Die Stunde unserer Mütter

von Katja Maybach 
4,6 Sterne bei38 Bewertungen
Die Stunde unserer Mütter
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MellieSs avatar

Hat mich nicht so richtig überzeugt

W

Ein Buch über Frauen und Mädchen, die über sich hinaus wachsen mussten um zu überleben.

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Inhaltsangabe zu "Die Stunde unserer Mütter"

In ihrem neuen und zugleich persönlichsten Roman „Die Stunde unserer Mütter“ erzählt Katja Maybach, inspiriert durch ihre eigene Familiengeschichte, von zwei unterschiedlichen Frauen in den Kriegs- und Schicksalsjahren 1940 bis 1945. Kraftvoll, gefühlsstark und authentisch zeigt dieser Roman den immer schwerer zu bewältigen Alltag, die Bedrohung durch die Gestapo und selbst durch Nachbarn und vermeintliche Freunde, die Hilflosigkeit aber auch den Widerstand gegen den Hass, der sich immer weiter ausbreitet. Doch zugleich erzählt Katja Maybach in „Die Stunde unserer Mütter“ auch vom Bewahren der eigenen Menschlichkeit und von der Liebe, die verloren geglaubt ist und dennoch zum Moment der Hoffnung wird. Durch die eingeflochtenen Feldpostbriefe und Tagebuchauszüge von Katja Maybachs eigenem Vater erhält dieser Roman seine besondere Kraft und Wahrhaftigkeit.

Im Mittelpunkt stehen Maria und Vivien, die einander nie besonders sympathisch waren – und jetzt eine Schicksalsgemeinschaft bilden, aus der nach und nach tiefe Freundschaft entsteht.
Dabei sind die beiden Frauen denkbar unterschiedlich: Während Maria, die ihren Mann, den Forstbeamten Werner, gegen den Willen ihrer Familie heiratete, mittlerweile an ihrer Ehe zweifelt, schmerzt die Engländerin Vivien jede Minute der erzwungenen Trennung von ihrem Mann Philipp. Maria ringt bei jedem Feldpostbrief Werners mit sich, die Distanz, die zwischen ihnen entstanden ist, zu durchbrechen und ihm ein paar liebevolle Worte zu schreiben. Vivien dagegen, die nur deshalb in der Kleinstadt vor den Toren Münchens Zuflucht gesucht hat, um ihren Mann, der im Widerstand tätig ist, nicht zu gefährden, wartet nur auf ein Zeichen, um zu ihm zurückzukehren. Während Maria zu ihrer verträumten Tochter Anna nur schwer Zugang findet, sind Vivien und ihre Tochter Antonia einander sehr ähnlich.
Doch je schmerzhafter die täglichen Einschränkungen werden, je näher der Krieg ihnen kommt und je größer die Gefahren von Denunziation und Anfeindungen werden, desto enger rücken die beiden Frauen zusammen …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426516072
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.06.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Waschbaerinvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Buch über Frauen und Mädchen, die über sich hinaus wachsen mussten um zu überleben.
    Bombenangriffe, Hunger, Zerstörung und Todesangst

    Das Cover dieses Romans, "Die Stunde unserer Mütter" von Katja Maybach erinnert eher an einen friedlichen Sommertag als an diese fürchterliche Kriegzeit von WW ll. Vielleicht ist das Bild auch dem Genre dieses Buches angepasst. Dabei handelt es sich unverkennbar um einen Frauenroman.

    Vivien, von Geburt Engländerin, nach ihrer Heirat aber mit deutschem Pass, kommt mit ihrer Tochter zur Schwägerin aufs Land. Hier gibt es noch genügend zu essen und vor allem weiß niemand von ihrem Geburtsland. Ihr Ehemann Philip schickt sie und die gemeinsame Tochter zu deren eigenen Sicherheit zu seiner Schwester - sagt er zumindest.

    Eine elegante Frau und ihre etwas hochnäsige Tochter in diesem "Kaff" - ob das gut geht? Man arrangiert sich und macht aus der Not eine Tugend. Die beiden Schwägerinnen stellen fest, dass sie sich in der Vergangeheit falsch einschätzten und so stellt sich nach und nach diese notwendige Vertrautheit ein, ohne die ein so enges Zusammenleben kaum möglich ist. Sie sprechen über ihre Ängste, ihre Sorgen. Vivien vermisst Philip, sehnt den Tag herbei, an dem sie endlich wieder bei ihm in München sein kann, wogegen es ihrer Schwägerin schwerfällt, ihrem Ehemann Werner, der in Frankreich kämpfen muss, später in den Osten kommandiert wird, liebevolle Briefe zu schreiben, da sie nicht weiß, ob sie weiterhin in dieser Ehe leben will. Wo ist ihre Liebe geblieben?

    Für die beiden 14jährigen Cousinen ist es schwieriger, müssen sie doch das Zimmer zusammen teilen. Jede von ihnen sehnt sich nach ihrem Vater, doch zwischen ihnen herrscht eine zu große Distanz, als auch manchmal Eifersucht, als dass sie sich gegenseitig ihre Gefühle eingestehen könnten. 

    Mit diesen vier Hauptpersonen erleben wir Bombenangriffe, Zerstörung, Hunger und Todesangst. Dazwischen streut die Autorin echte Briefausschnitte von damaligen, eigenen Familiemitgliedern ein, was dem Buch Realität verleiht.

