Kathryn Miller Haines Ein Schlachtplan für Miss Winter

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Inhaltsangabe zu „Ein Schlachtplan für Miss Winter“ von Kathryn Miller Haines

Keine Feldpost vom Exfreund, dafür Fleischrationierung und zwei linke Füße beim Vortanzen: Die Laune von Rosie Winter, Broadway-Schauspielerin ohne Engagement, ist in diesem Frühjahr 1943 nicht die beste. Und dann wird auch noch Al verhaftet, Rosies treuer Kumpel aus der New Yorker Unterwelt.

Broadway-Starlet Paulette Monroe wurde erschlagen. Al, ein Muskelprotz im Dienst der Mafia, gesteht die Tat. Klar, daß ihm jeder glaubt. Doch Rosie Winter kennt Al und weiß, daß er kein Mörder ist. Als für die Show, in der Paulette die Hauptrolle hätte spielen sollen, noch Tänzer gesucht werden, sieht Rosie ihre Chance. Zusammen mit ihrer Freundin Jayne macht sie sich daran, Als Unschuld zu beweisen. Mit Witz, Verstand und dem Herz auf der Zunge ermittelt Rosie Winter wieder in der kriegsgeplagten New Yorker Theaterwelt der 40er Jahre.

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  • Rezension zu "Ein Schlachtplan für Miss Winter" von Kathryn Miller Haines

    Ein Schlachtplan für Miss Winter

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. August 2010 um 22:20

    Al erwischt Rosie auf dem falschen Fuß; über sein Geschenk - saftige Steaks - würde sich in Zeiten der Fleischrationierung eigentlich jeder freuen, aber ausgerechnet heute ist Rosie schlecht gelaunt und zieht mit den Steaks eher widerwillig ab. Umso mehr tut es ihr Leid, als sie kurz darauf erfährt, dass Al wegen Mordes an einem Broadway-Starlet verhaftet wurde. Das kann natürlich nicht sein, selbst wenn Al für die New Yorker Mafiagröße Tony B. arbeitet! Da Rosie erst vor kurzem für einen Detektiv gearbeitet hat und bei einer Mordaufklärung erfolgreich war, stürzt sie sich ohne Zögern in den Kampf für Al. Gar nicht so leicht, denn Al mauert seltsamerweise. Auch Tony B. reagiert reserviert; das ist ebenfalls seltsam, denn er ist der Freund von Rosies Busenfreundin Jayne und eben auch Als Arbeitgeber. Ausgerechnet für die Show, in der die Ermordete eine Rolle hatte, werden kurz darauf Tänzer gesucht. Obwohl Rosie genau das nicht besonders gut kann, versucht sie, einen Part zu ergattern und unauffällig Recherchen zu betreiben. Jayne und ihr gelingt es tatsächlich, ins Ensemble zu kommen - seltsam, denn Rosie ist nicht die einzige im Team, die einen krummen Stil hat. Für eine Broadway-Produktion bedeutet das nichts Gutes, aber immerhin lässt sich zunächst Geld damit verdienen und die Freundinnen können sich ein bisschen über die Ermordete umhören. Rosie stößt auf zahlreiche Ungereimtheiten, die sich einfach nicht sinnvoll zusammenfügen lassen. Jayne und sie kombinieren munter drauflos, doch jede erdenkliche Lösung hat einen Haken - und was sonst noch passiert, wirft jede Theorie ohnehin über den Haufen. Diese unzusammenhängende Ermittlung wirkte sehr sympathisch auf mich. Rosie tut zwar ihr möglichstes, aber man merkt deutlich, dass sie absolute Amateurin ist und sich zum Teil recht naiv ins Getümmel stürzt. Rosie braucht folglich eine ganze Weile, bis sie bemerkt, welche Puzzleteile tatsächlich zusammen gehören und welche zu einem ganz anderen Puzzle gehören. Rosie ist (neben dem zeitgenössischen Bruno Courrèges) die Krimientdeckung des Jahres 2010 für mich. Große Klappe, aber das Herz auf dem rechten Fleck. Sie ermittelt in diesem Buch nicht, weil sie Detektiv spielen will, sondern weil sie der Typ Freund ist, auf den man sich noch nachts um 3 Uhr hundertprozentig verlassen kann. Das mochte ich auf Anhieb. Das andere Element, das mich dazu brachte, mich fix um den vorigen Band 1 zu kümmern, ist schlicht die Zeit, in der der Krimi spielt und die lebensechte Art, mit der die Zeit beschrieben wird. Auch ein Land, für das der Krieg ganz weit weg zu sein scheint, verteilt Rationierungsmarken, kämpft gegen den Schwarzmarkt und für Soldaten auf Heimaturlaub werden extra Tanzcafés zur Ablenkung vom Kriegsgeschehen betrieben. Rezensent Walter Delabar schrieb über dieses Buch: "Kathryn Miller Haines hat [...] Leser verdient und in mir einen gefunden, der gern anderen empfiehlt, es ihm gleich zu tun." Eigentlich hätte ich das schon zu Beginn der Rezension abschreiben sollen...

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