Der Asteroid ist noch das kleinste Problem

von Katie Kennedy 
3,8 Sterne bei27 Bewertungen
Der Asteroid ist noch das kleinste Problem
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (18):
N

Tolles Buch mit besonderen Charakteren

Kritisch (2):
DrunkenCherrys avatar

Ziemlich zähe Story, die zu keinem Zeitpunkt wirklich Spaß gemacht hat.

Alle 27 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Der Asteroid ist noch das kleinste Problem"

Ein Asteroid rast auf die Erde zu. Ein großer und ziemlich gefährlicher. Vielleicht nicht unbedingt einer von der Sorte „Ich-töte-alle-Dinosaurier", aber zumindest einer in Richtung „Ich-lösche-ganz-Kalifornien-aus-und-zerstöre-Japan-mit-einem-Tsunami". Yuri, Physikgenie, soll zusammen mit einem Team von Superhirnen aus der ganzen Welt diese Katastrophe verhindern. Die gute Nachricht ist: Yuri weiß, wie er den Asteroiden stoppen kann. Die schlechte Nachricht: Er ist gerade mal 17, und keiner seiner Kollegen nimmt ihn so richtig ernst. Schließlich haben sie länger Physik studiert, als er überhaupt auf der Welt ist. Doch von einer Sekunde auf die andere scheint der Asteroid nicht mehr Yuris größtes Problem zu sein, denn er lernt Luna kennen. Ein Hippie-Mädchen, das ihm zeigt, wie das Leben aussehen kann, wenn man nicht als Genie auf die Welt gekommen ist und mit 12 seinen Schulabschluss gemacht hat. Sie nimmt ihn mit ins Leben und zeigt ihm, wie schön es sein kann …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783522505505
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
Erscheinungsdatum:21.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,8 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne5
  • 4 Sterne13
  • 3 Sterne7
  • 2 Sterne2
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Tialdas avatar
    Tialdavor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein russisches Physikgenie sieht sich mit zwei Naturgewalten konfrontiert: einem Asteroiden, der auf die Erde zurast, und der ersten Liebe.
    Charmant, witzig und teilweise richtig tiefgründig

    Bei Katie Kennedys „Der Asteroid ist noch das kleinste Problem“ fand ich bereits den Titel charmant, und als ich den Klappentext gelesen hatte, stand fest: Will ich unbedingt lesen! Die gute Nachricht: Ich hatte mir nicht zu viel versprochen.

    Die Story ist aus Sicht der dritten Person erzählt, wobei aber die ganze Zeit der 17-jährige Protagonist der Story begleitet wird. Yuri ist ein absolutes Physikgenie aus Russland und soll mit anderen Superhirnen der Welt diese vor einem riesigen Asteroiden retten. Ganz schön viel Druck für einen Teenie, sollte man meinen, zumal ihn keiner seiner älteren Kollegen wirklich ernst nimmt, obwohl Yuri doch ganz nah dran ist, des Rätsels Lösung zu finden. Doch die wirkliche Herausforderung ist für ihn ein Hippie-Mädchen namens Luna, das er durch Zufall in einer kleinen Pause außerhalb des Gebäudes kennenlernt.

    Ich mochte dieses Buch sehr. Es ist locker und flüssig geschrieben – typisch Jugendbuch eben -, die Dialoge sind witzig plus teilweise dazu noch richtig tiefgründig und ich weiß jetzt endlich, warum Menschen mit russischer Muttersprache in anderen Sprachen oft die Artikel weglassen: weil es im Russischen keine gibt. Ich bin immer noch ganz hin und weg von diesem Aha-Erlebnis :-D. Dementsprechend authentisch sind auch Yuris wörtliche Reden – man merkt, dass er nicht in seiner Muttersprache spricht, und das fand ich einfach nur liebenswert.

    Doch während sich zwischen Luna und Yuri eine lockerleichte Liebesgeschichte entwickelt, bringt der auf die Erde zurasende Asteroid einen bedrohlichen Aspekt mit in die Story, und ich habe am Ende mit Yuri den Atem angehalten. Zwar gibt es am Ende noch ein anderes Problem zu lösen, aber happyendverwöhnte Leser kommen trotzdem auf ihre Kosten.

