Katja Altenhoven Willkommen zuhause!

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Inhaltsangabe zu „Willkommen zuhause!“ von Katja Altenhoven

Kann es gutgehen, wenn alte Freunde zusammenziehen, um eine Ü40-Wohngemeinschaft zu gründen?
Renée ist 45, als sie ihren Mann verliert. Plötzlich sieht sie sich allein in ihrem über 300 m2 großen Kreuzberger Zimmer-Labyrinth, denn ihre Kinder gehen längst eigene Wege. In den Wochen der Trauer reift in Renée der Plan, die übergroße Eigentumswohnung doch nicht zu verkaufen, sondern stattdessen mit alten Freunden eine Wohngemeinschaft zu gründen. Katja Altenhoven erzählt liebevoll von dem tragikomischen Versuch, das Leben nicht allein, sondern gemeinsam zu meistern – mit Aussicht auf Erfolg.

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Tolles Cover, spannende Handlung, sprachlich ausgefeilt, Leseempfehlung!

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  • Wirklich richtig schade!

    Willkommen zuhause!

    numinala

    09. August 2015 um 09:58

    Renée steht plötzlich nach dem Unfalltod ihres Mannes allein da. Die beiden Kinder sind längst aus dem Haus und geblieben ist ihr nur eine über 300 m2 große Wohnung voller Erinnerung. Was soll sie tun? Außer die Wohnung und auch ihr Leben zu entrümpeln und neu anzufangen. Immer wieder geht ihr die Idee durch den Kopf mit einigen ihrer Freunde eine WG in der riesigen Wohnung zu gründen. Nach anfänglichen Bedenken beschließen die 'Außerwählten' den Versuch zu wagen und ziehen tatsächlich zusammen. Kann und wird es gutgehen mit den fünf unterschiedlichen Menschen... Fazit Das Thema eine Ü-40-WG zu gründen fand ich richtig interessant. Schließlich ist man in dem Alter ja kein junger Hüpfer mehr, der grade mit dem Studium begonnen hat. Die meisten stehen doch eher recht gefestigt in ihrem Leben mit allem Drum und Dran. Von daher hatte ich mich schon auf das Buch gefreut, aber leider war es doch nicht das, was ich mir erhofft hatte. Es ist zwar angenehm und leicht zu lesen, aber zum einen fehlen mir eindeutig Emotionen. Damit meine ich, dass ich weder lachen noch weinen konnte - nicht einmal ein Schmunzeln war drin. Zum anderen konnte ich den Sinn des Buches nicht erkennen - was wollte die Autorin mir mitgeben? Welche Botschaft steckt da drin? Geht es darum, dass das Leben weiter geht? Oder das man sich auch im 'reiferen' Alter noch umgewöhnen kann? Hinterfragen politischer Vorstellungen? Man sollte nie aufgeben? Ich weiß es leider nicht. Ich habe vergeblich auf den Aha-Effekt gewartet. Wahrscheinlich fehlt mir einfach die neurale Schnittstelle zu diesem Buch - wirklich richtig schade. Viele Grüße von der Numi

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  • Leserunde zu "Willkommen zuhause!" von Katja Altenhoven

    Willkommen zuhause!

    Berlin_Verlag

    Ist die WG die neue Familie? Katja Altenhoven erzählt liebevoll von dem tragikomischen Versuch, das Leben nicht allein, sondern gemeinsam zu meistern – mit Aussicht auf Erfolg.   Renée ist 45, als sie ihren Mann verliert. Plötzlich sieht sie sich allein in ihrem über 300 m2 großen Kreuzberger Zimmer-Labyrinth, denn ihre Kinder gehen längst eigene Wege. In den Wochen der Trauer reift in Renée der Plan, die übergroße Eigentumswohnung doch nicht zu verkaufen, sondern stattdessen mit alten Freunden eine Wohngemeinschaft zu gründen. Eine Wunschkonstellation hat sie im Kopf, aber passen diese Menschen wirklich zusammen: ihre Sandkastenliebe Michael, ein Arzt, der Bücher liebt; das ungleiche Paar Anne und Pavel, von denen die eine als Bundestagsabgeordnete beruflich durchstartet, während der andere mit seiner Midlife-Crisis kämpft, sowie der schon pensionierte Musiklehrer und Jazzliebhaber Wilfried? Nach zwei gemeinsamen Test-Urlaubswochen in einem Haus in der Uckermark stürzen sie sich in das Wagnis und stellen fest, dass man zwar viel planen kann, das Leben am Ende aber immer andere Geschichten schreibt. Ihr wollt dabei sein und eines von 20 Freiexemplaren gewinnen? Dann beantwortet uns bitte folgende Frage: Kann es gutgehen, wenn alte Freunde zusammenziehen, um eine Ü40-Wohngemeinschaft zu gründen? (Für diejenigen unter euch, die sich jetzt nicht sooo viel unter einer Ü40WG vorstellen können, empfehlen wir die Lektüre unserer Leseprobe, insbesondere Kapitel 10!)

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  • Wechseljahre und Glück und Last der späten Jahre

    Willkommen zuhause!

