Katja Millay

 4.6 Sterne bei 111 Bewertungen

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Irgendwann für immer

Irgendwann für immer

 (104)
Erschienen am 03.09.2014
The Sea of Tranquility

The Sea of Tranquility

 (7)
Erschienen am 20.06.2013

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Rezension zu "Irgendwann für immer" von Katja Millay

Rezension zu "Irgendwann für immer"
ElkeKvor 2 Monaten

Inhaltsangabe:

Als Nastya 15 Jahre alt ist, wird sie Opfer eines Gewaltverbrechens. Ihre linke Hand wird so schwer verletzt, dass sie ihre vielversprechende Karriere als Pianistin begraben muss. Und seit sie sich an die Geschehnisse wieder erinnern kann, schweigt sie.

Das letzte Schuljahr will sie in Florida bei ihrer Tante absolvieren, weg von zu Hause und weg von den Erinnerungen, die sie mehr und mehr zu erdrücken scheinen. Um sich ihre Umwelt vom Leibe zu halten, versteckt sie sich hinter einer Fassade voll Wut und Resignation.

Doch ein Junge sieht mehr als nur das schweigsame Mädchen in den schwarzen Klamotten und Highheels. Josh hat auch schon einige Verluste erlitten. Durch den Unfalltod seiner Mutter ist er reich geworden, doch das kann seine Einsamkeit nicht wirklich heilen. Er will einfach nur noch seine Zeit auf der Schule absitzen, um dann in seiner Werkstatt an Holz arbeiten zu können. Dann lernt er Nastya kennen und seine Welt verändert sich mehr und mehr.

Mein Fazit:

Ja, zugegeben, es ist eine ungewöhnliche Liebesgeschichte. Schon allein deshalb, weil die zwei Hauptfiguren wirklich harte Schicksale erlitten haben. Man könnte nun meinen, das sei alles übertrieben, aber ich befürchte, solche traurigen Geschichten schreibt das Leben zur Genüge.

Der Umgang mit den Schicksalen ist für mich allerdings zumindest bemerkenswert. Während ich mich mit Josh noch einigermaßen identifizieren konnte, hatte ich mit Nastya so meine Probleme. Ja, ihr wurde etwas Schreckliches angetan. Und nein, ich mag mir nicht vorstellen, wie es ist, wenn nicht nur die linke Hand, sondern auch noch der Unterleib kaputt ist und der Sinn des Lebens nur noch schwer zu finden ist. Aber mit dem Schweigen hat sie ihre Familie irgendwie indirekt bestraft, die sich alle Mühe gaben, ihr zu helfen und das finde ich einfach nicht richtig. Damit kam ich nicht wirklich gut zurecht.

Die Art und Weise, wie sie es ausdrückte, war für mich auch manchmal schwer zu verstehen, aber gut, sie hatte sich einen dicken Schutzpanzer aufgebaut und der war fast zu 100% sicher. Nur sehr wenige Menschen konnten zu ihr durchdringen und das waren keine Familienmitglieder.

Die Liebesgeschichte, die sich teilweise unnötig in die Länge zog, wird aus wechselnden Perspektiven von Nastya und Josh erzählt. Auch das konnte mich nicht wirklich begeistern. Allerdings muss man lobend erwähnen, dass alle Figuren wirklich Tiefgang und Charakter hatten. Sie wurden vielschichtig dargestellt und das ist ein großer Pluspunkt an der Geschichte.

Trotzdem kann ich nur drei Sterne vergeben, denn ich konnte mich nicht damit identifizieren, wie Nastya mit ihrem Schicksal umgegangen ist.

