Kathryn Stockett

 4.7 Sterne bei 830 Bewertungen
Autorin von Gute Geister, The Help und weiteren Büchern.
Autorenbild von Kathryn Stockett (© Kem Lee)

Lebenslauf von Kathryn Stockett

Kathryn Stockett wurde in Jackson, Mississippi geboren und aufgewachsen. Sie studierte Englische Literatur und Kreatives Schreiben. Nach ihrem Abschluss zog sie nach New York. Hier arbeitete sie für mehrere Jahre bei diversen Zeitungsverlagen. Bis sie mit ihrem Debütroman »Gute Geister« einen beeindruckenden Bestsellererfolg erzielte. Zusammen mit ihrer Familie lebt Stockett in Atlanta.

Alle Bücher von Kathryn Stockett

Cover des Buches Gute Geister (ISBN: 9783442714506)

Gute Geister

 (660)
Erschienen am 14.11.2016
Cover des Buches Gute Geister (ISBN: 9783837107777)

Gute Geister

 (28)
Erschienen am 28.03.2011
Cover des Buches The Help (ISBN: 9780241956540)

The Help

 (141)
Erschienen am 03.08.2011
Cover des Buches Criadas y senoras / The Help (ISBN: 9788492695102)

Criadas y senoras / The Help

 (0)
Erschienen am 01.11.2009
Cover des Buches Een keukenmeidenroman (ISBN: 9789049954192)

Een keukenmeidenroman

 (0)
Erschienen am 04.08.2014
Cover des Buches The Help (ISBN: 9781407442754)

The Help

 (1)
Erschienen am 01.12.2009

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Neu

Rezension zu "The Help" von Kathryn Stockett

The Help!
ALconfivor 10 Tagen

Was für ein wunderbares (Hör-)buch!

 Darum geht's:

Jackson - Mississippi 1962:

Drei ganz unterschiedliche Frauen leben in einer scheinbar immer gleichbleibenden Gesellschaft. Die Rassentrennung zwischen schwarz und weiß ist sehr strikt, viele Dunkelhäutige werden von ihren weißen Arbeitgebern schlecht behandelt. 

 Aibileen, die als Dienstmädchen bei den Leefolts arbeitet, hat ihren eigenen Sohn Treelore verloren, kümmert sich aber trotzdem voller Liebe um die ihr anvertrauten Kinder der weißen Hausfrauen. In ihren Augen wird sich das Leben in Jackson niemals ändern, bis Miss Skeeter in ihr Leben tritt. 

 Miss Skeeter ist als weißes Mädchen in Jackson aufgewachsen, hat studiert und kehrt nun nach ihrer Zeit auf dem College zu ihren Eltern, die eine Baumwollplantage haben, zurück. Ihr Leben scheint normal weiterzugehen, sie verbringt ihre Zeit mit ihren Freundinnen beim Bridgeclub, aber irgendetwas beginnt sie zu stören. Als ihre Freundin Mrs. Hilly fordert, dass es in jedem Haushalt für die schwarzen Dienstmädchen eine getrennte Toilette gibt, damit sich die Weißen keine Krankheiten einfangen, fasst Miss Skeeter langsam den Entschluss mit Hilfe von Aibileen ein Buch über das Leben der schwarzen Dienstmädchen zu schreiben. 

 Dieses Unterfangen ist zu der damaligen Zeit sehr gefährlich, Aibileen und die anderen Dienstmädchen, die sich bereit erklären zu helfen, riskieren ihr Leben.

Als dritte Hauptfigur wird noch aus der Sicht von Minny Jackson erzählt. Sie ist selbst Mutter von mehreren Kindern, muss aber zusehen, dass sie Geld verdient und nimmt nach einem pikanten Vorfall mit Mrs. Hilly den einzigen Job, der ihr noch angeboten wird, an. Minny ist nicht gut auf die Weißen zu sprechen und findet ihre neue Arbeitgeberin Celia mehr als seltsam. 

 Meinung:

 Wow, was für ein wunderschöner Roman. Die Charaktere sind so liebevoll und authentisch gestaltet, dass man sich in die Zeit zurückversetzt fühlt und mit den Frauen hofft und bangt, dass sie es schaffen, ihr Buch zu schreiben, obwohl doch alles gegen sie zu stehen scheint. Zusätzlich zum Hauptstrang gibt es noch viele kleine Nebendetails, welche das Buch zu einem Hör- oder Lesevergnügen machen. Sei es die kleine Tochter von Elizabeth Leefolt, die von ihrer Mama gar nicht richtig beachtet wird, dafür aber von Aibileen umso liebevoller umsorgt wird oder die penetrante Mutter von Miss Skeeter, die ihre Tochter 1000 Mal lieber verheiratet, als hinter der Schreibmaschine sähe. Oder eben Minny, die trotz ihrer harten Schale ein unwahrscheinlich großes Herz hat.

 Für mich ist „The Help“ nicht einfach ein Buch über die Rassentrennung von damals, sondern vor allem eine Erzählung der Menschlichkeit. Ich kann es nur jedem ans Herz legen. 

 P.S. Im englischen Hörbuch haben die Sprecherinnen sogar einen Südstaaten-Slang, was es nicht immer leicht macht, alles zu verstehen, dafür ist man gefühlt wirklich in Jackson, Mississippi. 

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Rezension zu "Gute Geister" von Kathryn Stockett

Einfach grandios!
monerlvor einem Monat

Meine Meinung
Dies ist ein Buch, das nicht zu lange in den Regalen ein ungelesenes Dasein fristen sollte, wie es bei mir der Fall war. Einmal begonnen konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen!

