Katja Lange-Müller

 3.8 Sterne bei 119 Bewertungen
Autor von Böse Schafe, Drehtür und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Drehtür
 (22)
Neu erschienen am 25.07.2018 als Taschenbuch bei FISCHER Taschenbuch.

Alle Bücher von Katja Lange-Müller

Sortieren:
Buchformat:
Katja Lange-MüllerBöse Schafe
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Böse Schafe
Böse Schafe
 (81)
Erschienen am 01.03.2009
Katja Lange-MüllerDrehtür
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Drehtür
Drehtür
 (22)
Erschienen am 25.07.2018
Katja Lange-MüllerDie Letzten Aufzeichnungen aus Udo Posbichs Druckerei
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Die Letzten Aufzeichnungen aus Udo Posbichs Druckerei
Katja Lange-MüllerVerfrühte Tierliebe
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Verfrühte Tierliebe
Verfrühte Tierliebe
 (4)
Erschienen am 01.05.2009
Katja Lange-MüllerDie Enten, die Frauen und die Wahrheit
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Die Enten, die Frauen und die Wahrheit
Die Enten, die Frauen und die Wahrheit
 (0)
Erschienen am 01.01.2006
Katja Lange-MüllerVom Fisch bespuckt
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Vom Fisch bespuckt
Vom Fisch bespuckt
 (0)
Erschienen am 01.10.2001
Katja Lange-MüllerDas Problem als Katalysator
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Das Problem als Katalysator
Das Problem als Katalysator
 (0)
Erschienen am 08.03.2018
Katja Lange-MüllerKasper Mauser, Die Feigheit vorm Freund
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Kasper Mauser, Die Feigheit vorm Freund
Kasper Mauser, Die Feigheit vorm Freund
 (0)
Erschienen am 01.10.1993

Neue Rezensionen zu Katja Lange-Müller

Neu
Walli_Gabss avatar

Rezension zu "Drehtür" von Katja Lange-Müller

Die Gedanken einer Gestrandeten
Walli_Gabsvor 14 Tagen

Eine „Drehtür“ spielt eine wesentliche Rolle in dem gleichnamigen Roman von Katja Lange-Müller. Würde man ihn als Theaterstück inszenieren oder gar verfilmen, wäre sie der bedeutendste Teil der Kulisse. Denn Hauptfigur Asta Arnold bewegt sich kaum von ebendieser Drehtür weg, die sie aus dem Gebäude des Münchener Flughafens zu einem Aschenbecher geführt hat, wo sie nun eine Camel nach der anderen raucht. Die Ich-Erzählerin kommt gerade aus Nicaragua, wo sie als Krankenschwester für eine internationale Hilfsorganisation gearbeitet hat, bis sie ihre Arbeitgeber mit einem One-Way-Ticket nach Deutschland in den unfreiwilligen Ruhestand schickten. Da steht die Gestrandete nun und kommt irgendwie nicht mehr vom Fleck. Was bleibt der ewigen Helferin noch, wenn ihre Hilfe nicht mehr erwünscht ist? Asta Arnold raucht und lässt ihren Gedanken freien Lauf; und so liest sich der gesamte Roman wie ein einziger Stream of Consciousness. Immer wieder fallen der Protagonistin Reisende, im Flughafen Angestellte und einmal sogar eine Katze ins Auge, die in ihr Erinnerungen an frühere Wegbegleiter auslösen – teils so starke Erinnerungen, dass sie glaubt oder glauben will, vielleicht sogar diese alten Bekannten selbst am Münchener Flughafen zu sehen. Doch sie spricht keinen von ihnen an, stattdessen raucht sie und denkt an vergangene Zeiten. Einige ihrer Erinnerungen sind so ausführlich, dass sie fast Kurzgeschichtencharakter haben, andere bleiben Fragmente. Sie führen zu nichts, außer zu neuen Beobachtungen und neuen Geschichten. Asta Arnold blickt auf ein bewegtes Leben zurück, dass man als Leser doch nur sehr auszugsweise kennenlernt, weil sie an das, was ihr nicht genehm ist, nur kurz oder gar nicht denken mag, eventuelle Zusammenhänge für sich behält. Und obwohl die Figur dadurch nicht komplett erfassbar wird, wächst sie einem irgendwie ans Herz und man wünscht sich fast, man könnte sie von dieser Drehtür wegführen, in der Hoffnung, das könnte Asta dazu bringen, nach vorne zu blicken. Denn wie die Tür kreist die Protagonistin seit ihrer Ankunft am Flughafen nur um sich selbst, ohne Ziel. Ob sie den Absprung schließlich schafft, sei hier nicht verraten.

„Drehtür“ ist in einem saloppen, trotzig-starken Ton geschrieben, durch den man sofort eine Beziehung mit der aus Nicaragua Entlassenen aufbaut. Man taucht mit ihr in ihre Erinnerungen ein und am Ende auch wieder daraus hervor. Nach der Lektüre fragte ich mich leicht desorientiert, was das jetzt war und kann diese Frage kaum beantworten. Aber ich habe Asta Arnold gerne Gesellschaft an ihrer Drehtür geleistet und werde an die ein oder andere ihrer Anekdoten sicher noch einmal zurückdenken.