    Cappuccino-Mama

    24. March 2015 um 13:38

    Wieder einmal hatte ich mich auf ein Buch gefreut, in dem es um eine Wohngemeinschaft geht, in der die Bewohner jenseits der Vierzig sind. Alles klang sehr vielversprechend und ich erwartete ein humorvolles Buch, bei dem auch ernste Themen zur Sprache kämen. Nachdem ich bereits einige Bücher mit einer ähnlicher Thematik gelesen hatte, die mich voll und ganz begeistert hatten, war nun die Messlatte ziemlich hoch gelegt. Doch erfüllte das Buch nun meine Erwartungen? Das Cover: Das Motiv des Buchcovers ist mir so ähnlich schon begegnet. Ich persönlich finde es sehr passend. WILLKOMMEN ZUHAUSE!, und dann erst einmal eine Tasse Kaffee – oder auch Tee. In einer WG leben viele verschiedene Personen zusammen, die auch ihre Vorlieben haben, was sich auch in den verschiedenen (Lieblings-)Tassen wiederspiegelt, die sich bei gemeinsamen Mahlzeiten wie z.B. dem Frühstück, auf dem Kaffeetisch befinden. Und so sieht man auf der Vorderseite des Buches eine rustikal wirkende, weiße Tischplatte mit den verschiedensten Tassen, die zu drei Stapeln aufgetürmt sind, sowie eine einzelne, umgekippte Tasse. Dieses Stillleben befindet sich vor einer mintgrünen / türkisfarbenen Tapete mit dezentem Blümchenmuster. Dieses Bild setzt sich über den Buchrücken hinweg auf der Rückseite fort. Auf der Rückseite sieht man eine etwas altmodisch wirkende blaue Kanne, sowie ein Sträußchen Sonnenhut in einer roten Vase. „Leben allein macht nicht glücklich – Leben zu sechst vielleicht schon.“ Diese These befindet sich auf der Rückseite des Buches, zum Inhalt selbst findet man dort nur wenige Infos – kurz und bündig auf nur 5 Zeilen zusammengefasst. Alles weitere befindet sich dann recht ausführlich in der vorderen Klappe des Schutzumschlages – hier erhält man einen ersten Eindruck von den WG-Bewohnern. In der hinteren Klappe des Umschlags wird die Autorin kurz vorgestellt – natürlich mit Foto. Die Umschlagklappen haben einen kräftigen Orange-Ton, so wie das Buch selbst, wenn man den Umschlag entfernt. Das Lesebändchen ist mintgrün, passend zum Schutzumschlag. Die Handlung: Noch immer hat Renée den plötzlichen Tod ihres Mannes Martin vor einiger Zeit nicht überwunden – der Schmerz über den Verlust sitzt tief. Mit 45 Jahren zur Witwe zu werden – das Leben kann grausam sein! Doch das Leben geht weiter, und so wohnt Renée nun alleine in einer viel zu großen Wohnung. Über 300 qm Wohnraum – was läge da näher, als mit Freunden eine Ü40-WG zu gründen? Und so ziehen schließlich, nach zwei Wochen Testurlaub in der Uckermark, fünf weitere Mitbewohner bei ihr ein. Sie alle wagen einen turbulenten Neuanfang... Die Protagonisten: Renée Winter ist 46 Jahre alt und verwitwet. Die Kinder, ihre Tochter Pauline und ihr Sohn Paul sind erwachsen und gehen ihre eigenen Wege. Nun sitzt Renée alleine in der Wohnung, in der sie so viele Jahre lang mit ihrem Mann glücklich war. Und alles erinnert sie an Martin, den sie so sehr vermisst, doch die Wohnung ist für eine einzelne Person viel zu groß. Michael Vanroten ist der Ex-Freund von Renée und Arzt aus Leidenschaft und Berufung. Er ist ein feinfühliger Mensch, so auch im Umgang mit seinen Patienten, die er nicht einfach „abfertigt“, sondern sich ausreichend Zeit für jeden einzelnen nimmt. Renée ist seine Sandkastenfreundin, doch eine echte Beziehung hat er nie geführt. Die 52jährige Anne Kilian ist Politikerin und kinderlos, allerdings ungewollt, was ihr auch zu schaffen macht. Sich selbst bezeichnet sie als „ewige Rotzgöre“, eckt mit ihrem schnoddrigen Tonfall auch öfters an. Sie zeigt in ihrer politischen Tätigkeit viel Engagement und setzt sich ein, um ihre Belange durchsetzen zu können, kämpft für ihre Ideale – versucht es zumindest. Pavel, Annes 53jähriger Mann arbeitet in einem Alten- und Pflegeheim. Auch er setzt sich ein, um die Zustände dort stets zu verbessern. Doch er möchte nicht, dass seine Frau für eine weitere Wahlperiode kandidiert – er fordert sogar, dass sie ihre Karriere als Politikerin an den Nagel hängt. Wilfried „Wille“ Haferkamp ist 64 Jahre alt, Jazzliebhaber und ein pensionierter Musiklehrer. Seine Frau Marianne starb bei einem Autounfall. In der WG findet er ein neues Zuhause und lernt eines Tages die 61jährige Amanda kennen. Doch leider bleibt ihr Glück nicht ungetrübt. Judith ist eine Freundin von Renée. Die 46jährige Sekretärin arbeitet bei einer Zeitarbeitsfirma und kellnert. Finanziell gesehen geht es ihr schlecht, denn sie steckt mitten in einem Insolvenzverfahren, dank einer Bürgschaft, die sie gedankenlos übernommen hatte, ohne an die möglichen Folgen zu denken. Ihre Not ist ihr anzusehen, denn durch ihr spartanisches Leben ist sie sehr schlank. Frank, Judiths 44jähriger Freund, ist alles andere als ein Traummann. Nach einer abgebrochenen Lehre hat er, der „bekennende Ossi“, zwei Kneipen in den Sand gesetzt, hatte drei