Bittersüß wie Pecannüsse

von Kathy Hepinstall 
4,2 Sterne bei6 Bewertungen
Bittersüß wie Pecannüsse
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Tine13s avatar

Skurrile Mutter Tochter Geschichte

daneegolds avatar

Da bin ich von meiner Lieblingsautorin anderes gewohnt, schade...

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Inhaltsangabe zu "Bittersüß wie Pecannüsse"

'Du hast ein gutes Herz, Willow. Aber einen teuflischen Verstand.'
Willow hat es nicht leicht mit ihrer Mutter Polly, die sie mit Ende Fünfzig zur Welt brachte - zwischen den jungen Vorstadtmüttern fällt sie auf wie ein bunter Hund. Polly schert sich nicht darum, was man von ihr denkt. Doch sie hat das Herz am rechten Fleck, und am meisten liebt sie ihre Tochter Willow, von der sie alles Schlechte fernhalten will. Willow weiß, dass ihre Mutter vor vielen Jahren ihre Heimat in Louisiana für immer verließ. Sie will unbedingt wissen, warum, und findet Hinweise auf eine große Liebe – und einen Mord. Die Zeit drängt, denn Willow möchte ihre Mutter mit deren Vergangenheit aussöhnen, bevor sie stirbt. Und dass das bald sein wird, fürchtet sie sehr.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499291197
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:17.11.2017

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    jackdecks avatar
    jackdeckvor 4 Monaten
    Bittersüß

    Willow ist das Nesthäkchen der Familie. Ihre Mutter Polly war schon achtundfünfzig Jahre alt und ihr Vater seit acht Monaten tot, als sie zur Welt kam. Weil Polly so viel älter ist als die Mütter von Willows Freundinnen, überdies raucht wie ein Schlot und zu viele Margaritas trinkt lebt Willow in ständiger Angst, dass ihre Mutter sterben könnte. Davon will Polly nichts hören. Sie ist vollauf beschäftigt mit der Pflege ihres Gartens, wobei sie in Südstaaten-Manier mit Platzpatronen und Elektroschocker Eichhörnchen vertreibt und mit ihren Zaun-Nachbarn ständig im Clinch liegt. Warum sie in ihrer Jugend aus Louisiana geflohen ist verrät sie nicht. Als Willow Hinweise auf eine alte Liebe findet ist sie entschlossen, mehr über die Vergangenheit ihrer Mutter herauszufinden. Ein wirklich großartiger Familienroman, der mich gut unterhalten hat. Gerade seine schrägen und umwerfenden Protagonisten haben mich berührt und gefesselt.

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    Tine13s avatar
    Tine13vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Skurrile Mutter Tochter Geschichte
    Eichhörnchen sind Ungeziefer....

    Nachzüglerin Willow hat zwei erwachsene Geschwister, einen toten Vater und ihre Mutter war bei ihrer Geburt schon 58 Jahre alt. Für Willow eine erschreckende Kombination, denn ständig lebt sie in der Angst ihre Mutter Polly zu verlieren, denn diese raucht auch noch wie ein Schlot. Polly ist wirklich sehr eigensinnig und besonderns, doch Willow ist auch nicht Ohne. Besonders interessiert ist Willow aber an der geheimnisvollen Vergangenheit ihrer Mutter….doch da diese beharrlich schweigt, muss Willow sich etwas einfallen lassen und auf andere Weise Nachforschungen anstellen!


    Mit dem Roman „Bittersüß wie Pecannüsse“ erschafft die Autorin einen sehr speziellen Familienroman. Die amüsanten Grabenkämpfe der beiden Protagonistinnen nehmen sehr viel Raum ein und amüsieren auf treffliche Art und Weise! Mit Lügen und ausgedachten Geschichten versucht die Tochter Willow in der Schule Aufmerksamkeit zu erregen und das hohe Alter ihrer Mutter zu kompensieren, auch um ihre Ängste zu überspielen. Polly dagegen ignoriert ihr Alter weitgehend und ist dabei sehr agil und leicht durchgeknallt, sie steht ihre Frau und lässt sich durch nichts erschüttern! Gegen Eichhörnchen hat Polly ein reichliches Repertoire an Abwehrmaßnahmen, doch es gibt Dinge die stehen außerhalb ihres Einflussbereiches! Mit recht eigenwilliger Situationskomik begleiten wir Willow durch ihre Kind/Jugendzeit und ihre persönlichen Alpträume.

    Der Schreibstil ist flüssig und schnell zu lesen. Die Geschichte amüsant, witzig, teils aber auch tiefgründig und traurig. 