    „Der Asteroid ist noch das kleinste Problem“ ist für Jugendliche ab 13 ebenso geeignet wie für Erwachsene, die Jugendbücher mit Situationskomik und einer Prise Ernst des Lebens mögen.

    Fazit:

    Eine tolle Geschichte, in der sich ein etwas weltfremdes russisches Physikgenie mit zwei Naturgewalten konfrontiert sieht: einem Asteroiden, der auf die Erde zurast, und der ersten Liebe.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Mietzes avatar
    Mietzevor 8 Monaten
    Ein unterhaltsamer Happen für Zwischendurch mit gut gelungenen und sympathischen jungen Charakteren

    Die Welt wird untergehen...
    Zumindest ist sie auf dem besten Weg dorthin seit ein Asteroid entdeckt wurde, der mit großer Geschwindigkeit genau auf sie zuhält und in wenigen Wochen frontal auftreffen wird.
    Um die Katastrophe zu verhindern wird ein Team aus den klügsten Köpfen ihrer jeweiligen Fachbereiche gebildet, darunter auch der 17-jährige Yuri aus Moskau - seines Zeichens Physiker mit dem Bereich Antimaterie. Dummerweise ist er nicht nur der Jüngste unter seinen Kollegen, seine Theorien sind auch nicht unbedingt anerkannt und daher hat er es schwer sich durchzusetzen - dabei kann er die Erde retten wenn ihm nur alle zuhören würden. Und dann ist da noch Luna, das Hippie-Mädchen mit dem grünen Glitzer-Lidschatten, das ihm zeigt, wie schön das Leben außerhalb von Universität und Erdenrettung sein kann. Kann Yuri sich durchsetzen oder endet alles in einem großen Knall?

    Das Buch hat mich durch seine Leichtigkeit und seine jugendlich-flapsige Art aus meiner Flaute nach "Wintersong" gezogen. Dabei mochte ich vor allem Yuri mit seiner unbeholfenen Art. Als Physikgenie war Yuris Kindheit alles andere als gewöhnlich und dadurch ist er von seiner ganzen Art her eine Mischung aus genialem Erwachsenen und einem Teenager, der unbedingt die Liebe erleben will, sich heimlich aus Hotelzimmern stielt und manchmal einfach nur amerikanische Flüche lernen möchte. Diese Kombination ist anfangs sehr lustig und machte ihn mir als Charakter sehr sympathisch, im weiteren Verlauf des Buches hätte ich mir manchmal aber etwas mehr Ernst in manchen Situationen gewünscht. Stellenweise driftete das Buch ein wenig zu sehr ins Absurde/Überspitzte ab und das hat mich manchmal ein wenig genervt. Luna als Hippie-Mädchen mit ihrer offenen und lockeren Art war mein Highlight. Sie nimmt das Leben wie es kommt und das nicht ohne dabei nicht ihr eigenes Päckchen zu tragen zu haben. Ihre positive Art hat mich doch irgendwie aus meinem eigenen Loch geholt und ich wünscht ich hätte ihre Zuversicht. Als Charakter ist sie eine echte Bereicherung die auch aus dem steifsten Physiker endlich einen lebenslustigen Teenager zaubern kann. Auch ihr Bruder hatte es mir echt angetan. Die Charaktere in der Geschichte waren für mich wirklich gut gelungen. Aber ich mochte auch die Story rund um die Rettung der Welt vor dem heranrasenden Asteroiden, die Konzepte und Ideen, die Streitereien und wie Yuri versuchen muss sich durchzusetzen. Seine Probleme was das Thema Anerkennung betrifft und welche Schwierigkeiten er dadurch durchstehen muss waren gut umgesetzt, allerdings gibt es manche etwas fragwürdigen Situationen, bei denen ich nicht so sicher bin ob ich die Handlung gutheißen kann. Alles in allem war die Geschichte auf jeden Fall unterhaltsam, die Charaktere sympathisch und die Storyline soweit lustig und kurzweilig. Das Buch ist jetzt kein Highlight am YoungAdult/Jugendbuch-Himmel, aber ich kann sie euch dennoch empfehlen wenn ihr etwas lustig-jugendliches für Zwischendurch sucht.


