Katja Oskamp Die Staubfängerin

(5)

Lovelybooks Bewertung

  • 10 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(0)
(3)
(0)
(1)
(1)

Inhaltsangabe zu „Die Staubfängerin“ von Katja Oskamp

In einem schmuddligen Provinztheater verliebt sich die Regieassistentin Tanja Merz in den zwanzig Jahre älteren Dirigenten Edgar, einen charismatischen Holländer. Über Nacht verläßt sie das Theater und zieht in das Reihenhaus des Dirigenten ein. Tanja wird schwanger. Schockiert von der Frühgeburt ihrer Tochter nimmt sie den ärztlichen Rat, penibel auf Sauberkeit zu achten, todernst. Während Edgar von Orchester zu Orchester durch die Welt jettet und das Baby im Brutkasten um sein Leben ringt, fängt Tanja an, gegen den Schmutz zu kämpfen. Endlich darf die junge Mutter das Kind ins keimfreie Haus holen. Auch Edgar kehrt heim. Die Familie ist komplett. Das Desaster nimmt seinen Lauf. Aller Erwartung zum Trotz hat Katja Oskamps temporeicher und witzig erzählter Eheroman ein ziemlich scharfes Happy End.

Regieassistentin verliebt sich in einen älteren Dirigenten.Heiratet ihn,bekommen ein Kind.Die Ehe löst sich sprichwörtlich im Staub auf...

— LadyRilke
LadyRilke

Stöbern in Romane

Heimkehren

Intensiver Roman, der eine Familie über mehrere Generationen hinweg verfolgt

lizlemon

Durch alle Zeiten

Sehr spannend und bewegend

silvia1981

Dann schlaf auch du

Wem kann man seine Kinder anvertrauen?

silvia1981

Wie man es vermasselt

Frisch, jung und intelligent... ein absolutes Wahnsinns-Buch!

Tigerkatzi

Und jetzt auch noch Liebe

Turbulente Liebeskomödie mit sehr skurrilen Charakteren, um eine junge Frau, die durch eine ungewollte Schwangerschaft erwachsen wird.

schnaeppchenjaegerin

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Die Staubfängerin" von Katja Oskamp

    Die Staubfängerin
    metalmel

    metalmel

    02. May 2008 um 10:04

    Tanja, Mitte Zwanzig, ist eine kleine Regieassistentin in der ostdeutschen Provinz. Sie arbeitet mit Anita in schmuddeligen Theatern, schlägt sich mit deren ständiger Betrunkenheit und den damit einhergehenden cholerischen Anfällen herum und fährt auf ältere Männer ab. Alles ändert sich, als sie sich in den rund 20 Jahre älteren Dirigenten Edgar verliebt. Er ist Holländer, viel unterwegs, mäßig erfolgreich. Verheiratet war er auch schon einmal. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor, zu denen der Kontakt völlig abgebrochen ist, da die gestörte Frau das so wolle. Sagt er. Die beiden heiraten und Tanja wird schwanger, das Kind kommt zu früh. Ab da ist nichts mehr wie es war. Der Oberarzt sagt ihr, Frühchen bräuchten eine Keimfreie Umgebung, da ihr Immunsystem noch nicht vernünftig arbeiten könne. So beginnt Tanja zu putzen und zu schrubben. Immer. Überall. Täglich mehrmals. Die Waschmaschine läuft ohne Unterlass, sie gibt in der Woche mehr als 50 Mark für Putzmittel aus. Das Geld wird knapp. Edgar hat keine Anstellung mehr. Trotzdem lässt Tanja einen Staubsaugervertreter kommen und will kaufen. Edgar schmeißt ihn raus. Sie fände einen zweiten Staubsauger wunderbar, denn damit könnte sie den ersten sauber saugen… Das Baby (Paula) wächst und gedeiht und bleibt ganz unberührt vom Putzfimmel Tanjas und dem Verfall Edgars. Er lässt sich gehen, sie isst Unmengen und putzt weiter. Als er sich ein Gewächshaus kauft, im Garten aufstellt und für immer darin verschwindet, darin hockt und vor sich hinstarrt, als Tanjas Eltern zu Besuch kommen, wieder gehen und Paula schläft, da flippt Tanja völlig aus, da sie den Abfluss nicht freibekommt und glaubt, da stecke der Dreck der ganzen Welt drin. Dann verlässt sie Edgar mit Paula. Sie zieht in eine kleine Wohnung und macht alles alleine. Der Putzfimmel geht. Der Fensterputzer kommt. Nicht nur zum Fensterputzen. Er ist dreckig und doch nimmt er Tanja im Sturm. Er „spießt sie von hinten auf“. Sie genießt es. Er mag Paula und spielt den starken Löwen für die kleine Prinzessin. Mit Tanja spielt er „Rollenspiele“ Durchgehend flüssig geschrieben, kaum direkte Rede. Der Roman wirkt eher wie eine Erzählung, die etwas zu lang geraten ist. Durch die schwerfällige Schreibweise vermag das Buch nur schwer zu fesseln.

    Mehr