblich auf der Spur war, geht Rosie ein paar Hinweisen
nach, die sie bald in eine verstrickte Geschichte aus Familienfehden, Korruption, Betrug und Täuschung führen. Das alles vor dem Hintergrund des Theatermillieus bringt einen Krimi zustande, der irgendwie originell und positiv altmodisch ist.


Der Autorin Kathryn Miller Haines, selbst studierte Theaterwissenschaftlerin, gelingt es, den Leser in eine ganz andere Zeit und in eine ganz andere Epoche zu entführen. Ich hatte beim Lesen großen Spaß an den Figuren, denn sie alle sind auf der einen Seite typisch für ihre Zeit und auf der anderen Seite unterhaltsam und neu für unsere heutige Zeit. Neben
viel Witz, und zwar den cleveren, charmanten Witz bieten die Figuren um Rosie Winter das Bild eines stimmigen Ensembles, jeder ist hier genau richtig. Doch letztlich ist es Rosie selbst, die diesem Krimi eine ganz spezielle Note verleiht.

Die ruhige Gangart der Geschichte muss einem liegen, wer eine straffe Erzählweise verlangt, wird hier nicht glücklich. Mit etwas Geduld und der nötigen Ruhe taucht man aber in eine wirklich lesenswerte Welt ein, die einen mitzureißen vermag! Ich bin sehr begeistert und werde bald mit dem 2. Band "Ein Schlachtplan für Miss Winter" weitermachen!


Trivia: Die Kapitel in diesem Buch tragen allesamt Namen von Theaterstücken und Dramen, darunter Oscar Wildes "Ernst sein
ist alles" und "Eine Frau ohne Bedeutung". Ein netter Einfall :)

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walli007s avatar

Rezension zu "Miss Winter lässt nicht locker" von Kathryn Miller Haines

Rezension zu "Miss Winter lässt nicht locker" von Kathryn Miller Haines
walli007vor 7 Jahren

Rosie unter Palmen
Um herauszufinden, wie ihr fast-Ex-oder-nicht-Freund Jack umgekommen ist, nimmt Rosie gemeinsam mit ihrer Freundin Jayne das Schicksal in die Hand und macht sich im Herbst 1943 mit einer Schauspieltruppe auf den Weg in den umkämpften Süd-Pazifik. Schon beim Einchecken auf das Schiff müssen die beiden Freundinnen miterleben wie eine Tote aus dem Wasser geborgen wird. Ist das etwa ein böses Omen?
Doch zunächst erfahren sie, dass ein echter Star - Gilda DeVane - Mitglied oder besser gesagt Chefin der Truppe ist. Zwar schien Gilda in Hollywood eher auf dem absteigenden Ast zu sein, doch für die Soldaten wird ihre Anwesenheit ein echter Knaller sein. Obwohl Gilda natürlich eine Sonderstellung hat, kommen die Mädels zunächst mal gut miteinander klar. Allerdings müssen sie alle bald feststellen, dass ein Leben unter Soldaten in der Nähe der Front alles andere als ein Zuckerschlecken ist.
Dieser dritte Roman um Rosie Winter hat mir sehr gut gefallen. Ihr Aufenthalt unter Palmen ist durch den nahen Krieg getrübt. Und gerade diese Situation so finde ich wird in dem Buch sehr gut beschrieben. Eigentlich wollen die Künstlerinnen gute Laune verbreiten und doch müssen sie sich an das Leben im Lager anpassen. Da gibt es die WAACs (Women´s Army Auxilliary Corps), die sich fast für bessere Soldaten halten und den Schauspielerinnen ihre Sonderstellung neiden und natürlich die Soldaten, die doch nicht so viele Frauen zu sehen bekommen und schon gar keine Gilda. Und zu bedenken ist die besondere Situation des Lagerlebens, die unterschwelligen Strömungen, die Gepflogenheiten, in die die Fremden hinein platzen und stören. Da wird die Kriminalgeschichte und das Rätselraten um Jack fast zur Nebensache, die erst zum Ende des Buches hin an Wichtigkeit gewinnt und sich zu einem spannenden Fall auswächst, mit dessen Auflösung Rosies Welt etwas aus den Fugen gerät.
Insgesamt bot das Buch mir das Buch einen anderen Blickwinkel auf die Ereignisse des zweiten Weltkrieges, mit dem ich meinen Horizont auf unterhaltsame Art und Weise erweitert bekommen habe.

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