    Ich lese sehr gerne Bücher dieser Epoche und kann mich im Grunde gut in die Zeit und die Geschehnisse einfinden. Allerdings liegt mir das Genre "Frauenroman" weniger. Ist mir von der Wortwahl und dem Erzählstil her immer etwas zu "süßlich". Auch bei diesem Buch, zu diesen dramatischen und lebensbdrohlichen Ereignissen. Niemand weiß wie lange man noch aushalten muss und ob man das Ende des Krieges überhaupt erlebt. Diese tiefsitzende Angst und Unsicherheit vor dem, was womöglich noch kommen mag, die sich im ganzen Körper breit machen, bis in jede Pore dringen dass man sonst kaum noch etwas denken kann, die ich aus den Berichten damaliger Betroffener erfahren habe, vermisse ich in dem vorliegenden Buch. Aber das ist natürlich Geschmackssache.

    Auf jeden Fall bekommt der Leser - oder wohl eher die Leserin - einen Einblick wie schwierig und gefahrvoll das Leben zu dieser Zeit für die Frauen, die Alten und Kinder war. Trotzdem denke ich, Anhängerinnen  dramatischer Frauenromane werden dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen.

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    Buecherseele79s avatar
    Buecherseele79vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein durchaus bewegender und interessanter Roman über zwei Frauen zur Zeit des zweiten Weltkriegs.
    Starke Frauen

    Maria lebt mit ihrer Tochter Anna auf dem Land und zweifelt immer mehr an der Ehe mit ihrem Ehemann Werner.
    Dieser kämpft im Krieg und der Kontakt ist weder regelmässig noch herzlich, gerade von Maria ihrer Seite.
    Doch ihr Bruder Philip hat eine ungewöhnliche Bitte an Maria- sie soll seine Frau Vivien sowie ihre Tochter Antonia bei sich aufnehmen, denn Philip geht einer Tätigkeit nach die nicht für ihn den Tod bedeuten könnte- er rettet Juden.
    Maria ist von dem Vorschlag so gar nicht angetan denn ihre Schwägerin Vivien ist in England geboren und war schon immer etwas Besseres als Maria, auch hat sie Angst dass sich die zwei Mädchen nicht verstehen könnten...
    Doch der Krieg verändert nicht nur das Land sondern auch die Menschen und so werden Maria und Vivien beste Freundinne die in diesen schrecklichen Zeiten zusammenhalten müssen.
    Gleichzeitig müssen auch die Eltern von Maria und Philip mit den Veränderungen in ihrem eigenen Leben sowie dem ihrer Kinder umgehen können und so erhält man verschiedenen Blickwinkel auf zwei Familien im zweiten Weltkrieg...

    Schon länger wollte ich das Buch unbedingt lesen da es sich sehr spannend und interessant anhört und ich gerade über die Leistung der Frauen im zweiten Weltkrieg gerne mehr erfahre, denn oft gehen sie mit ihren Taten und Handlungen unter.
    Der Schreibstil ist flüssig und interessant, zu Beginn, trotz der aufkommenden Kriegsstimmung noch leicht, immer verständlich in der Handlung der Protagonisten.
    Maria und Vivien werden in diesem Buch sehr genau hervorgehoben was mir sehr gut gefallen hatte, die anfänglichen Unterschiede und Vorurteile die sich dann in Freundschaft und gegenseitigem Helfen veränderte.
    Auch ihre zwei Töchter sind für mich sehr glaubwürdig beschrieben, sehr unterschiedlich im Alter und Denken und auch hier gelingt der Autorin ein Bild welches aufzeigt wie sich junge Damen in diesem Krieg veränderten bzw. mit Situationen umzugehen lernen mussten.
    So etwas in den Hintergrund rückte für mich die Beziehung von Maria und Werner, gerade Werner ist eher blass und man erfährt nicht allzu viel von ihm.
    Die Liebe zwischen Philip und Vivien kam mir hier aufrichtiger und intensiver vor.
    Der zweite Erzählstrang handelt von den Eltern von Maria und Philip welchen ich zeitweise auch sehr interessant fand, manchmal aber auch irgendwie unnötig.
    Man merkt aber dass die Autorin den Augenmerk hier auf die Frauen gelegt hatte was ihr, in meinen Augen, auch sehr gelungen ist.
    Sehr authentisch sind auch die Feldbriefe die die Autorin in die Geschichte einbinden ließ, diese stammen von ihrem Vater.
    Trotz der ein oder anderen Kritik hat mich das Buch sehr bewegt und war von der Geschichte im Grossen und Ganzen gut umgesetzt.
    Von daher spreche ich eine klare Leseempfehlung aus.

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    robbylesegernvor einem Jahr
    starke Frauen in einer schwierigen Zeit

    Katja Maybach zeigt immer wieder, dass sie es versteht, die Vergangenheit in eine spannende und anschauliche Geschichte zu packen. Mit ihrem Buch " Die Stunde der Mütter " , ist ihr wieder so ein großer Wurf gelungen.

    In einer Kleinstadt nahe München , lebt Maria mit ihrer Tochter Anna allein, seit ihr Ehemann eingezogen wurde. Als ihr Bruder Philipp sie bitte seine Frau und die gemeinsame Tochter aufzunehmen, ist Maria nicht unbedingt glücklich, hat sie Vivien doch als mondäne Frau kennengelernt, die sie nie nahe kam. Doch sie gibt der Bitte ihres Bruders nach und nimmt die beiden auf. Wider Erwarten klappt das Zusammenleben gut und die Frauen versuchen im kleinen auch ihren Beitrag zum Widerstand zu leisten, wie es der Bruder Philipp durch die Aufnahme von Juden in seiner Wohnung tut. Dabei spiel ein Gefangenenlager , ganz in ihrer Nähe, eine entscheidende Rolle.

