Messertanz

von Katja Bohnet 
4,3 Sterne bei14 Bewertungen
Messertanz
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H

Ehe man sich versieht ist man dem Buch verfallen. Toll!!!

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Düster, gewalttätig, voller Abgründe. Ein komplexer Plot, der erst allmählich seine Untiefen und Geheimnisse preigibt und in den Bann zieht.

Alle 14 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Messertanz"

Menschen verschwinden. Menschen sterben.
Heute ist es Alla Kusmin. Erstochen
und verstümmelt. Die Leiche der Russin
liegt in einer Wohnung in Berlin-Marzahn.
Viktor Saizew und Rosa Lopez, ein eigenwilliges
Ermittlerteam, werden vom LKA Berlin
mit dem Fall betraut. Die beiden stellen
Nachforschungen in der Familie der Ermordeten
an und geraten in einen Sumpf von
Korruption, in dem jeder käufl ich ist und in
dem selbst die Täter Opfer sind. Die Spur
führt nach Russland - aber auch tief in die
Vergangenheit der beiden Ermittler.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426516744
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.12.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    dieFlos avatar
    dieFlovor 2 Jahren
    Düster, geheinmissvoll

    Katja Bohnet's "Messertanz" ist ein Debütroman und doch macht er mit einem wahnsinnig spannenden Plotn auf eine eigene Art Lust, das Buch zu lesen.

    Der Titel ist sehr genial gewählt, ist doch das erste Opfer eine Messertänzerin. Brutal ermordert - doch wo sind die Paralellen zwischen Berlin, S. Petersburg und Moskau?

    Geschickt verwebt sie unterschiedliche Handlungsstränge und man muss schon sehr aktiv denken, doch alle Fäden führen zusammen, so wie alle Wege nach Rom führen. Die Ermittler Viktor und Rosa sind genial und sehr identisch umgesetzt. Leid und schwere Schicksalsschläge - sie ziehen sich wie ein roter Faden durch den Thriller und die Taten und Beschreibungen sind etwas für richtige Thriller-Liebhaber, man bibbert und ermittelt, zuckt zusammen und schlägt begeistert die nächste Seite um.

    Das Messer wird tanzen und euch in einen packenden Thriller werfen. Absolut lesenswert@dieflo



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    pardens avatar
    pardenvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Düster, gewalttätig, voller Abgründe. Ein komplexer Plot, der erst allmählich seine Untiefen und Geheimnisse preigibt und in den Bann zieht.
    Düster, gewalttätig, voller Abgründe...

    DÜSTER, GEWALTTÄTIG, VOLLER ABGRÜNDE...

    Menschen verschwinden. Menschen sterben. Heute ist es Alla Kusmin. Erstochen und verstümmelt. Die Leiche der Russin liegt in einer Wohnung in Berlin-Marzahn. Viktor Saizew und Rosa Lopez, ein eigenwilliges Ermittlerteam, werden vom LKA Berlin mit dem Fall betraut. Die beiden stellen Nachforschungen in der Familie der Ermordeten an und geraten in einen Sumpf von Korruption, in dem jeder käuflich ist und in dem selbst die Täter Opfer sind. Die Spur führt nach Russland - aber auch tief in die Vergangenheit der beiden Ermittler.

    Wieder einmal eine Rezension, die mir nicht leicht fällt, da dieser Thriller aus dem Rahmen des Üblichen fällt. Noch bis zur Hälfte des Buches hätte ich hier lediglich zwei Sterne vergeben - am Ende waren es deutliche vier Sterne. Wie das?

    Am einfachsten kann ich dies vielleicht verdeutlichen, wenn ich schildere, wie es mir im Verlaufe des Romans erging. Zu Anfang dominierte die Verwirrung - ständige Sprünge in kurzgehaltenen Kapiteln zwischen verschiedenen Handlungssträngen, die erst einmal nichts miteinander zu tun zu haben schienen, sowie auch Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart, wobei nicht immer gleich deutlich wurde, zu welcher Zeit das geschilderte Geschehen gerade spielte; dazu immer wieder neue Personen, häufig russischen Namens, was mir das Merken und Wiedererkennen doppelt erschwerte. Hinzu kam neben der oft skrupellosen Gewalttätigkeit, die für einen Thriller ja nicht untypisch ist, noch eine Düsternis, die ihresgleichen sucht. Sämtliche Charaktere, die hier eine wesentliche Rolle spielen, haben ihren eigenen dunklen, um nicht zu sagen: depressiven Hintergrund, egal ob Opfer, Täter oder auch Ermittler. Der oft abgehackt wirkende Schreibstil mit teilweise nur unvollständigen Sätzen verstärkte diesen düsteren Eindruck noch - mich hat es beim Lesen echt runtergezogen. Es wirkte einfach zu geballt, zu viel, und zeitweise steckte die eigentliche Geschichte hinter den dunklen Facetten der einzelnen Charaktere zurück.