    Ein unterhaltsamer Happen für Zwischendurch mit gut gelungenen und sympathischen jungen Charakteren. Begleitet Yuri auf seinem schwierigen Spagat zwischen Rettung der Welt (bei der er sich erst einmal gegen die "Erwachsenen" durchsetzen muss) und dem Weg und den Bedürfnissen eines nicht ganz normalen Teenagers, der einfach nur die Liebe kennenlernen will und lernen möchte wie die Amerikaner fluchen. Kein Highlight, aber ein kurzweiliges Lesevergnügen und auf jeden Fall auch für Jüngere geeignet.


    Schaut vorbei: http://cat-buecher-welt.blogspot.de/2018/01/rezi-der-asteroid-ist-noch-das-kleinste.html

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    JuliaAndMyselfs avatar
    JuliaAndMyselfvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Tolles Buch für zwischendurch und man fiebert tatsächlich mit.
    Tolles Buch für zwischendurch

    Yuri, der 17jährige russische Physiker, soll in Amerika helfen einen Asteroiden, der auf die Erde zusteuert, abzulenken bzw. zu zerstören. Er reist dazu auf Geheiß seiner Regierung nach Amerika ins NASA-Zentrum. Dort angekommen muss er aber nicht nur mit dem Asteroid fertig werden, sondern auch mit anderen Wissenschaftlern, die ihn nicht für Voll nehmen. Als dann auch noch Luna auftaucht und Yuri eine Welt außerhalb der Wissenschaft zeigt, wird der Asteroid zu Yuris kleinstem Problem.
    Die Autorin beschreibt auf witzige und charmante Weise wie Yuri einerseits versucht sich in der Welt der Wissenschaft zu behaupten und dennoch in der normalen Welt klar zu kommen. Trotz der geringen Tiefe des Buches, fiebert man regelrecht mit, ob es den Wissenschaftlern gelingt den Zusammestoß des Asteroids mit der Erde zu verhindern. Auch die Charaktere wurden von der Autorin sehr gut beschrieben. Beeindruckend war auch, wie detailliert die Autorin die physikalischen Zusammenhänge schildert. Insgesamt kann ich das Buch als unterhaltsame und dennoch spannende Lektüre für Zwischendurch empfehlen.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Paulina95s avatar
    Paulina95vor einem Jahr
    Mein Problem mit diesem Buch

    Ich hatte mich auf eine nerdige, spezielle, süße Liebesschichte mit Weltuntergangsstimmung und viel Humor gefreut, nur irgendwie hat die Aufmachung des Buchs völlig falsche Erwartungen in mir geweckt. 
    Zunächst einmal hat es mir der Schreibstil sehr erschwert, in die Geschichte einzutauchen. Ich empfand ihn als sehr anstrengend und den personalen Erzählstil an vielen Stellen auch zu unpersönlich, als würde man alles von außen betrachten und konnte mich deshalb nie wirklich in Yuri hineinversetzen, der mir - insbesondere was die Liebesgeschichte betraf - auch ziemlich abgestumpft vorkam. 
    Außerdem dachte ich aufgrund von Klappentext und Titel, dass die Lovestory viel mehr im Vordergrund stehen würde. Stattdessen gab es eine nicht im Geringsten nachvollziehbare Instantlove, die neben dem Asteroiden-Problem einen Großteil des Buchs zur vollkommenen Nebensächlichkeit verkam (irreführender könnte zumindest der deutsche Titel nicht sein). Der Teil zum Asteroidenproblem hat sich zudem extrem gezogen und lebte von andauernden Wiederholungen.
    Dazu kamen ein Haufen skurriler und unlogischer sowie sinnfreier Situationen, bei denen ich mich irgendwann echt zusammenreißen musste, um sie nicht nur noch zu überfliegen. 
    Die Charaktere boten tolle Ansätze scheiterten jedoch an der Umsetzung, was im Grunde genommen das Buch perfekt zusammenfasst: Coole, ausgefallene Idee, deren Potential leider nicht genutzt wurde. Für mich war dieser Genre-Mix definitiv nichts. Einziger Pluspunkt: Ab und zu musste ich tatsächlich mal ein bisschen schmunzeln. 

