Katja Eichinger Amerikanisches Solo

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Inhaltsangabe zu „Amerikanisches Solo“ von Katja Eichinger

Harry Cubs ist Jazzmusiker von Weltformat. Ein prominenter, schöner Mann mit Kopf und Herz, cool, ausgebrannt und einsam. Zum ersten Mal seit langer Zeit setzt er das Tournee-Leben aus, um in seinem modernen, festungsähnlichen Haus in L.A. zur Ruhe und zu sich selbst zu finden. Immerzu reflektierend, beginnt er, sich auf seine neue Nachbarin Mona zu fixieren, die eine selbstzerstörerische Beziehung mit einem älteren Mann zu führen scheint. Seine Intuition wird zur fixen Idee und sein Anliegen, die junge Frau zu retten, zur Mission. Ein erster Hausbesuch ihrerseits eskaliert - im Affekt sperrt Harry Mona ein, und es entspinnt sich ein Täter-Opfer-Drama mit dramatischem Ausgang.

'Ich habe lange nichts Spannenderes mehr gelesen. Es geht weniger um einen Psychopathen, als vielmehr um einen Mann, vielleicht jeden Mann, in all seiner Abgründigkeit - und um das, was er am meisten fürchtet: die Macht der Frau.'
- DBCPierre

'Katja Eichinger [.] zieht die Leser sanft, aber unwiderstehlich in das Labyrinth einer Obsession.'
Vogue

'Kraftvoll [.] Ein Buch wie Film noir: ästhetisch, schattiert, anziehend.'
Süddeutsche Zeitung

'Was man da hören kann, ist die alte Los-Angeles-Melodie [.] und wenn es tatsächlich Musik wäre, dann wäre es eher Rock ´n´Roll, in einer Garage gespielt, schnell und laut.'
Frankfurter Allgemeine Zeitung

'Gekonnt inszeniert Eichinger den Übergang vom zwanghaften Egomanen zum ausgereiften Psychopathen.'
Die Zeit

'[.] ein rasant gut geschriebener Thriller.'
Markus Lanz

'Ein hochspannender, atmosphärisch dichter Roman - dabei zugleich so trocken und cool wie ein Martini on the rocks.'
WDR 5

'Psychodrama mit Pulp-Fiction-Elementen.'
Spiegel Online

'Ein atemberaubender Thriller, über die Abgründe hinter glitzernden Fassaden.'
Nido

Ganz toller Erzählstil - der Blick in die verwirrte Psyche eines Identitätssuchenden.

— Eltragalibros

Jazz, junge Frauen und Klischees, wo man hinliest....

— kassandra1010

Eindringlich, verschroben und intensiv. Man sollte den Stil mögen, sonst droht eine Enttäuschung

— Floh

Im Westen nichts Neues: Psychogramm des Jazzers Harry Cubs. Leider voll von Klischees und wenig originell.

— TochterAlice

Klischeehaft, unausgegoren, langweilig. Reine Zeitverschwendung.

— alasca

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  • Amerikanisches Solo.

    Amerikanisches Solo

    Schneekatze

    28. February 2015 um 21:37

    Warum dieser Roman von vielen so gelobt und angepriesen wird, kann ich leider nicht nachvollziehen. Mich haben das Cover und der Titel angezogen, auch der Klappentext klang spannend. Meine Erwartungen konnte „Amerikanisches Solo“ nicht erfüllen. Zu Beginn plätschert der Roman erstmal vor sich hin, fast wie ein langer Prolog oder eine Vorstellung des Hauptprotagonisten Harry Cubs. Man wartet darauf, dass es endlich richtig losgeht, die eigentliche Geschichte einsetzt. Aber die Handlung ist nicht durchscheinbar, wirkt etwas ziellos. Wie das Leben von Harry Cubs selbst. Die 51-jährige Jazzgröße lebt für die Musik, spielt so viele Konzerte wie möglich, um wenig Zeit für anderes zu haben. Anderen Menschen geht er lieber aus dem Weg. Bis er Mona kennenlernt. Er beobachtet sie, nähert sich ihr, die Geschichte bleibt erstmal konstant ruhig. Nach der Hälfte des Romans gibt es dann einen Wendepunkt. Harry Cubs zeigt eine ganz andere Seite von sich. Die tiefe Einsamkeit kämpft sich nach außen. Als Mona bei ihm zu Hause ist, sind seine unterdrückten Gefühle so stark, dass er sie einsperrt. Das Spiel um Macht, Unterdrückung und Manipulation beginnt. Hier steigert sich auch die Spannung, die Geschichte wird nun gut inszeniert, fließt schnell voran und ist leider auch recht schnell wieder vorbei. Fazit: 3/5 Der Roman besitzt gute Ansätze, aus denen die Autorin noch mehr hätte machen können. Lieblingszitate: »Harrys Blick wanderte nach oben in die schwarze Weite über ihm, und er lauschte dem Straßenlärm: der aus den Autos schallenden Musik, den Gesprächen der Leute, dem fernen Geheul der Polizeisirenen. Diese Geräuschkulisse ließ sein Herz aufgehen. Sie war die Verschmelzung all dessen, was im Jazz verdichtet wurde. Sie war der Lehm, aus dem Jazzmusiker ihre Stücke formten. Ohne Stadtlärm kein Jazz.« (S. 10*) »Warum konnte er nicht wie jeder andere in einem Fast-Food-Restaurant sitzen? Morgen würde sein Auto nach Fisch stinken. Der Gestank der Einsamen und Sozialgestörten.« (S. 11*) »Die Gewissheit, über eine Vergangenheit zu verfügen, die sich nicht auslöschen ließ, gab ihm Halt. Die Vergangenheit glich einem Netz, das seinen freien Fall während der Tourneepausen auffing. Er konnte sich auf seine Erinnerungen stützen, sich ins Bewusstsein rufen, dass er tatsächlich eine Identität besaß. Dass es im Inneren dieses Typen, dieses Harry Cubs, irgendetwas, irgendjemanden gab.« (S. 63*) * Die Seitenzahlen beziehen sich auf das eBook-Format.