Kathryn Stockett lässt im Buch ihre drei Protagonistinnen erzählen. So erfährt man über die Geschehnisse aus Sicht von Aibileen, Minny und Miss Skeeter. Dies sorgt für intensivere Einblicke in die schwarze wie auch weiße Community von Jackson und steigert die Spannung. Zudem erzeugt dieser Schreibstil Nähe zu den Figuren.

Als Leser*in wird man regelrecht in die Zeit der 60er Jahre versetzt, als es die gesetzliche Rassentrennung und Diskriminierung von Schwarzen in den USA gab.

Viele reiche, weiße Haushalte leisteten sich ein schwarzes Dienstmädchen und behandelten es oftmals als Eigentum, mit dem man tun und lassen konnte, was man wollte. War das Arbeitsverhältnis zwischen der Familie und dem Dienstmädchen, wenn die Familie nicht (mehr) zufrieden war, aufgelöst worden, war es überaus schwer für das schwarze Dienstmädchen eine neue Arbeit zu finden. Die schwarzen Frauen waren abhängig von ihren weißen Arbeitgeber*innen, da es für sie kaum andere Arbeit gab.

Umso riskanter, wie auch gefährlich war es für Aibileen und Minny Miss Skeeter bei ihrem Buch zu helfen, legte es doch die wahren Geschichten offen, was schwarze Dienstmädchen bei ihren weißen Arbeitgebern so alles erlebten.

Die Spannung, wie das Buch ausgehen würde, war kaum auszuhalten. Mit dem Wissen, wie schnell seinerzeit schwarze Menschen verurteilt oder auch vom Ku Klux Klan getötet wurden, machten ein gutes wie auch schlechtes Ende möglich.

Ich habe die wunderschöne Sonderausgabe, deren Cover aus bedrucktem Ganzleinen ist, das sich wundervoll anfühlt. Zudem gibt es hier auch einige Kochrezepte aus dem Buch von Minny, der besten Köchin in Jackson.


Fazit
Ein wunderbares Buch, das aufklärt, aufrüttelt, Augen öffnet und aufzeigt wie schlimm es ist und wie furchtbar sich Menschen fühlen, wenn man sie zu Menschen zweiter Klasse degradiert. Es blickt zurück in eine historisch traurige Zeit, die sich zwar gebessert hat, aber den Leser*innen, in Verbindung mit den derzeitigen Nachrichten, auch vor Augen bringt, dass wir heute weder in den USA, noch in Deutschland oder woanders auf der Welt es geschafft haben, Rassismus auszumerzen.
Solange es den Slogen #BlackLivesMatter gibt, so lange sind wir noch nicht am Ende mit der Aufklärung und dem Kampf gegen Rassismus!

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Rezension zu "Gute Geister" von Kathryn Stockett

The Help
Elenchen_hvor einem Monat

Jackson, Mississippi, 1962: Während das schwarze Hausmädchen Aibileen mittlerweile das siebzehnte Kind in einem weißen Haushalt großzieht, sucht ihre Freundin Minny verzweifelt nach einer neuen Stelle. Zwar ist sie für ihre Kochkünste bekannt, trägt aber auch das Herz auf der Zunge und lässt sich von ihren weißen Arbeitgeber_innen nicht alles gefallen. Auch die junge Skeeter ist auf der Suche nach ihrem Platz im Leben. Ihre Eltern besitzen eine Baumwollplantage und ihre Mutter hat nichts anderes im Sinn, als einen geeigneten Mann für die Tochter zu finden. Doch Skeeter reicht es - sie möchte als Journalistin in New York arbeiten und startet dafür ein Projekt, das zu dieser Zeit für reichlich Zündstoff sorgte...


"Gute Geister" von Kathryn Stockett ist einer dieser Romane, die man einmal in die Hand genommen kaum noch weglegen kann. Die Geschichte hat einen unglaublichen Sog und man möchte unbedingt wissen, wie es weiter geht. Die Idee zum Buch ist super: ein weißes Mädchen interviewt schwarze Hausmädchen um die Gräuel der Rassentrennung offenzulegen und dagegen anzukämpfen. Auch die Umsetzung hat mir gefallen. Die Kapitel werden reihum aus der Perspektive von Aibileen, Minny uns Skeeter erzählt, was den Spannungsbogen permanent aufrecht erhalten hat. Zudem fand ich nach anfänglichen Schwierigkeiten auch den Schreibstil sehr gut und passend. Als Leser_in durchlebt man während der Lektüre ein Wechselbad der Gefühle: ich schwankte zwischen Wut, Trauer und Mitgefühl, musste aber auch öfter mal Lachen und habe sehr mitgefiebert.


Trotz dieser vielen positiven Aspekte hatte "Gute Geister" für mich einen faden Beigeschmack. Ein Buch über schwarze Hausmädchen, geschrieben von einer weißen Autorin, die selbst von einem schwarzen Hausmädchen aufgezogen wurde - ich weiß einfach nicht, wie ich das bewerten soll. Unter dem Unterhaltungsaspekt betrachtet ist das Buch gelungen. Unter dem Aspekt der sensiblen Themen, die im Buch behandelt werden, finde ich aber, dass solche Bücher eher Own Voice Autor_innen vorbehalten sein sollten. Auch das Nachwort konnte meine Bedenken dahingehend nicht ganz zerstreuen.


Abschließend ist es für mich wichtig zu sagen, dass das Buch als Unterhaltungsliteratur und zumindest um einen gewissen Nerv zu treffen und einen Anfang für die persönliche Auseinandersetzung mit Rassentrennung und Rassismus zu bilden tatsächlich toll ist. Alles darüber hinaus wäre aber vermessen. Ich vergebe 4 / 5 ⭐.

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