Katja Oskamp

 3.7 Sterne bei 24 Bewertungen
Autorin von Halbschwimmer, Marzahn, mon amour und weiteren Büchern.
Autorenbild von Katja Oskamp (©Paula Winkler)

Lebenslauf von Katja Oskamp

Von Geschichten zum Schreiben inspiriert: Katja Oskamp wird 1970 in Leipzig geboren und wächst in Berlin auf. Für ihr Studium am Leipziger Literaturinstitut kehrt sie in ihre Geburtsstadt zurück, nach ihrem Abschluss in Theaterwissenschaften arbeitet sie am Volkstheater Rostock. Seit 2015 lebt und arbeitet Oskamp wieder in Berlin, im Ortsteil Marzahn als Literatin und Fußpflegerin.

Oskamps literarische Karriere beginnt mit der Kurzgeschichte „Rolf und Mucki und so weiter“, mit der sie beim MDR-Literaturwettbewerb im Jahr 2000 den zweiten Platz belegt. 2003 erscheint ihr erstes Buch, die Erzählsammlung „Halbschwimmer“, die von der Kritik gelobt wird. Ihren Debütroman veröffentlicht Oskamp ein paar Jahre später, 2007 mit „Die Staubfängerin“. Nach „Hellersdorfer Perle“ von 2010 verabschiedete sich Oskamp einige Zeit vom Schreiben und widmet sich ihrer Arbeit als Fußpflegerin. Dabei lernt sie jedoch viele Menschen und ihre Geschichten kennen, die sie inspirieren, wieder zu schreiben. 2019 erscheint als Folge dessen der Roman „Marzahn, mon amour“. Daneben schreibt Oskamp für verschiedene Zeitungen und Online-Medien.

Für ihr literarisches Werk ist Oskamp bereits mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Anna-Seghers-Preis und dem Rausischen Literaturpreis sowie mehreren Stipendien.

Alle Bücher von Katja Oskamp

Cover des Buches Marzahn, mon amour (ISBN:9783446264144)

Marzahn, mon amour

 (6)
Erschienen am 22.07.2019
Cover des Buches Hellersdorfer Perle (ISBN:9783821861104)

Hellersdorfer Perle

 (6)
Erschienen am 26.02.2010
Cover des Buches Halbschwimmer (ISBN:9783833301483)

Halbschwimmer

 (7)
Erschienen am 01.07.2005
Cover des Buches Die Staubfängerin (ISBN:9783250601111)

Die Staubfängerin

 (5)
Erschienen am 24.08.2007

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Neue Rezensionen zu Katja Oskamp

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Rezension zu "Marzahn, mon amour" von Katja Oskamp

Glück und Leid in der Plattenbausiedlung im Berliner Osten
ulistuttgartvor 2 Monaten

Katja Oskamp sucht mit Anfang Vierzig, nachdem ihr Sohn ausgezogen ist und ihr Mann  krank wurde, für sich eine neue Lebenserfüllung. Sie ist Schriftstellerin, hat aber einige Enttäuschungen hinter sich und will aus diesem Grunde ihr Dasein verändern.

Eine Möglichkeit ist, wenn man erfolglos beim Bücherschreiben ist, eine Ausbildung zur Fußpflegerin zu machen ;-)

Und genau das macht unsere Autorin. Sie schließt sich einem Team netter Kolleginnen an und betreibt ein Fußpflege-Studio in Berlin-Marzahn.

Dort hört sie sich die Geschichten der Bewohner der Plattenbauten  an und erfährt alles über das Leben dieser Menschen und ihrer Vergangenheit …

 

Ich wurde gewarnt … wenn man zu empfindlich ist, um über abgeschnittene Zehennägel, Hornhaut, Hühneraugen usw. zu lesen, man besser nicht nach diesem Buch greift … aber es hat sich gelohnt! Das bisschen Ekel hab ich bereits vergessen und die Geschichten der Berliner hallen immer noch in mir nach!