Frauen und drei Kinder und ist zu allem Übel auch noch vorbestraft. Optisch wirkt er durch seinen muskulösen Körperbau, den Tattoos und den Pferdeschwanz recht furchteinflößend. Meine Meinung: Dem WG-Leben stehe ich persönlich sehr skeptisch gegenüber. Eine bunt zusammengewürfelte Wohngemeinschaft, in der jeder seine Bedürfnisse hat, seine Gewohnheiten und seine ganz eigene Lebenseinstellung – schlimmstenfalls prallen hier (auch im Freundeskreis) Welten aufeinander. Woran schon manche Ehe scheitert kann doch, zumindest theoretisch gesehen, in einer WG zu Konflikten führen – Raucher treffen auf Nichtraucher, Vegetarier auf Fleisch(fr)esser, Nachteulen auf Frühaufsteher, überzeugte Singles auf Schürzenjäger. Wird am Ende jeder seinen eigenen Weg gehen, oder überwiegt hier doch die Freundschaft, schweißt zusammen und stärkt so die Gemeinschaft? Und kann man ein WG-Leben proben? Die potentiellen WG-Genossen starten in der Uckermark einen Probelauf, lernen dort eine Kommune kennen und sind zuversichtlich, was das Zusammenleben betrifft. Doch dieser Zusammenhalt muss sich erst im Alltag beweisen. Ein gemeinsamer Urlaub ist eine Ausnahmesituation und eher eine Momentaufnahme – ohne Konfliktsituationen, die erst im Zusammenleben auftreten. Eine Wohnung mit über 320 qm – fast schon unvorstellbar! Renée und Martins Wohnung bestand aus mehreren Wohnungen (ursprünglich aus 4 Wohnungen), die zu einer verbunden wurde – eine Geldanlage in Form einer Immobilie. Eigentlich hatte Renée ja vor, sich eine neue Bleibe zu suchen. Ein Neubeginn, außerhalb der Wohnung, in der alles an den verstorbenen Partner erinnert? Doch da sind die Erinnerungen an die gemeinsamen Jahre. Kann man da so einfach loslassen? Was läge näher, als eine Alters-WG zu gründen – ein Netzwerk, auf das man zählen kann, wenn Hilfe nötig ist, und im Alter nicht einsam in einer kleinen Wohnung zu versauern. Anfangs fand ich Renée sehr sympathisch, doch nachdem herauskam, dass sie Martin immer wieder betrogen hatte, stand ich ihr doch etwas zwiespältig gegenüber, denn wie kann man denn jemanden mehrfach (!) betrügen, wenn man ihn doch so sehr liebt? Manche Personen waren mir sehr sympathisch, so z.B. Michael und auch Pavel. Zwar war mir Anne nicht gerade unsympathisch, allerdings las ich die Abschnitte, in denen es um ihre politische Tätigkeit ging, nicht ganz so gerne. So richtig überzeugen konnte das Buch mich zwar nicht, doch es berührte mein Herz dennoch, brachte mich zum Nachdenken, löste mitunter sogar ein etwas beklemmendes Gefühl bei mir aus, angesichts mancher Themen. Manchmal wurde gar die Angst vor dem zunehmenden Alter geschürt. Und so stellte sich irgendwann im Verlauf der Handlung auch die unvermeidbare Frage, ob ein Zusammenleben nicht nur in guten, sondern auch in schlechten Tagen möglich sei – bei Krankheit ebenso, wie bei Gesundheit. Eine Frage, die sich in einer Studenten- WG wohl eher nicht stellen würde – außer bei einem konkreten Anlass. Doch auch die Liebe in der zweiten Lebenshälfte spielt eine Rolle. Kann man in späten Jahren ungetrübt eine neue Beziehung beginnen, kann diese eine ebensolche Tiefe, Intensität und Qualität erreichen wie eine jahrzehntelange Ehe? Sehr gut gefielen mir die recht kurzen Kapitel (48 Kapitel auf 335 Seiten) – da kann man eben zwischendurch mal eines oder auch mehrere lesen. Viele Gedanken, viele Gefühle dominierten das Buch. Vielleicht sogar zu viele? Manchmal kam es mir so vor, als kämen da eine Handlung oder gemeinsame Erlebnisse und Gespräche etwas zu kurz. Eindeutig gefehlt hat mir hier der Humor, der zwar nicht komplett fehlt, aber nur sehr spärlich eingesetzt wurde – als Michael sich bei einem Telefonat mit dem Anrufbeantworter sich total verhaspelt, musste ich wirklich lauthals loslachen, und erst recht, als er wissen wollte, ob man diese Nachricht nicht „zurückholen“ könnte. Vielleicht wäre da doch ein Buch über eine Mehrgenerationen-WG um einiges leichter und lockerer gewesen!? Glaube (dass das Zusammenleben funktioniert), Liebe (die kein Alter kennt), Hoffnung (dass man die Tücken des Alters gemeinsam meistert). Mein Gefühl, nachdem ich das Buch geschlossen hatte, war ein etwas beklemmendes, ein bedrückendes Gefühl. Ein Buch mit sehr viel Tiefgang hat nun mal (leider) oft nicht dieses typische Happy End. Fazit: Größtenteils konnte das Buch mich zwar überzeugen, doch irgendetwas fehlte mir dann doch. War es Gefühle, die trotz des Zusammenhalts der Bewohner zu kurz kamen, waren es die Protagonisten selbst oder fehlte mir etwas die humorvollen Episoden? So ganz sicher bin ich mir nicht. Dennoch: Das Buch ist sehr tiefgründig, bringt einige ernste Themen zur Sprache, wie etwa Krankheit und das Sterben, wodurch leider oft der Spaßfaktor etwas zu kurz kommt – das Buch beschäftigt sich sowohl mit Krankheit, als auch mit sozialkritischen Themen. Daher möchte ich diesem Buch 4 Sterne geben.

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  • Ganz gutes Buch

    Willkommen zuhause!

    winterdream

    17. February 2015 um 11:44

    Inhalt: Renée ist 45, als sie ihren Mann verliert. Plötzlich sieht sie sich allein in ihrem über 300 m2 großen Kreuzberger Zimmer-Labyrinth, denn ihre Kinder gehen längst eigene Wege. In den Wochen der Trauer reift in Renée der Plan, die übergroße Eigentumswohnung doch nicht zu verkaufen, sondern stattdessen mit alten Freunden eine Wohngemeinschaft zu gründen. Eine Wunschkonstellation hat sie im Kopf, aber passen diese Menschen wirklich zusammen: ihre Sandkastenliebe Michael, ein Arzt, der Bücher liebt; das ungleiche Paar Anne und Pavel, von denen die eine als Bundestagsabgeordnete beruflich durchstartet, während der andere mit seiner Midlife-Crisis kämpft, sowie der schon pensionierte Musiklehrer und Jazzliebhaber Wilfried? Nach zwei gemeinsamen Test-Urlaubswochen in einem Haus in der Uckermark stürzen sie sich in das Wagnis und stellen fest, dass man zwar viel planen kann, das Leben am Ende aber immer andere Geschichten schreibt.   Cover: Das Cover finde ich ganz witzig gestaltet. Es passt auch gut zum Buch und nimmt Bezug auf ein WG-Leben, wo sich auch mal die schmutzigen Tassen stapeln können.   Mein Fazit: Man konnte das Buch schnell und flüssig lesen. In die Charaktere konnte ich mich ganz gut hineinversetzen, obwohl ich sagen muss, dass ich nicht so eine starke Bindung aufbauen konnte. Das Buch war humorvoll geschrieben und ich konnte an der ein oder anderen Stelle auch schmunzeln. Allerdings muss ich sagen, dass ich es in der Mitte doch ein wenig langatmig fand und da auch schon gedacht habe, wann mal wieder etwas mehr passiert. Alles in allem fand ich es kein herausragendes Buch und es bleibt mir nicht so sehr im Gedächtnis. Trotzdem möchte ich hier gerne gute 3 von 5 Punkten vergeben.

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  • Ein unterhaltsamer Roman

    Willkommen zuhause!

    WinfriedStanzick

    23. January 2015 um 12:41

      Renee ist gerade einmal 45 Jahre, als ihr Mann Martin tödlich verunglückt. Noch bevor sie ihrer Trauer einen Raum geben kann, steht sie vor dem Problem, was mit den großen, mit einer Hypothek belasteten Räumen ihrer riesigen Berliner Altbauwohnung werden soll. Schon die Nebenkosten kann sie nicht mehr allein tragen. Die Idee, die unter ihren Freunden schnell geboren wird: sie machen aus der Wohnung eine WG.   Doch was bei jungen Menschen vielleicht ganz gut geht und auch zeitlich immer befristet ist, erweist sich bei gestandenen Erwachsenen mehr als schwierig. Mehr als nur unterschiedlich sind sie, die da nun ein  neues Projekt wagen.  Da ist Michael, den Renee seit Kindertagen kennt und ihr Hausarzt ist, Judith und Frank, denen ihre DDR-Geschichte aus alle Poren kriecht, die rote Anne, eine sozialdemokratische Bundestagsabgeordnete und ihr Mann Pavel, der als Leiter eines Altenheimes arbeitet.   Jeder von ihnen bringt erheblichen Konfliktstoff mit in ein Projekt, das durch die berufliche Tätigkeit der meisten in medizinischen und anderen Dienstleistungsberufen geprägt ist und permanenten Auseinandersetzungen darüber. Ohne Kinder, viele Singles, was soll aus eoner solchen Gemeinschaft in der Zukunft werden?   Als Wille, ein alter Freund Martins auftaucht, sorgt er  für Überraschungen. Wille ist 20 Jahre älter als Renée und bringt eine völlig andere Sicht auf die Zukunft in die Gemeinschaft ein.   Ein unterhaltsamer Roman, der das Thema gemeinschaftliches Leben im Alter mit Humor und Ernsthaftigkeit zugleich aufgreift.      

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  • Facettenreicher Roman über eine Ü40-WG

    Willkommen zuhause!

    Lesemaus_im_Schafspelz

    Renee ist gerade einmal Mitte 40, als sie bei einem tragischen Verkehrsunfall ihren Mann verliert. Nach dem ersten Schock stellt sich die Frage, wie es weitergehen soll? Sie bewohnt nun alleine eine 300 qm-Wohnung, die Kinder sind längst aus dem Haus. Da kommt ihr die Idee, eine WG zu gründen; schnell ist ein bunter Haufen an Freunden gefunden, mit denen sie sich dieses Abenteuer vorstellen kann. Nach einer „Probewoche“ in der Uckermark soll es auch schon losgehen… Nachdem man das „Konzept“ WG doch eher aus Studienzeiten mit einer Horde junger Menschen kennt, war ich ganz besonders neugierig auf das Ü40-WG-Konzept und wie Katja Altenhoven in ihrem Roman die Sache wohl angehen würde. Von Beginn an konnte ich mich mit ihrem detailierten Schreibstil anfreunden, der nicht zuletzt dazu beiträgt, die Charaktere facettenreich zu beschreiben und ihnen so die nötige Authentizität verleiht. Nicht nur Renee, sondern auch die anderen Mitbewohner darf der Leser intensiv kennenlernen: Michael, die Jugendliebe Renees, praktizierender Arzt und Single. Das ungleiche Pärchen Anne, die Politikerin mit der etwas direkteren Art, und Pavel, der ein Altenheim leitet, in dem die Probleme des Älterwerdens an der Tagesordnung stehen. Judith und ihr Mann, denen es finanziell nicht so gut geht. Später kommt noch Wille, ein pensionierter Musiker, mit ins Spiel, der mit Renees verstorbenem Mann befreundet war. Dabei stellt Altenhoven nicht nur die Vorteile naiv dar, sondern bringt im Gegenteil dazu auch viele Fragen auf den Tisch, die man vielleicht bei den ersten Gedanken nicht unbedingt erörtert hätte. Sie beschreibt nicht nur offensichtliche Problempunkte – wie beispielsweise die finanziellen Aspekte oder, ganz banal: passen diese Menschen zueinander? –, sondern wirft auch andere Dinge in den Raum: Wie wird verfahren, wenn sich die Lebensumstände der einzelnen Mitbewohner ändern? Darf ein neuer Partner mit einziehen? Was passiert, wenn jemand schwerwiegend erkrankt?... All das macht „Willkommen Zuhause“ zu einem wertvollen Buch, das mich öfter hat schmunzeln lassen, jedoch auch viele Gedanken aufgeworfen hat. Daher kann ich hier nur eine klare Leseempfehlung aussprechen, für Menschen jeden Alters.

