Katie Arnold-Ratliff

 2.3 Sterne bei 23 Bewertungen

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Was uns bleibt

Was uns bleibt

 (23)
Erschienen am 14.02.2012
Wir wollten nirgendwo anders sein

Wir wollten nirgendwo anders sein

 (0)
Erschienen am 17.06.2013

Neue Rezensionen zu Katie Arnold-Ratliff

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jenvo82s avatar

Rezension zu "Was uns bleibt" von Katie Arnold-Ratliff

Das Ungleichgewicht der Waagschale
jenvo82vor 4 Jahren

Die Geschichte skizziert das Leben eines Mittzwanzigers, der auf der Suche nach sich selbst ist. Hin- und hergerissen zwischen zwei Frauen, die er beide irgendwie liebt aber dennoch verletzt. Ständig in der Befürchtung es keiner Recht zu machen. Glücklich wird dabei niemand und bis zum Ende des Buches bleibt das fade Gefühl, dass die Liebe seltsame Wege geht und nicht immer das findet, was sie sucht: Erfüllung.

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Aer1ths avatar

Rezension zu "Was uns bleibt" von Katie Arnold-Ratliff

Rezension zu "Was uns bleibt" von Katie Arnold-Ratliff
Aer1thvor 6 Jahren

Cover/Aussehen
Das Cover und der Schutzumschlag haben mich ehrlich gesagt etwas enttäuscht und auch gar nicht angesprochen. Der Schutzumschlag wirkt wie Packpapier und das helle Cover mit den Menschen am Strand transportiert ein völlig gegensätzliches Bild vom Inhalt. Der Inhalt ist eher melancholisch und düster und nicht heiter. Außerdem beginnt das Buch zwar am Strand, aber vom sonnigen, heiteren Leben, wie die Bilder es zeigen, ist nichts zu sehen. Es regnet sogar.

Der Einband ist in einem schönen grün gehalten und gibt für mich persönlich, obwohl keine Bilder drauf sind, mehr her als der Schutzumschlag.

Inhalt
Francis, frisch gebackener Lehrer einer 2. Klasse, ist mit seinen Grundschülern am Strand von San Francisco unterwegs. Bei diesem Strandausflug machen einige der Kinder einen grausamen Fund. Eine völlig entstellte Frauenleiche schwimmt im Wasser, scheinbar hat sie sich von der Golden Gate Bridge gestürzt.
Eigentlich sollte Francis seine Aufmerksamkeit den traumatisierten Kindern und seiner schwangeren Frau Greta widmen, doch stattdessen verstrickt er sich in eine schreckliche Vorstellung. Er glaubt in der toten Frau am Strand seine damalige und vielleicht einzige Liebe Nora erkannt zu haben, die vor einigen Jahren einfach aus seinem Leben verschwand.
Francis’ Vergangenheit holt ihn ein und treibt ihn zu unerklärlichen Taten.

Meine Meinung
Die Geschichte wird uns aus der Perspektive des Protagonisten Francis (Frank) Mason erzählt. In der Ich-Form springen wir von Francis Gegenwart in seine Vergangenheit, noch weiter in die Vergangenheit und wieder zurück. Und genau das ist ab und an sehr verwirrend. Ich musste teilweise sehr konzentriert lesen und genau aufpassen welcher Teil von Francis’ Leben gerade beleuchtet wird. Einmal nicht richtig aufgepasst, habe ich seitenlang gedacht ich wäre in der Vergangenheit, war aber doch in der Gegenwart.
Der Wechsel zwischen den verschiedenen Lebensabschnitten wird durch die Zeitform, in der geschrieben wurde, gekennzeichnet. Die Gegenwart ist im Präsens geschrieben, die Vergangenheit im Imperfekt, was auch gewöhnungsbedürftig, aber nicht schwer zu lesen war.

Fast das gesamte Buch über hatte ich das Gefühl über der Geschichte zu schweben, anstatt daran teilzuhaben und mitten im Geschehen zu sein. Ich führe das u.a. darauf zurück, dass die wörtliche Rede kursiv gedruckt und nicht in Anführungszeichen gesetzt wurde. Ich kenne das als Gedanken und hatte so häufig das Gefühl zu lesen, was die Leute denken und nicht was sie sprechen.

Erstaunt war ich auch darüber, wie man einen Protagonisten so unsympathisch zeichnen kann. Ein mutiger Schritt, der aber bei mir dazu geführt hat, dass ich mich überhaupt nicht in ihn einfüllen, geschweige denn mit ihm identifizieren konnte. Auch die anderen Charaktere blieben verschwommen und keiner war ein wirklicher Sympathieträger.

Das Buch hat tatsächlich viele verschiedene Gefühle in mir ausgelöst, was meiner Meinung nach vom Können der Autorin spricht, aber es waren überwiegend schlechte Gefühle, so dass der Unterhaltungswert des Buches ziemlich gering war.
Ich wollte zwar wissen wie es weitergeht und vor allem wie es ausgeht, doch ich hatte Mühe mich zum Lesen zu überreden. Das Buch ist kein wirklicher Pageturner und ganz anders als jedes andere Buch, dass ich bis jetzt gelesen habe.