Oskamp erzählt mit diesen Anekdoten über das ganz normale Leben, über Leid und Not. Über Verlust und Krankheit.

Sie beschreibt die einzelnen Schicksale in kleinen Kapiteln und hinterlässt nach jedem eine Stille. Sie lässt uns nachdenklich, oft traurig zurück.

Aber sie lässt uns auch schmunzeln. Denn die Marzahner sagen, was sie denken, nehmen kein Blatt vor den Mund und erzählen mit ihrer Berliner Schnauze alles was sie bewegt. „ Der hat sich ausm Hintern Fett ins Jesicht spritzen lassen, wennse den küssen, knutschense den sein Arsch“ (Unterhaltung über Costa Cordalis).

Und damit bewegt die Autorin den Leser dermaßen, dass einem das Buch sehr ans Herz geht.

Auch den Stadtteil Marzahn beginnt man zu mögen. Denn der ist nicht nur eine Betonwüste mit vielen Hochhäusern, sondern „überaus grün mit breiten Straßen, genügend Parkplätzen, intakten Gehwegen und abgesenkten Bordsteinen“. Bestens geeignet für die vielen älteren Bewohner mit Krücken (oder Stützen), Rollatoren und Rollstühlen.

Und damit Ideal für die Kundschaft der Fußpflegerin Katja Oskamp.

Kundschaft wie Gerlinde Bonkat. Sie ist Flüchtling. Geflüchtet 1945 aus Ostpreußen. Eine Nonne auf freier Wildbahn, die jede Chance ergriffen hat, um den „verpfuschten Start ins Leben auszugleichen“.

Kunden wie Frau Huth und ihrem dementen Mann „Die hellen Momente sind die schlimmsten“.

 

So viele herzzerreißende und liebevolle Geschichten über das wahre Leben.

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D

Rezension zu "Marzahn, mon amour" von Katja Oskamp

Marzahn lebt
dirkfrankevor 2 Monaten

Ein schönes Buch, ein kurzweiliges Buch. Geschichten aus der Fußpflege in Marzahn. Mit guten Auge für die Stammkunden und viel Liebe für deren Lebensgeschichten. Oskamp macht die riesigen Grüflächen zwischen den Plattenbauten lebendig. Und dennoch: das Buch leidet an der Form. Zwei bis fünf Seiten pro Person sind zu wenig. Das liest sich schnell und vergisst sich schnell. Die Porträts gehen - fast zwangsweise - nur so tief wie man bei einer Fußpflegebehandlung kommt. Einleitung und Ende versprechen, dass hier mehr möglich wäre.

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Rezension zu "Halbschwimmer" von Katja Oskamp

Rezension zu "Halbschwimmer" von Katja Oskamp
Cassy296vor 10 Jahren

Der „Halbschwimmer” war die Prüfung vor dem Vollschwimmer, eine der vielen DDR-Spezialitäten. Katja Oskamp erzählt die Geschichte Tanjas, einziges Kind einer stellvertretenden Schuldirektorin und eines Offiziers der Nationalen Volksarmee, der alles und jedes mit Tarnnamen versieht. Tanja sagt von sich: „ich bin ein einziges Gezappel, komme schlecht von der Stelle, werde wohl ewig Halbschwimmer bleiben”. Diese sympathisch aufmüpfige Person mit genauem Blick und einem Hang zur Komik wie zur Tragik untertreibt. Sie kommt von der Stelle, nimmt couragiert den Weg in die Freiheit über den Runden Tisch der Kleinfamilie. Das Leben unter Honeckers Bedingungen wird hier aus dem Kosmos eines Mädchens gesehen, das nicht viel von Politik weiß, aber ihre Auswirklungen überall spürt.

Ich fand das Buch einfach nur schlecht:-(
Schade eigentlich , weil ich mir mehr erhofft hatte. Mir blieb leider nichts anderes übrig als es beiseite zu legen. Ziemlich langweilig geschrieben. :-/

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