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    • 2

    Sabine17

    18. December 2014 um 22:10
  • Eine tolle Senioren WG!!!

    Willkommen zuhause!

    Almeri

    18. December 2014 um 20:38

    Ich wurde wieder von einem guten Buch, das sehr realitätsnah ist, positiv überrascht. Die Autorin erzählt eine Geschichte über verschiedene Charakteren, die man von Anfang an nur lieben konnte. Und den Hintergrund eine WG im Alter zu führen eine tolle Idee. Ihre Schreibweise war locker und leicht zu lesen. Über den Inhalt brauche ich nicht viel zu sagen, dafür gibt es die Klappentexte. Allerdings nur kurz, wie die unterschiedlichsten Freunde von Renee nach dem Tod ihren Ehemanns sich in einer WG zusammenraufen und auch finden, einfach nur genial durchdacht. Dann wie ein Freund wirklich eine schwere Erkrankung bekommt und wie dann der Zusammenhalt ist - Hut ab. Das wünscht man sich wirklich selber im Alter. Ich kann und will alle 5 Sterne geben meine Kriterien wurden wieder in allen Bereichen vollstens erfüllt (Liebe, Freundschaft, Arbeit, Soziale Verhältnisse und vieles mehr) Ich bedanke mich für diese tolle Geschichte!!!

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  • Willkommen im neuen Zuhause

    Willkommen zuhause!

    Sikal

    15. December 2014 um 18:36

    Renée, Mitte 40 und seit kurzem Witwe muss ihr Leben ohne ihren geliebten Mann neu in Angriff nehmen. Ihre 300 qm Wohnung kommt ihr wie ein Labyrinth vor, in dem sie sich verliert – ganz allein, ohne eine Menschenseele ist es nur zum Weinen. Um wieder Boden unter die Füße zu kriegen, plant sie eine WG mit Freunden zu gründen. Nach einem Probewohnen in einem Ferienhaus nehmen die Dinge ihren Lauf, gibt es etliche Überraschungen und noch mehr berührende Momente. Die Autorin Katja Altenhoven lässt uns teilhaben an einer Gemeinschaft, die sich zusammenrauft, bis sie sich ergänzt, die Diskrepanzen parat hält, die das Leben eben so mit sich bringt und die ein Konfliktpotential birgt, das vorprogrammiert ist, wenn unterschiedlichste Charaktere aufeinander treffen. Während sich Alltagssituationen, wie „Wo ist Rauchen gestattet?“, „Wann wird welcher Film gesehen?“, „Wann wird Musik gemacht?“ usw. relativ einfach lösen lassen, die WG-Bewohner sich hierbei in Toleranz üben und einen Konsens finden, scheitert das WG-Leben beinahe an einem Schicksalsschlag, der die Bewohner vor eine große Herausforderung stellt. Werden sie auch hier die richtige Entscheidung treffen? Der Schreibstil ist sehr ruhig, aber keinesfalls langatmig, gespickt mit einer schönen Sprache (außer Annes Ausrutscher) und einer guten Wortwahl. Die Dialoge spannen den Bogen von humorvollen Wortspielereien bis hin zu einfühlsamen, tiefgründigen Gesprächen – oftmals wird man als Leser dazu angehalten über bestimmte Situationen nachzudenken und sich ein eigenes Bild zu machen. Die Charaktere sind sehr ausgeprägt und spiegeln die gesamte Palette wider, sei es die empathische Renée, die temperamentvolle egozentrische Anne oder auch Wille, der sensibel und romantisch seiner Liebe begegnet. Fazit: Das Buch hat mich nachdenklich zurück gelassen, aber keinesfalls deprimiert. Es  zeigt eine Option für eine Lebensform im Alter, ein Füreinander, ein Miteinander. Danke für dieses genussvolle Leseerlebnis.

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  • Lesenswerter Roman für Menschen jenseits der 50

    Willkommen zuhause!

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. December 2014 um 16:19

    Als erstes muss ich sagen, habe ich, nachdem ich die Ankündigung, die Buchrückseite gelesen habe und das Cover gesehen habe, etwas ganz anseres erwartet. Einen etwas lockeren und lustigen Roman für Leute über 40. Das über 40 ist korrekt, aber das Lustige hat sich nur teilweise erfüllt. aber trotzdem bin ich nicht entäuscht. In den Roman geht es um eine Frau, die ihren Mann verliert. Da sie ein große Wohnung hat und eigentlich nicht allein leben will, beschließt sie eine WG zugründen mit alten Freunden. Und so geschieht es dann auch. Doch eben nicht ohe Probleme, wie es zu erwarten war, wenn Menschen mit manchmal auch festgefahrenen Gewohnheiten aufeinander treffen. Und dies wird sehr schön beschreiben. Jeder Bwohner bringt seine bisherigen Lebenserfahrungen und Gedanken mit ein und gestaltet somit das Zusammenleben. Die Charaktäre sind sehr unterschiedlich, niemand war mir völlig unsymphatisch, weil ja jeder so seine Ecken und Kanten hat. Es ist kein Roman, bei den auf fast jeder Seite etwas Aufregendes geschieht. Nein, manchmal pläschert das Geschehen einfach nur so für sich hin, so wie das Leben eben. Dies hat mir sehr gut gefallen, vielleicht auch weil ich älter bin und nicht mehr so viel Trubel brauche? Aber natürlich ereignen sich auch einige Dinge, die das WG-Leben auf die Probe stellen und zum Handeln auffordern. Ich finde, dies ist ein für Menschen jenseits der 50 lesenwerter Roman, zum Nachdenken, Entspannen und Auseinandersetzen mit den eigenen weiteren Lebensvorstellungen.