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Rezension zu "Irgendwann für immer" von Katja Millay

Ich fand es gar nicht gut....
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Titel: Irgendwann für Immer
Autor: Katja Millay
Reihe: -
Verlag: Arena
Genre: Jugend
Seitenanzahl: 493

Ich würde ein Vermögen dafür auf den Tisch blättern, um zu hören, wie sich meine Klassenkameraden und meine blonde Elfenlehrerin über den Wahrheitsgehalt folgender Aussagen den Kopf zerbrechen:
//Meine Name ist Nastya Kashnikov.
Ich war ein Wunderkind am Klavier und gehöre garantiert nicht in eine Musikanfängerklasse. Vor zweieinhalb Jahren wurde ich ermordet.
Was ist die Lüge?//
//S. 32/33//

Cover:
Das Cover finde ich einfach nur wunderschön. Es ist zum Genre wirklich sehr passend und ich finde es wunderbar, wie die Farben miteinander harmonieren...wirklich soo schön !!

Klappentext:
In Nastyas Leben gibt es ein Davor und Danach. Seit dem Danach hat sie mit niemandem mehr ein Wort gesprochen - seit einem Jahr nicht mehr. Bis sie Josh begegnet. In Joshs Leben fehlt es an vielem, aber er hat sich damit abgefunden. Seitdem bleibt er für sich und ist ganz sicher nicht auf der Suche nach der großen Liebe. Bis er Nastya begegnet. Von da an ist für die beiden nichts mehr, wie es vorher war. Und damit beginnt die außergewöhnliche Liebesgeschichte von Nastya und Josh. Kein Wort hat Nastya seit einem Jahr gesprochen, seit dem schrecklichen Überfall. Sie weiß, dass es nie wieder so werden wird wie vorher, und doch will sie es mit ihrem neuen Leben aufnehmen. Sie ahnt nicht, dass sie schon bald Josh begegnen wird. Josh ist der geborene Außenseiter, der Meister der Unnahbarkeit. Als Nastya an seine Schule kommt, ahnt er nicht, dass er seine Schutzhülle nach und nach für sie fallen lassen wird. Nastya und Josh werden Teile eines Ganzen. Bis Nastyas Trauma ihre Liebe zu zerstören droht.

Meine Meinung:
Eigentlich liebe ich solche Stories...Solche Stories wie "Mein Herz und andere schwarze Löcher" u.s.w. ...ich dachte ja, dass "Irgendwann für Immer" auch genauso in diese Kategorie fällt.
Ein spannendes und emotionales Jugendbuch, was mit einem eher schwierigen Thema gefühlvoll umgeht.

Leider fand ich es aber nur pottenlangweilig. Egal wie viele Seiten ich auch hinter mir hatte...nie fand ich den Faden oder gar einen Bezug zur Story, geschweige denn den Charakteren.

Es ist ja nicht jetzt übel oder scheiße....aber mir gefiel es eben leider gar nicht.
Das lag neben der langweiligen Story auch an den Charas und da vor allen an Nastya. Einerseits mochte ich zwar ihre sarkastische Art, andererseits ging sie mir mit ihrem Verhalten auch auf den Keks. Ich hatte das Gefühl, "nur" weil sie wohl etwas Schlimmes erlebt hatte, konnte sie sich auch so aufführen, als wäre sie Queen. Klar deutet das ja auch auf ihren Umgang mit der Situation hin, mir war das aber zu gewollt beschrieben und leider auch recht klischeehaft, da das gefühlt nun mittlerweile in all diesen Romanen vorkommt.
Jedenfalls...ich konnte sie nicht leiden und nur, weil sie das erlebt hat, muss ich ihr keinen Sympathiebonus geben, oder ?

Josh dagegen gefiel mir ganz gut. Zwar gab es durchaus Stellen, wo ich nicht verstehen konnte, weshalb er da immer noch an Nastya dran blieb, aber ich mochte seine Art.

Den Schreibstil fand ich recht anstrengend zu lesen, aber dennoch war insgesamt okay.

