Katja Doubek Lexikon merkwürdiger Todesarten

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Inhaltsangabe zu „Lexikon merkwürdiger Todesarten“ von Katja Doubek

Wie alles auf dieser Welt hat auch die menschliche Existenz irgendwann ein Ende. Etwa vier Jahre beträgt die Lebenserwartung von Ratten, 120 Jahre sind für den Menschen im äußersten Fall erreichbar und üppige vier Jahrtausende nähren den Mammutbaum seine Wurzeln. Die Natur sorgt vor: Damit keine Spezies überhand nimmt, hat sie den Alterungsprozeß und schließlich den Tod vorgesehen. Aber alt wollen die Menschen heute nicht mehr sein. Ewig jung will man sein, oder sich zumindest dafür halten, analysiert der Berliner Soziologe Prof. Dr. Alexander Schuller. Die Lebenserwartung hat sich in den Industrieländern in den letzten hundert Jahren verdoppelt. Wer heute geboren wird, hat gute Chancen, Hundert zu werden, prognostizieren die Altersforscher. Irgendwann jedoch, und da hilft auch die wissenschaftliche Forschung nicht, müssen wir alle sterben. Der Umgang mit dem Tod fällt unserer jugendorientierten Gesellschaft allerdings zunehmend schwerer. Wenn es ans Sterben geht, haben wir heute alle die denkbar größten Aussichten, die letzten Tage und Stunden unseres Lebens in der sterilen Einsamkeit eines Krankenhauszimmers zu verbringen. Das war nicht immer so. Wie die Geburt war auch der Tod des Menschen bis ins 19. Jahrhundert eine durchaus öffentliche Angelegenheit. Die Sterbenden waren in der Regel mit vollem Einverständnis Mittelpunkt einer ihres Ablebens wegen stattfindenden Versammlung. Von Madame de Montespan, einer der Geliebten Ludwigs des XIV., wird berichtet, daß sie weniger Angst vor dem Tod hatte als davor, allein zu sterben. Deswegen schlief sie bei geöffneten Vorhängen inmitten ihrer Zofen, umgeben von Dutzenden von Kerzen. Das bemitleidenswerte Personal hatte die Order, die ganze Nacht hindurch zu plaudern, zu scherzen oder gar zu essen, damit die Montespan das Leben um sich pulsieren spürte, wenn sie des nächtens erwachte. Als sie dann tatsächlich ihren Tod nahen fühlte, rief sie am 27. Mai 1707 ihre Dienerschaft zusammen, bat sie um Verzeihung, bekannte ihre Sünden und bestimmte wie es Brauch war bis zum letzten Atemzug die Zeremonie. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts führten überfüllte Sterbezimmer zu Beschwerden der Mediziner, doch ihr Wunsch nach Hygiene und mehr Ruhe für die Sterbenden blieb ungehört. Die Menschen hatten keine Furcht vor dem Tod selbst, dazu war er vor allem in früher Zeit zu sehr Bestandteil des Alltags. Die Drohungen der Kirchenmänner bezogen sich entsprechend auch weniger auf das Sterben als auf die Hölle, vor der sie die Ängste allerdings außerordentlich zu schüren wußten.

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