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  • Wie man im Alter leben könnte ...

    Willkommen zuhause!

    19angelika63

    Klappentext Renée ist 45, als sie ihren Mann verliert. Plötzlich sieht sie sich allein in ihrem über 300 m2 großen Kreuzberger Zimmer-Labyrinth, denn ihre Kinder gehen längst eigene Wege. In den Wochen der Trauer reift in Renée der Plan, die übergroße Eigentumswohnung doch nicht zu verkaufen, sondern stattdessen mit alten Freunden eine Wohngemeinschaft zu gründen – das Versprechen auf eine Zukunft, in der man nicht einsam, sondern gemeinsam älter und alt werden kann. Eine Wunschkonstellation hat sie im Kopf, aber passen diese Menschen wirklich zusammen: ihre Sandkastenliebe Michael, ein Arzt der Bücher liebt; das ungleiche Paar Anne und Pavel, von denen die eine als Bundestagsabgeordnete beruflich durchstartet, während der andere mit seiner Midlife-Crisis kämpft; sowie der schon pensionierte Musiklehrer und Jazzliebhaber Wilfried? Nach zwei gemeinsamen Test-Urlaubswochen in einem Haus in der Uckermark stürzen sie sich in das Wagnis und stellen fest, dass man zwar viel planen kann, das Leben am Ende aber immer andere Geschichten schreibt. Mich hat dieses Buch interessiert, weil mein Mann und ich auch schon mehrfach darüber nachgedacht haben im Alter eine solche WG zu gründen oder mitzumachen. Daher war ich sehr gespannt was mich in diesem Buch erwartet. Sicherlich ist es eine fiktive Geschichte, daher war ich für mich umso mehr überrascht, woran man alles denken muss. Dinge an die ich im Leben nicht gedacht hätte, die aber für einen geregelten Tagesablauf wichtig sind, etwa wie … essen alle gemeinsam zu einer bestimmten Uhrzeit … ein Kühlschrank mit Lebensmittel für alle, oder hat jeder seinen eigenen … eine Waschmine für alle, bei der jedoch es Waschpläne gibt … und und und … Dinge die für mich jetzt vollkommen „normal“ sind müssen durchgeplant werden. Tja und dann natürlich auch die Menschen mit denen man zusammen ziehen möchte wichtig. Passt man zusammen, stimmt die Chemie? Das muss ja bei jedem der Bewohner passen, und seien wir ehrlich, schon im „normalen“ Leben hat man es mit dem ein oder anderen Freund/ Freundin etwas schwerer. Und dann, ja dann muss man sich auch der Frage stellen … was passiert, wenn jemand krank wird? Schwer krank. Bin ich dann als Mitbewohner bereit den kranken Menschen zu pflegen? Keine leichte Antwort, denn auch darüber habe ich mir bisher keinen wirklichen Gedanken gemacht … Dies alles hat aber die Autorin Katja Altenhoven hervorragend in ihrem Buch verarbeitet. Mit Humor aber auch Ernsthaftigkeit geht sie das Thema Leben im Alter an. Ich habe oft gelacht über Dinge die mir so banal erschienen und geweint, wenn es hart auf hart ging. Ein wichtiges Thema unserer Zeit: "Wie möchte ich im Alter leben". Ein tolles Buch, das dieses Thema klasse umsetzt.

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    • 6

    parden

    11. December 2014 um 00:11
    KruemelGizmo schreibt Schöne Rezi, aber im Moment nicht mein Thema.

    Da schließe ich mich an...

  • Feinfühliger Roman über das Älterwerden

    Willkommen zuhause!

    Cathy28

    10. December 2014 um 19:19

    Renée ist 45, als sie ihren Mann verliert. Plötzlich sieht sie sich allein in ihrem über 300 m² großen Kreuzberger Zimmer-Labyrinth, denn ihre Kinder gehen längst eigene Wege. In den Wochen der Trauer reift in Renée der Plan, die übergroße Eigentumswohnung doch nicht zu verkaufen, sondern stattdessen mit alten Freunden eine Wohngemeinschaft zu gründen - das Versprechen auf eine Zukunft, in der man nicht einsam, sondern gemeinsam älter und alt werden kann. Eine Wunschkonstellation hat sie im Kopf, aber passen diese Menschen wirklich zusammen: ihre Sandkastenliebe Michael, ein Arzt, der Bücher liebt; das ungleiche Paar Anne und Pavel, von denen die eine als Bundestagsabgeordnete beruflich durchstartet, während der andere mit seiner Midlife-Crisis kämpft; sowie der schon pensionierte Musiklehrer und Jazzliebhaber Wilfried? Nach zwei gemeinsamen Test-Urlaubswochen in einem Haus in der Uckermark stürzen sie sich in das Wagnis und stellen fest, dass man zwar viel planen kann, das Leben am Ende aber immer andere Geschichten schreibt. "Willkommen zuhause!" von Katja Altenhoven ist ein toller, feinfühliger Roman über fünf Menschen, die eine Ü40-Wohngemeinschaft wagen. Sie sind alle unterschiedlichen Alters und gehen ganz verschiedenen Berufen nach. Dennoch verbindet sie alle die Frage nach der Zukunft und was wird, wenn man nicht mehr so fit ist wie heute. Deshalb kommt Renées Vorschlag, eine WG zu gründen zwar unverhofft, aber nach einigen Überlegungen und einem "Testwohnen" in der Uckermark entschließen sich alle, diese neue Wohnform zu probieren. Zwar werden sie mit einigen Problemen, z.B. wer kocht wann und was, wer nutzt die Waschmaschine und geht die Musik des anderen vielleicht bald auf die Nerven?, konfrontiert, schaffen es aber, viele Kompromisse zu finden und wachsen alle daran. Mit der Zeit werden sie jedoch auf eine harte Probe gestellt als ein Schicksalsschlag einen der Bewohner trifft und alle aus der Bahn wirft. Die einzelnen Charaktere werden alle wunderbar dargestellt und jeden kann man sich gut vorstellen. Die ganze Erzählweise hat etwas Liebesvolles und Details werden toll verarbeitet. Einige der Charaktere gewinnt man lieb, anderen steht man erst etwas skeptisch gegenüber, aber jeder für sich ist einzigartig und interessant. Auch die behandelten Themen sind etwas Besonderes: das Älterwerden, Angst vorm Alleinsein, Krankheit, Verlust und Tod, Familie und auch Politik. Sie alle werden angeschnitten und miteinander verwoben. Teilweise werden sie so intensiv behandelt, dass auch der Leser nicht umhin kommt, das Buch kurz zur Seite zu legen und sich Gedanken dazu zu machen. Einige Sätze oder Aussagen geben auch Anstoß zum tieferen Nachdenken, was mir persönlich gut gefallen hat. Fazit: Der Roman behandelt spannende und interessante Themen, kombiniert mit Geschichten um Menschen, deren Person und Leben, man schnell liebgewinnt. Eine absolute Leseempfehlung! --> 5 von 5 Sternen