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    mii94s avatar
    mii94vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Super Buch - definitiv eine Leseempfehlung! :)
    Super Buch!

    Inhalt
    Ein Asteroid rast auf die Erde zu. Ein großer und ziemlich gefährlicher. Vielleicht nicht unbedingt einer von der Sorte „Ich-töte-alle-Dinosaurier", aber zumindest einer in Richtung „Ich-lösche-ganz-Kalifornien-aus-und-zerstöre-Japan-mit-einem-Tsunami". Yuri, Physikgenie, soll zusammen mit einem Team von Superhirnen aus der ganzen Welt diese Katastrophe verhindern. Die gute Nachricht ist: Yuri weiß, wie er den Asteroiden stoppen kann. Die schlechte Nachricht: Er ist gerade mal 17, und keiner seiner Kollegen nimmt ihn so richtig ernst. Schließlich haben sie länger Physik studiert, als er überhaupt auf der Welt ist. Doch von einer Sekunde auf die andere scheint der Asteroid nicht mehr Yuris größtes Problem zu sein, denn er lernt Luna kennen. Ein Hippie-Mädchen, das ihm zeigt, wie das Leben aussehen kann, wenn man nicht als Genie auf die Welt gekommen ist und mit 12 seinen Schulabschluss gemacht hat. Sie nimmt ihn mit ins Leben und zeigt ihm, wie schön es sein kann …


    Charaktere
    Yuri ist ein sehr strenger und engstirniger junger Mann. Er braucht seine Zeit um aufzutauen und ist auch etwas sehr verklemmt. Außerdem ist Yuri sehr fürsorglich und schlau. Des Weiteren weiß er, was er kann und versteckt dieses Wissen nicht. Yuri ist sehr beschützend und auch sehr ehrlich und direkt.

    Luna ist eine sehr flippige junge Frau. Sie ist auch sehr offen und direkt. Des Weiteren ist Luna auch sehr ehrlich und künstlerisch begabt. Luna ist auch sehr beschützend, wenn es um ihre Familie und Freunde geht. Und genau wie Yuri ist auch Luna sehr direkt.

    Lennon ist ein sehr freundlicher junger Mann. Er wirkt oft sehr niedergeschlagen, weil er in einem Rollstuhl sitzt, was mich sehr traurig macht, da er eine sehr tolle Person ist. Des Weiteren hat es Lennon faustdick hinter den Ohren.

    Meine Meinung
    Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Das Buch ist sehr locker und leicht zu lesen, aber ich muss sagen, dass mir ein paar kleine Fehler aufgefallen sind, wenn es um die Grammatik geht. Ich weiß jetzt nicht, ob diese Fehler direkt von der Autorin kommen, oder ob es Übersetzungsfehler waren. Jedenfalls ist Yuri Russe und er spricht eben nicht so gut Englisch und deswegen lässt er gerne mal Artikel weg - was total okay ist - aber, wenn dann noch die Amerikaner die Artikel vergessen, dann wird es echt merkwürdig. Trotzdem bin ich schnell in meinen Lesefluss gekommen und mich hat auch der Physikteil sehr interessiert! Es war sehr spannend und man wusste lange nicht, wie das Buch wohl ausgehen wird!