    Viktor mochte nicht viele Menschen (...) Niemand wollte mit Viktor zusammenarbeiten, da er den meisten Menschen Angst einflößte. Und niemand wollte mit Lopez zusammenarbeiten, denn sie verströmte das Unglück aus allen Poren wie Tote einen Verwesungsgeruch. Sie beide waren Paria. Viktor und Lopez (...) Nur zusammen ergaben sie einen Sinn (...) Viktor bestaunte, wie sie jeden Tag wieder von neuem aufstehen konnte. Wie sie es fertigbrachte, ihr Leben überhaupt zu leben. Obwohl sie dazu schon lange keinen Grund mehr sah. (S. 37)



    Auch ich mochte Viktor nicht, den aufgrund einer Erkrankung eigentlich beurlaubten Ermittler des Berliner LKA, ebensowenig wie Rosa, seine Kollegin, die sich diszipliniert durch ihre nun schon jahrelang währende Depression kämpft. Ich mochte tatsächlich keine einzige Figur in diesem Thriller, dessen Plot unglaublich komplex ist und erst ganz allmählich seine Untiefen und Geheimnisse preigibt. Ein Plot, der allmählich unglaubliche Zusammenhänge enthüllt - hier erfüllt jede noch so unbedeutend erscheinende Handlung, jede einzelne Figur, und sei sie auch noch so klein, ihren Zweck in dem Puzzlespiel. Und auch, wenn jede Wahrscheinlichkeitsrechnung einen angesichts dessen, dass hier alles mit allem und jeder mit jedem zusammenhängt, nur den Kopf schütteln lassen müsste, hat mich dieser Thriller letztlich in seinen Bann geschlagen. Ich wollte es einfach wissen: was genau steckt dahinter? Wer wird hier ohne zu großen Schaden aus der Geschichte herauskommen? Was alles wird letztlich aufgelöst? Die letzten 150 Seiten habe ich das Buch kaum noch zur Seite gelegt.


    "Viktor. Kann es sein, dass in diesem Fall mittlerweile alles, aber auch alles schiefläuft?" - Was sollte Viktor dazu sagen? Manchmal hatte Lopez einen Hang zur Untertreibung. (S. 258)


    Ein Thriller, der sich von dem Gros des Genres abhebt - nicht erfrischend, sondern kaum erträglich anders. Ein Thriller, der seinen Sog trotz aller Widerstände entfaltet, unbemerkt und ganz allmählich, und der einen letztlich nicht mehr aus seinem Bann lässt. Und ein Thriller, der den Leser mit der Frage entlässt, ob hier noch eine Fortsetzung möglich ist.

    Erstaunlicherweise wirklich empfehlenswert.


    © Parden

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    Janosch79s avatar
    Janosch79vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Hat mich nicht begeistert!
    Wenn das Geschehen zu düster ist!


    Ich habe sogar zwei Versuche unternommen, um diesen Thriller zu lesen, aber mich hat das Buch leider nicht überzeugt.


    Inhalt: Menschen verschwinden. Menschen sterben. Heute ist es Alla Kusmin. Erstochen und verstümmelt. Die Leiche der Russin liegt in einer Wohnung in Berlin-Marzahn. Viktor Saizew und Rosa Lopez, ein eigenwilliges Ermittlerteam, werden vom LKA Berlin mit dem Fall betraut. Die beiden stellen Nachforschungen in der Familie der Ermordeten an und geraten in einen Sumpf von Korruption, in dem jeder käuflich ist und in dem selbst die Täter Opfer sind. Die Spur führt nach Russland - aber auch tief in die Vergangenheit der beiden Ermittler.


    Betrachtet man nur das Cover dieses Thrillers ist man gleich mehr als begeistert. Je länger ich jedoch in diesem Buch gelesen habe, umso weniger konnte es mich packen.
    Dazu muss zuvor erwähnt werden, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat und ihre fundierte Sachkenntnis im Bereich Gerichtsmedizin unter Beweis stellt. Ein klarer Pluspunkt dieses Thrillers!


    Doch wo ich sonst die skandinavischen, düsteren Krimis und Thriller bevorzuge, so wirkt für mich das Gesamtwerk zu konstruiert und extrem. Liegt vielleicht auch daran, dass ich mit den beiden Hauptfiguren Rosa Lopez und Viktor Saizew nicht viel anfangen konnte. Viktor Saizew muss sich mit einer schwerwiegenden Krankheit auseinandersetzen und Rosa Lopez leidet darunter, dass der Entführungsfall ihres Kindes vor acht Jahren, bis heute nicht aufgeklärt ist. Beide leben in extremen Welten, die im Laufe der Ermittlungen immer wieder zutage treten. 
    Vielleicht ist es die Angst, die die Autorin in die Figurenzeichnung eingebaut hat, die mich nicht fesseln konnte, da niemand mit den beiden Hauptprotagonisten gerne zusammenarbeiten möchte. 


    Trotzdem würde ich empfehlen, sich einen eigenen Eindruck über diesen Thriller zu verschaffen, denn Potential ist auf jeden Fall vorhanden. 

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    WortGestalts avatar
    WortGestaltvor 3 Jahren
    Thriller nach Maß, eigenständig und großartig erzählt

    Dass man es bei diesem Thriller mit einem sprachlich geschickten Werk zu tun bekommen könnte, ahnt man schon, wenn man sich das kurze Interview mit der Autorin durchliest, das der Verlag vor der Veröffentlichung des Buches auf seiner Homepage online stellte. Die Antworten, die Katja Bohnet auf Fragen wie „Neben der Arbeit als Schriftstellerin – was wären alternative Berufe für Sie? Und warum?“, „Welches Buch sollte jeder einmal gelesen haben?“ oder „Was ist ihre Lebensphilosophie?“ gibt, lauten „Privatier. Keine Ahnung, was das ist, aber es klingt gut.“, „Ein lustiges Taschenbuch. Im eigentlichen und übertragenen Sinn.“ und „Ein Leben ohne eine Philosophie scheint mir schon anspruchsvoll genug.“ und lassen Individualismus erkennen. Das bei einem Thriller zu finden, ist nicht mehr leicht, aber genau das hat „Messertanz“, etwas individuelles.

    Der Klappentext wird dem Buch dabei kaum gerecht, fast verheimlicht er, dass hier mehr auf den Leser wartet, als die „verstümmelte Leiche“, die dort angepriesen wird. Auch das „eigenwillige Ermittlerteam“ und die Spur in die „Vergangenheit der Ermittler“ klingen erstmal nach Triggerbegriffen, die eben in so einen Thriller-Klappentext gehören, um ihn zu verkaufen. Was ja prinzipiell auch gut ist, dieses Buch sollte dringend gekauft werden. Aber „Messertanz“ ist eindeutig mehr als Stangenware und das kaschiert der Klappentext ein wenig.

    Die bereits erwähnte, verstümmelte Leiche, die die Handlung eröffnet, hört auf den Namen Alla Kusmin. Ein russischer Name, wie dem LKA-Ermittler Viktor Saizew gleich auffällt, der mit seiner Kollegin Rosa Lopez den Leichenfundort untersucht. Er wurde selbst in St. Petersburg geboren und ist Anfang der 1990er Jahre mit seiner Großmutter Mila nach Berlin gekommen. Wie viele andere Spätaussiedler verschlug es sie in den Stadtteil Marzahn. Dort liegt nun auch die ermordete Alla Kusmin in ihrer Wohnung. Die Tochter Tonja reagiert wenig bestürzt über die Nachricht des gewaltsamen Ablebens ihrer Mutter. Und noch in der gleichen Nacht wird sie ein weiteres Mal mit blutiger Gewalt konfrontiert, als ein junger Mann, Foma Lassarev, auf der Straße von einem Unbekannten niedergestochen wird. Es soll nicht der letzte Mordversuch in diesem Thriller bleiben. Und dann ist da noch Lew Petrow, ein gutaussehender Geschäftsmann aus Russland, galant, charmant, raffiniert. Regelmäßig pendelt er von Berlin nach St. Petersburg nach Moskau. Er ist wichtig. Er hat zu tun. Er macht große Geschäfte mit wertvollem Gut. Unbezahlbar ist in seiner Welt nichts.

    Die Geschichte, die sich daraus entspinnt, hat erfreulich wenig mit einem oberflächlichen Metzelei-Thriller zu tun, sondern birgt die sehr gewandt erzählte Geschichte mehrerer Leben, die sich kreuzen, die sich schneiden, die sich zerstören und sich Schaden zufügen, teilweise unwissend, teilweise kalt kalkuliert. Es ist eine Geschichte, die mehr thematisiert als man auf den ersten Blick ahnt, die tiefer geht in das, was man Familie nennt, die verschiedene Extreme dieses großen Wortes auslotet, die Nuancen und Schattierungen unterschiedlicher Exemplare von Müttern, Vätern, Söhnen und Töchtern, Enkeln, Eltern, Ehepartnern und Geschwistern kontrastiert. Das alles erzählt Katja Bohnet aber ohne Sentimentalität und baut damit eine sehr eindringliche Szenerie auf, in der die Gegensätze kaum größer sein könnten, wenn es darum geht, was Familien Menschen bedeuten und was sie mit ihnen anrichten können, wie groß Liebe, Sehnsucht und Hass sein und wozu sie Menschen treiben können.

    Spannend fand ich dabei nicht nur die Erzählstruktur mit dem Wechsel zwischen verschiedenen Handlungssträngen, sondern auch die Zeichnung der Figuren und der Stimmung, die sie transportieren. Ich habe an den Figuren fast eine Art Silhouette aus Empfindungen wahrgenommen, an den Ermittlern Rosa und Viktor, die eine durch eine schwere Schuld fast gebückt, der andere ein Hüne wie Obelix, der ins Wanken gerät und dessen Fall einem Erdbeben für seine Mitmenschen gleichkommt. Das alles produziert zu großen Stücken die starke Erzählstimme der Autorin, eine mehr als tolle Sprache, sehr klar, sehr präzise, ohne ausgediente Dialoge oder aufbauschende Phrasen. Und mit einem Hauch Lakonie, der an manchen Stellen den Ernst der Lage zu entschärfen wusste, der mir die Figuren noch näher brachte und sie glaubwürdig in diesen wirklich kranken und sehr perfiden Plan einpasste, von dem der Täter getrieben wurde. An ein, zwei Stellen muckte mein Kopf kurz auf, wollte sich über ein paar Zufälle zu viel beschweren, aber auch dafür hatte das Buch die passende Antwort bereit: „Es gibt keine Zufälle (…) . Nur Schicksal.“ (Zitat aus "Messertanz", S. 272)

    Fazit: „Messertanz“ hat eine arg gut eigenständige Erzählstimme, eine eigenständige Atmosphäre und eigenständige Figuren. Ein Thriller nach Maß. Und ein wirklich perfider Plot! Ich würde lieber gestern als heute den nächsten Roman von Katja Bohnet lesen wollen. Ganz gleich, worum es ginge.

    Bewertung: 4,22 Punkte = 4 Sterne
    Stil: 4/5 | Idee: 5/5 | Umsetzung: 4/5 | Figuren: 5/5 | Plot-Entwicklung: 4/5
    Tempo: 4/5 | Tiefe: 4/5 | Komplexität: 4/5 | Lesespaß: 4/5 = 4,22 Punkte

    © http://wortgestalt-buchblog.blogspot.de

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    Manu2106s avatar
    Manu2106vor 3 Jahren
    Messertanz

    Warum der Titel des Buches "Messertanz" ist, der meiner Meinung nach perfekt passt, erfahren wir im Laufe der Geschichte.

    Menschen verschwinden. Menschen sterben. Heute ist es Alla Kusmin. Erstochen und verstümmelt. Die Leiche der Russin liegt in einer Wohnung in Berlin-Marzahn. Viktor Saizew und Rosa Lopez, ein eigenwilliges Ermittlerteam, werden vom LKA Berlin mit dem Fall betraut. Die beiden stellen Nachforschungen in der Familie der Ermordeten an und geraten in einen Sumpf von Korruption, in dem jeder käuflich ist und in dem selbst die Täter Opfer sind. Die Spur führt nach Russland - aber auch tief in die Vergangenheit der beiden Ermittler.

    Es hat ein wenig gedauert bis ich richtig drinne war in der Geschichte, mich haben die verschiedenen Charaktere und die ganzen Zeitsprünge und wie es alles zusammenhängt verwirrt. Doch nach und nach wurde das Bild welches das Puzzle ergeben sollte, immer klarer.
    Trotz der anfänglichen schwierigkeiten konnte ich das Buch nach einger Zeit nicht mehr aus den Händen legen, denn ich wollte unbedingt wissen wie es aus geht. Keine Frage die zwischendurch aufkam blieb unbeantwortet und einen schönen Showdown gibt es zum Ende auch noch.

    Die Charaktere werden alle gut beschrieben, von jedem bekommen wir ein gutes Bild.
    Viktor Saizew und Rosa Lopez sind zwei sehr eigenwillige Ermittler, die wie jeder sein eigenes Päckchen zu schleppen haben. Ich fand  die Privaten Einblicke die ich bei ihnen gewinnen konnte sehr interessant, aber ans Herz gewachsen sind sie mir nicht, einen richtigen Draht konnte ich leider nicht aufbauen.
    Siska Mohn, die Rechtsmedizinierin, dagegen fand ich vom ersten Augenblick sehr sympathisch, von ihr hätte ich gerne mehr gelesen.

    Die Beschreibungen der Schauplätze und der Opfer sind detilliert, aber nicht ausschweiffend, genau richtig.

    Den Schreibstil fand ich angenehm. Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven und auch Zeiten, die mich vorallem zu Beginn verwirrt haben, diese haben mich leider ins holpern gebracht, da ich zu erst nicht wußte mit wem ich gerade wo und wann bin.
    Die 302 Seiten wurden in 56 unterschiedlich lange Kapitel, sowie Prolog und Epilog unterteilt.

    Trotz der anfänglichen verwirrung hat mich "Messetanz" gut unterhalten, einfach selber lesen.

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    JanaBabsis avatar
    JanaBabsivor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Gelungenes Debüt !
    Von Berlin nach Moskau - länderübergreifende Ermittlungen

    In Berlin-Marzahn wird die Leiche von Alla Kusmin aufgefunden. Arterielles Blut an der Decke und ein vielfach grausamer verstümmelter Leichnam, weisen darauf hin, dass die Frau einen schrecklichen Tod gestorben sein muss.

    Foma Lassarev findet an 3 Tagen hintereinander die Ankündigung zu einem Auftritt von "Sista Marx" in seinem Briefkasten. Obwohl er sonst nicht auf solche Art von Unterhaltung steht, sieht er in der 3maligen Aufforderung einen Hinweis, der ihn jedoch fast das Leben kostete. Vor dem Club "Fern und Weh" wird er von einem Unbekannten niedergestochen.

    Auf einem Kinderspielplatz verschwindet ein Kind.

    Zwischen diesen Verbrechen gibt es keinen Zusammenhang. Oder doch?
    Ein Glück, dass das Ermittlerteam Viktor Saizew und Rosa Lopez genauer hinschaut.

    Für mich war "Messertanz" das 1. Buch von Katja Bohnet - für Katja Bohnet war es der 1. Thriller.

    Zu Anfang ist die Geschichte für den Leser etwas verwirrend. Es tauchen recht viele Protagonisten auf und die Autorin erzählt sowohl aus der Vergangenheit als auch der Gegenwart. Es ist nicht immer auf den 1. Blick klar erkennbar, in welcher Zeit man sich gerade befindet, aber mit Fortschreiten der Geschichte fügt sich dann alles logisch zusammen und die Verbrecherjagd führt unser Ermittlerteam von Berlin über St. Petersburg nach Moskau. Dort findet die ganze Geschichte ihre Auflösung.

    Die beiden Kriminalkommissare Rosa Lopez und Viktor Saizew, haben ihre eigenen Dämonen im Gepäck, genau wie viele anderen Ermittler vor ihnen.

    Rosa Lopez leidet unter Depressionen und schweren Selbstvorwürfen seit vor 8 Jahren ihr Sohn einfach so verschwunden ist.

    Viktor Saizew ist eigentlich aufgrund einer Krankheit vom Dienst beurlaubt, aber zu Hause rumsitzen kann er auch nicht, also hilft er seiner langjährigen Kollegin einfach bei den Ermittlungen.

    Saizew und Lopez verbindet ein gemeinsames Erlebnis, bei dem Viktor schwer verletzt wurde. Dieses Erlebnis hat ihr Verhältnis zueinander verändert, aber irgendwie kann der Eine nicht ohne den Anderen sein.

    Die beiden Kommissare wachsen einem nicht sofort auf der 1. Seite ans Herz. Zumindest bei mir brauchte es ein paar Seiten, bis ich mich voll und ganz auf sie einlassen konnte.

    Wer mir von Anfang an gut gefiel, war die Gerichtsmedizinerin Siska Mohn. Sie brachte in einen doch eher düsteren Alltag ein wenig Licht. Aber auch sie kämpft mit den Schatten ihrer Vergangenheit.

    Der Schreibstil von Katja Bohnet ist sehr angenehm, das Buch lässt sich flüssig lesen und auch wenn die Handlungen am Anfang eher verwirren, kann man das Buch nicht gut aus der Hand legen bis man dann die ganze Auflösung erfahren hat. Zum Ende häufen sich die Zufälle, aber das Buch büßt trotzdem nichts von seiner Spannung ein.

    Für meinen Geschmack - ein gelungenes Debüt !!
    Hoffentlich ermitteln Viktor und Rosa bald erneut in einem Mordfall. 

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Ein packendes Debüt

    Viktor Saizew und Rosa Lopez arbeiten als Ermittlerteam für das Landeskriminalamt Berlin. Beide sind sehr eigenwillig: Lopez leidet unter dem Verlust ihres Sohnes, der vor Jahren von einem Spielplatz spurlos verschwunden ist, und macht sich schwere Selbstvorwürfe deshalb, Viktor kämpft seit kurzem mit einer Krankheit, die ihn im Grunde berufsunfähig macht, und zudem noch mit Dämonen aus seiner Vergangenheit.

    Als in Marzahn die Leiche einer Frau gefunden wird, übernimmt Lopez die Ermittlungen. Die Russin Alla Kusmin wurde stark verstümmelt und erstochen in ihrer Wohnung aufgefunden. Seltsam emotionslos nimmt die Tochter der Toten, Tonja Kusmin, die Nachricht entgegen und weigert sich dabei auch noch, am Fundort zu erscheinen. Stattdessen gibt sie ein Konzert in einem Klub, vor dem im Anschluss Foma Lassarev mit einem Messer attackiert wird. Glücklicherweise wird der Zahlenfreak gerettet - von Tonja Kusmin. Bloßer Zufall? Denn schon schnell ist die spezielle Persönlichkeit die Hauptverdächtige im Mordfall Alla Kusmins...