    In diesem Buch kommen trotz der großen Rolle, die Männer im Krieg spielten , die Frauen zu Wort. Über sie wird berichtet, wie sie mit den alltäglichen Einschränkungen zurecht kamen, aber auch, wie sie versuchten ihren Beitrag zur Rettung von Menschenleben zu leisten.

    Dies wird in diesem Buch sehr anschaulich geschildert,. Spannend und informativ erzählt Katja Maybach von dieser Zeit, die auch für die Frauen wahrlich nicht leicht war.

    Die Figuren, die diese Geschichte begleiten, sind sehr lebendig und empathisch beschrieben, sodass die Handlungen für den Leser sehr gut nachvollziehbar sind und man sich ein gutes Bild von dieser Zeit machen kann,.

    Ich habe mit Freude gelesen, dass Katja Maybach dieses Jahr noch ein Buch herausbringt und ich freue mich schon jetzt darauf es zu lesen.

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    tinstamps avatar
    tinstampvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine interesssante Geschichte über eine Frauenfreundschaft während der Kriegswirren. Trotzdem sprang der Funke nicht richtig über...
    Starke Frauenfreundschaft

    Bewertung: 3 1/2 Sterne

    Wie viele von euch wissen, lese ich sehr gerne Bücher über den Zweiten Weltkrieg. Mit "Die Stunde unserer Mütter" befand sich wieder ein Roman, der dieses Zeitepoche beschreibt, auf meiner Wunschliste.
    Im Gegensatz zum Klappentext, den ich schon etwas gekürzt habe, sind nicht nur Maria und Vivien hier die Hauptfiguren, sondern auch ihre Töchter Anna und Antonia. Diese sind zu Beginn des Romanes, der von 1940 - 1945 spielt, etwa vierzehn Jahre alt und am Ende des Romans junge Frauen.

    Vivian, Marias Schwägerin und gebürtige Engländerin, wird gemeinsam mit ihrer Tochter Antonia von München aufs Land geschickt, da ihr Mann Philipp für den Widerstand arbeitet. In einer nicht näher genannten bayrischen Kleinstadt müssen Maria und Vivien eine Zweckgemeinschaft gründen, denn besonders sympathisch sind sie sich nicht. Auch Anna und Antonia sind von ihrem Wesen her ziemlich verschieden. Während Maria ihren Werner gegen den Willen ihrer Eltern geheiratet hat, aber an ihrer Ehe zweifelt, liebt Vivian Marias Bruder Philipp von Herzen und vermisst ihn schrecklich. Doch der Krieg dauert an und während die Jahre vergehen, wandelt sich die anfängliche Zweckgemeinschaft zu einer wahren und tiefen Freundschaft zwischen den beiden Frauen.
    Neben der Geschichte um Maria, Vivian und ihren Töchtern, bekommen wir noch Einblick in das Leben von Marias Eltern, Friedrich und Elsa. In diesem Handlungsstrang wird ausnahmsweise nicht auf Elsa, sondern auf Friedrich das Hauptaugenmerk gelegt und aus seiner Sicht erzählt. Diese Geschichte um ein Familiengeheimnis war zwar interessant, hat aber nicht wirklich etwas mit der eigentlichen Handlung zu tun.

    Persönliche Familienerinnerungen, sowie die Feldpostbriefe ihres Vaters inspirierten Katja Maybach zu diesem sehr persönlichen Roman.
    Die Autorin beschreibt die Rolle der Frau während der Kriegsjahre sehr lebendig, jedoch fand ich zum Beispiel "Die Nachtigall" von Kristina Hannah viel detaillierter und vorallem eindringlicher. Mir fehlte hier die Dichte und insbesonders ein Mehr an historischen Hintergründen. Außer den Denunzierungen durch die Bevölkerung und das Lager für Frauen in der nahen Umgebung hatte ich oftmals nicht wirklich das Gefühl ein Buch, das während des Zweiten weltkrieges spielt, zu lesen. Natürlich meine ich damit nicht, dass ich lieber nur über Kämpfe an der Front gelesen hätte, aber der Krieg wurde eher eine Rahmenhandlung. Im Vordergrund standen eindeutig die Gefühle der beiden Frauen. Gefallen hat mir aber der Einblick in die deutsche Gesellschaft und der Hinweis, dass nicht jeder Hitleranhänger war. Da spielt der Bäcker, der kleine Botschaften in seinen Brötchen versteckt, die Maria und Vivien ins Frauenlager bringen eine besondere Rolle oder auch Manfred, der sich zu Kriegsbeginn freiwillig gemeldet hat und seinem Vater, der ein SS-Mitglied ist nacheifern möchte, jedoch kurz vor Kriegsende desertiert.
    Doch Männer sind in diesem Roman Randfiguren. Von Philipp und Werner bekommt man leider nur ein verschwommenes Bild vorgesetzt. Erster tritt überhaupt nie in Erscheinung und wird nur erwähnt, während man Werner bei einem kurzen Heimaturlaub kurz auf einigen Seiten kennenlernt. Die plötzliche Annäherung des Ehepaares, das sich schon vor dem Krieg entfremdet hat, kam mir jedoch zu unglaubwürdig vor. Ebenfalls erfuhr man auf den ganzen 320 Seiten leider nie, warum oder wodurch diese Entfremdung stattgefunden hat. Auch die große Liebe von Vivian und Philipp konnte ich nicht nachvollziehen. Philipp nahm die ganzen Kriegsjahre über keinerlei Kontakt zu seiner Frau und auch nicht zu seiner Tochter auf. Erst als sich Antonia, kurz vor der Kapitulation der Deutschen, überlegt in München zu studieren, erhält diese einen nichtssagenden Brief ihres Vaters.

