Das kupferne Zeichen

von Katia Fox 
4,3 Sterne bei278 Bewertungen
Das kupferne Zeichen
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Positiv (237):
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man möchte meinen, eine typische Geschichte vor sich zu haben - aber die Handlung hält einige Wendungen parat, die mich überraschen konnten

Kritisch (16):
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Oberflächliche Handlung, flache Charaktere, kaum Konflikte, zu leichte Lösungen und keine Spannung ... leider nichts für mich

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Inhaltsangabe zu "Das kupferne Zeichen"

England 1161. Die zwölfjährige Ellen, Tochter eines Schwertschmieds, möchte nur eines: ebenfalls Schwertschmiedin werden. Doch das ist für ein Mädchen undenkbar. Als sie nach einer ungeheuerlichen Entdeckung von zu Hause fliehen muss, verkleidet Ellen sich als Junge und nutzt die Chance: Sie begleitet einen berühmten Schwertschmied in die Normandie und lernt dort als Schmiedejunge Alan das Handwerk ausüben und das höfische Leben kennen. Doch die Lüge, auf der sie ihr Leben aufgebaut hat, wird ihr zum Verhängnis, als sie sich in einen jungen Ritter verliebt, denn sie darf ihre Identität nicht preisgeben. Zu spät erkennt sie, wem sie vertrauen darf - und dass sie bei Hofe einen Feind hat, der zu allem bereit ist ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404157006
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:636 Seiten
Verlag:Lübbe
Erscheinungsdatum:12.06.2007
Das aktuelle Hörbuch ist am 12.06.2007 bei Lübbe erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    annlus avatar
    annluvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: man möchte meinen, eine typische Geschichte vor sich zu haben - aber die Handlung hält einige Wendungen parat, die mich überraschen konnten
    Eine Frau sucht ihren Weg

    *Ellen kniete sich hin und betete, aber fand keinen Trost darin. Die erste Nacht alleine im Freien stand ihr bevor...*


    England 1161: Die junge Ellenweore liebt es, ihrem Vater in der Schmiede zu helfen. Nichts lieber würde sie tun, als selbst Schmied zu werden. Aber als Mädchen bleibt ihr das verwehrt. Als sie von zu Hause fliehen muss, verkleidet sie sich kurzerhand als Junge und sucht sich eine Stelle als Schmiedelehrling. So zieht sie nicht nur in die Normandie, sondern beginnt ein abenteuerliches Leben, in dem sie auf Freunde und Feinde trifft.



    Die Geschichte beginnt mit einer sehr jungen Ellen, die von zu Hause fliehen muss. Diese und viele andere Entscheidungen, die ihr Leben bestimmen, werden von der Situation bestimmt, sodass eher das Schicksal sie beeinflusst, als sie selbst. Die einzige Ausnahme davon war ihre Liebe zum Schmiedehandwerk. Dort zeigte Ellen Entschlossenheit und setzte ihre Ideen und Ziele auch gegen Widerspruch um.


    Anders, als in anderen Geschichte bleibt Ellen nicht lange als Junge verkleidet. Die Zeit ändert sich und damit auch ihre Situation, sodass sie sich wieder in eine Frau wandeln kann. Ihre Reise ist damit noch lange nicht vorbei. Bestimmt wird diese immer wieder von ihrer Hartnäckigkeit mit der sie neue Handwerke erlernt, aber auch wieder schmiedet. Dabei können manche Arbeitsschritte und Entstehungen besonderer Werke auch (zu) ausführlich beschrieben sein.


    Der Klappentext spricht Ellens Verliebtheit an. Diese ist allerdings nicht so handlungsdominierend, wie man annehmen könnte. Viel mehr wird ihr turbulentes Leben beschrieben, in dem es auch bei ihren Begleitern Konstanten gibt – sei es im positiven, wie im negativen.


    Interessant war die Tatsache, dass die Geschichte in einer anderen Zeit spielt – besonders gesehen habe ich das an der Rolle, die der Tod im Leben spielt. Immer wieder sterben wie nebenbei Charaktere, sei es durch brutale Taten, als auch durch Krankheiten. Dabei scheinen die Verbleibenden zwar Trauer zu verspüren, für sie scheint der Tod aber ein alltäglicher Bestandteil des Lebens zu sein.


    Fazit: Die Geschichte dreht sich um das Schicksal Ellens. Dabei folgt sie keinem vorhersehbaren Handlungsstrang – im Gegenteil kommt es immer wieder zu Wendungen und Schicksalsschlägen, die das Leben der Frau beeinflussen. Gerade das hat mir gut gefallen, so hatte ich nie das Gefühl, mit einer typischen Geschichte konfrontiert zu sein. Auch das Ende war nicht typisch oder vorhersehbar, dafür aber sehr gelungen.

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    Aleshanees avatar
    Aleshaneevor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Oberflächliche Handlung, flache Charaktere, kaum Konflikte, zu leichte Lösungen und keine Spannung ... leider nichts für mich
    Konnte nicht viel gutes finden ...

    Klappentext

    England 1161. Die 12jährige Ellen, Tochter eines Schwertschmieds, möchte nur eines: ebenfalls Schwertschmiedin werden. Doch das ist für ein Mädchen undenkbar. Als sie nach einer ungeheuerlichen Entdeckung von zu Hause fliehen muss, verkleidet Ellen sich als Junge und nutzt die Chance: Sie begleitet einen berühmten Schwertschmied in die Normandie und lernt dort als Schmiedejunge Alan das Handwerk ausüben und das höfische Leben kennen. Doch die Lüge, auf der sie ihr Leben aufgebaut hat, wird ihr zum Verhängnis, als sie sich in einen jungen Ritter verliebt, denn sie darf ihre Identität nicht preisgeben. Zu spät erkennt sie, wem sie vertrauen darf – und dass sie bei Hofe einen Feind hat, der zu allem bereit ist …

    Meine Meinung

    Das Buch hatte ich jetzt schon länger auf dem SuB und ich hab mich echt drauf gefreut, weil ich viele positive Meinungen dazu gelesen hatte und ich zwischendurch ja immer gerne mal was historisches lese. Wie ich gesehen habe gibt es noch drei weitere Teile, die aber alle in sich abgeschlossen sind und jeweils von den Nachfahren der Protagonisten handeln.

    Leider hat mir der Schreibstil nicht wirklich gut gefallen. Recht einfach gehalten und nicht wirklich angepasst an die Zeit, in der die Geschichte spielt, hat die Autorin die ganze Handlung nur oberflächlich skizziert. Dadurch liest man sich natürlich recht flott durch die Seiten, aber ich konnte überhaupt nicht in Geschehen eintauchen. Alles passierte sehr schnell, ohne wirklich gut durchdacht zu sein, die Protagonistin Ellen wurde mit Problemen konfrontiert, für die sie immer und überall sofort und zufällig eine perfekte Lösung gefunden hat.

    Die Charaktere wurden alle nur kurz angeschnitten, was aber im Prinzip auch gereicht hat, denn man wusste sofort, welche Rolle welche Figur spielt und ich konnte mir recht schnell zusammenreimen, wie es weitergehen wird.

    Nachdem ich mich nach 200 Seiten immer noch nicht begeistern konnte, hab ich leider abgebrochen.

    Fazit

    Ein etwas oberflächliches Abenteuer der jungen Protagonistin Ellen, das mir zu flüchtig und ohne überraschende Momente zu reizlos war. Habe es nach 1/3 abgebrochen.

    © Aleshanee
    Weltenwanderer

    Band 1: Das kupferne Zeichen
    Band 2: Der silberne Falke
    Band 3: Der goldene Thron
    Band 4: Das Tor zur Ewigkeit

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    dorothea84vor 4 Jahren
    Spannung pur

    England 1161. Die zwölfjährige Ellen, Tochter eines Schwertschmieds, möchte nur eines: ebenfalls Schwertschmiedin werden. Doch das ist für ein Mädchen undenkbar. Als sie nach einer ungeheuerlichen Entdeckung von zu Hause fliehen muss, verkleidet Ellen sich als Junge und nutzt die Chance: Sie begleitet einen berühmten Schwertschmied in die Normandie und lernt dort als Schmiedejunge Alan das Handwerk ausüben und das höfische Leben kennen. Doch die Lüge, auf der sie ihr Leben aufgebaut hat, wird ihr zum Verhängnis, als sie sich in einen jungen Ritter verliebt, denn sie darf ihre Identität nicht preisgeben. Zu spät erkennt sie, wem sie vertrauen darf - und dass sie bei Hofe einen Feind hat, der zu allem bereit ist ..

    Das Buch habe ich zufällig bei einer Freundin entdeckt und mal reingelesen. Ich musste es mir dann einfach kaufen. Viel Spannung, interessante Geschichte und viel Gefühlsverwirrung. Schön flüssig geschrieben und trotz den vielen Figuren, behält man den Überblick.  

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    schokoloko29s avatar
    schokoloko29vor 5 Jahren
    Eine Historienschinken mit gutem Anfang und langatmigen Mittelteil

    Eigene Meinung:
    Ich habe das Buch angefangen zu lesen, weil ich einen unverfänglichen leichten Lesestoff erhofft habe. Leider ist dem nicht so. Der Einstieg ist mir leichtgefallen. Doch der Mittelteil ist sehr langatmig. Darüber hinaus ist die Sprache sehr beschreibend und ausführlich, aber die Atmosphäre vom Mittelalter konnte das Buch, nach meinem Empfinden, nicht richtig an den Leser näherbringen. Auch war die Erzählweise  sehr einfach gehalten und die Sprache war teilweise etwas platt.
    Außerdem waren die Wendungen im Buch sehr vorausschauend und daher konnte es für mich nicht so richtig spannend werden.

    Fazit: Ein Buch, welches einen interessanten Einstieg aufweist. Aber leider sind die Wendungen vorhersehbar und die Sprache sehr einfach und langatmig. Das Buch kann die Erwartungen, die man als Leser hat,  nicht halten.

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    Flocke09vor 5 Jahren
    Das Kupferne Zeichen -Katia Fox

    Das Buch hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Der Roman spielt im 12. Jahrhundert in England. Ellen, die Tochter eines Schmiedes, möchte unbedingt Schwertschmiedin werden und arbeitet sehr hart dafür. Obwohl das nun wirklich kein Frauenberuf ist. Als Ellen ihre Mutter dann noch bei einen Seitensprung beobachtet, muss sie um ihr Leben fürchten. Mit Hilfe einer Kräuterheilerin verwandelt sie sich in den Jungen Alan und flieht im zarten Alter von 12 Jahren aus ihrem Elternhaus. In der Gestalt des Jungen begibt sie sich in eine Schmiedelehre. Schon bald verliebt sie sich das erste Mal, aber ihre Liebe kann nicht ausgelebt werden, da alle denken sie ist ein Junge. Als ihre wahre Identität aufzufliegen droht flieht sie ein zweites Mal . Von nun an lebt sie wieder als Mädchen, aber die Gefahr ist noch nicht gebannt, denn sie hat sich einen großen Feind gemacht, der aus unerfüllter Liebe und Hass ihr Leben des Öfteren Auf den Kopf stellt.

    Obwohl ich eigentlich keine historischen Roman mag hat mich dieser doch sehr beeindruckt.

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    Wiesnschnecklevor 6 Jahren
    Rezension zu "Das kupferne Zeichen" von Katia Fox

    Ein junges Mädchen wurde Zeuge einer verbotenen Liebschaft und muss von ihrem Zuhause fliehen da ihr Leben sonst auf dem Spiel steht. Auf ihrer Reise gibt sie sich als Junge um somit Ihrem Lebenstraum (ein Schwert für den König zu Schmieden haha) näher zu kommen.

    Meiner Meinung nach sind in diesem Buch ein paar zu viele glückliche Zufälle miteinander verwoben. Natürlich wird immer wieder versucht das mit einigen Unglücken wieder auszugleichen, aber irgendwie ist das nicht glaubhaft genug.

    Trotzdem ein netter Zeitvertreib für alle die (wie ich) dieses Buch geschenkt bekommen haben.

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    H
    hanniballvor 6 Jahren
    Rezension zu "Das kupferne Zeichen" von Katia Fox

    Der Leser darf über gut 20 Jahre das fiktive Leben von Ellenweore im 12. Jahrhundert miterleben. Ellens großer Traum schon als 10-jährige ist es nicht nur, Schwertschmiedin zu werden, sondern sie hat darüber hinaus das Ziel, ein Schwert für den König zu schmieden. Dieses schon für einen Mann ihrer Zeit höchst ehrgeizige Ziel muss für Ellen
    nahezu unerreichbar erscheinen. Da hilft auch nicht wirklich, dass Ellen als Tochter eines Schmiedes aufwächst und diesem schon als kleines Mädchen in der Schmiede helfen darf, jedenfalls wenn ihre sie hassende Mutter es ihr nicht verbietet.

    Als sie ihre Mutter beim Liebesspiel mit einem örtlich bedeutendem Edelmann ertappt, muss Ellen fliehen, um ihr Leben zu retten. Mit Hilfe der alten Hebamme des Dorfes erfährt sie zum einen die Wahrheit über ihre Herkunft, zum anderen hilft diese ihr bei der Verkleidung als Junge. Fortan zieht Ellen als Alan durch die Gegend und fängt an, ihren Traum zu verwirklichen.

    Katia Fox hat mit diesem Roman eine mitreißende Geschichte geschrieben über eine sich selbst bewusste Frau mit ehrgeizigen Zielen, die sich trotz Widrigkeiten und Schicksalschlägen treu bleibt und ihre Ziele nicht aufgibt. Konsequent nutzt Ellen die geringen Möglichkeiten, die ihr die Gesellschaft bietet, um sich ihre Träume zu erfüllen ohne dabei sich selber zu verraten.

    Gleichzeitig hat Katia Fox ein wunderschönes, unaufdringliches Buch geschrieben über die vielfältigen Ausprägungen der Liebe - (un- & vor-)eheliche Liebe,
    Eltern- und Kindesliebe, Nächstenliebe, aber auch Hass und skrupellose Geilheit, um nur einige zu nennen. Ellen lernt im Laufe des Romans Liebe in fast jeder Form kennen, darf sie erfahren, lernt aber auch, sie zu geben. Und wie es sich gehört, findet sie am Ende auch privat ihr Glück.

    Als drittes hat Frau Fox aber auch einen gut recherchierten, historischen Roman geschrieben, der neben einem überzeugenden Einblick in das ländliche und Handwerker-Leben des 12. Jahrhunderts vor allem auch mit äußerst interessanten Details nicht nur über das Schmiedehandwerk begeistert.

    Insgesamt ist "Das kupferne Zeichen" ein gelungener Lesespaß, der einem das Leben im frühen Mittelalter näherbringt, und gleichzeitig ein Plädoyer, den Doppeltraum von Beruf und Familie nicht aufzugeben, sondern zu verwirklichen, was ja nicht nur Frauen, sondern auch Männer öfters mal versuchen sollten.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Rezension zu "Das kupferne Zeichen" von Katia Fox

    Ellens größter Traum ist es, Schwertschmiedin zu werden und ein Schwert für den König zu schmieden. Als Mädchen ist ihr dies jedoch verwehrt. Als sie eines Tages von zu Hause fliehen muss, verkleidet sie sich als Junge. Damit eröffnen sich ihr ungeahnte Möglichkeiten und sie rückt ihrem Traum ein Stückchen näher. Dann aber verliebt sie sich in einen jungen Ritter und schafft sich einen Feind fürs Leben, als sie verraten wird und erneut fliehen muss.

    Meine ganz persönliche Meinung zu dem Buch?
    Die Autorin schreibt in meinen Augen zwar detailreich, stellenweise aber auch nicht. Sie beschreibt manchen Szenen sehr genau und schön. Andere – bei denen ich mir mehr gewünscht hätte – enden aber eher abrupt.

    Das kupferne Zeichen hat es zwar nicht auf meine Favoriten-Liste geschafft, gefallen hat mir die Geschichte um Ellen und Guilleaume trotzdem. Vielleicht habe ich einfach zu viel erwartet.

    Empfehlenswert ist das Buch aber auf jeden Fall.

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    lord-byrons avatar
    lord-byronvor 7 Jahren
    Rezension zu "Das kupferne Zeichen" von Katia Fox

    Die Zwölfjährige Ellenweore wächst praktisch in der Schmiede ihres Vaters auf. Für sie gibt es nichts schöneres als die Arbeit mit Eisen und ihr größter Wunsch ist es daher einmal eine berühmte Schwertschmiedin zu werden und für den König ein ganz besonderes Schwert zu schmieden. Aber das ist als Frau im Jahr 1161 absolut unmöglich.

    Als Ellen etwas für sie unglaubliches beobachtet, bekommt sie Angst und läuft zu der alten Aelgiva, der Heilerin des Dorfes. Die rät Ellen zu fliehen und verwandelt das Mädchen Ellen in den Jungen Alan. Danach schickt sie sie weg.
    Ellens erster Weg führt sie in das Nahe gelegene Framlingham, wo sie durch ihre Verkleidung bei einem Schmied Arbeit findet. Aber auch von dort muss sie wieder fliehen und zieht nach Ipswich um es dort erneut bei einem Schmied zu versuchen.
    Wird denn ihr ganzes Leben nur aus Flucht bestehen? Und wird sie ihre Familie jemals wiedersehen?

    "Das kupferne Zeichen" von Katia Fox ist einer der besten historischen Romane, den ich jemals glesen habe. Von der ersten Seite an wurde ich regelrecht in die Geschichte hineingesaugt. Die Beschreibungen waren so wundervoll und lebendig, dass ich mich mitten im Geschehen wieder fand. Die Figuren sind unglaublich liebevoll gezeichnet, dass sie mir total ans Herz gewachsen sind. Zumindest die Guten. Die Bösen, sind so böse, dass ich sie abgrundtief gehasst habe und sie liebend gerne eigenhändig aus dem Weg geräumt hätte.
    Auch der Vorgang des Schmiedens, der den Schwerpunkt des Buches bildet war keine Sekunde langweilig.

    Als das Buch zu Ende war, war ich schrecklich traurig, mich von meinen Freunden verabschieden zu müssen. Zum Glück hat uns die Autorin noch mit zwei weiteren Bänden beschenkt, so dass wir nicht so abrupt aus Ellens Leben gerissen werden, sondern noch weitere verträumte und aufregende Stunden mit ihr und ihrer Familie verbringen dürfen.

    Wer einen gut recherchierten und stimmigen historischen Roman sucht, bei dem sich die Liebesgeschichte nicht so schrecklich in den Vordergrund drängt, wird an "Das kupferne Zeichen" seine wahre Freude haben.

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    Jayzeds avatar
    Jayzedvor 7 Jahren
    Rezension zu "Das kupferne Zeichen" von Katia Fox

    Inhalt
    England 1161. Die zwölfjährige Ellen, Tochter eines Schwertschmieds, möchte nur eines: ebenfalls Schwertschmiedin werden. Doch das ist für ein Mädchen undenkbar. Als sie nach einer ungeheuerlichen Entdeckung von zu Hause fliehen muss, verkleidet Ellen sich als Junge und nutzt die Chance: Sie begleitet einen berühmten Schwertschmied in die Normandie und lernt dort als Schmiedejunge Alan das Handwerk ausüben und das höfische Leben kennen. Doch die Lüge, auf der sie ihr Leben aufgebaut hat, wird ihr zum Verhängnis, als sie sich in einen jungen Ritter verliebt, denn sie darf ihre Identität nicht preisgeben. Zu spät erkennt sie, wem sie vertrauen darf - und dass sie bei Hofe einen Feind hat, der zu allem bereit ist ..
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    Meinung
    Dank Bastei Lübbe habe ich ein Lese-Exemplar dieses historischen Romans für eine Leserunde erhalten. Dafür erstmal ein "Danke schön". Als ich im Vorfeld die Inhaltsangabe gelesen habe, wurde ich neugierig, da mich diese an den Disney - Film "Mulan" erinnerte. Überhaupt war ich sehr neugierig, wie die Idee umgesetzt wurde. In dieser Zeit, das 12. Jahrhundert, waren Frauen weniger wert als Männer und überhaupt nicht im Handwerk, bzw. in "männlichen" Berufen geduldet oder respektiert. Aber nun zum Buch:
    Ellen ist ein normals Mädchen, das aber einen ungewönlichen Traum hat. Sie möchte eines Tages eine berühmte Schwertschmiedin werden. Sie liebt nämlich nichts mehr, als mit ihrem Vater, ebenfalls Schwertschmied, zu dem sie ein herzliches und inniges Verhältnis hat, in der heimischen Schmiede zu arbeiten. Ihr bisheriges Leben nimmt eine Wende, als sie ihre Mutter, von der sie schon immer ungerecht und schlecht behandelt wurde, bei einem Schäferstündchen mit einem mächtigen Herrn erwischt und sie darum um ihr Leben fürchten muss. Damit beginnt ihre Flucht... Eine befreundete Kräuterfrau, die sie schützen möchte, macht aus Ellen -> Alan, damit sie nicht sofort erkannt werden kann, sollten ihre vermeintlichen Verfolger sie einholen können. Doch dadurch, dass Ellen nun für einen Jungen gehalten wird, eröffnet es ihre neue Möglichkeiten und so wird sie auf ihren weiteren Reisen, die auch immer eine Flucht sein werden, die Chance bekommen, das Handwerk des Schmiedes auch bei großen Lehrmeistern zu erlernen. Ellen gewinnt Freunde, z.B. Rose. Sie ist die Einzige, die in Ellen´s Geheimnis eingeweiht wird, doch durch einen Zwischenfall werden sich die Wege zwischen Ellen´s bis dahin engster Vertrauter und ihr selbst für Jahre trennen.
    Ellen schlägt sich wirklich bewundernswert durch, hat es aber natürlich sehr viel schwerer als ein Junge, sich als Schmied zu beweisen. Und ihre Angst, dass ihre Tarnung als Junge auffliegt, wird sie längere Zeit begleiten.
    Natürlich begegnen ihr aber nicht nur wohlgesinnte Menschen. Ein zukünftiger Ritter verliebt sich in sie. Natürlich ist er erst voller Selbstzweifel, da er sich für homosexuell hält. Doch als er irgendwann doch Ellen´s Geheimnis entdeckt, wird er umso mehr besessen von ihr, wodurch Ellen, die keinerlei Gefühle für ihn hat, selbst noch viel Leid erfahren soll! Er wird für sie zum ständigen Feind!
    Nach und nach werden im Buch immer mehr Geheimnisse aufgedeckt und ich habe oft nicht schlecht gestaunt. Was mich anfangs leider sehr störte, war, dass der Werdegang eigentlich hauptsächlich auf Zufällen aufgebaut war. Dies erledigt sich aber nach und nach und es entsteht ein flüssiger Ablauf bzw. Werdegang. Etwas enttäuschend fand ich dann bloß wieder den Schluss, dort gab es eine ( für mich ) Schlüsselszene, die leider etwas ereignislos und schnell abgehandelt wurde.
    Was ich allerdings wieder sehr positiv fand, waren die Hintergrundinfos. Neben der Geschichte selbst, erfährt man viel über die Schmiedekunst und kann sich dadurch alles viel besser vorstellen. Auch die Darstellung des großen Marktes, eher zu Anfang des Buches. Die Autorin verstand es wirklich gut, alles darzustellen. Die einzelnen Stände, die Menschen, die zum Markt gehörten oder ihn besuchten. Ich konnte förmlich alles riechen, hören, es kam mir fast vor, als würde ich selbst dort stehen und könnte auch alles sehen. Auch mit Ellen, die sich irgendwann nicht mehr hinter Alan verstecken muss und sich als Frau und somit als Schmied"IN" zu beweisen versucht, konnte ich mich irgendwo identifizieren. Habe selbst einen handwerklichen Beruf erlenrt, Elekronikerin, und ich kann euch sagen, selbst in der heutigen Zeit ist es nicht so leicht, sich als Frau in einer Männerdomäne durchzusetzen und akzeptiert, bzw. respektiert zu werden.
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    Zitat
    Ich kann euch diesen historischen Roman wirklich wärmstens empfehlen. Begleitet Ellen auf ihrer langen Reise, macht euch ein Bild von ihren Wegbegleitern, Freunden, sowie Feinden. Es wird ein langer Weg, bis Ellen irgendwann "angekommen" sein wird. Lest selbst, ob Ellen´s Traum, der sich mit der Geschichte entwickelt, erfüllt: Ein Schwert für den König zu schmieden!

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