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  • Aus dem Leben gegriffen

    Willkommen zuhause!

    Patno

    09. December 2014 um 21:34

    Als Martin durch einen Verkehrsunfall ums Leben kommt, reißt es Renée den Boden unter den Füßen weg. Tiefe Trauer, Weinkrämpfe und schlaflose Nächte lassen sie nicht zur Ruhe kommen. Nur mühsam kann Renée Martins Nachlass sortieren, indem sie die Dinge mit verschiedenfarbigen Punkten beklebt. Was soll Renée nun mit der viel zu großen Eigentumswohnung anfangen? Die beiden Kinder Paul und Pauline gehen längst eigene Wege. Irgendwann schmiedet Renée den Plan, in der großen Wohnung eine WG zu gründen und mit alten Freunden zusammenzuziehen. Da wäre der Arzt Michael, welchen Renée schon seit Kindertagen kennt, Anne, die Bundestagsabgeordnete mit ihrem Mann Pavel und Judith und Frank. Zunächst geht es zum Probewohnen in die Uckermark. Judith und Frank entscheiden sich gegen die WG, die anderen wagen das Experiment. Später kommt noch ein weiterer Bewohner dazu, Wilfried, ein alter Freund von Martin. Das Zusammenleben in der WG ist für jeden einzelnen Bewohner eine echte Herausforderung- sich auf ein Fernsehprogramm zu einigen, Wäsche waschen, Essen zubereiten, wo darf geraucht werden usw. Jeder Bewohner hat halt so seine Eigenheiten, Renée mag es an Weihnachten so richtig kitschig, Michael schreibt ständig Nachrichten mit Lippenstift auf den Spiegel und Anne macht in einer politischen Rede ihre WG öffentlich. Natürlich schweißt die WG auch die Bewohner zusammen. Als Wilfried, genannt Wille schwer erkrankt, entscheiden sich alle für seinen Verbleib in der WG. Der besondere Schreibstil, gespickt mit einer exzellenten Wortwahl, hat mich sehr beeindruckt. Mit Renée konnte ich mich auch ein bißchen identifizieren. Der anspruchsvolle Leser kommt bestimmt auf seine Kosten. Wer nun allerdings spektakuläre Ereignisse, große Spannung und Aktion erwartet, wird vermutlich enttäuscht. Die Autorin beschreibt sehr feinfühlig, mitunter auch ironisch witzig das ganz normale Leben. Fazit : 5 Sterne "Willkommen Zuhause" kann ich als besonders lesenswert weiterempfehlen.

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  • Willkommen zuhause!

    Willkommen zuhause!

    Meggie_Folchart

    04. December 2014 um 16:11

    Reneés Mann Martin ist gestorben. Anstatt allein in der riesigen Wohnung zu wohnen, denkt Reneé über ein spannendes Experiment nach - warum nicht eine „Alters-WG“ mit ihren Freunden gründen? Die Personen, mit welchen Reneé dieses WG gründen möchte, sind der Arzt Michael, die Politikerin Anne und deren Mann Pavel, Judith und Frank (die wegen Geldproblemen letztendlich nicht einziehen können) sowie Wille. Im Verlauf des Buches wachsen die Bewohner immer mehr zusammen und fangen an eine Einheit zu bilden. Die Charaktere sind lebhaft gestaltet und machen den Alltag der WG sehr spannend. Ich habe mich in diese WG richtig verliebt. Gern wäre ich auch mal „Mäuschen“ gewesen und hätte mit am Abendbrottisch gesessen. Die Autorin beweist sehr viel Einfühlungsvermögen, gerade als bei einem der Bewohner Demenz diagnostiziert wurde. Ich habe es sehr bewundert, wie sie die Charaktere die Situation lösen lies. Ein wenig Schade fand ich es, dass Judith und Frank nicht in die WG einzogen. Ich denke, sie hätten die WG bereichert. Die Gründe, weshalb sie es dennoch nicht taten wurden nachvollziehbar und gut geschildert. Anne, die mir am Anfang unsympathisch und etwas kühl daher kam, legte zum Ende des Buches an Emphatiepunkten zu. Der Autorin ist meiner Meinung nach ein wundervolles Buch über das Miteinander und die Wichtigkeit der Gemeinschaft - besonders im Alter gelungen. Ich habe nach dem Lesen noch lange über das Buch und die Thematik nachgedacht. Wie möchte ich im Alter leben? Jetzt bin ich noch jung, habe einen Mann, eine süße Katze und rundum zufrieden, aber niemand weiß, wie es einmal sein wird. Die Idee einer „Alters - WG“ finde ich sehr, sehr gut. Jemanden zu haben und den Alltag - gerade im Ruhestand in Gemeinschaft zu verbringen, finde ich wichtig und hat in einer Welt, in welcher ich lebe, einen hohen Stellenwert.