    Der Inhalt hat mir auch sehr gut gefallen. Es ist ein schöner Mix aus Physik, Mathe, dem Weltraum und ganz normalen Problemen, wie einem Abschlussball, Matheproblemen in der Highschool und mal eben so einen Asteroiden, der die Welt bedroht. Also eine super Mischung, die mich voll und ganz überzeugt hat! Mir gefällt es auch, dass in dem Buch zwei Welten "aufeinander prallen" - was genau ich damit meine, verrate ich euch nicht, das müsst ihr selbst lesen! :)

    Zur Autorin
    Katie Kennedy unterrichtet Geschichte. Doch als sie in einer Feuerwache Unterricht geben musste, sprang bei jedem Feueralarm die gesamte Klasse auf und verließ den Raum. Das war allerdings nicht ihr einziger Notfall-Einsatz: Um überzeugende Unfall-Szenen schreiben zu können, machte sie eine Ausbildung zur Krankenschwester.
    Katie lebt mit Mann, Tochter und Sohn in Michigan, genauso wie eine Million Fledermäuse.

    Empfehlung
    Wer es mag, wenn Naturwissenschaften, wie Mathe und Physik mit den Problemen des "normalen" Lebens aufeinanderprallen, dann seid ihr mit dem Buch auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Mich hat das Buch sehr von sich überzeugt, aber ich bin auch ein bisschen verrückt ;)

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    pantaubookss avatar
    pantaubooksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein schön erzähltes Jugendbuch für zwischendurch
    Ein schön erzähltes Jugendbuch für zwischendurch

    Der Klappentext von Der Asteroid ist noch das kleinste Problem hat mich ziemlich angesprochen und neugierig gemacht. Ich hatte ein bisschen Bedenken, ob die Kombination aus Liebesgeschichte und Katastrophenszenario in einem Jugendbuch, das den Anspruch hat in der Realität und nicht in einer dystopischen oder Science-Fiction-Welt zu spielen, funktionieren würde. Da die Katastrophe aber mehr im Hintergrund steht und der Fokus der Geschichte auf den Protagonisten Yuri und seiner Entwicklung liegt, hat mir der Roman gut gefallen.

    "Die Mathematik war lebendig. Er konnte sie sehen, wenn er seine Augen schloss. Einmal träumte er sogar, wie sich die Gleichungen von der Erde bis zum Asteroiden erstreckten." (S. 38)

    Yuri ist ein Antiheld, wie er im Buche steht. Mit seinem überdurchschnittlichen Genie ist er zwar Experte auf dem Gebiet der Astrophysik, aber auf zwischenmenschlicher Ebene versagt er hingegen auf ganzer Linie. Als Protagonisten macht ihn das sehr sympathisch, denn obwohl er seinen Kollegen mit seinem Wissen überlegen ist, ist er nicht in der Lage sich zu integrieren oder eine freundschaftliche Basis zu ihnen zu schaffen. Wenn nicht schon durch sein Alter, dann wird er spätestens durch seine fehlende Sozialkompetenz zum ultimativen Außenseiter. Und LeserInnen lieben Außenseiter! Was mir oft schon zu klischeehaft ist, funktioniert hier glücklicherweise wieder ganz gut, denn Yuri ist kein nerviger Nerd, sondern mit seinem Akzent und seinem trockenen russischen Temperament durchaus witzig.

    "Er würde in seinen jungen Jahren nicht hier stehen, wo er jetzt war, wenn er nicht auch eine ganze Menge aufgegeben hätten. Das hieß, er besaß keinen Schuhkarton voller Fotos mit Freunden und abgerissener Eintrittskarten." (S.16)

    Der überwiegende Teil des Romans handelt von Yuris Arbeit bei der NASA, wo der er täglich komplizierte Berechnungen anstellt, um einen Aufprall des Asteroiden mit Hilfe von Antimaterie zu verhindern.  Ich bin erleichtert, dass Katie Kennedy die  technisch-mathematischen Dinge nicht zu sehr ausführt und nur eine  knappe Beschreibungen über die Beschaffenheit und den Einsatz von Antimaterie liefert, die Yuri gegen den Asteroiden einsetzen möchte. Als Leserin hat mich hier weniger die technische Seite der Versuche interessiert, sondern vielmehr, ob Yuri sich mit seinen Ideen durchsetzen kann und in wie weit er sich charakterlich dabei weiterentwickelt. Gut fand ich auch, dass die nahende Katastrophe nicht als Weltuntergangsfiasko dargestellt wird, sondern eher sachlich objektiv nur als roter Faden der Geschichte dient.