    Zugegeben haben mich die unterschiedlichen Handlungsstände anfangs etwas ratlos gemacht - doch die etwas sperrigen Ermittler Lopez und Viktor haben mich sofort fasziniert. Viktor, der trotz der Beurlaubung aufgrund seiner krankheitsbedingten Aussetzer, seiner Partnerin zu Seite steht, ist ein wahrer Bär von einem Mann und mir auf Anhieb sympathisch. Lopez machte auf mich erst einmal einen leicht autistischen Eindruck, aber je weiter ich gelesen habe, desto besser konnte ich ihre innere Auseinandersetzung einerseits verstehen, wollte ihr aber andererseits vor allem auch helfen.
    Mit der quirligen, leicht skurrilen und reichlich sprechenden Rechtsmedizinerin Siska Mohn, die ihren Dienst in Berlin gerade aufgenommen hat, kommt frischer Wind in den Personenkreis und die doch verhältnismäßig düstere Szenerie.

    Bemerkenswert fand ich jedenfalls, dass die Autorin Katja Bohnet die einzelnen Puzzleteile, die anfangs noch nebeneinander auf dem Tisch liegen, nach und nach gekonnt zusammenfügt. Durch kleinere Details entstand so bei mir der ein oder andere Aha-Effekt. Dafür taucht man immer tiefer in eine Welt voller Korruption, Menschenhandel, Missbrauch und anderen Grausamkeiten. Man begleitet Lopez und Viktor auf ihrer Reise nach Sankt Petersburg und weiter nach Moskau - und gleichzeitig auch immer mehr in ihre eigene Vergangenheit...

    "Messertanz" ist ein düsterer Thriller, der sehr gekonnt von Brutalitäten und Parallelwelten erzählt, die wir uns vermutlich nicht annähernd vorstellen können. Das Debüt Katja Bohnets hat mich mit seinen sympathischen Ermittlern plus der erfrischenden Rechtsmedizinerin, einer realistischen wie grausamen Handlung und der dafür gewählten Sprache überzeugt. Die reduzierten Sätze, die in schnellen Bildern eine plausible Geschichte erzählen, hat regelrecht einen Sog entfacht und an der ein oder anderen Stelle manche klare Vorstellung von Gut und Böse verwischt. Dabei gilt es noch zu erwähnen, dass es hier nicht gerade zimperlich von Statten geht - und dennoch schafft es die Autorin, die besonders heftigen Geschehnisse nicht zu detailliert zu beschreiben - was allerdings nicht bedeutet, dass man sie nicht doch im Kopf 'sieht'... Immer wieder haben mich Wendungen und Erkenntnisse überrascht, so dass ich die rund 300 Seiten - trotz einer kleinen Häufung von Zufällen zum Ende hin - als sehr spannend empfunden habe.

    Fazit: Eine überzeugendes Debüt, das mich auf weitere Fälle neugierig gemacht hat! Eine klare Empfehlung für Thriller-LeserInnen.

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    DunklesSchafs avatar
    DunklesSchafvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Die Krimiszene hat ein neues, eigenwilliges Ermittlerpaar: Rosa Lopez und Viktor Saizew!
    Komplex und düster - spannend!

    Alla Kusmin wird tot in ihrer Wohnung aufgefunden – erstochen und verschandelt. Das eigenwillige Ermittlerteam, Rosa Lopez und Viktor Saizew, selbst mit einigen Problemen belastet, übernehmen den Fall. Als Viktor, der eigentlich beurlaubt ist, die Tochter Tonja verständigt, will diese nicht kommen. Was ist zwischen der Tochter und der Mutter vorgefallen, dass deren Mord sie so kalt lässt? Zur gleichen Zeit besucht Foma ein Konzert. Eine Werbung hat ihn hingelockt, auch wenn er eigentlich kein Musikfan ist. Als er auf dem Rückweg ist, wird er das Opfer eines Überfalls. Ein Angreifer attackiert ihn mit dem Messer. Seine Retterin ist – Tonja Kusmin.

    Und dies sind nicht die einzigen Handlungsstränge bzw. Charaktere, die dem Leser in den ersten Seiten begegnen, so dass am Anfang ein wenig Verwirrung herrscht, die sich aber zum Glück kurz darauf legt. Insgesamt ist der Thriller sehr verschachtelt und komplex, so dass man beim Lesen schön knobeln kann, wie das denn alles zusammenhängt. Alle Spuren deuten nach Russland, denn nicht nur die Toten bzw. der Angegriffene sind Russen, sondern ja z. B. auch Viktor. So ist es auch nicht überraschend, dass es irgendwann nach Russland geht, überraschend war aber, dass es fast ein Roadtrip ist, der hier in die Herzen Russlands führt. Doch die Spuren führen auch tief in die Vergangenheit, nicht nur in die, der Opfer, sondern auch die Ermittler müssen zurückblicken.

    Das ungewöhnliche Ermittlerpaar besteht aus Rosa Lopez und Viktor Saizew. Lopez Sohn ist vor einigen Jahren verschwunden und seitdem ist Lopez mehr am funktionieren als am leben. Sie sitzt ständig im Büro von Dirk Finder, dem Beamten der Vermisstenstelle, und ihr Familienleben gestaltet sich als schwierig. Doch Lopez und Viktor verbindet eine lange Partnerschaft, so dass sie Viktor ungefragt zur Hilfe zwingt, als sie erfährt, dass er Anfälle hat, die ihn gesundheitlich so beeinträchtigen, dass ihn sein Chef beurlaubt hat. Neu hinzu kommt die Gerichtsmedizinerin Siska Mohn, die quietsch vergnügt und plappernd in das Team tritt und für Irritationen sorgt. Doch auch hier gibt es Schattenseiten. Das eigenwillige Duo bekommt mit Siska einen anderen Pol, der für einen Ausgleich sorgt. Denn insgesamt wirkt das Ermittlerteam recht düster und hat ein wenig Auflockerung nötig, auch wenn es sich um einen Thriller handelt und dieser natürlich schon von jeher düster ist.

    Der Thriller könnte ein paar weniger Zufälle vertragen, aber nichtsdestotrotz war er sehr spannend. Am besten fand ich die verwirrenden Handlungsstränge, die es gilt zusammenzufügen und hier ist es der Autorin immer wieder gelungen, den Leser in die Irre zu führen oder noch eine überraschende Wendung einzubauen. Einen Serienmörder, der es speziell auf Russen abgesehen hat, sucht man vergeblich, es steckt ein Plan dahinter. Es geht um Kinder und Familie – für die einen ein Heim, für die anderen ein Schrecken. Und so zeigt der Thriller mehr Tiefe als das Cover, welches im mainstream-typischen Flair gestaltet ist, vermuten lässt, auch wenn die Szene mit dem Messer sehr treffend ist.

    Fazit:
    Die Krimiszene hat ein neues, eigenwilliges Ermittlerpaar: Rosa Lopez und Viktor Saizew, die in einem Fall mit russischen Verbindungen auch tief in ihrer eigenen Vergangenheit wühlen müssen. Spannend!

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    Tanja81s avatar
    Tanja81vor 3 Jahren
    Spannend

    Messertanz

    Alla Kusmin wird tot in ihrer Wohnung aufgefunden! Rosa Lopez und Viktor Saizew untersuchen in dem Fall! Beide  haben es nicht leicht, Lopez hat vor 8 Jahren ihren Sohn durch eine entführung verloren, und auch Viktor hat in seiner vergangenheut in Russland einiges mitmachen müssen! Außerdem geht es ihm Gesundheitlich nicht wirklich gut! Viktor ist eigentlich beurlaubt, aber davon lässt er sich nicht abhalten in dem Fall mit zu Arbeiten!
    Zuerst Tappen sie völlig im Dunken was die ermittlungen angeht, aber dann geht doch alles relativ schnell!

    Es geschehen Morde, Kinder werden entführt, es geht um Misbrauch, und um gewalt! Keine einfachen Themen!

    Die Rechtsmedizinerin Siska Mohn ist ein bisschen "schräg", aber ich finde sie ist in diesem Buch Perfekt aufgehoben! Ich mochte gerne von ihr lesen!

    Die  Ermittlungen fürhren Lopez und Viktor von Berlin nach St.Petersburg und anschließend  nach Moskau! Es ist eine sehr spannende Suche nach einem skrupellosen Mörder, der aber auch noch sehr viele andere dinge getan hat!


    Für mich waren die ersten Kapitel sehr verwirrend, weil man zwar viele Charaktere kennengelernt hat, aber nicht wirklich versteht wie diese mit dem Fall zusammen hängen! Da muss man sich dann immer weiter rein lesen! Und mit der Zeit klärt sich alles nach und nach auf! Das hat mir an dem Buch wirklich sehr gut gefallen!
    Man war mittendrin im geschehen, auch wenn es zuerst verwirrend war musste man einfach weiter lesen! Mich hat "Messertanz" von anfang an gefesselt!


    Auch sehr gut haben mir die Kurzen Kapitel und der Schreibstil gefallen! Man konnte das Buch sher gut und flüssig lesen! Ich werde das Buch auf jeden fall weiter empfehlen!

    Ich hoffe in Zukunft noch einiges von Katja Bohnet zu lesen!

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    Chrissie007s avatar
    Chrissie007vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Rasant, spannend, brutal!
    Messertanz

    Das Buch „Messertanz“ ist das Debüt von der Autorin Katja Bohnet. Ich sage es gleich zu Anfang: Der Thriller ist nichts für schwache Nerven.
     
    In dem Buch geht es um das Ermittler-Duo Rosa Lopez und Viktor Saizew, die in Berlin in dem Mordfall der toten Alla Kusmin ermitteln. Im Verlauf der Ermittlungen werden beide Ermittler – wie es auch die Inhaltsangabe verrät – mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert und das wirklich nicht zu knapp.
     
    Am Anfang des Buches ist alles etwas verwirrend, da man als Leser innerhalb weniger Kapitel viele Charaktere kennenlernt und man nicht wirklich sehen kann, wie diese alle miteinander verknüpft sind bzw. ob sie es überhaupt sind. Die Verwirrung schwindet aber nach den ersten 80 bis 100 Seiten, so dass ich ab dem Zeitpunkt nur noch gefesselt war von dem Buch. Ich wollte einfach wissen, nein ich musste wissen, warum wer was tut. Die Geschichte zog mich also immer mehr in ihren Bann.
     
    Beide Ermittler haben so ihre privaten Probleme: Rosa Lopez’s Sohn ist vor 8 Jahren von einem Berliner Spielplatz entführt worden, woran sie sich die Schuld gibt und dementsprechend sehr hart dran zu knabbern hat. Vikor Saizew ist bis auf Weiteres beurlaubt worden, weil er an einer Krankheit leidet, die sich in diversen Aussetzern zeigt (Ohnmacht, Zucken, Zeitverlust, Wahrnehmungsstörungen etc.).
     
    Während des Lesens wird man konfrontiert mit Korruption, Misshandlung von Kindern, Entführung von Kindern, Familienhass, entzweite Familien sowie mit dem Menschenhandel, der über Ländergrenzen hinausgeht.
     
    Die Kapitel teilen sich auf zwischen den Ermittlungen zum Mordfall sowie Einblendungen eines brutalen Killers, dessen Motive zu Anfang noch unklar sind. Auch nach dem zweiten Mordfall sind die Zusammenhänge noch nicht klar ersichtlich, aber ich habe gerätselt und gegrübelt.

    Ungefähr in der Mitte des Buches erfahren wir auch, ob und wie der Titel des Thrillers mit dem Inhalt zu tun hat. Das war für mich einer unter vielen "Aha-Effekten" während des Lesens. 
     
    Die Autorin schafft es, durch kurze Sätze und „kleine“ Kapitel, den Spannungsbogen hochzuhalten. Die Sprache ist einfach und unkompliziert. Ich als Leser hatte deshalb das Gefühl, dass ich mit dem Lesen schnell vorankomme, zumal einige Kapitelenden mir den Atem stocken ließen.
     
    Die Autorin entführt den Leser nicht nur nach Berlin-Marzahn – der Stadtteil, in dem der erste Mord geschah -, sondern auch nach St. Petersburg und Moskau. Da ich selbst schon in beiden Städten war, war ich sehr gespannt darauf, ob ich in Schauplätze eintauche, die ich selbst schon mit eigenen Augen gesehen habe. Leider habe ich es damals verpasst, den Gorki-Park in Moskau zu besuchen.
     
    Ohne in meiner Rezension zu viel zu verraten, aber wir haben es hier mit einer sehr kranken und kaputten Familie zu tun, die vor Jahrzehnten aus Russland nach Deutschland geflüchtet ist. Dasselbe hat auch Viktor Saizew getan; in seinem Fall war seine Großmutter die treibende Kraft, Russland zu verlassen, zum Wohle ihres Enkels. Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht.
     
    Die gesamte Geschichte hat eine sehr düstere Grundstimmung, die dann aber durch die Rechtsmedizinerin Siska Mohn aufgelockert wird. Wie sagt man so schön: Sie bringt Leben in die Bude.
     
    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich spreche eine eindeutige Leseempfehlung aus! Wer es nicht liest, verpasst etwas! Selten so einen tollen, rasanten und brutalen Thriller gelesen. 

    Wie ich bereits erwähnte, mag ich die kurzen Sätze und Kapitel. Außerdem sind mir die Ermittler mit ihren Ecken und Kanten tatsächlich ans Herz gewachsen. Auch die Mordermittlungen sind spannend und von der Autorin auf das Wichtigste reduziert worden. Es gibt zum Beispiel keine langen Ausführungen zu den Arbeiten an den Tatorten (Spurensicherung etc.), die Autorin beschränkt sich auf die „geistige“ Arbeit der Ermittler, was mir persönlich neu war, aber mir trotzdem gefallen hat.
     
    Jedem, der auf deutsche Thriller mit eigenartigen Ermittlern steht, kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen. Ich freue mich bereits auf den zweiten Teil, der hoffentlich sehr bald erscheint, damit ich erfahren darf, wie es mit Rosa Lopez und Viktor Saizew weitergeht. 

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