    Leider habe ich aber auch einige Logikfehler gefunden. Im Frühjahr 1941 bekamen Maria und Vivien vom Bauer frische Birnen und ebenso gingen sie die laubbedeckte Straße entlang. Entweder wurde bei der Kapitelüberschrift die falsche Jahreszeit genannt oder dem Lektorrat fiel nicht auf, dass es im Frühling wohl kaum laubbedeckte Straßen gibt, weil die Blätter auf den Bäumen erst wachsen müssen....

    Emotional konnte mich der Roman leider nicht zu 100% überzeugen. Zu diesem Thema gibt es meiner Meinung nach eindringlichere Lektüre!
    Dafür hat die Autorin die beiden Frauen sehr lebending dargestellt und vorallem den Unterschied zwischen Maria und Vivien gut vermittelt. Wie sie während der Jahre von einer anfangs eher distanzierten Zweckgemeinschaft zu einer tiefen Freundschaft finden, hat Katja Maybach sehr eindringlich und glaubhaft beschrieben. Hier konnte mich die Autorin absolut überzeugen. Ebenso bei der Erzählung von Antonias tragischer ersten Liebe, die mich sehr berührt hat. Ein paar Seiten mehr und etwas Detail-Liebe hätten dem Roman gut getan, dafür hätte man auch den Handlungsstrang rund um Marias Eltern weglassen können.

    Das Ende fand ich allerdings wieder absolut gelungen. Es punktet durch eine sehr bedeutungsvolle und starke Szene zwischen den vier Frauen, die berührt und zeigt, dass man über sich selbst hinauswachsen kann. Ein toller Abschluss, der gleichzeitig ein Beginn eines neuen Lebensabschnittes für Maria, Vivian, Anna und Antonia ist.

    Schreibstil:
    Den Schreibstil der Autorin fand ich eher einfach. Zu Beginn hatte ich ein paar Probleme in die Geschichte hineinzufinden. Durch die Logikfehler, die ich bereits oben erwähnt habe, fand ich ebenfalls schwer Zugang zu den Charakteren und der Geschichte. Doch nach diesen anfänglichen Schwierigkeiten ließ sich der Roman gut lesen und ich fand Zugang zu den Figuren.

    Fazit:
    Eine sehr interessante Geschichte über eine Frauenfreundschaft, wie der Krieg das Leben beeinflusst und was wir daraus machen. Trotzdem hat mich der Roman nicht so gepackt, wie ich es mir gewünscht hätte. Meiner Meinung nach habe ich zu diesen Themen bereits bessere Romane gelesen. Bitte bildet euch aber selbst eine eigene Meinung, da der Roman begeisterte Rezensionen bekommen hat. Ich gehöre eben nicht dazu....aber Geschmäcker sind nun mal verschieden.

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    Kleine8310s avatar
    Kleine8310vor einem Jahr
    Die Stunde unserer Mütter

    "Die Stunde unserer Mütter" ist ein Roman der Autorin Katja Maybach. Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut, da ich mir vom Inhalt eine emotionale und bewegende Geschichte in den Kriegsjahren versprochen habe. Ob ich diese auch bekommen habe, verrate ich euch jetzt.

     

    In dieser Geschichte geht es um die beiden Protagonistinnen Maria und Vivien. Maria ist in ihrer Ehe mit dem Forstbeamten Werner nicht mehr allzu glücklich und zweifelt mittlerweile an dieser Entscheidung. Das merkt sie auch wenn sie einen Brief mit der Feldpost erhält. Für Maria ist die entstandene Distanz schwer auszuhalten und sie ringt bei jedem Brief mit sich, wie sie auf die Zeilen ihres Mannes antworten soll. 

     

    Vivien hingegen leidet sehr unter der erzwungenen Trennung von ihrem Mann Philipp. Philipp ist im Widerstand aktiv und Vivien ist nur in die Kleinstadt nahe München gezogen, um ihn nicht zu gefährden. Die beiden Frauen könnten nicht unterschiedlicher sein und merken dennoch in der harten und entbehrungsreichen Zeit, was sie aneinander haben ...

    Der Einstieg in diesen Roman ist mir gut gelungen. Katja Maybach hat einen flüssigen und bildhaften Schreibstil, der auch die beschriebenen Emotionen so rüberbringt, dass sie bei mir als Leserin angekommen sind. Neben der eigentlichen Handlung finden sich in diesem Buch auch eingeflochtene Feldpostbriefe und Tagebuchauszüge, die von Katja Maybach's eigenem Vater stammen. Dieser Aspekt hat mir die Geschichte nocheinmal näher gebracht, was ich toll fand.  

     

    Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir gut gefallen. Ich mochte beide Protagonistinnen auf ihre Weise, da sie beide facettenreich und interessant gezeichnet wurden. Sie vermitteln beide, dass Bild von "starken" Frauen, in den tragischen Kriegsjahren und die Autorin vermittelt die Gefühle und Gedanken beider Protagonistinnen durchaus realitätsnah.

     

    Die Spannung war der einzige Punkt, mit dem mich Katja Maybach bei diesem Werk nicht ganz überzeugen konnte. Für die Seitenzahl des Buches hätte ich mir da weniger beschreibende und detaillierte Emotionen und ein bisschen mehr Dichte und Spannung gewünscht. Wo die Emotionen auf ganzer Linie begeistern konnten, war es mit der Spannung leider manchmal etwas wenig, was manche Passage langatmig wirken liess. Dennoch ist dieses Buch durchaus lesenswert, für alle die gerne Familien - und Schicksalsgeschichten aus Kriegszeiten lesen.

    Positiv: 

    * bildhafter und flüssiger Schreibstil

    * liebevoll gezeichnete Charaktere

    * interessante Handlung

    * schöne Ergänzungen durch Tagebuchauszüge und Briefe

     

    Negativ:  

    * neben den geballten Emotionen kam die Spannung leider ab und an zu kurz

     

    "Die Stunde unserer Mütter" ist eine emotionale und liebevoll gezeichnete Geschichte, die mir gut gefallen hat und die ich gerne weiterempfehle!

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    Isaoperas avatar
    Isaoperavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein sehr gut geschriebener Roman, der vor allem die Rolle der Frauen im zweiten Weltkrieg beleuchtet - eindringlich!
    Authentische Darstellung der Kriegsgeschehnisse aus Frauensicht


    "Die Stunde unserer Mütter" war mein erstes Buch der Autorin Katja Maybach, aber es wird sicherlich nicht das letzte sein. Die Thematik, wie es Frauen im Zweiten Weltkrieg ergangen ist, beschäftigt mich immer wieder und ich habe bereits viel Literatur zu diesem Thema gelesen.
    Dieser Roman wirkte auf mich direkt sehr authentisch und gut recherchiert - ich kann ihn daher nur weiterempfehlen!
    Denn er zeigt, wie das Schicksal ganz unterschiedliche Frauen zusammenführen und zusammenschweißen kann, die damit wohl selbst nicht gerechnet hätten. Die Protagonistinnen Maria und Vivien sind in der Tat sehr verschieden, bringen dadurch aber auch verschiedene Blickwinkel in die Geschichte hinein. Obwohl die Geschichte eher auf die Sicht von Maria abzielt, war mir die anfangs negativ dargestellte Vivien durchgängig sympathischer und ich konnte mich mit ihr gut identifizieren. Da so verschiedene Frauentypen charakterisiert werden (auch die Töchter der beiden Frauen sind sehr unterschiedlich und spielen eine wichtige Rolle), wird sicherlich jede Leserin ein kleines bisschen von sich in einer der Figuren wiederfinden.
    Die Handlung schreitet forsch voran und umfasst mind. einen größeren Zeitsprung - das hat mich manchmal ein kleines bisschen gestört, denn ich hatte das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Emotional konnte mich die Geschichte nicht 100%ig packen, wie das manchmal bei anderen Romanen aus dieser Zeit der Fall ist, daher würde ich einen Stern abziehen. Manche Entwicklungen erschienen mir nicht absolut authentisch, allerdings sind die Handlungsstränge ja durch reale Ereignisse inspiriert und man muss dem natürlich Glauben schenken. Hier hätte ich mich sehr ein Nachwort gewünscht, in dem aufgearbeitet wird, was real ist und was nicht - möglicherweise wollte dies die Autorin nicht preisgeben, was natürlich in Ordnung ist, aber als Leser fand ich diesen Punkt etwas schade.
    Für mich ein sehr guter Roman, aber nicht der beste dieses Genres, daher gute 4 Sterne!

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    bookgirls avatar
    bookgirlvor einem Jahr
    Die Stunde der starken Frauen

    Inhalt
    Maria und Vivien sind Schwägerinnen, die in Kriegszeiten zunächst eine Schicksalsgemeinschaft bilden, aber so nach und nach enge Freundinnen werden. Dabei könnten beide unterschiedlicher nicht sein: Maria hat ihren Mann gegen den Willen ihrer Familie geheiratet, ringt nun aber immer wieder mit ihren Gefühlen und ihre Zweifel an der Ehe nehmen Überhand. Vivien hingegen liebt ihren Mann und leidet unter der erzwungenen Trennung von diesem. Maria findet schwierig Zugang zu ihrer Tochter Anna, wohingegen Vivien und ihre Tochter Antonia eine enge Bindung haben. In den Kriegswirren rücken die Frauen näher aneinander, sind einander Stütze und begeben sich auch wissentlich in große Gefahr …

    Meine Meinung
    Katja Maybach wurde durch ihre eigene Familiengeschichte inspiriert "Die Stunde unserer Mütter" zu schreiben. In den Fokus rückt sie starke Frauenfiguren in den Kriegs- und Schicksalsjahren 1940 bis 1945. Aber nicht nur Maria und Vivien haben mich beeindruckt, sondern auch ihre Töchter Anna und Antonia. Ihnen allen ist es gelungen, sich auch in der schwer zu bewältigenden Zeit ihre Menschlichkeit zu bewahren und sich nicht von Hass, Missgunst und Anfeindungen unterkriegen zu lassen. Männer sind in der Geschichte Randfiguren, die für mich kaum Format hatten.