    Ein wirklich großartiger Familienroman, der mich gut unterhalten hat. Gerade seine schrägen und umwerfenden Protagonisten haben mich berührt und gefesselt.

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    BettinaR87s avatar
    BettinaR87vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Gilmore Girls mit Gin, Zigaretten und Eichhörnchenschocker. Sehr unterhaltsam und charmant!
    Im Süden was Neues

    Polly und die junge Willow sind ein eher unübliches Mutter-Tochter-Gespann: Als Polly mit 58 Jahren ihren Ehemann beerdigt, erfährt sie, dass sie noch einmal schwanger geworden ist. Willow wächst als Halbwaise heran, deren ältere Geschwister seit Jahrzehnten schon das Haus verlassen haben. Sie selbst ist mit einer überbordenden Fantasie ausgestattet und erzählt gerne mal fantastische Lügen über ihre Mutter. Ihr bester Freund, Dalton, unterstützt sie meist eher semi erfolgreich bei ihren Abenteuern - und das Größte liegt erst noch vor ihr: Polly hat damals ihre Heimat Louisiana unter ominösen Umständen verlassen und verbrennt sogar lieber einzigartige, handschriftliche Briefe, bevor sie ihrer Tochter davon erzählen würde. Willow jedoch hat einen größeren Dickschädel als Polly und macht sich daran, das Geheimnis zu ergründen ...

    Die Kritik

    Nicht nur bittersüß, sondern auch zuckersüß ist dieses Buch. Willow als Hauptcharakter erlaubt den Blick auf zwei Familien: Eine klassische aus Ehepaar, Sohn und Tochter - zu denen Willow keinen Bezug herstellen kann, auch ihre Geschwister scheinen mit ihrer Existenz nicht wirklich zurechtzukommen. Die zweite Familie ist ihre Version mit einer alleinerziehenden, vergleichsweise sehr alten Mutter. Sie wächst wesentlich befreiter heran: Polly hat schon mal 2 Kinder durchgebracht und ist daher mit allen Wassern gewaschen - und schert sich nicht um die Gesellschaft. Sie weiß, worauf es ihr ankommt und worauf sie verzichten kann. Diese Haltung tut Willow absolut gut, denn so wächst sie befreit von sozialem Druck heran. Bis natürlich die Teenagerzeit kommt und sie sich mit all den anderen Mädels zu vergleichen beginnt. In diese Situation kann sich jeder über 20 Jahre sofort hineinversetzen. Ihre Entwicklung beginnt im Alter von 11 Jahren, im Laufe des Buches vergehen einige Jahre.

    Doch im Sinne von "bitter" geht es nicht nur um einen heranwachsenden Teenager, sondern auch ernstere Fragen des Lebens. Bei einer so alten Mutter kommt die Angst, sie vorzeitig zu verlieren, für die jüngste Tochter an vorderer Stelle. Sie entwickelt eine regelrechte Panik und daher auch ein enormes Kämpferherz. Das benötigt sie am Ende auch!

    Die Schreibweise ist wirklich zucker. Man könnte es fast mit der Serie Gilmore Girls vergleichen, nur eben mit Zigaretten, Eichhörnchenschocker wegen der Pecannüsse und Platzpatronen. Die Geschichte ist auf eine etwas rauhere Art super charmant und alle Beteiligten wachsen dem Leser sofort ans Herz. Man wird regelrecht durch das Buch gezogen und jagt mit Willow das große Geheimnis ihrer Mutter, bis man am Ende etwas ruhiger wird. An sich könnte man das Buch sicherlich auch an einem Tag lesen, wenn man denn so viel Zeit hat (geht ja in eure Vorlesungen!). Gut gelungen ist ebenso, dass die dramatische Entwicklung rund um Polly nicht zwanghaft tränenreich und leidend geschildert wird, sondern ruhig, fast sachlich und emotional relativ ausgewogen.

    Das Fazit: Wirklich empfehlenswert, weil schräg, liebenswert und unterhaltsam und einfach mal was anderes!

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    Naburas avatar
    Naburavor 9 Monaten
    Skurril, berührend und unterhaltsam

    Willow ist das Nesthäkchen der Familie. Ihre Mutter Polly war schon achtundfünfzig Jahre alt und ihr Vater seit acht Monaten tot, als sie zur Welt kam. Weil Polly so viel älter ist als die Mütter von Willows Freundinnen, überdies raucht wie ein Schlot und zu viele Margaritas trinkt lebt Willow in ständiger Angst, dass ihre Mutter sterben könnte. Davon will Polly nichts hören. Sie ist vollauf beschäftigt mit der Pflege ihres Gartens, wobei sie in Südstaaten-Manier mit Platzpatronen und Elektroschocker Eichhörnchen vertreibt und mit ihren Zaun-Nachbarn ständig im Clinch liegt. Warum sie in ihrer Jugend aus Louisiana geflohen ist verrät sie nicht. Als Willow Hinweise auf eine alte Liebe findet ist sie entschlossen, mehr über die Vergangenheit ihrer Mutter herauszufinden.