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  • 4,5 Sterne - Wahnsinnig gut

    Amerikanisches Solo

    dieFlo

    Harry, der berühmte Harry, der den Jazz prägte wie kein anderer, der vor ausverkauften Konzerten spielt, ist allein. Nach dem Gig gehen seine Bandmitglieder in Bars, sie feiern und trinken, er fährt allein durch die Gegend. Die Musik, sie erfüllt ihn nicht mehr und eigentlich ist er nur genervt - aber aufhören? Zugeben, dass man keine Lust mehr auf die Konzerte hat - kommt nicht in Frage. Nach Konzerten kehrt er in sein leeres, tolles Haus zurück. Der Trophäenraum - ein Mausoleum. Freunde, sind verloren gegangen auf dem Weg zum Ruhm, eine Frau gibt es nicht. Er ist allein mit sich und seinen Schlangen. Dann zieht ins Nachbarhaus ein neues Paar ein und sein Herz klopft schneller. Was für eine tolle Frau, was für ein Körper und was für eine Verschwendung, denn ihr Partner muss an die 30 Jahre älter sein. Er hat ein Ziel, eine Aufgabe, er muss ihr helfen zu erkennen, dass es der Falsche ist.  Ein Roman der erzählt, dass Geld und Ruhm einsam machen und über  eine kranke Psyche, wo niemand erkennt, was los ist. Ein Debüt 2014 - und es begeistert, Danke und sehr gute 4,5 Sterne 

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    • 2

    parden

    16. January 2015 um 17:35
  • Amerikanisches Solo

    Amerikanisches Solo

    Saari

    28. December 2014 um 09:26

    Katja Eichinger, besser bekannt als Journalistin, hat mit Amerikanisches Solo ihren ersten Roman vorgelegt. Wer ein bisschen was von Jazz versteht, dem amerikanischem Life Style etwas abgewinnen kann und in die Seelenabgründe eines egozentrischen, narzisstischen Musikers blicken möchte, sollte dieses Buch lesen. Überraschungsmomente gibt es nur einige wenige; die Erzählung mäandert nahezu gleichbleibend flach vor sich hin, ist ganz fokussiert auf die Innenwelt des Harry Cubs. Dennoch erliegt man schnell dem Sog und folgt fasziniert dem unausweichlichen Untergang des Protagonisten. Ein kurzweiliger, packender und bereichernder Lesegenuss!

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  • Ein Psychokrieg, der nur einer gewinnen kann

    Amerikanisches Solo

    Buecherwurm1973

    Harry Cubs, eine Jazzlegende, fährt durch die Strassen von Hollywood. Gerade hat er das letzte Konzert seiner Tournee gespielt. In Gedanken geht er nochmals seine Karriere durch. Eigene Kindheitserlebnisse blitzen auf. Er spürt wie die Depression, die sich immer nach einer Tournee einstellt, sich in seinem Körper ausbreitet. An einem Take away sieht er eine wunderschöne Frau. Sie telefoniert und spricht französisch. Zuhause beobachtet er seine neue Nachbarin. Am nächsten Tag sieht er, dass diese faszinierende Schönheit dieselbe wie vor dem Take away ist.  Als er ihren Ehemann kennenlernt, ist Harry der festen Überzeugung, dass Mona von ihrem Mann unterdrückt wird. Plötzlich wird sein Plan Mona aus ihren angeblichen Ehefesseln zu befreien zur Manie. So beginnt ein Psychokrieg, der nur einer gewinnen kann.   Ich war etwas hin und her gerissen beim Lesen. Der Einstieg empfand ich sehr langatmig. Das Buch hat immerhin nur 244 Seiten. Etwa die ersten 100 Seiten sind nur Harry und seinem Lebenslauf gewidmet. Dann erhöht Katja Eichinger das Tempo und der Leser spürt, dass es eine Wendung geben wird. Immer wenn die Geschichte einschlafen droht, schafft es die Autorin die Geschichte wieder  in Fahrt zu bringen.   Der Schreibstil ist eigentlich nicht besonders. Sie hat öfters von gängigen Floskeln Gebrauch gemacht, die ich manchmal störend empfand. Fehl am Platz. Das Buch lässt sich flüssig lesen. Als Romandebüt finde ich das Buch sehr gelungen. Man merkt, dass Katja Eichinger mit Hollywood vertraut ist. Ihre Einsichten in das Künstlerleben sind glaubhaft. Wenn auch oft geschrieben wird, dass es klischeehaft sei. Kann ich nur sagen, so ist das Künstlerleben nun mal.   Ich würde ein weiterer Roman von der Autorin auf jeden Fall wieder lesen.

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    • 2
  • sehr anders und verdammt gut

    Amerikanisches Solo

    loewe

    27. June 2014 um 20:25

    Verlagsinfo, Klappentext “Harry Cubs, prominenter Jazzmusiker, ist ein Mann von Format; cool, ausgebrannt und einsam. Zum ersten Mal seit langer Zeit setzt er das Tournee-Leben aus, um in seinem modernen festungsähnlichen Haus nahe des Laurel Canyon in L.A. zur Ruhe und zu sich selbst zu finden. Immerzu reflektierend, fixiert er sich auf seine Nachbarin Mona, die in einer vermeintlich selbstzerstörerischen Beziehung mit einem älteren Mann lebt. Harrys Intuition wird zur Obsession und sein Anliegen, die junge Frau zu retten, zur Mission. Die Situation eskaliert: Eine Kurzschlusshandlung löst ein folgenschweres Drama um Macht und Unterwerfung aus, in dem die Rollen von Täter und Opfer nicht eindeutig verteilt sind.” Seiten 256 ISBN: 978-3-8493-0336-5 Metrolit Verlag Ich habe gelesen Mal wieder ein Buch aus dem Hause Metrolit. In diesem Verlag habe ich für mich ja bereits viele Highlight entdeckt  Treten wir mit Harry Cubs auf die Bühne des Lebens…. Ich habe einige Seiten gebraucht um in das Buch einzutauchen, aber dann war es passiert, ich konnte nicht mehr loslassen. Harry Cubs  ist Jazzmusiker und er ist berühmt und erfolgreich. Nur eines fehlt ihm, wahre und echte Freunde.  Eigentlich findet sein Leben nur auf der Bühne statt. Hier fühlt er sich sicher und wohl und dann kommt es in einer Tournee Pause zur Katastrophe. Dabei fängt alles so harmlos an. Katja Eichinger ist es gelungen eine grandiose Geschichte so leicht und doch so schwer zu gestalten. Man hat als Leser das Gefühl immer Tiefer in Harry s Gedanken einzutauchen. Auch wenn man oft nicht versteht was Harry antreibt und ihn immer tiefer in seine Wahnvorstellungen zieht, so ist man doch in jedem Moment einfach nur mittendrin. Mich hat es beim Lesen fasziniert, wie es der Autorin gelungen ist mich so an dieses Buch zu fesseln. Das Buch ist als Roman ausgewiesen, aber ich möchte behaupten dass es auch viele Züge eines Krimis besitzt. Ich denke bei diesem Buch werden sich die Meinungen sehr aufspalten. Ich glaube es ist nicht für die breite Masse angelegt und nicht jedermann wird damit etwas anfangen können und gerade deswegen möchte ich es hier wärmstens empfehlen. Dieses Buch ist anders!!! Auch diesmal möchte ich gerne 5 Sterne für ein aussergewöhnliches Buch vergeben.

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  • Leserunde zu "Amerikanisches Solo" von Katja Eichinger

    Amerikanisches Solo

    Metrolit_Verlag

    Katja Eichingers Debütroman »Amerikanisches Solo« ist ein spannendes Wechselspiel zwischen Macht und Unterwerfung und zugleich eine Studie über Narzissmus und Einsamkeit. Angesiedelt in Los Angeles, entführt Amerikanisches Solo in eine Welt zwischen Glamour und Abgrund. Darum geht's: Harry Cubs, prominenter Jazzmusiker, ist ein Mann von Format; cool, ausgebrannt und einsam. Zum ersten Mal seit langer Zeit setzt er das Tournee-Leben aus, um in seinem modernen festungsähnlichen Haus nahe des Laurel Canyon in L.A. zur Ruhe und zu sich selbst zu finden. Immerzu reflektierend, fixiert er sich auf seine Nachbarin Mona, die in einer vermeintlich selbstzerstörerischen Beziehung mit einem älteren Mann lebt. Harrys Intuition wird zur Obsession und sein Anliegen, die junge Frau zu retten, zur Mission. Die Situation eskaliert: Eine Kurzschlusshandlung löst ein folgenschweres Drama um Macht und Unterwerfung aus, in dem die Rollen von Täter und Opfer nicht eindeutig verteilt sind. Zur Leseprobe >> Bis zum kommenden Mittwoch, 16. April 2014 könnt ihr euch bewerben und mit etwas Glück eines von 10 Exemplaren gewinnen. Hinterlasst uns einfach einen Kommentar und schreibt uns, was euer erster Eindruck ist und warum gerade ihr ein Exemplar von Katja Eichingers Debütroman gewinnen solltet. Wir freuen uns auf eure Kommentare! Schöne Grüße von den METROLITEN

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    • 155
  • Einblicke in Harrys Gedankenwelt

    Amerikanisches Solo

    Scheherazade

    19. June 2014 um 00:26

    Harry Cubs ist eine Jazz-Legende. Über seine Konzerte werden Studien gemacht, er hat den Jazz geprägt. Allerdings ist er nur auf Tour glücklich, die Monate in denen er eine Zwangspause machen muss, sind verhasst. Einziger Lichtblick in LA sind seine Schlangen, die er über alles liebt. Er stellt sich auf eine drohende Depression ein, als er seiner neuen Nachbarin Mona begegnet, auf die er sich fixiert. Eine dramatische Entwicklung bahnt sich an. Der Roman wird aus der Sicht von Harry Cubs erzählt. Es geht vor allen Dingen um seine Gefühlswelt und sein Leben. Die Handlung ist eher Beiwerk. Psychologisch betrachtet ist es sehr interessant in die Welt von Harry einzutauchen. Die Autorin schafft es, seine Geschichte sehr schön in seine Gedanken einzuarbeiten. Nach und nach enthüllt sich das Leben von Harry und man fängt an zu verstehen, warum er so geworden ist. Man fängt an seine Handlungen nachzuvollziehen, obwohl sie manchmal wirklich abwegig sind. Da Harry sehr egozentrisch ist, bleiben alle anderen Charaktere sehr flach. Auch Mona, mit der er am meisten spricht, wird durch seine Sichtweise nur verzerrt dargestellt. Der Jazz spielt hier natürlich eine große Rolle und dem Leser wird sehr viel Wissen über dieses Thema vermittelt. Die Handlung war wie gesagt nicht sehr entscheidend. Leider war das Ende für mich schon früh vorhersehbar und somit nicht wirklich spannend. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und er liest sich sehr flüssig. Die Kapitel waren nicht zu lang und insgesamt sehr leserfreundlich. Insgesamt ein tolles Buch, das ich gern gelesen habe. Da es mich am Ende nicht mehr überraschen konnte bekommt es 4 Sterne. Ich kann es jedem empfehlen, der in die Gedankenwelt eines Jazzmusikers eintauchen will.

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  • Soloauftritt für Harry

    Amerikanisches Solo

    WortGestalt

    30. May 2014 um 13:25

    „Amerikanisches Solo“ hält im Prinzip genau das, was der Name verspricht. Das Buch bietet seinem Protagonisten Harry Cubs eine Bühne für einen Soloauftritt. Für ihn und für seinen „american way of life“. Man sollte sich bei diesem Roman darauf einstellen, eine sehr fokussierte, sehr verzerrte Sichtweise auf die Handlung zu bekommen. Das Reflektieren bleibt Aufgabe des Lesers. Harry Cubs ist Jazzmusiker, einer der größten seiner Zeit. Er hat sich alles selbst beigebracht, sich seinen Ruhm mühsam erarbeitet. Sein Talent und seine Bühnenpräsenz suchen seinesgleichen. Er hat einfach das gewisse Etwas, Harry ist ein ganz Großer. Doch Harry ist auch müde, schließlich ist er inzwischen 51 Jahre alt. Aber immer noch absolut in Form, keine Frage. Eine Pause muss es dennoch sein, eine kleine Tourneepause, in der der große Harry eigentlich gar nichts mit sich anzufangen weiß. So ganz ohne Publikum. Nun, dann muss sich Harry für diese Zeit eine andere Beschäftigung suchen. In seinem Haus in einer guten Wohngegend von L.A. warten ja zum Beispiel seine Schlangen auf ihn. Und auch neue Nachbarn! Ein in Harrys Augen alter Knacker (im Übrigen nur unwesentlich älter als Harry selbst) und seine wunderschöne, junge Ehefrau, die, das sieht man doch auf den ersten Blick, aus der bedrückenden Enge ihrer Ehe befreit werden muss! Harry der Erlöser eilt herbei und nimmt sich der armen Frau an. Die weiß jedoch von nichts, weder vom Unglück ihrer Ehe noch von der zweifelhaften Ehre, Harry zu begegnen. Und schon bald entspinnt sich ein Psychodrama, das gleichermaßen absurd wie erstaunlich ist. „Amerikanisches Solo“ ist ein Roman, der eigentlich viel Potential hat. Die Autorin stellt die groteske Gedankenwelt des Protagonisten Harry in den Mittelpunkt und polarisiert dadurch enorm. Als Leser fühlte ich mich, als würde ich einen großen Crash in Zeitlupe betrachten können, den Crash des Harry Cubs. Ein narzisstischer Charakter, der fürchterlich unsympathisch ist. Das ist einerseits spannend beim Lesen, weil man dadurch eine enorme Reibungsfläche hat. Andererseits ist Harry aber derart präsent und dominant, dass es einen viel Geduld kostet, davon nicht genervt zu sein. Zu Beginn des Buches gelingt es der Autorin noch sehr gut, eine starke Atmosphäre aufzubauen. Man hat dieses typische amerikanische Flair, die Hauptfigur fährt im Wagen durch das nächtliche L.A., Leuchtreklame, Diner, Palmen, alles da. Aber nach wenigen Seiten haben wohl alle verstanden, dass Harry eine lebende Jazzlegende ist, weltberühmt und sehr von sich überzeugt. Das wird unmissverständlich klar, dennoch wird das Buch nicht müde, es wieder und wieder zu betonen. Diese langatmigen, fast schon sentimentalen Eindrücke von der Hauptfigur ziehen sich für meinen Geschmack derart in die Länge, dass auch der raffinierte Wendepunkt rund 100 Seiten später dies nicht wieder aufwiegen kann. Natürlich soll dies alles die Figurenzeichnung von Harry Cubs unterstreichen, aber es war mir zu viel des Guten. Fazit: „Amerikanisches Solo“ ist ein anspruchsvoller Roman, dem aber ein wenig Abwechslung in der Figurenkonstellation ganz gut getan hätte. Viel Platz für andere Charaktere ist nicht vorgesehen, dieses Buch ist Harrys „Amerikanisches Solo“. Für meinen Geschmack zu viel Harry, zu viel konstruierte Psyche. Die einigen wenigen Überraschungsmomenten kamen für mich viel zu spät und waren dann auch nicht nachhaltig genug, um mich fesseln zu können. Dennoch ein interessantes und lesenswertes Stück Literatur! Bewertung: 3 Sterne Rezension auch auf http://wortgestalt-buchblog.blogspot.com

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  • Amerikanisches Solo

    Amerikanisches Solo

    selda

    27. May 2014 um 15:27

    Jazzstar Harry Cubs gönnt sich über Weihnachten eine Tourneepause in seinem abgeschotteten Haus in L.A.  Er lernt die neue Nachbarin Mona kennen und ist sofort von ihr fasziniert. Sie ist genau der Typ Frau, der ihm gefällt.   Er möchte sie kennenlernen und für sich gewinnen.  Wenn da nicht ihr viel älterer Mann wäre. Harry ist sich sicher, dass die beiden unglücklich sind. Er beginnt, sie zu verfolgen, verwickelt sie in Gespräche...  Als alle Versuche sie für sich zu begeistern scheitern, greift er zu einem drastischen Mittel. Frau Eichinger hat ein interessantes Debüt geschrieben. Sie kreiert eine beklemmende, düstere Stimmung. Die Atmosphäre hat in der Tat etwas von einem David Lynch Film. Katja Eichinger schreibt sehr klar und filmisch. Der Schreibstil hat eine besondere Kraft. Der Stil hat mir richtig gut gefallen, die Geschichte an sich war etwas flach. Ich habe die Tiefe vermisst. Dennoch ein gelungenes Debüt- bin gespannt, was als nächstes folgt.

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  • Jazz, junge Frauen und Klischees, wo man hinliest....

    Amerikanisches Solo

    kassandra1010

    16. May 2014 um 23:32

    Ein alternder Jazzmusiker entführt seine junge Nachbarin mit der Hoffnung, diese von seinem Lebenssinn zu überzeugen und sie dank seiner gehirnwäscheartigen Dialoge willig zu machen. Klischees werden hier zu perfekt bedient als das sich die Charaktere richtig entwickeln könnten. Leider hat für mich als David-Lynch Fan der Inhalt nicht wirklich auf dessen Gerne hingeführt.

  • Ein Buch, welches durch seine Charaktere einen bleibenden Eindruck hinterlässt...

    Amerikanisches Solo

    Floh

    06. May 2014 um 06:33

    Harry und Mona... Autorin Katja Eichinger hat mit ihren Protagonisten in "Amerikanisches Solo" ein sehr bewegendes und psychischprägendes Buch erschaffen, welches durch seine Charaktere lebt. Dieses Buch muss man verstehen um es zu mögen... Inhalt: "Harry Cubs ist Jazzmusiker von Weltformat. Ein prominenter, schöner Mann mit Kopf und Herz, cool, ausgebrannt und einsam. Zum ersten Mal seit langer Zeit setzt er das Tournee-Leben aus, um in seinem modernen, festungsähnlichen Haus in L.A. zur Ruhe und zu sich selbst zu finden. Immerzu reflektierend, beginnt er, sich auf seine neue Nachbarin Mona zu fixieren, die eine selbstzerstörerische Beziehung mit einem älteren Mann zu führen scheint. Seine Intuition wird zur fixen Idee und sein Anliegen, die junge Frau zu retten, zur Mission. Ein erster Hausbesuch ihrerseits eskaliert – im Affekt sperrt Harry Mona ein, und es entspinnt sich ein Täter-Opfer-Drama mit dramatischem Ausgang." Zum Schreibstil: Autorin Katja Eichinger versteht ihr Können. Allein durch ihre Protagonisten hat sie ein Buch erschaffen, welches nicht durch Handlung besticht, sondern durch die Gratwanderung der Gedankenzüge und Wahrnehmung der Charaktere. Die Autorin versteht es, für Spannung, Entsetzen und Unfassbarkeit zu sorgen, indem sie eine Welt aus kranker Psyche und wahnhaften Plänen erschaffen hat. Dies schafft sie zum Einen durch ihren besonderen und aussergewöhnlichen Schreibstil. Sie präsentiert ihre Geschichte aus zwei unterschiedlichen Perspektiven. Harry und Mona. Und hier ist unterschiedlich wörtlich gemeint.... Die Autorin Eichinger blickt in das gestörte Seelenleben der Charaktere und vermittelt dem Leser das Gefühl Teil der Handlung zu sein, jedoch nicht eingreifen zu können. Ich mag ganz besonders das große Gefühl und die wachsene Nähe und Zwiespaltigkeit, die die Protagonisten plagt. Katja Eichinger hat die Handlung als Randnotiz abgestellt und das Buch lebt durch die kranken Gedanken der Darsteller. Ich mag diese Art des Schreibens und konnte somit ganz nah mit den Charakteren miterleben, was in diesem bewegenden Buch auf mich wartete. Das Schriftbild ist angenehm und die Kapitel nicht allzu lang. Man sollte sich jedoch mit diesem besonderen Stil der Autorin anfreunden, dieses Buch ist kein Mainstream. Schauplätze: Wie die Story an sich, sind hier auch die Schauplätze nicht vodergründig. Die Autorin spielt mit Klischees und setzt auf kleinere Details in den entscheidenen Momenten. Sehr intensiv beschreibt sie jedoch den Handlungsort der schlimmen Gedanken und lässt tief in die Seele und Hirn der Charaktere blicken. Sehr genau hat sie die Eindrücke eingefangen und gibt diese im Buch an die Leser weiter. Charaktere: Auch bei der Wahl der Charaktere punktet die Autorin für mich sehr. Gerade Harry Cubs wird hier eine zentrale Rolle einnehmen. Wer in Harrys allmählig  krank werdende Psyche blickt, wird den Titel neu interpretieren. Harry, der vor Liebe und Wahn bis aufs äußerste geht. Mona, die einen großen Schritt wagt und sich den Dingen stellt und tragisch nach Ausflüchten sucht... Hier hat Autorin Katja Eichinger aus den Vollen geschöpft und Charaktere und Probleme besonderer Intensität geschaffen. Dieses Schicksal wird sich in die Herzen der Leser brennen. Eine sehr runde und feine Mischung aus Hauptprotagonisten und wichtigen Nebenrollen, kranken Psychen, gebrochenen Herzen und geschundene Seelen. Gleich zu Beginn ermöglicht die Autorin ihren Lesern ein klares Bild der einzelnen Persönlichkeiten. Gerade das Seelenleben und die Gedankenwelt von Harry und das überraschende Ende lassen den Leser nicht mehr los. Tief und eindringlich werden hier diese Charaktere vorgestellt. Gekoppelt mit einer tragischen Liebe und einer dramatischen Tragödie, wirken alle Personen sehr gut geschildert und verkörpern ihren Part im Roman gekonnt. Meinung: Zu erst möchte ich die vielen versteckten dennoch offensichtlichen Botschaften loben, die die Autorin Eichinger in diesem Buch sehr gewissenhaft bedacht hat. Hier ist einmal der Umgang mit Gewalt, die Gefahr der Einsamkeit und Depression, der Weg in die Selbstständigkeit, das Stalken, der eigene Schatten der überwunden werden muss, und auch der sensible Umgang mit Macht und echter Liebe. Hier hat Katja Eichinger sehr genau auf das Ausmass geachtet und ich finde es ist ihr sehr galant gelungen. Minuspunkt ist für mich die schwache Handlung und zum Teil die nötigen Zufälle, die das Buch etwas gekünstelt wirken lassen. Manches wirkte auf mich im Geschehen sehr beklemmend und ich musste beim Lesen häufig meinen Blickwinkel verstellen, das hat mir wirklich gut gefallen. Die Autorin: "Katja Eichinger studierte am British Film Institute. Danach war sie als Filmjournalistin tätig und schrieb unter anderem für Vogue, Dazed & Confused, Variety, Esquire und Financial Times. 2008 veröffentlichte sie das Film-Buch Der Baader Meinhof Komplex. Von Dezember 2006 bis zu seinem Tod war sie mit dem Filmproduzenten Bernd Eichinger (1949–2011) verheiratet. Im September 2012 erschien die von ihr verfasste Biografie BE (HoCa). Amerikanisches Solo ist ihr erster Roman." Zum Cover: Es ist stimmig, erzeugt Aufmerksamkeit und hat Wiedererkennungswert! Jedoch finde ich das Preis-Leistungsverhältnis nicht ganz angemessen. Fazit: Das Buch lässt mich zurück, mit einem wirklich bewegenden Gefühl im Bauch, es bewegt und thrillt und ist voller Botschaften! Lesegenuss pur!

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  • Zerrissen

    Amerikanisches Solo

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    "Morgen wüde sein Auto nach Fisch stinken. Der Gestank der Einsamen und Sozialgestörten" dies sind Harrys Gedanken als er nach einen Konzert in seinen Auto einen Fisch-Burrito isst. Wie wahr sind seine Gedanken, ist ihn wohl nicht recht bewußt. Nur kommt bei ihn noch der Vermerk Psychopathen hinzu. Harry, ein berühmter Jazzmusiker, zieht in sein Haus zurück, er will zur Ruhe kommen. Da begnetet ihn Mona, eine Nachbarin und Harry verstrickt sich in seinen Gefühlen. Er will Mona retten aus einer Beziehung mit einen älteren Mann. Doch wie sieht diese Rettung aus? Die Autorin hat mit Harry eine Figur erschaffen, die zeigt wie tief menschliche Abgründe sein können und wie eng die Grenze dazu sein kann. Zum Teil fühlt man mit Harry mit, den seine Einsamkeit ist glaubhaft. Doch führt Einsamkeit zu solchen Reaktionen? Doch hier kommen mir ein weinig zu viel Klischees zusammen. Auch die Figur der Mona ünerzeugte mich nicht ganz. Überhaupt bin ich ziemlich zerissen, was die Einschätzung des Buches betrifft. Von der Grundidee sehr gut, aber richtig mitgerissen hat mich das Ganze nicht. Zwischendurch gab es immer wieder mal gute Stellen, leider hat mich das Ende überhaupt nicht zugesagt. Vielleicht werde ich das Buch ein zweites Mal lesen und da veilleicht eine andere Einsicht bekommen. Vielleicht hat es nicht in meine momentane Grundstimmung nicht gepasst.

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    • 2
  • Psychogramm eines einsamen Wolfes

    Amerikanisches Solo

    TochterAlice

    04. May 2014 um 10:34

    Das scheint der inhaltliche Schwerpunkt, vielmehr: der erstrebte inhaltliche Schwerpunkt der Autorin zu sein. Es geht nämlich um den erfolgreichen Jazzmusiker Harry Cubs, der das Klischee des einsamen Wolfes förmlich als Aushängeschild vor sich her trägt. Lonesome sax player, lonesome and blue... diese Zeile scheint Harry Cubs, dem weißen, von oben bis unten tätowierten Jazzer, der mehr als nur ein Päckchen von der Last des Lebens zu tragen hat, auf den Leib geschrieben zu sein. Doch dann entdeckt er in der Nachbarschaft zufällig Mona: wunderschön, jung, blond - und das Leben scheint wieder einen Sinn zu haben. Viel Jazz, viel Lifestyle, literarische Klassiker: damit kennt sich die Autorin aus und hat sie - wenn auch leider eher als Aufzählung - in ihre Handlung einbezogen. Für mich ist das Buch trotzdem ein Patchwork aus dem Hitchcock-Film "Psycho" und den Thrillern "Ich.darf. nicht.schlafen." von S.J. Watson und "Entführt" von Hans Koppel und , aber nicht auf so hohem Niveau (Wobei ich "Entführt" ganz furchtbar fand, der Anspruch zielt natürlich vor allem auf den Hitchcock). Will heißen: alles schonmal dagewesen. Eine recht spektakuläre Mordart ist aus meiner Sicht das einzig Originelle in diesem von Klischees - vor allem solchen zum "American Way of Life" - überladenen Werk. Aber auch diese Episode wurde nicht der Idee gerecht. Leider empfinde ich auch den Schreibstil weder als geschickt noch als spannungsreich. Schade. Ich hatte mir einiges mehr erhofft von einem Buch, auf das ich mich sehr gefreut hatte!

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  • Klischeehaft und langweilig

    Amerikanisches Solo

    alasca

    02. May 2014 um 16:00

    Klischeehaft und langweilig Harry Cubs ist eine Jazzlegende. Wenn er nicht auf Tournee ist, lebt er in einem abgeschotteten Haus in den Hügeln über Los Angeles; ein attraktiver einsamer Wolf mit einer seltenen Marotte (Giftschlangen), der außerdem weltberühmt ist, eine kleidsame Depression pflegt und dringend von einer schönen Frau aus seinem emotionalen Dornröschenschlaf erweckt werden muss. Seine neue Nachbarin Mona, die mit einem sehr viel älteren Mann verheiratet ist, übt große Anziehungskraft auf ihn aus. Und als er sie eines Tages von ihrem liegen gebliebenen Oldtimer von Downtown LA nach Hause fährt, geschieht etwas, womit nicht nur die Leserin, sondern auch Harry nicht gerechnet hat. Klingt nach solider Unterhaltung. Ist vielleicht nicht super-originell, hat aber Potential, wenn man's richtig anstellt. Gelingt Frau Eichinger leider nicht. Auch meine Hoffnung, dass ihre Insiderkenntnisse und Beobachtungen der Filmindustrie, der Welt der Reichen und Schönen der amerikanischen Traumfabrik in den Roman eingeflossen sein könnten, hat sich nicht erfüllt. Ohne jede Tiefe serviert sie uns nur die bekannten Klischees; alle sind schrecklich eitel, betreiben hohles Selbstmarketing und sind dem Mammon verfallen. Der ganze Roman enthält nicht einen originellen Gedanken, sondern ist eine Ansammlung bekannter Versatzstücke, die mehr schlecht als recht verbaut wurden und kein stimmiges Ganzes ergeben. Das gilt vor allem für die Hauptfiguren, die mir sehr fern geblieben sind. Der Protagonist macht auf mich den Eindruck, als hätte sich Frau Eichinger notdürftig zum Thema Narzissmus und psychopathisches Verhalten eingelesen, um dann aus den recherchierten Eigenschaften ihre Figur zu konstruieren. Was wird gebraucht - gut, nehmen wir Egomanie, verzerrte Wahrnehmung und Paranoia und garnieren das Ganze mit einem Kindheitstrauma, damit die Figur ein bisschen Hintergrund hat. Harrys Gegenspielerin Mona bekommt nicht einmal das: Sie bleibt so zweidimensional, dass ich außer blond, schön und naiv keine Eigenschaften nennen könnte. Ach richtig: Intelligent soll sie sein. Kam aber nicht rüber; die Dialoge der Protagonisten sind an Banalität nicht zu überbieten. Nicht nur die Dialoge: Eichinger misslingt es durchgängig, sich vom Klischee zu emanzipieren; sie kommt uns mit Formulierungen, die wir so schon tausend Mal gelesen haben. Harry "verzehrt sich nach einer Frau", die "die Geschmeidigkeit einer Katze" hat, er "sehnt sich mit jeder Faser seines Körpers" nach ihr. Obendrein gibt es sprachliche Unmöglichkeiten wie einen "Tod, der durch das Abflussrohr (...) gespült" wird, oder schiefe Bilder wie "Augen, die an überquellende Aschenbecher erinnerten". Das Ende macht es nicht besser: Es kommt abrupt, ist sehr kurz, sachlich völlig unglaubwürdig und wird dann noch durch einen Epilog getoppt, der vor künstlichem Pathos nur so trieft. Fazit: Unausgegoren. Langweilig. Reine Zeitverschwendung.

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  • Einblicke in die Gedankenwelt eines Psychopathen ...

    Amerikanisches Solo

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. May 2014 um 16:06

    Inhalt: Harry Cubs ist einer der berühmtesten und erfolgreichsten Jazzmusiker Amerikas . Er ist gutaussehend , charmant , doch vor allem ist er einsam . Trotz seines erfolgreichen Lebens , hat er kaum Kontakte und wenig Freunde . Um ein wenig zur Ruhe zu kommen und sich eine Auszeit zu nehmen , verbringt er seine Zeit in seinem festungsartigen Haus in L.A . Dort beginnt er sein Leben Revue passieren zu lassen und denkt über sich selbst und sein Privatleben nach . Doch als er seine Nachbarin Mona kennenlernt , die angeblich von ihrem älteren Mann unterdrückt wird , ändert sich das Leben des erfolgreichen Musikers Harry Cubs drastisch . Von der Idee besessen, Mona zu retten , gerät Harry in einen Strudel aus psychopathischen und wirren Gedanken und in ein unberechenbares Drama . Und schon bald ist die Frage nach Schuld und Unschuld nicht mehr zu beantworten ...! Meinung: Katja Eichinger hat mit ihrem Debütroman , "Amerikanisches Solo" , ein solides und eigentlich absolut geniales Buch geschaffen . Sie bringt dem Leser auf einzigartige und außergewöhnliche Weise , das Leben , doch vor allem die Gedankenwelt eines einsamen Jazzmusikers näher , der immer weiter in seinen eigenen Wahnvorstellungen versinkt . Sie schildert die Psyche des Harry Cubs so eindringlich , vielschichtig und authentisch . Für mich ist Harry Cubs die perfekte Charakterisierung eines einsamen und verrückten Psychopathen . Auf eindringliche und bemerkenswert realistische Weise , bietet sie dem Leser , erschreckende Einblicke in die Gedankenwelt eines Psychopathen , der sich immer mehr in seine eigene Obsession verrennt . Mit einer außergewöhnlichen Präzision , legt die Autorin ihr Augenmerk auf die Psyche des Täters und schildert Stück für Stück den psychischen Zerfall eines erfolgreichen Musikers . Mit erschreckender Genauigkeit , können wir am Leben Harrys teilhaben , dies liegt auch an der ausgefeilten Präzision , die die Autorin auf die Darstellung ihrer Charaktere legt . Sowohl der Schreibstil als auch die zu anfangs einnehmende und sehr bildhaft überzeugende Atmosphäre , konnten mich eigentlich sehr überzeugen . Denn was die handwerkliche Komponente des Buches betrifft , hätte man dieses und seine Charaktere nicht grandioser und überzeugender zeichnen/darstellen können , doch leider fehlte mir die emotionale Intensität fast gänzlich . Dieses Buch bietet ein solches Potential und die Charakterisierung der Protagonisten ist einfach genial , dennoch konnte mich dieses Buch emotional weder packen noch für sich einnehmen . Die Geschichte um Harry , war zwar eine perfekte menschliche Studie eines psychopathischen Mannes , doch berühren oder große Empfindungen konnte ich weder für die Geschichte noch für die Charaktere empfinden oder hegen .... Der Plot des Buches ist wirklich gut konstruiert , nur plätscherte dieser dauerhaft , auf einer Spannungsebene vor sich hin und man wartete als Leser immer erwartungsvoller , auf den Woweffekt , auf den überraschenden oder grausam spannenden Moment , doch dieser blieb bis zu letzt aus . Ein Ende welches für mich zu schnell und abrupt geschrieben wurde und der zuerst so komplexen Story nicht gerecht wurde . Die Autorin hat sich mit diesem Buch an ein sehr komplexes Thema gewagt . Und hat dabei ihr Augenmerk auf die handwerkliche Charakterisierung gelegt , dabei blieb für mich allerdings die Emotionalität , Intensität der Geschichte und die Spannung auf der Strecke . Eine Handlung die soviel erwarten ließ und die davon am Ende so gut wie nichts hielt. Fazit : Trotz aller Kritikpunkte , ist dieses Buch von den Gedankengängen , der Idee und der psychologisch fantastisch ausgearbeiteten Charakterisierung grandios und ein sensationelles Debüt . Wären ein wenig mehr Emotionen und ein bisschen mehr Spannung enthalten gewesen und hätte das Ende nicht so übereilt und abrupt geendet , wäre dieses Buch ein 5 Sterne Highlight gewesen ...! Eine Handlung und  Charaktere , die dem Buch so viel Potential mit auf den Weg gegeben haben , leider wurde dieses nicht gänzlich ausgeschöpft . Trotzdem ein solides Buch , welches grandiose Stellen beinhaltet und welches mich gerade zu Anfang sehr überzeugen konnte . 3 Sterne für ein grundsolides Buch mit kleineren Kritikpunkten , das dennoch sehr lesenswert ist  .

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