Nimm´ mich!
Mathilda ist 12. Also fast 13. Und erlebt das unglaublichste Abenteuer, dass sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht vorzustellen gewagt hätte.
Eigentlich fängt sie an, ein Tagebuch zu führen, weil sie sich schon unwahrscheinlich auf eine Reise zu ihrem Onkel in Amerika freut. Sie zählt die Tage, bis es endlich in den Sommerferien losgehen kann.
Doch, natürlich, kommt es anders und die geplante Amerikareise rückt in den Hintergrund, da Mathilda auserwählt ist, drei Verwunschene zu retten. Alles fängt mit eben jenem neunzehigen Gnom an, den Mathilda in einem Baumarkt für ihren Vater kauft. Der Gnom ist eigentlich aus Stein, aber er spricht mit Mathilda. Und zunächst nur mit Mathilda.
Alles etwas ungewöhnlich? Klar, aber es werden in diesem Buch nicht nur Flüche ausgesprochen (und zum Glück für die Leser auch wieder gebannt ;-)), es wird auch das "ganz normale" Familienleben besprochen. Oder eigentlich, wie man sich Familie als Kind in diesem Alter wünscht: nämlich nicht immer mit dem erhobenen Zeigefinger von den Eltern behandelt zu werden, sondern auch das Vertrauen durch diese ausgesprochen zu bekommen, auch wenn man mal nicht alles erzählen kann.
Katja Knipp versteht es in Neun Zehen hervorragend, in einer authentischen Jugendprache zu erzählen. Sowohl Kinder, wie auch Erwachsene nehmen Mathilda von der ersten bis zur letzten Seite ernst.
Eine absolute Leseempfehlung für Kinder ab 10 Jahren und Erwachsene, die sich noch sehr gut an diese Kinderzeit erinnern können und / oder wollen. Ein sehr kurzweiliges Lesevergnügen!