    Das Buchcover ziert ein Pecannuss-Baum, wie er in Pollys Garten steht. Ich war gespannt auf die bittersüße Geschichte, die mir der Titel versprach. Gleich zu Beginn erklärt Willow, warum die Angst um ihre Mutter bei ihr stets präsent ist – Polly ist so viel älter als die anderen Mütter, dass sie in der Schule sogar behauptet, sie wäre die älteste Mutter auf der Welt. Es könnte zum Beispiel der Bär – in der Familie wird das Wort Krebs nicht in den Mund genommen – kommen und sie erwischen. Ihr Vater ist kurz nach ihrer Zeugung gestorben und ihre beiden Geschwister sind längst erwachsen und ausgezogen, sodass sie das Gefühl hat, die Geschichte ihrer Familie verpasst zu haben. Willow denkt sich gern Geschichten aus und neigt zu Übertreibungen, was sie in so manche verzwickte Situation bringt.

    Die rund 300 Seiten decken einen Zeitraum von mehreren Jahren ab. Willow ist elf Jahre alt, als sie von ihrem Bruder den Tipp erhält, nach alten Briefen zu suchen, die Hinweise auf die Vorfälle in Pollys Jugend geben. Gemeinsam mit ihrem besten Freund Dalton macht sie sich auf die Suche und wird prompt erwischt – alles, was ihr bleibt, ist ein Vorname und eine Absendeadresse in Louisiana. Ich hatte erwartet, dass Willow hier intensiver nachforscht, doch die Suche nach Antworten kommt nur schleppend voran und gerät immer wieder in den Hintergrund.

    Stattdessen lernt man insbesondere Polly besser kennen. Sie ist ein echter Südstaaten-Charakter und stolz darauf. Es gibt viele amüsante Szenen, in denen sie zum Beispiel mit Willow über den Elektroschocker gegen Eichhörnchen streitet oder die Nachbarskinder verflucht, die ihr gegenüber keinerlei Respekt zeigen. Mit ihrer schroffen Art wurde sie mir bald sympathisch. Ihre drastischen Handlungen gingen mir manchmal etwas zu weit, bringen aber auch sie selbst ins Nachdenken.

    Die gelegentlichen Besuche von Willows Geschwistern Shed und Lisa geben Einblicke, wie das Familienleben vor Jahren ausgesehen hat. Doch einen echten Zugang findet Willow zu beiden nicht und ich konnte gut verstehen, warum sie immer wieder das Gefühl hat, eine Außenstehende zu sein. Immerhin hat sie ihren besten Freund Dalton, der ihr jederzeit bereitwillig seine Hilfe anbietet. Doch mit den Jahren müssen sich die beiden Fragen, ob sie nur Freundschaft verbindet oder da mehr ist.

    Die verschiedenen Szenen konnten mich unterhalten, liefern aber leider keinerlei Antworten auf die Fragen nach Pollys Vergangenheit. Als es zu einer von Willow gefürchteten Entwicklung kommt wird der Ton schließlich ernster. Der Geschichte gelingt es trotzdem, nicht zu dramatisch zu werden. Der letzte Teil hat mir schließlich am Besten gefallen, denn endlich wird das große Geheimnis auf einen Schlag gelüftet und ich erhielt ordentlich Stoff zum Nachdenken. Es kommt zu berührenden, aber auch skurrilen Szenen, die ein schöner Abschluss sind und das offen lassen, auf das ich vom Buch auch keine Antwort haben wollte.

    In „Bittersüß wie Pecannüsse“ lebt Willow in ständiger Angst, dass ihre Mutter Polly bald sterben könnte. Über mehrere Jahre hinweg werden oft amüsante und skurrile, aber auch nachdenklich stimmende Episoden erzählt, in denen es um Pollys Philosophie als Südstaaten-Lady, die Familie und Willows Erwachsenwerden geht. Willows Suche nach Antworten bezüglich Pollys Geheimnis hat leider nicht so viel Platz eingenommen hat wie erwartet. Die ungewöhnlichen Charaktere haben mich mir ihren nicht alltäglichen Weltansichten unterhalten können. Dafür vergebe ich vier Sterne.

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    daneegolds avatar
    daneegoldvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Da bin ich von meiner Lieblingsautorin anderes gewohnt, schade...
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    annieQs avatar
    annieQvor 2 Monaten

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