Katja Oskamp

 4.1 Sterne bei 56 Bewertungen
Autorenbild von Katja Oskamp (©Paula Winkler)

Lebenslauf von Katja Oskamp

Von Geschichten zum Schreiben inspiriert: Katja Oskamp wird 1970 in Leipzig geboren und wächst in Berlin auf. Für ihr Studium am Leipziger Literaturinstitut kehrt sie in ihre Geburtsstadt zurück, nach ihrem Abschluss in Theaterwissenschaften arbeitet sie am Volkstheater Rostock. Seit 2015 lebt und arbeitet Oskamp wieder in Berlin, im Ortsteil Marzahn als Literatin und Fußpflegerin.

Oskamps literarische Karriere beginnt mit der Kurzgeschichte „Rolf und Mucki und so weiter“, mit der sie beim MDR-Literaturwettbewerb im Jahr 2000 den zweiten Platz belegt. 2003 erscheint ihr erstes Buch, die Erzählsammlung „Halbschwimmer“, die von der Kritik gelobt wird. Ihren Debütroman veröffentlicht Oskamp ein paar Jahre später, 2007 mit „Die Staubfängerin“. Nach „Hellersdorfer Perle“ von 2010 verabschiedete sich Oskamp einige Zeit vom Schreiben und widmet sich ihrer Arbeit als Fußpflegerin. Dabei lernt sie jedoch viele Menschen und ihre Geschichten kennen, die sie inspirieren, wieder zu schreiben. 2019 erscheint als Folge dessen der Roman „Marzahn, mon amour“. Daneben schreibt Oskamp für verschiedene Zeitungen und Online-Medien.

Für ihr literarisches Werk ist Oskamp bereits mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Anna-Seghers-Preis und dem Rausischen Literaturpreis sowie mehreren Stipendien.

Alle Bücher von Katja Oskamp

Cover des Buches Marzahn, mon amour (ISBN: 9783446264144)

Marzahn, mon amour

 (31)
Erschienen am 22.07.2019
Cover des Buches Hellersdorfer Perle (ISBN: 9783821861104)

Hellersdorfer Perle

 (6)
Erschienen am 26.02.2010
Cover des Buches Halbschwimmer (ISBN: 9783833301483)

Halbschwimmer

 (7)
Erschienen am 01.07.2005
Cover des Buches Die Staubfängerin (ISBN: 9783250601111)

Die Staubfängerin

 (5)
Erschienen am 24.08.2007
Cover des Buches Hellersdorfer Perle (ISBN: 9783746638287)

Hellersdorfer Perle

 (0)
Erscheint am 12.04.2021
Cover des Buches Marzahn, mon amour (ISBN: 9783518471319)

Marzahn, mon amour

 (0)
Erscheint am 07.03.2021

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Neue Rezensionen zu Katja Oskamp

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Rezension zu "Marzahn, mon amour" von Katja Oskamp

Lasst euch die Füße waschen!
Golondrinavor 3 Monaten

Ein Buch, von dem ich mir wünschte, es hätte ein paar Seiten mehr gehabt.

Geschichten, die - da bin ich mir sicher - an vielen Orten der Republik

stattfinden könnten. Einfach, weil sie von Menschen erzählen, ihren Macken 

und ihrer Größe. Ich habe mit Frau Blumeier, Frau Frenzel, Fritz und den

anderen gelacht und mir bei Frau Bonkat ein Tränchen verdrückt. 

Für mich: ganz großes Kino!

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Rezension zu "Marzahn, mon amour" von Katja Oskamp

Toll geschrieben
varietyvor 6 Monaten

Die Autorin hat bereits zwei Romane ("Halbschwimmer" und "Die Staubfängerin") veröffentlicht, von denen ich nun unbedingt mal einen lesen muss. Denn schreiben kann sie - und wie. Die kurzen Geschichten über die diversen KundInnen ihres Fusspflegesalons in Berlin-Marzahn sind so feinfühlig, humorvoll und gleichzeitig interessant verfasst, dass ich nicht aufhören konnte. Am besten gefallen hat mir der Bericht über den "Betriebsausflug" (wo man die Autorin etwas näher kennenlernt), aber auch viele kleine Episoden (der Herr mit Demenz, Herr Pietsch der Parteifunktionär oder die Flüchtlingsfrau Gerline Bonkat

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Rezension zu "Marzahn, mon amour" von Katja Oskamp

Mit den kritisch-liebevollen Augen einer Fußpflegerin...
Sonnenschein12vor 8 Monaten

Eine Freundin empfahl mir dieses Buch, es sei ein nettes Buch, was die Menschen (in Marzahn, aber auch anderswo) sehr gut charakterisiere.

Und wirklich: Katja Oskamp ist es sehr gut und sehr liebevoll in ihrem Buch „Marzahn, mon Amour“ gelungen, die Menschen in diesem Berliner Stadtteil mit all ihren Sorgen, Nöten und Hoffnungen zu beschreiben – mit den Augen einer Fußpflegerin! Arbeitsbedingt sind es überwiegend ältere Menschen (junge Menschen suchen eher selten eine Fußpflegerin auf...), aber es gibt auch die 5-jährige Mizzi – aber dazu komme ich noch...