    "Er musste bleiben, um die Menschen zu retten, die ihn opfern wollten. Er musste aber auch wieder zurück nach Hause. Also hatte er gleich zwei Probleme: die Welt retten und sich selbst." (S. 62)

    Der Asteroid gerät beinahe in Vergessenheit, als sich eine zarte Liebesgeschichte zwischen Yuri und Luna entspinnt, die mir persönlich an der ganzen Geschichte am besten gefallen hat. Luna ist meine persönliche Heldin des Romans. Nicht nur ihr ungewöhnliches Aussehen (Hippie-Mädchen mit grünem Pony) macht sie als Figur ziemlich interessant, sondern auch ihre Unvoreingenommenheit  Yuri gegenüber. Ich fand es schön, dass Luna nur wenig Aufsehen um Yuris Genie macht, sondern ihn als normalen und liebenswürdigen Menschen sieht, was den meisten Leuten in Yuris Umfeld eher schwer fällt.

    Fazit & Bewertung

    Für mich ist Der Asteroid ist noch das kleinste Problem ein schön erzähltes Jugendbuch für zwischendurch, dessen Geschichte mich zwar nicht schwärmen lässt, die ich aber durchaus nett und ansprechend finde. Katie Kennedy schafft es, eine bevorstehende Katastrophe geschickt mit einer Liebesgeschichte zu verbinden, sodass der Anspruch auf Realität nicht darunter leidet. Wer noch eine kurzweilige Lektüre für den bevorstehenden Urlaub sucht, wird mit Der Asteroid ist noch das kleinste Problem glücklich werden. Für LeserInnen, die in einem Jugendbuch ein bisschen mehr Spannung und eine Geschichte mit weniger vorhersehbarem Ende erwarten, kann ich das Jugendbuch eher weniger empfehlen.

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    killmonotonys avatar
    killmonotonyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Kurzweilig, witzig und spannend — noch nie wurde dem Weltuntergang so entgegengefiebert!
    Rezension: Der Asteroid ist noch das kleinste Problem

    Aww, was für ein süßes Buch! Als ich „Der Asteroid ist noch das kleinste Problem“ von Katie Kennedy entdeckt habe, habe ich vom Klappentext (und vor allem vom Cover) nicht viel mehr als ein Jugend-Zwischendurch-Buch erwartet, das mich zwischen anspruchsvolleren Titeln verschnaufen lässt. Und das ist es auch – aber es ist noch so viel mehr! Lovestory wird hier mit Culture-Clash, witzigen Dialogen und Missverständnissen vermischt — ach ja, und dann gibt es ja noch den Asteroiden, der mit 255.000 km/h auf die Erde zurast. Doch wer denkt, die Liebesgeschichte zwischen Yuri und Luna steht hier im Vordergrund, täuscht sich; Spannung und Weltuntergangsstimmung halten sich mit der Liebe die Waage. Doch nun erst einmal zum Inhalt:

    Yuri ist 17, sozial ein wenig inkompetent, und wurde von der NASA angefordert, beim Near-Earth-Project mitzuarbeiten. Denn Yuri hat in seinem jungen Alter schon einiges erreicht, von dem viele nur träumen können: Er hat Schule sowie Uni abgeschlossen, ist Doktor der Physik und steuert auf den Nobelpreis zu. Der Asteroid BR1019 wurde zufällig von einem Laien entdeckt und nun gilt es, diesen unschädlich zu machen (den Asteroiden, nicht den Laien). Yuri wartet mit seiner noch unveröffentlichten Arbeit zur Lagerung von Antimaterie auf, aber aufgrund seines geringen Alters schenkt ihm natürlich niemand Beachtung oder Respekt. Und dann trifft er im Gebäude auch noch das schöne Hippie-Mädchen Luna, die ihm einige Tage später doch glatt zur Lebensretterin wird. Yuri wird nun hin- und hergeworfen zwischen der Pflicht, die Welt zu retten und der Anziehung, die er zu Luna fühlt, und es beginnt ein Kampf: zwischen ihm und den Asteroiden, der ihm nicht nur alles zu nehmen droht, was ihm wichtig geworden ist, sondern die ganze Menschheit bedroht…

    Die komplette Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Griinsekatzes avatar
    Griinsekatzevor einem Jahr
    Originelle und witzige Charaktere mit interessanter Story


    Yuri kann nicht mit Menschen umgehen, er ist klug und kann alles Mögliche berechnet, aber bei zwischenmenschlichen Beziehungen hört es auf. Er kann nicht auf englisch Fluchen, kennt die meisten Redewendungen nicht und ist in einer normalen Highschool völlig aufgeschmissen. Yuri ist einfach niedlich! Sein Verhalten, seine Intelligenz und sein Umgang mit Luna. Sein Weg seine Berechnungen durchzusetzen sind drastisch, aber dadurch wird das Ganze spannend. Er war mir als Charakter gleich sympathisch und das ist gut, sonst hätte die Story keine Chance gehabt.


    Luna ist ein farbenfrohes Hippie Mädchen, was über Yuri stolpert. Sie sammelt Yuri auf, wie einen streunenden Hund. Die beiden sehr ungleichen Personen freunden sich an und jeder lernt ein bisschen von der Welt des anderen kennen. Luna ist ein ganz normales Mädchen, mit Highschoolproblemen, einem halsbrecherischen Fahrstil und einer sehr liebenswerten Art. 


    Die Geschichte umfasst die Ankunft von Yuri im Gelände der NASA. Er ist ausgewählt worden, um mit anderen Physikern den Asteroiden BR1019 aufzuhalten, der geradewegs auf sie zustrebt. Es geht also um Leben und Tod. Yuri mit seinen 17 Jahren hat Probleme sich gehör zu verschaffen, da er aufgrund seiner Jugend unterschätzt wird. Die Handlung dreht sich um Yuri und seinen Überlegungen, seinen Berechnungen und dem Moment, in dem es darauf ankommt, ob er eine richtige Entscheidung getroffen hat, aber abgesehen von dem wissenschaftlichen Aspekt geht es auch um Freundschaft und Liebe. Neben dem Druck, den er mit dem Asteroiden hat, freundet er sich mit Luna und ihrem Bruder Lennon an und die Drei werden ein seltsames aber unschlagbares Team. Ich hatte erst die Befürchtungen, dass die ganzen Teile im NASA-Gebäude trocken und langatmig werden, aber die Autorin hat es wunderbar hinbekommen, die komplizierten physischen Formeln und Überlegungen interessant zu übermitteln. Ich fand das Buch von Anfang bis Ende thematisch sehr interessant und auch die Handlung hat mir sehr gut gefallen. Es war der perfekte Mix aus Alltag und "Rette die Menschheit". Lediglich mit den letzten 20 Seiten war ich unzufrieden, da das dann doch sehr übertrieben war! Trotz allem hat mich das Buch immer wieder dazu gebracht, dass ich danach greife und weiterlesen musste. Ich musste laut lachen, vor mich hin schmunzeln und leise kichern, ein sehr humorvolles Buch.


    Fazit
    Originelle und witzige Charaktere mit interessanter Story und einem sehr humorvollen Schreibstil. Ich habe das Lesen sehr genossen und wollte das Buch kaum aus der Hand legen. Bis auf die letzten 20 Seiten konnte mich "Der Asteroid ist noch das kleinste Problem" voll überzeugen.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Normal-ist-langweiligs avatar
    Normal-ist-langweiligvor einem Jahr
    Nerd trifft Hippie-Mädchen und versucht die Welt zu retten

    Unsere (meine) Meinung:

    Meine Tochter und ich haben zusammen begonnen, das Buch zu lesen. Es hat sich aber schnell gezeigt, dass das Buch, obwohl es ab 12 Jahren empfohlen wird, meine Tochter noch nicht mitreißen konnte.

    Der Anfang zieht sich, trotz der jugendlichen Schreibweise, ein wenig und Yuri ist im ersten Moment eher unsympathisch. Aber so ist man nun eben, wenn man mit 17 Jahren schon einen Doktor in Physik hat und sich die ganze Zeit mit Erwachsenen herumschlagen muss. Seine Art zu sprechen ist einerseits authentisch, da mit Sprachfehlern, andererseits war es für meine Tochter aus diesem Grund nicht so leicht zu lesen.

    Durch die vielen physikalischen Informationen, die klarerweise in einem Buch über einen Asteroiden, der auf die Erde zurast, vorkommen,  handelt es sich auch um ein Buch, dass man an vielen Stellen sehr aufmerksam lesen muss. Der Titel klingt ein wenig lockerer als der Inhalt des Buches dann tatsächlich ist.

    Die Liebesgeschichte ist wirklich sehr süß und die beiden passen aufgrund ihrer doch sehr unterschiedlichen Arten sehr gut zusammen. Es entstehen sehr witzige, aber auch nachdenklich machende Dialoge.

    Durch verschiedene Intrigen und die bestehende Gefahr für die Erde bleibt die Geschichte auch durchweg spannend.

    Ich fand das Buch sehr kurzweilig und war doch auch über das Ende überrascht. Da hatte ich mit etwas anderem gerechnet.

    Meine Tochter möchte dem Buch auf jeden Fall noch eine Chance geben. Im Moment passiert ihr hier noch zu wenig und einiges war ihr auch zu wissenschaftlich!

    Ich vergebe (4 / 5) für eine Geschichte, die zumindest für mich mit laienhaften Physikkenntnissen realistisch klingt und deren Liebesgeschichte erfrischend ist!

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    R_Mantheys avatar
    R_Mantheyvor einem Jahr
    Muss mal kurz die Welt retten ...

    Dass ein junger  Russe die Welt rettet, passt gerade nicht besonders ins Schema. Katie Kennedy macht dies jedoch zu Grundidee ihres Jugendbuches. Ihr Held Yuri Strelnikov ist ein Physik-Genie, gerade 17 Jahre alt und bereits im Besitz eines Doktortitels  auf dem Gebiet der Antimaterie-Forschung, verliehen von der MGU in Moskau. Er kann alle Physik-Nobelpreisträger aufzählen und hält sich für einen der nächsten Kandidaten. Als ein Asteroid sich auf einem Kollisionskurs mit der Erde befindet, wird er merkwürdigerweise allein zur NASA geschickt, um den Zusammenstoß zu verhindern. Letztlich gelingt ihm das tatsächlich mit einer illegalen Aktion. Sich mit dieser Ausgeburt schriftstellerischer Phantasie weiter auseinanderzusetzen, lohnt jedoch kaum, weil die ganze Geschichte dazu zu fern von jeder Realität ist. 


    Was bleibt, ist eine sich endlos hinziehende Liebesgeschichte, die sich während dieser Weltrettungsmission anbahnt. Yuris Angebetete ist der Nachwuchs einer Hippie-Familie. Eigentlich keine schlechte Idee, denn größer könnten die Kontraste zwischen einem russischen Wunderknaben und einem amerikanischen Mädchen kaum sein. Aber leider macht die Autorin daraus nicht allzu viel. Was ihr während der Weltrettungsphase nicht gelingt, versucht sie dann danach durch einen erzählerischen Übereifer wieder gut zu machen, was die ganze Geschichte dann völlig unglaubwürdig und verrückt macht. 


    Das Buch besitzt gewisse Reize, wenn es um den Asteroiden geht, obwohl auch hier Realismus nicht die Stärke der Autorin ist. Die Liebesgeschichte ist ganz nett, aber auch nicht umwerfend. So wie das ganze Buch. 

    Kommentieren0
    4
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Weitere Informationen zum Buch

    Pressestimmen

    Liebe ist unberechenbar

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks