Katja Doubek Königin der Meere

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Inhaltsangabe zu „Königin der Meere“ von Katja Doubek

Anne Bonny - Piratin der Karibik Charleston, 1715: Der 16-jährigen Anne ist es zu langweilig auf der Plantage ihres Vaters. Als der sie gegen ihren Willen verheiraten will, flieht sie und heuert als Mann verkleidet auf einem Piratenschiff an. Sie bringt es bis zum Kapitän und lehrt mit unerschrockenen Raubzügen die Männerwelt der Karibik das Fürchten. Doch ihre Schwäche für Jack Rackham wird ihr zum Verhängnis …

Dieses Buch war so viel besser als erwartet und ist der Grund, warum ich heute Historische Romane lese. Wundervoll!

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  • Gut, aber nicht soo fesselnd

    Königin der Meere

    Ayumi1

    19. January 2014 um 09:22

    An sich ist die Geschichte interessant, spannend und gut zu lesen. Macht also sicher Spaß, insbesondere wenn man sich für dieses Thema interessiert, hat aber nicht das Zeug zum Bestseller. Anne Bonny führte ein aufregendes Leben - so könnte es vielleicht gewesen sein. Nachdem sie mit James Bonny von zuhause abhaut, da sie verheiratet werden soll, wird sie Pirat(in) und steigt nach einiger Zeit sogar zum Kapitän auf. Unterwegs trifft sie viele andere Freunde, aber auch Feinde... Das Buch ist flüssig zu lesen, interessant und mit lebendigen Charakteren, die man zum Teil schnell liebgewinnt. Mit Anne konnte man sich großteils identifizieren, bis auf die Momente natürlich in denen andere Schiffe gekapert werden, doch immerhin versucht sie Blutbäder zu vermeiden. Ich muss sagen, so gefesselt dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte, hat es mich nicht, aber zufrieden bin ich eigentlich trotzdem. (Schon weil ich das Buch für 3€ als Mängelexemplar ergattert habe). Ist also kein absolutes Muss, aber kein schlechter Kauf und wer weiß, vielleicht sind andere davon ja noch begeisterter als ich.

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  • Rezension zu "Königin der Meere" von Katja Doubek

    Königin der Meere

    sddsina

    23. June 2012 um 21:50

    Normalerweise bin ich gar kein Fan von historischen Romanen, aber aus einer Laune heraus hatte ich unheimlich Lust auf einen Roman über eine Piratin. Nach schneller Recherche fand ich mehrere Empfehlungen für "Königin der Meere" und habe es mir kurzerhand besorgt. In nur 3 Tagen hatte ich dieses mehr als spannende Buch durch, war zwischen den verschiedesten Gefühlen hin- und hergerissen und zum Schluss des Buches absolut zufrieden. Zum Inhalt: Dieses Buch dreht sich um das Leben der Piratin Anne Bonny. Der Leser begleitet die junge Frau von Geburt an und erfährt alles über schwierige Familienverhältnisse und das nicht zu zügelnde Temperament des Mädchens. Als Piratin ist sie weit über die Landesgrenzen bekannt geworden und lehrte die Männerwelt der Karibik das Fürchten. Wie sie zur Piratin wurde und wie sie sich dafür verantworten musste erzählt dieses Buch, das vor allem auf die Unterhaltung des Lesers ausgelegt wurde. Natürlich ist "Königin der Meere" nur etwas für Leser, die (so wie ich) unheimlich gern etwas über das Leben einer Piratin lesen möchten. Dazu muss man aber bedenken, dass es sich hier nicht ausschließlich um einen logischen Erfahrungsbericht handelt, Annes Privatleben steht ständig im Vordergrund und so sind Liebe, Verrat und Schwangerschaften entscheidene Themen dieses Buches. Wer sich auf solche Unterhaltung nicht einlassen will, der ist mit diesem Buch sicher nicht gut beraten. Gleich zu Anfang fiel mir der sehr flüssige und angenehm lesbare Schreibstil der Autorin auf. Anne war als Charakter mehr als spannend zu beobachten. Zu Anfang ist sie noch ein sehr naives Kind und so habe ich mich selbst öfter dabei ertappt, wie ich genervt von ihrem dummen Verhalten war. Im Nachhinein hat die Autorin dadurch aber eine besondere Glaubwürdigkeit geschaffen, denn Anne entwickelt sich als Charakter während des Buches erstaunlich stark weiter. Schnell konnte ich mich voll in sie hineinversetzen und war beeindruckt von der Glaubwürdigkeit ihrer Person. Neben Anne gibt es noch Mary, die zu einer Art zweiten Protagonistin wird. Marys Geschichte hat mich mindestens genauso stark eingenommen wie die von Anne und so habe ich auch diese Frau gern begleitet und besonders mit ihr mitgelitten. Sie war überzeugend beschrieben und ich habe ihr jedes Wort komplett geglaubt, sodass man wirklich ein Lob an die Autorin aussprechen muss, die es mit wenigen Worten geschafft hat mich diesen beiden Frauen so nah zu bringen. Was einige Leser vielleicht bemängeln könnten ist, dass es zum Schluss doch fast etwas sehr viel "Happy End" ist. Für mich war es genau die richtige Prise, nicht zu kitschig, aber eben doch ein glücklicher Ausgang, sodass man das Buch mit einem zufriedenen Grinsen schließen kann. Nach viel Blut vergießen und Grausamkeiten während der Geschichte mag das Ende so einigen zu schön vorkommen, aber das ist eben Geschmackssache. Ich habe mich nicht daran gestört, mir hat es genau so gefallen wie es ausging. Zur Richtigkeit der Recherche bei dem Buch kann ich nichts sagen, da ich mich mit Schiffen oder der Piraterie im 18. Jahrhundert sonst nicht auskenne. Für mich war dieser Aspekt aber auch nicht weiter wichtig, denn wie bereits erwähnt, ist dieser Roman in erster Linie auf die Unterhaltung ausgelegt. Ich habe mich mehr als unterhalten gefühlt, die überraschenden Wendungen mit offenem Mund zur Kenntnis genommen, mitgefiebert bis zum Schluss und sehe somit alle Anforderungen an ein wunderschönes Buch erfüllt - von mir gibt es daher in jedem Fall 5 Sterne, alles andere würde meiner Meinung nach dem Buch nicht gerecht werden. Fazit: Auch wenn das Wort "Furzdonnerschlag" mich zeitweise an den Rand des Wahnsinns getrieben hat, habe ich dieses Buch geliebt. Noch zu Anfang war ich mehr als skeptisch und dachte es würde mir mit dem ganzen Verrat, der Brutalität und den Grausamkeiten in die ganz falsche Richtung laufen, aber Anne und auch Mary konnten als Charaktere so überzeugen, dass alle Zweifel schnell ausgeräumt waren. Ich empfehle dieses Buch vor allem Frauen, die sich für Piratinnen interessieren. Ich bin mir fast sicher, dass Männer sich bei dem ganzen Emanzipationsgerede von Anne irgendwann doch genervt zurückziehen, aber das soll jeder für sich selbst wissen. Ich jedenfalls liebe das Buch sehr und es bekommt einen besonderen Platz bei mir im Bücherregal.

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  • Rezension zu "Königin der Meere" von Katja Doubek