Katja Oskamp hat Theaterwissenschaften studiert, als Dramaturgin am Volkstheater Rostock gearbeitet und hat ein Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig abgeschlossen. Mit vierundvierzig Jahren trifft sie die Erkenntnis: „Mein Leben war fad geworden – das Kind flügge, der Mann krank, die Schreiberei, mit der ich es bisher verbracht hatte, mehr als fragwürdig.“ (S. 7)

Katja Oskamp entschließt sich, den 8-wöchigen Kurs Fußpflege A zu absolvieren. „Als ich den S-Bahnhof verließ, fürchtete ich die Literaturagentin zu treffen, die in der Nähe ihr Büro betrieb und mir zuletzt nur Absagen übermittelt hatte – meine Novelle war von zwanzig Verlagen abgelehnt worden.“ (S. 7/8) Katja Oskamp beendet diesen Kurs und arbeitet danach in einem Kosmetiksalon in Marzahn als Fußpflegerin

Vor ihr auf dem „ pinkfarbenen Fußpflegethron“ sind alle gleich, sie verbiegt sich nicht, sie hört den Geschichten ihrer Kunden und Kundinnen aber genau zu – und diese hat sie treffsicher und emphatisch  in ihrem Buch erzählt, dass ich sie mir eigentlich alle sehr gut vorstellen konnte, ich habe nachvollzogen, auf welche Kunden sie sich freut,  - und auf welche nicht – aber „Geschäft ist Geschäft“!

Aber ich wollte noch von Mizzi berichten: „Mizzi ist fünf, in meiner Kundengalerie das Gegenstück zur sechsundneunzigjährigen Mutter Noll.“ (S. 113) Sie ist die Tochter einer Schriftstellerkollegin. Und Mizzi genießt den Besuch bei der Fußpflegerin – allerdings liebt Mizzi auch Zahnärzte... Nach einem Besuch erzählte die Mutter der Autorin.“ Mizzi habe am nächsten Tag eine Kitafreundin zu Besuch gehabt, mit der hätte sie Fußpflege spielen wollen. Die Freundin habe gefragt, was das sei, und Mizzi habe ehrlich verblüfft gefragt:“ Wie bitte? Du warst noch nie bei einer Fußpflegerin?“ (S. 113)

Ich habe dieses Buch (von der Seitenzahl eher ein Büchlein) mit zunehmender Freude genossen, die Autorin beschreibt die einzelnen Personen so warmherzig, findet für fast alle Erklärungen, ich habe die Geschichten als sehr aufbauend und positiv empfunden. Mir hat das Lesen großen Spaß gebracht und zweifle etwas – ehrlich gesagt – an den Verlagen, die eine solche Autorin ablehnen...

Von mir gibt es auf jeden Fall eine vollkommen überzeugte Leseempfehlung – und ich werde es demnächst zum Geburtstag verschenken!

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Gespräche aus der Community

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Hallo,

von Zeit zu Zeit sehe ich all meine Bücher durch und versuche dann auszusortieren und mir einen Überblick zu verschaffen. Ich merke, dass es mir zunehmend keine "Freude bereitet" zu viele ungelesene Bücher zu Hause zu haben. Denn irgendwie greife ich nur ganz selten nach den Büchern, die schon hier stehen und lese stattdessen die ganz neuen. Ideal wäre es also wohl in meiner Vorstellung, wenn ich einfach nur noch bei Bedarf 1-2 neue Bücher kaufen und direkt lesen würde. Nun kommt das große ABER: 

Ich habe gestern abend alle ungelesenen Bücher aus dem Regal geholt, genau angesehen und überlegt. Am Ende hatte ich 3 Stapel: 1. Definitiv behalten, 2. Anlesen und dann entscheiden, 3. Definitiv weggeben

Leider war der Stapel Nr. 3 dann am Ende mit 37 Büchern verhältnismäßig klein, Stapel 1 immerhin etwas kleiner als Stapel 2. Zugleich habe ich nun ein Problem - so viele Bücher kann ich einfach nicht anlesen und so entscheiden.

Deshalb dachte ich mir, vielleicht möchtet ihr mir bei der Entscheidung helfen? Ich hänge euch mal ein Fotos der Bücher an, bei denen ich unsicher bin, ob ich sie behalten möchte. Kennt ihr etwas davon? Und was würdet ihr sagen - behalten oder weggeben? Eine Begründung für eure Entscheidung wäre natürlich spannend. Falls die  Bücher auf den Fotos nicht gut genug zu erkennen sind, hänge ich sie euch an.

Ich bin es auch ein bisschen leid, Bücher zu lesen, die mich nicht völlig begeistern. Leider werde ich immer anspruchsvoller und somit ist die Chance, ein echtes Highlight zu entdecken, immer geringer. Aber vielleicht verbirgt sich hier ja doch das ein oder andere.

Ich bin gespannt, was ihr sagt!

PS: Die GEO-Zeitschriften dürfen ignoriert werden ;-)

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