    "Die Stunde unserer Mütter" ist fesselnd und kraftvoll geschrieben. Ein Buch, das einen sofort in die Handlung eintauchen lässt. Es ist zwar eine Geschichte, die in den Kriegszeiten spielt, aber für mich nicht unbedingt den Krieg in den Mittelpunkt stellt, sondern vielmehr den Umgang der Frauen miteinander und mit der schweren Situation, in der sie alleine ihren Mann stehen mussten. Interessant sind in dem Zusammenhang die Feldpostbriefe und Tagebucheintragungen des Vaters der Autorin, die er in Kriegszeiten nach Haus schickte und die als Grundlage des Romans dienen, der jedoch in eine fiktive Handlung gebettet wurde.

    Katja Maybach schreibt emotional und berührend, wird dabei aber nie kitschig. Ihre Figuren sind authentisch und weder schwarz noch weiß skizziert. Jeder hat seine Ecken und Kanten, was sie dadurch auch um einiges interessanter macht. Noch dazu ist das Buch sehr gut recherchiert und man spürt, dass die Autorin hier eine persönliche Geschichte verarbeitet hat.

    Fazit
    "Die Stunde unserer Mütter" verbindet historische Fakten mit einer fiktiven Geschichte. Unterhaltsam, berührend und fesselnd. Von mir gibt es daher eine klare Leseempfehlung

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
    Unbedingt lesen, es lohnt sich!


    Maria lebt in einem kleinen Städtchen nahe München. Ihr Ehemann Werner ist als Offizier an der Front und schickt Feldpostbriefe, doch Maria verspürt inzwischen eine deutliche Distanz zwischen sich und Werner und tut sich mit einer emotionalen oder gar liebevollen Antwort mehr als schwer.
    Gemeinsam mit ihrer Tochter Anna und der Russin Nadja, die bereits seit vielen Jahren die Familie im Haushalt unterstützt und im Grunde längst ein Teil von ihr ist, meistert sie ihr immer entbehrungsreicheres Leben.


    Vivien, die Frau von Marias geliebtem Bruder, scheint das glatte Gegenteil von Maria zu sein: immer mondän, immer adrett und großstädtisch, kam sie Maria bislang ziemlich eingebildet vor. Doch als Philipp seine Schwester bittet, seine Frau und die gemeinsame Tochter Antonia bei sich aufzunehmen, kann ihm Maria das nicht abschlagen. Das Leben ist inzwischen zu gefährlich geworden, denn Philipp leistet Widerstand gegen die Nationalsozialisten und Vivien ist zudem noch gebürtige Engländerin... So ziehen Schwägerin und Nichte wenige Tage später in den einfachen Haushalt auf dem Land ein.


    Doch auch wenn die Frauen unterschiedlich sind - der Krieg und die zunehmenden Schrecken des Alltags schweißen die beiden zusammen. Auch die Liebe zu Philipp, hilft enorm dabei, dass Vivien und Maria letztlich nicht nur Leidensgenossinnen sondern auch Freundinnen werden.
    Als auch in der Nachbarschaft denunziert und Nadja abgeholt wird, beginnen die beiden Frauen im Rahmen ihrer Möglichkeiten anderen zu helfen und Widerstand gegen die Nazis zu leisten.


    Häufig werden in Kriegszeiten die Frauen vergessen - vor allem, wenn sie nicht direkt von Kriegshandlungen betroffen sind. Doch das Leben ist in solch entbehrungsreichen Zeiten, die in der Regel von Angst und Schrecken geprägt sind, nicht einfach. Vor allem nicht für Maria und Vivien, die beschlossen haben, dass sie nicht mit dem Strom schwimmen können und wollen. Gerade aus diesem Grund ist der Buchtitel sehr treffend gewählt: "Die Stunde unserer Mütter" erzählt von Frauen, die etwas dafür tun, dass die so finstere Welt dieser Jahre wieder ein kleines bisschen besser wird.


    Dieser Roman ist nicht mein erster von Katja Maybach und ich muss gestehen, dass mich bislang noch keiner enttäuscht hat. Aber mit "Die Stunde unserer Mütter" hat sich die Autorin wirklich selbst übertroffen! Sie widmet sich ganz normalen Frauen, die über sich hinauswachsen, und deren Stärke und die Fähigkeit, die Hoffnung nicht fahren zu lassen, geradezu beeindruckend ist. 
    Dabei sind die historischen Fakten sehr gut recherchiert und in einen Teil der Maybach'schen Familiengeschichte eingebettet, denn die Autorin hat sich unter anderem von den Feldpostbriefen ihres Vaters zu diesem Roman inspirieren lassen. Was sich von ihren anderen Romanen nicht unterscheidet, ist das Fingerspitzengefühl, das die Autorin für ihre Figuren hat. Die Sorgen und Nöte, aber auch der Kampfgeist und der Optimismus - alles Facetten, die die Protagonisten glaubhaft, ja greifbar, machen.


    Eine sehr einfühlsame Geschichte, die sowohl bedrückt als auch Hoffnung schenkt. 

