Ich fand es unglaublich spannend, Sarah und Mona auf ihrer so unterschiedlichen Suche nach Erfüllung zu begleiten. Die Geschichte hat mich sofort gepackt, weil sie ein Thema aufgreift, das wohl viele kennen: Die Einsamkeit in einer Beziehung, wenn der Alltag alles andere schluckt. Ich konnte Sarahs aufgestaute Sehnsucht in jedem Satz spüren, was den Kontrast zu Monas Erlebnissen nur noch intensiver gemacht hat.
Was mich beim Lesen besonders fasziniert hat, war die Figur von Aaron. Er bringt eine Dominanz und eine ganz neue Welt in das Leben der Schwestern, die mich beim Umblättern regelrecht den Atem anhalten ließ. Das Spiel mit den Grenzen und das Einreißen von Tabus ist hier so direkt und unverblümt beschrieben, dass man sich der Sogwirkung kaum entziehen kann. Besonders dieser Moment, in dem aus einer individuellen Fantasie ein gemeinsames, riskantes Experiment wird, hat bei mir für enormes Herzklopfen gesorgt.
Es ist eine mutige Geschichte über das Verlangen, sich fallen zu lassen und die Kontrolle abzugeben. Ich habe die Reibung zwischen familiärer Bindung und der puren, ungezähmten Lust als sehr intensiv empfunden. Wer Geschichten mag, die sich ohne Hemmungen an das herantrauen, was man sich sonst nur heimlich vorstellt, wird hier definitiv fündig.