    Königin der Meere

    Keeweekat

    05. September 2011 um 21:18

    Anne Cormac, Tochter eines aufsteigenden Plantagenbesitzers und einer Dienstmagd, ist von Kindesbeinen an ein ausgemachter Dickkopf und schändlich unmädchenhaft. Sie sträubt sich gegen ihren Handarbeits- und Konversationsunterricht, läuft immer wieder heimlich davon und stößt ihren Vater vor den Kopf, als sie sich weigert, den Sohn eines reichen Geschäftspartners zu heiraten. Stattdessen reißt sie mit James Bonny aus, einem Seefahrer und Lebenmann, der sie heiratet und bald darauf im Stich lässt. Anne beschließt, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen, verkleidet sich als junger Mann und heuert unter dem Piratenkapitän Vane auf dessen Schiff an. Dort fühlt sie sich stark zum Quartiermeister „Calico“ Jack Rackham hingezogen. Als der zum Kapitän seines eigenen Schiffes wird und durch Trunkenheit und Drogenexzesse immer mehr zu einem körperlichen Wrack verkommt, schwingt sich Anne zur neuen Anführerin ihrer Crew auf – und wird zu einer der erfolgreichsten und meistgesuchtesten Piraten der Karibik. Meine Meinung: Katja Doubek liefert mit „Königin der Meere“ ein farbenprächtiges Bild vom Leben der Anne Bonny, eine der bekanntesten Piratinnen des frühen 18. Jahrhunderts. Voller fabulierlust schildert sie Annes von Rebellentum geprägte Kindheit auf der Plantage ihres Vaters und ihr Heranwachsen zu einer dickköpfigen, abenteuerlustigen Frau, die gegen die damaligen Konventionen kämpft. Ungeschönt beschreibt die Autorin auch die Sklaverei in der damaligen Zeit. Zur Höchstform läuft sie aber auf, als Annes Abenteuer auf See beginnen. Ihr Wissen über die Bauweise von verschiedenen Schiffen, den Funktionen auf Deck und das Piratentum ist erstaunlich, hier wurde wirklich gut recherchiert. Das Buch ist durchweg spannend und lässt sich kaum aus der Hand legen. Die Dialoge wirken zeitgemäß und ungekünstelt und sowohl Action- als auch ruhigere Szenen lesen sich packend. Doubek legt eine großartig komponierten Geschichte voller unerwarteter und einfallsreicher Wendungen vor. Man merkt förmlich, wie viel Spaß sie beim Schreiben hatte. Einzige Kritikpunkte: Annes Verhältnis zu den Männern in ihrem Leben wirkt naiv und in manchem Augenblick sogar unglaubwürdig. Dass sie sich hals über Kopf in James Bonny verliebt ist nachvollziehbar, immerhin ist sie jung und fällt auf sein gutes Aussehen und seine verwegene Art herein, die ihr all die Abenteuer verspricht, von denen sie immer geträumt hat. Weshalb sie aber ihre Liebe zu Calico Jack nicht aufgibt, obwohl er die ganze Zeit über säuft wie ein Fass, sich benimmt wie der übelste Kneipenrüpel und sie hin und wieder behandelt wie ein Stück Dreck, konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen. Weshalb sollte eine selbstbewusste, starke Frau immer wieder zu einem Mann ins Bett steigen, dem eine gemeinsame Zukunft augenscheinlich egal und der Alkohol viel wichtiger ist? Unbegreiflich. Wett gemacht wurden diese Episoden jedoch vom unverhofften Ende, mit dem ich wirklich gar nicht gerechnet habe und mich wie ein kleines Mädchen auf und ab hüpfen lassen hat. Zuletzt hab ich nur noch zu beanstanden, dass der Epilog zu kurz geraten ist, in dem die Autorin kurz Stellung zu den berühmtesten Piraten der damaligen Zeit nimmt. „Königin der Meere“ ist keine Biographie, zumal nur sehr wenig über die wahre Anne Bonny bekannt ist. Doch bei einem Roman, der auf einer echten Persönlichkeit beruht, erwarte ich, dass zumindest kurz im Nachwort Fakten und Fiktion voneinander getrennt werden. So jedoch erfährt der Leser nicht, was erwiesen und was Doubeks Fantasie entsprungen ist. Schade. Fazit: „Königin der Meere“ ist ein üppiger, spannungsgeladener Roman, der sich wohltuend von der Masse der historischen Romane abhebt. Atmosphärisch, vielseitig und mit einer starken Heldin ist das Buch ein gelungener Pageturner, den ich unbedingt empfehlen kann.

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  • Rezension zu "Königin der Meere" von Katja Doubek

    Königin der Meere

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. February 2011 um 15:00

    http://velverin.net/index.php?/archives/553-Katja-Doubek-Koenigin-der-Meere.html

  • Rezension zu "Königin der Meere" von Katja Doubek

    Königin der Meere

    Pumpkin

    07. September 2010 um 12:01

    ein wundervolles Buch, welches sich auf wahre Begebheiten stützt! Wer Piraten und das Meer liebt, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Anne ist ein wunderbarer Charakter, der unglaublich symphatisch ist, trotz ihrer wilden Piratenart. Es war bis zur letzten Seite spannend und absolut lesenswert! Ich habe dieses Buch verschlungen! Lange Zeit habe ich nach einem guten Piratenbuch gesucht, nun habe ich es gefunden und der Hauptcharakter ist auch noch eine wunderbare Frau die kapernd und plündert durch die See fährt! Teilweise hat es mir an Beschreibung gefehlt, um den Wind um meiner Nase zu spüren und das Salzwasser zu schmecken, doch auch ohne sie ist es ein rasantes, spannendes Buch!

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  • Rezension zu "Königin der Meere" von Katja Doubek

    Königin der Meere

    Maggi

    20. December 2009 um 14:59

    "Königin der Meere" ist ein spannend geschriebener historischer Roman, der die Lebensgeschichte der Piratin Anne Bonny wiedergibt. Die in wohlhabenden Verhälnissen in Charleston aufgewachsene Anne hat schon als Kind einen enormen Freiheitsdrang und will sich so gar nicht dem anpassen, was eine junge Dame in den Augen ihrer Zeit ausmacht. Sie hat keine Freude an Handarbeiten, Tanz oder französischer Konversation, an Blumenarrangements oder dem Gedanken den passenden Mann zu finden. Sie beschäftigt sich lieber mit Reiten, Fechten, streunt in der Natur herum oder schleicht sich heimlich zum Hafen, wo alles laut und aufregend ist. Sie verspürt ein Brennen in der Brust, dem sie nachgeben muss. Dies macht die Beziehung zu ihren Eltern, die sie sehr lieben und ihr am liebsten jeden Wunsch erfüllen, mit zunehmendem Alter kompliziert. Die ständig kranke Mutter hat nicht die Kraft, ihre wilde Tochter zu bändigen und der vielbeschäftigte Vater gibt seiner hübschen Tochter nur allzugerne nach. Als sie aber in das richtige Alter kommt und an einen standesgemäßen Ehegatten verheiratet werden soll haut Anne kurzerhand mit ihrem Halbbruder Jubilo zusammen ab. Sie heiratet einen jungen Dahergelaufenen, Bonny mit Namen, und flieht mit ihm nach Nassau, eine Stadt auf einer Insel der Bahamas. Doch die Ehe scheitert und Anne schlägt sich allein so durch. Sie lernt einen reichen Mann kennen, der sie bewundert und sie mit Aufmerksamkeiten und Reichtümern überhäuft. Doch auch dieser Lebsnabschnitt scheitert durch ihren wilden Charakter. Danach heuert sie als Mann verkleidet auf einem Piratenschiff an und verbringt die nächsten Jahre auf See. Sie verliebt sich in ihren Kaptain Callico Jack Rackham und bekommt einen Sohn mit ihm. Doch Rackham verfällt zunehmend dem Suff und seiner Opiumsucht. Er ist nicht länger fähig ein Schiff zu führen und Anne wird zum neuen Kapitän, nachdem sie der Mannschaft ihr wahres Geschlecht offenbart hat. Eine große Erfolgsserie beginnt für die Mannschaft, denn die kluge und gewitze Anne hat viele raffinierte Pläne, um die beste Beute zu machen. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten, das Ende soll nicht vorweg genommen werden. Selber lesen! Es lohnt sich! Man wird gut unterhalten und reist in Gedanken mit durch die wunderschöne Karibik. Ich habe zwar schon noch bessere historische Romane gelesen, aber 4 Sterne verdient dieses Buch allemal!

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  • Rezension zu "Königin der Meere" von Katja Doubek

    Königin der Meere

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. August 2009 um 21:52

    Die "Königin der Meere" ist ein sehr, sehr spannender Roman über Anne Bonny. Eine Frau, die wirklich existiert hat und Piratin in der Karibik war. Katja Doubek erzählt mitreißend aus Annes Kindheit, als sie mit ihren Eltern nach Virgina auswandert. Von ihrer Jugend, mit diesem Brennen in der Brust, der Sehnsucht nach dem Unbekannten. Als Anne sich verliebt, beschließt sie, von zu Hause wegzulaufen... Die Geschichte von Anne Bonny ist faszinierend. Und die Katja Doubek hat es geschafft, aus dieser lange vergangenen Begebenheit einen glaubwürdigen und spannenden Roman zu schreiben!

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  • Rezension zu "Königin der Meere" von Katja Doubek

    Königin der Meere

    anushka

    16. August 2009 um 12:38

    Anne Cormac ist ein eher wildes Kind. Entstanden aus einer außerehelichen Affäre des Advokaten William Cormac mit der Bediensteten Margaret Mary Brennan, ist sie auch mit ein Grund, warum die Eltern nach Amerika auswandern. Denn Cormacs Frau ist dahinter gekommen und hat seinen Ruf in Irland ruiniert. Nun siedelt die kleine Familie nach Charleston über, wo Williams geschäftliches Geschick zu einem schnellen Aufstieg führt und er zu einem Plantagenbesitzer wird. Doch Anne will und kann sich den gesellschaftlichen Regeln nicht fügen. Sie sucht Abenteuer, stromert allein durch die Gegend und ist vom Hafen und den Geschichten über die Piraten fasziniert. Als die Situation eskaliert und William seiner Tochter die Schuld am Tod ihrer Mutter gibt, flieht sie zusammen mit ihrem Geliebten, James Bonny. Von nun an ist ihr Name Anne Bonny ... und sie wird eine der gefüchtetsten Piratinnen in der Karibik. Katja Doubek hat ein sehr spannendes Thema und eine tatsächliche, historische Figur aufgegriffen. Am Anfang des 18. Jahrhunderts machte Anne die Karibik unsicher. Wer vorab schon einmal etwas recherchiert, wird auch schon das Ende kennen, bevor er das Buch gelesen hat. Ich kannte vorab die Geschichte von Anne Bonny jedoch nicht und so war das gesamte Buch ziemlich spannend. Bewunderswert war, wie Anne sich in einer solch männlich dominierten Welt durchsetzen konnte. Doch gleichzeitig zeigt es auch, dass selbst "gute" (und aristokratische) Erziehung nicht immer davor schützt, kriminell zu werden. Denn dies darf man bei aller Romantik um die Piraterie nicht vergessen; dass es kriminelles Verhalten ist und diese Leute oft skrupellose Mörder sind. Auch der Alltag an Bord hat nichts mit den romantisierten Mythen zu tun. All dies konnte die Autorin sehr überzeugend darstellen. Trotzdem bin ich nach ein paar Recherchen im Internet im Anschluss an das Lesen dieses Buches der Meinung, dass es ein wenig verklärt daherkommt. Da es sich hier um einen Roman handelt, ist das ja durchaus zulässig, zumal das Buch meist die Handlung aus Annes Sicht schildert. Das Ende war mir dann jedoch viel zu kitschig und passte nicht wirklich zu Annes Charakter, so wie er das ganze Buch über gezeichnet wurde. Auch hat mich manchmal gestört, dass die Szenen gewechselt wurden, um alle Handlungen aufzuklären und keine losen Fäden übrig zu lassen. Zudem habe ich im Nachwort eine Aufklärung über geschichtliche Fakten und künstlerische Freiheiten vermisst. Die Autorin erklärt lediglich, warum Piraterie plötzlich streng strafrechtlich (mit der Todesstrafe!) verfolgt wurde. Das fand ich sehr enttäuschend und hätte mir dort ausführlichere Angaben gewünscht. Und bei den verschiedenen Theorien um den Ausgang der Geschichte hätte ich mir für diese Buch auch ein anderes Ende gewünscht. Alles in allem war dieses Buch jedoch ein netter und unterhaltsamer historischer Roman, der mir viele interessante Informationen über die Piraterie in der Karibik geliefert hat und die Piraten nicht nur romantisiert darstellt. Zudem kann ich jetzt einige berühmt-berüchtigte Namen auch besser zuordnen. Außerdem hat mir das Buch Lust auf mehr Piraten"geschichten" gemacht. Ich würde dieses Buch also durchaus weiterempfehlen.

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  • Rezension zu "Königin der Meere" von Katja Doubek

    Königin der Meere

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. November 2008 um 23:05

    Eine Geschichte, die das Leben schrieb: Die Hauptperson dieses Romans hat es wirklich in dieser Form gegeben. Um 1700 in Irland als uneheliches Kind eines verheirateten Juristen und seiner Dienstmagd geboren, war Anne schon als Kind ein kleiner Wildfang, lernte reiten, fechten und scherte sich wenig um Rassen- und Standestrennung. Nach der Auswanderung als kleines Mädchen in die britischen Kolonien Amerikas wuchs Anne in South Carolina auf einer großen Plantage auf - hier war es ihr aber zu langweilig und so zog es sie in den nahegelegenen Hafen, wo sie von betrunknen Matrosen belästigt wird, aber ordentlich austeilt. Hier am Hafen lernt Anne auch James Bonny kennen, einen mittellosen Abenteurer und Seemann, den sie heiratet. Ihr Vater verstößt sie deswegen und so setzen Anne und James nach New Providence (Heutiges Nassau) über: Die Hauptstadt der Piraten! Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf: James ist ein saufender Nichtsnutz, Anne verläßt ihn und heuert auf einem Piratenschiff an. Da gibts nur ein Problem: Frauen an Bord verboten! So bleibt Anne nichts anderes übrig als sich als Mann auszugeben... und einer der besten Piraten und Kapitäne aler Zeiten zu werden! Wunderbar mitreißend geschrieben, gut historisch recherchiert, aber wo es historische Lücken gibt hervorragend mit "Fiktion" aufgefüllt bzw. erweitert. Ein tolles Lesevergnügen für alle, die "Fluch der Karibik" mögen!! ;-)

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