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    baronessas avatar
    baronessavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ich kann das Buch wirklich empfehlen, denn es ist anteilnehmend, glaubwürdig und ausdrucksstark.
    Die Stärke der Frauen

    „Vorsicht Spoiler!“

    Maria wohnt mit ihrer Tochter allein, denn ihr Mann ist Offizier der Wehrmacht und befindet sich für das Deutsche Reich im Krieg. Zur Unterstützung hat sie Nadja, eine Russin, als Dienstmädchen. Für Sie und ihre Tochter ist sie aber mehr. Dann bittet ihr Bruder sie um Unterstützung. Sie soll seine Frau Vivien mit der Tochter bei sich aufnehmen. Sie ist Engländerin und er hat Angst um seine Lieben, da er sich heimlich für Juden einsetzt.

    Die beiden Frauen und ihre Töchter könnten nicht unterschiedlicher sein, aber in der Not rücken sie enger zusammen. Als Nadja von der Gestapo abgeholt wird, setzen sie sich für die Frauen im Lager ein. Sie wissen, es ist gefährlich, aber der Wille, etwas zu unternehmen, ist größer. Der Krieg ist nicht nur an der Front anzutreffen. Sie müssen miterleben, wie Menschen verschleppt, getötet und gedemütigt werden. Im Laufe der Jahre erleben nicht nur die Frauen ihre Tragödien, sondern auch die Töchter. Als der Krieg endet, müssen die Frauen ihren eigenen Weg finden, dabei werden sie ungewollt zu Heldinnen.

     

    „Plötzlich ertönte eine Sirene, Tumult entstand an den Baracken, Männer, mit Gewehren bewaffnet, schwärmten aus, und die Hunde, die sie mit sich führten, bellten und zerrten an ihrer Leine. Die Männer kamen schnell näher, griffen nach der mageren Frau, die in die Knie brach, doch sie wurde hochgezerrt und weggeschleift.“

     

     

     

     

    Meine Meinung:

    Die Autorin hat eine Geschichte geschrieben, die den Krieg im eigenen Land erzählt. Wie die Bewohner den Alltag in dieser Zeit erleben, die Hilfslosigkeit und die allgegenwärtige Bedrohung nicht nur durch die Gestapo, sondern von Menschen, die sie kennen. Es ist kein Erleben an der Front, sondern die Chronik der Frauen und Kinder, die ebenso Opfer sind.

     

    Das Geschehen stellt nicht nur die Aussichtslosigkeit und Verzweiflung dar, sondern auch die Hoffnung auf Besserung. Die entsprechende Situation ist sehr gut beschrieben, ebenso die Protagonisten. Die Frauen sind einfühlsam, müssen aber Stärke beweisen. Sie versuchen zu überleben, ermutigen sich gegenseitig trotz ihrer Ungläubigkeit der Anarchie gegenüber.

    Wie aus Kameradschaft Freundschaft entsteht, wie sie ihre Ängste besiegen und die Courage und Entschlossenheit wächst. Ebenso gut dargestellt sind die Töchter. Sie versuchen, trotz der Kriegswirren ein individuelles Leben zu führen.

     

    Die Geschichte verwendet auch private Einflüsse, denn die Autorin hat authentische Erzählungen ihrer Familienangehörigen einfliesen lassen. Dies war sicherlich nicht leicht, ist ihr aber super gelungen.

     

    Das Geschehen ist in 2 Teilen und in Kapiteln angelegt, dargestellt mit Untertiteln, sodass man nicht den Überblick verlieren kann. Das Cover spiegelt das Zeitgeschehen wieder, ebenso der Titel, der wunderbar zur Geschichte passt.

     

    Der Werdegang verliert nicht an Spannung, die Bedrohung ist mit jeder Zeile spürbar. Aber gleichzeitig steigert das Geschehen die Erwartung auf ein finales Ende.

     

    Ich kann das Buch wirklich empfehlen, denn es ist anteilnehmend, glaubwürdig und ausdrucksstark.

     

     

    Fazit:

    Eine bewegende und dramatische Geschichte, aus einer bedrückenden Zeit der deutschen Geschichte. Eindrucksvoll wiedergegeben und Substanz für einen guten Film.

     

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    Larischens avatar
    Larischenvor einem Jahr
    Ein besonderes Buch