Fazit
Wer ein Buch über Zweifel am eigenen Ich und Selbstbetrug lesen möchte, nicht davor zurück schreckt auch mal angewidert vom Protagonisten zu sein und die “menschliche Zerrissenheit und Zerbrechlichkeit in all ihren Facetten” kennenzulernen, der sollte sich dieses Buch mal anschauen.
Wer aber nach leichter Unterhaltungsliteratur sucht, dem kann ich das Buch nicht empfehlen. Es ist kein Buch für zwischendurch und von Anfang bis Ende melancholisch.

2 von 5 Sternen von mir.

Vielen Dank an Lovelybooks und den mare Verlag, die mir dieses Buch zur Verfügung gestellt haben.

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Ellen-Dunnes avatar

Rezension zu "Was uns bleibt" von Katie Arnold-Ratliff

Rezension zu "Was uns bleibt" von Katie Arnold-Ratliff
Ellen-Dunnevor 7 Jahren

Ein selbstmitleidiger, jammernder, verantwortungsloser und wohl depressiver Mittzwanziger in seiner "Quarterlife Crisis" als Protagonist, eine kaum wahrnehmbare Handlung, viele Beschreibungen sehr banaler Ereignisse, deprimirende Grundstimmung ... ich glaube, dieses Buch trifft garantiert nicht den Geschmack aller Leser.

Aber meinen!
Habe das Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen, eine ziemliche Seltenheit bei mir. Unter anderem wegen des wirklich sehr schönen, poetischen Stils der Autorin (die im englischen Original sicher noch toller rüberkäme, aber auch in der Übersetzung durchscheint). Auch San Francisco konnte ich mir toll vorstellen. Und last but not least mag ich einfach komplizierte, schwache, "echte" Charaktere, die wissen, was eigentlich zu tun wäre, und es doch oft nicht schaffen. Das hat mich in diesem Fall wirklich berührt.

Für mich ein schönes Beispiel dafür dass es sich immer lohnt, dass man ein Buch trotz vieler negativer Kritiken (hatte das Buch mit einer ausgesprochenen "Negativempfehlung" weitergegeben bekommen) eine Chance zu geben. Man könnte eine Überraschung erleben! :)

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Gespräche aus der Community

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Daniliesings avatar
In wenigen Tagen, nämlich am 14. Februar, erscheint der Debütroman der jungen US-amerikanischen Autorin Katie Arnold-Ratliff im Mare Verlag. In "Was uns bleibt" erzählt sie eine berührende und dramatische Geschichte, um Vergangenheit, Liebe, Tod und spannende Aspekte einer menschlichen Beziehung. Die Autorin hat mit viel Herz und einem nahezu poetischen Schreibstil ein ganz besonderes Buch geschaffen. Gemeinsam wollen wir in einer Testleserunde diesen wunderschönen Roman lesen und uns darüber austauschen. Habt ihr Lust? Hier zunächst etwas mehr zum Inhalt: Der Strandausflug, den der junge Lehrer Francis Mason zusammen mit seinen Zweitklässlern unternimmt, endet mit einer schockierenden Entdeckung: In einer Bucht finden die Schüler die Leiche einer Frau, die sich von der Golden Gate Bridge gestürzt hat. Die traumatisierten Kinder brauchen Francis' ganze Aufmerksamkeit - genau wie zu Hause seine schwangere Frau -, doch statt sich um das Naheliegende zu kümmern, verstrickt sich Francis in einer schrecklichen Vorstellung: In der Frau am Strand glaubt er Nora erkannt zu haben, die vor zwei Jahren aus seinem Leben verschwand, gerade als zwischen ihnen endlich alles gut zu werden schien. Mit unerwarteter Wucht holt ihn die Vergangenheit wieder ein, und Francis weiß, dass er sich ihr stellen muss - denn sie birgt eine Geschichte zwischenmenschlicher Unzulänglichkeiten und uneingestandener Gefühle, vor allem aber die Geschichte der ersten, der großen - der einzigen? - Liebe. Ab sofort könnt ihr euch für die Leserunde und eines von 25 Freiexemplaren bewerben, wenn ihr euch hier über das Buch austauschen möchtet und abschließend eine Rezension schreibt. Selbstverständlich kann auch jeder mitlesen, der sich das Buch selbst kauft. Schreibt dazu bis einschließlich 08. Februar einen Kommentar im Unterthema "Bewerbung für die Leserunde & Bekanntgabe der Gewinner" und beantwortet darin folgende Frage: Glaubt ihr daran, dass es im Leben nur eine einzige 'große Liebe' geben kann? Habt ihr sie selbst schon erlebt bzw. gefunden oder doch andere Erfahrungen gemacht?
Cappuccino-Mamas avatar
Letzter Beitrag von  Cappuccino-Mamavor 7 Jahren
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