Bewertung:
Die Autorin schaffte es nie, mich auch nur ansatzweise für ihr Buch zu fesseln, gar zu interessieren. Das Thema ist ansich spannend, aber für mich nicht sonderlich gut umgesetzt. Gesamt gesehen war dies einfach nicht mein Buch.
Von mir gibt es:

2 von 5 Sterne

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buchstabentraeumerins avatar

Rezension zu "Irgendwann für immer" von Katja Millay

Gefühlvolles Jugendbuch
buchstabentraeumerinvor 2 Jahren

Die Emotionen in diesem Raum schießen mir wie Flummis um die Ohren und ich komme einfach nicht mehr mit. Es ist nach vier Uhr morgens und ich fühle mich, als hätte mich jemand gepackt und ausgewrungen. Ich bin fix und fertig. (Seite 433)

In dieser Geschichte habe ich mich über einige Tage verlieren können. Denn sie ist so herzerwärmend, emotional, erschütternd und spannend, dass ich mich der Erzählung einfach widerstandslos ergeben musste. Hinzu kommt der beträchtliche Umfang, der es der Autorin erlaubt, die Erlebnisse und Gefühle der Charaktere aufs Feinste herauszuarbeiten und für den Leser nachvollziehbar zu machen.

Ich war ganz fasziniert und von Anfang an gefangen genommen. Jede noch so kleinste Auslassung – auch wenn es sich nur um wenige Stunden handelte – war ein Verlust. Ich wollte alles wissen, jede Sekunde miterleben und fieberte gleichzeitig dem Ende mit der Auflösung entgegen. Es war ein kniffeliger Zwiespalt, den ich nur bei wirklich guten Büchern erlebe.

Angesichts der Themen – schwere Schicksalsschläge, Neuorientierung und die erste Liebe – möchte man meinen, dass es sich um ein klassisches Jugendbuch handelt. Doch „Irgendwann für immer“ bietet so viel mehr: Es ist eine zauberhafte, berührende, traurige und hoffnungsvolle Geschichte.

Schreibstil

Je mehr mein Körper heilte, als desto zersplitterter erwies sich mein Verstand, und es gab auf der ganzen Welt nicht genug Drähte und Schrauben, um ihn zu reparieren. (Seite 149)

Trotz der Länge des Buches erlebte ich beim Lesen keine Längen. Im Gegenteil, es ist angenehm langsam. Man treibt wie auf einem Floß vor sich hin, ohne dass es langweilig wird, und jedes Wort ist es Wert gelesen zu werden. Die Autorin nimmt einen auf eine gefühlvolle und spannende Reise in das Leben von Nastya und Josh. Was mir sehr gefiel, waren die harmonisch in die Erzählung eingebundenen Rückblicke – manchmal ganze Absätze, manchmal aber auch nur einzelne Nebensätze. So oder so schürten diese eingestreuten Hinweise enorm die Neugier.

Charaktere

Ich lebe in einer Welt ohne Magie und Wunder. Hier gibt es keine Wahrsager oder Gestaltwandler, keine Engel oder übernatürliche Jungs, die zu meiner Rettung eilen. Hier sterben die Menschen und die Musik vergeht und alles ist Kacke. (Seite 45)

Ohne die Charaktere Nastya und Josh würde die Geschichte nicht existieren. Es geht um sie, ihre Gedanken, Gefühle, Erfahrungen und Erinnerungen – sie machen die Geschichte so interessant. Beide haben mir sehr gut gefallen. Ich konnte die Zerrissenheit, die Verzweiflung und das Bedürfnis nach Isolation absolut nachempfinden. Beide leiden unter den jeweils erlittenen Schicksalsschlägen und zeigen es auf ihre Weise. Sowohl das Verhalten von Nastya als auch von Josh war nachvollziehbar und berührend.

Doch nicht nur die Protagonisten begeistern. Auch die Nebencharaktere, allen voran Drew und Tierney sowie Nastyas Bruder Asher, sind großartig und vor allem nicht minder vielschichtig. Katja Millay hat sich sehr bemüht, selbst die weniger wichtigen Charaktere äußerst fein anzulegen.

Fazit

Ein mit Herz und Verstand geschriebenes, sehr gelungenes Jugendbuch. Es bietet Unterhaltung, Spannung, Herzschmerz und sehr interessante Charaktere. Eine ganz klare Empfehlung für alle Jugendbuch-Leser!

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