    Maria und ihre Tochter Anna leben gemeinsam in einer kleinen Stadt. Der Vater ist als Soldat im Zweiten Weltkrieg und kämpft an vorderster Front. Doch nun beginnt der Krieg auch das Leben der beiden daheim zu verändern. Marias Schwägerin Vivien und ihre Tochter Antonia ziehen aus der Großstadt München aufs Land. Die vier so unterschiedlichen Frauen müssen nun zusammenrücken und gemeinsam diese harten Zeiten überstehen. Überraschenderweise gewöhnen sie sich recht schnell aneinander, doch der Krieg macht vor der Heimat keinen Halt und Maria, Anna, Vivien und Antonia werden immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt, die ihnen alles abverlangen. Katja Maybachs Roman "Die Stunde unserer Mütter" ist ein Roman über die Freundschaft zwischen zwei Frauen und ihren Töchtern, die erst das Schicksal zueinander geführt hat. Ihre Männer sind für sie in dieser Situation unerreichbar und so müssen die Frauen der Familie zusammenhalten und kämpfen. Dabei schließt man als Leser jede dieser vier charakterstarken und herzlichen Frauen ins Herz. Ich könnte mich nicht für eine Lieblingsfigur entscheiden. Neben dem Handlungsstrang mit den vier Frauen, erzählt Katja Maybach auch einen Teil der Geschichte aus Sicht von Marias Eltern, bzw. Viviens Schwiegereltern. Dieser Teil der Erzählung trägt viel zum Verständnis der Gesamtsituation bei und beleuchtet die Gesellschaft noch ein mal aus einer anderen Sichtweise. Der Roman spielt in Zeiten des Nationalsozialismus und Frau Maybach wird dem historischen Hintergrund gerecht. Sie beleuchtet Aspekte, die man vielleicht sonst weniger beachtet hat und bietet dabei keine einfachen Lösungen an. Ihre Protagonisten sind nie nur schwarz oder weiß, sondern bieten in ihrer Persönlichkeit viele Facetten. Der Roman ist dadurch wesentlich mehr als seichte Unterhaltung, sondern regt den Leser zum Nachdenken an. Eine Besonderheit des Buchest, dass die Autorin in diesem Werk Teile ihrer Familiengeschichte verarbeitet hat. Vielleicht ist der Roman auch aus diesem Grund so mitreißend und emotional. Ich habe am Schicksal der vier Protagonisten lebhaft teilgenommen, mitgefiebert und -gelitten. "Die Stunde unserer Mütter" von Katja Maybach ist ein ganz besonderer Roman, den ich nur empfehlen kann. Besonders empfehlenswert ist er auch für Leser, die sich für die historischen Aspekte interessieren und sich nicht nur von einem Roman unterhalten oder berieseln lassen möchten.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    KatjaMaybachs avatar
    Hallo, liebe Leserinnen und Leser,

    "Die Stunde unserer Mütter" ist mein neuer und zugleich persönlichster Roman. Inspiriert haben mich Feldpostbriefe und Tagebuchauszüge von meinem eigenen Vater.
    Es geht um das Leben zweier Frauen während der Schicksalsjahren 1940 bis 1945: die Bedrohung durch die Gestapo und sogar durch Nachbarn und vermeintliche Freunde, die Hilflosigkeit aber auch den Widerstand gegen den Hass, der sich immer weiter ausbreitet.

    "Die Stunde unserer Mütter" ist ein Roman über das Bewahren der eigenen Menschlichkeit und über die Liebe, die verloren geglaubt ist und dennoch zum Moment der Hoffnung wird.

    Ich möchte euch zu einer Leserunde zu meinem neuesten Roman einladen!

    Inhalt
    Im Mittelpunkt stehen Maria und Vivien, die einander nie besonders sympathisch waren – und jetzt eine Schicksalsgemeinschaft bilden, aus der nach und nach tiefe Freundschaft entsteht.
    Dabei sind die beiden Frauen denkbar unterschiedlich: Während Maria, die ihren Mann, den Forstbeamten Werner, gegen den Willen ihrer Familie heiratete, mittlerweile an ihrer Ehe zweifelt, schmerzt die Engländerin Vivien jede Minute der erzwungenen Trennung von ihrem Mann Philipp. Maria ringt bei jedem Feldpostbrief Werners mit sich, die Distanz, die zwischen ihnen entstanden ist, zu durchbrechen und ihm ein paar liebevolle Worte zu schreiben. Vivien dagegen, die nur deshalb in der Kleinstadt vor den Toren Münchens Zuflucht gesucht hat, um ihren Mann, der im Widerstand tätig ist, nicht zu gefährden, wartet nur auf ein Zeichen, um zu ihm zurückzukehren. Während Maria zu ihrer verträumten Tochter Anna nur schwer Zugang findet, sind Vivien und ihre Tochter Antonia einander sehr ähnlich.
    Doch je schmerzhafter die täglichen Einschränkungen werden, je näher der Krieg ihnen kommt und je größer die Gefahren von Denunziation und Anfeindungen werden, desto enger rücken die beiden Frauen zusammen…


    Zu meiner Person
    Ich war bereits als Kind eine echte "Suchtleserin", was beinahe automatisch zum eigenen Schreiben führte. Schon mit zwölf Jahren schrieb ich meinen ersten Roman und einige Kurzgeschichten. Doch ich hatte immer schon eine zweite Leidenschaft: die Mode. Und so gewann ich mit fünfzehn Jahren den Designerpreis einer großen deutschen Frauenzeitschrift für den Entwurf eines Abendkleides. Mit siebzehn ging ich nach Paris und wurde zuerst Model in einem Couture Haus, später eine erfolgreiche Designerin.
    Nach einer schweren Krankheit begann ich, Romane zu schreiben. Bereits mein Debüt-Roman "Eine Nacht im November" war ein großer Erfolg und wurde in Frankreich ein Bestseller. Heute lebe ich in München, meine Kinder sind bereits erwachsen.

    Zusammen mit Droemer Knaur verlose ich 15 Exemplare von meinem Roman "Die Stunde unserer Mütter" unter allen, die bereit sind, sich an der Leserunde zu beteiligen und im Anschluss eine Rezension zu schreiben.

    Habt ihr Lust, dabei zu sein?
    Dann antwortet bitte bis zum 28.05. auf folgende Frage:

    Die Briefe und Tagebucheinträge meines Vaters haben mich inspiriert.
    Schreibt ihr auch Briefe? Führt ihr vielleicht ein Tagebuch? Oder bevorzugt ihr lieber Emails und Blogs?


    Ich freue mich auf eure Antworten!

    Ich würde mich freuen, euch auch auf meiner Facebook Seite begrüßen zu können.

    Eure Katja Maybach
    Zur Leserunde

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