Katja Bohnet

 4 Sterne bei 25 Bewertungen
Autor von Messertanz, Kerkerkind und weiteren Büchern.
Katja Bohnet

Lebenslauf von Katja Bohnet

Katja Bohnet, Jahrgang 1971, studierte Filmwissenschaften und Philosophie, bevor sie ihr Geld mit Fahrradkurier-Fahrten, Porträtfotos und Zeitungsartikeln verdiente. Sie lebte im Südwesten der USA, in Berlin und Paris, arbeitete im Kibbuz und bereiste vier Kontinente. Jahrelang moderierte sie eine Livesendung auf der ARD und schrieb als Autorin für den WDR. 2012 verfasste sie ihren ersten Roman. Ihre Erzählungen wurden in Literaturzeitschriften und Anthologien veröffentlicht, u.a. im Rahmen des MDR Literaturwettbewerbs 2013. Heute lebt sie neben vielen Büchern, Platten und Kindern zwischen Frankfurt und Köln.

Neue Bücher

Krähentod

Erscheint am 01.03.2019 als Taschenbuch bei Knaur Taschenbuch.

Alle Bücher von Katja Bohnet

Messertanz

Messertanz

 (14)
Erschienen am 01.12.2015
Kerkerkind

Kerkerkind

 (11)
Erschienen am 01.02.2018
Krähentod

Krähentod

 (0)
Erschienen am 01.03.2019

Neue Rezensionen zu Katja Bohnet

Neu
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Rezension zu "Kerkerkind" von Katja Bohnet

Eine Reihe mit Zukunft
WinfriedStanzickvor 3 Monaten




Dies ist der zweite Fall für das neue Ermittlerpaar Rosa Lopez und Viktor Saizew vom LKA in Berlin. Nach dem 2015 „Messertanz“ schon aufhorchen ließ, zeigt Katja Bohnet mit ihren zweiten Buch, dass sie drauf und dran ist, sich langsam in die erste Riege der deutschsprachigen Thrillerautoren hineinzuschreiben.

Während einer unerträglichen Hitzewelle wird im Wannseeforst die verbrannte Leiche einer schwangeren Frau aufgefunden. Sie erstochen und dann angezündet worden.  Rosa Lopez und Viktor Saizew, die unter enormen Druck für das LKA diesen Fall der verbrannten Türkin aufklären sollen, dürften selbst eigentlich gar nicht arbeiten, zumindest nicht unter solchen Bedingungen. Denn Rosa erwartet ihr drittes Kind und Viktor leidet immer noch schwer unter den Spätfolgen eines überstandenen Hirntumors

Der Verdacht fällt auf den Mann des Mordopfers, der kein Alibi vorweisen kann. Doch dann tauchen weitere männliche Leichen auf, unter ihnen auch der Verdächtige, die Köpfe abgehackt und ausgestellt. Die Ermittlungen führen Viktor nach Dänemark, wo er auf einmal spurlos verschwindet. Lopez bleibt nur wenig Zeit, ihren Partner zu finden, bevor vielleicht auch er seinen Kopf verliert.

Mit hoher sprachlicher Qualität und einer außerordentlichen Dichte gelingt es der Autorin einen Spannungssog zu erzeugen, in den sie den Leser bis zum Ende an ihr Buch bindet.  Ein Ermittlerpaar, originell und irgendwie neu, von dem man 2019 mehr lesen kann, denn unter dem Titel „Krähentod“ erscheint am 1. März ihr dritter Band einer Reihe mit Zukunft.




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Rezension zu "Kerkerkind" von Katja Bohnet

Kerkerkind
Manu2106vor 5 Monaten

"Kerkerkind" ist nach "Messertanz" der Zweite Fall für Rosa und Viktor vom LKA Berlin.

Eine Hitzewelle liegt über Berlin. Im Wannseeforst findet man die verbrannte Leiche einer schwangeren Frau. Wer erstach die Türkin und zündete sie dann an? Rosa Lopez und Viktor Saizew sollen erneut unter Hochdruck für das Landeskriminalamt ermitteln. Aber Lopez erwartet bald ihr drittes Kind, und Viktor ist noch immer krankgeschrieben, leidet unter den Spätfolgen seines Hirntumors.
Der Verdacht fällt auf den Mann des Mordopfers, der kein Alibi vorweisen kann. Doch dann tauchen weitere männliche Leichen auf, unter ihnen auch der Verdächtige, die Köpfe abgehackt und ausgestellt. Die Ermittlungen führen Viktor nach Dänemark, wo er auf einmal spurlos verschwindet. Lopez bleibt nur wenig Zeit, ihren Partner zu finden, bevor vielleicht auch er seinen Kopf verliert.


Nach "Messertanz" war ich sehr gespannt drauf wie mir "Kerkekind" wohl gefallen würde, der Klappentext hatte mich auf jedenfall schon angesprochen, also musste ich es dann auch lesen.
Der Anfang hat mir sehr gut gefallen, denn es beginnt recht spannend, man ist gleich mittendrin im Geschehen. Leider baut die Spannung mit der Zeit ab, flimmert zwar immer mal wieder auf, zum Ende hin kommt sie dann wieder etwas mehr auf.
Normalerweise mag ich den Mix aus Kriminalfall und Privatleben der Ermittler, wenn er ausgewogen ist, hier kam es mir allerdings so vor, als hätte ich mehr vom Privatleben der beiden Ermittler gelesen als vom Kriminalfall, und das hat  leider einiges an Spannung geklaut.
Wer der Täter ist, stellte sich für mich relativ früh heraus, auch mit dem warum war ich nicht falsch gewesen, denn sowas hatte ich mir schon fast gedacht.
Den Showdown fand ich spannend, allerdings auch vorhersehbar, dennoch passend zur kompletten Geschichte.

Die Charaktere werden sehr gut beschrieben, teilweiseaber leider etwas zu ausführlich, man bekommt als Leser ein Gutes Bild von den Protaginisten.
Viktor und Rosa haben sich ein wenig weiterentwickelt, Viktor war mir in diesem Teil recht sympathisch, das war im Vorgänger Band nicht so, zu Rosa konnte ich nach wie vor keinen Draht finden, ich fand sie tweilweise doch recht überzogen vom Geben und Handeln.
Auch die Schauplätze und Handlungen werden gut beschrieben, nicht zu detailliert, genau richtig für's Kopfkino.

Die 332 Seiten sind in 46 unterschiedlich lange Kapitel plus Prolog unterteilt.
Der Schreib- und Erzählstil ist angenehm, die Story lässt sich trotz der Perspektivenwechsel flüssig lesen.

So ganz überzeugen konnte mich "Kerkerkind" leider nicht, aber Geschmäcker sind ja verschieden, einfach selber lesen.

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Rezension zu "Kerkerkind" von Katja Bohnet

Mord mit Hackebeil
sommerlesevor 9 Monaten

Mit ihrem Buch "Kerkerkind" aus dem Knaur Verlag hat Katja Bohnet ihren zweiten Thriller herausgebracht.


In Berlin sorgt ein Hitzesommer für Brände. Der Fund einer
verbrannten Frauenleiche am Wannseeforst hat damit jedoch nichts zu tun. Die schwangere türkische Frau wurde zuvor erstochen und dann verbrannt. Rosa Lopez und Viktor Saizew vom LKA Berlin ermitteln unter Hochdruck und ihr Verdacht fällt auf den Mann der Getöteten. Doch dann tauchen weitere Leichen auf, deren Köpfe abgeschlagen und zur Schau gestellt werden. Welcher grausame Kranke wütet hier?


Rosa Lopez steht kurz vor ihrer dritten Entbindung und deshalb steht ihr Kollege Viktor Saizew ihr bei den Ermittlungen zur Seite. Allerdings ist er noch nicht richtig einsatzfähig, denn er leidet noch immer an den Folgen eines Gehirntumors.
Rosa hat jedoch nicht nur mit ihrer Schwangerschaft zu kämpfen, ihr macht das Auftauchen ihres seit acht Jahren totgeglaubten Sohnes zu schaffen.


Der Thriller beginnt spektakulär mit einem verstörenden Prolog. Ein Mann wird gefangen gehalten und vergeht vor Angst, Panik und Schmerz.

Die Ermittlungen um den Fall der getöteten Frau übernehmen Lopez und Saizew trotz ihrer persönlichen Belastungen. Sie haben es mit einem besonders perfiden Mörder zu tun, das machen die grausam zugerichteten Leichen ihnen schnell deutlich. Wer Menschen köpft, die Köpfe dann offen ausstellt, kann nur psychisch gestört sein. Trotz der privaten Schwierigkeiten stellen die Ermittler ihre ganze Einsatzfähigkeit in ihre Nachforschungen.


Katja Bohnet bringt mit ihrem klaren, knappen Schreibstil nicht nur die wichtigen Dinge in der Ermittlung auf den Tisch, sie beschreibt auch mit bildhafter Tiefe die Beziehungen, Mordvorgänge und Gespräche aller Beteiligten. Das ist interessant zu lesen, doch gleichzeitig liegt auch hier das Problem. Es gibt viele Inhalte, reichlich Personen und Nebenhandlungen, die mich zwar gut unterhalten haben, aber die Spannung blieb dabei ein wenig auf der Strecke. Welche Situationen und Personen sind für die Tätersuche wichtig, welche Beschreibungen bringen einen Hinweis auf den Täter? Als Leser steht man vor vielen Informationen und ist damit überfordert.


Es fehlten mir die Emotionen und mitmenschlichen Stimmungen, die den Figuren Leben einhauchen. Und die beiden Hauptfiguren erscheinen fast wie Marionetten, die ihren Tanz auf dem Feuer nicht nur im Berufsleben, sondern auch im privaten Umfeld ausüben mussten. Etliche Nebenhandlungen erschweren es, dem roten Faden des Buches aufmerksam folgen zu können.
Als Beispiel möchte ich hier die dänische Polizistin erwähnen, die eigentlich nur eine untergeordnete Rolle spielt. Dennoch wird sie so im Buch eingebaut, dass man ihr mehr Bedeutung beimisst als nötig wäre.

Überall springen dem Leser Probleme entgegen, neben den erwähnten Nöten der Ermittler haben auch Viktors Lebensgefährtin, seine Oma und seine Tochter Probleme.



Ganz so negativ kam mir der Thriller beim Lesen allerdings nicht vor. Er hat mich mit gut dargestellten Szenen in die hochsommerliche Atmosphäre Berlins gezogen. Aber im Nachhall hat mir vor allem die echte Arbeit der Ermittler gefehlt.


Bei diesem Thriller sieht man in menschliche Abgründe und erlebt ein außergewöhnliches Ermittlerduo, von dem man angezogen wird. Dennoch konnte er mich nicht völlig begeistern.

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