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Neue Rezensionen zu Katja K.

Dieses Buch fand ich sehr charmant und lustig geschrieben. Es ist eine gute Mischung aus erhobenem Zeigefinger, durch die Tips die die Autorin zwischendurch einfliessen lässt, und Erzählungen über diverse Kunden. Als steuerzahlender Mensch hofft man ja Frau Kuckuck niemals vor ihrer Tür zu haben, ich habe aus diesem Buch sehr viele Informationen mitnehmen können und habe mich zeitgleich sehr gut unterhalten gefühlt. Chapeau !

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Cover des Buches Wenn die Kuckuck zweimal klingelt - Kurioses aus dem Leben einer Gerichtsvollzieherin (ISBN: 9783956490682)

Rezension zu "Wenn die Kuckuck zweimal klingelt - Kurioses aus dem Leben einer Gerichtsvollzieherin" von Katja K.

Kurios? Ja. Aber leider auch eintönig
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

Gerichtsvollzieher rangieren bei der Beliebtheit nicht gerade auf den vorderen Rängen. Kommen sie doch dann, wenn schon fast alles zu spät ist und bringen dann auch noch das Pfandsiegel, genannt Kuckuck, mit. Doch hat sich nicht jeder von uns schon mal heimlich gefragt, wie es dem Gerichtsvollzieher selbst dabei geht? Muss man sadistisch veranlagt sein oder reicht es einfach, wenn man ein gesundes Selbstbewusstsein hat? Die Vollzieherin Katja K. erzählt in ihrem Buch "Wenn die Kuckuck zweimal klingelt" von ihrem Alltag.


Und der könnte abwechslungsreicher nicht sein. Die Beamtin schlägt sich in München nicht nur mit den "normalen" Fällen wie Unterhaltsforderungen oder ähnlichem rum, sondern steht auch schon mal an der Rennbahn oder im angesagten Fischrestaurant um Schulden einzutreiben. Dabei verliert sie nie ihre Freundlichkeit, wird aber dort, wo es notwendig ist, sehr deutlich und zeigt dem Schuldner den weiteren Gang auf, wenn er nicht zahlen will.


Gegenüber denjenigen, die zahlen möchten, zeigt sich Katja offen und hilfsbereit. Und so vermittelt sie auch mal Kontakte zum Sozialamt, zu Buchhaltern oder Geldgebern. Ob die Geschehnisse diesbezüglich so wahrheitsgetreu sind, lasse ich mal dahingestellt. Wenn es so sein sollte, freut mich das für die zahlungswilligen Schuldner. Auf der anderen Seite wirken die Kontakte der Beamtin doch zu gut um wahr zu sein. Aber ich möchte hier nicht spekulieren.


Die einzelnen Fälle sind in übersichtlichen Kapiteln dargelegt und werden recht kurz abgehandelt. Das fand ich schade, da ich zu manchen Fall gern mehr erfahren hätte. So weiß man oft nicht, wie es mit den Fällen weiterging oder ob die Gerichtsvollzieherin wirklich Erfolg hatte. Hier hätte ich weniger Fälle und mehr Details besser gefunden.


Auch wird für meinen Geschmack das Hauptaugenmerk zu sehr auf die High-Society von München gelegt. Die spielende Baronesse, der leidenschaftliche Fast-Sterne-Koch, der Gestütbesitzer und weitere eher erlauchte Personen sind Kunden von Katja K. Deren Fälle zu lesen, hat zwar durchaus einen gewissen Reiz, doch hätten mich auch die Fälle normaler Durchschnittsbürger interessiert. Denn dann hätte ich auch mehr Bindung zur Beamtin und ihrem Tun aufbauen können. So reiht sich ein erlauchter Kunde an den anderen und für mich blieb da der Reiz auf der Strecke.


Die Erzählungen der einzelnen Episoden sind sehr gut und flüssig zu lesen. Das Buch kann man auch kapitelweise genießen, da die Fälle in sich geschlossen sind.


Fazit: wer mal einen Einblick in den Alltag einer Gerichtsvollzieherin bekommen möchte, kann zugreifen. Allerdings sollte man nicht zu viel erwarten.

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Cover des Buches Wenn die Kuckuck zweimal klingelt (ISBN: 9783956493720)

Rezension zu "Wenn die Kuckuck zweimal klingelt" von Katja K.

Kurioses aus der Beamtenwelt!
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

Katja K. ist Gerichtsvollzieherin und trifft in ihrem zuständigen Gebiet auf Menschen jeden Alters, jeden Einkommens und jeden Temperaments. Da wären zum Beispiel der arrogante Fußballer, die theatralische Operndiva, der gerissene Lebenskünstler, die schöne Betrügerin und die spielsüchtige Baronesse. So unterschiedlich die Charaktere auch sind, eines haben sie gemeinsam: Sie sind pleite und müssen früher oder später Katja K. die Tür öffnen.

Auf charmante Art und Weise berichtet Katja K. in 28 Kurzgeschichten über ihre Erlebnisse mit ihrer Kundschaft. Natürlich bekommen wir hier nicht ihre Routinearbeit präsentiert, sondern die schillerndsten und kuriosesten Fälle aus ihrer beruflichen Laufbahn. Da ihr zugewiesener Amtsbezirk zu den wohlhabenderen Gegenden in München gehört, treffen wir in den Geschichten auch oft auf die High Society. Normalerweise würde man ja denken, dass diese Menschen keine Geldprobleme haben, aber Katja K. belehrt uns eines besseren.

Es ist schon interessant zu beobachten, wie sie Phantomen hinterherjagt; Tote wieder zum Leben erweckt und mit ausgeklügelten Schachzügen, ihre Kunden zum Zahlen animiert.
Umgekehrt ist es aber auch unglaublich und teilweise schockierend, wie selbstverständlich manche Menschen ohne irgendwelche moralischen Bedenken oder Gewissensbisse betrügen. Manche lernen auch einfach nichts aus ihren Fehlern und landen immer wieder in Form einer Akte auf Katja Ks Schreibtisch.
Es gibt aber auch traurige und herzzerreißende Geschichten, bei denen selbst die neutrale Gerichtsvollzieherin Mitleid hat und den Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite steht. Mit diesen Beispielen schafft die Autorin die Vorurteile aus der Welt und zeigt, dass Gerichtsvollzieher auch nur Menschen sind.

Zusätzlich enthält das Buch noch ein Serviceteil, in dem Katja K. Tipps gibt, wie man sich verhalten sollte, wenn man es mit einem Gerichtsvollzieher zu tun bekommt. Sie erklärt, was ein Gerichtsvollzieher pfänden darf, und was eine eidesstattliche Versicherung ist.

Fazit: Ein charmantes und unterhaltsames Buch über den Alltag einer Gerichtsvollzieherin. Wer diese Geschichten gelesen hat, wird es sich sicherlich zweimal überlegen, ob er in dieser Berufssparte Fuß fassen möchte.

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(c) 2015 - Nanes-Leseecke

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