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  • Man ist nie zu alt, um in einer WG zu leben

    Willkommen zuhause!

    bookgirl

    02. December 2014 um 16:45

    Inhalt Renée ist 45 Jahre alt und nach dem Unfalltod ihres Mannes seit kurzem Witwe. Ihre Kinder sind ausgezogen und so bleibt sie mit einer über 300 qm großen Wohnung alleine zurück. In der Trauerzeit reift in Renée der Gedanke heran, eine Wohngemeinschaft zu gründen. Wünschen würde sie sich als Mitbewohner ein paar ihrer besten Freunde. Nach zwei Test-Wochen in einem Ferienhaus stürzen sich die Beteiligten in das Wagnis und müssen schnell feststellen, dass das WG-Leben ganz besondere Herausforderungen bereithält. Meine Meinung Katja Altenhoven hat mit "Willkommen zuhause" ein ruhiges und tragikomisches Buch geschrieben, das mich auf Grund der Thematik dennoch gefesselt hat. Vor dem Lesen des Romans, dachte ich noch, dass das größte Problem bei einer WG-Gründung die unterschiedlichen Charaktere sind. Keinen einzigen Gedanken habe ich darauf verwendet, dass finanzielle und auch gesundheitliche Faktoren eine Rolle spielen könnten und dabei sind diese von elementarer Bedeutung. Aber nicht nur diese Punkte, sondern auch das Leben an sich bietet viel Spielraum für Konflikte, die unsere WG auch sehr schnell kennenlernt. Dabei gelingt es der Autorin sehr gut, die einzelnen Figuren authentisch zu zeichnen. Renée ist trauernde Witwe und muss ihren Platz im Leben erst wieder finden. Nach ihrer Ehe mit Martin steht sie alleine da und die Neuorientierung fällt ihr nicht leicht. Dann gibt es Michael, einen Sandkastenfreund, der als Arzt sein Geld verdient und durch Empathie und Lockerheit so manch brenzlige Situation zu bereinigen weiß. Anna und Pavel sind ein Ehepaar, das ungleicher nicht sein könnte. Sie ist Politikerin und hat Haare auf den Zähnen, was das Zusammenleben mit ihr teilweise sehr schwierig macht. Ausgleichend ist Pavel, der durch seine Tätigkeit als Leiter eines Pflegeheims darin geübt ist, mit Situationen umzugehen, die Fingerspitzengefühl erfordern. Komplettiert wird die WG durch Wille, einem guten Freund des verstorbenen Martin, der zu Beginn nur Renée kennt, dennoch einzieht und für seine Mitbewohner letztlich zu einer besonderen Herausforderung wird. Besonders das Ende hätte ich anfangs nicht erwartet und war tief bewegt über die Entscheidung der WG-Bewohner. Es ist zwar recht offen gehalten, aber genau das mag ich an dem Buch, weil es sehr viel Raum für Interpretationen bietet, wie es den Protagonisten weiterhin ergehen wird. Fazit "Willkommen zuhause" ist ein ruhiges, aber dennoch fesselndes Buch über die Vor- und Nachteile eines WG-Lebens, das gleichzeitig unterhält und nachdenklich macht.

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  • Aktuelles Thema beeindruckend verarbeitet

    Willkommen zuhause!

    Isador

    02. December 2014 um 12:58

    Die Hauptperson in "Willkommen Zuhause", Renée, verliert mit nur 45 Jahren ihren Ehemann Martin durch einen Autounfall. Zunächst geht sie davon aus, ihre viel zu große Wohnung aufzugeben und sich eine andere Wohnung zu suchen. Sie fängt an alles auszusortieren, was sie zu sehr an Martin erinnert. Dann kommt ihr jedoch der Gedanke, eine Wohngemeinschaft zu gründen. Und was liegt da in ihrem Fall näher, als an ihren Freundeskreis zu denken, der aus den unterschiedlichsten Persönlichkeiten wie z. B. einem Arzt oder einer Politikerin besteht? So trommelt sie alle zusammen und schließlich findet sich eine kleine Wohngemeinschaft zusammen. Am Anfang kommt es - wie nicht anders zu erwarten - zu diversen Schwierigkeiten, die sich jedoch alle klären lassen. Bis es schließlich zu einem größeren Schicksalsschlag kommt... Dieser Roman hat mir (nicht nur) aufgrund seines Schreibstils sehr gut gefallen. Als Leser kann man sich dank der ausführlichen bildhaften Beschreibungen sehr gut in die Situation der WG hineinversetzen, ja man fühlt sich schon fast wie selber mittendrin. Während der Lektüre wird man als Leser in sehr viele aktuelle Themen verwickelt, über die man dann automatisch nachdenkt. Schließlich kommt es zum Hauptproblem "Wohnen im Alter und bei Krankheit", welches aufgrund des Lebenslaufs eines Mitbewohners sehr ausführlich behandelt wird. Der Leser wird dafür sensibilisiert, dass das Leben auch ernsthafte Themen bereithält, die man nicht verdrängen sollte, aber aufgrund der Einbindung der Situation in diesen sympathischen Freundeskreis hat man nicht das Gefühl, dass die Thamatik mit einem erhobenen Zeigefinger behandelt wird. Dieses Buch hat mir sehr viel Lesefreude bereitet und mich gleichzeitig sehr berührt!

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