Kommentieren0
1
Teilen
Gwendolyn22s avatar

Rezension zu "Böse Schafe" von Katja Lange-Müller

Ich mag Lange-Müllers Stil!
Gwendolyn22vor 3 Monaten

Berlin, 1987. Die Schriftsetzerin Soja lernt einen für sie völlig faszinierenden Mann kennen. Was sie nicht weiß: Er ist krank....

In den Umbrüchen der DDR erzählt die Autorin mit viel Gefühl und in meisterhaftem Erzählstil eine Liebesgeschichte, die sehr eindringlich ist. Zudem auch noch in einer eigenwilligen Sprache, die die Protagonistin differenziert und tiefgründig zu beschreiben vermag.

Ich bin von Katja Lange-Müllers Schreibstil ganz gefesselt gewesen und habe mir vorgenommen, ihr  Werk "Drehtür", das Ende Juli 2018 als TB erscheinen wird, sofort zu lesen.

Kommentieren0
7
Teilen
littleowls avatar

Rezension zu "Böse Schafe" von Katja Lange-Müller

Böse Schafe
littleowlvor 10 Monaten

Meine Meinung

Ich hätte wahrscheinlich nie zu diesem Buch gegriffen, wenn es nicht zur Lektüre in meinem Lesekreis gekürt worden wäre. Ich kannte die Autorin vorher nicht und verspüre im Moment ehrlich gesagt auch kein großes Bedürfnis, weitere Werke von ihr zu lesen.

Schon auf den ersten Seiten des Romans ist mir klar geworden, dass der Schreibstil wohl nicht meinen Geschmack trifft. Die ersten Absätze klingen noch poetisch, aber insgesamt ist der Stil extrem sachlich, mehr Berichterstattung als Erzählung. Ganz besonders schlimm fand ich die Passagen, in der der Text ins Umgangssprachliche rutscht und in denen z.B. von „Semmelpampe“, „Kohle“ (zum Ausgeben, nicht zum Heizen) oder „Gewäsch“ die Rede ist. Sprache ist natürlich immer eine Geschmackssache, aber ich habe mich hier ästhetisch so gar nicht angesprochen gefühlt.

Vermutlich lag es auch an dem nüchternen Erzählstil, dass mich die Liebesgeschichte nicht wirklich berühren konnte. Bei einem Text mit dem Duktus einer Zeitungsreportage kommen einfach keine großen Emotionen auf. Die Ich-Erzählerin teilt uns zwar ausführlich mit, was sie wann wo fühlt, aber es wird uns eben nur gesagt und nicht gezeigt. Gegen Ende der Geschichte wird die Stimmung sehr düster und ernst, aber tatsächlich emotional mitgenommen hat mich auch dieser letzte Teil nicht.

Gut gefallen hat mir allerdings, dass Ich-Erzählerin Soja ihren Ex-Freund Harry im Text mit „Du“ anspricht. Dadurch hat man als Leser das Gefühl, einer Art Gespräch zwischen den beiden beizuwohnen. Außerdem ist es der Autorin gut gelungen, den Charakter der Protagonistin in die Erzählstimme einfließen zu lassen. Ich konnte beim Lesen fast den nöligen Unterton hören.

Das Verhalten von Protagonistin Soja fand ich nach einer Weile fürchterlich frustrierend. Obwohl Harry sie offensichtlich schlecht behandelt, biedert sie sich weiter an. Ich hatte wirklich keinen Spaß daran, zu lesen wie sie sich von ihm ausnutzen lässt und für ihn nach einer Weile im Grunde mehr Mutter als Freundin ist. Nach der Wendung ca. nach der Hälfte des Romans hätte jede normale Frau Harry zumindest mal aus der Wohnung rausgeworfen, wo er sich ganz selbstverständlich einquartiert hat. Ganz abgesehen davon, dass er sie ziemlich offensichtlich betrügt und sich ohne zu fragen Geld „borgt“. Insgesamt ist Soja sehr unselbstständig und nie bereit, für ihre eigenen Überzeugungen einzustehen. Auf Schwierigkeiten reagiert sie mit Heulen, Trinken oder Gelegenheitssex, alles keine besonders zielführenden Strategien. Harry war mir von Anfang an unsympathisch, ich hatte wie gesagt den Eindruck, dass er Soja ausbeutet und sich ihr gegenüber alles in allem grauenhaft verhält.

Ein kleiner Trost ist, dass zumindest der historische Hintergrund interessant ist. Ich fand es spannend, mehr über das Leben in Westberlin kurz vor der Wende zu erfahren, und die Beschreibung des Mauerfalls hat mir ebenfalls gut gefallen.

Fazit

Insgesamt hat mich „Böse Schafe“ leider enttäuscht und frustriert zurückgelassen. Ich kann dem Roman wirklich nur wenig positives abgewinnen und werde keine weiteren Bücher der Autorin lesen.

Kommentieren0
8
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 175 Bibliotheken

auf 21 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks