Katja Schönherr

 4,6 Sterne bei 12 Bewertungen
Autor von Marta und Arthur, 18! und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Katja Schönherr

KATJA SCHÖNHERR, geboren 1982, ist in Dresden aufgewachsen. Sie hat Journalistik und Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig studiert sowie Literarisches Schreiben an der Hochschule der Künste Bern. Marta und Arthur ist ihr erster Roman. Katja Schönherr lebt als freie Autorin in der Schweiz.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Katja Schönherr

Cover des Buches Marta und Arthur (ISBN: 9783716027806)

Marta und Arthur

 (5)
Erschienen am 23.08.2019
Cover des Buches 18! (ISBN: 9783847906087)

18!

 (5)
Erschienen am 14.01.2016
Cover des Buches Marta und Arthur (ISBN: 9783716040287)

Marta und Arthur

 (2)
Erschienen am 24.07.2020

Neue Rezensionen zu Katja Schönherr

Cover des Buches Marta und Arthur (ISBN: 9783716027806)moonrise2k12s avatar

Rezension zu "Marta und Arthur" von Katja Schönherr

Marta und Arthur
moonrise2k12vor 3 Monaten

Eine ganz außergewöhnliche und spannende Geschichte über das Leben von Marta und Arthur.

Die Geschichte hat mich oft an das Buch "Meine dunkle Vanessa" erinnert und doch hat mir Marta und Arthur deutlich besser gefallen.
Diese Geschichte ist einfach viel tiefgründiger und man erhält viel mehr Einblicke in das Leben der beiden. Zwar sind es nur kleine Ausschnitte oder Situationen, aber trotzdem hat man nach dem Lesen das Gefühl, dass man beide Personen kennt.

Man erfährt auch, wie kaputt Marta ist. Doch der schleichende Prozess dahin hat nicht erst mit Arthur begonnen, sondern bereits in ihrer frühen Kindheit mit der Mutter. Am Ende der Geschichte bleibt eine beklemmende Stimmung, die zum Nachdenken anregt... Man wünscht, Marta hätte ein besseres Leben gehabt, in dem sie Liebe kennengelernt und Zuneigung erfahren hätte.

Es ist eine recht kurze Geschichte mit knapp 230 Seiten aber gewaltig in der Sprache. Auf jeden Fall lesenswert und eine ganz klare Empfehlung.

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Cover des Buches Marta und Arthur (ISBN: 9783716027806)AlmaRamsdens avatar

Rezension zu "Marta und Arthur" von Katja Schönherr

Beklemmende Stimmung und grösste Spannung von der ersten Seite bis zum Schluss
AlmaRamsdenvor 3 Monaten

Der Roman erzählt in Rückblenden Marthas Leben, die bereits während der Schulzeit den viele Jahre älteren Arthur kennenlernt, von ihm schwanger wird und mit ihm in einer toxischen Beziehung verharrt bis zu dessen Tod.

Der Roman beginnt mit der sowohl verstörenden wie auch an Komik grenzenden Darstellung der Schändung von Arthurs Leichnam; eine beklemmende Grundstimmung ist von Anfang des Buches an da und bleibt bis zum Schluss erhalten. Nichtsdestotrotz konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte ist eine erfrischende Antithese zum Liebesroman, die mich nachdenklich und fasziniert zurückliess. Die tragische Ausgangslage und der selbstzerstörerische Hang der Protagonistin, die implizite und explizite Brutalität des Paares und die traurige Entwicklung der Beziehung von Mutter und Sohn haben mich tief berührt. Dabei ist die Geschichte keinesfalls melodramatisch erzählt, sondern nüchtern, fast distanziert; den Lesenden bleibt Spielraum zur Interpretation.

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Cover des Buches Marta und Arthur (ISBN: 9783716040287)mimitati_555s avatar

Rezension zu "Marta und Arthur" von Katja Schönherr

Definitiv keine Liebesgeschichte
mimitati_555vor 5 Monaten

Seit über vierzig Jahren sind Marta und Arthur zusammen. Sechzehn Jahre Altersunterschied trennen sie. Als sie sich kennenlernten, war Marta siebzehn und Schülerin, Arthur war Referendar, Deutsch und Geografie für die Oberstufe. Jetzt ist Marta neunundfünfzig Jahre alt und Arthur ist tot. Da liegt er nun im Bett und Marta erinnert sich daran, wo und wie sie sich kennengelernt haben und wie es dazu kam, dass er nun da liegt und sie keine Trauer empfindet. Keine Trauer empfinden kann und auch nicht will.

Bereits auf der Rückseite des Buches steht, dass dies definitiv keine Liebesgeschichte ist. Und das ist es tatsächlich nicht, obwohl es um ein Paar geht, das seit über vierzig Jahren zusammenlebt und einen gemeinsamen Sohn hat. Marta, die bei ihrer alkoholkranken, alleinerziehenden Mutter aufwächst, hat es nicht leicht. Keine Freunde, keine richtigen Familie und was Liebe ist, hat ihr keiner gezeigt. Als sie Arthur kennenlernt, verwechselt sie Aufmerksamkeit und Begehren mit Liebe. Fixiert sich auf Arthur, der warten möchte, bis sie achtzehn geworden ist und sie bis dahin wochenlang einfach nicht mehr beachtet.

„Jeden Morgen klopfte ihr Herz zu schnell, jeden Morgen fuhr Arthur zu schnell vorbei, jeden Morgen verlangsamte er das Tempo nicht, jeden Morgen grüßte er nicht.“ (Seite 69)

Als sie sich wiedersehen, passiert es in einer Umkleidekabine, dass Marta Arthur Erleichterung verschafft. Dennoch ist sie überzeugt davon, dass sie füreinander bestimmt sind und als ihre Mutter sie aus der gemeinsamen Wohnung rausschmeißt, ist es Arthur, zu dem sie hingeht. Hingeht und bleibt, denn ein Nein akzeptiert Marta nicht. Um zu bleiben, ist ihr jedes Mittel recht. So nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Was für ein Buch! Ganz ehrlich; ich weiß nicht, wann ich das letzte mal so zwiegespalten war. Immer wieder wechselte ich meine Meinung zu den Hauptpersonen, mal hatte ich Mitleid mit Marta, mal mit Arthur. Ganz oft aber wollte ich einen der beiden schütteln und fragen „was machst du denn da und warum?!“. Tragisch, verstörend, toxisch, das alles kann man aufführen, wenn man die Beziehung der beiden erklären will. Auf keinen Fall liebevoll, freundlich und schon gar nicht harmonisch geht es zwischen den beiden zu. Ein stiller Kampf über Jahrzehnte, den keiner gewinnen kann. Ein Leben, das man niemandem wünscht, über das die Autorin nicht bewertet, nicht urteilt. Nüchtern und mit klaren Worten erzählt und protokolliert sie, was passiert ist. Das hat mir unglaublich gut gefallen und ist mir 5 Sterne wert. Ein Buch, das mich nachhaltig beeindruckt hat.

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